Der magische Moment: Wann beginnt die Rhabarber-Ernte?
Die Frage, ab wann man Rhabarber ernten kann, ist für jeden Gartenbesitzer, der dieses vielseitige Gemüse anbaut, von zentraler Bedeutung. Es ist ein Moment des Wartens, der Vorfreude und schließlich der Belohnung für die Pflege, die Sie Ihrer Pflanze zukommen ließen. Die Antwort ist nicht auf den Tag genau festgelegt, sondern orientiert sich an der Entwicklung der Pflanze und den äußeren Bedingungen. Generell lässt sich sagen, dass die Rhabarber-Erntezeit im späten Frühling beginnt, typischerweise ab April, und bis zum Johannistag, dem 24. Juni, andauert.
Dieser Zeitraum ist entscheidend, denn er erlaubt der Pflanze, sich nach dem Austrieb kräftig zu entwickeln und gleichzeitig Früchte für Ihre Küche zu liefern. Nach dem Johannistag sollte die Ernte eingestellt werden, damit die Pflanze genügend Kraft sammeln kann, um den Winter gut zu überstehen und im nächsten Jahr wieder kräftig auszutreiben. Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Rhabarber bereits reif ist, achten Sie auf die Stielstärke und -farbe. Kräftige, saftige Stiele, die sich leicht biegen lassen, sind ein gutes Zeichen. Sie sollten mindestens so dick wie ein Daumen sein und eine intensive Farbe aufweisen, abhängig von der Sorte – von leuchtendem Rot bis zu einem kräftigeren Grün.
- Rhabarber-Ernte beginnt meist ab April.
- Die Ernte endet traditionell am Johannistag (24. Juni).
- Reife Stiele sind kräftig, saftig und gut biegsam.
- Stieldicke sollte mindestens einem Daumen entsprechen.
- Nach der Ernte braucht die Pflanze Erholung für das nächste Jahr.
Die Zeit vor der eigentlichen Ernte ist eine Phase, in der Sie die Pflanze gut beobachten sollten. Achten Sie auf Anzeichen von Wachstum und Stärke. Ist die Pflanze noch jung, sollte man mit der ersten richtigen Ernte ein bis zwei Jahre nach dem Einpflanzen warten, um ihr die Chance zu geben, sich zu etablieren. Dies mag geduldig erscheinen, ist aber essenziell für eine langanhaltende und ertragreiche Ernte in den Folgejahren.
Die richtige Vorbereitung: Was Sie vor der Ernte wissen müssen
Bevor Sie mit der Rhabarber-Ernte beginnen, ist es wichtig, die Bedürfnisse der Pflanze und die optimalen Bedingungen zu verstehen. Eine gut vorbereitete Pflanze liefert nicht nur mehr, sondern auch qualitativ hochwertigere Stiele. Dies beginnt bereits mit dem richtigen Standort und der Pflege im Vorfeld.
Der ideale Standort für Rhabarber
Rhabarber liebt einen sonnigen bis halbschattigen Platz in Ihrem Garten. Der Boden sollte tiefgründig, humos und feucht sein, aber keine Staunässe bilden. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich. Wenn Sie Ihren Rhabarber gerade erst pflanzen, planen Sie ausreichend Platz ein, denn die Pflanzen können recht groß werden und benötigen Raum für ihre kräftigen Wurzeln.
Rhabarber pflanzen: Ein Grundstein für gute Ernte
Die beste Zeit, um Rhabarber zu pflanzen, ist im Frühjahr oder Herbst. Wenn Sie im Frühjahr pflanzen, wählen Sie junge Pflanzen, die bereits erste Austriebe zeigen. Beim Einpflanzen sollten die Knospen, aus denen die Blätter und Stiele wachsen, knapp unter der Erdoberfläche liegen. Gießen Sie die frisch gepflanzte Pflanze gut an. Im ersten Jahr nach dem Pflanzen sollten Sie die Blütenansätze entfernen, damit die Pflanze ihre Energie in das Wurzelwachstum und die Blattbildung steckt und nicht in die Samenproduktion. Die erste Ernte findet dann im zweiten oder dritten Jahr statt, je nach Entwicklung der Pflanze.
Rhabarber düngen für Kraft und Geschmack
Eine regelmäßige Nährstoffversorgung ist entscheidend für kräftige Erntestiele. Rhabarber ist ein Starkzehrer und freut sich über eine Gabe Kompost im Frühjahr, noch bevor die Wachstumsperiode richtig beginnt. Eine zusätzliche Düngung mit organischem Dünger, wie gut verrottetem Mist oder speziellem Beerendünger, kann im Frühjahr und eventuell nochmals nach der Haupternte erfolgen. Achten Sie darauf, nicht zu viel Stickstoff zu verwenden, da dies die Stiele zwar schneller wachsen lässt, aber den Geschmack beeinträchtigen kann. Kalium und Phosphor sind wichtig für die allgemeine Pflanzenkraft und die Widerstandsfähigkeit.
Die Pflege vor der Ernte, wie das Entfernen von Unkraut, das Lockern des Bodens und das Sicherstellen einer gleichmäßigen Wasserversorgung, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Ernte. Eine gesunde Pflanze ist die beste Garantie dafür, dass die Stiele kräftig, saftig und aromatisch sind, wenn der Zeitpunkt für die Ernte gekommen ist.
Entfernen Sie frühzeitig Blütenansätze, um die Kraft der Pflanze vollständig in die Produktion von schmackhaften Erntestielen zu lenken und die Ernteperiode zu verlängern.
Die Kunst des Erntens: So ernten Sie Rhabarber richtig
Das Ernten von Rhabarber ist keine komplizierte Angelegenheit, erfordert aber die richtige Technik, um sowohl die Pflanze als auch die Stiele nicht zu beschädigen. Die Frage, ab wann man Rhabarber ernten kann, ist die eine Sache; die andere ist, *wie* man es tut, um das Beste aus seinem Garten herauszuholen.
Der richtige Zeitpunkt für jeden Stiel
Wie bereits erwähnt, beginnt die Rhabarber-Erntezeit im späten Frühling. Der entscheidende Indikator für die Reife eines einzelnen Stiels ist seine Dicke und Festigkeit. Ein guter Erntestiel sollte mindestens einen Fingerdick sein und sich beim Biegen nicht sofort brechen. Sehen Sie, dass sich die Pflanze gut entwickelt und viele kräftige Stiele produziert, können Sie mit der Ernte beginnen. Es ist ratsam, nicht alle Stiele auf einmal zu ernten, sondern nach und nach die reifsten auszuwählen. Dies erlaubt den jüngeren Stielen, sich weiterzuentwickeln.
Die Erntetechnik: Schneiden oder Brechen?
Es gibt zwei gängige Methoden, Rhabarber zu ernten: Schneiden und Brechen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Die Schneidetechnik ist oft die präzisere und schonendere Methode. Verwenden Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere, um den Stiel nahe an der Basis abzuschneiden. Achten Sie darauf, nicht zu tief in den Wurzelballen zu schneiden. Dies minimiert das Risiko von Krankheitserregern, die in die Schnittwunde eindringen könnten.
Die alternative Methode ist das Brechen oder Abknicken. Hierbei packen Sie den Stiel fest am unteren Ende und ziehen ihn mit einer schnellen, ruckartigen Bewegung nach oben und zur Seite. Der Stiel bricht dann sauber an der Basis ab. Diese Methode ist oft schneller, kann aber bei zu grober Ausführung die Pflanze verletzen, insbesondere wenn der Stiel nicht sauber bricht oder zu viel Gewebe mitgerissen wird. Wenn Sie diese Methode anwenden, achten Sie darauf, dass der Bruch sauber erfolgt und die Basis des Stiels intakt bleibt. Unabhängig von der gewählten Methode ist es wichtig, die Blätter sofort zu entfernen.
Blätter sofort entfernen – Sicherheit geht vor!
Ein wichtiger Hinweis bei der Rhabarber-Ernte: Die Blätter des Rhabarbers sind aufgrund ihres hohen Oxalsäuregehalts giftig und sollten niemals verzehrt werden. Nach der Ernte müssen die Blätter sofort vom Stiel getrennt und entsorgt werden, am besten im Biomüll oder auf dem Kompost. Es gibt zwar Diskussionen über die Verwendung von Rhabarberblättern als Dünger, doch aufgrund der Giftigkeit ist hier Vorsicht geboten und es wird oft davon abgeraten, sie kompostieren zu lassen, wenn man nicht sicher ist, dass der Kompostierprozess die Säure vollständig abbaut.
Die Ernte ist ein fortlaufender Prozess über mehrere Wochen, nicht ein einmaliges Ereignis.
Wenn Sie regelmäßig die reifsten Stiele ernten, fördern Sie die Bildung neuer Triebe. Achten Sie darauf, dass immer genügend Blätter an der Pflanze verbleiben, damit sie genügend Energie für die Photosynthese produzieren kann. Eine Pflanze sollte nie komplett „abgeerntet“ werden, da dies ihre Lebenskraft schwächt.
Wielange kann man Rhabarber ernten und wann stoppen?
Die Frage, wielange man Rhabarber ernten kann, ist eng mit der Tradition und der Gesundheit der Pflanze verbunden. Während die Pflanze an sich widerstandsfähig ist, gibt es eine klare Regel, die Gärtner beachten sollten, um ihre langfristige Vitalität zu gewährleisten.
Das Ende der Erntezeit: Der Johannistag als Richtlinie
Der traditionelle Stichtag für die Rhabarber-Ernte ist der Johannistag, der jedes Jahr am 24. Juni gefeiert wird. Nach diesem Datum sollte die Ernte eingestellt werden. Dies mag für manche Gärtner, die noch viele reife Stiele haben, eine Einschränkung bedeuten. Es gibt jedoch gute Gründe für diese Praxis, die über reine Tradition hinausgehen. Nach dem Johannistag werden die Tage kürzer und die Sonneneinstrahlung nimmt ab. Gleichzeitig benötigt die Rhabarberpflanze dringend Zeit, um ihre Energiereserven für das kommende Jahr wieder aufzufüllen. Wenn Sie die Pflanze bis in den späten Sommer hinein beernten, entziehen Sie ihr wertvolle Ressourcen, die sie für das Überleben des Winters und den kräftigen Austrieb im nächsten Frühjahr dringend benötigt.
Warum das Ende der Ernte wichtig ist
Wenn Sie die Pflanze nach dem 24. Juni weiter beernten, schwächen Sie sie erheblich. Dies kann dazu führen, dass sie im nächsten Jahr weniger ertragreich ist, anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wird oder im schlimmsten Fall sogar abstirbt. Das natürliche Ende der Erntezeit zwingt den Gärtner also dazu, die Pflanze zu schonen und ihr die nötige Ruhephase zu gönnen. Betrachten Sie das Ernteende nicht als Verlust, sondern als Investition in zukünftige Ernten.
Denken Sie daran: Rhabarber ist mehrjährig. Wenn Sie ihn gut pflegen und die Erntezeit respektieren, kann er Ihnen viele Jahre lang Freude bereiten.
Können Sie Rhabarber noch essen, wenn er blüht?
Manchmal beginnt Rhabarber während der Wachstumsperiode zu blühen. Dies geschieht oft, wenn die Pflanze noch jung ist, unter Stress steht (z.B. durch extreme Trockenheit oder Hitze) oder wenn die Winterkälte nicht ausreichend war. Die Blüte signalisiert, dass die Pflanze versucht, Samen zu bilden und ihre Energie auf die Fortpflanzung zu konzentrieren. Die Frage, ob man Rhabarber noch essen kann, wenn er blüht, ist klar mit Ja zu beantworten. Die Blüte beeinträchtigt die Qualität der Stiele in der Regel nicht wesentlich, solange Sie die Blüte selbst nicht mitessen. Es ist jedoch ratsam, die Blütenansätze zu entfernen, um die Pflanze zu ermutigen, ihre Energie wieder in die Stielbildung zu lenken und ihre allgemeine Kraft zu erhalten. Dies gilt besonders, wenn die Pflanze noch nicht etabliert ist oder die Erntezeit noch im Gange ist.
Eine blühende Pflanze ist kein Grund zur Panik, aber ein Zeichen dafür, dass Sie der Pflanze besondere Aufmerksamkeit schenken sollten. Sorgen Sie für ausreichende Bewässerung, entfernen Sie die Blüten und stellen Sie sicher, dass sie genügend Nährstoffe erhält.
Nach der Ernte: Pflege und Lagerung des Rhabarbers
Sobald die letzte Ernte des Jahres am Johannistag abgeschlossen ist, ist die Arbeit mit dem Rhabarber noch nicht vorbei. Die Nacherntepflege ist entscheidend, damit die Pflanze den Sommer gut übersteht und sich auf den Winter vorbereiten kann.
Pflege nach der Ernte
Auch nach dem Ende der Ernteperiode benötigt der Rhabarber weiterhin Pflege. Halten Sie den Bereich um die Pflanze frei von Unkraut, das mit dem Rhabarber um Wasser und Nährstoffe konkurrieren würde. Sorgen Sie auch weiterhin für eine ausreichende Bewässerung, besonders in trockenen Perioden. Dies hilft der Pflanze, ihre Kraftreserven wieder aufzufüllen. Im Herbst, wenn die Blätter beginnen zu welken und abzusterben, können diese abgeschnitten und als Mulch um die Pflanze herum verteilt werden. Sie dienen als natürlicher Schutz vor Kälte und liefern im Frühjahr zusätzliche Nährstoffe, sobald sie verrottet sind.
Eine weitere Düngung mit Kompost oder organischem Material im Spätsommer oder Frühherbst kann die Pflanze zusätzlich stärken und auf den Winter vorbereiten. Vermeiden Sie jedoch eine späte Stickstoffdüngung, da diese das Ausreifen der Triebe behindern und die Frosthärte beeinträchtigen könnte.
Rhabarber lagern: So bleibt er frisch
Frisch geernteter Rhabarber ist ein Genuss, aber was tun, wenn Sie mehr geerntet haben, als Sie sofort verarbeiten können? Die richtige Lagerung sorgt dafür, dass Sie die saftigen Stiele auch noch einige Zeit genießen können.
Kurzfristige Lagerung (wenige Tage)
Für die Lagerung im Kühlschrank sollten die Rhabarberstiele zunächst gründlich gewaschen und die Blätter entfernt werden. Wickeln Sie die Stiele locker in ein feuchtes Küchentuch oder legen Sie sie in eine perforierte Plastiktüte, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. So aufbewahrt, hält sich Rhabarber im Gemüsefach des Kühlschranks etwa 3-5 Tage frisch.
Mittelfristige Lagerung (mehrere Wochen bis Monate)
Die beste Methode zur langfristigen Lagerung ist das Einfrieren. Waschen Sie die Stiele, entfernen Sie die Blätter und schneiden Sie sie in mundgerechte Stücke (ca. 2-3 cm). Sie können den Rhabarber roh einfrieren oder ihn kurz blanchieren. Für rohes Einfrieren: Verteilen Sie die Stücke auf einem mit Backpapier ausgelegten Tablett und frieren Sie sie vor, bis sie fest sind. Danach können Sie sie in geeignete Gefrierbeutel oder Behälter umfüllen. So verhindern Sie, dass die Stücke zusammenkleben. Eingefrorener Rhabarber behält seine Qualität für etwa 8-12 Monate. Er eignet sich hervorragend für Kuchen, Kompott oder Smoothies direkt aus dem Gefrierschrank.
Eine weitere Möglichkeit ist das Einlegen in Zuckerwasser oder das Einkochen zu Marmelade oder Kompott. Diese traditionellen Konservierungsmethoden sind zwar arbeitsintensiver, aber sie bieten eine köstliche Möglichkeit, den Geschmack des Sommers für längere Zeit zu bewahren.
Beim Einkochen oder Einlegen ist es wichtig, auf Hygiene zu achten und sterilisierte Gläser zu verwenden, um die Haltbarkeit zu maximieren. Rhabarberkompott oder -marmelade können, gut verschlossen und kühl gelagert, mehrere Monate haltbar sein.
Rhabarber-Varianten und ihre Ernte
Wenn Sie über Rhabarber ernten nachdenken, ist es gut zu wissen, dass es verschiedene Sorten gibt, die sich nicht nur in Farbe und Geschmack, sondern auch leicht in ihrer Ernteempfindlichkeit unterscheiden können. Obwohl die grundlegenden Prinzipien der Rhabarber-Erntezeit für alle Sorten gelten, gibt es feine Nuancen, die Ihren Ernteerfolg beeinflussen können.
Bekannte Rhabarber-Sorten im Überblick
Die bekanntesten Rhabarber-Sorten lassen sich grob in rotfleischige und grünschalige Varianten unterteilen. Rote Sorten wie 'Elstar' oder 'Rot' sind oft süßer und aromatischer, während grüne Sorten wie 'Victoria' oder 'Marseille' tendenziell saurer sind und mehr Säure mitbringen. Es gibt auch zweifarbige Sorten, die Elemente beider Typen vereinen.
Unabhängig von der Farbe der Stiele sind die grundsätzlichen Kriterien für die Ernte gleich: Die Stiele müssen kräftig genug sein, die Dicke eines Fingers erreicht haben und sich leicht biegen lassen. Die Reife wird nicht allein durch die Farbe bestimmt, sondern durch die Konsistenz und Saftigkeit des Stiels.
Unterschiede bei der Ernteempfindlichkeit
Einige neuere Züchtungen sind darauf ausgelegt, früher im Jahr erntereif zu sein oder auch bei kühleren Temperaturen kräftige Stiele zu bilden. Dies kann bedeuten, dass Sie bei diesen Sorten möglicherweise schon wenige Tage früher mit der Ernte beginnen können als bei älteren, traditionellen Sorten. Dennoch bleibt der Rat, junges Rhabarber-Gemüse nicht zu überernten, eine wichtige Faustregel. Die Pflanze braucht Zeit, um sich zu etablieren, insbesondere in den ersten ein bis zwei Jahren nach dem Einpflanzen.
Worauf Sie bei der Ernte der Stiele achten sollten
Es ist ratsam, vor allem bei jüngeren Pflanzen oder Sorten, die man neu im Garten hat, vorsichtig mit der Ernte zu beginnen. Ernten Sie zunächst nur wenige Stiele, um zu sehen, wie die Pflanze darauf reagiert. Wenn die Pflanze schnell neue Triebe nachliefert und gesund aussieht, können Sie die Ernte intensivieren. Wenn Sie jedoch Anzeichen von Schwäche bemerken – z.B. dünne, welkende Stiele oder blasse Blätter –, reduzieren Sie die Erntemenge sofort.
Auch bei unterschiedlichen Sorten bleibt die Ernteentscheidung eine Frage der Beobachtung der Pflanze selbst.
Die frühesten Sorten können manchmal schon Ende März oder Anfang April erste erntefähige Stiele liefern, besonders wenn das Wetter mild ist. Diese frühen Stiele sind oft besonders zart und aromatisch. Generell gilt: Je später im Frühling Sie ernten, desto stärker und dicker werden die Stiele, aber oft auch saurer, was bei der Zubereitung berücksichtigt werden muss.
Häufige Probleme bei der Rhabarber-Ernte und Lösungen
Auch bei bestem Wissen und sorgfältiger Pflege kann es bei der Rhabarber-Ernte zu Problemen kommen. Ob die Pflanze nicht wächst, die Stiele zu dünn bleiben oder Schädlinge auftreten – oft gibt es eine einfache Erklärung und eine Lösung.
Problem 1: Der Rhabarber wächst sehr langsam oder gar nicht
Ursachen hierfür können vielfältig sein: Ein zu junger oder frisch gepflanzter Rhabarber benötigt oft ein bis zwei Jahre, um sich zu etablieren. Ist die Pflanze älter, könnten Nährstoffmangel, Staunässe oder ein ungünstiger Standort die Ursache sein. Überprüfen Sie den Boden – ist er verdichtet? Bekommt die Pflanze genug Wasser, aber auch nicht zu viel? Eine gute Drainage ist essenziell. Eine Gabe Kompost im Frühjahr und eine zusätzliche organische Düngung kann Wunder wirken. Auch das Entfernen von Blütenansätzen hilft, die Energie in das vegetative Wachstum zu lenken.
Problem 2: Die Erntestiele sind dünn und schwach
Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass Sie die Pflanze übererntet haben, besonders im Vorjahr. Oder die Pflanze hat einfach noch nicht genug Kraft getankt. Wenn Ihre Pflanze blüht, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass sie ihre Energie lieber in die Vermehrung steckt als in die Stielbildung. Entfernen Sie die Blütenansätze umgehend. Stellen Sie sicher, dass die Pflanze genügend Sonnenlicht erhält und gut mit Nährstoffen versorgt ist. Eine späte Ernte bis weit in den Sommer hinein schwächt die Pflanze enorm. Die Regel 'Ernteende am Johannistag' ist hier besonders wichtig für die langfristige Gesundheit.
Problem 3: Schädlingsbefall oder Krankheiten
Rhabarber ist relativ robust, aber nicht immun. Gelegentlich kann es zu Befall durch Blattläuse oder Dickmaulrüsslerlarven kommen. Schnecken lieben junge Triebe ebenfalls. Bei Blattläusen helfen oft ein starker Wasserstrahl oder eine Seifenlauge. Gegen Dickmaulrüsslerlarven im Boden helfen biologische Präparate oder das Absammeln. Pilzkrankheiten wie Rost können bei feuchtem Wetter auftreten. Achten Sie auf eine gute Belüftung der Pflanze, vermeiden Sie unnötige Nässe auf den Blättern und entfernen Sie befallene Pflanzenteile. Eine starke Pflanze ist immer widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.
Geduld und die richtige Pflege sind der Schlüssel zu einem gesunden und ertragreichen Rhabarberjahr für Jahr.
Das Verständnis, ab wann man Rhabarber ernten kann und wie man ihn richtig pflegt, ist der erste Schritt, um Probleme zu vermeiden. Wenn Sie die Bedürfnisse der Pflanze respektieren, wird sie Ihnen mit reichen und gesunden Ernten danken.
Tipps für die Zubereitung von Rhabarber
Nachdem Sie wissen, ab wann Sie Rhabarber ernten können und wie Sie ihn korrekt vom Beet holen, stellt sich die Frage: Was macht man mit den saftigen Stielen? Die Zubereitung von Rhabarber ist vielfältig, und das Wissen um seine Eigenschaften hilft, das Beste daraus zu machen.
Rhabarber: Gemüse oder Obst?
Obwohl Rhabarber oft wie Obst in Kuchen und Desserts verwendet wird, ist er botanisch gesehen ein Gemüse. Dies liegt an seiner Wuchsform und der Tatsache, dass nur die Stiele verzehrt werden. Sein hoher Säuregehalt macht ihn jedoch ideal für süße Speisen, da er mit Zucker eine wunderbare Balance findet.
Grundlagen der Zubereitung
Bei der Zubereitung von Rhabarber ist es wichtig, die Stiele gut zu waschen und die Enden abzuschneiden, falls sie holzig sind. Die harte, oft rote Außenhaut kann, muss aber nicht unbedingt abgezogen werden. Bei jüngeren, zarteren Stielen ist sie meist unproblematisch und enthält viele Farbstoffe und Aromen. Bei älteren, faserigen Stielen kann das Abziehen helfen, die Textur zu verbessern. Schneiden Sie den Rhabarber dann in die gewünschte Größe, meist 2-3 cm lange Stücke.
Rhabarber süßen: Die Balance finden
Da Rhabarber von Natur aus sehr sauer ist, wird er meist mit Zucker verarbeitet. Das Verhältnis von Rhabarber zu Zucker kann je nach Sorte und persönlichem Geschmack variieren. Eine gute Faustregel für Kuchen ist etwa 100-150 Gramm Zucker pro Kilogramm Rhabarber. Für Kompott oder Marmelade kann die Zuckermenge höher sein. Bei der Zubereitung von Kompott mit frischem Rhabarber müssen Sie kaum Wasser zugeben, da der Rhabarber beim Erhitzen viel Flüssigkeit abgibt. Kurz kochen lassen, bis die Stiele weich sind, dann nach Belieben süßen.
Klassische und kreative Rhabarber-Rezepte
Rhabarberkuchen: Ein Klassiker ist der Rhabarber-Streuselkuchen. Hierfür werden die Rhabarberstücke auf einem Mürbeteigboden verteilt, mit Zucker und eventuell etwas Vanille oder Zimt gewürzt und mit Streuseln bedeckt.
Rhabarberkompott: Gekochter Rhabarber mit Zucker ist eine köstliche Beilage zu Vanilleeis, Milchreis oder Grießpudding. Man kann auch Gewürze wie Ingwer, Sternanis oder Kardamom hinzufügen, um dem Kompott eine besondere Note zu verleihen.
Rhabarbermarmelade: Einkochen mit Zucker und eventuell etwas Gelierzucker ergibt eine fruchtige Marmelade für das Frühstücksbrot.
Rhabarbersaft oder -schorle: Frisch gepresster Rhabarbersaft, verdünnt mit Wasser, ist ein erfrischendes Getränk, besonders im Sommer. Mit etwas Sprudelwasser wird daraus eine spritzige Schorle.
Herzhafte Gerichte: Rhabarber kann auch in herzhaften Gerichten verwendet werden, z.B. als Chutney zu Käse oder Fleisch, oder in Saucen zu Geflügel.
Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Gewürzen und Kombinationen. Die säuerliche Note des Rhabarbers passt erstaunlich gut zu vielen Aromen.
