Warum Ihr Apfelbaum eine gezielte Düngung benötigt
Ein prächtiger Apfelbaum im eigenen Garten ist mehr als nur eine Zierde; er ist ein Versprechen auf süße, saftige Früchte. Doch damit dieser Traum Wirklichkeit wird und der Baum über Jahre hinweg vital und ertragreich bleibt, ist eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung unerlässlich. Die Erde allein liefert nicht immer alle Bausteine, die ein Obstbaum für sein Wachstum, die Blütenbildung und die Fruchtentwicklung benötigt. Hier kommt die gezielte Düngung ins Spiel, und Blaukorn hat sich als eine beliebte Wahl für viele Gartenfreunde etabliert, wenn es darum geht, den Apfelbaum zu düngen.
Die Entscheidung, den Apfelbaum mit Blaukorn zu düngen, basiert oft auf dessen breiter Verfügbarkeit und dem Umstand, dass es eine ausgewogene Mischung verschiedener Hauptnährstoffe liefert. Nährstoffe wie Stickstoff (N) für das Blattwachstum, Phosphor (P) für die Wurzelentwicklung und Blütenbildung sowie Kalium (K) für die Fruchtqualität und Frosthärte sind entscheidend. Ergänzt wird dies häufig durch wichtige Spurenelemente, die ebenfalls eine Rolle im Stoffwechsel des Baumes spielen. Eine Unterversorgung mit diesen Elementen kann sich schnell in schwachem Wuchs, geringem Fruchtansatz, anfälligeren Blättern oder einer schlechteren Haltbarkeit der Äpfel äußern. Eine durchdachte Düngestrategie, die auf die Bedürfnisse des Apfelbaums zugeschnitten ist, beugt solchen Problemen vor und legt den Grundstein für eine reiche und gesunde Ernte.
Doch wie genau erreicht man, dass der Apfelbaum durch die Gabe von Blaukorn optimal versorgt wird, ohne ihn zu überdüngen? Die Antwort liegt im Verständnis der spezifischen Anforderungen des Baumes und der korrekten Anwendung des Düngemittels. Es geht darum, die richtige Menge zur richtigen Zeit auf die richtige Weise auszubringen, um sicherzustellen, dass die Nährstoffe dort ankommen, wo sie gebraucht werden: bei den Wurzeln, die sie aufnehmen und an den gesamten Baum weiterleiten.
- Blaukorn liefert essenzielle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium.
- Gezielte Düngung fördert Wachstum, Blüte und Fruchtqualität des Apfelbaums.
- Vorbeugung von Mangelerscheinungen und Stärkung des Baumes sind Hauptziele.
- Die richtige Anwendung von Blaukorn ist entscheidend für den Erfolg.
Die grundlegenden Nährstoffbedürfnisse Ihres Apfelbaums
Jeder Apfelbaum, unabhängig von Sorte oder Alter, hat grundlegende Bedürfnisse, um gesund zu wachsen und Früchte zu tragen. Hauptsächlich benötigt er Makronährstoffe: Stickstoff (N) für üppiges grünes Laub und starkes Wachstum, Phosphor (P) zur Förderung der Wurzelbildung und zur Unterstützung der Blüte, und Kalium (K), welches die Fruchtentwicklung, -qualität und die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Baumes gegen Krankheiten und Frost maßgeblich beeinflusst. Fehlen diese essenziellen Stoffe, zeigt der Baum dies oft durch vergilbende Blätter, spärliche Blüten oder kleine, minderwertige Früchte.
Neben den Hauptakteuren sind auch Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan, Zink und Bor unverzichtbar, wenn auch in kleineren Mengen. Sie fungieren als Katalysatoren für viele biochemische Prozesse im Baum. Ein Mangel an einem dieser Spurenelemente kann, ähnlich wie bei den Makronährstoffen, zu deutlichen Wachstumsstörungen oder Fruchtproblemen führen. Gängige Blaukorn-Produkte sind darauf ausgelegt, sowohl die Hauptnährstoffe als auch eine Auswahl dieser essenziellen Spurenelemente abzudecken, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten, was sie zu einer praktischen Allround-Lösung macht.
Warum Blaukorn eine gute Wahl sein kann
Blaukorn, oft als Allround-Dünger für den Garten bekannt, zeichnet sich durch seine Granulatform aus, die eine gleichmäßige Verteilung ermöglicht. Viele handelsübliche Blaukorn-Produkte enthalten eine ausgewogene Mischung aus Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) im Verhältnis, das oft als NPK-Verhältnis auf der Verpackung angegeben ist. Dieses Verhältnis ist darauf ausgelegt, die grundlegenden Bedürfnisse vieler Pflanzen, einschließlich Obstbäumen, zu decken, da es die wichtigsten Makronährstoffe in einem praktischen Paket liefert.
Ein weiterer Vorteil von Blaukorn ist die Zugabe von wichtigen Spurenelementen wie Magnesium, Schwefel, Eisen und Zink. Diese Elemente sind zwar nur in geringen Mengen erforderlich, spielen aber eine entscheidende Rolle für die Photosynthese, die Enzymaktivität und die allgemeine Gesundheit des Baumes. Durch die Kombination von Haupt- und Spurennährstoffen in einem einzigen Produkt vereinfacht Blaukorn den Düngeprozess erheblich. Dies ist besonders für Hobbygärtner attraktiv, die eine effektive und unkomplizierte Methode zur Nährstoffversorgung ihrer Apfelbäume suchen.
Die langsame Freisetzung von Nährstoffen, die bei vielen Blaukorn-Formulierungen gegeben ist, bedeutet, dass der Baum über einen längeren Zeitraum kontinuierlich mit Nährstoffen versorgt wird. Dies reduziert das Risiko einer Nährstoffauswaschung und minimiert die Gefahr einer Überdüngung, die bei schnell löslichen Düngern auftreten kann. Diese Eigenschaft macht Blaukorn zu einer verlässlichen Option, die eine konstante Unterstützung für das Wachstum und die Fruchtbildung des Apfelbaums bietet, ohne den Boden oder die Wurzeln zu belasten.
Die Kunst liegt darin, die Vorteile eines ausgewogenen Düngers wie Blaukorn mit dem spezifischen Bedarf Ihres Apfelbaums in Einklang zu bringen.
Der Unterschied zwischen verschiedenen Blaukorn-Sorten
Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Apfelbaum mit Blaukorn zu düngen, werden Sie feststellen, dass es nicht nur *ein* Blaukorn gibt. Die Hersteller bieten verschiedene Formulierungen an, die sich hauptsächlich im NPK-Verhältnis und der Zusammensetzung der Spurenelemente unterscheiden können. Einige sind speziell auf bestimmte Pflanzenarten oder Wachstumsphasen zugeschnitten.
Für Apfelbäume sind oft Formulierungen geeignet, die einen moderaten Stickstoffanteil, einen guten Anteil an Phosphor für die Blütenbildung und eine höhere Konzentration an Kalium für die Fruchtqualität aufweisen. Achten Sie auf Produkte, die speziell für Obstbäume oder zur Förderung der Fruchtbildung ausgewiesen sind. Manche enthalten auch zusätzliche Vorteile wie einen Langzeit-Effekt, der die Nährstoffabgabe über mehrere Monate streckt, was den Düngeaufwand reduziert und eine kontinuierliche Versorgung sicherstellt.
Es ist ratsam, die Produktbeschreibung genau zu studieren und gegebenenfalls Rücksprache mit dem Fachhandel zu halten. Die Wahl der richtigen Blaukorn-Variante kann den Unterschied ausmachen, ob Ihr Apfelbaum lediglich ernährt oder optimal gefördert wird, was sich direkt auf die Menge und Qualität der Ernte auswirkt.
Der optimale Zeitpunkt: Wann den Apfelbaum düngen?
Der ideale Zeitpunkt, um den Apfelbaum mit Blaukorn zu düngen, ist entscheidend für die Effektivität der Nährstoffaufnahme und die Vermeidung von Problemen. Generell gilt der Frühling als Hauptdüngezeitpunkt. Sobald der Boden beginnt aufzutauen und die ersten Anzeichen von neuem Wachstum sichtbar werden, ist der Baum bereit, die zugeführten Nährstoffe aufzunehmen und für sein jährliches Wachstum zu nutzen. Dies ist typischerweise im Zeitraum von März bis Mai der Fall.
Eine Düngegabe im Frühjahr versorgt den Baum mit den notwendigen Nährstoffen für die Blüte, den Fruchtansatz und das Wachstum der jungen Triebe und Blätter. Ein Apfelbaum benötigt zu dieser Zeit viel Energie, und die Düngung unterstützt ihn optimal dabei, diese Phase erfolgreich zu durchlaufen. Die Nährstoffe können sich im Boden verteilen und sind verfügbar, wenn der Baum sie am dringendsten benötigt.
Eine zweite, kleinere Düngergabe kann im späten Frühjahr oder frühen Sommer (ungefähr 6-8 Wochen nach der ersten Düngung) sinnvoll sein, insbesondere wenn der Baum viele Früchte trägt oder in besonders nährstoffarmen Böden steht. Diese zusätzliche Gabe unterstützt die Entwicklung und Reifung der Früchte. Vermeiden Sie jedoch unbedingt eine Düngung im Spätsommer oder Herbst. Später Stickstoff fördert neues, weiches Wachstum, das frostempfindlich ist und die Winterhärte des Baumes beeinträchtigt. Der Baum soll sich vor dem Winter auf die Ruhephase vorbereiten, nicht auf neues Wachstum.
Frühjahr versus Herbst: Die richtige Wahl treffen
Viele Gärtner fragen sich, ob eine Düngung im Herbst für Apfelbäume sinnvoll ist. Während manche Pflanzen von einer Herbstdüngung profitieren, um ihre Winterhärte zu stärken, ist dies bei Apfelbäumen in der Regel nicht empfehlenswert. Der Fokus sollte auf einer Frühjahrsdüngung liegen, um den Baum optimal auf die Wachstumsperiode vorzubereiten.
Eine Düngung im Frühjahr liefert die Energie, die der Baum für die Austriebe, die Blütenbildung und die Entwicklung der ersten Früchte benötigt. Die Nährstoffe sind dann verfügbar, wenn der Stoffwechsel des Baumes auf Hochtouren läuft. Eine Herbstdüngung, insbesondere mit stickstoffhaltigen Düngern, würde das Gegenteil bewirken: Sie könnte spätes, weiches Holzwachstum stimulieren, das nicht mehr ausreift und anfällig für Frostschäden im Winter ist. Der Baum soll seine Energie stattdessen in die Einlagerung von Reserven für die Ruhephase stecken.
Es gibt zwar spezielle Herbstdünger für Obstbäume, die auf Kalium und Phosphor fokussieren, um die Frosthärte zu fördern, aber bei der Anwendung von Blaukorn ist Vorsicht geboten. Wenn Sie Blaukorn verwenden, ist es am sichersten und effektivsten, sich auf die Frühjahrsdüngung zu konzentrieren. Sollten Sie dennoch eine Herbstdüngung in Erwägung ziehen, konsultieren Sie unbedingt die Produktanleitung oder einen Fachmann, um sicherzustellen, dass Sie keine kontraproduktiven Nährstoffe ausbringen.
Schritt-für-Schritt: Apfelbaum mit Blaukorn düngen
Die korrekte Anwendung von Blaukorn ist entscheidend, um Ihrem Apfelbaum die gewünschten Nährstoffe zuzuführen, ohne ihm zu schaden. Beginnen Sie damit, die richtige Menge des Düngers zu ermitteln. Die empfohlene Dosierung findet sich in der Regel auf der Verpackung des Blaukorn-Produkts und ist oft auf die Größe des Baumes oder die Fläche bezogen.
Für einen ausgewachsenen Apfelbaum wird meist eine Menge von etwa 50 bis 100 Gramm Blaukorn pro Quadratmeter Kronenfläche empfohlen. Diese Menge sollte gleichmäßig um den Stamm verteilt werden. Achten Sie darauf, den Dünger nicht direkt am Stamm auszubringen, sondern in einem Radius, der etwa der Ausdehnung der Baumkrone entspricht. Dies liegt daran, dass die meisten Nährstoffe von den feinen Haarwurzeln aufgenommen werden, die sich dort befinden, wo die Wasserversorgung optimal ist – typischerweise unter dem äußeren Rand der Krone.
Streuen Sie das Blaukorn gleichmäßig auf den Boden um den Baum herum. Vermeiden Sie es, die Körner auf Blätter oder Äste fallen zu lassen, da dies zu Verbrennungen führen kann. Nachdem Sie das Blaukorn ausgestreut haben, ist es ratsam, den Boden leicht zu wässern. Ein sanfter Regen oder eine moderate Bewässerung hilft den Körnern, sich aufzulösen und die Nährstoffe in den Boden einzuspielen, wo sie für die Wurzeln zugänglich werden. Dies beschleunigt die Aufnahme und minimiert das Risiko, dass der Dünger vom Wind verweht wird oder von Tieren aufgenommen wird.
Die richtige Ausbringungstechnik für maximale Effektivität
Die Art und Weise, wie Sie das Blaukorn ausbringen, beeinflusst maßgeblich, wie gut Ihr Apfelbaum die Nährstoffe aufnehmen kann. Es ist wichtig, den Dünger nicht einfach wahllos um den Baum zu streuen. Stattdessen sollten Sie sich auf die sogenannte Wurzelzone konzentrieren.
Stellen Sie sich die Ausdehnung der Baumkrone vor – genau in diesem Bereich, der sogenannten Projektion der Krone auf den Boden, befinden sich die aktiven Feinwurzeln, die für die Nährstoffaufnahme zuständig sind. Tragen Sie das Blaukorn daher gleichmäßig in einem Kreis um den Stamm herum aus, beginnend etwa 30-50 cm vom Stamm entfernt (um Verbrennungen des Stammes zu vermeiden) und bis zum äußeren Rand der Baumkrone.
Nach dem Ausbringen ist es entscheidend, die Nährstoffe in den Boden einzuarbeiten oder zumindest zu befeuchten. Wenn kein Regen zu erwarten ist, gießen Sie den Bereich um den Baum herum gut. Dies hilft, die Granulatkörner aufzulösen und die Nährstoffe in die Bodenschicht zu spülen, wo sie von den Wurzeln aufgenommen werden können. Wenn Sie den Dünger vorsichtig mit einer Harke leicht in die oberste Bodenschicht einarbeiten, kann dies die Aufnahme ebenfalls fördern, ohne die flachen Wurzeln zu beschädigen.
Tipp: Verwenden Sie einen Streuwagen, um das Blaukorn gleichmäßig im benötigten Radius zu verteilen. Dies sorgt für eine gleichmäßigere Nährstoffversorgung und vermeidet Düngerkonzentrationen an einzelnen Stellen.
Was tun, wenn der Apfelbaum über- oder unterversorgt ist?
Die Anzeichen einer Über- oder Unterversorgung bei einem Apfelbaum sind oft deutlich erkennbar, wenn man weiß, wonach man suchen muss. Eine Unterversorgung äußert sich typischerweise durch blasse, gelbliche Blätter (Chlorose), die auf Stickstoffmangel hindeuten können, oder durch kleine, schlecht entwickelte Früchte, die oft auf einen Mangel an Kalium oder Phosphor zurückzuführen sind. Auch ein insgesamt kümmerlicher Wuchs oder eine geringe Blüte sind klare Indikatoren dafür, dass dem Baum Nährstoffe fehlen.
Die Korrektur einer Unterversorgung beginnt mit einer angepassten Düngung. Stellen Sie sicher, dass Sie im Frühjahr die empfohlene Menge Blaukorn ausbringen. Falls der Mangel sehr ausgeprägt ist, kann eine zusätzliche Gabe eines flüssigen Obstbaumdüngers, der schnell verfügbar ist, oder die Ergänzung mit spezifischen Nährstoffen (z. B. Eisenchelat bei Chlorose) Abhilfe schaffen. Beobachten Sie den Baum nach der Düngung genau, um zu sehen, ob sich sein Zustand verbessert.
Eine Überdüngung ist für den Apfelbaum ebenso schädlich. Zu viel Stickstoff kann zu übermäßigem, weichem Blattwachstum führen, das anfällig für Krankheiten und Frost ist, während die Fruchtbildung und -qualität leidet. Salze im Dünger können die Wurzeln schädigen und deren Fähigkeit zur Wasseraufnahme beeinträchtigen, was sich in welkenden Blättern zeigt, obwohl der Boden feucht ist. Bei Anzeichen einer Überdüngung sollten Sie sofort aufhören zu düngen.
Symptome erkennen und richtig reagieren
Die frühzeitige Erkennung von Nährstoffungleichgewichten ist der Schlüssel zur Gesundheit Ihres Apfelbaums. Achten Sie auf subtile Veränderungen im Laub, in der Blüte und bei den Früchten. Gelbliche Blätter, insbesondere zwischen den Blattadern (was auf Eisen- oder Magnesiummangel hindeuten kann), sind ein Warnsignal. Kleinere, unreife Früchte oder eine geringe Anzahl von Früchten deuten auf eine mangelnde Nährstoffversorgung während der Blüte- und Fruchtentwicklungsphase hin.
Wenn Sie feststellen, dass Ihr Apfelbaum Anzeichen einer Unterversorgung zeigt, ist eine erneute Düngung im Frühjahr mit der korrekten Menge Blaukorn angebracht. Prüfen Sie die Bodenbeschaffenheit; sehr sandige Böden können Nährstoffe schneller auswaschen. In solchen Fällen kann eine leichtere Düngung über das Jahr verteilt sinnvoller sein als eine einzige große Gabe. Beachten Sie, dass die Nährstoffaufnahme auch von der Bodentemperatur und Feuchtigkeit abhängt.
Bei einer Überdüngung ist die wichtigste Maßnahme, die Zufuhr von neuem Dünger sofort einzustellen. Wenn möglich und sinnvoll, kann das vorsichtige Wässern des Bodens helfen, überschüssige Salze auszuschwemmen. Achten Sie darauf, dass das Wasser gut abfließen kann, um Staunässe zu vermeiden, die eigene Probleme verursachen würde. Geben Sie dem Baum Zeit, sich zu erholen. Eine übermäßige Düngung kann die Wurzeln stark schädigen, und eine Regeneration kann mehrere Wachstumsperioden dauern.
Profi-Tipp: Lassen Sie Ihren Boden regelmäßig auf seinen Nährstoffgehalt und pH-Wert testen. Eine Bodenanalyse gibt Ihnen genaue Aufschlüsse darüber, welche Nährstoffe tatsächlich fehlen und welche Mengen benötigt werden, was gezielte Maßnahmen ermöglicht.
Umweltaspekte und nachhaltige Alternativen
Auch wenn Blaukorn eine praktische Lösung für die Nährstoffversorgung von Apfelbäumen ist, gibt es wichtige Umweltaspekte zu beachten. Die Herstellung von mineralischen Düngern wie Blaukorn ist energieintensiv, und eine übermäßige Anwendung kann zu Problemen führen. Wenn Dünger ausgewaschen wird, kann er in Grundwasser und Oberflächengewässer gelangen und dort zur Eutrophierung beitragen. Zudem kann ein Überangebot an bestimmten Nährstoffen das Gleichgewicht im Boden stören und das Bodenleben beeinträchtigen.
Die korrekte Dosierung, wie oben beschrieben, ist daher nicht nur für die Gesundheit des Baumes entscheidend, sondern auch zum Schutz der Umwelt. Die Ausbringung nur zur richtigen Zeit und in der benötigten Menge stellt sicher, dass die Nährstoffe vom Baum aufgenommen werden und nicht ungenutzt in die Umwelt gelangen. Die Beachtung der Anwendungsanweisungen auf der Produktverpackung ist hierbei unerlässlich.
Für Gärtner, die Wert auf ökologische Kreisläufe legen, gibt es aber auch Alternativen, die eine nachhaltige Düngung von Apfelbäumen ermöglichen. Diese Ansätze zielen darauf ab, die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu verbessern und die Nährstoffe schonend und bedarfsgerecht bereitzustellen. Sie integrieren die Nährstoffversorgung oft stärker in den natürlichen Kreislauf des Gartens.
Nachhaltige Düngemethoden für Ihren Apfelbaum
Neben Blaukorn gibt es verschiedene organische und teilorganische Dünger, die eine umweltfreundlichere Alternative darstellen können. Kompost und gut verrotteter Mist sind klassische Beispiele. Sie liefern nicht nur essenzielle Nährstoffe, sondern verbessern auch die Bodenstruktur, fördern das Bodenleben und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Der Kompost sollte vor der Ausbringung gut abgelagert sein, um Unkrautsamen und Krankheitserreger abzutöten.
Auch Gründüngungspflanzen wie Klee oder Lupinen können eine wertvolle Nährstoffquelle sein. Wenn diese Pflanzen geschnitten und als Mulch um den Baum verteilt oder leicht in den Boden eingearbeitet werden, geben sie ihre Nährstoffe langsam frei. Stickstofffixierende Pflanzen wie Klee können sogar aktiv Stickstoff aus der Luft im Boden anreichern, was den Bedarf an externen Stickstoffdüngern reduziert.
Eine weitere nachhaltige Praxis ist das Mulchen mit organischem Material wie Holzhackschnitzeln, Laub oder Rasenschnitt (nur in dünnen Schichten, um Fäulnis zu vermeiden). Dieses Mulchmaterial zersetzt sich langsam und liefert kontinuierlich Nährstoffe. Gleichzeitig unterdrückt es Unkraut, hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt die Wurzeln vor extremen Temperaturen.
Wichtiger Hinweis: Bei der Umstellung auf rein organische Düngung kann es erforderlich sein, die Düngergabe etwas häufiger oder in größeren Mengen zu wiederholen, da organische Dünger Nährstoffe in der Regel langsamer freisetzen als mineralische Dünger. Eine Bodenanalyse kann Ihnen helfen, den Erfolg Ihrer organischen Düngestrategie zu beurteilen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Die Entscheidung, Ihren Apfelbaum mit Blaukorn zu düngen, kann eine effektive Methode sein, um eine gesunde Entwicklung und eine reiche Ernte zu fördern. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der bedarfsgerechten Anwendung. Dies bedeutet, den richtigen Zeitpunkt zu wählen – idealerweise im Frühjahr –, die korrekte Menge gemäß der Produktanleitung zu dosieren und das Granulat gleichmäßig im Wurzelbereich des Baumes auszubringen.
Achten Sie auf die spezifische Zusammensetzung des Blaukorns, um sicherzustellen, dass es die Bedürfnisse Ihres Apfelbaums erfüllt, insbesondere hinsichtlich des NPK-Verhältnisses und der Spurenelemente. Überwachung und Beobachtung des Baumes sind essenziell, um Anzeichen von Unter- oder Überversorgung frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Düngestrategie anzupassen.
Die korrekte Düngung mit Blaukorn ist somit ein wichtiger Baustein für einen vitalen und ertragreichen Apfelbaum. Sie unterstützt den Baum in allen Wachstumsphasen und trägt maßgeblich zur Qualität der Früchte bei. Denken Sie daran, dass auch die Bodenbeschaffenheit und andere Standortfaktoren eine Rolle spielen und eine ganzheitliche Betrachtung Ihres Obstbaumes empfehlenswert ist.
Häufige Fehler bei der Düngung vermeiden
Ein häufiger Fehler ist das Ausbringen des Düngers zu nah am Stamm. Dies kann zu Verbrennungen der Rinde oder der darunterliegenden Wurzeln führen. Der Dünger sollte immer im Bereich der Kronenprojektion gestreut werden, wo sich die Hauptwurzeln für die Nährstoffaufnahme befinden.
Ebenso kritisch ist die Überdüngung. Zu viel Dünger kann mehr schaden als nutzen. Es führt nicht nur zu ungesundem Wachstum, sondern kann die Wurzeln schädigen und das ökologische Gleichgewicht des Bodens stören. Halten Sie sich strikt an die empfohlenen Dosierungen auf der Verpackung.
Die falsche Zeitwahl für die Düngung, insbesondere im Herbst mit stickstoffbetonten Düngern, kann die Winterhärte des Baumes beeinträchtigen. Konzentrieren Sie sich auf das Frühjahr als Hauptdüngezeitpunkt und vermeiden Sie späte Düngergaben, die neues, unreifes Wachstum fördern würden.
Das Vernachlässigen von Spurenelementen ist ein weiterer Punkt. Während NPK-Nährstoffe offensichtlich sind, können Mängel an Spurenelementen wie Eisen oder Magnesium zu erheblichen Problemen führen, die mit Standard-NPK-Düngern allein nicht behoben werden können. Blaukorn, das Spurenelemente enthält, ist hier oft im Vorteil.
