Warum ist das Überwintern Ihres Aufstellpools so wichtig?

Viele Poolbesitzer denken, dass ein Aufstellpool nach dem Sommer einfach verschwindet. Doch die kalten Monate können Ihrem Pool erheblich zusetzen, wenn Sie ihn nicht richtig auf die winterliche Ruhephase vorbereiten. Frost kann Materialien wie Kunststoff, Metall und Dichtungen angreifen, Risse verursachen und die Struktur schwächen. Ein gut überwinterter Pool erspart Ihnen im nächsten Frühjahr teure Reparaturen und stellt sicher, dass Sie schnell wieder Freude an Ihrem Badeerlebnis haben. Es geht darum, die Investition zu schützen und die Lebensdauer Ihres Aufstellbeckens signifikant zu verlängern, damit es Ihnen über viele Saisons hinweg treu dient.

Die Entscheidung, ob Sie Ihren Aufstellpool abbauen oder winterfest im Garten lassen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ist es ein kleineres Modell, das leicht zu demontieren ist, oder ein größeres, fest integriertes Becken? Berücksichtigen Sie den verfügbaren Platz für die Lagerung und die Komplexität der jeweiligen Methode. Beide Wege haben ihre Berechtigung, erfordern aber eine angepasste Vorgehensweise, um den Pool optimal zu schützen. Das Ziel ist immer dasselbe: den Pool unbeschadet über den Winter zu bringen.

Der Prozess des Überwinterns ist keine einmalige Aufgabe, sondern eine Reihe von Schritten, die sorgfältig und zeitnah durchgeführt werden müssen, idealerweise bevor die ersten starken Fröste einsetzen. Wenn Sie diese Schritte befolgen, stellen Sie sicher, dass Ihr Aufstellpool die kalte Jahreszeit unbeschadet übersteht und im Frühjahr schnell wieder einsatzbereit ist.

Stellen Sie sich vor, wie frustrierend es wäre, wenn Ihr Pool im Frühjahr durch Frost beschädigt ist. Diesen Ärger können Sie vermeiden, indem Sie jetzt die notwendigen Vorkehrungen treffen. Die Mühe lohnt sich, um die Freude an Ihrem Pool über Jahre hinweg zu sichern.

Schritt 1: Die gründliche Reinigung Ihres Aufstellbeckens

Bevor Sie überhaupt daran denken, den Pool für den Winter vorzubereiten, ist eine makellose Sauberkeit das A und O. Sämtliche Blätter, Insekten, Algenreste und anderer Schmutz müssen vollständig aus dem Becken entfernt werden. Selbst kleinste organische Partikel können über den Winter zu einer üblen Brühe zerfallen, die das Wasser verunreinigt und die Beckenwände angreift. Nutzen Sie für die Reinigung einen Kescher, eine Poolbürste und gegebenenfalls einen Bodensauger, um wirklich jeden Winkel zu säubern. Achten Sie besonders auf die Wasserlinie, wo sich oft hartnäckige Ablagerungen bilden.

Nachdem Sie die groben Verschmutzungen entfernt haben, folgt die chemische Reinigung. Messen Sie den pH-Wert des Wassers und stellen Sie ihn idealerweise in den Bereich von 7,0 bis 7,4 ein. Ein korrekt eingestellter pH-Wert ist entscheidend, damit die nachfolgenden Desinfektionsmittel ihre volle Wirkung entfalten können und das Wasser nicht unnötig belastet wird. Verwenden Sie dann ein geeignetes Pool-Reinigungsmittel, um die Beckenwände und den Boden von jeglichen Rückständen zu befreien. Spülen Sie das Becken anschließend gründlich aus, um alle Reinigungsmittelreste zu entfernen.

Die Rolle der Wasserpflege vor dem Winter

Die Wasserchemie spielt auch beim Überwintern eine entscheidende Rolle, auch wenn das Wasser nicht mehr aktiv zum Baden genutzt wird. Eine Stoßdesinfektion mit Chlor oder einem anderen geeigneten Mittel hilft, Keime abzutöten, die sich sonst im stehenden Wasser vermehren könnten. Zusätzliche Überwinterungsmittel, die speziell dafür entwickelt wurden, Algenwachstum zu verhindern und das Wasser klar zu halten, sind ebenfalls empfehlenswert. Diese Mittel werden in der Regel auf Basis des Restvolumens im Becken dosiert und sollten gemäß den Herstellerangaben zugegeben werden. Sie wirken wie ein Puffer gegen unerwünschte chemische Reaktionen während der kalten Monate.

Das Wichtigste ist, dass am Ende der Reinigungsphase kein Schmutz mehr im Becken zurückbleibt.

Denken Sie daran, auch die Poolfolie selbst zu reinigen. Seifenreste oder Kalkablagerungen auf der Innenseite der Folie können über den Winter hartnäckig werden und die Lebensdauer der Folie beeinträchtigen. Ein weicher Schwamm und mildes Reinigungsmittel sind hier die besten Werkzeuge. Vermeiden Sie aggressive Chemikalien, die die Folie beschädigen könnten.

Schritt 2: Die richtige Vorbereitung der Poolpumpe und Filteranlage

Die Filteranlage und die Poolpumpe sind das Herzstück Ihres Pools. Wenn diese Komponenten nicht richtig behandelt werden, können sie im Winter durch gefrierendes Wasser erheblichen Schaden nehmen. Der erste Schritt ist, die gesamte Anlage vom Stromnetz zu trennen. Danach muss alles Wasser, das sich noch in der Pumpe, den Schläuchen und dem Filterbehälter befindet, vollständig abgelassen werden. Öffnen Sie alle Ablassschrauben und Ventile.

Bei der Filterpumpe ist es oft notwendig, das Pumpengehäuse zu öffnen und den Pumpenkopf abzunehmen, um sicherzustellen, dass kein Wasser mehr darin steht. Entleeren Sie auch den Filterbehälter vollständig. Bei Sandfiltern entleeren Sie das Wasser durch die Ablassöffnung am Boden. Bei Kartuschenfiltern entfernen Sie die Kartusche und reinigen diese gründlich, bevor Sie sie trocken lagern. Es ist essenziell, dass keine Restfeuchtigkeit zurückbleibt, denn gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Risse im Gehäuse oder im Filtermedium verursachen.

Trockene Lagerung der Komponenten

Nach der vollständigen Entleerung sollten alle Komponenten der Filteranlage, wie Pumpe, Schläuche und gegebenenfalls die Filterkartusche, an einem trockenen und frostfreien Ort gelagert werden. Eine Garage, ein Keller oder ein Schuppen sind hierfür gut geeignet. Wenn Sie den Pool abbauen, können Sie die Pumpeneinheit einfach mitnehmen und sicher verstauen. Bei Aufstellpools, die im Garten verbleiben, ist es wichtig, die Pumpe und Filteranlage zu demontieren und separat zu lagern, um sie vor den Elementen zu schützen.

Stellen Sie sicher, dass alle Anschlüsse und Rohre frei von Wasser sind, bevor Sie die Anlage demontieren oder abdecken.

Wenn Sie sich für eine Überwinterung im Freien entscheiden und die Anlage nicht komplett demontieren können, stellen Sie sicher, dass sie gut abgedeckt und isoliert ist. Allerdings ist die trockene, frostfreie Lagerung die sicherste Methode, um Schäden durch gefrierendes Wasser zu vermeiden. Prüfen Sie regelmäßig, ob sich irgendwo doch noch Wasser ansammeln könnte, und leeren Sie es sofort.

Schritt 3: Das Wasser im Pool – Teilentleerung oder Komplettentleerung?

Die Frage, ob Sie Ihren Aufstellpool komplett entleeren oder nur teilweise ablassen sollen, ist entscheidend für das erfolgreiche Überwintern. Bei den meisten modernen Aufstellpools, insbesondere solchen mit Stahlwand oder stabilen Kunststoffrahmen, ist eine Teilentleerung die empfohlene Methode. Ein gewisser Wasserstand im Becken hilft, den Druck der Außenwände aufrechtzuerhalten und verhindert, dass die Struktur durch Wind oder Eisbildung beschädigt wird. Eine Komplettentleerung kann bei manchen Modellen zu Verformungen oder sogar zum Einsturz führen, besonders wenn sie nicht dafür konstruiert sind.

Die Faustregel besagt, dass der Wasserstand nach der Teilentleerung etwa 10-20 cm unterhalb der Einlaufdüse oder des Skimmers liegen sollte. Dies stellt sicher, dass die technischsten Teile des Pools, die am anfälligsten für Frost sind, entleert und geschützt werden können. Das verbleibende Wasser dient als Gegengewicht und schützt die Beckenwand vor dem direkten Einfluss von Frost und Schnee. Wenn Sie einen kleineren Kinderpool oder einen sehr einfachen Aufstellpool ohne komplizierte Technik haben, kann eine vollständige Entleerung und anschließende Reinigung und Trocknung eine Option sein, um ihn kompakt zu lagern.

Was tun mit dem abgelassenen Wasser?

Wenn Sie Wasser ablassen müssen, überlegen Sie, wohin es geleitet wird. Das Wasser sollte idealerweise in einen Gully oder auf eine Rasenfläche geleitet werden, auf der es versickern kann. Achten Sie darauf, dass das Wasser keine Nachbargrundstücke überschwemmt oder die Bausubstanz Ihres Hauses beeinträchtigt. Wenn das Poolwasser stark mit Chemikalien belastet ist, sollten Sie sich über die örtlichen Vorschriften zur Einleitung von Poolwasser informieren. Oftmals ist es notwendig, das Wasser vor der Einleitung in die Kanalisation zu neutralisieren.

Das Ziel ist, die Struktur des Pools zu schützen, indem man den Wasserdruck nutzt, aber die anfälligen Teile entleert.

Für Aufstellpools, die im Garten verbleiben, ist es ratsam, den Wasserstand so zu wählen, dass die Oberkante der Poolwand oder des Rahmens nicht im Wasser steht. Dies minimiert das Risiko, dass sich Wasser zwischen der Wand und der Poolfolie sammelt und dort gefriert. Prüfen Sie die Herstellerangaben Ihres spezifischen Modells, um sicherzugehen, dass Sie die richtige Vorgehensweise wählen.

Schritt 4: Frostschutzmittel und Entlastung der Poolstruktur

Nachdem das Wasser auf das richtige Niveau abgelassen wurde, müssen die verbleibenden Leitungen und die Pumpe vor dem Gefrieren geschützt werden. Dies geschieht in der Regel durch das Einpumpen von Frostschutzmittel. Spezielle Pool-Frostschutzmittel sind ungiftig und für den Einsatz in Schwimmbecken geeignet. Sie verhindern nicht nur das Gefrieren, sondern helfen auch, Algenwachstum und Kalkablagerungen während der Wintermonate zu unterdrücken. Die genaue Dosierung des Frostschutzmittels richtet sich nach der Menge des verbleibenden Wassers in den Leitungen und der Herstellerempfehlung des Frostschutzmittels.

Bei der Teilentleerung des Pools ist es wichtig, alle Rohre, Schläuche und den Skimmer (falls vorhanden) so gut wie möglich zu entleeren. Das restliche Wasser in diesen Komponenten kann durch das Frostschutzmittel ersetzt werden. Pumpen Sie das Frostschutzmittel in die Leitungen, bis es am anderen Ende wieder austritt. Dies stellt sicher, dass die gesamten Wasserwege geschützt sind. Bei manchen Systemen kann es notwendig sein, die Leitungen mit Druckluft durchzublasen, bevor das Frostschutzmittel eingefüllt wird, um sicherzustellen, dass wirklich alles Wasser entfernt ist.

Einsatz von Entlastungselementen

Um die Poolwand vor dem Druck des gefrierenden Wassers zu schützen, werden oft sogenannte Entlastungskörper oder Überwinterungskissen verwendet. Diese werden auf der Wasseroberfläche platziert und nehmen die Ausdehnung des gefrierenden Wassers auf. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und bestehen meist aus robustem Kunststoff, der mit Luft gefüllt wird. Mehrere dieser Kissen können nebeneinander auf der Wasseroberfläche verteilt werden, um den Druck gleichmäßig aufzunehmen. Sie sind besonders wichtig für größere Aufstellpools und solche, bei denen der Wasserstand nah an der Oberkante liegt.

Ein guter Frostschutz für die Leitungen ist entscheidend, um kostenintensive Schäden an der Pumpe und den Rohren zu vermeiden.

Wenn Sie Ihren Pool komplett abbauen und lagern, entfällt dieser Schritt weitgehend. Sie müssen lediglich sicherstellen, dass alle Komponenten, die mit Wasser in Berührung gekommen sind, vollständig getrocknet sind. Bei der Lagerung im Freien ist es ratsam, die Poolfolie gut zu verpacken, um sie vor UV-Strahlung und mechanischer Beschädigung zu schützen.

Schritt 5: Die richtige Poolabdeckung für den Winter

Die Wahl der richtigen Poolabdeckung ist ein entscheidender Schritt, um Ihren Aufstellpool im Winter zu schützen. Eine gute Winterabdeckung hält nicht nur Schmutz, Laub und Schnee fern, sondern hilft auch, das Wasser vor Algenwachstum zu schützen, indem sie das Eindringen von Sonnenlicht verhindert. Es gibt verschiedene Arten von Winterabdeckungen, von einfachen Planen bis hin zu speziellen, robusten Winterabdeckplanen.

Eine einfache Plane, die über den Pool gespannt und mit Gewichten oder Seilen fixiert wird, kann einen grundlegenden Schutz bieten. Sie ist oft kostengünstig, aber weniger effektiv gegen starken Wind und extreme Wetterbedingungen. Spezielle Winterabdeckplanen sind aus dickerem, UV-beständigerem Material gefertigt und oft mit Ösen versehen, um sie sicher am Poolrand zu befestigen. Manche Modelle sind sogar so konzipiert, dass sie das Gewicht von Schnee tragen können, ohne einzubrechen. Sie sollten den gesamten Pool abdecken und idealerweise über den Rand hinausgehen, um eine vollständige Versiegelung zu gewährleisten.

Befestigung und Wartung der Abdeckung

Die Art und Weise, wie Sie die Abdeckung befestigen, ist von großer Bedeutung. Eine schlecht befestigte Plane kann vom Wind davongetragen werden oder Wasser und Schmutz eindringen lassen. Verwenden Sie robuste Seile, Spanngurte oder spezielle Befestigungsklemmen, um die Abdeckung sicher am Poolrahmen oder am Boden zu fixieren. Bei Aufstellpools mit Stahlwand können spezielle Klemmen verwendet werden, die am Rand befestigt werden. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung straff gespannt ist, um Wasseransammlungen zu vermeiden, die das Material überlasten könnten.

Eine dichte, gut befestigte Winterabdeckung ist Ihr bester Freund gegen Laub und Frost.

Regelmäßiges Überprüfen der Abdeckung während des Winters ist ebenfalls ratsam. Entfernen Sie angesammelten Schnee oder Wasser von der Abdeckung, um deren Gewicht zu reduzieren und ein Durchhängen zu verhindern. Kleinere Löcher oder Risse in der Abdeckung sollten umgehend repariert werden, um deren Schutzfunktion zu erhalten. Wenn Sie einen Pool abbauen, reinigen und trocknen Sie die Poolfolie sorgfältig, bevor Sie sie zusammenfalten und in einer schützenden Hülle lagern.

Schritt 6: Was tun mit dem Poolzubehör im Winter?

Neben der Poolpumpe und dem Filter müssen auch alle anderen Poolzubehörteile, die Sie während der Badesaison verwendet haben, für den Winter richtig gelagert werden. Dazu gehören Leitern, Skimmerkörbe, Reinigungswerkzeuge wie Bürsten und Kescher, sowie eventuelle Spielzeuge und Luftmatratzen. Diese Gegenstände können durch Frost und Nässe beschädigt werden, wenn sie draußen bleiben.

Beginnen Sie damit, alle Zubehörteile gründlich zu reinigen. Entfernen Sie Chlor- oder Salzrückstände, Schmutz und Algen. Spülen Sie alles gut ab und trocknen Sie es vollständig, bevor Sie es verstauen. Besonders Metallteile von Leitern oder Rahmen können rosten, wenn sie feucht gelagert werden. Kunststoffteile können spröde werden, wenn sie Frost ausgesetzt sind. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in Hohlräume oder Griffe eindringt, die dort gefrieren könnte.

Trockene und geschützte Lagerung

Lagern Sie das gesamte Zubehör an einem trockenen, frostfreien Ort. Dies kann im selben Raum sein, in dem Sie die Filteranlage aufbewahren, oder in einer separaten Garage oder einem Schuppen. Verwenden Sie gegebenenfalls Kartons oder Aufbewahrungsboxen, um kleinere Teile zu organisieren und zu schützen. Wenn Sie eine Leiter haben, stellen Sie sicher, dass diese nicht auf dem Boden steht, wo sie Feuchtigkeit aufnehmen könnte. Hängen Sie sie nach Möglichkeit auf oder stellen Sie sie auf eine Palette.

Jedes Zubehörteil verdient eine trockene Lagerung, um seine Lebensdauer zu maximieren.

Denken Sie auch an die Poolbeleuchtung oder die Solaranlage, falls Sie solche Extras haben. Diese müssen ebenfalls gereinigt, getrocknet und frostfrei gelagert werden. Bei fest installierter Beleuchtung muss sichergestellt werden, dass alle elektrischen Komponenten vor Feuchtigkeit und Frost geschützt sind. Überprüfen Sie im Zweifel die Bedienungsanleitung Ihres spezifischen Zubehörs für spezifische Überwinterungshinweise.

Schritt 7: Die Demontage des Aufstellpools – Wann und wie?

Die Entscheidung, ob Ihr Aufstellpool über den Winter demontiert werden soll, hängt von mehreren Faktoren ab: dem Pooltyp, dem verfügbaren Platz zur Lagerung und Ihrer persönlichen Präferenz. Kleinere, aufblasbare oder einfache Quick-Up-Pools werden in der Regel demontiert und platzsparend verstaut. Größere Stahlrahmen- oder Holzrahmen-Aufstellpools können oft auch im Freien überwintert werden, erfordern aber eine sorgfältige Vorbereitung. Wenn Sie wenig Platz haben oder den Pool im Frühjahr schnell wieder aufbauen möchten, kann eine Demontage sinnvoll sein.

Der beste Zeitpunkt für die Demontage ist, nachdem die Wassertemperatur dauerhaft unter etwa 10 Grad Celsius gefallen ist und Sie den Pool nicht mehr nutzen. Bevor Sie mit dem Abbau beginnen, stellen Sie sicher, dass alle oben genannten Schritte zur Entleerung und Reinigung durchgeführt wurden. Trennen Sie die Poolpumpe und Filteranlage ab und beginnen Sie dann mit dem Ablassen des restlichen Wassers, falls noch vorhanden. Verwenden Sie eine leistungsstarke Tauchpumpe, um das Wasser schnell und effizient aus dem Becken zu entfernen.

Tipps für den Abbau

Wenn Sie den Pool abbauen, arbeiten Sie am besten zu zweit oder dritt, da die Komponenten, besonders die Rahmenrohre und die Folie, sperrig sein können. Beginnen Sie damit, den Poolrahmen zu demontieren. Lösen Sie die Verbindungsstücke vorsichtig und legen Sie die Einzelteile geordnet ab. Die Poolfolie sollte anschließend gereinigt und gründlich getrocknet werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Falten Sie die Folie vorsichtig zusammen, um Knicke zu vermeiden, die die Lebensdauer beeinträchtigen könnten, und verstauen Sie sie in der Originalverpackung oder einer geeigneten Tasche.

Eine sorgfältige Demontage schützt die Poolteile vor Beschädigungen und erleichtert den Wiederaufbau im nächsten Frühjahr.

Bewahren Sie alle Schrauben, Muttern und Kleinteile in einem separaten Beutel auf und kennzeichnen Sie diesen deutlich. Dies erspart Ihnen im nächsten Jahr die Suche nach fehlenden Teilen. Überprüfen Sie die Poolfolie auf Risse oder Löcher, bevor Sie sie einlagern. Kleinere Schäden können mit einem Reparaturset behoben werden.

Schritt 8: Der Pool im Garten – Winterfest machen ohne Abbau

Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Aufstellpool über den Winter im Garten stehen zu lassen, ist eine angepasste Vorgehensweise erforderlich, um ihn vor den Elementen zu schützen. Das Ziel ist hierbei, die Struktur vor Frostschäden zu bewahren und gleichzeitig die Poolfolie und den Rahmen vor Witterungseinflüssen wie UV-Strahlung und Hagel zu schützen. Die Teilentleerung und die Zugabe von Frostschutzmittel sind hierbei unverzichtbar, wie bereits beschrieben.

Nachdem die Pumpe und Filteranlage entfernt und sicher verstaut wurden und das Wasser auf den korrekten Stand abgelassen ist, muss das Becken sorgfältig abgedeckt werden. Eine spezielle Winterabdeckplane, die fest gespannt und mit Gewichten oder Seilen gesichert ist, ist hierfür unerlässlich. Diese Abdeckung sollte groß genug sein, um den gesamten Pool zu bedecken und idealerweise über den Rand hinauszuragen. Sie schützt das verbleibende Wasser vor Verschmutzung und verhindert, dass sich Eis direkt auf der Folie bildet, was zu Spannungen führen kann.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen

Bei sehr kalten Regionen kann es ratsam sein, die gesamte Poolkonstruktion, insbesondere den Rahmen und die Stahlwand, zusätzlich zu isolieren. Dies kann mit speziellen Isoliermaterialien geschehen, die aber wasserabweisend sein müssen. Achten Sie darauf, dass die Isolierung die Luftzirkulation nicht vollständig unterbindet, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden. Die Verwendung von Überwinterungskissen auf der Wasseroberfläche ist hier besonders wichtig, um die Ausdehnung des gefrierenden Wassers aufzufangen und die Beckenwand zu entlasten. Diese Kissen sind darauf ausgelegt, den Druck des Eises aufzunehmen und zu verteilen.

Die richtige Abdeckung und Entlastung sind entscheidend, wenn der Pool draußen überwintert.

Vergessen Sie nicht, auch die Umgebung des Pools zu berücksichtigen. Entfernen Sie alle Gegenstände, die vom Wind herumgewirbelt werden und den Pool beschädigen könnten. Stellen Sie sicher, dass der Boden um den Pool herum gut entwässert ist, damit sich kein stehendes Wasser ansammeln kann, das im Winter gefrieren und die Basis der Poolstruktur beeinträchtigen könnte. Ein Pool, der im Garten bleibt, erfordert ständige Wachsamkeit, auch im Winter.

Der Frühjahrstest: Ist Ihr Aufstellpool bereit für die Saison?

Sobald die letzten Frosttage vorüber sind und die Temperaturen stabil über dem Gefrierpunkt liegen, ist es Zeit, Ihren Aufstellpool auf seine Einsatzbereitschaft zu prüfen. Dieser erste Check im Frühjahr ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Überwinterung erfolgreich war und keine Schäden entstanden sind, die die neue Saison beeinträchtigen könnten. Beginnen Sie damit, die Winterabdeckung vorsichtig zu entfernen und den Zustand des Pools zu inspizieren.

Entfernen Sie groben Schmutz, der sich auf der Abdeckung gesammelt hat, bevor Sie sie vollständig abnehmen. Überprüfen Sie die Poolfolie auf Risse, Löcher oder ungewöhnliche Verformungen. Kontrollieren Sie den Rahmen und die Stützstruktur auf Korrosion oder Instabilität. Wenn Sie den Pool nicht vollständig abgebaut, sondern nur winterfest gemacht haben, prüfen Sie nun die Leitungen und die Pumpe. Stellen Sie sicher, dass keine Frostschäden sichtbar sind, bevor Sie die Pumpe wieder anschließen.

Wiederaufbau und Wasserbefüllung

Wenn Sie den Pool abgebaut hatten, ist nun der Zeitpunkt für den Wiederaufbau. Folgen Sie der Anleitung des Herstellers, um sicherzustellen, dass alle Teile korrekt montiert werden. Achten Sie besonders auf die korrekte Spannung der Poolfolie und die Stabilität des Rahmens. Sobald der Pool wieder aufgebaut ist, können Sie mit der Befüllung beginnen. Verwenden Sie frisches Leitungswasser und füllen Sie den Pool bis zur empfohlenen Höhe. Während des Füllvorgangs können Sie den Zustand der Folie und der Struktur weiter beobachten.

Ein gründlicher Frühjahrstest spart Ihnen im Sommer viel Ärger und Kosten.

Nach der Befüllung folgt die erneute Inbetriebnahme der Filteranlage und die Einstellung der Wasserchemie. Führen Sie eine gründliche Reinigung durch, messen und justieren Sie den pH-Wert und führen Sie eine Desinfektion durch. Erst wenn das Wasser klar und chemisch stabil ist, ist Ihr Aufstellpool bereit für die erste Abkühlung und die neue Badesaison. Ein gut überwinterter Pool macht die Wiederinbetriebnahme deutlich einfacher und angenehmer.