Warum Bambus im Kübel eine ausgezeichnete Wahl ist
Bambus im Kübel verwandelt jeden Außenbereich – sei es ein kleiner Balkon, eine sonnige Terrasse oder ein kompakter Hof – in eine grüne Oase. Die Möglichkeit, diese exotisch anmutende Pflanze unabhängig von Bodengegebenheiten zu kultivieren, eröffnet ungeahnte gestalterische Freiheiten. Ein Kübel hält die Wurzeln des oft wuchsfreudigen Bambus in Schach und verhindert, dass er sich unkontrolliert ausbreitet. Dies ist besonders bei invasiveren Arten ein entscheidender Vorteil, der die Pflege erheblich vereinfacht und den Einsatz von Wurzelsperren überflüssig macht. Zudem ermöglicht die Kübelkultur ein flexibles Umplatzieren der Pflanzen, um saisonale Lichtverhältnisse optimal zu nutzen oder das Erscheinungsbild Ihres Außenbereichs jederzeit neu zu gestalten.
Die Ästhetik von Bambus ist unbestreitbar. Seine aufrechten Halme und das grazile Laub bringen Bewegung und ein beruhigendes Rascheln in die Umgebung. Ob als eleganter Sichtschutz, der neugierige Blicke fernhält, oder als markantes Solitärobjekt, das Akzente setzt – Bambus im Kübel fügt sich nahtlos in verschiedene Gartenstile ein, von modern und minimalistisch bis hin zu asiatisch inspiriert und üppig.
Die Pflegebedürfnisse von Bambus sind im Allgemeinen überschaubar, insbesondere wenn man die grundlegenden Anforderungen kennt. Mit dem richtigen Kübel, Substrat und gezielter Bewässerung und Düngung kann Bambus im Kübel prächtig gedeihen und Ihnen über viele Jahre hinweg Freude bereiten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Kontrolle des Wachstums, gestalterische Flexibilität und die Einführung einer einzigartigen pflanzlichen Schönheit in Ihrem persönlichen Lebensraum im Freien.
Die Wahl des richtigen Bambus für den Kübel ist der erste und wichtigste Schritt zu einem erfolgreichen Projekt.
Die Vielseitigkeit von Bambus-Arten für die Kübelkultur
Nicht jede Bambusart eignet sich gleichermaßen für die Haltung im Kübel. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptwuchsformen: den horstbildenden (Fargesia-Arten) und den stark ausläuferbildenden (Phyllostachys-Arten). Für die Kübelkultur sind die horstbildenden Fargesia-Sorten die erste Wahl. Sie wachsen kompakt und bilden dichte Büsche, ohne sich übermäßig auszubreiten. Arten wie Fargesia 'Rufa', Fargesia 'Simba' oder Fargesia murielae 'Jumbo' sind hervorragende Kandidaten, da sie schnittverträglich sind und auch bei dichter Bepflanzung noch gut Luft bekommen. Sie eignen sich besonders gut für kleinere bis mittelgroße Kübel und erzielen einen natürlichen, üppigen Wuchs, der sich ideal als Sichtschutz oder als dekoratives Element macht.
Die ausläuferbildenden Bambusarten, wie die beliebten Phyllostachys-Sorten (z.B. Phyllostachys aurea oder Phyllostachys bissetii), sind im Kübel nur mit äußerster Vorsicht zu genießen. Sie besitzen ein starkes Rhizomwachstum, das selbst robuste Kübel sprengen kann, wenn es nicht streng kontrolliert wird. Wenn Sie dennoch eine dieser Arten im Kübel halten möchten, ist eine sehr stabile, hochwertige Wurzelsperre unerlässlich. Ein großer, stabiler Kübel mit einer starken Kunststoff- oder Metall-Einlage kann hier Abhilfe schaffen. Achten Sie bei diesen Sorten besonders auf ihre Endhöhe und ihr Ausbreitungspotenzial, um sicherzustellen, dass sie Ihren Platzverhältnissen entsprechen. Die Wahl der richtigen Bambus-Pflanzenart ist der Schlüssel zum Erfolg.
Selbst kleinere Exemplare können, mit der richtigen Pflege und dem passenden Gefäß, eine beeindruckende Wirkung erzielen.
Das richtige Gefäß: Auswahl und Vorbereitung
Die Auswahl des richtigen Kübels ist entscheidend für das Wohlbefinden Ihres Bambus. Der Kübel muss nicht nur optisch ansprechend sein, sondern vor allem funktionalen Anforderungen genügen. Bambus benötigt ausreichend Platz für seine Wurzeln, um gut wachsen zu können. Wählen Sie daher Kübel, die mindestens 50 cm im Durchmesser und in der Tiefe messen, besonders für größere oder sich ausbreitende Sorten. Für kleinere Fargesia-Arten können auch Kübel mit 30-40 cm Durchmesser ausreichen, doch größer ist meist besser, um Trockenstress zu minimieren.
Das Material des Kübels spielt ebenfalls eine Rolle. Terrakotta ist atmungsaktiv, trocknet aber schneller aus. Holz kann schön aussehen, verrottet aber mit der Zeit. Kunststoff ist leicht und speichert Feuchtigkeit gut, kann aber bei starker Sonneneinstrahlung spröde werden. Metallkübel sind robust, können sich aber stark aufheizen. Wichtig ist, dass das Material robust genug ist, um den Wurzeldruck zu widerstehen und nicht leicht bricht. Achten Sie auf eine gute Isolierung, besonders bei dünnwandigen Materialien, um die Wurzeln vor extremen Temperaturen zu schützen. Ein zusätzlicher Tipp: Ein doppelwandiger Kübel oder eine Isolierung mit Styroporplatten auf der Innenseite kann helfen, die Wurzeln im Sommer vor Überhitzung und im Winter vor Frost zu schützen.
Ein weiterer kritischer Punkt sind die Abflusslöcher. Bambus verträgt keine Staunässe. Stellen Sie sicher, dass der Kübel über ausreichend große Abflusslöcher verfügt. Legen Sie eine Schicht Tonscherben, Blähton oder groben Kies auf den Boden des Kübels, um die Drainage zu verbessern und zu verhindern, dass die Löcher verstopfen. Dies ist ein fundamentaler Schritt, um Wurzelfäule vorzubeugen.
Die Vorbereitung des Kübels ist somit ein essenzieller Schritt, der oft unterschätzt wird. Ein gut vorbereitetes Gefäß legt den Grundstein für ein gesundes Pflanzenleben.
Das passende Substrat für Bambus im Kübel
Das Substrat für Bambus im Kübel sollte locker, durchlässig und nährstoffreich sein. Eine herkömmliche Blumenerde ist oft zu dicht und speichert zu viel Wasser, was zu Staunässe und Wurzelfäule führen kann. Eine gute Mischung besteht typischerweise aus hochwertiger Gartenerde, Kompost und strukturgebenden Materialien wie Blähton, Perlite oder grobem Sand. Ein Verhältnis von etwa 50% Gartenerde, 30% Kompost und 20% Drainagematerial ist ein guter Ausgangspunkt. Dies sorgt für gute Belüftung der Wurzeln und gleichzeitig für eine ausreichende Wasser- und Nährstoffspeicherung.
Die Beimischung von Kompost liefert wichtige Nährstoffe für das Wachstum und verbessert die Bodenstruktur. Strukturgebende Zusätze wie Blähton oder Perlite verhindern, dass das Substrat verdichtet und sorgen für eine optimale Belüftung und Drainage. Achten Sie darauf, dass das Substrat nicht zu sauer ist; Bambus bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Bei der Neuanpflanzung oder dem Umtopfen ist es ratsam, eine kleine Menge Langzeitdünger unter das Substrat zu mischen, um die Pflanze für die ersten Monate mit Nährstoffen zu versorgen.
Diese sorgfältige Auswahl und Vorbereitung des Pflanzmediums ist ein essenzieller Bestandteil, um sicherzustellen, dass Ihr Bambus im Kübel optimal gedeiht und Sie lange Freude daran haben.
Pflanzung und Einpflanzen von Bambus im Kübel
Das Einpflanzen von Bambus in einen Kübel ist ein direkter Prozess, der jedoch einige wichtige Details erfordert, um den Erfolg zu gewährleisten. Beginnen Sie damit, den ausgewählten Kübel gründlich zu reinigen und die bereits erwähnte Drainageschicht am Boden anzubringen. Füllen Sie den Kübel dann etwa zur Hälfte mit Ihrem vorbereiteten Substratgemisch. Nehmen Sie nun den Bambus vorsichtig aus seinem bisherigen Topf. Wenn die Wurzeln sehr dicht gewachsen sind und einen kompakten Ballen bilden, können Sie sie an den Rändern leicht auflockern oder einschneiden. Dies regt das Wurzelwachstum im neuen Substrat an. Entfernen Sie alte oder abgestorbene Wurzelteile.
Setzen Sie den Bambus mittig in den Kübel. Die Oberkante des Wurzelballens sollte etwa 2-3 cm unter dem Rand des Kübels liegen, um genügend Raum für die Bewässerung zu lassen. Füllen Sie nun den restlichen Kübel mit dem Substrat auf und drücken Sie es leicht an, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass Sie den Bambus nicht tiefer pflanzen als er zuvor stand. Nach dem Einpflanzen wird der Bambus gründlich angegossen, bis das Wasser unten aus den Abflusslöchern läuft. Dies hilft dem Substrat, sich zu setzen und die Wurzeln gut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung ist das Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen und die Wachstumsperiode beginnt. Dies gibt dem Bambus genügend Zeit, sich vor dem ersten Frost gut zu etablieren. Sie können jedoch auch im Spätsommer pflanzen, solange Sie sicherstellen, dass die Pflanze ausreichend Zeit hat, vor dem Winter anzuwachsen.
Die richtige Pflanzung legt den Grundstein für ein gesundes und kräftiges Wachstum.
Kontrolle des Wachstums: Der Schlüssel zur Bambus-Kübel-Haltung
Bambus im Kübel bietet den Vorteil, dass sein Wachstum von Natur aus begrenzt ist. Dennoch ist es wichtig, das Wachstum aktiv zu managen, besonders bei ausläuferbildenden Sorten, die in einem zu schwachen Kübel oder bei unzureichender Wurzelsperre dennoch Schäden verursachen können. Bei horstbildenden Fargesia-Arten ist die Kontrolle meist unkompliziert. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr kann die Dichte fördern und die Pflanze in Form halten. Wenn der Kübel zu klein wird, ist es Zeit für das Umpflanzen.
Bei ausläuferbildenden Sorten ist die Wahl eines stabilen, gut isolierten und idealerweise mit einer Wurzelsperre versehenen Kübels unerlässlich. Sollten Sie dennoch Anzeichen von Rhizomen entdecken, die versuchen, aus den Abflusslöchern zu wachsen oder den Kübel zu sprengen, müssen Sie handeln. Dies bedeutet in der Regel, den Bambus aus dem Kübel zu nehmen und die Rhizome zurückzuschneiden. Ein häufiger Tipp ist, den Kübel in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 2-3 Jahre) zu inspizieren und gegebenenfalls die äußeren Rhizomstränge zu entfernen.
Die regelmäßige Kontrolle des Bambus und seines Umfelds ist entscheidend, um unerwünschte Ausbreitung zu verhindern und die Pflanze gesund zu halten.
Bewässerung und Düngung: Die Lebenselixiere für Bambus
Bambus im Kübel hat einen höheren Wasserbedarf als seine Artgenossen im Freiland, da das Substrat im Topf schneller austrocknet. Die richtige Bewässerung ist daher essenziell. Überprüfen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit des Substrats, indem Sie einen Finger etwa 2-3 cm tief hineinstecken. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen. Gießen Sie lieber seltener, dafür aber durchdringend, bis das Wasser unten aus den Abflusslöchern läuft. Vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen, da dies Pilzkrankheiten fördern kann. Im Sommer, besonders an heißen Tagen, kann tägliches Gießen notwendig sein. Im Winter, wenn die Pflanze ruht und der Boden gefroren ist, sollte die Bewässerung stark reduziert werden, aber ein Austrocknen des Wurzelballens muss dennoch vermieden werden.
Die Wahl des richtigen Düngers ist ebenfalls wichtig. Bambus ist ein Starkzehrer und benötigt regelmäßige Nährstoffzufuhr, um üppig zu wachsen. Verwenden Sie einen speziellen Bambusdünger oder einen ausgewogenen Langzeitdünger. Eine Alternative ist die regelmäßige Gabe von organischen Düngern wie Hornspänen oder Kompost im Frühjahr. Organische Dünger setzen ihre Nährstoffe langsam frei und verbessern zudem die Bodenstruktur. Beginnen Sie mit der Düngung im Frühjahr, wenn das neue Wachstum einsetzt, und wiederholen Sie die Gabe im Sommer. Eine letzte Düngung im Spätsommer oder frühen Herbst kann die Winterhärte fördern. Achten Sie darauf, die auf der Verpackung angegebene Dosierung nicht zu überschreiten, um eine Überdüngung zu vermeiden, die die Wurzeln schädigen kann.
Eine kontinuierliche Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ist das Fundament für einen gesunden und vitalen Bambus in seinem Gefäß.
Häufige Probleme und deren Lösungen bei Bambus im Kübel
Trotz guter Pflege können Probleme auftreten. Eines der häufigsten ist das Gelbwerden der Blätter. Dies kann verschiedene Ursachen haben: Zu wenig Wasser, zu viel Wasser (Staunässe), Nährstoffmangel, zu wenig Licht oder auch natürliche Blattwechsel. Überprüfen Sie zuerst die Feuchtigkeit des Substrats und passen Sie die Bewässerung an. Bei Verdacht auf Nährstoffmangel düngen Sie nach. Wenn der Kübel zu klein geworden ist, kann ein Umtopfen helfen. Ein natürlicher Blattwechsel ist normal, besonders im Herbst.
Ein weiteres Problem kann das Einrollen oder Vertrocknen der Halme sein. Dies deutet oft auf Wassermangel hin, besonders bei starker Sonneneinstrahlung oder Wind. Stellen Sie sicher, dass der Bambus ausreichend Wasser erhält. Bei starkem Wind kann ein temporärer Schutz hilfreich sein. Auch eine zu hohe Salzkonzentration im Substrat durch übermäßige Düngung kann zu Wurzelschäden und trockenen Spitzen führen. In solchen Fällen kann ein Umtopfen mit frischem Substrat ratsam sein.
Die regelmäßige Inspektion Ihrer Bambuspflanzen ermöglicht es Ihnen, Probleme frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Winterschutz und Pflege im Herbst
Bambus im Kübel benötigt besonderen Schutz während der kalten Jahreszeit, da die Wurzeln im Topf stärker der Kälte ausgesetzt sind als im Freiland. Frost kann die Wurzeln schädigen und zu einem Austrocknen führen, da der gefrorene Boden keine Wasseraufnahme mehr zulässt. Beginnen Sie im Spätherbst damit, den Kübel zu schützen. Wickeln Sie den Topf mit isolierendem Material wie Jute, Vlies, Luftpolsterfolie oder Kokosmatten ein. Stellen Sie den Kübel auf Füße oder Holzklötze, um Bodenfrost zu vermeiden und eine bessere Belüftung zu gewährleisten.
Bei sehr frostempfindlichen Arten oder in Regionen mit extrem kalten Wintern empfiehlt es sich, den Kübel an eine geschützte Stelle zu stellen, beispielsweise an eine Hauswand, die vor eisigem Wind geschützt ist. Auch das Zusammenstellen mehrerer Kübel kann einen gewissen Schutz bieten. Vermeiden Sie es, den Bambus im Kübel im Winter zu düngen, da dies das Wachstum anregt und die Pflanze anfälliger für Frost macht. Die Bewässerung sollte im Winter stark reduziert werden, aber der Ballen darf nicht vollständig austrocknen. An frostfreien Tagen kann bei Bedarf vorsichtig gegossen werden.
Das Laub des Bambus kann im Winter gelblich werden oder abfallen. Dies ist oft ein Zeichen dafür, dass die Pflanze versucht, Wasser zu sparen oder sich auf den Frühling vorzubereiten. Solange die Halme grün und biegsam sind, besteht kein Grund zur Sorge. Beschädigte oder abgestorbene Halme werden im Frühjahr beim Rückschnitt entfernt.
Ein durchdachter Winterschutz ist essenziell, um Ihren Bambus über die kalte Jahreszeit zu bringen und ihm einen gesunden Start ins neue Wachstumsjahr zu ermöglichen.
Bambus umpflanzen und vermehren – Wann und wie?
Das Umpflanzen von Bambus im Kübel ist notwendig, wenn die Pflanze zu groß für ihren Topf geworden ist, das Substrat verbraucht ist oder Sie die Gelegenheit nutzen möchten, den Bambus zu teilen oder zu vermehren. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, kurz bevor das neue Wachstum beginnt. Dies gibt der Pflanze die beste Chance, sich schnell zu etablieren. Vor dem Umpflanzen sollten Sie den Bambus kräftig zurückschneiden, um das Gewicht zu reduzieren und die Pflanze zu ermutigen, neue Wurzeln zu bilden. Gießen Sie die Pflanze am Tag vor dem Umpflanzen gut durch.
Nehmen Sie den Bambus vorsichtig aus dem alten Kübel. Bei stark verwurzelten Pflanzen kann es notwendig sein, den Wurzelballen mit einem scharfen Messer oder einer Säge zu teilen. Wenn Sie den Bambus vermehren möchten, teilen Sie den Ballen in kleinere Stücke, die jeweils über genügend Wurzeln und einige Triebe verfügen. Setzen Sie die geteilten oder einzelnen Pflanzen in neue, größere Kübel mit frischem Substrat, wie oben beschrieben. Gießen Sie nach dem Umpflanzen gründlich an.
Die Vermehrung von Bambus ist auch durch Stecklinge möglich, dies ist jedoch aufwendiger und erfordert oft spezielle Bedingungen wie beheizte Vermehrungsbeete und hohe Luftfeuchtigkeit. Das Teilen des Wurzelballens ist die einfachste und gebräuchlichste Methode für Hobbygärtner.
Bambus als Sichtschutz im Kübel
Bambus im Kübel ist eine hervorragende Option, um schnell und effektiv Sichtschutz auf Balkonen, Terrassen oder sogar in kleineren Gärten zu schaffen. Seine dichte Wuchsform, kombiniert mit der eleganten Optik, macht ihn zu einem idealen natürlichen Paravent. Die Wahl der richtigen Bambusart ist hierbei entscheidend. Fargesia-Arten wie Fargesia nitida oder Fargesia murielae sind aufgrund ihres dichten, aufrechten Wuchses und ihrer guten Schnittverträglichkeit besonders beliebt. Sie wachsen kompakt und bilden schnell blickdichte Wände, ohne sich unkontrolliert auszubreiten.
Für eine effektive Sichtschutzwand empfiehlt es sich, mehrere Kübel dicht nebeneinander aufzustellen. Dies schafft eine visuelle Barriere und verstärkt den Eindruck einer grünen Wand. Achten Sie darauf, dass die Kübel stabil genug sind, um auch bei Wind eine gute Standfestigkeit zu gewährleisten. Bei höheren Bambusarten kann es ratsam sein, die Kübel zusätzlich zu sichern oder auf eine ebene, windgeschützte Fläche zu stellen. Die Höhe des gewünschten Sichtschutzes bestimmt die Wahl der Bambusart und die Größe der Kübel.
Bambus als Sichtschutz im Kübel bietet nicht nur Privatsphäre, sondern auch eine beruhigende Atmosphäre und ein Stück Natur in urbanen Räumen. Mit der richtigen Pflege und Auswahl der Pflanzen kann Ihr Sichtschutz über viele Jahre hinweg attraktiv und funktional bleiben. Die regelmäßige Pflege, insbesondere Bewässerung und Düngung, ist entscheidend, um die Dichte und Gesundheit der Pflanzen zu erhalten und einen optimalen Sichtschutz zu gewährleisten.
Ein gut geplanter Bambus-Sichtschutz im Kübel kann Ihren Außenbereich in eine private Wohlfühloase verwandeln.
Schnittmaßnahmen: Formgebung und Gesunderhaltung
Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind wichtig, um Ihren Bambus im Kübel in Form zu halten und seine Gesundheit zu fördern. Der beste Zeitpunkt für den Hauptschnitt ist im späten Frühjahr oder frühen Sommer, nach der Hauptwachstumsphase. Zu diesem Zeitpunkt können Sie abgestorbene, beschädigte oder sich kreuzende Halme entfernen. Ein leichter Rückschnitt kann auch dazu dienen, die Dichte des Bambus zu erhöhen und ihn buschiger wachsen zu lassen.
Bei Fargesia-Arten können Sie die Halme bei Bedarf kürzen, um die gewünschte Höhe und Form zu erzielen. Schneiden Sie die Halme knapp über einem Knotenpunkt ab. Dies regt die Bildung neuer Seitentriebe an und sorgt für ein volleres Erscheinungsbild. Entfernen Sie regelmäßig alte, vergilbte oder verholzte Halme am Grund, um Platz für junge Triebe zu schaffen und die Luftzirkulation zu verbessern. Dies hilft auch, Krankheiten vorzubeugen.
Ein jährlicher Rückschnitt fördert nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Vitalität Ihres Bambus.
Langfristige Pflege und Anpassung
Die langfristige Pflege von Bambus im Kübel erfordert Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit. Mit der Zeit wird das Substrat im Kübel ermüden und seine Struktur verlieren. Spätestens alle drei bis fünf Jahre ist ein Umtopfen in frisches Substrat ratsam, idealerweise im Frühjahr. Dies ist auch der Zeitpunkt, um den Wurzelballen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu teilen, falls die Pflanze zu groß geworden ist oder Sie sie vermehren möchten. Verwenden Sie beim Umtopfen immer ein hochwertiges, gut durchlässiges Substrat und einen etwas größeren Kübel.
Beobachten Sie Ihre Bambuspflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Stress, Krankheiten oder Schädlingen. Ein gesunder Bambus ist widerstandsfähiger. Achten Sie auf einen ausgewogenen Wasserhaushalt und eine angepasste Düngung. Im Laufe der Jahre kann sich das Erscheinungsbild Ihres Bambus verändern. Manche Arten werden mit der Zeit dichter und höher, andere bilden mit der Zeit mehr Halme. Passen Sie Ihre Pflegemaßnahmen entsprechend an, um die Schönheit und Gesundheit Ihrer Pflanzen zu erhalten. Das Entfernen von abgestorbenen Halmen und das gelegentliche Auslichten fördern die Langlebigkeit und Attraktivität Ihres Bambus im Kübel.
Die Anpassung der Pflege an das Alter und die Bedürfnisse der Pflanze ist der Schlüssel zu einer dauerhaften Freude an Ihrem Bambus.
Bambus entfernen ohne Ausgraben – Was tun, wenn es zu viel wird?
Obwohl Bambus im Kübel von Natur aus besser kontrollierbar ist, kann es vorkommen, dass die Pflanze zu groß wird oder Sie sich an ihr sattgesehen haben. Das Entfernen von Bambus, der sich bereits stark ausgebreitet hat, kann eine Herausforderung sein. Bei Bambus im Kübel ist dieser Prozess jedoch deutlich einfacher als im Freiland. Wenn die Pflanze den Kübel komplett durchwurzelt hat und Sie sie entfernen möchten, können Sie dies tun, indem Sie den Kübel vorsichtig kippen und die Pflanze mitsamt Wurzelballen herausziehen. Oftmals ist es einfacher, den Kübel auf die Seite zu legen oder ihn mit etwas Kraftaufwand zu drehen.
Sollte die Pflanze im Kübel besonders fest sitzen, können Sie mit einem scharfen Messer oder einer Säge vorsichtig den äußeren Wurzelkranz vom Kübelrand lösen. Anschließend können Sie die Pflanze mit dem restlichen Wurzelballen entnehmen. Da der Ballen im Kübel begrenzt ist, ist das Ausgraben im klassischen Sinne, wie bei Bambus im Freiland, meist nicht notwendig. Die Kontrolle des Bambus im Kübel ist ein wesentlicher Vorteil dieser Haltungsform, der das Entfernen deutlich vereinfacht.
Die Entscheidung, den Bambus zu entfernen, ist oft emotional, aber die Handhabung im Kübel ist vergleichsweise unkompliziert.
