Die richtige Clematis Pflege für üppige Blütenpracht

Die richtige Clematis Pflege ist entscheidend für üppige Blüten und gesunde Pflanzen, die über viele Jahre Freude bereiten. Mit dem Wissen um ihre Bedürfnisse gedeihen die anmutigen Kletterkünstler in Ihrem Garten und verschönern Mauern, Zäune und Pergolen mit ihrer Farbenvielfalt. Von der Wahl des richtigen Standorts über die bedarfsgerechte Bewässerung und Düngung bis hin zum essenziellen Schnitt – jedes Detail zählt, um die Vitalität Ihrer Clematis zu fördern und Krankheiten vorzubeugen. Eine gut gepflegte Clematis belohnt Sie mit einer Fülle von Blüten, die von Frühling bis Herbst den Garten schmücken.

  • Standortwahl: Sonnig bis halbschattig, Füße im Schatten.
  • Pflanzung: Tiefer setzen als im Topf.
  • Bewässerung: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden.
  • Düngung: Frühjahr und Sommer, bedarfsgerecht.
  • Schnitt: Je nach Sorte im richtigen Rhythmus.

Viele Gärtner scheuen sich zunächst vor der vermeintlichen Komplexität der Clematis Pflege, doch mit grundlegenden Kenntnissen lässt sich die Kunst meistern. Diese Pflanzen haben spezifische Anforderungen, die, wenn sie erfüllt werden, zu einem wahren Blütenfest führen. Stellen Sie sich eine üppig blühende Clematis vor, die Ihren Garten in ein malerisches Paradies verwandelt – das ist kein unerreichbarer Traum, sondern das Ergebnis aufmerksamer und sachkundiger Pflege.

Die Vielfalt der Clematis-Sorten ist beeindruckend, und jede hat ihre Eigenheiten. Ob die frühen, gefüllten Blüten der Berg-Clematis (Clematis montana) oder die späten, prächtigen Blüten der spätblühenden Sorten wie 'Jackmanii' – die Grundlagen der Pflege bleiben ähnlich, doch der Schnitt unterscheidet sich maßgeblich. Hier liegt oft der Schlüssel zum Erfolg oder Misserfolg.

Der ideale Standort und die Pflanzung von Clematis

Die Wahl des richtigen Standorts ist das Fundament für eine gesunde Clematis. Diese Kletterpflanzen lieben es, mit ihrem Kopf in der Sonne zu baden, während ihre Füße kühler und im Schatten gehalten werden. Diesen Wunsch können Sie leicht erfüllen, indem Sie die Clematis an eine Rankhilfe pflanzen und den Boden um den Wurzelballen herum mit niedrig wachsenden Stauden oder Mulch bedecken. Eine nach Norden ausgerichtete Wand ist beispielsweise weniger ideal als eine nach Süden oder Westen ausgerichtete. Achten Sie darauf, dass der Standort gut belüftet ist, um Pilzkrankheiten vorzubeugen, aber auch geschützt vor starkem Wind, der die zarten Triebe abbrechen kann. Ideal sind sonnige bis leicht schattige Plätze, die mindestens vier bis sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhalten. Der Boden sollte locker, gut durchlässig und nährstoffreich sein. Schwere Lehmböden können mit Kompost und Sand verbessert werden, um Staunässe zu vermeiden, die den Wurzeln schadet.

Vorbereitung des Pflanzlochs

Bevor Sie Ihre Clematis pflanzen, bereiten Sie das Pflanzloch sorgfältig vor. Es sollte mindestens doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen der Pflanze. Lockern Sie den Boden am Grund des Lochs und mischen Sie bei Bedarf reifen Kompost oder gut verrotteten Mist unter, um die Bodenstruktur und Fruchtbarkeit zu verbessern. Dies schafft die besten Voraussetzungen für ein kräftiges Wurzelwachstum.

Beim Einsetzen der Pflanze ist es wichtig, sie tiefer zu setzen, als sie im Topf stand – etwa 5 bis 10 cm unterhalb der Erdoberfläche. Dies fördert die Bildung von zusätzlichen Trieben aus den tiefer liegenden Knospen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Frost. Nach dem Pflanzen wird die Erde gut angedrückt und die junge Pflanze gründlich gewässert. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Kompost hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Wurzeln kühl zu bewahren.

Pflanzzeit: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Die beste Pflanzzeit für Clematis ist grundsätzlich im Frühjahr oder Herbst. Im Frühjahr, wenn der Boden frostfrei ist, können Sie die Pflanzen bis zum späten Frühjahr setzen. Der Herbst bietet ebenfalls ideale Bedingungen, da der Boden noch warm ist und die Pflanze bis zum Winter gut anwurzeln kann. In milderen Regionen ist auch eine Pflanzung im Winter möglich, solange der Boden nicht gefroren ist. Achten Sie bei Containerware darauf, den Wurzelballen vor dem Einpflanzen gut zu durchfeuchten und eventuell verfilzte Wurzeln vorsichtig aufzulockern, um das Anwachsen zu erleichtern.

Bewässerung und Nährstoffversorgung: Clematis richtig düngen

Clematis sind durstige Pflanzen, besonders während der Wachstums- und Blütezeit. Eine gleichmäßige und ausreichende Bewässerung ist unerlässlich. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da diese schnell zu Wurzelfäule führen kann. Gießen Sie lieber seltener, dafür aber durchdringend, sodass das Wasser bis zu den tieferen Wurzeln gelangt. Der Wasserbedarf hängt stark von der Jahreszeit, der Witterung und der Pflanzengröße ab. Junge Pflanzen benötigen in der Regel mehr Wasser als etablierte. Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig, indem Sie einen Finger etwa 2-3 cm tief in die Erde stecken. Wenn es sich dort trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen.

Düngung: Was brauchen Clematis?

Die richtige Ernährung ist ein weiterer Schlüssel zur Vitalität Ihrer Clematis. Beginnen Sie im Frühjahr, sobald die ersten Triebe erscheinen, mit der Düngung. Verwenden Sie einen ausgewogenen Langzeitdünger, der für blühende Pflanzen geeignet ist. Dieser sollte Stickstoff (N) für das Blattwachstum, Phosphor (P) für die Blütenbildung und Kalium (K) für die allgemeine Widerstandsfähigkeit enthalten. Achten Sie auf den NPK-Wert, der oft auf der Verpackung angegeben ist. Eine gute Mischung für Clematis ist etwa 10-10-10 oder ein spezieller Rosendünger, da Clematis und Rosen ähnliche Nährstoffansprüche haben.

Für eine kontinuierliche Nährstoffversorgung können Sie alle vier bis sechs Wochen während der Wachstumsperiode (Frühling bis Spätsommer) nachdüngen. Alternativ zur mineralischen Düngung können Sie auch organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder gut verrotteten Mist einarbeiten. Diese verbessern zudem die Bodenstruktur und versorgen die Pflanze längerfristig mit Nährstoffen. Hausmittel wie Kaffeesatz oder Eierschalen werden oft genannt, ihre Wirkung als alleiniger Dünger ist jedoch begrenzt. Sie können aber als Ergänzung dienen, um den Boden leicht anzusäuern (Kaffeesatz) oder Kalzium zu liefern (Eierschalen). Eine Überdüngung, insbesondere mit zu viel Stickstoff, sollte vermieden werden, da dies zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blüte führen kann.

Clematis im Topf pflanzen und pflegen

Auch im Kübel machen Clematis eine gute Figur, erfordern aber etwas angepasste Pflege. Wählen Sie einen ausreichend großen Topf mit Drainagelöchern, um Staunässe zu vermeiden. Als Substrat eignet sich eine hochwertige Kübelpflanzenerde, gemischt mit etwas Sand oder Perlite zur besseren Durchlüftung. Auch hier gilt: Wurzeln im Schatten halten. Eine Schicht Kies oder kleine Steine auf der Erdoberfläche kann dabei helfen. Die Düngung sollte im Kübel häufiger erfolgen, da Nährstoffe schneller ausgewaschen werden. Verwenden Sie flüssige Kübelpflanzendünger in regelmäßigen Abständen gemäß Packungsanleitung.

Der Schnitt: Das Geheimnis gesunder Clematis

Der Schnitt ist wahrscheinlich der wichtigste und oft auch der am meisten missverstandene Aspekt der Clematis Pflege. Falsches Schneiden kann dazu führen, dass die Pflanze im nächsten Jahr kaum oder gar nicht blüht. Es gibt im Wesentlichen drei Gruppen von Clematis, die unterschiedlich geschnitten werden müssen, basierend auf ihrer Blütezeit und der Art, wie sie ihre Blütenknospen bilden. Die korrekte Einteilung ist entscheidend für den Erfolg.

Clematis-Schnittgruppe 1: Die Frühblüher

Diese Clematis-Sorten blühen an den Trieben des Vorjahres. Dazu gehören beispielsweise die Berg-Clematis (Clematis montana) und die Alpen-Clematis (Clematis alpina) sowie einige Clematis macropetala-Sorten. Der Schnitt sollte direkt nach der Blüte im späten Frühling oder frühen Sommer erfolgen. Entfernen Sie nur erfrorene, beschädigte oder unschön wachsende Triebe. Ein starker Rückschnitt würde die Blütenpracht des nächsten Jahres vernichten. Ziel ist es, die Pflanze in Form zu halten und die Vitalität zu fördern, indem man überflüssige, alte oder schwache Triebe entfernt.

Clematis-Schnittgruppe 2: Die Spät- und Sommerblüher

Diese Gruppe ist am vielfältigsten und beinhaltet viele der beliebtesten Sorten, wie z.B. 'Nelly Moser', 'The President' oder 'Multi Blue'. Sie blühen sowohl am alten Holz des Vorjahres als auch an den neuen Trieben des laufenden Jahres. Hier ist ein moderater Schnitt im späten Winter oder frühen Frühling (Februar/März) erforderlich. Schneiden Sie die Pflanze auf etwa die Hälfte bis zwei Drittel zurück, idealerweise über einem Knospenpaar. Entfernen Sie alle schwachen, toten oder nach innen wachsenden Triebe. Diese Schnittweise fördert einen reichen Blütenflor im Frühsommer und oft auch nochmals im Spätsommer an den neuen Trieben.

Clematis-Schnittgruppe 3: Die Sommer- und Herbstblüher

Diese Sorten, wie die bekannten 'Jackmanii', 'Comtesse de Bouchaud' oder viele Viticella-Sorten, blühen ausschließlich am neuen Holz des laufenden Jahres. Sie sind sehr schnittverträglich und verzeihen auch stärkere Rückschnitte. Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist im späten Winter oder frühen Frühling (Februar/März). Schneiden Sie die Pflanze kräftig auf etwa 30-50 cm über dem Boden zurück. Alle Triebe werden auf 2 bis 3 kräftige Knospenpaare zurückgeschnitten. Dies fördert einen starken neuen Austrieb und eine üppige Blüte im Sommer und Herbst.

Wenn Sie sich unsicher sind, zu welcher Gruppe Ihre Clematis gehört, beobachten Sie sie genau: Blüht sie früh im Jahr an dünnen Trieben? Dann ist es wahrscheinlich Gruppe 1. Blüht sie im späten Frühjahr/Frühsommer an etwas dickeren Trieben und eventuell nochmals später? Dann ist es Gruppe 2. Blüht sie erst im Hochsommer an neuen, kräftigen Trieben? Dann ist es Gruppe 3. Die richtige Einordnung und der konsequente Rückschnitt sind der Schlüssel für eine langanhaltende Blütenpracht bei den meisten Clematis.

Krankheiten und Schädlinge bei Clematis erkennen und bekämpfen

Auch die schönsten Pflanzen sind nicht vor den Launen der Natur gefeit. Clematis können von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden, die ihre Vitalität und ihr Aussehen beeinträchtigen. Eine aufmerksame Beobachtung und schnelles Handeln sind daher Teil einer umfassenden Clematis Pflege.

Pilzkrankheiten: Welke und Blattflecken

Die gefürchtete Welkekrankheit, oft verursacht durch den Pilz *Phytophthora*, ist ein häufiges Problem. Sie führt dazu, dass Triebe plötzlich welken und absterben, ohne dass die Blätter vorher verfärbt sind. Die Ursache liegt meist in Staunässe oder einem geschwächten Wurzelsystem. Bei einem Befall ist es ratsam, die betroffenen Triebe sofort bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden. Befallene Pflanzen sollten möglichst nicht an derselben Stelle neu gepflanzt werden, da die Pilzsporen im Boden verbleiben können. Eine gute Drainage und bedarfsgerechte Bewässerung sind die besten Vorbeugungsmaßnahmen.

Blattfleckenkrankheiten, verursacht durch verschiedene Pilze wie *Septoria clematidis*, äußern sich durch unschöne braune oder graue Flecken auf den Blättern. Stark befallene Blätter sollten entfernt und entsorgt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch hier hilft eine gute Belüftung und das Vermeiden von Laub, das lange auf den Pflanzen verbleibt, da dies Pilzwachstum begünstigt. Vorbeugend kann ein Fungizid eingesetzt werden, insbesondere bei anfälligen Sorten oder feucht-warmem Wetter.

Schädlinge: Blattläuse und Spinnmilben

Blattläuse sind ein eher lästiges als gravierendes Problem. Sie befallen oft junge Triebe und Blütenknospen und saugen Pflanzensaft. Ein leichter Befall kann oft durch Abspritzen mit einem starken Wasserstrahl oder das Abwischen mit einem feuchten Tuch beseitigt werden. Bei stärkerem Befall helfen Nützlinge wie Marienkäfer oder eine Behandlung mit einer insektiziden Seifenlösung. Auch Brennnesselsud kann als natürliches Mittel gegen Blattläuse eingesetzt werden.

Spinnmilben treten meist bei trocken-warmer Witterung auf und sind an feinen Gespinsten und kleinen, hellen Sprenkeln auf den Blättern erkennbar. Sie saugen ebenfalls Pflanzensaft und schwächen die Pflanze. Regelmäßiges Besprühen mit Wasser, besonders die Unterseiten der Blätter, kann helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und Spinnmilben fernzuhalten. Bei starkem Befall können Akarizide notwendig sein, wobei auch hier wieder auf biologische Mittel zurückgegriffen werden kann.

Clematis vertrocknet schneiden: Was tun bei scheinbar totem Holz?

Wenn eine Clematis vertrocknet aussieht, muss nicht sofort die ganze Pflanze aufgegeben werden. Oft sind nur einzelne Triebe betroffen, die erfroren sind oder aus anderen Gründen absterben. Schneiden Sie solche Triebe bis ins gesunde Holz zurück. Ist die gesamte Pflanze betroffen, ist der Rückschnitt entscheidend. Bei Clematis der Schnittgruppe 3 können Sie die gesamte Pflanze auf etwa 30-50 cm zurückschneiden. Bei den anderen Gruppen ist es ratsam, vorsichtig vorzugehen und zu prüfen, ob noch Leben in den tieferen Bereichen vorhanden ist. Oft treibt die Clematis aus tiefer liegenden Knospen wieder aus, wenn das Wurzelsystem intakt ist.

Clematis überwintern: Schutz für die Frostperiode

Die meisten modernen Clematis-Sorten sind gut winterhart und benötigen keinen speziellen Schutz. Dennoch können einige Maßnahmen die Überwinterung erleichtern und die Pflanze für das kommende Frühjahr stärken. Vor allem junge Pflanzen oder solche, die in exponierten Lagen stehen, profitieren von einer zusätzlichen Isolierschicht.

Bodenschutz und Mulchen

Im Spätherbst, wenn die oberirdischen Pflanzenteile abgestorben sind oder eingezogen haben, ist es ratsam, den Wurzelbereich zu schützen. Bedecken Sie den Fuß der Pflanze mit einer dicken Schicht Laub, Reisig, Kompost oder Rindenmulch. Dies schützt die Wurzeln vor starkem Frost und Temperaturschwankungen. Achten Sie darauf, dass das Material locker bleibt, um Fäulnis zu vermeiden und Luftzirkulation zu gewährleisten.

Bei Clematis im Topf ist ein guter Schutz umso wichtiger, da die Wurzeln hier der Kälte stärker ausgesetzt sind. Stellen Sie die Kübel an einen geschützten Ort, beispielsweise an eine Hauswand, und umwickeln Sie den Topf mit Vlies, Jute oder Luftpolsterfolie. Eine zusätzliche Lage Laub oder Stroh auf der Erdoberfläche im Topf hilft ebenfalls. Gießen Sie die Pflanzen während frostfreier Phasen im Winter sparsam, um ein Austrocknen zu verhindern.

Wann ist der Frostschutz nötig?

Frostschutz ist vor allem für empfindlichere Sorten, junge Pflanzen im ersten Standjahr oder für Clematis in Kübeln ratsam. Für robustere, etablierte Freiland-Clematis sind die genannten Maßnahmen oft ausreichend, ohne dass ein zusätzlicher Winterschutz vonnöten ist. Achten Sie auf die spezifischen Empfehlungen für Ihre Sorte. Die meisten Clematis sind widerstandsfähiger, als viele Gärtner denken, wenn sie einmal gut angewachsen sind.

Clematis im Topf: Besonderheiten der Kübelkultur

Die Kultivierung von Clematis im Kübel ist eine wunderbare Möglichkeit, auch auf Balkonen und Terrassen oder in kleineren Gärten die Schönheit dieser Kletterpflanzen zu genießen. Die Grundprinzipien der Clematis Pflege gelten auch hier, jedoch müssen einige Besonderheiten berücksichtigt werden, um den Pflanzen ein gesundes Wachstum und reiche Blüten zu ermöglichen.

Auswahl des richtigen Topfes und Substrats

Der Topf sollte ausreichend dimensioniert sein, um den Wurzelballen Platz zu bieten und ein schnelles Austrocknen zu verhindern. Mindestens 30-40 Liter Volumen sind für eine ausgewachsene Pflanze empfehlenswert. Wichtig sind vor allem gute Drainagelöcher am Boden des Topfes, um Staunässe zu vermeiden, die schnell zu Wurzelfäule führt. Verwenden Sie eine hochwertige Kübelpflanzenerde, die locker und gut durchlässig ist. Mischen Sie gegebenenfalls Perlit, Blähton oder Sand unter, um die Drainage weiter zu verbessern. Auch hier gilt die Regel: Wurzeln im Schatten halten. Eine Schicht Kies oder ein paar dekorative Steine auf der Erdoberfläche helfen, die Temperatur des Substrats zu regulieren und die Sonneneinstrahlung auf die Wurzelzone zu reduzieren.

Bewässerung und Düngung im Kübel

Clematis im Topf trocknen schneller aus als ausgepflanzte Exemplare. Eine regelmäßige und bedarfsgerechte Bewässerung ist daher unerlässlich, besonders an heißen Sommertagen. Prüfen Sie die Feuchtigkeit des Substrats täglich. Gießen Sie durchdringend, bis Wasser aus den Drainagelöchern läuft, aber vermeiden Sie stehendes Wasser im Untersetzer. Da Nährstoffe aus dem Kübel schneller ausgewaschen werden, ist eine regelmäßige Düngung wichtig. Ein flüssiger Kübelpflanzendünger, der alle zwei bis vier Wochen während der Wachstumsperiode verabreicht wird, ist ideal. Alternativ können Sie auch Langzeitdünger verwenden, die in das Substrat eingearbeitet werden.

Rankhilfen und Schnitt für Kübel-Clematis

Stellen Sie sicher, dass Ihre Kübel-Clematis eine passende Rankhilfe hat, die dem Wachstum der Pflanze angepasst ist und stabil genug, um das Gewicht der Pflanzen und Blüten zu tragen. Gekaufte Gitter, Spaliere oder selbst gebaute Konstruktionen eignen sich hervorragend. Der Schnitt erfolgt wie bei den ausgepflanzten Sorten, abhängig von der jeweiligen Schnittgruppe. Es ist jedoch ratsam, bei Kübelpflanzen tendenziell eher etwas kräftiger zu schneiden, um eine Überalterung und ein Verkümmern der Pflanze zu vermeiden.

Die clevere Clematis-Pflege kombiniert Standortwahl, bedarfsgerechte Versorgung und den richtigen Schnitt, um eine blühende Fülle über Monate zu sichern.

Besonders bei Clematis, die im Kübel gehalten werden, ist ein guter Winterschutz wichtig, da die Wurzeln stärkeren Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Stellen Sie die Kübel im Winter an einen geschützten Ort, umwickeln Sie sie mit isolierendem Material und decken Sie die Erde mit Laub oder Reisig ab.

Clematis krankheiten Bilder: Visuelle Hilfe bei Problemen

Obwohl wir hier keine Bilder einfügen können, ist es wichtig, die typischen Symptome von Clematis-Krankheiten und Schädlingsbefall zu kennen. Eine visuelle Erkennung hilft, schnell die richtigen Gegenmaßnahmen einzuleiten. Wenn Ihre Clematis beispielsweise ungewöhnliche Flecken, Verfärbungen, Welkeerscheinungen oder Anzeichen von Schädlingen zeigt, sollten Sie gezielt nach Bildern im Internet suchen, die diesen Symptomen ähneln.

Typische Bilder, nach denen Sie suchen könnten, umfassen:

  • Welkeerscheinung: Plötzliches Hängen und Absterben von Trieben, oft ohne Vorwarnung. Dies kann ein Zeichen für Pilzbefall (z.B. *Phytophthora*) sein.
  • Blattflecken: Dunkle, runde oder unregelmäßige Flecken auf den Blättern. Diese können unterschiedliche Ursachen haben, oft sind es Pilze.
  • Vergilbte Blätter: Kann auf Nährstoffmangel, Überwässerung oder Probleme mit den Wurzeln hinweisen.
  • Gespinst-ähnliche Strukturen: Anzeichen für Spinnmilbenbefall, oft in Kombination mit hellen Sprenkeln auf den Blättern.
  • Kleine grüne oder schwarze Insekten in Kolonien: Charakteristisch für Blattläuse, meist an jungen Trieben und Blütenknospen.

Das Aufsuchen von Bildern zu spezifischen Clematis-Krankheiten oder Schädlingsarten ist eine wertvolle Ergänzung zur textlichen Beschreibung. Es ermöglicht Ihnen, Ihre Beobachtungen mit bekannten Befällen abzugleichen und eine fundierte Entscheidung über die Behandlung zu treffen. Achten Sie bei der Recherche auf zuverlässige Quellen wie Gartenfachportale oder die Websites von Pflanzenzuchtverbänden.

Nutzen Sie bei der Diagnose von Krankheiten oder Schädlingsbefall immer die Möglichkeit, Bilder von professionellen Gärtnern oder botanischen Institutionen zu konsultieren. Die visuelle Bestätigung ist oft der schnellste Weg zur korrekten Identifizierung.

Clematis giftig für Hunde: Sicherheit im Garten

Für Hundebesitzer ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen im Garten potenziell giftig sind. Clematis gehören zu den Pflanzen, die bei Verzehr leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Die Inhaltsstoffe der Clematis, insbesondere die Protoanemonine, können bei Hunden Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen verursachen. Der Kontakt mit dem Saft kann zu Hautreizungen führen.

Glücklicherweise sind die meisten Hunde instinktiv vorsichtig und meiden Pflanzen, die ihnen nicht gut tun. Dennoch ist es ratsam, aufmerksam zu sein, besonders bei jungen oder neugierigen Tieren, die gerne mal an Pflanzen knabbern. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund eine Clematis gefressen hat und Anzeichen einer Vergiftung zeigt (z.B. starkes Erbrechen, Lethargie, Zittern), kontaktieren Sie umgehend Ihren Tierarzt. Beschreiben Sie die Pflanze und die Symptome so genau wie möglich.

Um jedes Risiko auszuschließen, können Sie überlegen, ob Sie Clematis an Stellen pflanzen, die für Ihren Hund nicht zugänglich sind, oder alternative, ungiftige Kletterpflanzen in Erwägung ziehen. Die Sicherheit Ihres Haustieres sollte stets oberste Priorität haben, auch wenn Clematis nur mäßig giftig sind. Informieren Sie sich über weitere giftige Pflanzen im Garten und treffen Sie entsprechende Vorkehrungen.