Warum Dahlien überwintern überhaupt nötig ist

Dahlien stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen und sind nicht winterhart im deutschen Klima. Ihre fleischigen Knollen sind frostempfindlich und würden bei tiefen Temperaturen im Freiland erfrieren. Das Überwintern ist daher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, wenn Sie sich im Folgejahr wieder an ihren spektakulären Blüten erfreuen möchten. Ohne diesen Prozess müssten Dahlien jedes Jahr neu gekauft werden. Die Knollen speichern Nährstoffe und Energie für das nächste Wachstumsjahr. Indem wir sie durch den Winter bringen, ermöglichen wir ihnen, diesen Zyklus fortzusetzen und im Frühjahr erneut auszutreiben. Es ist ein fundamentaler Schritt, der die Lebensdauer Ihrer Dahlienpflanzen verlängert und Ihnen ermöglicht, Ihre Lieblingstypen über Jahre hinweg zu kultivieren.

Die Hauptursache, warum Dahlien nicht im Boden bleiben können, liegt in ihrer Anatomie. Im Gegensatz zu echten Zwiebelpflanzen wie Tulpen oder Narzissen sind Dahlienknollen eher storchig und enthalten viel Wasser, was sie anfällig für Frostschäden macht. Zudem sind sie anfällig für Fäulnis, wenn sie zu lange feucht und kalt gelagert werden. Das Ziel des Überwinterns ist es also, die Knollen vor Frost zu schützen, gleichzeitig aber eine zu hohe Feuchtigkeit zu vermeiden, die zu Krankheiten und Fäulnis führen kann.

Es gibt grundlegend zwei Wege, Dahlien durch den Winter zu bringen: entweder die Knollen werden ausgegraben und trocken gelagert, oder bei bestimmten Sorten und unter günstigen Umständen können sie auch im Topf oder sogar im Beet verbleiben. Doch gerade die Ausgrabe-Methode ist am weitesten verbreitet und bietet die höchste Sicherheit für die meisten Dahlienarten und -sorten.

Das Überwintern von Dahlien ist ein Akt der Vorbereitung, der mit dem Rückschnitt im Herbst beginnt und in der sorgfältigen Lagerung der Knollen mündet, um ihre Vitalität für die nächste Saison zu sichern.

Der gesamte Prozess kann als eine Form der Konservierung verstanden werden. Wir entziehen die Knollen den ungünstigen Bedingungen des Winters und lagern sie in einer Umgebung, die ihren Bedürfnissen entspricht: kühl, trocken und dunkel. Dies bewahrt ihre Keimfähigkeit und verhindert das Aussterben der Pflanze. Es ist ein Zyklus, der von der Blüte im Sommer bis zum Neuaustrieb im nächsten Frühjahr reicht und das Überwintern zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Dahlienpflege macht.

Der Erfolg des Überwinterns hängt maßgeblich von der Sorgfalt ab, mit der Sie vorgehen. Kleine Fehler zu diesem Zeitpunkt können dazu führen, dass Sie wertvolle Knollen verlieren. Daher ist es essenziell, die einzelnen Schritte genau zu verstehen und auf die Bedürfnisse der Dahlienknollen einzugehen. Die investierte Zeit und Mühe zahlt sich jedoch reichlich aus, wenn im nächsten Jahr wieder prächtige Blüten Ihren Garten schmücken.

Die häufigsten Fehler beim Überwintern von Dahlien

Das Überwintern von Dahlien birgt einige Tücken, und gerade unerfahrene Gärtner neigen zu Fehlern, die den Erfolg zunichtemachen können. Der häufigste und fatalste Fehler ist, die Knollen zu spät auszugraben. Dahlien sollten nach dem ersten leichten Frost, aber bevor der Boden gefriert, aus dem Beet geholt werden. Lässt man sie zu lange draußen, können sie durch Frost geschädigt werden, was ihre Überlebenschancen drastisch reduziert. Selbst wenn die oberirdischen Teile nur welken, kann bereits Kälte in die Knollen eingedrungen sein.

Ein weiterer weit verbreiteter Fehler ist das zu feuchte Lagern der Knollen. Dahlienknollen sind sehr anfällig für Fäulnis. Wenn sie nach dem Ausgraben nicht richtig abtrocknen oder in einem feuchten Milieu gelagert werden, beginnen sie schnell zu schimmeln und zu verrotten. Dies gilt auch, wenn sie in feuchtem Substrat wie Erde oder Torf gelagert werden, ohne dass dieses vorher gut abgetrocknet ist. Die Lagerung muss kühl, aber vor allem trocken sein.

Übermäßige Trockenheit ist ebenfalls ein Problem, wenn auch seltener als Fäulnis. Lagert man die Knollen zu trocken und zu warm, können sie austrocknen, schrumpfen und ihre Vitalität verlieren. Sie werden dann im Frühjahr nicht mehr richtig austreiben oder gar nicht mehr lebensfähig sein. Das richtige Gleichgewicht zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit zu finden, ist entscheidend.

Zu frühes oder zu spätes Zurückschneiden

Viele Gärtner schneiden die Dahlienstängel zu früh im Herbst zurück, oft bevor die ersten Fröste die oberirdischen Teile welken lassen. Dies ist nicht ideal, da die oberirdischen Pflanzenteile bis zum Frost noch etwas Energie in die Knolle zurückführen können. Idealerweise wartet man, bis die oberirdischen Pflanzenteile nach dem ersten Frost dunkel und welk geworden sind. Zu spätes Ausgraben ist wie erwähnt ein großes Risiko, während ein zu frühes Ausgraben die Knolle unnötig strapaziert.

Beschädigung der Knollen beim Ausgraben

Beim Ausgraben der Dahlienknollen kommt es oft zu Beschädigungen. Die Knollen sind oft tief im Boden verankert, und mit einer einfachen Schaufel kann man leicht Äste oder die Hauptknolle selbst durchtrennen oder verletzen. Solche Wunden sind Eintrittspforten für Krankheitserreger und Fäulnis. Es ist daher wichtig, vorsichtig zu arbeiten und die Knollen möglichst unbeschädigt aus der Erde zu lösen.

Unsachgemäße Lagerung

Die Lagerung selbst ist oft der kritischste Punkt. Viele Menschen lagern ihre Dahlienknollen einfach in Plastiktüten, Kartons oder in feuchter Erde, ohne auf die notwendigen Bedingungen zu achten. Plastiktüten verhindern die notwendige Belüftung und fördern die Kondenswasserbildung, was zu Schimmel und Fäulnis führt. Ein gut belüfteter, kühler und dunkler Ort ist unerlässlich, und die Knollen sollten nicht direkter Feuchtigkeit ausgesetzt sein.

Der Umgang mit Dahlien im Topf erfordert ebenfalls spezifische Kenntnisse. Werden die Töpfe einfach nur an einen kühlen Ort gestellt, ohne die Erde abtrocknen zu lassen oder die Knollen zu entnehmen, ist die Gefahr von Fäulnis sehr hoch, da die Erde im Topf die Feuchtigkeit länger speichert.

Um diese Fehler zu vermeiden, ist ein grundlegendes Verständnis der Bedürfnisse der Dahlienknolle während der Ruhephase unerlässlich. Es geht darum, die Umgebungsbedingungen zu simulieren, die sie in ihrer natürlichen Winterruhe vorfinden würde, aber mit dem zusätzlichen Schutz vor unseren heimischen Frostperioden.

Die Essenz: Dahlienknollen korrekt ausgraben und vorbereiten

Der Prozess des Ausgrabens und Vorbereitens Ihrer Dahlienknollen ist der entscheidende Schritt, um sie erfolgreich über den Winter zu bringen. Beginnen Sie mit dem Rückschnitt der Stängel auf etwa 10-15 cm über dem Boden, sobald die oberirdischen Pflanzenteile durch den ersten leichten Frost schwarz und welk geworden sind. Dies schützt die Knolle vor unnötiger Belastung und verhindert, dass Wasser durch die hohlen Stängel eindringt. Warten Sie nach dem Rückschnitt einige Tage, damit die Knolle gut abtrocknen kann, bevor Sie sie ausgraben. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Feuchtigkeit in der Knolle zu reduzieren und der Fäulnis vorzubeugen.

Beim Ausgraben ist Vorsicht geboten. Verwenden Sie eine Grabegabel oder Spaten und setzen Sie ihn mit ausreichend Abstand zur Pflanze an, um die Knollen nicht zu beschädigen. Graben Sie tief genug, um die gesamte Knolle zu erfassen. Wenn Sie die Knolle gefunden haben, lockern Sie die Erde vorsichtig und heben Sie sie mitsamt der Erde heraus. Große Wurzelballen können helfen, die Knollen zu schützen.

Die Reinigung der Knollen

Nachdem Sie die Knollen aus der Erde geholt haben, ist es wichtig, sie von überschüssiger Erde zu befreien. Klopfen Sie die Erde sanft ab. Vermeiden Sie es, die Knollen unter fließendem Wasser zu waschen, es sei denn, sie sind extrem stark verschmutzt. Wenn Sie sie doch abspülen, stellen Sie sicher, dass sie danach sehr gut abtrocknen. Kleine Erdreste sind in der Regel kein Problem und können sogar dazu beitragen, die Knolle vor übermäßiger Austrocknung zu schützen. Schneiden Sie beschädigte oder faulige Teile vorsichtig mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Schere ab. Desinfizieren Sie die Schnittstellen mit Holzkohlepulver oder Zimt, um Infektionen zu vermeiden.

Das Trocknen der Knollen

Dieser Schritt ist kritisch. Lassen Sie die vorbereiteten Knollen für einige Tage an einem gut belüfteten, trockenen und kühlen Ort ruhen. Sie können sie auf Zeitungspapier oder in flachen Kisten auslegen. Die Knollen sollten spürbar abtrocknen, aber nicht schrumpfen. Ein guter Indikator ist, wenn die Haut leicht faltig wird, aber die Knolle noch fest ist. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung während dieses Trocknungsprozesses.

Es ist wichtig, die Knollen nach dem Ausgraben zu inspizieren. Identifizieren Sie beschädigte Stellen und schneiden Sie diese sorgfältig heraus. Wenn Sie große, gesunde Knollen haben, können Sie diese auch vorsichtig teilen, aber stellen Sie sicher, dass jede neue Teilstruktur mindestens ein oder zwei Knospenansätze (Augen) besitzt. Das Teilen erfolgt am besten im Frühjahr vor dem Pflanzen, kann aber auch nach dem Ausgraben erfolgen, wenn die Knollen gut getrocknet sind.

Die sorgfältige Vorbereitung nach dem Ausgraben minimiert das Risiko von Fäulnis und Austrocknung erheblich.

Ein wichtiger Aspekt bei der Vorbereitung ist auch das Kennzeichnen der Sorten. Wenn Sie verschiedene Dahliensorten haben, die sich in Aussehen oder Blütezeit unterscheiden, ist es ratsam, die Knollen sofort zu beschriften. Verwenden Sie wasserfeste Stifte und Etiketten, die Sie an den Stängelresten oder direkt an der Knolle anbringen. Dies verhindert Verwechslungen im nächsten Frühjahr.

Die ideale Lagerung: Kühl, trocken und dunkel

Nachdem Ihre Dahlienknollen ausgegraben, gereinigt und gut abgetrocknet sind, beginnt die Phase der Lagerung. Der richtige Lagerort ist entscheidend für den Erfolg. Dahlienknollen benötigen ein kühles, trockenes und dunkles Umfeld, um die Wintermonate unbeschadet zu überstehen. Temperaturen zwischen 5°C und 10°C sind ideal. Zu warm ist schlecht, da die Knollen zu früh austreiben könnten; zu kalt ist schlecht, da sie erfrieren könnten.

Ein Kellerraum ist oft die beste Wahl, sofern er nicht zu feucht ist. Achten Sie darauf, dass der Keller gut belüftet ist. Vermeiden Sie Orte, an denen die Temperatur stark schwankt, wie z.B. unbeheizte Schuppen, die im Winter zu stark auskühlen können, oder beheizte Wohnräume, die zu warm sind.

Verschiedene Lagermethoden im Detail

Es gibt mehrere bewährte Methoden zur Lagerung:

  • In Zeitungspapier einwickeln: Jede Knolle wird einzeln in Zeitungspapier eingewickelt. Dies hilft, die Feuchtigkeit zu regulieren und verhindert, dass sich Fäulnis von einer Knolle auf die nächste überträgt. Legen Sie die eingewickelten Knollen dann in Kisten oder Körbe.
  • In trockenem Substrat lagern: Eine sehr effektive Methode ist die Lagerung in einem Substrat, das keine Feuchtigkeit speichert. Geeignet sind trockenes Torfmoos, Sand, Sägespäne (ungebeizt!) oder Perlit. Füllen Sie eine Kiste oder ein Gefäß damit und betten Sie die Knollen darin ein. Achten Sie darauf, dass die Knollen sich nicht berühren und das Substrat wirklich trocken ist.
  • In Kisten mit Luftlöchern: Lagern Sie die Knollen locker in Plastikkisten oder Holzkisten, die über gute Belüftungsmöglichkeiten verfügen (z.B. durch Löcher im Deckel und Boden). Dies ist besonders wichtig, um Kondenswasserbildung zu vermeiden.

Unabhängig von der gewählten Methode ist es essenziell, dass die Knollen nicht zu dicht liegen und eine Luftzirkulation möglich ist. Die Lagerung in Plastiktüten ist fast immer ein Garant für Fäulnis und sollte unbedingt vermieden werden.

Die Wahl des richtigen Lagerortes und der passenden Methode schützt die Knollen vor Frost und Feuchtigkeit.

Kontrollieren Sie die gelagerten Knollen regelmäßig, etwa alle vier bis sechs Wochen. Entfernen Sie alle Knollen, die Anzeichen von Fäulnis oder Schimmel zeigen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Achten Sie auch auf Anzeichen von Austrocknung. Sollten die Knollen zu schrumpfen beginnen, können Sie sie leicht mit etwas trockenem Substrat bedecken oder die Luftfeuchtigkeit am Lagerort minimal erhöhen, ohne jedoch direkte Feuchtigkeit zu erzeugen.

Für Dahlien, die im Topf überwintert werden, gelten ähnliche Prinzipien. Der Topf muss frostfrei stehen, aber kühl. Die Erde im Topf sollte weitgehend abgetrocknet sein. Man kann den gesamten Topf an einen kühlen, dunklen Ort stellen oder die Knollen aus dem Topf nehmen und wie oben beschrieben lagern. Die erste Methode ist oft einfacher, birgt aber ein höheres Risiko, wenn der Standort nicht optimal gewählt ist.

Dahlien im Topf überwintern: Spezielle Anforderungen

Dahlien, die im Sommer in Töpfen oder Kübeln gewachsen sind, erfordern eine etwas andere Herangehensweise an die Überwinterung, da das Substrat im Topf anders auf Feuchtigkeit und Kälte reagiert als der offene Gartenboden. Der Grundgedanke bleibt derselbe: Schutz vor Frost und Vermeidung von Fäulnis. Im Gegensatz zu ausgegrabenen Knollen bleiben die Dahlien hier in ihrem Topf, was den Prozess zunächst vereinfachen kann, aber neue Herausforderungen mit sich bringt.

Der wichtigste Schritt ist, die Dahlien im Topf vor dem ersten Frost ins Haus oder in ein geeignetes Winterquartier zu holen. Ein kühler, aber frostfreier Ort ist ideal. Das kann ein unbeheizter Keller, eine Garage, ein kühles Treppenhaus oder ein frostfreies Gewächshaus sein. Die Temperatur sollte idealerweise zwischen 5°C und 10°C liegen.

Das richtige Substrat-Management im Topf

Bevor Sie die Töpfe einlagern, sollten Sie das Substrat weitgehend abtrocknen lassen. Gießen Sie die Pflanze nur noch spärlich in den Wochen vor dem Einräumen. Nach dem Einräumen wird nur noch so viel gegossen, dass die Knollen im Topf nicht vollständig austrocknen. Dies bedeutet oft nur ein sehr sparsames Gießen alle paar Wochen, abhängig von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit am Lagerort. Zu viel Wasser im Topf ist die Hauptursache für Fäulnis bei im Topf überwinterten Dahlien.

Die Kunst beim Überwintern von Dahlien im Topf liegt im genauen Timing des Gießens und der Wahl des richtigen Lagerortes.

Eine Alternative für im Topf gewachsene Dahlien ist es, die Knollen nach dem ersten Frost aus dem Topf zu nehmen, das Substrat weitgehend abzubürsten und die Knollen dann wie gewohnt trocken zu lagern. Dies bietet oft mehr Sicherheit gegen Fäulnis, da Sie die Knollen besser inspizieren und kontrollieren können. Es ist die Methode der Wahl, wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Lagerort für die ganze Pflanze im Topf geeignet ist.

Unabhängig davon, ob Sie die Knollen im Topf oder separat lagern, ist die regelmäßige Kontrolle unerlässlich. Achten Sie auf Anzeichen von Schimmel oder Fäulnis. Wenn Sie Anzeichen von Schimmel auf der Erde im Topf bemerken, lüften Sie den Lagerort besser oder gießen Sie noch weniger. Bei Anzeichen von Fäulnis an der Knolle selbst, wenn Sie sie aus dem Topf genommen haben, handeln Sie wie unter 'Vorbereitung' beschrieben: beschädigte Teile entfernen und gut trocknen lassen.

Viele Gärtner fragen sich auch, ob sie die Dahlien im Topf im Freien lassen können. Dies ist nur unter sehr speziellen Bedingungen möglich und birgt erhebliche Risiken. In milden Regionen und mit sehr gut isolierten Töpfen, die zusätzlich mit Vlies oder Jute umwickelt und an einer geschützten Hauswand aufgestellt werden, kann dies gelingen. Doch selbst dann ist die Gefahr von Wurzel- oder Knollenfrost groß. Für die meisten Gartenbesitzer ist diese Methode nicht zu empfehlen, es sei denn, es handelt sich um spezielle, frostharte Dahliensorten, was bei Zierdaahlien eher selten der Fall ist.

Die Rückkehr ins Leben: Dahlien im Frühjahr pflanzen

Wenn der Winter weicht und die ersten warmen Sonnenstrahlen den Garten erreichen, beginnt die aufregende Phase des Erweckens Ihrer Dahlienknollen. Dies ist der Moment, auf den alle Mühen des Überwinterns abzielen. Das Pflanzen im Frühjahr erfordert ebenfalls Sorgfalt, um den Knollen einen guten Start zu ermöglichen und den Grundstein für eine prächtige Blüte zu legen.

Der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen der Dahlienknollen ist, sobald keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind und der Boden sich spürbar erwärmt hat. In den meisten Regionen Deutschlands ist dies ab Mitte April bis in den Mai hinein der Fall. Ein zu frühes Pflanzen birgt das Risiko von Spätfrösten, die den jungen Austrieb schädigen können. Warten Sie lieber ein paar Wochen länger, als Ihre mühsam überwinterten Knollen zu gefährden.

Das Pflanzen der Knollen

Bereiten Sie den Pflanzort vor. Dahlien lieben einen sonnigen Standort mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Lockern Sie die Erde tiefgründig auf und arbeiten Sie Kompost ein, um den Boden zu verbessern. Wenn Sie die Knollen im Frühjahr geteilt haben, stellen Sie sicher, dass jede Teilstruktur mindestens zwei gesunde Knospenansätze (Augen) hat.

Setzen Sie die Knollen mit den Triebansätzen (den kleinen roten oder braunen Knospen, die oft am oberen Ende der Knolle zu finden sind) nach oben zeigend in die Erde. Die Pflanztiefe beträgt in der Regel etwa 5-10 cm, abhängig von der Größe der Knolle. Bei größeren Knollen oder in schweren Böden ist eine flachere Pflanzung besser. Lassen Sie ausreichend Abstand zwischen den Knollen, je nach Wuchsstärke der Sorte, meist 40-80 cm.

Ein sonniger Standort und gut vorbereiteter Boden sind die Grundlage für gesunde Dahlien.

Nach dem Pflanzen können Sie die Fläche leicht wässern, aber vermeiden Sie Staunässe. Wenn Sie unsicher bezüglich Spätfrösten sind, können Sie die frisch gepflanzten Knollen mit einer Schicht Mulch oder Vlies abdecken. Entfernen Sie diese Abdeckung, sobald die ersten grünen Triebe aus der Erde kommen.

Wenn Sie Dahlien im Topf überwintern konnten und diese nun wieder pflanzen möchten, können Sie dies direkt in einen größeren Topf mit frischer, guter Blumenerde tun. Achten Sie auch hier auf die Pflanztiefe und die Sonneneinstrahlung. Der Topf sollte groß genug sein, um der wachsenden Knolle und ihren Trieben Platz zu bieten.

Die Knollen, die Sie aus dem Topf genommen und trocken gelagert haben, können nun entweder direkt ins Freiland gepflanzt oder in Töpfe gesetzt werden, um sie vorzutreiben. Das Vortreiben in Töpfen im Haus kann den Vegetationsvorsprung vergrößern und zu einer früheren Blüte führen. Setzen Sie die Knollen dazu in leicht feuchtes Substrat und stellen Sie sie an einen hellen, warmen Ort. Sobald die Triebe etwa 5-10 cm lang sind und keine Frostgefahr mehr besteht, können sie ins Freiland gepflanzt werden.

Häufige Fragen zur Dahlien-Überwinterung (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf die meistgestellten Fragen rund um das Thema Dahlien überwintern. Diese helfen Ihnen, typische Unsicherheiten auszuräumen und Ihre wertvollen Dahlienknollen sicher durch den Winter zu bringen.

Was passiert, wenn man Dahlien nicht überwintert?

Wenn Sie Ihre Dahlienknollen nicht überwintern, sind sie dem Frost im Winter schutzlos ausgeliefert. Da Dahlien nicht winterhart sind, sterben die Knollen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ab. Sie können dann im nächsten Jahr keine neuen Pflanzen aus diesen Knollen ziehen und müssten für eine neue Blüte im Folgejahr Dahlien neu kaufen.

Wie erkenne ich, ob meine überwinterten Dahlienknollen noch leben?

Um die Vitalität Ihrer Dahlienknollen zu prüfen, suchen Sie nach Anzeichen von Leben. Gute Knollen sind fest und nicht schrumpelig. Wenn Sie vorsichtig eine kleine Stelle anschneiden und das Innere noch grünlich-weiß und saftig ist, ist die Knolle wahrscheinlich gut. Schauen Sie auch nach kleinen, roten Triebansätzen oder Knospen am oberen Ende der Knolle.

Kann ich Dahlien, die im Topf überwintert wurden, direkt draußen pflanzen?

Ja, aber nur, wenn die Frostgefahr vorüber ist. Dahlien im Topf können vorgezogen und ins Freie gepflanzt werden, sobald die Nachttemperaturen konstant über 5°C liegen. Die Erde im Topf sollte gut abgetrocknet sein, bevor Sie die Knolle einsetzen. Prüfen Sie, ob die Knolle fest ist und Austriebe hat.

Wie viel muss ich Dahlienknollen im Winter gießen?

Überwinternde Dahlienknollen sollten nur sehr sparsam gegossen werden, um Fäulnis zu vermeiden. Das Ziel ist, sie vor vollständiger Austrocknung zu bewahren, aber nicht, sie zum Wachsen anzuregen. Ein leichtes Besprühen oder Gießen alle 4-6 Wochen reicht oft aus, abhängig von der Lagertemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Was ist, wenn die Dahlienknollen schrumpelig sind?

Schrumpelige Dahlienknollen können ein Zeichen für zu trockene Lagerbedingungen sein. Wenn die Knolle aber noch fest ist und nicht matschig oder faulig, besteht noch Hoffnung. Versuchen Sie, sie in leicht feuchtes Substrat zu legen oder die Luftfeuchtigkeit am Lagerort etwas zu erhöhen, aber vermeiden Sie Staunässe.

Kann ich Dahlien auch im Beet überwintern lassen?

Das Überwintern von Dahlien direkt im Beet ist nur in sehr milden Klimazonen und mit großem Risiko möglich. Selbst dann ist eine gute Abdeckung mit Mulch oder Laub notwendig. Für die meisten deutschen Gärten ist diese Methode nicht empfehlenswert, da die Knollen erfrieren oder durch Bodennässe verfaulen können.

Wie tief pflanze ich Dahlienknollen im Frühjahr?

Dahlienknollen werden im Frühjahr etwa 5-10 cm tief gepflanzt. Setzen Sie die Knollen mit den Triebansätzen nach oben zeigend in die Erde. Die genaue Tiefe kann je nach Bodentyp und Knollengröße variieren. In schwereren Böden ist eine flachere Pflanzung besser, um Fäulnis zu vermeiden.