Warum Erbsen düngen? Mehr als nur Wachstum
Erbsen gelten oft als anspruchslose Pflanzen, doch um wirklich reiche Ernten zu erzielen und die Gesundheit der Pflanzen zu fördern, ist die richtige Düngung unerlässlich. Gerade wenn Sie Erbsen anbauen möchten, sollten Sie die Nährstoffbedürfnisse der Hülsenfrüchte nicht unterschätzen. Die Düngung beeinflusst nicht nur die Grösse und Anzahl der Schoten, sondern auch die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten. Eine gut versorgte Erbse entwickelt stärkere Wurzeln und kann Nährstoffe besser aufnehmen, was sich direkt in einer höheren Ernte und besserem Geschmack bemerkbar macht.
Es gibt einen weit verbreiteten Irrtum, dass Erbsen, als Leguminosen, gar keine zusätzliche Düngung benötigen. Das liegt daran, dass viele Erbsenarten symbiotische Bakterien auf ihren Wurzeln tragen, die in der Lage sind, Stickstoff aus der Luft zu binden. Dieser Prozess ist für die Pflanze extrem vorteilhaft und reduziert den Bedarf an stickstoffhaltigem Dünger im Vergleich zu vielen anderen Gemüsesorten erheblich. Dennoch benötigen Erbsen auch andere essentielle Nährstoffe wie Phosphor und Kalium, um optimale Erträge zu liefern und gesund zu bleiben. Darüber hinaus kann eine gezielte Düngung helfen, spezifische Mangelerscheinungen zu vermeiden, die das Wachstum und die Fruchtbildung beeinträchtigen könnten.
Die Art und Weise, wie Sie Ihre Erbsen düngen, hängt stark vom Standort, dem Bodentyp und den bisherigen Anbaupraktiken ab. Ein ausgelaugter Boden oder ein früheres Anpflanzen von stark zehrenden Kulturen kann den Bedarf an Nährstoffen erhöhen. Auch die Auswahl der Erbsensorte spielt eine Rolle, da einige Sorten anspruchsvoller sind als andere. Daher ist es wichtig, die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen zu verstehen und die Düngung entsprechend anzupassen, um das Beste aus Ihrem Garten herauszuholen.
Die richtige Düngung sorgt für kräftige Pflanzen und schmackhafte Schoten.
Die Bedürfnisse von Erbsen: Nährstoffe im Detail
Um Ihre Erbsen effektiv zu düngen, müssen Sie ihre grundlegenden Nährstoffbedürfnisse verstehen. Während Erbsen tatsächlich Luftstickstoff binden, ist dieser Prozess nicht immer 100% effizient und deckt den gesamten Bedarf ab. Vor allem zu Beginn der Wachstumsphase und für die Blüte sind zusätzliche Nährstoffe entscheidend. Phosphor ist für die Wurzelentwicklung und Blütenbildung von zentraler Bedeutung. Kalium stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Trockenheit und verbessert die Qualität der Erbsen. Magnesium ist wichtig für die Photosynthese und die grüne Farbe der Blätter.
Obwohl Erbsen Stickstoff fixieren können, kann eine kleine Startdüngung, besonders bei sandigen oder nährstoffarmen Böden, hilfreich sein. Diese sollte jedoch gering dosiert sein, um die Symbiose mit den Knöllchenbakterien nicht zu stören. Der Fokus sollte daher eher auf Phosphor und Kalium liegen. Bei der Erbsen aussaat freiland ist es ratsam, den Boden im Vorfeld mit gut verrottetem Kompost aufzubessern, der eine breite Palette an Nährstoffen liefert und die Bodenstruktur verbessert.
Auch Spurenelemente wie Eisen und Mangan sind für eine gesunde Entwicklung unerlässlich, auch wenn sie nur in kleinen Mengen benötigt werden. Ein Mangel kann zu Chlorosen (Blattvergilbung) führen und die Erträge mindern. Achten Sie auf Anzeichen wie gelbliche Blätter oder mangelndes Wachstum, die auf einen Nährstoffmangel hindeuten könnten.
Bodenanalyse als Basis
Bevor Sie zur Düngung greifen, empfiehlt sich eine Bodenanalyse. Diese gibt Aufschluss über den aktuellen Nährstoffgehalt und den pH-Wert des Bodens. Ein optimaler pH-Wert für Erbsen liegt meist zwischen 6,0 und 7,5. Ist der Boden zu sauer, kann eine Kalkung notwendig sein, was auch die Verfügbarkeit anderer Nährstoffe verbessert. Die Ergebnisse einer Bodenanalyse helfen Ihnen, gezielt zu düngen und Überdüngung, die den Bakterien schaden kann, zu vermeiden.
Die Wahl der richtigen Düngemittel ist entscheidend. Organische Dünger wie Kompost oder gut verrotteter Mist sind ideal, da sie Nährstoffe langsam freisetzen und gleichzeitig die Bodenstruktur verbessern. Sie fördern zudem das Bodenleben, das für die Stickstofffixierung der Erbsen wichtig ist. mineralische Dünger sollten nur gezielt und nach Bedarf eingesetzt werden, vorzugsweise solche mit einem ausgewogenen Verhältnis von Phosphor und Kalium bei reduziertem Stickstoffanteil.
Phosphor und Kalium sind essenziell für Blütenbildung und Widerstandsfähigkeit.
Der richtige Zeitpunkt: Wann Erbsen düngen?
Der Zeitpunkt der Düngung ist ebenso wichtig wie die Art des Düngers. Grundsätzlich benötigen junge Erbsenpflanzen nicht viel Dünger direkt nach der Aussaat. Der Fokus liegt eher auf einer guten Bodenvorbereitung vor der Aussaat. Wenn Sie den Boden mit Kompost verbessert haben, sind die Pflanzen für die ersten Wochen gut versorgt.
Ein erster Düngezeitpunkt ist kurz vor der Blüte oder sobald die ersten Blütenansätze sichtbar werden. Zu diesem Zeitpunkt benötigen die Pflanzen vermehrt Phosphor für die Blütenbildung und Kalium für die generelle Gesundheit. Eine leichte Gabe eines organischen Flüssigdüngers oder eines organischen Mehrnährstoffdüngers, der auf Hülsenfrüchte abgestimmt ist, kann hier sehr vorteilhaft sein. Achten Sie darauf, den Dünger nicht übermässig zu verwenden, da zu viel Stickstoff die rein vegetative Entwicklung fördert und zu Lasten der Fruchtbildung geht.
Wenn Sie Erbsen pflanzen im topf kultivieren, ist die Situation oft anders. Die Substratmenge ist begrenzt, und Nährstoffe können schneller ausgewaschen werden. Hier kann eine etwas häufigere, aber stets moderate Düngung notwendig sein, beginnend einige Wochen nach dem Auflaufen und fortgesetzt etwa alle zwei bis vier Wochen während der Wachstumsphase. Auch hier ist ein ausgewogener Dünger mit weniger Stickstoff und mehr Phosphor und Kalium empfehlenswert. Achten Sie auf die Hinweise auf der Düngerpackung.
Vermeiden Sie späte Düngung
Es ist ratsam, die Düngung gegen Ende der Erntezeit einzustellen. Eine zu späte Düngung kann dazu führen, dass die Pflanzen neues Laub statt Früchte bilden, was die Reifung der vorhandenen Schoten verlangsamen kann. Ausserdem können übermässig «grüne» Pflanzen anfälliger für Krankheiten sein, die bei feuchter Witterung auftreten. Konzentrieren Sie sich auf die Unterstützung des Hauptwachstums und der Fruchtentwicklung.
Die Düngung sollte immer auf die spezifischen Bedürfnisse der Erbsen und die Gegebenheiten Ihres Gartens abgestimmt sein. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau: Zeigen sie Anzeichen von Mangel wie blasse Blätter oder geringes Wachstum, kann eine gezielte Düngung notwendig sein. Aber überdüngen Sie keinesfalls – weniger ist oft mehr, besonders bei Hülsenfrüchten, die ja teilweise autark sind. Eine zu starke Stickstoffgabe kann sogar die Stickstofffixierung durch die Knöllchenbakterien hemmen, da die Pflanze dann den Stickstoff direkt aus dem Dünger bezieht und die Symbiose nicht mehr so stark fördert.
Düngen Sie gezielt vor und während der Blütephase.
Praktische Düngemethoden für Erbsen
Es gibt verschiedene Methoden, um Erbsen zu düngen, die sich an die jeweiligen Bedingungen und Vorlieben des Gärtners anpassen lassen. Die Wahl der Methode beeinflusst, wie und wann die Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar sind.
Organische Düngung: Der natürliche Weg
Organische Dünger sind für Erbsen oft die beste Wahl. Gut verrotteter Kompost oder Stallmist, der mindestens ein halbes Jahr abgelagert wurde, kann bereits vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet werden. Dies verbessert nicht nur die Nährstoffversorgung, sondern auch die Bodenstruktur und fördert ein gesundes Bodenleben. Eine dünne Schicht Kompost oder eine leichte Gabe von Hornspänen (die langsam Stickstoff freisetzen) kann vor der Aussaat in die oberste Bodenschicht eingearbeitet werden. Wenn Sie speziell für Gemüsebeete vorgesehene organische Langzeitdünger verwenden, stellen Sie sicher, dass sie ein ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen aufweisen, idealerweise mit einem Fokus auf Phosphor und Kalium.
Flüssigdüngung: Schnelle Hilfe bei Bedarf
Organische Flüssigdünger, wie Brennnesseljauche (verdünnt) oder spezielle Flüssigdünger für Gemüse, können während der Wachstumsphase angewendet werden, insbesondere wenn Sie Anzeichen von Mangel feststellen oder wenn die Pflanzen im Topf gezogen werden. Diese Dünger wirken schnell und sind gut dosierbar. Die Anwendung erfolgt meist alle zwei bis vier Wochen, je nach Produkt und Bedarf der Pflanze. Achten Sie darauf, die Pflanzen nur nach dem Giessen zu düngen, um Wurzelverbrennungen zu vermeiden, und halten Sie sich strikt an die Dosierungsempfehlungen.
Mineralische Dünger: Gezielt einsetzen
Wenn eine Bodenanalyse einen spezifischen Mangel aufzeigt, können mineralische Dünger gezielt eingesetzt werden. Wählen Sie hierbei Produkte mit einem niedrigen Stickstoffgehalt und einem höheren Anteil an Phosphor und Kalium. Ein kaliumbetonter Spezialdünger kann beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Kälte und Krankheiten fördern. Die Anwendung sollte sparsam erfolgen und immer gut in den Boden eingearbeitet oder beim Giessen mit dem Wasser vermischt werden.
Schutz vor starkem Wurzelwachstum durch zu viel Stickstoff
Ein wichtiger Aspekt bei der Düngung von Erbsen ist die Vermeidung von zu viel Stickstoff. Übermässiger Stickstoff fördert ein starkes Blattwachstum auf Kosten der Blüten- und Schotenbildung. Zudem kann er die Symbiose mit den knöllchenbildenden Bakterien negativ beeinflussen. Daher sind stickstoffarme oder stickstofffreie Dünger, die reich an Phosphor und Kalium sind, oft die bessere Wahl, besonders als Nachdüngung.
Bei der Planung der Erbsen aussaat freiland ist es empfehlenswert, die Düngung bereits in die Bodenbearbeitung vor der Aussaat einzubeziehen. Eine Grunddüngung mit Kompost oder einem organischen Langzeitdünger versorgt die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit den notwendigen Nährstoffen und bereitet den Boden optimal vor. Für den Anbau im Topf muss die Düngung regelmässiger erfolgen, da die Nährstoffreserven im begrenzten Erdvolumen schnell aufgebraucht sind.
Nutzen Sie organische Dünger für eine nachhaltige Nährstoffversorgung.
Häufige Fehler beim Düngen von Erbsen
Auch erfahrene Gärtner können Fehler machen, wenn es um die Düngung von Erbsen geht. Das Erkennen und Vermeiden dieser typischen Fehler ist entscheidend für eine erfolgreiche Ernte. Oft liegt das Problem nicht in der Abwesenheit von Dünger, sondern in der falschen Art, Menge oder zum falschen Zeitpunkt.
Einer der häufigsten Fehler ist die Überdüngung mit Stickstoff. Da Erbsen Stickstoff aus der Luft fixieren, reagieren sie empfindlich auf überschüssigen Stickstoff im Boden. Eine zu hohe Stickstoffgabe führt zu üppigem Blattwachstum, aber zu wenig Blüten und Schoten. Die Pflanzen werden anfällig für Pilzkrankheiten, da die Zellwände weniger stabil sind und die Feuchtigkeit im dichten Laub länger gehalten wird.
Ein weiterer Fehler ist das Düngen mit frischem oder nicht ausreichend verrottetem Mist. Dieser kann die jungen Wurzeln der Erbsen verbrennen und ist oft zu stickstoffreich. Immer gut abgelagerten Kompost oder Mist verwenden, der seine Haupt-Ammoniak-Phase bereits durchlaufen hat.
Falsche Nährstoffbalance
Viele Gärtner greifen zu Universaldüngern, ohne die spezifischen Bedürfnisse von Erbsen zu berücksichtigen. Erbsen benötigen im Vergleich zu stark zehrenden Gemüsesorten wie Tomaten oder Kürbis weniger Stickstoff und mehr Phosphor und Kalium. Ein Dünger, der unausgewogen ist und zu viel Stickstoff enthält, kann die Pflanze schädigen, anstatt ihr zu helfen. Achten Sie auf Dünger mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis, das für Hülsenfrüchte geeignet ist, oder auf Spezialdünger, die reich an Phosphor und Kalium sind.
Auch die Vernachlässigung von Mikronährstoffen kann ein Problem darstellen. Auch wenn sie nur in kleinen Mengen benötigt werden, sind sie für die Gesundheit der Pflanze essentiell. Ein Mangel an Eisen oder Magnesium kann zu Blattvergilbung führen und die Photosynthese beeinträchtigen. Eine ausgewogene organische Düngung mit Kompost deckt diese Bedürfnisse in der Regel gut ab. Bei Anzeichen von Mangel und nach einer Bodenanalyse kann auch eine gezielte Nachdüngung mit einem Mikronährstoffdünger sinnvoll sein.
Das Düngen zur falschen Zeit, insbesondere zu spät in der Saison, ist ein weiterer häufiger Fehler. Späte Düngung fördert neues Blattwachstum, was die Reifung der bereits gebildeten Erbsenschoten stören kann. Die Energie der Pflanze sollte auf die Ausreifung der Früchte gerichtet sein, nicht auf die Bildung neuer Blätter und Triebe.
Überdüngung mit Stickstoff ist der häufigste und schädlichste Fehler.
Erbsen pflanzen im Topf: Spezielle Düngerbedürfnisse
Der Anbau von Erbsen im Topf, sei es auf dem Balkon oder der Terrasse, erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Düngung. Im Vergleich zum Freiland ist das Nährstoffangebot im begrenzten Erdvolumen eines Pflanzgefäßes stark limitiert. Das Substrat kann zudem schneller austrocknen und Nährstoffe auswaschen, was eine angepasste Düngestrategie notwendig macht.
Beginnen Sie mit einer hochwertigen, nährstoffarmen Anzuchterde oder einer speziellen Kräuter- und Gemüseerde für den Topfanbau. Diese ist locker und gut durchlässig. Vermeiden Sie schwere Blumenerden, die zur Staunässe neigen. Eine gute Drainage ist im Topf unerlässlich, um Wurzelfäule vorzubeugen. Achten Sie darauf, dass der Topf über ausreichende Abzugslöcher verfügt.
Erste Düngung im Topf
Die erste Düngung ist in der Regel erst nötig, wenn die Pflanzen beginnen, sich zu entwickeln und die ersten Blätter zeigen, meist 2-4 Wochen nach dem Auflaufen. Zu diesem Zeitpunkt ist eine leichte Gabe eines Flüssigdüngers mit einem ausgewogenen Nährstoffprofil empfehlenswert. Achten Sie darauf, dass der Dünger für den biologischen Anbau geeignet ist oder zumindest ein organisches Grundgerüst hat.
Ein häufiger Fehler beim Erbsen pflanzen im topf ist die Annahme, dass sie wie andere Topfpflanzen behandelt werden können. Erbsen bevorzugen generell einen kühleren Boden und sind empfindlicher gegenüber Überdüngung. Wählen Sie Flüssigdünger mit einem eher niedrigen Stickstoffgehalt, aber einem guten Anteil an Phosphor und Kalium. Gängige organische Flüssigdünger für Gemüse eignen sich gut, sollten aber immer verdünnt angewendet werden, etwa auf die Hälfte der auf der Packung angegebenen Konzentration.
Die Düngung sollte während der gesamten Wachstums- und Blütephase fortgesetzt werden, typischerweise alle zwei bis vier Wochen. Die genaue Frequenz hängt vom verwendeten Dünger, der Topfgrösse und den Witterungsbedingungen ab. Bei heissem Wetter und häufigem Giessen ist eine häufigere Düngung nötig, da Nährstoffe schneller ausgewaschen werden. Beachten Sie jedoch immer die Reaktion der Pflanze: Gelbe Blätter können auf Nährstoffmangel, aber auch auf Staunässe oder zu viel Sonne hindeuten.
Organische Flüssigdünger sind ideal für Erbsen im Topf, aber immer verdünnt anwenden.
Erbsen und Nachbarn: Düngung im Mischkulturverband
Die Platzierung von Erbsen in der Mischkultur kann nicht nur das Wachstum fördern, sondern auch strategische Vorteile für die Düngung und den Schutz vor Schädlingen bieten. Erbsen, als Leguminosen, haben eine besondere Beziehung zu vielen anderen Pflanzen, da sie Stickstoff im Boden anreichern können, wovon die Nachbarpflanzen profitieren.
Erbsen und Bohnen zusammen pflanzen ist eine klassische Kombination, aber auch andere Pflanzen wie Kohlarten, Wurzelgemüse (Karotten, Radieschen) und Salat harmonieren gut mit Erbsen. Der Stickstoff, den Erbsen für ihre Nachbarn verfügbar machen, kann den Bedarf an stickstoffreichem Dünger für diese Kulturen reduzieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Erbsen selbst keine Düngung benötigen. Sie profitieren von Phosphor und Kalium, was auch den Nachbarn zugutekommt.
Geeignete Nachbarn für Erbsen
Die richtige Nachbarschaft kann Synergien schaffen. Zum Beispiel können Kräuter wie Dill oder Rosmarin das Wachstum und den Geschmack von Erbsen fördern. Gemüse wie Karotten und Spinat sind ebenfalls gute Nachbarn. Bei der Düngung ist zu beachten, dass die Erbsen ihre Stickstofffixierung am besten entfalten, wenn sie nicht mit anderen stark stickstoffzehrenden Pflanzen in direkter Nachbarschaft stehen, die diesen Stickstoff zuerst aufnehmen würden.
Wenn Sie Erbsen und Kohl zusammen pflanzen, ist es wichtig, dass der Kohl nicht zu stark von der Stickstoffanreicherung durch die Erbsen profitiert, während die Erbsen selbst nicht zu kurz kommen. Eine moderate Düngung der Erbsen mit Fokus auf Phosphor und Kalium ist hier am besten. Der Kohl profitiert indirekt, und die Erbsen können sich auf ihre eigene Entwicklung konzentrieren. Ein spezieller Gemüsedünger, der für beide gut verträglich ist, kann hier eine Lösung sein, aber immer mit Bedacht auf den geringeren Stickstoffbedarf der Erbsen.
Rankhilfe für Erbsen und ihre Bedürfnisse
Wenn Sie eine Rankhilfe für Erbsen selber machen oder verwenden, denken Sie daran, dass die Pflanzen während des Wachstums gut mit Nährstoffen versorgt sein müssen, um die Ranken zu stützen und die Blütenbildung zu ermöglichen. Eine stabile Rankhilfe ist wichtig, damit die Pflanzen nicht auf dem Boden liegen und anfälliger für Krankheiten werden. Die Düngung sollte diese Entwicklung unterstützen.
Erbsen und Wurzeln sind ebenfalls gute Nachbarn, da sie unterschiedliche Bodenschichten nutzen. Die Wurzeln der Erbsen gehen tiefer, während die Wurzeln von Radieschen oder Karotten eher oberflächlich sind. Dies reduziert die Konkurrenz um Nährstoffe und Platz im Boden. Die Erbsen können den Boden für die Wurzeln lockern und mit Stickstoff anreichern, während die Wurzelgemüse die oberen Schichten gut nutzen.
Die Hauptaussage für Mischkulturen mit Erbsen ist: Düngen Sie die Erbsen primär mit Phosphor und Kalium. Der Stickstoff ist ein Bonus für die Nachbarn. Bei Bedarf nachdüngen, aber immer mit einem auf Hülsenfrüchte abgestimmten Dünger. Vermeiden Sie reine Stickstoffdünger für die Erbsen selbst.
Erbsen in Mischkultur bereichern den Boden für ihre Nachbarn.
Häufige Fragen zur Erbsendüngung
Die Düngung von Erbsen wirft oft spezifische Fragen auf, da sie sich in ihren Nährstoffbedürfnissen von vielen anderen Gemüsesorten unterscheiden. Hier sind Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, die Ihnen helfen, Ihre Erbsen optimal zu versorgen.
Müssen Erbsen überhaupt gedüngt werden?
Ja, auch wenn Erbsen Stickstoff aus der Luft binden können, benötigen sie für ein optimales Wachstum und eine reiche Ernte auch Phosphor und Kalium. Eine gute Nährstoffversorgung ist entscheidend für die Blütenbildung und die allgemeine Pflanzengesundheit.
Was ist der beste Dünger für Erbsen?
Organische Dünger wie Kompost sind ideal, da sie Nährstoffe langsam freisetzen und die Bodenstruktur verbessern. Spezialisierte Flüssigdünger für Hülsenfrüchte oder Gemüsedünger mit einem ausgewogenen Verhältnis von Phosphor und Kalium und geringem Stickstoffanteil sind ebenfalls gut geeignet.
Kann ich Erbsen mit Hühnermist düngen?
Vorsicht bei Hühnermist. Er ist sehr stickstoffreich und muss gut abgelagert sein, um die Erbsenwurzeln nicht zu verbrennen. Besser ist es, ihn sehr sparsam und nur gut kompostiert weit vor der Aussaat in den Boden einzuarbeiten.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Düngung?
Die wichtigste Düngung erfolgt kurz vor oder während der Blütephase. Eine gute Bodenvorbereitung mit Kompost vor der Aussaat ist ebenfalls empfehlenswert.
Was tun bei gelben Blättern an Erbsenpflanzen?
Gelbe Blätter können auf Stickstoffmangel oder auf einen Eisen- oder Magnesiummangel hindeuten. Eine leichte Düngung mit einem ausgewogenen Flüssigdünger oder einem organischen Allzweckdünger kann helfen. Stellen Sie auch sicher, dass keine Staunässe vorliegt.
Wie dünge ich Erbsen im Topf?
Verwenden Sie einen organischen Flüssigdünger, der für Gemüse geeignet ist, aber immer stark verdünnt. Düngen Sie alle 2-4 Wochen während der Wachstumsphase, beginnend einige Wochen nach dem Auflaufen.
Schadet zu viel Dünger den Erbsen?
Ja, insbesondere zu viel Stickstoff kann die Erbsen schädigen, das Wachstum von Blättern auf Kosten von Blüten fördern und die nützlichen Wurzelbakterien beeinträchtigen.
Erbsen ernten: Der Lohn der richtigen Pflege
Nachdem Sie Ihre Erbsen sorgfältig gedüngt und gepflegt haben, ist die Ernte der Höhepunkt. Der richtige Zeitpunkt und die richtige Methode für die Erbsen ernten sind entscheidend, um den vollen Geschmack und die beste Qualität zu geniessen. Die Erntezeit beginnt in der Regel, wenn die Schoten gut ausgebildet, aber noch jung und zart sind.
Fühlen Sie die Schoten vorsichtig. Sie sollten prall und knackig sein. Wenn die Erbsen in der Schote deutlich sichtbar sind und sich abzeichnen, ist dies ein gutes Zeichen. Überreife Erbsen werden mehlig und weniger süss. Achten Sie auch auf die Farbe der Pflanzen: Stark vergilbte oder sterbende Pflanzen signalisieren oft, dass die Zeit zum Ernten reif ist.
Der richtige Zeitpunkt für die Ernte
Der genaue Zeitpunkt für die Ernte hängt von der Sorte ab. Zuckererbsen, die man mit Schale isst, sind am zartesten, wenn die Samen gerade erst beginnen, sich abzuzeichnen. Bei Schalerbsen, die ausgeerntet werden, wartet man, bis die Schoten voll entwickelt sind und die einzelnen Erbsen darin gut fühlbar sind. Eine regelmässige Ernte fördert die Bildung neuer Blüten und Schoten. Wenn Sie also mehrmals pro Woche ernten, verlängern Sie die Ernteperiode und erhöhen den Gesamtertrag.
Ernten Sie regelmässig, um die Pflanzen zur weiteren Blütenbildung anzuregen.
