Die Grundlagen: Warum die richtige Erdbeerpflanzung zählt
Wie pflanze ich Erdbeeren richtig? Diese Frage führt zu einem entscheidenden Thema für jeden Gartenfreund, der sich nach saftigen, süßen Früchten sehnt. Die korrekte Pflanzung ist weit mehr als nur das Stecken einer Pflanze in die Erde; sie legt den Grundstein für das gesamte Wachstum, die Gesundheit und letztlich die Erntemenge Ihrer Erdbeerpflanzen. Eine gut durchdachte Pflanzung minimiert Stress für die Jungpflanzen, fördert eine kräftige Wurzelentwicklung und bereitet sie optimal auf ihre Bedürfnisse während der Wachstumsperiode vor.
- Wählen Sie den richtigen Standort mit ausreichend Sonne.
- Bereiten Sie den Boden sorgfältig vor, um Nährstoffe zu liefern.
- Achten Sie auf den korrekten Pflanzabstand für gesunde Pflanzen.
- Setzen Sie die Pflanzen in der richtigen Tiefe ein.
- Vermeiden Sie gängige Fehler, die das Wachstum beeinträchtigen.
Der Erfolg beginnt mit dem Verständnis, dass jede Erdbeerpflanze eine Reihe spezifischer Bedürfnisse hat, die bereits im Moment der Einpflanzung erfüllt werden müssen. Vernachlässigen Sie diese Grundlagen, und Sie riskieren nicht nur eine geringere Ernte, sondern auch anfälligere Pflanzen für Krankheiten und Schädlinge. Es geht darum, die Weichen von Anfang an richtig zu stellen, damit Ihre Erdbeerernte im kommenden Jahr üppig ausfällt.
Erdbeeren sind anspruchsloser als viele andere Obstsorten, aber ihre Kultur gelingt nur mit Bedacht. Mit dem richtigen Wissen ausgestattet, verwandeln Sie selbst einen kleinen Balkon oder ein begrenztes Beet in eine ertragreiche Erdbeerplantage. Die sorgfältige Vorbereitung und Ausführung der Pflanzung sind der Schlüssel, um das volle Potenzial jeder einzelnen Pflanze auszuschöpfen und sich über Wochen hinweg mit frischen Erdbeeren zu versorgen.
Häufige Fehler beim Erdbeeren pflanzen und wie Sie sie vermeiden
Was sind die häufigsten Fallstricke, wenn man Erdbeeren pflanzt? Oft sind es kleine Details, die über Gedeih oder Verderb der Pflanzen entscheiden. Einer der größten Fehler ist die Wahl des falschen Standorts. Erdbeeren lieben die Sonne. Ein schattiges Plätzchen führt zu schwachem Wuchs und kaum Früchten. Achten Sie darauf, dass Ihre Erdbeeren mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhalten. Ein Standort, der im Vorjahr stark mit Kartoffeln oder Tomaten bepflanzt war, kann ebenfalls problematisch sein, da diese Kulturen den Boden stark auslaugen und Krankheiten wie die Verticillium-Welke übertragen können.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Bodenvorbereitung. Zu verdichteter oder nährstoffarmer Boden hindert die Wurzeln am Wachsen. Viele Anfänger graben die Erde nur oberflächlich auf und vernachlässigen das Einarbeiten von wertvollem Kompost. Kompost verbessert die Bodenstruktur, sorgt für Belüftung und liefert wichtige Nährstoffe. Ohne diese Grundlage können die Erdbeerpflanzen ihr Potenzial nicht entfalten. Denken Sie daran, dass Erdbeeren Starkzehrer sind und von einer reichhaltigen Nährstoffbasis profitieren.
Der Pflanzabstand: Platz für Wachstum und Luftzirkulation
Wie pflanze ich Erdbeeren richtig mit dem richtigen Abstand? Ein zu geringer erdbeeren pflanzen abstand führt dazu, dass sich die Pflanzen gegenseitig bedrängen. Dies behindert die Luftzirkulation, was wiederum die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten wie Grauschimmel erhöht. Außerdem konkurrieren die Pflanzen stärker um Licht, Wasser und Nährstoffe, was den Ertrag mindert. Planen Sie für jede Pflanze genügend Raum ein. Ein üblicher erdbeeren pflanzabstand liegt zwischen 30 und 40 cm in der Reihe, mit einem Reihenabstand von etwa 50 bis 70 cm. Dies gibt den Pflanzen genügend Platz, um sich auszubreiten und ihre Ausläufer zu bilden.
Die falsche Pflanztiefe ist ebenfalls ein häufiger Fehler. Das Herz der Pflanze, also die Knospe, aus der neue Blätter und Blüten wachsen, darf weder mit Erde bedeckt noch zu hoch aus dem Boden herausragen. Wird das Herz mit Erde bedeckt, verfault es. Steht es zu frei, trocknet es aus. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen vollständig mit Erde umschlossen ist, aber das Herzstück der Pflanze knapp über der Erdoberfläche bleibt. Prüfen Sie dies sorgfältig bei jeder Pflanze.
Prüfen Sie vor dem Kauf: Greifen Sie zu gesunden, kräftigen Jungpflanzen mit gut entwickelten Wurzeln und ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen. Nur gesunde Ausgangspflanzen können zu gesunden, ertragreichen Exemplaren heranwachsen.
Der ideale Standort und die Bodenvorbereitung
Die Wahl des richtigen Standorts ist fundamental, wenn Sie Erdbeeren richtig pflanzen möchten. Ein sonniger Platz ist ein Muss. Idealerweise sollte dieser nicht durch hohe Bäume oder Gebäude beschattet werden. Auf einem vollsonnigen Standort reifen die Früchte besser aus, entwickeln ihr volles Aroma und die Pflanzen sind widerstandsfähiger. Zudem ist eine gute Belüftung wichtig, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Vermeiden Sie Senken, in denen sich Wasser sammeln kann.
Der Boden sollte locker, tiefgründig und humusreich sein. Schwere, lehmige Böden müssen mit Sand und Kompost aufgelockert werden, um Staunässe zu vermeiden. Auf sehr sandigen Böden empfiehlt sich die Einarbeitung von viel Kompost und reifem Mist, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen und eine gleichmäßige Nährstoffversorgung sicherzustellen. Achten Sie darauf, dass der Boden leicht sauer bis neutral ist, mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5.
Nährstoffversorgung durch gezielte Düngung
Wie pflanze ich Erdbeeren richtig und sorge für eine optimale Nährstoffversorgung? Die Bodenvorbereitung ist der erste Schritt. Tragen Sie vor dem Pflanzen eine großzügige Schicht gut verrotteten Komposts auf. Dieser liefert nicht nur Nährstoffe, sondern verbessert auch die Bodenstruktur. Wenn Sie eine längerfristige Nährstoffversorgung wünschen, können Sie auch erdbeeren düngen mit hornspäne. Hornspäne setzen ihre Nährstoffe langsam frei und sind gut verträglich. Sie fördern zudem ein gesundes Wurzelwachstum.
Möchten Sie auf chemische Dünger zurückgreifen, ist erdbeeren düngen mit blaukorn eine gängige Methode. Achten Sie jedoch auf die Dosierungsanleitung, um eine Überdüngung zu vermeiden. Blaukorn liefert eine schnelle und ausgewogene Nährstoffkombination. Für eine umweltfreundlichere Alternative können Sie auch auf spezielle organische Erdbeerdünger zurückgreifen oder erdbeeren düngen hausmittel wie Kaffeesatz oder verdünnte Brennnesseljauche in Betracht ziehen. Kaffeesatz wirkt leicht bodenverbessernd und kann Spurenelemente liefern, während Brennnesseljauche reich an Stickstoff ist, was besonders für junge Pflanzen wichtig sein kann.
Wichtig: Düngen Sie nicht unmittelbar vor oder während der Blütezeit mit zu stickstoffhaltigen Mitteln, da dies zu übermäßigem Blattwachstum und weniger Blüten und Früchten führen kann. Ein ausgewogener Dünger zur Pflanzzeit und eine Nachdüngung im Folgejahr sind meist ausreichend.
Das richtige Timing und die Wahl der Erdbeerpflanzen
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Erdbeeren zu pflanzen? Es gibt zwei Hauptpflanzzeiten, die beide ihre Vorzüge haben. Die Frühjahrespflanzung findet idealerweise im April oder Mai statt. Zu diesem Zeitpunkt haben die Pflanzen bereits einige Wochen im Topf verbracht und sind meist gut angewachsen. Sie können sich dann noch während der laufenden Saison etablieren und erste Blütenansätze für das nächste Jahr bilden. Der Vorteil ist, dass die Pflanzen frisch und vital sind und die Gartensaison gerade beginnt.
Die zweite und oft bevorzugte Pflanzzeit ist der Spätsommer, meist von Mitte August bis Ende September. Pflanzen, die im Spätsommer gesetzt werden, haben den Vorteil, dass sie sich über den Herbst gut im Boden verwurzeln können. Sie sind dann im nächsten Frühjahr schon kräftig und können eine volle Ernte liefern. Der Nachteil kann sein, dass die Pflanzen länger gelagert oder gekauft werden müssen und eventuell nicht mehr ganz so frisch sind. Achten Sie bei Spätsommerpflanzung darauf, dass die Pflanzen noch ausreichend Zeit haben, vor dem ersten Frost gut anzuwachsen.
Welche Erdbeerpflanzen eignen sich am besten?
Wenn Sie Erdbeeren pflanzen möchten, stehen Sie vor der Wahl zwischen verschiedenen Pflanzenarten. Am häufigsten werden Jungpflanzen in Töpfen gekauft. Diese gibt es als 'Frühpflücker', 'Immertragende' oder 'Tagneutrale' Sorten. Achten Sie auf den Zustand der Pflanze: Sie sollte ein gesundes, grünes Blätterdach und ein gut ausgebildetes Wurzelwerk besitzen. Pflanzen mit Ausläufern sind ebenfalls gut geeignet. Sie können auch ableger von erdbeeren pflanzen, die von bestehenden Pflanzen gebildet werden.
Eine weitere Option sind sogenannte 'grüne Pflanzen' oder 'nackte Wurzeln', die direkt vom Feld kommen und im Spätsommer gepflanzt werden. Sie sind oft günstiger, benötigen aber eine etwas sorgfältigere Behandlung und müssen schnell nach dem Kauf in die Erde gebracht werden. Für Balkon- und Terrassengärtner sind hängende oder rankende Sorten (oft als hängende Erdbeeren bezeichnet) eine interessante Wahl, die sich gut für Ampeln oder Blumenkästen eignen. Stellen Sie sicher, dass Sie für die Pflanzung auf dem erdbeeren pflanzen balkon geeignete Sorten wählen, die auch im Kübel gut gedeihen.
Entscheiden Sie sich für eine Sorte, die zu Ihren Bedürfnissen passt: Überlegen Sie, ob Sie eine frühe oder späte Ernte wünschen, ob Sie nur wenige Früchte für den direkten Verzehr oder eine größere Menge für Marmeladen und Kuchen anbauen möchten. Unabhängig von der Sorte ist der Zeitpunkt der Pflanzung entscheidend für den Erfolg.
Schritt-für-Schritt: Erdbeeren richtig pflanzen
Wie pflanze ich Erdbeeren richtig – Schritt für Schritt? Dieser Prozess erfordert Präzision und Sorgfalt, um den Pflanzen den bestmöglichen Start zu ermöglichen. Beginnen Sie damit, die Erde am gewählten Standort tiefgründig aufzulockern und reifen Kompost einzuarbeiten, wie bereits erwähnt. Dies schafft eine gute Basis für das Wurzelwachstum. Falls Sie Pflanzen mit Ballen verwenden, wässern Sie diese vor dem Auspflanzen gründlich, damit sich der Ballen gut mit der umgebenden Erde verbindet.
Heben Sie nun Pflanzlöcher aus, die etwas größer und tiefer sind als der Wurzelballen der Erdbeerpflanzen. Achten Sie auf den empfohlenen Pflanzabstand von 30-40 cm zwischen den Pflanzen und 50-70 cm zwischen den Reihen. Dies gewährleistet eine gute Luftzirkulation und verhindert Krankheiten. Der Abstand ist essenziell, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können.
Das Einsetzen der Erdbeerpflanze
Nehmen Sie die Erdbeerpflanze vorsichtig aus ihrem Topf. Lockern Sie den Wurzelballen, falls er stark verfilzt ist. Dies regt die Wurzeln an, in die umgebende Erde zu wachsen. Positionieren Sie die Pflanze im Pflanzloch. Das wichtigste Detail ist die Pflanztiefe: Das sogenannte 'Herz' der Pflanze – die kleine Knospe zwischen den Blättern, aus der neues Grün wächst – darf nicht mit Erde bedeckt werden. Es muss frei bleiben, damit es nicht fault. Die Oberkante des Wurzelballens sollte mit der umgebenden Erdoberfläche auf gleicher Höhe sein oder minimal darunter liegen.
Füllen Sie das Loch mit Erde auf und drücken Sie die Erde vorsichtig an. Dies beseitigt Lufteinschlüsse und sorgt für guten Bodenschluss mit den Wurzeln. Eine zu lockere Erde lässt die Wurzeln austrocknen, zu festes Andrücken kann die Belüftung des Bodens beeinträchtigen. Ein leichtes Anklopfen mit den Händen ist meist ausreichend.
Nach dem Pflanzen: Angießen und Mulchen
Nachdem Sie Ihre Erdbeeren richtig gepflanzt haben, ist das gründliche Angießen unerlässlich. Verwenden Sie reichlich Wasser, um die Erde gut an die Wurzeln zu spülen und etwaige Hohlräume zu schließen. Dies hilft den Pflanzen, sich schnell zu etablieren. Achten Sie darauf, das Wasser direkt auf die Erde zu geben und nicht über die Blätter oder Früchte, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Eine Mulchschicht ist sehr empfehlenswert. Sie hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten, unterdrückt Unkraut und schützt die Früchte vor direktem Erdkontakt, was Fäulnis und Schmutz verhindert. Geeignete Materialien sind Stroh, Holzhackschnitzel oder spezielle Mulchfolien. Achten Sie darauf, dass der Mulch das Herz der Pflanzen nicht bedeckt. Diese letzte Maßnahme schützt Ihre jungen Erdbeerpflanzen und fördert ein gesundes Wachstum.
Erste Ausläufer entfernen: Entfernen Sie in den ersten Wochen nach der Pflanzung alle gebildeten Ausläufer. Dies lenkt die Energie der Pflanze in das Wurzelwachstum und die Etablierung, anstatt in die Bildung neuer Triebe.
Erdbeeren auf dem Balkon und in Kübeln pflanzen
Wie pflanze ich Erdbeeren richtig auf dem Balkon? Die Kultivierung von Erdbeeren in Behältern ist eine hervorragende Option für Stadtbewohner und Gärtner mit begrenztem Platz. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Gefäße und der passenden Erde. Wählen Sie Töpfe, Kübel oder Hängeampeln mit ausreichender Größe. Ein einzelner Erdbeerpflanze benötigt mindestens 5 Liter Erde, besser noch 10 Liter, um optimal zu gedeihen. Achten Sie unbedingt auf gute Drainagelöcher im Boden, um Staunässe zu vermeiden, die schnell zum Abfaulen der Wurzeln führt.
Verwenden Sie eine hochwertige, torffreie Kübelpflanzenerde, die mit etwas Kompost vermischt ist. Diese Erde ist gut strukturiert, speichert Feuchtigkeit und Nährstoffe und bietet gleichzeitig eine gute Belüftung. Vermeiden Sie reine Gartenerde, da diese im Topf zu stark verdichten kann. Wenn Sie spezielle Sorten für den erdbeeren pflanzen balkon auswählen, können Sie auch hängende oder kompakt wachsende Varianten nutzen, die sich besonders gut für die Kultivierung in Ampeln eignen.
Die Pflanzung in Behältern
Die Vorgehensweise ähnelt der im Beet. Heben Sie ein Loch in der Erde des Behälters aus, das groß genug für den Wurzelballen ist. Nehmen Sie die Erdbeerpflanze vorsichtig aus ihrem Anzuchttopf und lockern Sie bei Bedarf die Wurzeln. Setzen Sie die Pflanze so ein, dass das Herz der Pflanze frei bleibt und die Oberkante des Wurzelballens mit der Erdoberfläche abschließt. Füllen Sie die Erde rundherum auf und drücken Sie sie leicht an.
Das Angießen ist auf dem Balkon besonders wichtig, da das Wasser schneller verdunsten kann. Gießen Sie die Pflanzen nach dem Einpflanzen gründlich an. Achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Mulchen Sie die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Stroh oder Kokosfasern, um die Feuchtigkeit besser zu halten und die Erde vor dem Austrocknen zu schützen.
Regelmäßiges Gießen und Düngen auf dem Balkon: Erdbeeren in Kübeln trocknen schneller aus als im Freiland. Kontrollieren Sie daher regelmäßig die Feuchtigkeit des Bodens und gießen Sie bei Bedarf. Da das Nährstoffangebot im Topf begrenzt ist, ist eine regelmäßige Düngung im Abstand von etwa 2-4 Wochen während der Wachstumsperiode wichtig. Verwenden Sie hierfür am besten einen flüssigen Beerendünger.
Pflege nach der Pflanzung und Erntevorbereitung
Nachdem Sie Ihre Erdbeeren richtig gepflanzt haben, beginnt die fortlaufende Pflege, die für eine reiche Ernte entscheidend ist. Regelmäßiges Gießen ist ein Muss, besonders in trockenen Perioden. Die Erde sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Vermeiden Sie es, die Pflanzen zu überwässern, da dies Wurzelfäule verursachen kann.
Das Unkrautjäten ist ebenfalls wichtig. Unkraut konkurriert mit den Erdbeerpflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht. Entfernen Sie Unkräuter regelmäßig, am besten von Hand, um die jungen Erdbeerpflanzen nicht zu beschädigen. Die Mulchschicht hilft dabei, das Unkrautwachstum einzudämmen. Achten Sie darauf, dass der Mulch das Herz der Pflanze nicht bedeckt.
Umgang mit Ausläufern und Vermehrung
Erdbeeren bilden sogenannte Ausläufer, das sind lange Triebe, die neue Pflanzen hervorbringen. Wenn Sie möchten, dass Ihre bestehenden Pflanzen möglichst viele Früchte ansetzen, sollten Sie diese Ausläufer entfernen, sobald sie erscheinen. Dies lenkt die Energie der Mutterpflanze in die Blüten- und Fruchtbildung. Wenn Sie jedoch neue Erdbeerpflanzen ziehen möchten, können Sie einige der stärksten Ausläufer in kleine Töpfe mit Erde leiten, wo sie Wurzeln bilden. Sobald die Jungpflanzen eigene Wurzeln geschlagen haben, können Sie sie von der Mutterpflanze trennen und separat auspflanzen. So können Sie Ihre Erdbeerpflanzen erdbeeren vermehren.
Wenn Sie vergessen haben, die Ausläufer zu entfernen, oder wenn Sie viele neue Pflanzen möchten, ist das kein Weltuntergang. Die Pflanze teilt ihre Kraft, was zu etwas geringeren Erträgen führt, aber eine natürliche Vermehrung ermöglicht. Generell ist es ratsam, alte Pflanzen nach einigen Jahren zu ersetzen, da ihre Ertragsfähigkeit nachlässt. Das liegt oft an Bodenermüdung und der Anreicherung von Krankheitserregern.
Vorbereitung auf die Ernte
Die richtige Pflanzung im Frühjahr oder Spätsommer legt den Grundstein für die Ernte im folgenden Jahr. Im Laufe des Frühjahrs, wenn die Blüten erscheinen und sich Früchte bilden, ist es ratsam, die Pflanzen mit einem geeigneten Beerendünger zu versorgen, um die Fruchtbildung zu unterstützen. Achten Sie darauf, dass die Früchte nicht direkt auf feuchtem Boden liegen, um Fäulnis zu vermeiden. Eine Mulchschicht oder ein Netz kann hier Abhilfe schaffen.
Wenn die Früchte beginnen, sich zu färben, ist Geduld gefragt. Ernten Sie die Erdbeeren, wenn sie vollreif und dunkelrot sind. Das ist der Zeitpunkt, an dem sie ihr volles Aroma entfalten. Ernten Sie die Früchte am besten an einem trockenen Tag, morgens, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Schneiden oder knipsen Sie die Früchte mit dem kleinen grünen Stielansatz ab, anstatt sie herauszureißen. Dies schont die Pflanze und verbessert die Haltbarkeit der Früchte.
Die kunstvolle Pflanzung ist der erste Schritt, doch die kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit formen den wahren Erdbeergenuss.
Erdbeeren überwintern und für das nächste Jahr vorbereiten
Nach einer erfolgreichen Ernte ist die richtige Überwinterung entscheidend, damit Ihre Erdbeerpflanzen im nächsten Jahr wieder kräftig austreiben und Früchte tragen. Wenn Sie sich fragen, wie Sie am besten vorgehen, insbesondere wenn Sie erdbeeren überwintern zurückschneiden möchten, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.
Im Spätherbst, wenn die ersten Fröste drohen, ist es Zeit, die Erdbeerbeete für den Winter vorzubereiten. Zuerst sollten Sie alte, vertrocknete Blätter entfernen. Dies hilft, mögliche Krankheitserreger und Schädlinge, die sich im alten Laub verstecken, zu reduzieren. Ein Rückschnitt der Pflanzen ist in der Regel nicht zwingend notwendig, kann aber bei sehr dichtem und altem Laub sinnvoll sein, um die Pflanzen zu verjüngen und für das nächste Jahr vorzubereiten. Schneiden Sie hierbei aber nicht zu tief, um die Knospen für das kommende Jahr nicht zu beschädigen.
Schutz vor Frost und Kälte
Der wichtigste Schritt zur Überwinterung ist der Schutz der Pflanzen vor strengem Frost. Eine dicke Schicht Laub, Reisig oder spezielles Vlies kann hier gute Dienste leisten. Diese Abdeckung isoliert die Pflanzen und schützt die empfindlichen Wurzeln vor dem Durchfrieren des Bodens, besonders auf leichten Böden. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung nicht zu dicht ist und die Pflanzen atmen können. Bei Kübelpflanzen ist der Schutz noch wichtiger, da die Erde im Topf schneller durchfriert. Stellen Sie die Kübel an eine geschützte Stelle, rücken Sie sie dicht zusammen und umwickeln Sie die Töpfe mit Vlies oder Jute. Der Boden des Balkons oder der Terrasse sollte ebenfalls isoliert sein, z.B. durch Styroporplatten.
Wichtig: Lüften Sie an milden Wintertagen die Abdeckung, um Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden.
Vorbereitung auf das neue Gartenjahr
Sobald der Frühling naht und die Temperaturen steigen, sollte die Überwinterungsabdeckung langsam entfernt werden. Dies geschieht am besten schrittweise, um die Pflanzen an die wechselnden Bedingungen zu gewöhnen. Sobald der Boden frostfrei ist, können Sie vorsichtig mit der Pflege beginnen. Entfernen Sie verbliebenes Totholz und lockern Sie die Erde vorsichtig um die Pflanzen herum. Eine leichte Düngung mit einem organischen Dünger oder Kompost unterstützt die Pflanzen beim Austrieb.
Wenn Sie im Herbst keine Ausläufer gepflanzt haben, ist dies im Frühjahr eine gute Gelegenheit, um neue Erdbeerpflanzen zu setzen oder bestehende zu erneuern. Denken Sie daran, Erdbeeren nicht an derselben Stelle zu pflanzen, wo bereits im Vorjahr Erdbeeren oder andere empfindliche Kulturen standen, um Bodenermüdung und Krankheitsübertragung zu vermeiden. Eine Fruchtfolge ist auch bei Erdbeeren ratsam.
Vermeiden Sie Überwässerung im Frühjahr: Auch wenn das Wetter wechselhaft ist, halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe, besonders wenn die Temperaturen noch niedrig sind.
