Was bedeuten Feigenbaum Triebe am Boden?

Wenn Sie junge, grüne Triebe bemerken, die direkt aus dem unteren Stammbereich oder sogar aus dem Wurzelballen Ihres Feigenbaums am Boden sprießen, ist das zunächst ein Zeichen für die Lebenskraft Ihrer Pflanze. Diese sogenannten Wurzeltriebe oder auch Schösslinge sind oft zahlreich und können, wenn sie nicht kontrolliert werden, die Energie der Mutterpflanze aufzehren und zu einem ungleichmäßigen Wuchs führen. Das Verständnis, warum diese Triebe entstehen und wie man am besten damit umgeht, ist entscheidend für die langfristige Gesundheit und Produktivität Ihres Feigenbaums.

Der Feigenbaum (Ficus carica) ist eine wuchsfreudige Pflanze, die sich gut an verschiedene Bedingungen anpassen kann. Dass er Triebe am Boden bildet, ist ein natürlicher Prozess, der aber im heimischen Garten oft ein Eingreifen erfordert. Diese Triebe können aus den oberflächlichen Wurzeln oder aus schlafenden Knospen am unteren Stamm entstehen. Ihre Erscheinung ist typisch für Arten, die gut verholzen und ausdauernd sind, und signalisiert oft eine Reaktion auf äußere Reize oder eine genetische Veranlagung der Sorte.

  • Triebe am Boden zeigen Vitalität des Feigenbaums.
  • Sie können aus Wurzeln oder dem unteren Stamm entstehen.
  • Kontrolle ist wichtig, um Energieverlust der Mutterpflanze zu vermeiden.
  • Ursachen sind vielfältig: Schnitt, Überwinterung, Verletzungen.

Das Phänomen ist nicht auf bestimmte Sorten beschränkt, kann aber je nach Sorte und Pflegeintensität stärker oder schwächer ausgeprägt sein. Ein gesunder Feigenbaum wird tendenziell mehr dieser Triebe produzieren als eine geschwächte Pflanze. Es ist daher ratsam, diese Entwicklung nicht zu ignorieren, sondern sie als Anlass zu nehmen, die Pflegepraktiken rund um Ihren Feigenbaum zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Warum bildet ein Feigenbaum Triebe am Boden?

Es gibt mehrere Hauptgründe, warum Ihr Feigenbaum dazu neigt, Triebe am Boden zu entwickeln. Diese Ursachen können einzeln auftreten, sind aber oft auch miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Die Reaktion Ihrer Pflanze auf diese Auslöser ist ein natürlicher Überlebens- und Vermehrungsmechanismus.

Reaktion auf Schnittmaßnahmen

Eine der häufigsten Ursachen für Wurzeltriebe ist ein starker oder unsachgemäßer Schnitt. Wenn Sie tief in das Holz schneiden, besonders im späten Winter oder frühen Frühling, bevor der Saftstrom richtig einsetzt, können schlafende Knospen, die sich in der Nähe des Bodens befinden, durch die damit verbundenen Wachstumsreize aktiviert werden. Der Baum versucht, verlorenes Blatt- oder Astwerk zu kompensieren, indem er aus der Basis neue Triebe bildet. Ein zu radikaler Rückschnitt kann den Baum dazu veranlassen, seine Energie in die Bildung zahlreicher neuer Schösslinge zu investieren, anstatt in das verbleibende Hauptwachstum.

Stress durch Überwinterung oder Standortwechsel

Feigenbäume, insbesondere junge Exemplare oder solche, die in kälteren Regionen angebaut werden, können durch die Überwinterung gestresst werden. Kälteperioden, Frostschäden am oberirdischen Teil oder auch das Umpflanzen können dazu führen, dass der Baum seine Energie auf den Schutz und die Erneuerung seiner Wurzeln konzentriert. Als Nebeneffekt können aus den Wurzeln oder der darunterliegenden Stammbasis neue Triebe austreiben. Dies ist besonders dann der Fall, wenn der oberirdische Teil der Pflanze zurückgefroren ist; der Baum muss dann quasi von neuem beginnen und nutzt dafür die unterirdisch gespeicherte Kraft.

Entfernen Sie zurückgefrorene Triebe bis ins gesunde Holz, um unnötige Energieverschwendung zu vermeiden.

Verletzungen an Stamm oder Wurzeln

Mechanische Verletzungen, sei es durch Rasenmäher, Gartengeräte, Tiere oder auch beim Ein- und Auspflanzen, können ebenfalls die Bildung von Wurzeltrieben anregen. Die Pflanze versucht, die geschädigten Bereiche zu schützen und zu regenerieren, indem sie neue Triebe aus den umliegenden oder tieferliegenden Geweben treibt. Selbst kleine Risse in der Rinde nahe der Bodenoberfläche können ausreichen, um diesen Prozess anzustoßen. Der Baum reagiert auf die Verwundung, indem er versucht, die Integrität seiner Basis zu sichern und neues Wachstum zu initiieren.

Genetische Veranlagung der Sorte

Manche Feigensorten sind von Natur aus wuchsfreudiger und bilden stärker Wurzeltriebe als andere. Dies ist keine Frage von Krankheit oder falscher Pflege, sondern eine genetische Eigenschaft. Sorten, die für ihre Ausläuferbildung bekannt sind, können selbst unter optimalen Bedingungen viele junge Triebe aus dem Wurzelbereich hervorbringen. Wenn Sie eine solche Sorte besitzen, sollten Sie von vornherein damit rechnen, dass Sie regelmäßig Triebe entfernen müssen, um die gewünschte Wuchsform und Fruchtbildung zu erhalten.

Das Zusammenspiel dieser Faktoren bestimmt, wie stark und wann Ihr Feigenbaum Triebe am Boden ausbildet. Eine sorgfältige Beobachtung hilft Ihnen, die spezifischen Auslöser bei Ihrer Pflanze zu identifizieren und entsprechend zu handeln.

Feigenbaum Triebe am Boden richtig behandeln

Sobald Sie die Ursachen kennen, ist die Behandlung von Feigenbaum Trieben am Boden meist unkompliziert. Es geht darum, die Energie der Pflanze zu kanalisieren und die gewünschte Wuchsform zu fördern. Die wichtigste Regel ist: Handeln Sie frühzeitig.

Wurzelschösslinge identifizieren und entfernen

Die Triebe, die Sie am Boden entfernen möchten, sind in der Regel diejenigen, die direkt aus dem Wurzelbereich oder knapp über dem Wurzelansatz am Stamm austreiben. Diese sind oft dünner und wachsen in eine andere Richtung als die Hauptäste. Sie entziehen der Hauptpflanze wertvolle Nährstoffe und Wasser, ohne wesentlich zur Fruchtbildung beizutragen. Bei Bäumen, die auf einer eigenen Wurzel wachsen, sind dies einfach unerwünschte Verzweigungen. Bei Veredelungen handelt es sich um Triebe der Unterlage, die keinesfalls gefördert werden dürfen, da sie andere Fruchteigenschaften hätten.

Die Entfernung sollte möglichst nah an der Wurzel oder am Stamm erfolgen. Verwenden Sie ein scharfes, sauberes Messer oder eine Gartenschere. Schneiden Sie den Trieb glatt ab. Vermeiden Sie es, den Trieb abzureißen oder abzubrechen, da dies zu größeren Wunden führt, die Eintrittspforten für Krankheiten sein können und zu noch mehr unerwünschtem Neuaustrieb anregen.

Wann und wie man Triebe schneidet

Der beste Zeitpunkt, um Wurzeltriebe zu entfernen, ist während der Vegetationsperiode, wenn sie noch jung und weich sind. Sie lassen sich dann leichter abschneiden und die Pflanze kann die Wunde schneller schließen. Mehrfaches Entfernen während der Saison ist oft notwendig, besonders bei wuchsfreudigen Sorten. Wenn die Triebe bereits stärker geworden sind und Sie sie zurückschneiden, tun Sie dies idealerweise während der Hauptwachstumsphase, damit die Pflanze ihre Energie nicht in das Wachstum des entfernten Triebs steckt, sondern in die Hauptstruktur.

Ein wichtiger Aspekt ist das feigenbaum schneiden generell. Ein wohlüberlegter Schnitt fördert nicht nur die Fruchtbildung, sondern kann auch die Notwendigkeit der Entfernung von Wurzeltrieben reduzieren. Vermeiden Sie tiefe Schnitte ins alte Holz, wenn dies nicht unbedingt nötig ist. Konzentrieren Sie sich auf das Auslichten und Formen. Wenn Sie unsicher sind, kann ein Blick auf ein feigenbaum schneiden video oder eine detaillierte Anleitung hilfreich sein, um die richtigen Techniken zu erlernen.

Vermeiden von Stressfaktoren

Um die Bildung von Wurzeltrieben zu minimieren, sollten Sie die oben genannten Stressfaktoren so gut wie möglich vermeiden. Stellen Sie sicher, dass Ihr Feigenbaum gut geschützt überwintert, besonders in Regionen mit strengen Wintern. Achten Sie beim Umpflanzen auf eine schonende Behandlung der Wurzeln. Schützen Sie den Stammbereich vor mechanischen Beschädigungen, beispielsweise durch einen leichten Holzzaun oder Mulch. Ein stabiler Standort mit optimalen Licht- und Bodenbedingungen reduziert ebenfalls den Stress für die Pflanze.

Das richtige feigenbaum düngen spielt ebenfalls eine Rolle. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung sorgt für eine gesunde Pflanze, die weniger anfällig für Stressreaktionen ist. Übermäßige Düngung, insbesondere mit Stickstoff, kann jedoch auch zu unkontrolliertem Wachstum führen. Eine leichte Düngung im Frühjahr und Sommer ist in der Regel ausreichend.

Die konsequente Anwendung dieser Pflegemaßnahmen hilft Ihnen, die Anzahl der unerwünschten Triebe am Boden zu reduzieren und einen kräftigen, gut geformten Feigenbaum zu erhalten.

Feigenbaum pflanzen und die Wurzeln schützen

Der richtige Zeitpunkt und die Vorgehensweise beim feigenbaum pflanzen legen den Grundstein für seine zukünftige Entwicklung und können die Tendenz zur Bildung von Wurzeltrieben beeinflussen. Ein guter Start bedeutet oft weniger Probleme später.

Wahl des richtigen Standorts und Pflanzzeitpunkts

Feigenbäume bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Standort. Wählen Sie einen Platz, der genügend Raum für das zukünftige Wachstum bietet. Der Frühling ist die ideale Pflanzzeit, da die Pflanze so genügend Zeit hat, sich vor dem Winter gut anzuwurzeln. Vermeiden Sie Standorte, an denen sich Staunässe bilden kann, da dies die Wurzeln schädigen und zu Krankheiten führen kann.

Schonende Behandlung der Wurzeln beim Pflanzen

Beim Einpflanzen ist es essenziell, die Wurzeln so wenig wie möglich zu stören. Wenn Sie einen Feigenbaum im Topf kaufen, nehmen Sie ihn vorsichtig aus dem Behälter. Sollte der Topfballen stark durchwurzelt sein, lockern Sie ihn nur sehr sanft an den Rändern auf. Drücken Sie den Baum nicht zu tief in die Erde; der Wurzelansatz sollte auf Höhe der umgebenden Erdoberfläche liegen. Nach dem Pflanzen gründlich wässern, um Bodenschluss herzustellen.

Bedeutung des Wurzelhalses und Bodennähe

Der Bereich, an dem der Stamm in die Wurzeln übergeht, wird als Wurzelhals bezeichnet. Dieser Bereich ist besonders anfällig für Krankheiten, wenn er ständig feucht gehalten wird oder unter der Erde liegt. Bei Feigenbäumen ist es wichtig, dass der Wurzelhals gut belüftet ist. Wenn Sie beim feigenbaum pflanzen oder auch später im Garten den Wurzelbereich mit zu viel Erde bedecken oder zu tief mulchen, kann dies die Bildung von Wurzeltrieben fördern und die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen. Ein leichter Hügel oder das Freihalten des direkten Stammsockels kann hier Abhilfe schaffen.

Tipps für Feigenbäume im Kübel

Feigenbäume im Kübel benötigen besondere Aufmerksamkeit. Hier sind Wurzeltriebe oft ein klares Zeichen dafür, dass die Pflanze zu groß für ihren Topf wird und bald feigenbaum umpflanzen notwendig ist. Wenn Sie einen Feigenbaum im Kübel umtopfen, achten Sie darauf, nicht zu viel alte Erde zu entfernen, um die Wurzeln nicht zu stark zu beschädigen. Wählen Sie einen Topf, der nur geringfügig größer ist als der vorherige. Das feigenbaum im kübel schneiden bezieht sich hauptsächlich auf den oberirdischen Teil, aber auch hier kann ein zu starker Rückschnitt Wurzeltriebe stimulieren.

Eine sorgfältige Pflanzung und die Beachtung des Wurzelbereichs sind wesentliche Schritte, um die Anlage für die Bildung von unerwünschten Trieben am Boden zu minimieren und einen gesunden Wuchs zu fördern.

Der richtige Schnitt für gesunde Feigenbäume

Das Thema feigenbaum schneiden ist eng mit der Entstehung von Trieben am Boden verknüpft. Ein gezielter und wohlüberlegter Schnitt fördert nicht nur die Fruchtbildung und die allgemeine Vitalität, sondern kann auch die unerwünschte Schösslingsbildung an der Basis reduzieren.

Grundlagen des Feigenbaumschnitts

Feigenbäume fruchten am Holz des Vorjahres. Das bedeutet, dass die Früchte an jungen Trieben des laufenden Jahres wachsen, die aus dem Holz des Vorjahres hervorgehen. Der Schnitt zielt darauf ab, diese fruchttragenden Triebe zu fördern und gleichzeitig eine gute Belüftung und Lichtzufuhr zu gewährleisten. Ein zu dichter Wuchs führt zu kleineren Früchten und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten. Das feigenbaum schneiden fehler vermeiden ist daher ein wichtiges Lernziel für jeden Gärtner.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden?

Der Hauptschnitt erfolgt in der Regel im späten Winter oder im zeitigen Frühjahr, bevor der neue Austrieb beginnt. In dieser Ruhephase kann die Pflanze die Schnittwunden am besten verkraften. Ein leichter Auslichtungsschnitt kann auch im Sommer erfolgen, um die Fruchtbildung zu fördern und die Krone aufzulockern. Vermeiden Sie radikale Schnitte im Herbst, da dies die Frosthärte der Pflanze beeinträchtigen und zu unerwünschtem Austrieb führen kann, der über den Winter nicht überlebt.

Umgang mit Wurzeltrieben beim Schnitt

Wenn beim feigenbaum schneiden Triebe aus dem Wurzelbereich oder vom unteren Stamm entfernt werden müssen, sollten Sie dies separat vom Formschnitt tun. Diese Wurzeltriebe werden idealerweise direkt an ihrer Basis abgeschnitten. Achten Sie darauf, dass Sie beim Entfernen dieser Schösslinge nicht versehentlich die Hauptwurzeln beschädigen. Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, diese Triebe glatt abzuschneiden, um weitere Anregungen für neues Wachstum zu vermeiden. Bei veredelten Bäumen ist das Entfernen dieser Triebe absolut essenziell, um sicherzustellen, dass die Pflanze die gewünschte Sorte behält und nicht die Eigenschaften der Unterlage annimmt.

Das feigenbaum schneiden erfordert Übung. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie vorgehen sollen, ist die Konsultation eines feigenbaum schneiden video eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Praxis zu verstehen. Visuelle Anleitungen können helfen, die richtige Technik für das Auslichten, Formen und Entfernen unerwünschter Triebe zu erlernen.

Der Schnitt bei Feigen im Kübel

Bei Feigenbäumen, die im Kübel gehalten werden, ist der Schnitt oft noch wichtiger, um die Größe zu kontrollieren und die Fruchtbildung zu optimieren. Der Schnitt kann hier auch dazu dienen, die Krone kompakt zu halten und das Überwintern zu erleichtern. Auch hier gilt: Entfernen Sie immer Triebe, die direkt aus dem Topfboden oder dem Stammfuß wachsen, um die Energie auf die Hauptäste zu lenken.

Ein gut durchdachter Schnitt ist eine Investition in die Gesundheit und Ertragsfähigkeit Ihres Feigenbaums und hilft maßgeblich dabei, das Problem von Trieben am Boden in den Griff zu bekommen.

Feigenbaum überwintern und Triebe im Frühling

Die Überwinterung spielt eine Schlüsselrolle für die Gesundheit Ihres Feigenbaums und kann direkte Auswirkungen darauf haben, wie viele Triebe im folgenden Frühling am Boden erscheinen. Ein gut geschützter Baum übersteht die kalte Jahreszeit besser und ist weniger anfällig für stressbedingte Reaktionen.

Schutz vor Frostschäden

Feigenbäume sind in kälteren Klimazonen frostempfindlich. Der oberirdische Teil kann bei Temperaturen unter -10 bis -15 Grad Celsius erfrieren, je nach Sorte und Alter der Pflanze. Besonders junge Bäume oder solche in exponierten Lagen benötigen einen umfassenden Winterschutz. Dazu gehört das Einpacken des Stammes mit Vlies oder Jute, das Anhäufeln des Bodens um die Basis und das Abdecken der Krone mit Laub oder Reisig. Bei Kübelpflanzen ist das Überwintern an einem kühlen, aber frostfreien Ort (z. B. Garage, kühles Gewächshaus) die beste Option.

Auswirkungen von Frostschäden auf Triebe am Boden

Wenn der oberirdische Teil des Feigenbaums im Winter erfriert, werden die vorhandenen Äste und Zweige braun und sterben ab. Der Baum versucht dann, sich zu regenerieren, indem er aus den untersten Knospen oder sogar aus dem Wurzelstock neue Triebe bildet. Diese als Wurzeltriebe oder Schösslinge bezeichneten neuen Triebe sind Ihre neuen Hauptäste. Dies erklärt, warum nach einem harten Winter oft eine Fülle von Trieben aus dem unteren Bereich zu sehen ist. Der Baum investiert seine gesamte Energie in den Neuanfang.

Ist dies der Fall, müssen Sie die nicht erfrorenen Wurzeltriebe auswählen und die schwächeren entfernen. Wählen Sie einen oder zwei der kräftigsten und am besten positionierten Triebe aus, die sich zu einem neuen Hauptstamm oder zu neuen Leitästen entwickeln können, und schneiden Sie diese auf die gewünschte Länge. Alle anderen dünnen, schwachen oder ungünstig wachsenden Triebe, die am Boden erscheinen, sollten Sie bodennah abschneiden.

Frühlingspflege nach der Überwinterung

Sobald die Gefahr von Nachtfrösten vorüber ist, kann der Winterschutz entfernt und die Pflanze wieder ins Freie gestellt werden (falls im Kübel). Im Frühjahr beginnt der Feigenbaum kräftig auszutreiben. Dies ist die Zeit, in der Sie genau auf die Bildung von Trieben am Boden achten sollten. Entfernen Sie alle unerwünschten Schösslinge, die nicht Teil Ihrer gewünschten Kronenstruktur werden sollen.

Eine sanfte Düngung im Frühjahr nach dem Austrieb hilft dem Baum, sich von der Winterruhe zu erholen und neues Wachstum zu fördern. Eine Überdüngung sollte vermieden werden, da dies ebenfalls zu üppigem, aber weniger robustem Wachstum führen kann.

Das feigenbaum überwintern korrekt durchzuführen, ist essentiell, um einen gesunden Start ins neue Wachstumsjahr zu ermöglichen. Gute Überwinterung bedeutet weniger Stress und damit potenziell weniger unerwünschte Wurzeltriebe im Frühling.

Feigenbaum düngen: Nährstoffe für Vitalität

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist entscheidend für die Gesundheit und das Wachstum Ihres Feigenbaums. Richtiges feigenbaum düngen kann helfen, die Pflanze widerstandsfähiger zu machen und die Bildung von unerwünschten Trieben am Boden zu regulieren.

Die richtigen Nährstoffe für den Feigenbaum

Feigenbäume sind Starkzehrer, benötigen aber keine übermäßige Düngung. Ein Übermaß an Stickstoff kann zu üppigem, aber schwachem Wachstum führen, das anfälliger für Krankheiten und Schädlinge ist und die Fruchtbildung beeinträchtigen kann. Eine ausgewogene Mischung aus Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) ist ideal. Kalium ist besonders wichtig für die Fruchtbildung und die allgemeine Widerstandsfähigkeit.

Wann und wie düngen?

Der beste Zeitpunkt für die Düngung ist im Frühjahr, wenn der Austrieb beginnt. Eine zweite Düngung kann im frühen Sommer erfolgen, um die Fruchtentwicklung zu unterstützen. Verwenden Sie am besten einen Langzeitdünger für Obstgehölze oder einen organischen Dünger. Bei Kübelpflanzen ist eine regelmäßige, aber nicht zu starke Düngung während der gesamten Wachstumsperiode wichtig, da Nährstoffe im begrenzten Erdvolumen schneller aufgebraucht sind. Achten Sie auf die Dosierungsanleitung des Herstellers.

Organische Düngemittel und ihre Vorteile

Viele Gärtner schwören auf organische Dünger. Kompost, gut verrotteter Mist oder auch das Einbringen von Pflanzenresten sind hervorragende Möglichkeiten, den Boden mit Nährstoffen anzureichern und die Bodenstruktur zu verbessern. Speziell das feigenbaum düngen mit kaffeesatz ist eine beliebte Methode, da Kaffeesatz Stickstoff, Kalium und Phosphor enthält und den Boden leicht ansäuert, was Feigenbäumen zugutekommt. Streuen Sie getrockneten Kaffeesatz um den Stamm herum, aber vermeiden Sie direkten Kontakt mit der Rinde.

Organische Düngung fördert ein langsames, gleichmäßiges Wachstum und stärkt die natürliche Widerstandsfähigkeit der Pflanze. Dies kann dazu beitragen, dass die Pflanze weniger auf Stressfaktoren wie zu starke Schnitte oder Frostschäden reagiert, indem sie übermäßige Wurzeltriebe bildet.

Was tun bei Überdüngung?

Eine Überdüngung, insbesondere mit Stickstoff, kann die Pflanze schwächen und die Bildung von vielen, aber oft dünnen und schwachen Trieben fördern. Wenn Sie vermuten, dass Sie zu viel gedüngt haben, gießen Sie die Erde gründlich mit reinem Wasser, um überschüssige Salze auszuschwemmen. Überprüfen Sie die weiteren Pflegebedingungen, um sicherzustellen, dass die Pflanze nicht durch andere Faktoren gestresst wird.

Eine angepasste und bedarfsgerechte Düngung ist ein wichtiger Baustein für einen gesunden Feigenbaum, der weniger anfällig für unerwünschte Auswüchse am Boden ist.

Feigenbaum vermehren und die Rolle der Triebe

Die Vermehrung eines Feigenbaums ist ein faszinierendes Thema, das direkt mit der Natur der Triebe zusammenhängt. Ein tiefes Verständnis dafür, wie Feigenbäume wachsen und sich vermehren, hilft auch im Umgang mit unerwünschten Trieben am Boden.

Stecklinge als gängige Vermehrungsmethode

Die häufigste und erfolgreichste Methode zur feigenbaum vermehren ist die Stecklingsvermehrung. Hierbei werden gesunde, verholzte Triebe des Vorjahres im späten Winter oder frühen Frühjahr geschnitten. Diese Stecklinge sollten mindestens Bleistiftdicke haben und etwa 15-30 cm lang sein. Sie werden dann in lockere, gut durchlässige Erde gesteckt und an einem warmen, hellen Ort bewurzelt. Geduld ist hierbei gefragt, da die Wurzelbildung einige Wochen dauern kann.

Die Rolle der Wurzeltriebe bei der Vermehrung

Die Triebe, die am Boden eines Feigenbaums wachsen, können prinzipiell ebenfalls zur Vermehrung genutzt werden, sofern es sich nicht um Triebe der Unterlage bei einer veredelten Pflanze handelt. Wenn Ihr Feigenbaum auf eigener Wurzel wächst, sind diese jungen Schösslinge ideale Kandidaten für Stecklinge. Sie sind oft kräftig und schnellwüchsig. Achten Sie darauf, dass Sie die Triebe sauber und mit einem scharfen Messer abschneiden.

Wenn Sie einen Feigenbaum vermehren möchten, sind solche jungen, gesunden Wurzeltriebe eine ausgezeichnete Ressource. Sie können als Stecklinge verwendet oder sogar durch Absenker vermehrt werden, indem man einen bodennahen Trieb leicht anritzt und unter Erde fixiert, bis er eigene Wurzeln gebildet hat.

Was tun, wenn der Trieb von der Unterlage stammt?

Bei veredelten Feigenbäumen ist es kritisch zu erkennen, ob ein Trieb von der Edelreis-Sorte oder von der Unterlage stammt. Die Unterlage ist oft ein anderer, robusterer Feigenbaum, der für bestimmte Bodengegebenheiten oder Kältebeständigkeit gezüchtet wurde. Triebe, die direkt unterhalb der Veredelungsstelle oder aus dem Wurzelbereich kommen und nicht zur gewünschten Sorte gehören, müssen unbedingt entfernt werden. Diese Triebe würden die Eigenschaften der Unterlage hervorbringen und die Fruchtqualität der edlen Sorte verändern oder ganz verdrängen. Sie können auch das Wachstum des Edelreises schwächen.

Pflege der vermehrt gezogenen Pflanzen

Nachdem Sie Stecklinge oder Absenker erfolgreich bewurzelt haben, benötigen diese Jungpflanzen besondere Pflege. Sie sollten in gut durchlässige Erde gepflanzt und an einem hellen, aber vor direkter Mittagssonne geschützten Ort aufgestellt werden. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Mit der Zeit entwickeln sich diese jungen Pflanzen zu vollwertigen Bäumen, die dann ebenfalls die typische Pflege benötigen, einschließlich des saisonalen Schnitts und gegebenenfalls des Entfernens von Wurzeltrieben.

Das Verständnis der Vermehrungsmethoden und der Natur von Feigenbaumtrieben gibt Ihnen die Werkzeuge an die Hand, um Ihren Garten mit diesen wunderbaren Pflanzen zu bereichern.