Warum einen Garten ohne Rasen gestalten?
Stellen Sie sich einen Garten vor, der nicht nur schön aussieht, sondern Ihnen auch deutlich weniger Arbeit macht. Der Wunsch, einen garten ohne rasen gestalten zu wollen, entspringt oft der Erkenntnis, dass ein traditioneller Rasen viel Pflege erfordert: regelmäßiges Mähen, Bewässern, Düngen und Unkrautjäten können zeitraubend sein. Gerade wenn Sie viel Wert auf eine pflegeleichte oder thematisch einzigartige Gartengestaltung legen, sind Alternativen zum Rasen eine hervorragende Wahl. Sie bieten nicht nur optische Abwechslung, sondern können auch ökologisch wertvoller sein und den Bedürfnissen bestimmter Gartentypen besser entsprechen. Viele entscheiden sich für einen Garten ohne Rasen, um mehr Zeit zum Genießen und weniger Zeit mit der Instandhaltung zu verbringen.
Die Entscheidung für eine Rasen-Alternative ist oft ein bewusster Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Biodiversität im eigenen Grün. Anstelle des oft Monokultur-artigen Rasens können Sie Lebensräume für Insekten schaffen, den Wasserverbrauch reduzieren und eine größere Vielfalt an Pflanzenarten integrieren. Ein gut geplanter Garten ohne Rasen kann dennoch einladend, begehbar und visuell ansprechend sein. Die Vielfalt an Materialien und Pflanzen ist schier grenzenlos. Von ruhigen Kiesgärten über farbenfrohe Staudenbeete bis hin zu nützlichen Kräutermatten – die Möglichkeiten, Ihren Außenbereich individuell und ansprechend zu gestalten, sind enorm und erlauben es Ihnen, Ihren persönlichen Traumgarten zu verwirklichen, der perfekt zu Ihrem Lebensstil passt.
Ein Garten ohne Rasen muss keineswegs karg oder ungemütlich wirken. Vielmehr eröffnet er Raum für kreative Designs, die den Charakter Ihres Hauses und Ihrer Persönlichkeit unterstreichen. Überlegen Sie, welche Atmosphäre Sie schaffen möchten: Soll es eine Oase der Ruhe sein, ein lebendiger Treffpunkt oder ein naturnaher Rückzugsort? Jede dieser Visionen lässt sich wunderbar ohne eine große Rasenfläche umsetzen. Denken Sie über die traditionelle Vorstellung von Garten hinaus und entdecken Sie die Freiheit, die eine Rasen-freie Gestaltung mit sich bringt.
- Rasenflächen sind oft pflegeintensiv; Alternativen sparen Zeit und Mühe.
- Gärten ohne Rasen können ökologisch wertvoller und artenreicher sein.
- Vielfältige Materialien und Pflanzen bieten Raum für individuelle Gestaltung.
- Eine Rasen-freie Gestaltung ermöglicht eine persönliche und charakterstarke Gartenoase.
Gartenideen ohne Rasen: Vielfalt statt Monokultur
Wenn die Idee eines gartens ohne rasen gestalten im Raum steht, denken viele zuerst an Kies- oder Steingärten. Doch das Spektrum an Rasen-Alternativen ist weit größer und bietet für jeden Geschmack und Zweck etwas Passendes. Anstatt eines monotonen Rasens können Sie auf ein Mosaik aus verschiedenen Belägen, Bepflanzungen und Gestaltungselementen setzen. Dies schafft nicht nur optische Tiefe, sondern auch unterschiedliche Funktionsbereiche.
Kies- und Steingärten: Ruhe und Struktur
Kiesgärten sind eine beliebte Wahl für alle, die einen pflegeleichten und modernen Look suchen. Unterschiedliche Korngrößen, Farben und Formen von Kies oder Splitt lassen sich mit großen Steinen, Findlingen oder Kieswegen kombinieren. Sie eignen sich besonders gut für trockene Standorte und bieten eine hervorragende Basis für robuste, trockenheitsliebende Pflanzen wie Gräser, Sukkulenten oder mediterrane Kräuter. Das Unkrautwachstum wird durch eine gute Unkrautvlies-Unterlage und die richtige Kieswahl minimiert.
Staudenbeete und naturnahe Bepflanzung: Lebendigkeit und Biodiversität
Anstelle eines Rasens können Sie üppige Staudenbeete anlegen, die zu jeder Jahreszeit blühen und Farbe in Ihren Garten bringen. Kombinieren Sie verschiedene Höhen, Blütezeiten und Blattstrukturen, um ein dynamisches Erscheinungsbild zu erzielen. Naturnahe Bepflanzungen mit heimischen Pflanzen fördern die Artenvielfalt und locken Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge an. Ein sorgfältig geplanter Staudenmix kann auch als attraktiver Ersatz für einen grünen Teppich dienen, der zum Flanieren einlädt, vielleicht mit einem schmalen Trittweg aus Trittplatten, der sich durch die Blütenpracht schlängelt.
Pro-Tip: Planen Sie Ihre Staudenbeete so, dass sie das ganze Jahr über interessant sind. Berücksichtigen Sie nicht nur die Blütezeit, sondern auch die Struktur der Pflanzen im Herbst und Winter sowie das Austreiben im Frühling. Das sorgt für ein durchgehend ansprechendes Bild.
Kräuter- und Bodendeckerflächen: Duft und Bodendeckung
Kräutermatten oder Teppiche aus niedrig wachsenden Bodendeckern wie z.B. Thymian oder niedrigem Lungenkraut stellen eine wunderbare Alternative dar. Sie sind nicht nur pflegeleicht und oft trittfest, sondern verströmen auch angenehme Düfte, wenn man über sie streift. Ein Kräuterteppich kann beispielsweise in sonnigen, trockenen Bereichen des Gartens angelegt werden und bietet eine insektenfreundliche Fläche. Diese Flächen können Sie begehbar gestalten, indem Sie gezielt Trittplatten integrieren, die in den Kräuterteppich eingelassen sind und so einen Weg markieren.
Kombinationen für den perfekten Mix
Der reizvollste Garten ohne Rasen entsteht oft durch die geschickte Kombination verschiedener Elemente. Ein Bereich mit Kies für die Sommerblüher, daneben ein üppiges Staudenbeet, durchzogen von Trittplatten, die zu einer gemütlichen Sitzecke führen. Oder ein naturnaher Bereich, der fließend in einen Bereich mit robusten Bodendeckern übergeht. Solche lebendigen Gärten bieten Abwechslung und laden zum Entdecken ein.
Die wirkliche Schönheit eines Gartens liegt in seiner Vielfalt und wie er das Leben um ihn herum unterstützt.
Praktische Überlegungen: Der Weg zum Rasen-freien Garten
Einen garten ohne rasen gestalten bedeutet mehr als nur eine optische Umgestaltung; es erfordert auch praktische Planung. Bevor Sie loslegen, sollten Sie einige wichtige Aspekte berücksichtigen, um sicherzustellen, dass Ihr neues Gartenparadies sowohl schön als auch funktional wird.
Bodenbeschaffenheit und Sonneneinstrahlung
Jede Pflanze und jedes Material hat spezifische Anforderungen an den Boden und das Licht. Analysieren Sie Ihren Garten: Wo ist es sonnig, wo schattig? Wie ist die Bodenbeschaffenheit – sandig, lehmig, sauer, kalkhaltig? Diese Informationen sind entscheidend für die Auswahl der richtigen Pflanzen und Materialien. Eine Fläche, die zuvor Rasen war, hat oft einen gut verdichteten Boden, der für bestimmte Bepflanzungen oder Beläge angepasst werden muss. Für einen Kiesgarten ist eine gute Drainage wichtig, während ein Staudenbeet vielleicht mehr Humus benötigt.
Pflegeaufwand und Zeitbudget
Auch eine Rasen-freie Gestaltung erfordert Pflege. Überlegen Sie, wie viel Zeit und Mühe Sie realistisch investieren möchten. Kiesgärten sind oft sehr pflegeleicht, aber Unkraut kann sich trotzdem ansiedeln. Staudenbeete benötigen regelmäßiges Jäten, Rückschnitt und eventuell Düngung. Bodendecker sind meist sehr robust. Definieren Sie, was „pflegeleicht“ für Sie bedeutet, und wählen Sie entsprechend aus. Ein Garten ohne Rasen ist nicht per se wartungsfrei, aber der Aufwand ist oft besser planbar und anders gelagert als bei einem Rasen.
Begehbarkeit und Nutzung
Wie möchten Sie Ihren Garten nutzen? Soll es Bereiche geben, die Sie häufig betreten, beispielsweise Wege zu einer Terrasse oder zu Beeten? Wenn ja, planen Sie entsprechende Begehbarkeiten ein. Moderne Trittplatten, Wege aus Naturstein, feste Kieswege oder spezielle Trittsteine sind hierfür ideal. Sie bieten Halt und verhindern, dass Pflanzen plattgetreten werden. Überlegen Sie, welche Wege Sie täglich oder regelmäßig nutzen und wie diese aussehen sollen. Bei der Planung von Wegen sollten Sie auch an eine frostsichere Tragschicht denken, damit diese langfristig stabil bleiben.
Pro-Tip: Testen Sie die Begehbarkeit von Kiesflächen im Sommer und nach Regen. Zu feiner Kies kann aufgewühlt werden, während zu grober Kies unangenehm zu begehen ist. Die richtige Körnung und Tiefe sind entscheidend für den Komfort.
Materialauswahl und Stil
Die Wahl der Materialien – Kies, Steine, Holz, Metall, Pflastersteine – bestimmt maßgeblich den Stil Ihres Gartens. Sollen es eher natürliche Materialien für einen ländlichen Look sein oder moderne, klare Formen für ein minimalistisches Ambiente? Achten Sie auf die Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit der Materialien. Kombinieren Sie Materialien bewusst, um interessante Kontraste zu schaffen. Eine durchdachte Materialauswahl trägt wesentlich dazu bei, dass Ihr Garten harmonisch wirkt und Ihren persönlichen Stil widerspiegelt.
Die schönsten Alternativen zum Rasen: Ein Überblick
Wenn Sie Ihren garten ohne rasen gestalten wollen, stehen Ihnen zahlreiche attraktive Alternativen zur Verfügung. Jede hat ihre eigenen Vorzüge und passt zu unterschiedlichen Gartensituationen und Gestaltungsstilen. Hier ist ein detaillierter Blick auf die beliebtesten Optionen, die Ihnen helfen, die perfekte Rasen-Alternative zu finden.
1. Stauden- und Blütenwiesen: Farbenpracht statt Grünfläche
Anstelle eines monotonen Rasens können Sie mit Stauden und Gräsern eine lebendige Blütenwiese gestalten. Diese Beete sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein Paradies für Insekten. Sie erfordern im Vergleich zum Rasen oft weniger Bewässerung und Düngung, benötigen aber einen gut vorbereiteten Boden und regelmäßige Pflege, wie das Entfernen von Unkraut und den jährlichen Rückschnitt im Spätfrühling.
2. Kies- und Splittflächen: Minimalismus und Trockenheit
Kies und Splitt sind ideale Materialien für Gärten, die trockenheitsresistent sein sollen oder einen modernen, minimalistischen Look erhalten sollen. Sie sind extrem pflegeleicht, da Unkraut schwer Fuß fasst, besonders wenn eine hochwertige Unkrautfolie darunter liegt. Große Steine oder Skulpturen können als Akzente gesetzt werden. Für die Gestaltung von Wegen oder Terrassen kann eine feineres Splittbett oder eine Kombination mit Trittplatten aus Naturstein oder Beton sinnvoll sein, um die Begehbarkeit zu verbessern.
3. Kräuter- und Bodendeckerteppiche: Duft und Lebensraum
Niedrig wachsende Kräuter wie Thymian, Salbei oder verschiedene Minze eignen sich hervorragend als trittfeste Bodendecker. Sie verströmen beim Betreten oder bei Wärme herrliche Düfte und ziehen Bienen und andere Insekten an. Auch klassische Bodendecker wie Immergrün oder Dickmännchen können große Flächen schnell begrünen. Diese Flächen sind besonders attraktiv, wenn sie mit einigen wenigen, gut platzierten Trittsteinen versehen sind, die als natürliche Übergänge dienen.
4. Naturnahe Gärten mit Wildstauden: Biodiversität im Fokus
Ein naturnaher Garten setzt auf heimische Wildstauden und Gräser, die optimal an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Dies fördert die Biodiversität und schafft Lebensraum für heimische Tierwelt. Diese Gärten sind oft sehr robust und pflegeleicht, sobald sie etabliert sind. Sie benötigen keine regelmäßige Bewässerung oder intensive Düngung, erfordern aber ein Verständnis für natürliche Wachstumszyklen.
5. Wasserelemente und Steingärten: Oasen der Ruhe
Ein kleiner Teich, ein Bachlauf oder eine Brunnenanlage kann Ihrem Garten eine besondere Atmosphäre verleihen. Kombiniert mit einem sorgfältig angelegten Steingarten mit alpinen Pflanzen, schaffen Sie eine beruhigende und naturnahe Umgebung. Diese Elemente erfordern eine durchdachte Planung hinsichtlich Technik und Wartung, bieten aber einen hohen Erholungswert.
Tabelle: Gegenüberstellung der Rasen-Alternativen
| Alternative | Pflegeaufwand | Optik | Besonderheiten | Beste Eignung |
| Staudenwiesen | Mittel (Jäts, Rückschnitt) | Sehr vielfältig, farbenfroh | Hohe Biodiversität, saisonale Blüte | Naturnahe, lebendige Gärten |
| Kiesflächen | Sehr gering | Modern, ruhig, strukturiert | Trockenheitsresistent, gute Drainage | Gärten mit wenig Bewässerung, moderne Designs |
| Kräuter-/Bodendecker | Gering | Duftend, trittfest, bodendeckend | Insektenfreundlich, aromatisch | Sonnige, trockene Standorte, Wegeinfassungen |
| Wildstauden | Gering (nach Etablierung) | Natürlich, üppig, robust | Heimische Arten, maximale Biodiversität | Naturnahe, naturbelassene Gärten |
| Steingärten mit Wasser | Mittel (Technik, Pflanzenpflege) | Ruhig, kühlend, architektonisch | Erholungswert, feuchtigkeitsliebend (Wasser) / trockenheitsliebend (Steine) | Gärten, die Ruhe und Struktur suchen |
Die Rolle von Wegen und Trittplatten im Rasen-freien Garten
Ein wesentlicher Aspekt beim garten ohne rasen gestalten ist die Integration von Wegen und begehbaren Flächen. Ohne einen durchgehenden Rasen, der als natürliche Bodenbedeckung und Trampelpfad dient, sind klare Strukturen gefragt, die Funktionalität und Ästhetik vereinen. Trittplatten, Kieswege oder Pflastersteine sind hierbei entscheidend, um den Garten zugänglich, sicher und optisch ansprechend zu machen.
Funktionale Wegeführung
Gute Wege sind das Rückgrat jedes Gartens. Sie leiten Besucher sicher von A nach B, verhindern das Zertrampeln empfindlicher Pflanzen und schaffen klare Linien im Design. Überlegen Sie, welche Wege am häufigsten genutzt werden: Der Weg von der Haustür zur Terrasse, der Zugang zum Gartenhaus, die Verbindung zwischen verschiedenen Gartenzonen oder ein Rundweg zur Erkundung. Die Breite der Wege sollte der Nutzung angepasst sein – ein Hauptweg darf breiter sein als ein schmaler Pfad durch ein Beet.
Materialvielfalt für Trittplatten und Wege
Die Auswahl an Materialien für Wege und Trittplatten ist enorm. Natursteine wie Granit, Schiefer oder Sandstein verleihen dem Garten eine edle und beständige Note. Betonwerksteine sind oft preisgünstiger und in vielen Formen und Farben erhältlich. Holz kann für Terrassen oder breitere Wege eine warme, natürliche Atmosphäre schaffen, erfordert aber regelmäßige Pflege. Kies ist eine flexible und kostengünstige Option für größere Flächen, kann aber bei feiner Körnung unangenehm zu begehen sein und verhärtet sich über die Zeit, besonders wenn er gut verdichtet wird.
Pro-Tip: Kombinieren Sie verschiedene Materialien bewusst. Ein Kiesweg kann beispielsweise durch einzelne, großzügig dimensionierte Trittplatten aus Naturstein unterbrochen werden, um visuelle Akzente zu setzen und gleichzeitig den Komfort zu erhöhen.
Trittplatten im Stauden- und Kiesbeet
Gerade in Stauden- oder Kiesbeeten sind Trittplatten unverzichtbar. Sie ermöglichen es Ihnen, die Beete zu betreten, um Unkraut zu jäten, Pflanzen zu beschneiden oder zu pflegen, ohne die empfindlichen Pflanzen zu beschädigen. Trittplatten sollten so dimensioniert und platziert sein, dass sie bequem mit einem Schritt erreicht werden können. Sie können ebenerdig in den Boden eingelassen werden oder leicht aus demselben herausragen, je nach gewünschter Optik und Funktionalität. Bei der Verlegung ist auf eine stabile Unterkonstruktion zu achten, um ein Absinken zu verhindern.
Moderne Gestaltung mit Trittplatten und Rasenkanten
Moderne Gartendesigns setzen oft auf klare Linien und puristische Elemente. Trittplatten aus Beton, Cortenstahl oder großformatigen Natursteinplatten fügen sich nahtlos in ein solches Konzept ein. Sie können auch als Abgrenzung zu anderen Gartenelementen dienen. Kombiniert mit schmalen Rasenkanten (falls noch ein kleiner Rasenbereich existiert) oder Beeteinfassungen aus Metall oder Stein, entsteht ein aufgeräumtes und durchdachtes Gesamtbild. Die Wahl der richtigen Trittplatten kann also einen erheblichen Einfluss auf den Stil und die Funktionalität Ihres Gartens haben.
Die Wahl der richtigen Pflanzen für Ihren Rasen-freien Garten
Wenn Sie einen garten ohne rasen gestalten, spielt die Auswahl der Pflanzen eine zentrale Rolle. Sie sind es, die Ihrem Garten Farbe, Struktur und Leben verleihen. Da Sie auf Rasen verzichten, gewinnen andere Pflanzengruppen an Bedeutung. Die richtige Auswahl sorgt für ein harmonisches Gesamtbild und eine pflegeleichte Umgebung, die Ihren Bedürfnissen entspricht.
Standortgerechte Auswahl ist entscheidend
Wie bei jedem Gartenprojekt ist die Standortanalyse der erste und wichtigste Schritt. Berücksichtigen Sie Lichtverhältnisse (Sonne, Halbschatten, Schatten), Bodenbeschaffenheit (sandig, lehmig, sauer, alkalisch) und Feuchtigkeitsgrad. Eine Pflanze, die an ihrem Standort optimal gedeiht, benötigt weniger Pflege und ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Für trockene, sonnige Standorte eignen sich beispielsweise mediterrane Kräuter, Gräser und viele Sukkulenten, während im Schatten eher Farne, Funkien (Hosta) und schattenliebende Stauden glänzen.
Stauden und Gräser: Die Säulen der Gestaltung
Stauden und Gräser sind die Arbeitspferde eines jeden rasenfreien Gartens. Sie bieten eine enorme Vielfalt an Formen, Farben und Texturen. Wählen Sie Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten, um das ganze Jahr über visuelles Interesse zu gewährleisten. Denkbar sind beispielsweise:
- Frühblüher wie Christrosen oder Schneeglöckchen
- Sommerblüher wie Sonnenhut, Phlox oder Storchschnabel
- Herbstblüher wie Astern, Fetthenne oder Gräser, die auch im Winter Struktur bieten
Ziergräser wie Federgras, Chinaschilf oder Blauschwingel bringen Bewegung und Leichtigkeit in die Beete und harmonieren wunderbar mit vielen Stauden. Sie sind oft sehr pflegeleicht und trockenheitsresistent.
Bodendecker: Flächendeckende Schönheit
Bodendecker sind essenziell, um offene Flächen zu schließen und Unkrautwuchs zu unterdrücken. Neben den bereits erwähnten Kräutern gibt es viele weitere Optionen:
- Immergrüne Bodendecker wie Efeu, Dickmännchen (Pachysandra) oder Immergrün (Vinca) sorgen für ganzjährige Bedeckung.
- Blühende Bodendecker wie Storchschnabel-Arten (Geranium), Golderdbeere (Waldsteinia) oder Zwergmispeln (Cotoneaster) bringen Farbe in den Garten.
Achten Sie bei der Auswahl auf die Wuchshöhe und -breite, um eine Überwucherung oder Lückenbildung zu vermeiden.
Aromapflanzen und Nutzpflanzen: Sinne und Nutzen
Integrieren Sie Pflanzen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch duften oder einen Nutzen haben. Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Minze oder Zitronenmelisse sind pflegeleicht, duftintensiv und ziehen Insekten an. Auch Beerensträucher oder kleinwüchsige Obstgehölze können in einem rasenfreien Garten wunderbar integriert werden und bieten neben der Optik auch essbare Früchte.
Der Einsatz von Moos und Wildkräutern
Einige Gärtner integrieren bewusst Moosflächen oder gezielt bestimmte Wildkräuter. Moos bevorzugt schattige, feuchte Standorte und kann auf Steinen oder zwischen Trittplatten eine charmante, alte Gartenatmosphäre schaffen. Manche Wildkräuter, wie beispielsweise Löwenzahn (in Maßen!), sind ökologisch wertvoll und können, wenn sie kontrolliert wachsen, Teil eines naturnahen Gartens sein. Dies erfordert jedoch eine sorgfältige Abwägung zwischen gewünschter Optik und natürlicher Ausbreitung.
Die Wahl der richtigen Pflanzen ist der Schlüssel zu einem lebendigen, pflegeleichten und ästhetisch ansprechenden Garten ohne Rasen.
Wartung und Pflege eines Gartens ohne Rasen
Nachdem Sie Ihren garten ohne rasen gestalten und die neuen Strukturen und Bepflanzungen angelegt haben, steht die regelmäßige Pflege an. Zwar ist das Ziel oft eine Reduzierung des Aufwands im Vergleich zum Rasen, doch ein Garten benötigt immer Aufmerksamkeit, um schön und gesund zu bleiben. Die Art der Pflege hängt stark von den gewählten Materialien und Pflanzen ab.
Pflege von Kies- und Steinflächen
Kiesflächen sind relativ pflegeleicht. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Entfernen von aufkommendem Unkraut. Dies geschieht am besten manuell, solange die Pflanzen noch klein sind. Falls eine Unkrautvlies-Unterlage verwendet wurde, reduziert sich dieser Aufwand erheblich. Gelegentlich kann es notwendig sein, den Kies aufzulockern oder aufzufüllen, besonders auf stark frequentierten Wegen. Verblühte oder abgestorbene Pflanzen auf Kiesflächen sollten regelmäßig entfernt werden, um das Gesamtbild sauber zu halten.
Pflege von Staudenbeeten und Gräsern
Staudenbeete erfordern mehr Pflege als Kiesflächen. Das regelmäßige Jäten von Unkraut ist hier unerlässlich, da dieses mit den gewünschten Pflanzen um Wasser und Nährstoffe konkurriert. Der jährliche Rückschnitt abgestorbener Pflanzenteile im Frühjahr ist wichtig, damit neue Triebe Platz haben und Nährstoffe besser aufgenommen werden können. Verblühte Stauden können zurückgeschnitten werden, um eine Nachblüte zu fördern. Gräser werden meist im zeitigen Frühjahr bodennah zurückgeschnitten, bevor der Neuaustrieb beginnt.
Pflege von Kräuter- und Bodendeckerflächen
Kräutermatten benötigen oft nur wenig Pflege. Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Ausbildung neuer Blüten fördern und die Pflanzen kompakt halten. Bei Bodendeckern ist es wichtig, das Wachstum im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu kürzen, um eine unerwünschte Ausbreitung oder das Überwuchern anderer Pflanzen zu verhindern. Bei Neuanpflanzungen ist das erste Jahr entscheidend, um die Bodendecker gut etablieren zu lassen.
Pro-Tip: Mulchen Sie offene Bodenflächen oder Bereiche um empfindliche Pflanzen mit einer organischen Mulchschicht (z.B. Rindenmulch, Kompost). Dies unterdrückt Unkraut, speichert Feuchtigkeit und verbessert langfristig die Bodenqualität.
Pflege von Wegen, Trittplatten und Einfassungen
Wege und Trittplatten müssen sauber gehalten werden. Moose oder Algen können auf Steinflächen rutschig werden und sollten regelmäßig entfernt werden. Die Fugen zwischen Trittplatten oder Pflastersteinen können mit der Zeit verwittern oder sich mit Erde füllen, in der Unkraut wachsen kann. Diese Fugen sollten bei Bedarf erneuert oder gesäubert werden. Einfassungen aus Metall oder Stein sollten auf Stabilität geprüft und gegebenenfalls repariert werden.
Bewässerung im Garten ohne Rasen
Auch ein Garten ohne Rasen benötigt Bewässerung, auch wenn der Bedarf je nach Pflanzenauswahl und Material variiert. Trockenheitsliebende Pflanzen in Kiesbeeten kommen oft gut ohne zusätzliche Bewässerung aus, sobald sie etabliert sind. Stauden und junge Pflanzen benötigen in Trockenperioden jedoch regelmäßiges Gießen. Überlegen Sie, ob eine automatische Bewässerungsanlage sinnvoll ist oder ob Sie manuell gießen möchten. Eine bedarfsgerechte Bewässerung spart Wasser und erhält die Gesundheit Ihrer Pflanzen.
