Das gemähte Rasenmaterial: Was bedeutet „liegen lassen“?

Wenn von „gemähten Rasen liegen lassen“ die Rede ist, bezieht sich dies meist auf das Schnittgut, das nach dem Rasenmähen auf der Rasenfläche verbleibt. Diese Praxis, oft als Mulchen bezeichnet, hat verschiedene Auswirkungen auf den Rasen und die Umwelt. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen das Liegenlassen unerwünschte Folgen haben kann. Die Frage, ob und unter welchen Umständen dies erlaubt und ratsam ist, beschäftigt viele Gartenbesitzer.

Die Entscheidung, das Schnittgut auf dem Rasen zu belassen, ist nicht immer eine rein ästhetische. Sie kann auch ökologische und ökonomische Gründe haben. Wenn das Schnittgut fein genug zerkleinert wird, kann es als natürlicher Dünger dienen und die Bodenfeuchtigkeit bewahren. Allerdings kann zu viel Schnittgut den Rasen ersticken und die Entwicklung von Krankheiten fördern. Die richtige Methode und das richtige Maß sind hier entscheidend, um die Vorteile zu nutzen und Nachteile zu vermeiden.

Es ist wichtig, zwischen dem bewussten Mulchen und dem unbeabsichtigten Liegenlassen von größeren Schnittgutansammlungen zu unterscheiden. Während Mulchen, bei dem das Schnittgut durch den Mäher fein zerhäckselt wird, oft positive Effekte hat, können größere Mengen liegen gelassenes Gras wie ein Teppich wirken, der Licht und Luft blockiert.

Die rechtlichen Aspekte rund um das Liegenlassen von Schnittgut sind nicht immer eindeutig und können von lokalen Vorschriften abhängen. Generell steht die Gartengestaltung im Ermessen des Einzelnen, solange keine Nachbarn oder die öffentliche Ordnung gestört werden. Das Thema „gemähten Rasen liegen lassen“ berührt somit sowohl praktische Gartenpflege als auch potenzielle Nachbarschaftsfragen.

Die Kernfrage dreht sich darum, wie man das Schnittgut am besten handhabt, um einen gesunden Rasen zu erhalten und gleichzeitig mögliche Probleme zu vermeiden.

Die Vorteile des Mulchens: Rasenschnitt als wertvoller Dünger

Das bewusste Liegenlassen von fein zerhäckseltem Rasenschnitt, auch Mulchen genannt, bietet zahlreiche Vorteile für Ihren Rasen und die Umwelt. Wenn der Rasenmäher über eine Mulchfunktion verfügt, wird das Schnittgut in kleinste Partikel zerteilt. Diese feinen Grasteilchen fallen zwischen die Grashalme und zersetzen sich innerhalb kurzer Zeit.

Während dieses Zersetzungsprozesses werden wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff und Kalium freigesetzt. Diese Nährstoffe stehen dem Rasen unmittelbar zur Verfügung und wirken wie ein natürlicher Dünger. Das bedeutet, Sie können die Notwendigkeit einer zusätzlichen Düngung reduzieren, was sowohl Kosten spart als auch die Umwelt schont. Studien zeigen, dass gut durchgeführtes Mulchen den Rasen mit einem erheblichen Teil seines Nährstoffbedarfs versorgen kann.

Neben der Düngung hat Mulchen weitere positive Effekte. Die zersetzenden Grasteilchen bilden eine dünne Schicht auf dem Boden. Diese Schicht hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten, was besonders in trockenen Perioden von Vorteil ist und die Bewässerungsintervalle verlängern kann. Gleichzeitig unterdrückt die Mulchschicht das Wachstum von Unkraut, indem sie Keimlingen das Licht entzieht.

Ein weiterer Aspekt ist die Bodenverbesserung. Die organische Substanz aus dem Schnittgut fördert das Bodenleben, indem sie Mikroorganismen und Regenwürmern Nahrung bietet. Dies führt zu einer gesünderen Bodenstruktur, die besser belüftet ist und Wasser besser aufnehmen kann. Ein lebendiger Boden ist die Grundlage für einen widerstandsfähigen und sattgrünen Rasen.

Voraussetzungen für erfolgreiches Mulchen

Damit das Mulchen seine volle Wirkung entfalten kann und keine Nachteile entstehen, müssen einige Bedingungen erfüllt sein:

  • Regelmäßiges Mähen: Mähen Sie Ihren Rasen häufiger, idealerweise wöchentlich oder sogar zweimal pro Woche während der Hauptwachstumszeit. So stellen Sie sicher, dass immer nur ein kleiner Teil der Grashalme abgeschnitten wird.
  • Gute Schnittgutzerkleinerung: Verwenden Sie einen Mulchmäher oder ein Mähwerk, das das Schnittgut sehr fein zerteilt. Das Schnittgut sollte nicht länger als 1-2 cm sein.
  • Trockener Rasen: Mähen Sie Ihren Rasen am besten, wenn er trocken ist. Nasses Gras verklebt leichter und bildet schwerer zersetzbare Klumpen.
  • Richtige Schnitthöhe: Entfernen Sie nie mehr als ein Drittel der Grashalmlänge auf einmal. Zu tiefes Mähen führt zu viel Schnittgut und schwächt den Rasen.
  • Gesunder Rasen: Ein dichter, gesunder Rasen kann das Mulchmaterial besser aufnehmen. Bei lückigem Rasen ist Vorsicht geboten.

Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, ist das Liegenlassen von gemähtem Rasen eine ressourcenschonende und ökologisch sinnvolle Methode zur Rasenpflege, die Ihren Rasen vital hält.

Wann ist das Liegenlassen von gemähtem Rasen problematisch?

Obwohl das Mulchen von Rasenschnitt viele Vorteile hat, gibt es Situationen, in denen das Liegenlassen von gemähtem Rasen problematisch wird und sogar schädlich sein kann. Dies geschieht vor allem, wenn das Schnittgut nicht richtig zerkleinert wird oder die Menge zu groß ist.

Wenn größere Mengen von Schnittgut auf dem Rasen liegen bleiben, können diese eine dicke Schicht bilden. Diese Schicht wirkt wie ein dichter Teppich, der das Licht blockiert. Die darunterliegenden Grashalme erhalten nicht mehr genug Sonnenlicht, was zu einem Ausbleichen und schließlich zum Absterben führen kann. Gleichzeitig wird die Luftzirkulation unter der Schicht behindert, was das Risiko für Pilzkrankheiten und Fäulnis erhöht.

Besonders problematisch ist dies, wenn der Rasen feucht ist oder die Witterung über längere Zeit nass bleibt. Unter diesen Bedingungen verrottet das Schnittgut langsamer und kann einen idealen Nährboden für unerwünschte Pilze und Bakterien bilden. Es kann zu einer sogenannten Rasenfilzbildung kommen, bei der abgestorbene Grasteile und Schnittgut eine dichte, unporöse Schicht bilden, die den Rasen erstickt.

Symptome für Probleme durch zu viel Schnittgut

Achten Sie auf folgende Anzeichen, die darauf hindeuten, dass das Liegenlassen des Schnittguts Probleme verursacht:

  • Gelbe oder braune Flecken: Diese entstehen, wo das Schnittgut den Rasen bedeckt und ihm Licht und Luft nimmt.
  • Ungeruchsbildung: Ein modriger oder fauliger Geruch kann auf beginnende Fäulnisprozesse hinweisen.
  • Sichtbarer Rasenfilz: Eine dicke, zähe Schicht aus totem organischem Material, die sich zwischen den Gräsern sammelt.
  • Erhöhte Krankheitsanfälligkeit: Der Rasen wird anfälliger für Pilzbefall wie Rasenrost oder Grauschimmel.

Wenn Sie solche Symptome bemerken, ist es ratsam, das Schnittgut umgehend zu entfernen. Dies kann mit einem Rechen geschehen oder durch einen anschließenden Mähvorgang, bei dem das Schnittgut eingesammelt wird. In vielen Fällen ist das Mähen und anschließende Entfernen des Schnittguts die sicherere Wahl, besonders wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Mäher effektiv mulcht.

Ein übermäßiges Liegenlassen von Schnittgut kann den Rasen schädigen und ist daher nicht immer die beste Option.

Gesetzliche Regelungen und Nachbarschaftsrecht

Die Frage, ob man gemähten Rasen liegen lassen darf, berührt nicht nur die Gartenpflege, sondern auch rechtliche Aspekte, insbesondere das Nachbarschaftsrecht und lokale Vorschriften. Grundsätzlich gilt im privaten Bereich ein gewisser Freiraum bei der Gartengestaltung. Jedoch gibt es Grenzen, wenn dadurch Nachbarn oder die öffentliche Ordnung beeinträchtigt werden.

In Deutschland gibt es kein allgemeines Bundesgesetz, das explizit das Liegenlassen von gemähtem Rasenschnitt auf dem eigenen Grundstück verbietet. Die Regelungen können jedoch auf kommunaler Ebene oder durch Satzungen variieren. Insbesondere in Kleingartenanlagen oder Reihenhaussiedlungen können vereinsinterne oder gemeinschaftliche Ordnungen spezifische Vorgaben enthalten. Es ist daher ratsam, sich bei der zuständigen Gemeinde oder dem Verwalter Ihrer Wohnanlage zu erkundigen.

Das Nachbarschaftsrecht spielt eine Rolle, wenn das liegen gelassene Schnittgut zu Beeinträchtigungen für den Nachbarn führt. Dies kann der Fall sein, wenn:

  • Geruchsbelästigung: Das faulende Schnittgut entwickelt starke, unangenehme Gerüche, die auf das Nachbargrundstück ziehen.
  • Schädlingsbefall: Das Schnittgut zieht Ungeziefer an, das sich dann auch auf dem Nachbargrundstück ausbreitet.
  • Verunreinigung: Schnittgut wird durch Wind oder Regen auf das Nachbargrundstück geweht und verschmutzt dieses.
  • Ästhetische Beeinträchtigung: Obwohl subjektiv, kann eine extreme Ansammlung von Schnittgut als unordentlich empfunden werden und zu Streitigkeiten führen.

Sollte es zu einer solchen Beeinträchtigung kommen, kann der Nachbar Unterlassungsansprüche geltend machen. Die Gerichte neigen dazu, bei gravierenden und nachweisbaren Störungen zugunsten des beeinträchtigten Nachbarn zu entscheiden. Hierbei wird oft abgewogen, ob die Beeinträchtigung das übliche Maß übersteigt und ob zumutbare Alternativen (wie das Entfernen des Schnittguts) bestehen.

Wann darf man sonntags oder an Feiertagen mähen?

Zusätzlich zum Liegenlassen des Schnittguts stellt sich oft die Frage, wann überhaupt gemäht werden darf. Die allgemeine Ruhezeit ist an Sonn- und Feiertagen einzuhalten. Dies bedeutet in der Regel, dass laute Tätigkeiten wie Rasenmähen zu unterlassen sind. Die genauen Zeiten sind in der örtlichen Lärmschutzverordnung oder der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung geregelt. In vielen Gemeinden ist das Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen ganztägig untersagt. Auch an Werktagen gibt es oft Mittagsruhezeiten, in denen Lärm vermieden werden sollte, beispielsweise von 13:00 bis 15:00 Uhr, besonders in reinen Wohngebieten. Das gilt auch für Geräte wie z.B. einen elektrischen Rasenmäher.

Rechtliche Klarheit und Rücksichtnahme auf Nachbarn sind essenziell, um Probleme beim Umgang mit gemähtem Rasen zu vermeiden.

Praktische Tipps: So handhaben Sie Schnittgut richtig

Die richtige Handhabung von gemähtem Rasenschnitt ist entscheidend, um die Vorteile des Mulchens zu nutzen und gleichzeitig Probleme zu vermeiden. Es geht darum, die richtige Balance zu finden und das Schnittgut so zu verarbeiten, dass es Ihrem Rasen zugutekommt.

Wenn Sie einen Mulchmäher besitzen und diesen regelmäßig nutzen, sollten Sie die oben genannten Voraussetzungen für erfolgreiches Mulchen beachten: häufiges Mähen, trockener Rasen und das Entfernen von maximal einem Drittel der Grashalmlänge. Kontrollieren Sie nach dem Mähen, ob das Schnittgut fein genug zerteilt ist und gut zwischen die Grashalme fällt. Wenn Sie größere Mengen oder nasses Schnittgut sehen, sollten Sie es lieber entfernen.

Entsorgung oder Weiterverwendung von Schnittgut

Wenn das Mulchen nicht möglich ist oder das Schnittgut zu üppig anfällt, gibt es mehrere Optionen für dessen Entsorgung oder Weiterverwendung:

  • Kompostierung: Rasenschnitt ist ein wertvoller Rohstoff für den Komposthaufen. Mischen Sie ihn mit anderen organischen Materialien wie Laub oder Gartenabfällen, um eine gute Rotte zu gewährleisten und unangenehme Gerüche zu vermeiden.
  • Grünschnittsammlung: Viele Kommunen bieten spezielle Grünschnittcontainer oder Abgabestellen an, wo Sie Ihren Rasenschnitt kostenlos oder gegen geringe Gebühr entsorgen können.
  • Sammeln und als Mulchschicht nutzen: Sie können das Schnittgut auch sammeln und als Mulchschicht um Sträucher, Bäume oder in Gemüsebeeten verwenden. Achten Sie darauf, keine zu dicken Schichten aufzutragen, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Brennstoff für Hackschnitzelheizungen: In einigen Regionen wird getrockneter Rasenschnitt auch als Brennstoff für spezielle Heizsysteme verwendet.

Wenn Sie das Schnittgut nicht mulchen möchten, ist das Einsammeln und Entsorgen die gängigste Methode. Verwenden Sie dafür am besten einen Rasenmäher mit Fangkorb. Leeren Sie den Korb regelmäßig, um eine Überfüllung zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Mäher effizient arbeiten kann.

Eine durchdachte Strategie für das Schnittgut schont Ressourcen und fördert einen gesunden Garten.

Nutzen Sie den gesammelten Rasenschnitt als natürliche Mulchschicht im Gemüsebeet, um den Boden feucht zu halten und Unkraut zu unterdrücken.

Wann darf ich meinen Rasen mähen? Zeiten und Regelungen

Die Frage, wann man seinen Rasen mähen darf, ist eng mit dem Thema des Liegenlassens von Schnittgut verbunden, da sie beide auf die allgemeine Ordnung und Rücksichtnahme im Wohnumfeld abzielen. Über die Mittagszeit und an Sonn- und Feiertagen gelten Ruhezeiten, die eingehalten werden müssen.

Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung legt fest, welche Gartengeräte zu welchen Zeiten betrieben werden dürfen. Insbesondere bei Wohngebieten ist die Lärmbelästigung für Nachbarn ein wichtiger Faktor. An Sonn- und Feiertagen ist das Mähen in der Regel ganztägig untersagt. Dies gilt für alle Arten von Rasenmähern, unabhängig davon, ob es sich um einen Benzin-, Elektro- oder Akku-Rasenmäher handelt.

An Werktagen gibt es oft eine Mittagsruhe, die üblicherweise von 13:00 bis 15:00 Uhr dauert. Außerhalb dieser Zeiten und der Nachtruhe (z. B. von 22:00 bis 07:00 Uhr) ist das Rasenmähen meist erlaubt. Es ist jedoch immer ratsam, sich über die genauen Regelungen in Ihrer Gemeinde zu informieren, da es lokale Unterschiede geben kann. Manche Gemeinden haben strengere Regeln, andere tolerieren das Mähen auch in den Mittagsstunden, solange keine konkrete Beschwerde vorliegt.

Kann man nassen Rasen mähen?

Das Mähen von nassem Rasen ist generell nicht empfehlenswert, unabhängig von der Tageszeit oder den Regelungen zum Liegenlassen von Schnittgut. Nasses Gras neigt dazu, zu verklumpen. Dieses feuchte Schnittgut kann sich auf dem Rasen sammeln, schlecht zersetzen und Fäulnis fördern. Zudem kann ein nasser Rasen beim Mähen beschädigt werden, da die Messer den Boden aufreißen und Spuren hinterlassen können. Die Mulchfunktion ist bei nassem Gras oft beeinträchtigt, da es nicht fein genug zerkleinert wird und sich verklumpt. Wenn Sie das Schnittgut liegen lassen möchten, ist trockener Rasen daher deutlich vorteilhafter.

Kann man jetzt schon Rasen mähen?

Die Frage, ob man jetzt schon Rasen mähen kann, bezieht sich oft auf den Beginn der Mähsaison im Frühjahr. Sobald der Rasen beginnt, merklich zu wachsen und eine angemessene Höhe erreicht hat – typischerweise ab April, je nach Witterung und Region – ist das Mähen in der Regel möglich. Wichtig ist dabei, dass der Rasen trocken ist und die Temperaturen nicht mehr frostig sind.

Das Rasen schneiden sollte immer dem Wachstum des Grases angepasst werden. Ein zu frühes oder zu häufiges Mähen kann den Rasen unnötig stressen. Beginnen Sie mit einer höheren Schnitthöhe und reduzieren Sie diese schrittweise, wenn der Rasen kräftiger wird und das Wetter es zulässt.

Die Einhaltung von Ruhezeiten und die Wahl des richtigen Zeitpunkts für das Mähen sind Zeichen von Rücksichtnahme und guter Gartenpflege.

Die Rolle des Schnittguts bei der Rasenpflege

Das gemähte Rasenmaterial spielt eine zentrale Rolle in der Rasenpflege, insbesondere wenn es darum geht, wie damit umzugehen ist. Ob man es liegen lässt oder entfernt, beeinflusst direkt die Gesundheit, das Aussehen und die Widerstandsfähigkeit des Rasens.

Wenn Sie sich entscheiden, den gemähten Rasen liegen zu lassen, und dies durch Mulchen geschieht, agieren Sie im Grunde wie ein natürlicher Düngerlieferant. Das zerkleinerte Gras liefert organische Substanz zurück in den Boden, was die Bodenstruktur verbessert und das Mikroleben fördert. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu einer reinen Entsorgung, bei der diese wertvollen Nährstoffe verloren gehen.

Bei der Entscheidung zwischen „rasen mulchen oder mähen“ und dem Einsammeln des Schnittguts spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: die Art des Mähers, die Intensität des Wachstums, die Wetterbedingungen und die persönliche Präferenz. Ein hochwertiger Mulchmäher kann bei optimalen Bedingungen (trockenes, nicht zu langes Gras) hervorragende Ergebnisse liefern. Bei sehr feuchtem oder üppigem Wachstum kann das Einsammeln jedoch die bessere Wahl sein, um eine Überlastung des Rasens zu vermeiden.

Das Thema „kann man nassen Rasen mähen“ ist hier besonders relevant. Wenn Sie trotzdem nassen Rasen mähen müssen und das Schnittgut nicht mulchen können, ist das Einsammeln unerlässlich. Achten Sie darauf, den Fangkorb oft zu leeren, um ein Verstopfen zu verhindern und das Gewicht des Mähers zu reduzieren.

Pflege bei unterschiedlichen Rasentypen

Die Art und Weise, wie Sie mit dem Schnittgut umgehen, kann auch von der Rasenart abhängen. Ein robuster Gebrauchsrasen verträgt Mulchen oft besser als ein feiner Zierrasen, der empfindlicher auf Staunässe und Nährstoffüberschüsse reagieren kann. Bei einem Zierrasen ist es oft ratsamer, das Schnittgut einzusammeln, um eine makellose Oberfläche zu gewährleisten.

Auch das Thema „darf man am 1. Mai Rasen mähen“ oder generell an Feiertagen, gehört zur Rasenpflege dazu. Auch wenn rechtlich meist klar, ist die Rücksichtnahme auf die Nachbarn ein wichtiger Aspekt. Dies gilt auch für das generelle „darf ich sonntags Rasen mähen“ oder „darf man am sonntag rasen mähen elektro“. Die Entscheidung, das Schnittgut liegen zu lassen, sollte diese Rücksichtnahme nicht beeinträchtigen.

Die bewusste Entscheidung über das Schnittgut ist ein integraler Bestandteil einer umfassenden Rasenpflege.

Häufige Fehler beim Umgang mit gemähtem Rasen

Viele Gartenbesitzer machen beim Umgang mit gemähtem Rasenschnitt Fehler, die sich negativ auf die Rasengesundheit auswirken. Das „gemähten Rasen liegen lassen“ klingt einfach, birgt aber Tücken, wenn man einige Grundregeln nicht beachtet.

Der häufigste Fehler ist das Mulchen von zu nassem oder zu langem Gras. Dies führt zu großen, feuchten Klumpen, die den Rasen ersticken, statt ihn zu düngen. Wenn das Schnittgut nicht fein genug zerkleinert wird, bildet es eine Isolierschicht, die Sauerstoff und Licht am Eindringen hindert. Dies ist ein Grund dafür, dass manche Leute denken, man könne „gemähten Rasen nicht liegen lassen“.

Ein weiterer Fehler ist das Ignorieren von Warnsignalen wie gelben Flecken oder modrigem Geruch. Wenn der Rasen Anzeichen von Stress zeigt, ist es oft schon zu spät für einfaches Mulchen. In solchen Fällen muss das Schnittgut entfernt und der Rasen gegebenenfalls aerifiziert und von Filz befreit werden.

Der richtige Zeitpunkt und die richtige Methode

Viele Gartenbesitzer mähen ihren Rasen nicht oft genug. Wenn das Gras zu hoch wird, muss mehr abgeschnitten werden, was das Risiko von Problemen durch zu viel Schnittgut erhöht. Eine regelmäßige Mahd, idealerweise einmal pro Woche während der Wachstumsperiode, ist entscheidend. Dies ermöglicht effektives Mulchen, da nur ein kleiner Teil der Grashalme entfernt wird.

Auch die Wahl des richtigen Geräts ist wichtig. Nicht jeder Rasenmäher ist ein guter Mulchmäher. Wenn Ihr Gerät das Schnittgut nicht ausreichend zerkleinert, sollten Sie es besser einsammeln und anderweitig verwenden oder entsorgen. Die Frage „kann man jetzt schon Rasen mähen“ ist auch mit der Überlegung verbunden, ob der Rasen schon bereit für effektives Mulchen ist.

Die Verwechslung von Mulchen mit dem einfachen Liegenlassen von großen Schnittgutmengen ist ebenfalls ein Fehler. Echtes Mulchen erfordert einen speziellen Mäher und eine angepasste Technik. Das einfache Liegenlassen von unzureichend zerkleinertem Gras ist selten vorteilhaft.

Achten Sie auf die Zeichen Ihres Rasens und passen Sie Ihre Pflegemaßnahmen entsprechend an, um Fehler zu vermeiden.

Zusammenfassung: Wann und wie Sie gemähten Rasen liegen lassen können

Das Liegenlassen von gemähtem Rasen, insbesondere durch Mulchen, ist eine effektive Methode, um den Rasen zu düngen und die Bodenqualität zu verbessern, sofern es richtig gemacht wird. Der Schlüssel liegt in der Häufigkeit des Mähens, der Qualität der Schnittgutzerkleinerung und den Wetterbedingungen.

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie gemähten Rasen liegen, wenn er fein zerkleinert wird und sich gut zwischen die Grashalme verteilt. Dies ist am besten bei regelmäßigem Mähen (mindestens einmal wöchentlich), mit einem Mulchmäher und wenn der Rasen trocken ist. So liefert das Schnittgut wertvolle Nährstoffe und Feuchtigkeit zurück in den Boden.

Entfernen Sie das Schnittgut immer, wenn:

  • Es nass und klumpig ist.
  • Es zu lang geworden ist und große Mengen anfallen.
  • Der Rasen lückig ist und das Schnittgut die verbleibenden Halme ersticken könnte.
  • Sie Anzeichen von Krankheiten, Filzbildung oder unangenehmen Gerüchen bemerken.
  • Sie keinen Mulchmäher verwenden, der das Gras fein genug zerteilt.

Die Beachtung von Ruhezeiten, wie z.B. an Sonn- und Feiertagen oder Mittagsruhe, ist unabhängig vom Umgang mit dem Schnittgut stets einzuhalten. Informieren Sie sich über lokale Vorschriften, um Konflikte mit Nachbarn oder Behörden zu vermeiden.

Wenn Sie unsicher sind, ob das Liegenlassen des Schnittguts gut für Ihren Rasen ist, ist das Einsammeln und die Kompostierung oder Entsorgung als Grünschnitt eine sichere Alternative. Letztendlich ist ein gesunder, kräftiger Rasen das Ziel, und die Entscheidung über das Schnittgut sollte diesem Ziel dienen.