Warum Geranien Düngen Unverzichtbar Ist

Das richtige Düngen von Geranien ist eine grundlegende Maßnahme, um ihre üppige Blüte und Vitalität über die gesamte Saison hinweg zu gewährleisten. Geranien, auch bekannt als Pelargonien, sind Starkzehrer, was bedeutet, dass sie einen hohen Nährstoffbedarf haben, um ihre leuchtenden Blüten und ihr dichtes Blattwerk zu entwickeln. Ohne regelmäßige Nährstoffzufuhr verkümmern sie, bilden weniger Blüten und werden anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Wenn Ihre Geranien prächtig blühen sollen, ist eine gezielte Düngung im richtigen Rhythmus unerlässlich, um diesen Energiebedarf zu decken.

  • Hoher Nährstoffbedarf bei Geranien.
  • Regelmäßige Düngung fördert üppige Blüten.
  • Stärkt die Pflanze gegen Krankheiten.
  • Essentiell für gesunde Blattentwicklung.

Die Wahl des richtigen Düngers und die Bestimmung des optimalen Zeitpunkts sind dabei ebenso wichtig wie die reine Notwendigkeit der Nährstoffgabe. Eine Überdüngung kann ebenso schädlich sein wie ein Mangel. Dieser Leitfaden führt Sie durch die essenziellen Aspekte des Geranien-Düngens, damit Ihre Pflanzen Jahr für Jahr ein Blickfang auf Balkon und Terrasse bleiben.

Die Rolle der Nährstoffe für Geranien

Geranien benötigen eine ausgewogene Mischung aus Makro- und Mikronährstoffen. Stickstoff (N) ist primär für das Blattwachstum und die grüne Farbe verantwortlich. Phosphor (P) spielt eine Schlüsselrolle bei der Blütenbildung und der Entwicklung des Wurzelsystems. Kalium (K) stärkt die Zellstruktur, verbessert die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren wie Trockenheit und Krankheiten und ist ebenfalls wichtig für die Blüte. Darüber hinaus sind Spurenelemente wie Eisen, Magnesium und Mangan für verschiedene Stoffwechselprozesse unerlässlich, auch wenn sie nur in geringen Mengen benötigt werden. Ein guter Geraniendünger berücksichtigt diese Bedürfnisse und liefert die Nährstoffe in einer Form, die die Pflanze gut aufnehmen kann.

Ohne eine ausreichende Versorgung mit diesen Elementen zeigen Geranien schnell Mangelerscheinungen: Blätter vergilben, die Blüten bleiben klein oder bleiben ganz aus, und die Pflanze wirkt insgesamt kraftlos. Eine gezielte Düngung schließt diese Lücken und unterstützt das natürliche Potenzial der Pflanze.

Der Ideale Zeitpunkt: Wann Geranien Düngen?

Wann ist der beste Moment, um mit dem Düngen Ihrer Geranien zu beginnen? Die Düngeperiode beginnt typischerweise mit dem Einsetzen des aktiven Wachstums, also im Frühjahr, sobald die Eisheiligen vorüber sind und die Pflanzen ins Freie gestellt werden können. Ab diesem Zeitpunkt bis in den späten Sommer oder frühen Herbst hinein benötigen Geranien kontinuierlich Nährstoffe, um ihre Blüte zu unterstützen. Die Häufigkeit der Düngung hängt stark vom gewählten Düngertyp ab, aber als Faustregel gilt: Während der Hauptwachstums- und Blütezeit ist eine regelmäßige Zufuhr von Nährstoffen entscheidend.

Beginnen Sie mit dem Düngen erst, wenn die Geranien aktiv wachsen und neue Triebe bilden. Zu frühes Düngen, bevor die Pflanze wirklich bereit ist, kann zu Schäden führen.

Frühjahr: Der Startschuss für die Nährstoffversorgung

Sobald die Gefahr von Nachtfrost vorüber ist und Sie Ihre Geranien auf den Balkon oder in den Garten pflanzen, ist der ideale Zeitpunkt, um mit der ersten Düngung zu beginnen. Oft ist im gekauften Topferde bereits ein Langzeitdünger enthalten, der die Pflanzen für die ersten 4-8 Wochen versorgt. Überprüfen Sie die Verpackung Ihrer Blumenerde oder fragen Sie im Fachhandel nach. Nach dieser Anfangsphase tritt der eigentliche Düngebedarf in den Vordergrund. Wenn Sie keine Langzeitdünger verwenden oder die Erde bereits älter ist, sollten Sie bereits beim Pflanzen auf eine erste Düngergabe achten.

Sommer: Die Blütezeit kontinuierlich unterstützen

Der Sommer ist die Hauptblütezeit für Geranien. In dieser Phase ist der Nährstoffbedarf am höchsten. Je nach Düngerart ist eine wöchentliche oder zweiwöchentliche Düngung ratsam. Flüssigdünger werden in der Regel beim Gießen zugeführt und wirken schnell, müssen aber öfter angewendet werden. Granulatdünger hingegen geben ihre Nährstoffe langsam über Wochen oder Monate ab und erfordern seltener eine Nachdüngung. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen: Verfärben sich die Blätter oder lässt die Blütenpracht nach, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass der Dünger aufgebraucht ist.

Herbst: Langsames Ausklingen der Düngung

Im Spätsommer und frühen Herbst, wenn das Wachstum nachlässt und sich die Pflanzen auf die Ruhephase vorbereiten, sollten Sie die Düngung schrittweise reduzieren. Eine zu späte oder zu starke Düngung im Herbst kann die Pflanzen anfälliger für Frostschäden machen, da sie bis spät in die Saison neue, weiche Triebe bilden. Wenn Sie Geranien überwintern möchten, stellen Sie die Düngung etwa 4-6 Wochen vor dem geplanten Überwinterungsbeginn vollständig ein. Dies signalisiert der Pflanze, dass sie ihre Energie für die Anpassung an kühlere Temperaturen sammeln muss.

Die Wahl des Richtigen Geranien-Düngers

Die Vielfalt an Düngemitteln kann überwältigend sein, doch für Geranien gibt es spezifische Empfehlungen, die auf ihren hohen Nährstoffbedarf zugeschnitten sind. Das wichtigste Kriterium ist ein ausgewogenes Verhältnis der Hauptnährstoffe (N-P-K). Für Geranien empfehlen sich in der Regel Dünger mit einem höheren Phosphor- und Kaliumanteil im Verhältnis zum Stickstoff, da dies die Blütenbildung fördert. Achten Sie auf Produkte, die speziell als 'Blumendünger', 'Geraniendünger' oder 'Kübelpflanzendünger' ausgewiesen sind. Diese enthalten oft auch wichtige Spurenelemente.

Flüssigdünger vs. Langzeitdünger

Bei Flüssigdüngern ist die Nährstoffzufuhr schnell und gezielt. Sie werden dem Gießwasser beigemischt und können wöchentlich oder zweiwöchentlich angewendet werden. Dies ermöglicht eine präzise Steuerung der Nährstoffgabe und eine sofortige Verfügbarkeit für die Pflanzen. Ideal für schnelle Ergebnisse und zur Korrektur von Mangelerscheinungen. Allerdings erfordert diese Methode eine regelmäßige Anwendung und birgt bei falscher Dosierung ein höheres Risiko der Überdüngung.

Langzeitdünger liegen meist in Form von Granulat oder Stäbchen vor. Sie geben ihre Nährstoffe langsam und gleichmäßig über einen Zeitraum von mehreren Monaten ab (oft 3-6 Monate). Dies reduziert den Aufwand für den Gärtner erheblich und sorgt für eine kontinuierliche Versorgung. Besonders praktisch für Balkonkästen und Kübel, bei denen das regelmäßige Nachdüngen mühsam sein kann. Hier ist die Gefahr der Überdüngung geringer, solange die Anweisungen auf der Packung befolgt werden.

Mischen Sie Langzeitdünger direkt bei der Pflanzung unter die Erde, um eine gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe zu gewährleisten und Wurzelverbrennungen zu vermeiden.

Organische vs. Mineralische Dünger

Mineralische Dünger sind chemisch hergestellt und bieten eine schnelle Verfügbarkeit der Nährstoffe. Sie sind oft präzise in ihrer Zusammensetzung und können gezielt auf die Bedürfnisse von Geranien abgestimmt werden. Ihre Wirkung tritt schnell ein.

Organische Dünger, wie Kompost oder Hornspäne, verbessern zusätzlich die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Sie setzen Nährstoffe langsamer frei, was das Risiko einer Überdüngung verringert. Viele Gärtner bevorzugen organische Dünger aus ökologischen Gründen oder weil sie als schonender für die Pflanzen empfunden werden. Für Geranien, die eine intensive Blüte zeigen sollen, sind oft mineralische oder organisch-mineralische Kombidünger die effektivere Wahl, da sie schnell verfügbare Nährstoffe für die Blüte liefern.

Für Geranien ist ein Dünger mit einem höheren Kaliumgehalt entscheidend, da Kalium die Blütenbildung und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen maßgeblich beeinflusst.

Spezialdünger für Geranien

Einige Hersteller bieten Dünger an, die explizit für Geranien oder blühende Balkonpflanzen entwickelt wurden. Diese sind oft optimal auf das Nährstoffprofil abgestimmt, das Geranien während ihrer Blütezeit benötigen. Sie enthalten häufig eine höhere Konzentration an Phosphor und Kalium sowie wichtige Spurenelemente, die für eine intensive und langanhaltende Blüte notwendig sind. Bei der Auswahl eines Spezialdüngers sollten Sie auf die N-P-K-Werte achten und ein Verhältnis wählen, das die Blüte bevorzugt.

Die richtige Dosierung: Nicht zu viel und nicht zu wenig

Die richtige Dosierung des Geraniendüngers ist entscheidend für gesunde Pflanzen und üppige Blüten. Sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überversorgung mit Nährstoffen kann negative Folgen haben. Eine Unterversorgung führt zu schwachem Wachstum, vergilbten Blättern und spärlicher Blüte. Eine Überdüngung hingegen kann die Wurzeln schädigen (Verbrennungen), das Blattwachstum übermäßig fördern auf Kosten der Blüte und die Pflanze anfälliger für Krankheiten machen. Die Folge kann auch ein Ungleichgewicht der Nährstoffaufnahme sein, bei dem sich bestimmte Elemente gegenseitig blockieren.

Lesen Sie die Anweisungen des Herstellers

Das Wichtigste zuerst: Befolgen Sie immer die Dosierungsanweisungen auf der Verpackung des von Ihnen gewählten Düngemittels. Diese sind spezifisch auf das jeweilige Produkt und seine Konzentration abgestimmt. Ein zu hoher oder zu niedriger Gebrauch kann der Pflanze mehr schaden als nützen. Bei Flüssigdüngern bedeutet dies, die angegebene Menge pro Liter Gießwasser genau einzuhalten. Bei Langzeitdüngern ist die einmalige Ausbringung entscheidend und sollte nicht durch zusätzliche Düngergaben ergänzt werden, es sei denn, die Pflanze zeigt deutliche Mangelerscheinungen.

Wie oft sollte gedüngt werden?

Die Häufigkeit der Düngung hängt vom Düngertyp ab. Flüssigdünger werden in der Regel alle 7 bis 14 Tage während der Wachstums- und Blütezeit angewendet. Granulatdünger oder Düngestäbchen geben ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum ab und müssen nur 1-2 Mal pro Saison nachgedüngt werden, oft schon beim Pflanzen. Achten Sie auf die Wetterbedingungen: Bei sehr heißem Wetter kann die Aufnahme von Nährstoffen langsamer sein, während starker Regen Dünger aus dem Boden spülen kann. Passen Sie die Düngung gegebenenfalls leicht an.

Anzeichen einer Über- oder Unterdüngung erkennen

Einige Anzeichen helfen Ihnen, den Zustand Ihrer Geranien zu beurteilen. Bei Unterdüngung werden die unteren Blätter gelb, die Pflanze wächst spärlich und es bilden sich nur wenige Blüten. Die Blütenfarbe kann auch blasser werden. Bei Überdüngung zeigt sich oft eine Salzansammlung auf der Erdoberfläche oder an den Topfrändern. Die Blattspitzen und -ränder können braun und trocken werden. Die Blüten können kleiner ausfallen oder frühzeitig abfallen, und die Pflanze kann insgesamt gestresst wirken. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Pflanzen, um die Dosierung bei Bedarf anzupassen.

Wenn Sie vermuten, Ihre Geranien überdüngt zu haben, spülen Sie die Erde gründlich mit reinem Wasser, um überschüssige Salze auszutragen. Wiederholen Sie dies bei Bedarf mehrmals.

Geranien Überwintern: Düngen Vorbereiten

Die Überwinterung von Geranien ist ein wichtiger Schritt, um sie über die kalte Jahreszeit zu retten und im nächsten Jahr wieder Freude an ihnen zu haben. Der Prozess des Überwinterns beginnt bereits im Spätsommer und Herbst, und die Düngung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Eine falsche Nährstoffversorgung in dieser Übergangsphase kann die Überlebenschancen der Pflanzen erheblich beeinträchtigen. Das Ziel ist, die Pflanze auf die Ruhephase vorzubereiten, anstatt sie zu weiterem Wachstum anzuregen.

Wann die Düngung für die Überwinterung einstellen?

Etwa vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Zeitpunkt des Überwinterns sollten Sie die Düngung schrittweise einstellen. Das bedeutet konkret: Wenn Sie Ihre Geranien im Oktober ins Haus holen, beginnen Sie ab September damit, die Düngeintervalle zu verlängern oder die Düngermenge zu reduzieren. Wenn Sie Geranien überwintern im topf, ist diese Umstellung besonders wichtig. Dies signalisiert der Pflanze, dass die Wachstumsperiode endet und sie ihre Energie für die anstehende Ruhephase konzentrieren muss. Ein zu spätes Düngen kann dazu führen, dass die Pflanzen weiche, nicht ausgereifte Triebe bilden, die frostempfindlicher sind und Krankheiten begünstigen.

Stellen Sie sicher, dass die Geranien vor dem Einräumen gut abgetrocknet sind, um Staunässe und Fäulnis während der Überwinterung zu vermeiden.

Geranien überwintern draußen vs. drinnen

Es gibt verschiedene Methoden, Geranien zu überwintern. Die klassische Methode ist das Ausgraben der Pflanzen und das Einlagern an einem kühlen, dunklen und frostfreien Ort, oft kopfüber aufgehängt oder liegend in trockenem Sand oder Erde. Eine andere Methode ist das Überwintern im Topf an einem geschützten, kühlen Ort (z.B. Keller, Garage, unbeheiztes Treppenhaus). Bei allen Methoden ist die Reduzierung der Nährstoffzufuhr im Herbst essenziell. Für Geranien winterhart im eigentlichen Sinne gibt es andere Pflegehinweise, aber die meisten gängigen Geranien sind nicht winterhart im Freiland.

Die Rolle des Schneidens vor dem Überwintern

Bevor die Geranien eingeräumt werden, ist ein Rückschnitt sinnvoll. Entfernen Sie verblühte Blumen und beschädigte Blätter. Ein moderater Rückschnitt kann helfen, die Pflanze kompakt zu halten und den Energieaufwand zu reduzieren. Das Schneiden ist keine Düngemaßnahme, aber es unterstützt den Prozess der Vorbereitung auf die Ruhephase, indem es unnötigen Ballast entfernt. Nach dem Schnitt und der Einstellung der Düngung sollten die Pflanzen an ihren Überwinterungsort gebracht werden.

Geranien Pflegen: Mehr als nur Düngen

Geranien sind anspruchslos, aber eine gute Pflege über das reine Düngen hinaus ist entscheidend für ihre Gesundheit und Schönheit. Eine umfassende Geranien Pflege beinhaltet das richtige Gießen, die richtige Standortwahl, den Umgang mit Schädlingen und Krankheiten sowie das Entfernen von Verblühtem. Diese Faktoren sind eng mit der Düngung verknüpft und beeinflussen, wie gut die Pflanze Nährstoffe aufnehmen kann und wie vital sie insgesamt ist.

Standortwahl und Gießen

Geranien lieben Sonne. Wählen Sie einen Standort, der mindestens 4-6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Sie vertragen aber auch Halbschatten, was die Blüte leicht reduzieren kann. Beim Gießen gilt: Lieber einmal kräftig als mehrmals kurz. Die Erde sollte gut abtrocknen zwischen den Wassergaben. Vermeiden Sie Staunässe, da dies Wurzelfäule verursacht. Gießen Sie am besten direkt auf die Erde und nicht über die Blüten oder Blätter, besonders bei direkter Sonneneinstrahlung, um Verbrennungen zu vermeiden. Eine gute Drainage ist essenziell, besonders bei Kübelpflanzen.

Das richtige Gießverhalten beeinflusst die Nährstoffaufnahme. Bei zu trockener Erde können die Wurzeln keine Nährstoffe aufnehmen, bei Staunässe faulen die Wurzeln und können ebenfalls keine Nährstoffe mehr transportieren. Eine moderate, aber regelmäßige Bewässerung ist daher unerlässlich, um die Vorteile der Düngung voll auszuschöpfen.

Verblühtes Ausputzen für kontinuierliche Blüte

Das regelmäßige Entfernen von Verblühtem ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen für Geranien. Wenn Sie verblühte Blütenstände abschneiden, regen Sie die Pflanze an, neue Knospen zu bilden und weiter zu blühen. Ignorieren Sie dies, wird die Pflanze ihre Energie in die Samenbildung stecken, was die Neubildung von Blüten stark reduziert. Schneiden Sie den gesamten Blütenstiel bis zum nächsten Blatt oder Triebansatz ab, um ein sauberes Erscheinungsbild zu erhalten und Pilzbefall vorzubeugen. Dies sollte im Laufe des gesamten Sommers regelmäßig geschehen.

Dieser Pflegetipp unterstützt die Blüte und wirkt indirekt einer Nährstoffarmut entgegen, da die Pflanze weniger Energie in die Samenanlage investiert und stattdessen die Nährstoffe für neue Blüten nutzt.

Geranien sind von Natur aus starkzehrend; wer üppige Blüten will, muss regelmäßig nachdüngen und Verblühtes konsequent ausputzen.

Schädlinge und Krankheiten vorbeugen

Gesunde, gut gedüngte und richtig gepflegte Geranien sind widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Achten Sie auf Anzeichen von Blattläusen, Spinnmilben oder Pilzerkrankungen. Eine gute Belüftung, das Vermeiden von Staunässe und die richtige Dosierung von Dünger sind die besten Präventionsmaßnahmen. Bei einem Befall sollten Sie schnell handeln. Oft helfen Hausmittel wie Seifenlauge oder Neemöl. Bei starken Befällen oder hartnäckigen Krankheiten kann ein spezielles Pflanzenschutzmittel notwendig sein, das im Fachhandel erhältlich ist.

Die Pflege von Geranien ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Das Düngen bildet das Fundament, aber erst in Kombination mit der richtigen Standortwahl, dem gezielten Gießen, dem Ausputzen von Verblühtem und der Prävention von Schädlingen und Krankheiten entfalten Ihre Geranien ihr volles Potenzial.

Geranien Vermehren: Ein Ausblick

Wer seine Geranien liebt, möchte oft mehr davon. Das Vermehren von Geranien ist relativ einfach und ermöglicht es Ihnen, Ihre Lieblingssorten zu vervielfältigen oder Jungpflanzen für die nächste Saison vorzuziehen. Die gängigsten Methoden sind die Vermehrung durch Stecklinge und, seltener, durch Aussaat. Auch wenn das Düngen in dieser Phase eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Verständnis der Wachstumsbedürfnisse essenziell.

Stecklinge schneiden und bewurzeln

Die Vermehrung durch Stecklinge ist die beliebteste und einfachste Methode. Im Spätsommer oder Frühherbst, bevor die Pflanzen überwintert werden, können Sie gesunde, kräftige Triebe als Stecklinge verwenden. Schneiden Sie etwa 10-15 cm lange Triebe mit mindestens zwei Blattpaaren ab. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge in ein gut durchlässiges Anzucht- oder Pikiererde-Substrat. Achten Sie darauf, dass die Schnittstelle die Erde berührt. Halten Sie das Substrat leicht feucht und stellen Sie die Stecklinge an einen hellen, warmen Ort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine Plastikhaube oder ein Zimmergewächshaus kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und das Bewurzeln beschleunigen.

Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln, und die jungen Pflanzen können in eigene Töpfe umgesetzt und wie ausgewachsene Geranien gepflegt werden. Die richtige Bodenfeuchtigkeit und Temperatur sind hier wichtiger als Dünger.

Aussaat von Geranien

Die Vermehrung durch Aussaat ist bei Geranien eher unüblich, da sie länger dauert und die Sorteneigenschaften oft nicht sortenecht vererbt werden. Wenn Sie es dennoch versuchen möchten, säen Sie die Samen im Frühjahr (Februar/März) in Schalen mit Anzuchterde. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde und halten Sie sie feucht und warm (ca. 20-24°C). Die Keimung kann mehrere Wochen dauern. Die Sämlinge werden später pikiert und wie gewohnt weiterkultiviert.

Der Hauptunterschied zur Vermehrung durch Stecklinge liegt hier im Zeitpunkt und den Bedingungen. Sobald die Sämlinge groß genug sind, um sie zu pikieren, können sie ebenfalls wie junge Geranien behandelt werden, die gerade zu wachsen beginnen. Eine sehr frühe, schwache Düngung ist hier erst nötig, wenn die ersten echten Blätter sichtbar sind.

Für eine erfolgreiche Geranienvermehrung sind Geduld und die Schaffung optimaler Bewurzelungsbedingungen entscheidend.

Ausblick auf die nächste Pflanzsaison

Die erfolgreich vermehrten Geranien können entweder im Frühjahr, nachdem sie den Winter gut überstanden haben, als eigenständige Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten platziert werden, oder sie dienen als Grundlage für weitere Vermehrungsversuche. Junge Pflanzen benötigen anfangs noch keine intensive Düngung; erst wenn sie kräftig wachsen und beginnen zu blühen, muss die Nährstoffversorgung angepasst werden. Die Grundprinzipien der Geranienpflege, einschließlich des richtigen Düngens, sind auch bei selbst vermehrten Pflanzen anzuwenden, um ihnen zu einem gesunden Start zu verhelfen.

Häufige Fehler beim Geranien Düngen vermeiden

Selbst erfahrene Gärtner können beim Düngen von Geranien Fehler machen. Diese Fehler führen oft zu enttäuschenden Ergebnissen wie mangelnder Blüte, kränklicher Pflanze oder sogar zum Absterben. Viele dieser Probleme sind vermeidbar, wenn man die grundlegenden Prinzipien der Nährstoffversorgung kennt und die häufigsten Fallstricke umgeht. Die richtige Kenntnis und Anwendung des Düngens ist der Schlüssel zu gesunden und prächtig blühenden Geranien.

Fehler 1: Falsche oder gar keine Düngung

Der offensichtlichste Fehler ist, Geranien gar nicht oder mit einem ungeeigneten Dünger zu versorgen. Da Geranien Starkzehrer sind, benötigen sie regelmäßig Nährstoffe. Ein Dünger, der beispielsweise zu wenig Kalium enthält, wird die Blütenbildung hemmen. Ebenso kann ein Dünger, der nur auf Blattwachstum abzielt (hoher Stickstoffanteil), zu einem übermäßigen Grün führen, das die Blüte unterdrückt. Die Konsequenz ist eine Pflanze, die zwar Blätter, aber kaum Blüten hervorbringt.

Fehler 2: Überdüngung

Das Gegenteil ist ebenfalls schädlich: zu viel Dünger. Dies kann die Wurzeln verbrennen, die Pflanze stresen und sie anfälliger für Krankheiten machen. Anzeichen sind verbrannte Blattspitzen, eine salzige Kruste auf der Erde oder gar abgestorbene Pflanzenteile. Besonders bei Flüssigdüngern, die schnell wirken, ist eine sorgfältige Dosierung entscheidend. Lieber einmal weniger als zu viel düngen, und im Zweifel lieber etwas verdünnter.

Wenn Sie unsicher sind, halten Sie sich stets an die Empfehlungen des Herstellers und bedenken Sie, dass die Erde, in der die Geranien wachsen (besonders frische Blumenerde), oft bereits Nährstoffe enthält.

Fehler 3: Falscher Zeitpunkt

Geranien haben Wachstumsphasen, in denen sie mehr Nährstoffe benötigen als in anderen. Zu frühes oder zu spätes Düngen kann problematisch sein. Vor dem Einräumen zur Überwinterung sollte die Düngung eingestellt werden, um die Pflanze auf die Ruhephase vorzubereiten. Wenn die Geranien im Frühjahr aus dem Winterquartier kommen und beginnen, neue Triebe zu bilden, ist der richtige Zeitpunkt für die erste Düngung. Düngen während der Winterruhe ist kontraproduktiv und schadet der Pflanze.

Fehler 4: Vernachlässigung anderer Pflegeaspekte

Düngen allein macht keine gesunde Geranie. Vernachlässigen Sie andere wichtige Pflegeaspekte wie das richtige Gießen, die Standortwahl, das Entfernen von Verblühtem und die Schädlingskontrolle, werden die Nährstoffe, die Sie zuführen, nicht optimal verwertet. Eine Pflanze, die unter Wassermangel leidet oder von Schädlingen befallen ist, kann Dünger nicht effektiv aufnehmen. Ein ganzheitlicher Ansatz ist daher unerlässlich. Das Ausputzen von Verblühtem zum Beispiel ist essenziell, damit die Pflanze ihre Energie weiterhin in neue Blüten steckt, anstatt in die Samenbildung – was wiederum den Nährstoffbedarf erhöht.

Prüfen Sie die Erde vor dem Gießen und Düngen. Ist sie bereits feucht, warten Sie mit beidem, um Staunässe und Überdüngung zu vermeiden.