Die Magie der hängenden Geranien: Mehr als nur ein Klassiker
Wenn der Frühling die Tage länger werden lässt und die Sonne die Kälte vertreibt, erwacht auch der Wunsch nach lebendigen Farben auf Balkonen und Terrassen. Hängende Geranien, auch bekannt als Hänge-Pelargonien, sind seit Generationen eine beliebte Wahl, um diesen Wunsch zu erfüllen. Ihre üppigen Blütenkaskaden, die sich anmutig über den Rand von Blumenampeln, Kübeln und Balkonkästen ergießen, schaffen eine Atmosphäre von südlicher Lebensfreude und unbeschwerter Sommerpracht. Doch hinter diesem scheinbar mühelosen Blütenrausch verbirgt sich die Kunst des richtigen Pflanzens und Pflegens, die den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem atemberaubenden Anblick ausmacht.
Diese Pflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern auch erstaunlich anpassungsfähig und pflegeleicht, wenn ihre grundlegenden Bedürfnisse verstanden werden. Die Entscheidung, hängende Geranien zu pflanzen, ist eine Investition in saisonale Schönheit, die mit minimalem Aufwand maximale Wirkung erzielt. Von der Auswahl des richtigen Standorts bis hin zur Wahl des passenden Substrats – jeder Schritt spielt eine Rolle für das Gedeihen Ihrer blühenden Schätze. Tauchen wir ein in die Welt der hängenden Geranien und entdecken wir, wie Sie ihnen das bestmögliche Zuhause bieten, damit sie Sie den ganzen Sommer über mit ihrem satten Blütenteppich erfreuen.
Das Besondere an hängenden Geranien liegt in ihrer Wuchsform. Im Gegensatz zu ihren aufrechten Verwandten streben sie nicht primär in die Höhe, sondern entwickeln lange, biegsame Triebe, die sich elegant nach unten neigen und über den Gefäßrand hinauswachsen. Dies macht sie ideal für die Bepflanzung von Ampeln, die von Dachvorsprüngen oder Balkongeländern hängen, oder für erhöhte Kübel, bei denen die Blütenpracht von oben herabfällt. Die Fülle der Blüten ist oft beeindruckend, und mit der richtigen Pflege können sie über Monate hinweg kontinuierlich neue Blütenknospen bilden.
- Hängende Geranien bieten eine üppige Blütenpracht, die über den Rand von Gefäßen hinauswächst.
- Sie sind ein klassisches und beliebtes Gestaltungselement für Balkone und Terrassen.
- Ihre Anpassungsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit machen sie zu einer idealen Wahl für viele Gärtner.
- Das richtige Pflanzen ist der Grundstein für langanhaltende, beeindruckende Blüteerfolge.
- Ihre spezifische Wuchsform macht sie einzigartig für die Bepflanzung von Blumenampeln und erhöhten Behältern.
Das richtige Substrat: Nährstoffreich und durchlässig
Die Wahl der richtigen Erde ist ein entscheidender Faktor für das gesunde Wachstum und die üppige Blüte hängender Geranien. Diese Pflanzen haben spezifische Anforderungen an ihr Substrat, die es zu beachten gilt, um ihnen optimale Bedingungen zu bieten. Ein nährstoffreiches, aber gleichzeitig gut durchlässiges Material ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Der Boden sollte Feuchtigkeit gut speichern können, aber überschüssiges Wasser zügig abführen, um Wurzelfäule vorzubeugen. Dies ist besonders wichtig, da hängende Geranien oft in Gefäßen wachsen, die eine geringere Erdmenge speichern als ein Gartenbeet.
Standard-Blumenerde ist oft eine gute Basis, aber für Geranien empfiehlt es sich, diese mit zusätzlichen Komponenten zu verbessern. Eine Mischung aus hochwertiger Blumenerde und etwas Kompost bietet eine gute Nährstoffgrundlage. Um die Durchlässigkeit zu erhöhen und Staunässe zu verhindern, können Sie Perlit, Sand oder feinen Kies unter die Erde mischen. Alternativ sind spezielle Geranienerden erhältlich, die bereits auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen abgestimmt sind und eine ideale Balance aus Nährstoffen und Drainage bieten. Achten Sie beim Kauf von Erde darauf, dass sie frisch ist und keine Unkrautsamen oder Krankheitserreger enthält.
Die Menge der Erde ist ebenfalls zu bedenken. Füllen Sie das gewählte Gefäß nicht bis zum Rand, sondern lassen Sie etwa zwei bis drei Zentimeter Platz bis zur Oberkante. Dies erleichtert das spätere Gießen und verhindert, dass Erde beim Bewässern überläuft. Wenn Sie ältere Kübel wiederverwenden, reinigen Sie diese gründlich, bevor Sie sie neu befüllen, um eventuelle Krankheitsrückstände zu entfernen. Eine gute Bodenvorbereitung legt den Grundstein für ein ganzes Sommer voller Blüten.
Die Zusammensetzung der idealen Erde
Eine empfehlenswerte Mischung für hängende Geranien besteht typischerweise aus:
- 70% hochwertige Blumenerde oder spezielle Geranienerde
- 20% reifer Kompost für zusätzliche Nährstoffe
- 10% Perlit, Bims oder feiner Kies zur Verbesserung der Drainage
Diese Zusammensetzung sorgt für eine gute Nährstoffversorgung, optimale Wasserhaltefähigkeit und eine exzellente Belüftung der Wurzeln. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, greifen Sie zu einer gekauften Spezialerde für Geranien. Sie ist auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Pflanzen zugeschnitten und bietet eine ausgewogene Grundlage.
Achten Sie darauf, dass das Substrat stets leicht feucht, aber niemals nass ist.
Die Pflanzung selbst: Wie Sie hängende Geranien richtig einsetzen
Nachdem der richtige Zeitpunkt, der ideale Standort und das passende Substrat gewählt sind, geht es nun an die eigentliche Pflanzung der hängenden Geranien. Dieser Schritt ist entscheidend, um den Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen und ihre spätere Entwicklung positiv zu beeinflussen. Achten Sie auf eine behutsame Behandlung der Wurzeln und eine angemessene Pflanztiefe, um das Wohlbefinden der Geranien von Anfang an zu sichern.
Nehmen Sie die jungen Geranien vorsichtig aus ihren Anzucht-Töpfen. Wenn die Wurzeln sehr dicht und im Kreis gewachsen sind (man spricht von einem "Wurzelballen"), können Sie sie am unteren Ende leicht auflockern. Dies regt die Wurzeln an, in das neue Substrat hineinzuwachsen. Drücken Sie die Pflanzen anschließend nicht zu fest an, sondern setzen Sie sie so in das vorbereitete Gefäß, dass der Wurzelballen bündig mit der Erdoberfläche abschließt oder leicht darunter liegt. Es ist wichtig, dass die Oberseite des Wurzelballens nicht über die Erde hinausragt, da sie sonst austrocknen könnte.
Bei der Pflanzabstand ist zu bedenken, dass hängende Geranien dazu neigen, sich auszubreiten. Planen Sie daher genügend Platz ein, damit sie sich gut entwickeln können. Bei Blumenampeln oder großen Balkonkästen können Sie pro etwa 20-25 cm Durchmesser oder Länge eine Pflanze setzen. Wenn Sie mehrere Pflanzen in einem Gefäß kombinieren, zum Beispiel mit anderen Sommerblumen, achten Sie darauf, dass die Geranien genug Platz für ihre ausladenden Triebe behalten. Eine zu dichte Bepflanzung führt zu Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe und kann die Blüte beeinträchtigen.
Die richtige Pflanztiefe und der Abstand
Setzen Sie die Geranien so tief, dass die Oberkante des Wurzelballens auf gleicher Höhe mit der umgebenden Erde ist. Vermeiden Sie es, die Pflanzen zu tief oder zu hoch zu setzen. Der Abstand zwischen den einzelnen Geranien sollte so gewählt werden, dass die Pflanzen sich später gut entfalten können, ohne sich gegenseitig zu bedrängen. Bei einer typischen Blumenampel mit etwa 30 cm Durchmesser sind meist 2-3 Pflanzen ausreichend, um einen vollen Effekt zu erzielen.
Lockern Sie den Wurzelballen bei Bedarf sanft auf, um das Einwachsen in das neue Substrat zu fördern.
Erstes Gießen und Pflege nach der Pflanzung
Direkt nach der Pflanzung ist das erste Gießen von entscheidender Bedeutung. Es hilft, das Substrat um die Wurzeln zu verdichten und sorgt für einen guten Bodenschluss. Verwenden Sie dafür am besten zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. Gießen Sie gründlich, bis Wasser aus den Drainagelöchern des Gefäßes austritt. Dies stellt sicher, dass das gesamte Wurzelwerk mit Feuchtigkeit versorgt wird und eventuell vorhandene Luftlöcher im Substrat geschlossen werden.
Anschließend ist eine aufmerksame, aber nicht übertriebene Bewässerung gefragt. Hängende Geranien bevorzugen einen gleichmäßig feuchten Boden. Vermeiden Sie es, die Pflanzen austrocknen zu lassen, aber auch Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Prüfen Sie die Feuchtigkeit des Substrats regelmäßig, indem Sie einen Finger etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde stecken. Wenn sich die Erde dort trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen. Bei heißem Wetter und sonniger Lage kann dies täglich notwendig sein, an kühleren oder bewölkten Tagen reicht möglicherweise ein Gießen alle paar Tage.
Ein wichtiger Aspekt der Nachpflanzungspflege ist das sogenannte "Anhäufeln" oder "Einschrumpfen" bei sehr stark wachsenden Sorten. Dabei werden die äußeren, herabhängenden Triebe, die noch kurz sind, leicht mit etwas Erde bedeckt. Dies fördert die Bildung neuer Triebe aus den Blattachsen und führt zu einem dichteren Pflanzenbild, das den oberen Teil des Gefäßes besser bedeckt. Diese Technik ist nicht bei allen Sorten notwendig, kann aber das Volumen der Blüte erheblich vergrößern.
Häufigkeit und Methode des Gießens
Gießen Sie am besten morgens oder abends, um eine zu schnelle Verdunstung des Wassers zu vermeiden. Gießen Sie direkt auf die Erde und vermeiden Sie es, die Blätter und Blüten zu benetzen, da dies die Ausbreitung von Pilzkrankheiten begünstigen kann. Bei Blumenampeln kann es hilfreich sein, einen kleinen Übertopf oder eine Schale unterzustellen, um überschüssiges Wasser aufzufangen und die Erde länger feucht zu halten. Entfernen Sie das Wasser aus der Unterschale nach etwa 30 Minuten, um Staunässe zu vermeiden.
Kontrollieren Sie die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig mit dem Finger, um Über- und Unterbewässerung zu vermeiden.
Düngung: Der Treibstoff für üppige Blütenpracht
Geranien sind Starkzehrer und benötigen während der Blütezeit eine regelmäßige Nährstoffzufuhr, um ihre beeindruckende Blütenfülle aufrechtzuerhalten. Ohne ausreichende Düngung werden die Blätter schnell blass, die Blütenansätze spärlicher und die Pflanze wirkt insgesamt kraftlos. Die richtige Düngung ist daher unerlässlich, um hängende Geranien zu Höchstleistungen aufzulaufen zu lassen und ihre leuchtenden Farben über den gesamten Sommer zu genießen.
Beginnen Sie mit der Düngung etwa zwei bis drei Wochen nach der Pflanzung. In dieser Zeit hat sich die Pflanze gut etabliert und beginnt, Nährstoffe aus dem Substrat aufzunehmen. Verwenden Sie einen speziellen Geraniendünger oder einen Blühpflanzendünger mit einem ausgewogenen Verhältnis von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Ein hoher Kaliumanteil ist besonders wichtig für die Blütenbildung und die Widerstandsfähigkeit der Pflanze. Achten Sie auf die Dosierungsanleitung auf der Verpackung des Düngers, um eine Überdüngung zu vermeiden, die ebenso schädlich sein kann wie Unterversorgung.
Flüssigdünger, die dem Gießwasser beigemischt werden, sind für hängende Geranien in Gefäßen sehr praktisch. Sie ermöglichen eine gleichmäßige Nährstoffversorgung und lassen sich gut dosieren. Düngen Sie in der Hauptwachstums- und Blütezeit, also von Mai bis September, etwa ein- bis zweimal pro Woche, je nach Produkt und Bedarf der Pflanze. In Phasen geringeren Wachstums, wie im Frühjahr und Spätsommer, kann die Düngefrequenz reduziert werden.
Welche Dünger sind geeignet?
Für hängende Geranien eignen sich:
- Spezielle Geraniendünger (flüssig oder als Langzeitdünger)
- Blühpflanzendünger mit hohem Kaliumanteil
- Langzeitdünger, die bei der Pflanzung in das Substrat eingearbeitet werden und ihre Nährstoffe über mehrere Monate abgeben
Bei der Anwendung von Langzeitdüngern ist die Häufigkeit der Flüssigdüngergabe entsprechend anzupassen. Die Düngung mit Hausmitteln wie Kaffeesatz oder Eierschalen ist bei Geranien in der Regel nicht ausreichend, da diese Pflanzen einen präzisen und schnell verfügbaren Nährstoffmix benötigen.
Eine regelmäßige, aber nicht übermäßige Düngung ist der Schlüssel zu einer anhaltend üppigen Blüte.
Pflege während der Blütezeit: Ausgeizen und Schneiden
Damit Ihre hängenden Geranien ihre volle Pracht entfalten können und den ganzen Sommer über schön aussehen, sind einige Pflegemaßnahmen während der Blütezeit unerlässlich. Dazu gehören das Entfernen verblühter Blütenstände (Ausgeizen) und gegebenenfalls ein leichter Rückschnitt, um die Pflanze buschiger zu machen und neue Blüten anzuregen.
Das Entfernen verblühter Blüten ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Lassen Sie Blütenstände nicht ausreifen und Samen bilden, denn das kostet die Pflanze unnötig Energie, die sie stattdessen in die Bildung neuer Blüten investieren könnte. Schneiden Sie verblühte Blütenstände möglichst nah am Stielansatz ab. Bei Geranien ist dies meist ein einfacher Handgriff. Wenn Sie die verwelkten Blüten regelmäßig entfernen, regen Sie die Pflanze an, immer neue Knospen zu bilden und somit durchgehend zu blühen. Dies kann die Blütezeit erheblich verlängern und die Intensität der Blütenpracht steigern.
Sollte eine hängende Geranie im Laufe des Sommers trotz aller Pflege etwas verkahlen oder ihre Triebe zu lang und ungleichmäßig werden, kann ein leichter Rückschnitt Abhilfe schaffen. Schneiden Sie dazu einige der längeren Triebe um etwa ein Drittel zurück. Dies fördert die Verzweigung aus den tieferen Blattknoten und führt zu einem kompakteren, buschigeren Wuchs. Führen Sie solche Rückschnitte am besten im Hochsommer durch, damit die Pflanze bis zum Herbst noch Zeit hat, neue Blüten zu bilden. Achten Sie darauf, sauberes Werkzeug zu verwenden, um Infektionen zu vermeiden.
Ausgeizen: Die Kraft der Knospenlenkung
Das "Ausgeizen" ist keine komplizierte Technik, sondern das einfache Entfernen der verblühten Blüten. Es ist vergleichbar mit dem Ernten von reifen Früchten, um die Pflanze zur weiteren Produktion anzuregen. Bei Geranien sind dies die Blütenstände, bei denen die einzelnen Blüten bereits verwelkt sind. Ziehen Sie den gesamten verblühten Blütenstiel bis zum nächsten Blattansatz oder Stiel ab.
Das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten ist entscheidend für eine kontinuierliche Neubildung von Knospen.
Krankheiten und Schädlinge bei hängenden Geranien erkennen und behandeln
Trotz ihrer Robustheit sind hängende Geranien nicht immun gegen Krankheiten und Schädlinge. Eine aufmerksame Beobachtung Ihrer Pflanzen hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen und effektiv zu bekämpfen, bevor sie größeren Schaden anrichten. Die häufigsten Probleme entstehen oft durch falsche Pflege, insbesondere durch Überwässerung oder unzureichende Belüftung.
Blattläuse sind ein häufiger Gast auf Geranien. Sie saugen Pflanzensaft und können durch ihre Vermehrung schnell zu einem echten Problem werden. Ein leichter Befall lässt sich oft durch Abspritzen mit Wasser oder das Abwischen mit einem feuchten Tuch beseitigen. Bei stärkerem Befall können biologische Mittel wie Neemöl oder spezielle Insektizide auf Basis von Kaliseife helfen. Achten Sie darauf, die Behandlung zu wiederholen, um auch nachschlüpfende Läuse zu erwischen.
Eine weitere häufige Krankheit ist die Geranienfäule (Botrytis), die sich durch graue, pelzige Beläge auf Blüten und Blättern bemerkbar macht. Sie tritt vor allem bei feuchtem Wetter und schlechter Luftzirkulation auf. Entfernen Sie betroffene Pflanzenteile sofort und entsorgen Sie sie im Hausmüll, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Verbessern Sie die Belüftung und vermeiden Sie es, die Pflanzen von oben zu gießen.
Vorbeugende Maßnahmen für gesunde Pflanzen
Der beste Weg, Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, ist eine artgerechte Haltung:
- Sorgen Sie für ausreichend Sonnenlicht und gute Luftzirkulation.
- Vermeiden Sie Staunässe durch gute Drainage und angepasste Bewässerung.
- Entfernen Sie regelmäßig verblühte Pflanzenteile.
- Verwenden Sie qualitativ hochwertiges Substrat.
- Bei Befallsgefahr oder Anfälligkeit der Sorte können vorbeugende Spritzungen mit biologischen Mitteln in Erwägung gezogen werden.
Eine gute Belüftung und das Vermeiden von Staunässe sind die wichtigsten präventiven Maßnahmen gegen Krankheiten.
Hängende Geranien mit anderen Pflanzen kombinieren
Hängende Geranien sind zwar für sich genommen schon ein Blickfang, doch ihre Wirkung kann durch geschickte Kombination mit anderen Pflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse noch verstärkt werden. Die Wahl der Begleitpflanzen hängt vom gewünschten Stil, den Lichtverhältnissen und den Pflegebedürfnissen ab. Ziel ist es, ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, das die Schönheit der Geranien unterstreicht und gleichzeitig für Abwechslung sorgt.
Für einen klassischen und üppigen Look eignen sich Pflanzen, die ebenfalls eine lange Blütezeit haben und ähnliche Ansprüche an Sonne und Wasser stellen. Eine beliebte Kombination ist die mit Lobelien (Lobularia maritima), die zarte, weiße oder violette Blütenkissen bilden und sich hervorragend als Bodendecker oder als Ergänzung in Blumenampeln eignen. Auch kleine, zarte Gräser können Struktur und Leichtigkeit in eine Bepflanzung mit hängenden Geranien bringen.
Wenn Sie einen modernen oder mediterranen Stil bevorzugen, können Sie hängende Geranien mit Pflanzen wie Lavendel, Kräutern (z.B. Thymian, Rosmarin) oder auch mit Sukkulenten kombinieren. Diese Pflanzen bringen unterschiedliche Texturen und Formen ein und ergänzen die Blütenpracht der Geranien auf subtile Weise. Achten Sie darauf, dass die Begleitpflanzen nicht zu dominant werden und den Fokus von den Geranien ablenken. Ein guter Tipp ist, Pflanzen mit ähnlichen Wuchshöhen und -breiten zu wählen, um ein ausgewogenes Verhältnis zu gewährleisten.
Harmonische Partner für Geranien
- Lobelien: Bieten zarte Blüten und eine gute Bodendeckung.
- Fuchsien (hängend): Kombinieren sich gut in halbschattigen Lagen, bringen andere Blütenformen.
- Petunien: Ähnlicher Pflegebedarf, sorgen für zusätzliche Blütenvielfalt.
- Ziergräser: Bringen Struktur und Leichtigkeit.
- Kräuter (z.B. Thymian, Oregano): Ergänzen mit Duft und Textur, mögen ähnliche Bedingungen.
Bei der Auswahl der Begleitpflanzen ist es wichtig, deren Licht- und Wasserbedarf zu berücksichtigen. Pflanzen, die ähnliche Bedürfnisse haben, sind leichter zu pflegen und gedeihen besser Seite an Seite. Kombinieren Sie niemals Pflanzen mit stark unterschiedlichen Anforderungen, da dies zu Kompromissen führt, die keiner der Beteiligten gut verträgt.
Die richtige Partnerwahl hebt die natürliche Schönheit hängender Geranien hervor.
Hängende Geranien überwintern: So machen Sie Ihre Pflanzen winterhart
Hängende Geranien sind einjährige Pflanzen, was bedeutet, dass sie in unseren Breiten normalerweise nicht über den Winter hinaus überleben. Doch mit der richtigen Behandlung ist es möglich, sie durch den Winter zu bringen und im nächsten Jahr wieder aufzubauen. Das Überwintern spart Kosten und ermöglicht es, die Lieblingssorten zu erhalten. Der Prozess erfordert etwas Aufwand, belohnt aber mit einer schnellen Wiederbelebung im Frühling.
Es gibt grundsätzlich zwei Methoden, um Geranien zu überwintern: als Stecklinge oder als ganze Pflanzen. Die Überwinterung als ganze Pflanze ist für hängende Geranien oft einfacher. Dazu werden die Pflanzen vor dem ersten Frost, meist im Oktober, aus ihren Gefäßen genommen. Schneiden Sie die Triebe kräftig zurück, etwa auf ein Drittel der ursprünglichen Länge. Entfernen Sie alle Blätter und Blüten.
Die zurückgeschnittenen Pflanzen werden dann in Töpfe mit neuer, lockerer Erde gesetzt. Der Standort für die Überwinterung sollte kühl, hell und frostfrei sein. Ideal sind Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Ein unbeheiztes Treppenhaus, ein kühler Wintergarten oder ein frostfreies Gartenhaus sind gute Optionen. Während der Überwinterungsphase wird nur sehr sparsam gegossen. Der Boden sollte gerade so feucht gehalten werden, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Düngung ist in dieser Zeit nicht notwendig.
Die Methoden im Überblick
- Überwinterung als ganze Pflanze: Pflanzen vor dem ersten Frost zurückschneiden, Blätter entfernen und an einem kühlen, hellen Ort bei 5-10°C überwintern. Wenig gießen.
- Überwinterung als Stecklinge: Im Spätsommer oder Frühherbst gesunde Triebspitzen schneiden, bewurzeln lassen und wie Jungpflanzen überwintern.
Die Überwinterung als ganze Pflanze ist für hängende Geranien meist die praktikabelste Methode. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen vor dem Einräumen auf Schädlinge untersucht werden. Ein Befall im Winter kann sich schnell ausbreiten und die ganze Sammlung gefährden. Wenn Sie die Pflanzen im Frühjahr wieder ins Freie stellen, gewöhnen Sie sie langsam an die Sonne, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Ein kühler, heller und frostfreier Standort ist entscheidend für eine erfolgreiche Geranien-Überwinterung.
Häufig gestellte Fragen rund ums Hängende Geranien Pflanzen
Viele Gärtner haben spezifische Fragen, wenn es um das Thema hängende Geranien pflanzen geht. Hier beantworten wir die häufigsten Anliegen, um Ihnen die Pflege und den Anbau so einfach wie möglich zu gestalten.
Warum hängen meine Geranien nicht? Oft liegt das an der Sortenwahl. Nicht alle Geranien sind stark hängend. Achten Sie beim Kauf auf Bezeichnungen wie "Hängegeranie", "Hänge-Pelargonie" oder "Hängende Form". Auch der Standort kann eine Rolle spielen; zu wenig Licht kann das Wachstum hemmen. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen ausreichend Sonnenlicht bekommen und das Substrat nicht austrocknet.
Wie oft muss ich meine hängenden Geranien düngen? Geranien sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Nährstoffzufuhr. In der Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis Herbst sollten sie etwa ein- bis zweimal pro Woche mit einem flüssigen Blühpflanzendünger versorgt werden. Achten Sie auf die Dosierungsempfehlung des Herstellers, um Überdüngung zu vermeiden.
Sind hängende Geranien winterhart? Nein, die meisten Sorten sind nicht winterhart und müssen über den Winter entweder kühl und hell gelagert oder als einjährige Pflanzen behandelt werden. Nur wenige spezielle Sorten zeigen eine gewisse Frosttoleranz, sind aber für unsere Winter in der Regel nicht ausreichend geschützt.
Was tun gegen kleine schwarze Fliegen an meinen Geranien? Dies sind meist Trauermücken. Sie entstehen oft durch zu feuchte Erde. Reduzieren Sie die Gießmenge und lassen Sie die oberste Erdschicht gut abtrocknen. Gelbtafeln können helfen, die erwachsenen Tiere zu fangen. Ein biologisches Mittel auf Basis von Nematoden kann die Larven im Substrat bekämpfen.
