Warum Geranien überwintern?

Ja, man kann Geranien überwintern und so die Lebensdauer dieser farbenfrohen Sommerblumen deutlich verlängern. Anstatt jedes Jahr neue Pflanzen zu kaufen, ermöglicht das Überwintern, die geliebten Sorten über den Winter zu bringen und sie im nächsten Frühjahr wieder auszupflanzen. Dies spart nicht nur Kosten, sondern bewahrt auch die einzigartigen Wuchsformen und Blütenfarben Ihrer Favoriten, die über Jahre hinweg durch gezielte Pflege und Auswahl entstanden sind. Geranien, oft auch als Storchschnäbel bekannt, sind in vielen Arten und Sorten erhältlich, und nicht alle sind gleich gut frostresistent.

Die Entscheidung, Geranien zu überwintern, basiert oft auf dem Wunsch, kostbare oder besonders schöne Exemplare zu erhalten. Viele der handelsüblichen Geranien, insbesondere die Hänge- und Zwergform (Pelargonium peltatum und Pelargonium zonale), sind nicht winterhart im Freiland. Sie stammen ursprünglich aus wärmeren Klimazonen und würden bei uns erfrieren. Das Überwintern ist daher die einzige Möglichkeit, diese Pflanzen über die kalte Jahreszeit zu retten und im nächsten Sommer wieder ihre volle Pracht zu genießen. Es ist ein Prozess, der Sorgfalt und Aufmerksamkeit erfordert, aber die Belohnung sind gesunde, kräftige Pflanzen, die bereit sind, im Frühling aufs Neue zu blühen.

Schneiden Sie Ihre Geranien vor dem Einräumen nicht zu stark zurück, lassen Sie genügend Laub und Stielstruktur für die Überwinterung.

Die Vielfalt der Geranien und ihre Überwinterungsansprüche

Bevor Sie mit dem Überwintern beginnen, ist es hilfreich, die Art der Geranie zu kennen, die Sie besitzen. Es gibt zwei Hauptgruppen, die für das Überwintern relevant sind: die klassischen Pelargonien (oft als „echte“ Geranien bezeichnet, aber botanisch Pelargonium) und die Stauden-Geranien (echte Geranium-Arten). Die meisten Gartenbesitzer meinen mit „Geranien“ die Pelargonien, die im Sommer auf Balkonen und in Beeten blühen. Diese sind typischerweise nicht frosthart und müssen unbedingt vor dem ersten Frost ins Winterquartier gebracht werden. Die echten Geranium-Arten hingegen sind oft winterhart und können im Freiland überwintern, benötigen dann aber dennoch einen gewissen Schutz, insbesondere in rauen Lagen.

Die Klassifizierung ist entscheidend, denn das Vorgehen beim Überwintern unterscheidet sich grundlegend. Bei den Pelargonien geht es darum, die Pflanze vor dem Erfrieren zu schützen und sie in einen Zustand der Ruhe zu versetzen, während bei den winterharten Geranium-Arten der Fokus auf dem Schutz der Wurzeln und des oberirdischen Teils vor extremen Temperaturen und Staunässe liegt. Die Unterscheidung hilft Ihnen, die richtige Methode für Ihre Pflanzen zu wählen und erfolgreich zu sein.

Der richtige Zeitpunkt für das Einwintern von Geranien

Der ideale Zeitpunkt, um Geranien für die Überwinterung vorzubereiten und ins Winterquartier zu bringen, richtet sich primär nach den Außentemperaturen. Sobald die Nachttemperaturen konstant unter 5 bis 10 Grad Celsius fallen und Frost droht, ist es höchste Zeit zu handeln. Selbst kurzzeitiger Frost kann empfindliche Pflanzenteile schädigen und die Überwinterung erschweren. Beobachten Sie die Wettervorhersage genau und handeln Sie proaktiv, bevor die ersten Fröste Ihre Geranien erfassen.

Vorbereitungsschritte vor dem Einräumen

Bevor Sie Ihre Geranien ins Winterquartier einräumen, sind einige vorbereitende Maßnahmen unerlässlich. Zunächst sollten Sie die Pflanzen gründlich auf Schädlinge und Krankheiten untersuchen. Befallene Pflanzen sollten separat behandelt oder im Zweifelsfall aussortiert werden, um eine Ausbreitung auf gesunde Exemplare zu verhindern. Entfernen Sie alle welken oder abgestorbenen Blätter und Blüten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen und die Pflanze von unnötiger Last zu befreien. Dies fördert auch eine bessere Luftzirkulation.

Anschließend ist ein Rückschnitt ratsam. Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel bis die Hälfte ihrer Länge ein. Dies verringert das Volumen der Pflanze, was die Lagerung erleichtert und die Pflanze dazu anregt, sich im nächsten Frühjahr kompakter zu entwickeln. Entfernen Sie auch übermäßig lange oder verkahlte Triebe. Achten Sie darauf, nicht zu tief zu schneiden, da die Pflanze noch genügend Substanz für die Überwinterung benötigt. Bei Geranien, die im Topf überwintern, kann man den Wurzelballen bei Bedarf auch leicht zurückschneiden, wenn er den Topf komplett durchwurzelt hat.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Geranien überwintern liegt in der sorgfältigen Vorbereitung und dem rechtzeitigen Handeln, bevor der Frost kommt.

Die richtige Wahl des Winterquartiers

Das A und O für eine erfolgreiche Überwinterung ist das passende Quartier. Geranien benötigen ein kühles, helles und frostfreies Umfeld. Ideale Temperaturen liegen zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Zu warm ist ungünstig, da die Pflanzen dann weiterwachsen und Kraft verbrauchen, was sie für den Austrieb im Frühjahr schwächt. Zu kalt, und sie riskieren Frostschäden.

Geeignete Orte sind:

  • Ungeheizte Wintergärten
  • Helle Treppenhäuser
  • Kühle, aber helle Garagen oder Schuppen
  • Ein frostfreies Gewächshaus
  • Manche Gärtner nutzen auch unbeheizte Zimmer oder Flure mit guter Belichtung

Wichtig ist, dass das Quartier gut belüftet ist, um Pilzbefall und Fäulnis zu vermeiden. Direkte Sonneneinstrahlung im Winter ist weniger kritisch, da die Pflanzen in der Ruhephase sind, aber Licht ist dennoch vorteilhaft. Wenn Sie mehrere Geranien überwintern, achten Sie darauf, dass sie sich nicht zu dicht stehen, um die Luftzirkulation zu gewährleisten.

Lagern Sie Ihre Geranien möglichst aufrecht, um das Auslaufen von Erde zu vermeiden und eine gleichmäßige Wasserversorgung zu erleichtern.

Überwinterungsmethoden für Geranien

Es gibt verschiedene bewährte Methoden, um Geranien über den Winter zu bringen. Die Wahl der Methode hängt oft vom Platzangebot, der Pflanzenmenge und der individuellen Präferenz ab. Jede Methode hat ihre spezifischen Anforderungen und Vorteile, doch das Ziel ist stets, die Pflanze gesund durch die dunkle und kalte Jahreszeit zu geleiten.

Methode 1: Geranien im Topf überwintern

Dies ist wahrscheinlich die gängigste Methode für Hobbygärtner, da sie vergleichsweise unkompliziert ist. Die Geranien verbleiben in ihren Töpfen. Nach dem Rückschnitt und der Entfernung welker Pflanzenteile werden die Töpfe an das gewählte kühle, helle Winterquartier geräumt. Das Substrat sollte während der gesamten Überwinterungsphase nur sehr sparsam feucht gehalten werden. Gießen Sie nur dann, wenn der Ballen sich sehr trocken anfühlt, und vermeiden Sie Staunässe unbedingt. Einmal im Monat ein leichtes Gießen ist oft ausreichend.

Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die Pflanzen nicht umgetopft werden müssen und somit weniger Stress ausgesetzt sind. Es ist auch einfacher, sie zu bewegen, falls sich die Bedingungen im Quartier ändern. Achten Sie darauf, dass die Töpfe nicht auf kalten Stein- oder Betonböden stehen, sondern auf einer kleinen Erhöhung oder einem Holzbrett, um Bodenkälte zu isolieren.

Die Geranien in ihren Töpfen im kühlen und hellen Winterquartier sind am einfachsten zu managen.

Methode 2: Geranien wie Stecklinge überwintern

Diese Methode ist platzsparend und eignet sich hervorragend, wenn Sie nur wenige Pflanzen oder wenig Platz haben. Schneiden Sie im Herbst kräftige Stecklinge von etwa 10-15 cm Länge von gesunden Mutterpflanzen. Entfernen Sie die unteren Blätter und die Blütenknospen. Stecken Sie diese Stecklinge einzeln in kleine Töpfe mit einer gut durchlässigen Anzucht- oder Stecklingserde. Alternativ können Sie die Stecklinge auch in feuchtes Vermiculit oder Sand stecken.

Stellen Sie die Töpfe oder Behälter an einen hellen, kühlen Ort (ca. 10-15°C). Halten Sie das Substrat nur leicht feucht. Die Stecklinge werden voraussichtlich erst im Frühjahr anwachsen, aber sie überdauern den Winter und können dann zu neuen, kräftigen Pflanzen herangezogen werden. Diese Methode ist besonders empfehlenswert für Sorten, die empfindlich auf die reine Überwinterung als ganze Pflanze reagieren.

Methode 3: Geranien ohne Erde überwintern (Wurzelballen trocken lagern)

Diese Technik minimiert das Risiko von Wurzelfäule und spart Platz. Graben Sie die Geranien im Herbst vorsichtig aus, nachdem Sie sie zurückgeschnitten haben. Entfernen Sie so viel Erde wie möglich vom Wurzelballen, sodass die Wurzeln und der untere Teil des Stängels frei liegen. Hängen Sie die Pflanzen kopfüber an einem kühlen (5-10°C), dunklen und gut belüfteten Ort auf, z. B. in einem Kellerraum oder einer Garage. Alternativ können Sie die Pflanzen auch in Zeitungspapier einschlagen oder in einem trockenen Behälter (z. B. Pappkarton) lagern, wobei der Wurzelballen gut durchlüftet sein muss.

Wichtig ist, dass die Pflanzen komplett trocken stehen. Prüfen Sie die Pflanzen gelegentlich. Wenn die Wurzeln zu stark austrocknen und schrumpfen, können Sie sie kurz in Wasser tauchen oder leicht mit Wasser besprühen, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Diese Methode erfordert etwas mehr Beobachtung und Fingerspitzengefühl, ist aber sehr effektiv, um den Platzbedarf zu reduzieren und Krankheiten vorzubeugen.

Methode 4: Winterharte Geranien (Geranium-Arten) im Freiland

Für die botanisch korrekten Geranien (Geranium-Arten), die oft als Storchschnabel bekannt sind und im Garten wachsen, ist das Überwintern im Freiland der Normalfall. Diese sind in der Regel winterhart. Dennoch profitieren sie von einem leichten Schutz, insbesondere in Regionen mit strengen Wintern oder auf exponierten Standorten. Bedecken Sie die Pflanzenbasis mit einer Schicht Laub, Reisig oder Kompost. Dies schützt die Wurzeln vor starken Temperaturschwankungen und austrocknendem Frost.

Bei besonders rauen Bedingungen können Sie auch den gesamten Horst mit Vlies oder Reisig abdecken. Vermeiden Sie es, die Pflanzen zu dicht zu packen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Ein gut durchlässiger Boden ist auch hier entscheidend, um Staunässe zu verhindern, die auch winterharte Arten schädigen kann. Die Geranien ziehen im Herbst ihre oberirdischen Teile meist selbst ein; das Entfernen dieser alten Triebe erfolgt dann im Frühjahr.

Pflege der Geranien während der Überwinterung

Die Pflege während der Überwinterungsphase ist entscheidend für den Erfolg. Es geht primär darum, die Pflanzen in einem Zustand der Ruhe zu halten und gleichzeitig die Lebensfunktionen zu erhalten. Die Hauptfaktoren sind Licht, Wasser und Temperatur, und ihre richtige Balance ist der Schlüssel.

Lichtverhältnisse im Winterquartier

Auch wenn Geranien im Winter ihre Hauptwachstumsphase abgeschlossen haben und ruhen, benötigen sie dennoch Licht. Ein helles Quartier ist daher unerlässlich. Lichtmangel kann zu einem Vergeilen der Pflanzen führen, das heißt, die Triebe werden lang und dünn, da die Pflanze vergeblich nach Licht sucht. Ein Südfenster im ungeheizten Raum ist ideal, aber auch ein helles Ost- oder Westfenster kann ausreichen. Wenn das Quartier sehr dunkel ist, ist die Gefahr von Pilzkrankheiten und Schädlingen höher, und die Pflanzen werden im Frühjahr schwächer austreiben.

Ein Mangel an Licht ist einer der häufigsten Gründe, warum Geranien das Überwintern nicht überstehen oder im Frühjahr nur kümmerlich austreiben. Sorgen Sie daher, wo immer möglich, für optimale Lichtbedingungen. Wenn Sie nur begrenzte Lichtmöglichkeiten haben, ist eine Methode wie das Überwintern der Stecklinge oder das Lagern der Wurzelballen ohne Erde möglicherweise die bessere Wahl, da diese Methoden weniger Licht benötigen.

Bewässerung und Düngung im Winter

Während der Überwinterung ist die Wasserzufuhr stark zu reduzieren. Geranien benötigen in ihrer Ruhephase kaum Wasser. Gießen Sie nur dann, wenn die Erde im Topf merklich abgetrocknet ist. Die Häufigkeit hängt von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit im Quartier ab. In kühlen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist der Wasserbedarf geringer als in trockeneren, etwas wärmeren Umgebungen. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe im Topf oder auf dem Lagerplatz, da dies schnell zu Wurzelfäule führen kann, die meist tödlich für die Pflanze ist.

Auf Düngung sollte während der gesamten Überwinterungszeit verzichtet werden. Die Pflanzen befinden sich in einer Ruhephase und können die Nährstoffe nicht aufnehmen und verarbeiten. Eine Düngung würde die Pflanze eher belasten und das Risiko von Krankheiten erhöhen.

Die sparsame Bewässerung ist das wichtigste Element der Geranienpflege im Winter.

Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten

Regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich, um Schädlinge und Krankheiten frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Achten Sie besonders auf Blattläuse, Spinnmilben und Trauermücken. Diese können sich bei ungünstigen Bedingungen schnell vermehren. Ein Befall ist leichter zu behandeln, solange die Pflanzen im Winterquartier sind, als wenn sie bereits wieder im Freien stehen.

Wenn Sie einen Befall feststellen, reagieren Sie umgehend. Bei Blattläusen oder Spinnmilben können oft schon mechanische Methoden wie das Abwischen mit einem feuchten Tuch oder das Abspritzen mit Wasser helfen. Bei stärkerem Befall können biologische Mittel wie Neemöl oder insektizide Seifen zum Einsatz kommen. Sorgen Sie für eine gute Belüftung im Quartier, da dies Schädlingen und Pilzen entgegenwirkt.

Stellen Sie Ihre überwinternden Geranien nicht neben Obst oder Gemüse, da diese oft Schädlinge beherbergen, die auf die Geranien überspringen können.

Das Erwachen im Frühling: Auswintern der Geranien

Sobald die Gefahr von starken Frösten vorüber ist und die Temperaturen im Freien stabil über Null liegen, ist es Zeit, Ihre Geranien aus dem Winterschlaf zu wecken. Dieser Prozess sollte schrittweise erfolgen, um die Pflanzen nicht zu überfordern. Der Übergang vom kühlen, geschützten Winterquartier zur vollen Sonne im Freien kann ein Schock sein, wenn er zu abrupt geschieht.

Schrittweise Akklimatisierung an das Freiland

Beginnen Sie damit, die Geranien tagsüber für einige Stunden an einen geschützten, hellen Ort im Freien zu stellen, beispielsweise auf eine überdachte Terrasse oder unter einen Baum. Tun Sie dies über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen. Achten Sie darauf, die Pflanzen nachts wieder hereinzuholen, wenn die Temperaturen noch stark schwanken. Mit jedem Tag können Sie die Aufenthaltsdauer im Freien verlängern und die Pflanzen allmählich an direkteres Sonnenlicht gewöhnen.

Diese schrittweise Umstellung, auch als Abhärtung bekannt, hilft den Pflanzen, sich an die veränderten Lichtverhältnisse, Temperaturen und Wind zu adaptieren. Sie verhindert Sonnenbrand auf den jungen, zarten Trieben und reduziert den Stress für die Pflanze erheblich. Dieses Vorgehen ist essentiell, um gesunde und kräftige Pflanzen für die kommende Blütezeit zu erhalten.

Die schrittweise Gewöhnung ans Freiland schützt Ihre Geranien vor einem Schock und sichert einen kräftigen Austrieb.

Erneuter Rückschnitt und Umtopfen

Wenn die Geranien nach der Akklimatisierungsphase beginnen, sichtbar auszutreiben und neue Triebe zu bilden, ist dies der richtige Zeitpunkt für einen erneuten, stärkeren Rückschnitt. Schneiden Sie alle schwachen, dünnen oder abgestorbenen Triebe zurück und kürzen Sie die Haupttriebe weiter ein, um eine buschige Wuchsform zu fördern. Dies regt die Verzweigung an und sorgt für eine dichtere Blüte im Sommer.

Wenn die Geranien ihre alten Töpfe stark durchwurzelt haben oder das Substrat verbraucht ist, ist es ratsam, sie in frische, nährstoffreiche Erde umzutopfen. Verwenden Sie ein hochwertiges Substrat für Kübelpflanzen oder Geranien. Wählen Sie einen etwas größeren Topf als den alten, aber übertreiben Sie es nicht. Ein zu großer Topf kann zu Staunässe führen. Gießen Sie die frisch umgetopften Pflanzen gut an.

Erste Düngung und Pflege im Frühjahr

Nach dem Umtopfen und dem ersten kräftigen Rückschnitt ist es Zeit für die erste Düngung. Verwenden Sie einen Langzeitdünger, der den Pflanzen über mehrere Wochen Nährstoffe liefert, oder beginnen Sie mit einer flüssigen Düngergabe alle zwei Wochen. Achten Sie auf einen Dünger mit einem ausgewogenen Verhältnis von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), der speziell für blühende Pflanzen oder Geranien geeignet ist.

Beginnen Sie mit der Bewässerung wieder regelmäßiger, sobald die Pflanzen aktiv wachsen und die Temperaturen steigen. Die Erde sollte stets leicht feucht gehalten werden, aber Staunässe ist weiterhin zu vermeiden. Mit diesen Pflegemaßnahmen werden Ihre Geranien gut auf die kommende Saison vorbereitet und Sie können sich bald wieder an ihrer Blütenpracht erfreuen.

Die Geranien überwintern erfolgreich bedeutet, dass Sie im Frühjahr kräftige Pflanzen zur Verfügung haben, die sofort mit dem Wachsen und Blühen beginnen können, sobald die Bedingungen es zulassen. Dies erfordert zwar etwas Mühe, ist aber eine lohnende Investition in die Schönheit Ihres Gartens und Balkons.

Fehler, die Sie beim Überwintern vermeiden sollten

Auch wenn das Überwintern von Geranien mit den richtigen Methoden gut gelingt, gibt es einige häufige Fehler, die den Erfolg zunichtemachen können. Das Bewusstsein für diese Fallstricke hilft Ihnen, die Lebensdauer Ihrer Pflanzen zu sichern.

Zu warm und zu dunkel

Der häufigste Fehler ist die Wahl eines zu warmen und/oder zu dunklen Winterquartiers. Viele Menschen neigen dazu, Geranien einfach in einen frostfreien Keller oder einen fast dunklen Abstellraum zu stellen. Wenn es zu warm ist (über 10-12°C), beginnen die Pflanzen, unkontrolliert zu wachsen. Dies verbraucht wertvolle Kraftreserven, die sie für den Austrieb im Frühjahr benötigen. Gleichzeitig führt der Mangel an Licht bei warmen Temperaturen zu einem schnellen Vergeilen, und die Pflanzen werden schlaff und anfällig.

Zu viel Wasser

Ein weiterer kritischer Fehler ist die Überwässerung. In der Ruhephase benötigen Geranien nur sehr wenig Wasser. Wenn die Erde dauerhaft feucht gehalten wird, können die Wurzeln faulen. Dies ist ein schleichender Prozess, der oft erst bemerkt wird, wenn es zu spät ist. Achten Sie darauf, dass die Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen kann und dass überschüssiges Wasser aus dem Topf abfließen kann.

Vermeiden Sie Staunässe unter den Töpfen, um Wurzelfäule zu verhindern.

Zu späte oder zu frühe Maßnahmen

Manche Gärtner sind zu zögerlich und bringen ihre Geranien erst ins Winterquartier, wenn die ersten Fröste bereits Teile der Pflanze geschädigt haben. Andere sind zu eifrig und räumen die Pflanzen bereits bei den ersten kühleren Tagen ein, wenn die Pflanzen noch nicht bereit für die Ruhephase sind. Idealerweise sollten die Pflanzen vor dem ersten Nachtfrost eingeräumt werden, wenn die Temperaturen konstant unter 10°C fallen. Ein zu frühes Einräumen kann ebenfalls Stress bedeuten.

Unzureichende Vorbereitung (Schädlinge, Krankheiten)

Das Ignorieren von Schädlingen und Krankheiten vor dem Einwintern ist ein Rezept für Desaster. Wenn Sie befallene Pflanzen in ein geschlossenes Winterquartier stellen, können sich die Schädlinge dort ungestört vermehren und die gesamte Sammlung befallen. Eine gründliche Inspektion und gegebenenfalls Behandlung vor dem Einwintern ist daher unerlässlich, um die gesunden Pflanzen zu schützen.

Das Erkennen und Vermeiden dieser Fehler ist ein wichtiger Schritt, um Ihre Geranien erfolgreich durch den Winter zu bringen und sich im nächsten Jahr wieder an ihnen zu erfreuen.

Geranien vermehren: Von überwinterten Pflanzen profitieren

Das Überwintern von Geranien eröffnet nicht nur die Möglichkeit, die gleichen Pflanzen über mehrere Jahre zu erhalten, sondern auch eine hervorragende Basis für die Vermehrung. Aus den überwinterten, kräftigen Pflanzen lassen sich im Frühjahr gesunde Stecklinge schneiden, mit denen Sie neue Pflanzen ziehen können. Dies ist eine kostengünstige und befriedigende Methode, um Ihren Bestand zu erweitern oder seltene Sorten zu vermehren.

Stecklinge schneiden im Frühjahr

Sobald Ihre überwinterten Geranien im Frühjahr wieder kräftig austreiben und Sie den ersten stärkeren Rückschnitt durchgeführt haben, ist der ideale Zeitpunkt, um Stecklinge zu schneiden. Suchen Sie junge, kräftige Triebe, die noch nicht blühen. Schneiden Sie diese mit einem scharfen Messer oder einer sauberen Gartenschere etwa 5-10 cm unterhalb eines Blattknotens ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur noch ein bis zwei Blattpaare am oberen Ende verbleiben.

Anschließend können diese Stecklinge direkt in Anzuchterde oder eine Mischung aus Sand und Torf gesteckt werden. Halten Sie das Substrat leicht feucht und stellen Sie die Stecklinge an einen hellen, warmen Ort, idealerweise bei 18-22°C. Eine Abdeckung mit einer durchsichtigen Plastikhaube oder das Stellen in eine kleine Gewächshauserweiterung fördert das schnelle Anwachsen, indem die Luftfeuchtigkeit erhöht wird.

Die Vermehrung durch Stecklinge ist der Schlüssel, um Ihren Bestand an überwinterten Geranien einfach zu vergrößern.

Pflege der jungen Stecklinge

Geduld ist gefragt, wenn Sie darauf warten, dass die Stecklinge Wurzeln bilden. Dies kann je nach Sorte und Bedingungen zwischen zwei und vier Wochen dauern. Sobald Sie die ersten Anzeichen neuen Wachstums bemerken, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass sich Wurzeln gebildet haben. Sobald die Stecklinge gut angewachsen sind und kräftige neue Triebe entwickeln, können sie wie erwachsene Pflanzen behandelt werden. Das bedeutet, sie werden an einen helleren, aber nicht zu sonnigen Platz gestellt und langsam an normale Gartenbedingungen gewöhnt.

Wenn die Gefahr von Nachtfrösten vorüber ist und die Temperaturen stabil sind, können die jungen Geranien ausgepflanzt oder in größere Töpfe umgesetzt werden. Mit der richtigen Pflege entwickeln sich diese aus Stecklingen gezogenen Pflanzen zu prächtigen Blühern, die oft noch vitaler sind als ältere Pflanzen.

Vorteile der Vermehrung

Die Vermehrung von Geranien bietet zahlreiche Vorteile. Sie können Ihre Lieblingssorten kostengünstig vermehren und sind nicht auf das Angebot im Gartencenter angewiesen. Zudem können Sie durch die Auswahl gesunder Mutterpflanzen und die gezielte Vermehrung die Qualität und Vitalität Ihres Bestands stetig verbessern. Überwinterte Geranien, die im Frühjahr beste Stecklinge liefern, sind dafür die ideale Quelle.

Durch das erfolgreiche Geranien überwintern und die anschließende Vermehrung schaffen Sie eine nachhaltige und bereichernde Möglichkeit, Ihren Garten oder Balkon jedes Jahr aufs Neue mit Ihren bevorzugten Geranien zu schmücken.

Geranien pflanzen und pflegen im Frühjahr nach der Überwinterung

Nachdem Ihre Geranien erfolgreich überwintert und die ersten Frühlingsboten gesendet haben, steht das Auspflanzen und die fortlaufende Pflege an. Der richtige Zeitpunkt und die korrekten Handgriffe sind entscheidend, damit die Pflanzen ihre volle Pracht entfalten können.

Der optimale Zeitpunkt zum Auspflanzen

Das Auspflanzen von überwinterten Geranien ins Freiland oder in größere Kübel sollte erst erfolgen, wenn keine Gefahr von Nachtfrösten mehr besteht. Dies ist in den meisten Regionen Deutschlands ab Mitte Mai der Fall, nach den sogenannten Eisheiligen. Überprüfen Sie stets die lokale Wettervorhersage und warten Sie lieber noch einige Tage länger, um Ihre Pflanzen vor Kälteschäden zu schützen. Geranien lieben Wärme und mögen keine kalten Füße.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend, um die überwinterten Geranien sicher ins neue Gartenjahr zu starten.

Bodenvorbereitung und Pflanzabstand

Wählen Sie für Geranien einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte locker, nährstoffreich und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Bei schweren Böden ist es ratsam, Kompost oder Sand einzuarbeiten, um die Drainage zu verbessern. Wenn Sie Geranien in Balkonkästen oder Kübel pflanzen, verwenden Sie hochwertige Blumenerde. Achten Sie auf einen ausreichenden Pflanzabstand: zwischen einzelnen Geranien sollten etwa 20-30 cm Platz gelassen werden, um eine gute Belüftung zu gewährleisten und Krankheiten vorzubeugen.

Regelmäßige Geranien Pflege im Sommer

Sobald die Geranien ausgepflanzt sind, beginnt die Hauptpflegezeit. Regelmäßiges Gießen ist essenziell, besonders während trockener Perioden. Gießen Sie am besten morgens oder abends direkt an die Wurzeln, um die Blätter trocken zu halten und Verdunstungsverluste zu minimieren. Vermeiden Sie es, die Pflanzen von oben zu wässern, da dies die Ausbreitung von Pilzkrankheiten fördern kann.

Die Geranien sind Starkzehrer und benötigen regelmäßig Nährstoffe, um üppig zu blühen. Beginnen Sie etwa zwei Wochen nach dem Auspflanzen mit der Düngung. Verwenden Sie einen speziellen Geraniendünger oder einen Blühpflanzendünger nach Packungsanweisung, meist alle ein bis zwei Wochen. Regelmäßiges Ausputzen verwelkter Blüten fördert die Bildung neuer Knospen und sorgt für eine kontinuierlich schöne Blüte über den gesamten Sommer.

Indem Sie diese Pflegehinweise beachten, stellen Sie sicher, dass Ihre überwinterten Geranien nicht nur den Sommer überleben, sondern auch in voller Pracht erstrahlen.

Winterharte Geranien: Was bedeutet das wirklich?

Die Unterscheidung zwischen „winterhart“ und „nicht winterhart“ ist entscheidend, wenn es um die Überwinterung von Geranien geht. Viele Gärtner verwenden den Begriff „Geranien“ umgangssprachlich für die beliebten Pelargonien, die im Sommer auf Balkonen und in Blumenbeeten für Farbe sorgen. Diese sind botanisch gesehen Pelargonien (Pelargonium) und sind in der Regel nicht frosthart. Sie müssen für den Winter ins Haus geholt werden, um nicht zu erfrieren. Das Geranien überwintern beschränkt sich also meist auf diese Gruppe.

Echte Geranien (Geranium-Arten) – Die Winterharten

Die botanisch korrekten Geranien, oft als Storchschnäbel bekannt (Gattung Geranium), sind hingegen größtenteils winterharte Stauden. Diese Arten sind an unsere klimatischen Bedingungen angepasst und können in der Regel problemlos im Freiland überwintern. Dazu gehören bekannte Sorten wie Geranium sanguineum (Blutroter Storchschnabel), Geranium macrorrhizum (Balkan-Storchschnabel) oder Geranium pratense (Wiesen-Storchschnabel). Ihre winterharte Natur bedeutet, dass sie tiefere Temperaturen tolerieren und ihre Wurzeln auch im gefrorenen Boden geschützt sind.

Bei diesen winterharten Sorten ist das „Überwintern“ im Grunde ein Schutz vor extremen Bedingungen und Staunässe. Das bedeutet:

  • Bodenschutz: Eine Mulchschicht aus Laub oder Reisig schützt den Wurzelbereich vor starkem Frost und schnellen Temperaturschwankungen.
  • Staunässe vermeiden: Ein gut durchlässiger Standort ist unerlässlich, um zu verhindern, dass die Wurzeln im Winter erfrieren oder faulen.
  • Rückschnitt: Der Rückschnitt erfolgt meist erst im Frühjahr, da die verblühten Triebe und Samenstände auch im Winter Sichtschutz und Lebensraum für Insekten bieten können.

Geranien überwintern im Freiland bezieht sich also primär auf die echten Geranium-Arten.

Pelargonien (Pelargonium-Arten) – Die nicht Winterharten

Die Geranien, die wir üblicherweise kaufen und auf Balkonen und Terrassen pflanzen – wie Stehende Geranien (Pelargonium zonale), Hängegeranien (Pelargonium peltatum) oder Duftgeranien (Pelargonium graveolens) – sind keine echten Geranien und nicht winterhart. Sie stammen aus Südafrika und anderen warmen Regionen. Für diese Pflanzen ist ein Überwintern im Haus unerlässlich, wenn man sie erhalten möchte. Die Methoden hierfür wurden bereits ausführlich behandelt: das Überwintern im Topf, als Stecklinge oder das Trockenlagern.

Die Verwirrung entsteht oft durch die gemeinsame Namensgebung und die ähnliche Erscheinung. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre „Geranien“ winterhart sind, prüfen Sie die botanische Bezeichnung. Ist es eine Art aus der Gattung Geranium, ist sie wahrscheinlich winterhart. Ist es eine Art aus der Gattung Pelargonium, benötigt sie dringend ein Winterquartier. Das Wissen um diesen Unterschied ist die Grundlage für die richtige Vorgehensweise beim Geranien überwintern und deren Pflege.

Zusammenfassung: Der Weg zum Erfolg beim Geranien überwintern

Die Entscheidung, Geranien zu überwintern, ist eine lohnende Praxis, die es ermöglicht, die Schönheit dieser Pflanzen über mehrere Jahre zu genießen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Der gesamte Prozess, vom richtigen Zeitpunkt des Einwinterns über die Wahl des Quartiers bis hin zur Pflege während der Ruhephase und dem schrittweisen Auswintern im Frühjahr, erfordert Aufmerksamkeit für Details. Doch mit dem richtigen Wissen und der Beachtung einiger grundlegender Prinzipien ist das Geranien überwintern gut machbar.

Die Kernschritte für eine erfolgreiche Überwinterung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hauptpunkte für ein gelungenes Überwintern von nicht winterharten Geranien (Pelargonien) sind:

  • Rechtzeitig handeln: Holen Sie die Pflanzen vor dem ersten Frost herein.
  • Rückschnitt: Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel bis die Hälfte.
  • Quartierwahl: Ein kühler (5-10°C), heller und gut belüfteter Ort ist ideal.
  • Wenig Wasser: Nur sparsam gießen, Staunässe unbedingt vermeiden.
  • Kein Dünger: Während der Ruhephase ist Düngung überflüssig und schädlich.
  • Schädlingskontrolle: Regelmäßige Inspektion und schnelles Handeln bei Befall.
  • Schrittweises Auswintern: Gewöhnen Sie die Pflanzen langsam an die Freiluftsaison.

Für winterharte Geranien (Geranium-Arten) bedeutet das „Überwintern“ im Grunde den Schutz vor extremen Wetterbedingungen im Freien durch Laub oder Reisig. Sie benötigen kein Winterquartier im Haus, aber dennoch einen Schutz vor Staunässe und starken Temperaturschwankungen.

Die sorgfältige Vorbereitung ist der Schlüssel, um Geranien erfolgreich zu überwintern.

Die Belohnung: Üppige Blüten im Folgejahr

Wenn Sie diese Schritte befolgen, werden Ihre Geranien den Winter gut überstehen und im Frühjahr kräftig austreiben. Der Aufwand lohnt sich, wenn Sie im nächsten Sommer wieder die üppige Blütenpracht auf Ihrem Balkon oder in Ihren Beeten bestaunen können. Durch die Überwinterung und gegebenenfalls Vermehrung sparen Sie nicht nur Geld, sondern erhalten auch Ihre liebsten Sorten, die über die Jahre vielleicht sogar Raritäten geworden sind. Genießen Sie die Freude an Ihren gesunden und vitalen Geranien, die Ihnen Jahr für Jahr aufs Neue Freude bereiten.

Das Geranien überwintern ist somit nicht nur eine Methode zur Pflanzenrettung, sondern auch ein Beitrag zu einem nachhaltigeren und persönlicheren Garten.