Warum ist das Zurückschneiden von Geranien so wichtig?
Das Zurückschneiden von Geranien ist kein optionaler Schritt, sondern eine essenzielle Pflegemaßnahme, die direkt beeinflusst, wie üppig und lange Ihre Pflanzen blühen. Wenn Sie regelmäßig verblühte Blütenstände entfernen (ausgeizen), signalisieren Sie der Pflanze, dass sie ihre Energie nicht in die Samenbildung, sondern in die Produktion neuer Blüten steckt. Dies führt zu einem kontinuierlichen Blütenmeer von Frühling bis Herbst. Darüber hinaus beugt das Schneiden Krankheiten vor und sorgt für eine kompaktere, gefälligere Wuchsform. Es ist der Schlüssel zu Vitalität und einer reichen Blüte über die gesamte Saison hinweg.
- Entfernt Verblühtes für mehr Blüten.
- Fördert neues Wachstum und kompakte Form.
- Beugt Krankheiten vor und stärkt die Pflanze.
- Essentiell für langanhaltende Blüte.
Viele Hobbygärtner übersehen die Bedeutung des regelmäßigen Rückschnitts, insbesondere das Entfernen von verblühten Blüten. Sie lassen die Blüten einfach verkümmern und wundern sich dann, warum die Blüte im Spätsommer nachlässt. Doch Geranien sind dankbare Pflanzen: Ein gezielter Schnitt wird umgehend mit neuem Lebensgeist und einer Fülle weiterer Blüten honoriert. Wer die Zeit investiert, kann sich über Wochen hinweg an einem satten Blütenteppich erfreuen, der jeden Balkon oder Garten verschönert. Es geht darum, die Pflanze aktiv zu gestalten und ihre natürliche Neigung zur Selbsterhaltung in Richtung maximaler Blütenpracht zu lenken.
Das Zurückschneiden dient nicht nur der Ästhetik, sondern auch der Gesunderhaltung Ihrer Geranien. Durch das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile und verblühter Blüten wird das Risiko von Pilzbefall und anderen Krankheiten reduziert. Feuchte, abgestorbene Blüten können leicht zu Schimmelbildung neigen, was sich auf die gesamte Pflanze ausbreiten kann. Ein sauberer Schnitt hinterlässt keine Eintrittspforten für Schädlinge und Krankheitserreger. So investieren Sie mit jedem Schnitt in die langanhaltende Vitalität Ihrer Geranien.
Der ideale Zeitpunkt: Wann ist das Geranien zurückschneiden am besten?
Die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt für den Rückschnitt von Geranien ist entscheidend für den Erfolg. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptphasen, in denen das Zurückschneiden besonders vorteilhaft ist. Der wichtigste und häufigste Schnitt ist das laufende Ausgeizen von verblühten Blütenstielen während der gesamten Vegetationsperiode, also vom Frühjahr bis zum Herbst. Dies ist keine einmalige Aktion, sondern eine wiederkehrende Aufgabe, die Sie am besten alle paar Tage erledigen. Wenn Sie eine Geranie jedoch grundlegend verjüngen oder auf den Winter vorbereiten möchten, gibt es spezifischere Zeitpunkte.
Der wichtigste Zeitpunkt für das *laufende* Zurückschneiden ist immer dann, wenn Sie eine Verblühung feststellen. Warten Sie nicht, bis die ganze Blüte welk geworden ist und vielleicht schon Samenansätze bildet. Schneiden Sie den verblühten Blütenstiel direkt über dem nächsten gesunden Blatt oder Knospenansatz ab. Dies fördert die Bildung neuer Blütenstiele aus den angrenzenden Blattachseln. Wenn Sie dies konsequent tun, wird Ihre Geranie fast ununterbrochen blühen.
Die zweite wichtige Schnittmaßnahme betrifft den Herbstschnitt, der oft mit dem Überwintern von Geranien verbunden ist. Sobald die ersten Fröste drohen oder die Blüte sichtlich nachlässt und die Tage kürzer werden, ist der ideale Zeitpunkt, die Pflanzen für die Winterruhe vorzubereiten. Dies kann je nach Region und Wetterlage ab September bis in den späten Herbst hinein erfolgen. Ein Rückschnitt vor dem Einräumen ins Winterquartier hilft, Krankheiten vorzubeugen und das Einräumen zu erleichtern.
Ein weiterer Schnitt kann im Frühjahr stattfinden, bevor die Geranien wieder ins Freie kommen oder neu gepflanzt werden. Wenn die Pflanzen im Winterquartier überwintert wurden, werden sie oft zurückgeschnitten, um ihnen frischen Schwung für die neue Saison zu geben. Dies fördert neues, kräftiges Wachstum aus den verbliebenen Trieben. Achten Sie darauf, dass Sie nach dem Schnitt auf ausreichend Licht und Wasser achten, damit die Pflanze gut austreiben kann.
Die richtige Technik: Geranien zurückschneiden Schritt für Schritt
Das Zurückschneiden von Geranien mag auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen, doch die richtige Technik macht den Unterschied zwischen einer nur mäßig blühenden Pflanze und einem wahren Blütenwunder. Es geht darum, die Pflanze zu verstehen und ihr genau das zu geben, was sie für weiteres Wachstum und reiche Blüte benötigt. Ob Sie verblühte Blütenstände entfernen oder einen stärkeren Rückschnitt für den Winter oder das Frühjahr planen – die Methode ist im Grunde immer die gleiche: sauber, präzise und zum richtigen Zeitpunkt.
Beginnen wir mit dem wichtigsten Schritt für eine durchgehende Blüte: dem Entfernen verblühter Blütenstände. Suchen Sie die einzelnen verblühten Blüten oder den gesamten Blütenstiel ab. Diesen schneiden oder brechen Sie am besten direkt über dem ersten gesunden Blattknoten ab, der sich unterhalb der verblühten Blüten befindet. Achten Sie darauf, dass Sie nicht einfach nur die verblühten Köpfe abschneiden, sondern den gesamten Stielansatz entfernen. Dies verhindert, dass dort faulige Reste zurückbleiben, die Krankheiten begünstigen könnten. Verwenden Sie für saubere Schnitte eine scharfe Gartenschere oder brechen Sie den Stiel vorsichtig mit den Fingern ab. Ein glatter Bruch ist oft genauso effektiv wie ein Schnitt und kann unter Umständen sogar schneller von der Pflanze verschlossen werden.
Für den stärkeren Rückschnitt, beispielsweise im Herbst oder Frühjahr, gehen Sie ähnlich vor. Sie können die Triebe auf etwa ein Drittel bis zur Hälfte ihrer Länge kürzen. Achten Sie darauf, dass Sie immer über einem nach außen zeigenden Auge oder Blattansatz schneiden. Dies lenkt das neue Wachstum nach außen und hält die Pflanze luftig. Bei Geranien, die im Topf überwintert wurden, kann man die Triebe auch stärker zurückschneiden, oft auf nur wenige Zentimeter über dem Topfrand. Es ist wichtig, dass die Schnitte sauber sind, um Infektionen zu vermeiden.
Denken Sie daran, dass Geranien, insbesondere die stehenden Sorten, dazu neigen, mit der Zeit lange und sparrige Triebe zu entwickeln. Ein regelmäßiger Rückschnitt, auch wenn die Blüte noch nicht vollständig verblüht ist, kann hier Wunder wirken. Wenn Sie beispielsweise einen Trieb sehen, der sich unschön entwickelt oder zu lang wird, scheuen Sie sich nicht, ihn stärker zurückzuschneiden. Oft treibt die Pflanze dann an der Schnittstelle neu aus und entwickelt buschigere Seitentriebe, was zu einer insgesamt volleren und kompakteren Pflanze führt.
Setzen Sie Ihre Schnittwerkzeuge, sei es eine Gartenschere oder ein Messer, immer schräg an und schneiden Sie nicht gerade von oben nach unten. Ein schräger Schnitt vergrößert die Oberfläche, auf der sich die Pflanze erholen kann, und hilft dabei, Wasser besser ablaufen zu lassen, was Fäulnis vorbeugt.
Geranien überwintern und der richtige Schnitt
Das Überwintern von Geranien ist ein entscheidender Schritt, um die beliebten Blühpflanzen für das nächste Jahr zu erhalten. Hier spielt der Rückschnitt eine Schlüsselrolle, da er nicht nur die Vorbereitung auf die Ruhephase erleichtert, sondern auch die Gesundheit der Pflanze über die dunklen Monate hinweg unterstützt. Geranien sind frostempfindlich, aber mit der richtigen Pflege können sie problemlos den Winter überstehen und im Frühjahr wieder in voller Pracht erblühen. Der Schnitt vor dem Einräumen ist dabei unerlässlich.
Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt zur Vorbereitung auf das Überwintern ist, sobald die Hauptblütezeit vorbei ist und die Nächte merklich kühler werden, meist im späten Herbst, bevor die ersten starken Fröste einsetzen. Entfernen Sie alle beschädigten, kranken oder abgestorbenen Blätter und Triebe. Dies ist wichtig, um die Einschleppung von Krankheiten in das Winterquartier zu verhindern. Ein guter Grundschnitt reduziert das Volumen der Pflanze erheblich, was das Handling im Winterquartier und die Lagerung erleichtert.
Wie stark sollten Sie zurückschneiden? Generell empfiehlt es sich, die Triebe auf etwa 10 bis 15 Zentimeter einzukürzen. Sie können die Pflanzen auch bis auf wenige Augen über dem Topfrand zurückschneiden. Wichtig ist, dass die Schnittflächen sauber und trocken sind. Wenn Sie die Geranien im Topf überwintern, ist es ratsam, das vorhandene Substrat leicht abzuklopfen und durch frische, nährstoffärmere Erde zu ersetzen. Dies verhindert, dass die Pflanze im Frühjahr zu schnell austreibt und Nährstoffmangel leidet.
Viele Gärtner stellen sich die Frage, ob sie Geranien ohne Erde überwintern können. Ja, das ist möglich, insbesondere bei den aufrechten Geranien (Pelargonien). Hierbei werden die Pflanzen ausgegraben, gründlich abgebürstet, um die gesamte Erde zu entfernen, und dann kopfüber an einem kühlen, dunklen Ort aufgehängt oder liegend gelagert. Auch hier ist ein Rückschnitt auf etwa 10-15 cm vor der Einlagerung sinnvoll. Achten Sie darauf, dass die Wurzelballen nicht vollständig austrocknen, aber auch nicht feucht sind, um Fäulnis zu vermeiden. Ein leichtes Einsprühen mit Wasser alle paar Wochen kann hier helfen.
Ein wichtiger Tipp für das Überwintern ist die Wahl des richtigen Ortes. Geranien benötigen ein kühles (5-10°C), aber helles bis schattiges Quartier. Vermeiden Sie Standorte mit direkter Sonneneinstrahlung im Winter oder solche, die zu warm sind. Ein Kellerraum, ein kühles Treppenhaus oder ein unbeheiztes Gewächshaus sind oft ideal. Regelmäßiges Lüften beugt Pilzbefall vor.
Geranien pflanzen und der erste Schnitt
Der richtige Zeitpunkt und die Methode für das Pflanzen von Geranien legen den Grundstein für ihre spätere Entwicklung und Blühfreudigkeit. Besonders nach dem Überwintern oder beim Auspflanzen junger Pflanzen aus der Gärtnerei ist ein wohlüberlegter erster Schnitt wichtig, um der Geranie einen kräftigen Start in die neue Saison zu ermöglichen. Dieser anfängliche Schnitt unterscheidet sich leicht von der laufenden Pflege und dient dazu, die Pflanze auf weiteres Wachstum vorzubereiten.
Wenn Sie Geranien im Frühjahr pflanzen, sei es nach dem Überwintern im Keller oder als neue Pflanzen, die Sie im Fachhandel erworben haben, ist es ratsam, diese zunächst einmal auf das neue Umfeld vorzubereiten. Haben Sie die Pflanzen im Winterquartier überwintern lassen und sie im Frühjahr zurückgeschnitten, können Sie diese nun, sobald keine Frostgefahr mehr besteht (oft ab Mitte Mai), in ihre Sommerquartiere – Kübel, Balkonkästen oder Beete – pflanzen. Vor dem Einpflanzen sollten Sie nochmals prüfen, ob die bereits im Winter vorgenommenen Schnitte gut verheilt sind und ob neue Triebe sich gut entwickeln.
Für neu gekaufte Geranien, die oft in kleinen Töpfen und mit vielen Trieben gezogen wurden, kann ein leichter Rückschnitt vor dem Einpflanzen sinnvoll sein. Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel bis zur Hälfte ein, um die Verzweigung anzuregen. Schneiden Sie dabei über einem gesunden Blattansatz. Dies fördert eine buschigere Wuchsform von Anfang an und beugt einem vorzeitigen Verkahlen vor. Ziel ist es, dass die Geranie von Beginn an eine dichte und kompakte Struktur entwickelt, die später viele Blüten tragen kann.
Beim Auspflanzen selbst ist darauf zu achten, dass die Pflanzen gut angedrückt werden, um einen festen Stand zu gewährleisten und Wurzelkontakt mit der Erde zu schaffen. Gießen Sie die frisch gepflanzten Geranien gründlich an. In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist es wichtig, die Geranien regelmäßig zu beobachten und zu pflegen. Das bedeutet, sie feucht zu halten, aber Staunässe zu vermeiden, und wie bereits erwähnt, kontinuierlich verblühte Blüten zu entfernen, sobald sie erscheinen. Dies ist der erste Schritt zur Sicherung einer langen und reichen Blütezeit.
Wenn Sie Geranien in einem Kübel oder Balkonkasten pflanzen, mischen Sie etwas Langzeitdünger unter die Pflanzerde. Dies gibt den Geranien einen guten Start und erspart Ihnen in den ersten Wochen nach der Pflanzung das Düngen.
Geranien düngen: Unterstützung für gesunden Wuchs und Blütenpracht
Geranien sind Starkzehrer, das heißt, sie benötigen während der Wachstums- und Blütezeit eine regelmäßige und ausreichende Nährstoffversorgung, um ihre volle Pracht entfalten zu können. Das richtige Düngen ist neben dem Zurückschneiden und der richtigen Bewässerung eine der wichtigsten Säulen der Geranienpflege. Ein Mangel an Nährstoffen zeigt sich schnell in blassen Blättern und geringer Blütenbildung, während eine Überdüngung schaden kann.
Der Hauptdüngungszeitraum beginnt kurz nach dem Pflanzen oder wenn die Geranien beginnen, aktiv auszutreiben und Blütenknospen zu bilden. Dies ist in der Regel ab dem späten Frühjahr der Fall. Während der gesamten Blütezeit von Frühling bis Herbst sollten Sie Ihre Geranien regelmäßig düngen. Alle ein bis zwei Wochen ist hier eine gute Frequenz, je nach Düngerart und Bedarf der Pflanze.
Für Geranien eignen sich spezielle Geraniendünger, die auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen abgestimmt sind. Diese enthalten in der Regel ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff (N) für das Blattwachstum, Phosphor (P) für die Blütenbildung und Kalium (K) für die allgemeine Vitalität und Widerstandsfähigkeit. Achten Sie auf die Dosierungsempfehlungen auf der Verpackung des Düngers. Eine Überdüngung kann zu geschwächten Pflanzen führen, die anfälliger für Krankheiten sind.
Es gibt auch Hausmittel, die als Dünger für Geranien verwendet werden können, wie zum Beispiel verdünnte Milch, Kaffeesatz oder Eierschalen. Diese sollten jedoch mit Vorsicht und nur in Maßen eingesetzt werden, da sie nicht immer eine ausgewogene Nährstoffversorgung garantieren und bei falscher Anwendung auch schaden können. Beispielsweise kann Kaffeesatz den pH-Wert des Bodens senken, was bei manchen Geraniensorten unerwünscht sein kann. Ein guter Spezialdünger ist oft die sicherere Wahl für eine optimale Nährstoffversorgung.
Der Zeitpunkt des Düngens ist ebenso wichtig wie die Wahl des richtigen Düngers. Düngen Sie niemals auf trockene Erde, da dies die Wurzeln schädigen kann. Gießen Sie die Pflanze zuerst leicht an und geben Sie dann den verdünnten Dünger.
Ein häufiger Fehler ist, während der Überwinterungsphase zu düngen. Geranien benötigen in der Ruhephase kaum Nährstoffe. Das Düngen sollte erst wieder beginnen, wenn die Pflanzen im Frühjahr aktiv austreiben und neue Blätter und Blütenansätze zeigen.
Geranien mit welchen Pflanzen kombinieren?
Die richtige Pflanzenauswahl für Ihre Geranien kann deren Schönheit unterstreichen und ein harmonisches Gesamtbild auf Balkon, Terrasse oder im Beet schaffen. Geranien, insbesondere die bekannten Stehenden und Hängenden Sorten, sind aufgrund ihrer Farbvielfalt und Blühfreudigkeit beliebte Solisten. Doch sie lassen sich auch wunderbar mit anderen Pflanzen kombinieren, um spannende Akzente zu setzen und die visuelle Wirkung zu verstärken. Die Wahl der Begleitpflanzen hängt stark vom Standort, dem gewünschten Stil und den individuellen Vorlieben ab.
Für sonnige Standorte, wo Geranien am besten gedeihen, eignen sich klassische Sommerblumen, die ähnliche Ansprüche an Licht und Wasser haben. Lavendel ist eine ausgezeichnete Wahl, da er nicht nur mit seinen violetten Blüten und dem Duft einen schönen Kontrast zu den leuchtenden Geranienfarben bildet, sondern auch trockenheitsliebend ist und somit ähnliche Pflegeansprüche hat. Ebenso passen Männertreu (Lobelien), die als Bodendecker oder hängende Ergänzung dienen und in Blau- oder Weißtönen einen zarten Rahmen um die Geranien bilden können. Auch Kräuter wie Rosmarin oder Thymian sind gute Partner, da sie die sonnige Lage lieben und durch ihre silbergrünen Blätter und ihr Aroma für zusätzliche Struktur und Duft sorgen.
Wenn Sie einen üppigen, romantischen Stil bevorzugen, können Sie Geranien mit Edelweiß-Mädchen (Bacopa) oder mit filigranen Gräsern kombinieren. Die zarten weißen oder hellblauen Blüten der Bacopa schweben wie kleine Sterne und ergänzen die kräftigen Farben der Geranien auf wunderbare Weise. Hohe Gräser wie Federgras (Stipa) können vertikale Akzente setzen und für Bewegung im Arrangement sorgen.
Für einen eher modernen oder mediterranen Look bieten sich Pflanzen mit silbrig-grünem Laub an. Denken Sie an Kräuter wie Salbei oder auch an Silberblatt (Dichondra argentea), dessen schimmernde Blätter einen tollen Kontrast zu den bunten Geranien bilden. Auch Pflanzen wie Katzengold (Calocephalus brownii) mit seinem drahtigen, silbernen Erscheinungsbild können interessante visuelle Effekte erzielen.
Es ist wichtig, bei der Kombination darauf zu achten, dass die Begleitpflanzen ähnliche Standortansprüche haben, was Licht und Wasser betrifft. Geranien benötigen viel Sonne und regelmäßige, aber keine staunasse Bewässerung. Wählen Sie also Partner, die ebenfalls gut mit Sonne zurechtkommen und ähnliche Bedürfnisse haben, um sicherzustellen, dass alle Pflanzen gesund bleiben und optimal gedeihen.
Was tun, wenn Geranien nicht richtig wachsen oder blühen?
Wenn Ihre Geranien trotz aller Bemühungen nicht so üppig blühen oder gedrungen wirken, wie Sie es sich wünschen, gibt es oft einen oder mehrere Gründe dafür. Selten ist es ein einzelnes Problem, meist ist es ein Zusammenspiel von Pflegefehlern oder ungünstigen Standortbedingungen. Die gute Nachricht ist: Geranien sind sehr robust, und viele Probleme lassen sich mit gezielten Korrekturen beheben. Das Zurückschneiden spielt hierbei oft eine zentrale Rolle, aber auch andere Faktoren sind entscheidend.
Einer der häufigsten Gründe für mangelnde Blüte ist unzureichendes Sonnenlicht. Geranien sind Sonnenanbeter und benötigen mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag, um kräftig zu blühen. Stehen sie zu schattig, investieren sie ihre Energie eher ins Blattwachstum als in die Blütenbildung. Eine Verpflanzung an einen sonnigeren Standort kann hier Wunder wirken.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Bewässerung. Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kann das Wachstum und die Blüte beeinträchtigen. Staunässe führt zu Wurzelfäule und Krankheiten, während langanhaltende Trockenheit die Pflanze schwächt und die Blütenbildung einstellt. Prüfen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit des Substrats, bevor Sie gießen. Der Boden sollte stets leicht feucht, aber niemals durchnässt sein.
Auch die Nährstoffversorgung spielt eine große Rolle. Geranien sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Düngergaben, besonders in der Blütezeit. Haben Sie vergessen zu düngen, oder verwenden Sie einen ungeeigneten Dünger, zeigt sich dies schnell in blassen Blättern und spärlicher Blüte. Eine Überdüngung kann jedoch ebenso schädlich sein und zu gelben Blättern oder verbrannten Blattspitzen führen.
Regelmäßiges Ausgeizen von verblühten Blüten ist essenziell. Wenn Sie verblühte Blütenstände nicht entfernen, bildet die Pflanze Samen, was die Energie von der Blütenproduktion abzieht. Dieser einfache Schnitt sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Kraft weiterhin in neue Blüten steckt.
Schließlich können auch Schädlinge und Krankheiten das Erscheinungsbild beeinträchtigen. Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Läusen, Spinnmilben oder Pilzbefall. Behandeln Sie Befall frühzeitig, um größere Schäden zu vermeiden. Ein starker Rückschnitt kann helfen, befallene Triebe zu entfernen und der Pflanze zu neuem, gesundem Austrieb zu verhelfen.
Geranien schneiden: Tipps für verschiedene Geranienarten
Geranien sind nicht gleich Geranien. Obwohl der Oberbegriff „Geranie“ oft für die beliebten Pelargonien verwendet wird, gibt es verschiedene Arten, die sich in Wuchsform und Pflegeansprüchen leicht unterscheiden. Für ein optimales Ergebnis beim Schneiden ist es hilfreich, die Besonderheiten der jeweiligen Sorte zu kennen. Die grundlegenden Prinzipien des Schneidens – das Entfernen von Verblühtem und das Fördern von neuem Wuchs – bleiben jedoch universell.
Die am weitesten verbreitete Gruppe sind die Stehenden Geranien (Pelargonium zonale). Diese sind bekannt für ihre aufrechte Wuchsform und ihre runden, oft behaarten Blätter. Bei diesen Geranien ist das regelmäßige Ausgeizen verblühter Blütenstände besonders wichtig, um eine kontinuierliche Blüte zu gewährleisten. Wenn die Pflanzen im Laufe des Sommers stark verholzen oder zu ausladend werden, kann ein stärkerer Rückschnitt erfolgen. Schneiden Sie die Triebe dann auf etwa ein Drittel bis zur Hälfte ihrer Länge zurück, idealerweise über einem nach außen gerichteten Auge. Dies regt neue Verzweigungen an und sorgt für eine buschigere Form.
Die Hängenden Geranien (Pelargonium peltatum), auch bekannt als Efeublättrige Geranien, haben lange, überhängende Triebe, die sie ideal für Balkonkästen und Ampeln machen. Auch hier ist das Entfernen verblühter Blüten essenziell. Da die Triebe lang und oft schmal werden, kann ein Rückschnitt helfen, die Pflanze kompakter zu halten und die Blüte dichter zu gestalten. Kürzen Sie überhängende Triebe bei Bedarf ein, um die gewünschte Form zu erzielen. Ein Rückschnitt kann auch nötig sein, wenn die Pflanze im Winterquartier zu viel Platz einnimmt oder verholzte Triebe aufweist.
Es gibt auch die Gruppe der Duftgeranien (Pelargonium odoratissimum und verwandte Arten). Diese werden weniger wegen ihrer Blüten, sondern vielmehr wegen ihrer intensiv duftenden Blätter geschätzt. Bei Duftgeranien steht der Erhalt der Blätter im Vordergrund. Das Ausgeizen verblühter Blüten ist hier ebenfalls ratsam, um die Energie der Pflanze nicht in die Samenbildung zu lenken, was die Duftintensität der Blätter beeinträchtigen könnte. Ein stärkerer Rückschnitt ist meist nur dann notwendig, wenn die Pflanzen zu groß oder unansehnlich werden oder um sie für das Überwintern vorzubereiten. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, möglichst viele gesunde Blätter zu erhalten.
Für alle Geranienarten gilt: Verwenden Sie stets sauberes und scharfes Werkzeug, um saubere Schnitte zu erzielen, die gut verheilen können. Dies minimiert das Risiko von Krankheiten und fördert einen gesunden Austrieb.
Häufige Fehler beim Geranien schneiden
Selbst mit den besten Absichten kann man beim Pflegen von Geranien Fehler machen, und das Schneiden ist da keine Ausnahme. Viele dieser Fehler sind leicht zu vermeiden, sobald man sie kennt. Sie beeinflussen direkt die Blühfreudigkeit, die Gesundheit und die allgemeine Erscheinung der Pflanzen. Wenn Ihre Geranien also nicht wie gewünscht gedeihen, lohnt es sich, die gängigsten Fallstricke beim Schneiden zu überprüfen.
Ein häufiger Fehler ist das unzureichende Entfernen verblühter Blüten. Viele Gärtner lassen die Blüten einfach verkümmern, bis sie ganz vertrocknet sind. Wie bereits erwähnt, signalisiert dies der Pflanze, dass sie Samen bilden soll, anstatt neue Blüten zu produzieren. Das konsequente Ausgeizen, also das Entfernen des gesamten verblühten Stielansatzes, ist entscheidend für eine anhaltende Blüte. Manchmal werden auch nur die Blütenköpfe entfernt, was nicht ausreicht.
Ein weiterer kritischer Punkt ist das Verwenden von stumpfem oder schmutzigem Werkzeug. Stumpfe Scheren zerreißen die Pflanzengewebe, anstatt sie sauber zu durchtrennen. Dies schafft Eintrittspforten für Krankheiten und Pilze und verlangsamt die Heilung. Schmutziges Werkzeug kann zudem Krankheitserreger von einer Pflanze auf die nächste übertragen. Investieren Sie in eine scharfe Gartenschere und reinigen Sie sie regelmäßig.
Manche Gärtner sind zu zögerlich beim stärkeren Rückschnitt. Wenn eine Geranie lange, dünne und verholzte Triebe entwickelt, kann ein beherzter Rückschnitt oft die beste Lösung sein, um die Pflanze zu verjüngen und zu kompakterem Wachstum anzuregen. Aus Angst, zu viel wegzunehmen, wird stattdessen nur wenig geschnitten, was dazu führt, dass die Pflanze nie ihre volle Vitalität zurückgewinnt und eher sparrig bleibt.
Ein weiterer Fehler ist das Zurückschneiden zur falschen Zeit. Während das laufende Ausgeizen jederzeit erfolgen kann, sollte ein starker Rückschnitt, insbesondere vor dem Überwintern, nicht erst bei starkem Frost erfolgen. Ebenso ist das Düngen nach einem starken Schnitt zur falschen Jahreszeit (z.B. im tiefsten Winter) problematisch. Achten Sie auf die saisonalen Gegebenheiten.
Vergessen Sie nicht, dass das Wegwerfen von sauber zurückgeschnittenem Pflanzengut auch eine Chance sein kann, denn viele Geranien lassen sich gut durch Stecklinge vermehren.
