Warum ein Hochbeet für Gemüse die ideale Wahl ist
Ein Hochbeet ist mehr als nur eine erhöht angelegte Anbaufläche; es ist eine Symbiose aus Funktionalität, Ergonomie und Ästhetik, die den Gemüseanbau revolutioniert. Für Hobbygärtner, besonders für Anfänger, bietet es entscheidende Vorteile, die den Einstieg erleichtern und die Erntechancen signifikant erhöhen. Die erhöhte Position schont den Rücken, da lästiges Bücken und Knien vermieden wird. Zudem erwärmt sich der Boden im Hochbeet schneller als im ebenerdigen Beet, was einen früheren Start in die Gartensaison ermöglicht. Diese verbesserte Bodentemperatur fördert das Pflanzenwachstum und kann die Erntezeit verlängern. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die verbesserte Drainage: Staunässe, die Wurzelkrankheiten begünstigt, wird durch die strukturierte Füllung und die offene Unterseite des Hochbeets minimiert. Die Begrenzung durch die Wände des Hochbeets schützt zudem junge Pflanzen vor Schnecken und anderen Schädlingen, die den Weg über die Höhe oft scheuen.
Die Entscheidung für ein Hochbeet ist also ein Schritt hin zu einem komfortableren, effektiveren und oft auch ertragreicheren Gärtnerlebnis. Es schafft eine kontrollierte Umgebung, in der Sie die Bodenbeschaffenheit selbst bestimmen und an die Bedürfnisse Ihrer Gemüsepflanzen anpassen können. Dies ist besonders vorteilhaft in Gärten mit schwierigem Untergrund oder in städtischen Umgebungen, wo Platz und Bodenqualität begrenzt sind. Wenn Sie darüber nachdenken, eigenes Gemüse anzubauen, aber unsicher sind, wo Sie beginnen sollen, ist ein Hochbeet mit einem durchdachten Bepflanzungsplan die Antwort.
Für den Erfolg mit Ihrem Hochbeet ist eine durchdachte Planung unerlässlich. Sie minimiert Fehler und maximiert die Freude am eigenen Ernteglück.
Die sorgfältige Auswahl und Platzierung von Gemüsepflanzen ist das Fundament für ein erfolgreiches Hochbeet.
Die richtige Planung: Standort, Höhe und Füllung für Ihr Hochbeet
Bevor Sie überhaupt an das Pflanzen denken, ist die Vorbereitung Ihres Hochbeets entscheidend. Der Standort ist hierbei der erste und wohl wichtigste Faktor. Die meisten Gemüsesorten, insbesondere Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken oder Paprika, benötigen viel Sonnenlicht, um gut zu gedeihen und reife Früchte zu tragen. Wählen Sie daher einen Platz in Ihrem Garten, der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Achten Sie auch darauf, dass das Hochbeet windgeschützt steht, um starke Temperaturschwankungen und Austrocknung der Pflanzen zu vermeiden. Ein geschützter Platz kann die Überlebenschancen junger Setzlinge erheblich verbessern.
Die Höhe Ihres Hochbeets beeinflusst nicht nur die Ergonomie, sondern auch die thermischen Eigenschaften und die Füllmenge. Eine übliche Höhe liegt zwischen 60 und 80 Zentimetern. Dies ist komfortabel für die meisten Gärtner und bietet ausreichend Raum für eine effektive Schichtfüllung, die für die Nährstoffversorgung und Drainage sorgt. Die Füllung ist das Herzstück jedes Hochbeets. Sie besteht aus mehreren Schichten, die von grobem Material unten bis zu feiner Erde oben reichen. Beginnen Sie mit einer Schicht aus grobem Astwerk und Zweigen am Boden. Dies sorgt für Belüftung und verhindert, dass das Beet zu schnell zusammensackt. Darauf folgt eine Schicht aus Laub, Grasschnitt oder organischem Kompost, die Feuchtigkeit speichert und Nährstoffe liefert. Eine weitere Schicht aus gut verrottetem Mist oder Kompost und schließlich eine Deckschicht aus hochwertiger Gartenerde oder spezieller Hochbeeterde runden die Füllung ab. Diese Schichten zersetzen sich langsam und versorgen die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Nährstoffen.
Nutzen Sie die Füllung, um einen fruchtbaren und gut durchlüfteten Boden zu schaffen, der das Wachstum Ihrer Gemüsepflanzen optimal unterstützt.
Der Gemüse-Pflanzplan für Anfänger: Was gedeiht wo?
Ein durchdachter Pflanzplan ist das A und O für ein erfolgreiches Gemüse-Hochbeet, besonders wenn Sie gerade erst mit dem Gärtnern beginnen. Hier geht es darum, die richtigen Pflanzen für die richtige Position im Beet zu finden und auf die Bedürfnisse der Nachbarn zu achten. Grundsätzlich eignen sich fast alle gängigen Gemüsesorten für den Anbau im Hochbeet. Wichtig ist die Berücksichtigung von Fruchtfolge und Mischkultur, auch wenn das Beet kleiner ist als ein klassisches Feld. Es gilt, dass stark zehrende Pflanzen, also jene, die viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen, idealerweise nicht Jahr für Jahr an derselben Stelle platziert werden sollten.
Die oberste Schicht Ihres Hochbeets ist durch die frische Erde am nährstoffreichsten und hat die beste Wasserspeicherung. Hier gedeihen besonders Blattgemüse und Starkzehrer gut. Denken Sie an Salate, Spinat, Mangold, Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Gurken und Tomaten. Da diese Pflanzen nährstoffhungrig sind, sind sie dankbar für die frische, nährstoffreiche Erde im Hochbeet. Platzieren Sie hochwachsende Pflanzen wie Tomaten oder Stangenbohnen am besten an der Nordseite, damit sie kleineren Pflanzen keinen Schatten spenden.
Pflanzen für das Hochbeet: Die ideale Mischung
Mischkultur, also das gezielte Zusammenpflanzen verschiedener Arten, um Schädlinge abzuschrecken und das Wachstum zu fördern, ist im Hochbeet besonders effektiv. Eine klassische Kombination ist beispielsweise die sogenannte „Mutter-Kind“-Beziehung: Sie pflanzen eine größere, stark zehrende Pflanze (Mutter), wie z.B. Kohl, und um sie herum setzen Sie schwach zehrende Pflanzen oder Kräuter, die als „Kinder“ das Beet gut ausnutzen und zusätzlich schützen. Radieschen und Karotten sind gute Partner für viele Kohlarten. Zwiebeln und Knoblauch schrecken die Möhrenfliege ab, während Möhren gut neben Zwiebeln und Tomaten wachsen. Gurken und Dill sind ebenfalls gute Nachbarn.
Nutzen Sie die vertikale Ausrichtung Ihres Hochbeets zu Ihrem Vorteil. Hängende oder rankende Sorten können über die Ränder hinauswachsen oder an Rankgittern nach oben geführt werden, um den Platz optimal auszunutzen. Sorten wie Kirschtomaten, Erdbeeren oder bestimmte Salate eignen sich dafür hervorragend. Rote Bete beispielsweise kommt gut mit Salaten und Buschbohnen zurecht.
Ein einfacher Pflanzplan könnte so aussehen: An der Nordseite Tomaten oder Paprika, davor Salate und Radieschen. An der Südseite Zucchini oder Gurken, flankiert von Kräutern wie Basilikum oder Petersilie. Eine Tabelle für das Hochbeet bepflanzen mit Gemüse kann eine große Hilfe sein, um die Bedürfnisse einzelner Pflanzen zu überblicken und geeignete Nachbarn zu finden.
Anbau von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern im Hochbeet
Die Unterscheidung zwischen Stark-, Mittel- und Schwachzehrern ist ein fundamentaler Aspekt für einen ertragreichen Gemüseanbau im Hochbeet. Diese Kategorisierung bezieht sich auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen. Da Hochbeete durch ihre Schichtenfüllung anfangs sehr nährstoffreich sind, eignen sie sich besonders gut für Starkzehrer. Doch mit der Zeit verbrauchen sich diese Nährstoffe, weshalb ein intelligenter Anbauplan über mehrere Jahre hinweg wichtig ist.
Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Kohlarten (Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Rotkohl), Paprika, Auberginen und Kartoffeln benötigen besonders viele Nährstoffe. Im ersten Jahr nach dem Befüllen eines Hochbeets sind sie die idealen Kandidaten. Sie profitieren am meisten von der reichen organischen Substanz und der guten Nährstoffversorgung. Platzieren Sie diese bevorzugt im vorderen, sonnigen Bereich, es sei denn, sie benötigen Rankhilfe, dann eher im Hintergrund.
Mittelzehrer wie Karotten, Radieschen, Lauch, Spinat, Erbsen, Bohnen (nicht-kletternd), Salat, Pastinaken und Rote Bete haben einen moderaten Nährstoffbedarf. Sie können im zweiten Jahr nach dem Neubefüllen oder in Bereichen des Hochbeets, die bereits etwas ausgelaugt sind, gut gedeihen. Sie sind oft gute Nachbarn für Starkzehrer, da sie deren Nährstoffhunger nicht verschärfen und gleichzeitig von der Bodenlockerung durch Wurzeln profitieren können.
Schwachzehrer wie Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill, Thymian, Rosmarin), Zwiebeln, Knoblauch, Erdbeeren und die meisten Salatarten benötigen nur wenige Nährstoffe. Sie sind ideal für das dritte oder vierte Jahr, wenn die Nährstoffe im Hochbeet weitgehend aufgebraucht sind. Diese Pflanzen vertragen auch magereren Boden gut und können dort wachsen, wo Stark- oder Mittelzehrer nicht mehr optimal versorgt wären. Sie eignen sich auch hervorragend als Lückenfüller oder zur Unterpflanzung.
Eine sinnvolle Fruchtfolge im Hochbeet sieht vor, dass Sie Starkzehrer im ersten Jahr anpflanzen, im zweiten Jahr Mittelzehrer und im dritten Jahr Schwachzehrer. Dieses Prinzip stellt sicher, dass der Boden nicht einseitig ausgelaugt wird und Sie über mehrere Saisons hinweg gute Erträge erzielen.
Kombinationen und Nachbarschaft: Was darf ins Hochbeet?
Die Kunst der Mischkultur und eine durchdachte Nachbarschaftsplanung sind entscheidend für ein harmonisches und produktives Hochbeet. Manche Pflanzen unterstützen sich gegenseitig durch die Abgabe von Duftstoffen, die Schädlinge fernhalten, oder durch unterschiedliche Wurzeltiefen, die den Boden lockern und Nährstoffe besser verteilen. Andere Pflanzen hingegen hemmen das Wachstum ihrer Nachbarn oder ziehen Schädlinge an, weshalb auf diese Konstellationen verzichtet werden sollte.
Gute Nachbarn für viele Gemüsearten sind Kräuter. Basilikum beispielsweise gedeiht gut neben Tomaten und soll deren Aroma verbessern. Petersilie kann neben Radieschen und Tomaten gepflanzt werden. Schnittlauch hält Läuse von Karotten und Erdbeeren fern. Ringelblumen sind nicht nur hübsch, sondern verbessern auch die Bodengesundheit und vertreiben Nematoden. Kapuzinerkresse ist ein „Opferpflanze“ für Blattläuse, die so von den wertvolleren Gemüsepflanzen ferngehalten werden.
Pflanzen für das Hochbeet, die sich gut ergänzen: Tomaten harmonieren gut mit Basilikum, Petersilie und Knoblauch. Gurken vertragen sich mit Dill, Buschbohnen und Rhabarber. Karotten profitieren von Zwiebeln, Lauch und Radieschen, da sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen. Kohlarten sind anspruchsvoll, aber Salate und Dill können als gute Nachbarn dienen. Erdbeeren fühlen sich wohl in der Nähe von Buschbohnen, Lauch und Radieschen.
Was Sie besser nicht zusammen pflanzen sollten
Es gibt auch Pflanzen, die als Konkurrenten gelten oder sich gegenseitig schaden. So sollten Sie beispielsweise Fenchel nicht neben Tomaten oder Kohl anpflanzen, da er das Wachstum dieser stark beeinträchtigen kann. Kartoffeln und Tomaten gehören beide zur Familie der Nachtschattengewächse und leiden oft unter denselben Krankheiten (wie der Kraut- und Braunfäule), weshalb ihre direkte Nachbarschaft vermieden werden sollte. Erbsen und Bohnen sind zwar Leguminosen, die Stickstoff im Boden anreichern, sollten aber nicht neben Zwiebeln oder Knoblauch gesetzt werden, da diese das Wachstum der Hülsenfrüchte hemmen können.
Beim Hochbeet bepflanzen mit Gemüse ist die sorgfältige Planung der Nachbarschaften wie ein sorgfältiges „Wer-mit-wem-spielen-darf“-Spiel. Studieren Sie entsprechende Tabellen oder Ratgeber, um die besten Kombinationen zu wählen. Auch das Einbeziehen von Blumen für das Hochbeet, wie z.B. Ringelblumen oder Kornblumen, kann die Biodiversität erhöhen und das ökologische Gleichgewicht im Beet fördern.
Vertikale Bepflanzung und Sonderfälle im Hochbeet
Ein Hochbeet bietet nicht nur Raum für die horizontale Ausdehnung von Pflanzen, sondern auch für die vertikale Nutzung. Dies ist besonders wertvoll in kleineren Gärten oder wenn Sie auf wenigen Quadratmetern möglichst viel ernten möchten. Durch den Einsatz von Rankgittern, Stäben oder Pflanzsäulen können Sie den verfügbaren Platz nach oben hin erweitern und so mehr Ertrag auf derselben Grundfläche erzielen. Dies ist nicht nur platzsparend, sondern schont auch den Rücken, da die Ernte von hochwachsenden Pflanzen oft einfacher ist.
Rankende und kletternde Gemüsesorten wie Stangenbohnen, Klettergurken, Erbsen, aber auch manche Tomatensorten (Hochstammtomaten) eignen sich hervorragend für die vertikale Bepflanzung im Hochbeet. Sie können an den Seiten oder am hinteren Rand des Beetes angebracht werden, um den kleineren Pflanzen im Vordergrund nicht die Sonne zu nehmen. Achten Sie darauf, dass die Rankhilfen stabil genug sind, um das Gewicht der Pflanzen und Früchte zu tragen. Ein gut verankerter Obelisk oder ein stabiles Gitter sind hierfür unerlässlich.
Hängende Pflanzen wie einige Sorten von Kirschtomaten, Erdbeeren oder sogar Physalis (Kapstachelbeere) können über den Rand des Hochbeets hinauswachsen. Dies sieht nicht nur attraktiv aus, sondern ist auch praktisch, da die Früchte leicht zugänglich sind und sich nicht auf dem Boden wälzen, wo sie anfälliger für Schädlinge und Krankheiten wären. Bei der Auswahl von Pflanzen für das Hochbeet sollten Sie diese vertikalen Möglichkeiten stets mitdenken.
Sonderfälle: Obst, Blumen und mehr im Hochbeet
Neben Gemüse können Sie im Hochbeet auch eine Vielzahl anderer Pflanzen anbauen. Obst ist ebenfalls möglich, insbesondere kleinskalige Obstarten wie Erdbeeren, Himbeeren (mit Begrenzung) oder sogar Zwergobstbäume, sofern die Tiefe des Hochbeets ausreicht. Erdbeeren sind ein Klassiker und passen wunderbar in die unterste oder mittlere Schicht der Bepflanzung, wo sie über den Rand hängen oder auf den Flächen zwischen anderen Gemüsen wachsen können.
Blumen für das Hochbeet sind eine wunderbare Ergänzung, um Bestäuber anzulocken, nützliche Insekten zu fördern und das Beet optisch aufzuwerten. Ringelblumen, Kornblumen, Kapuzinerkresse, Stockrosen oder Lavendel sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen oft auch nützliche Funktionen im Beet. Kapuzinerkresse dient beispielsweise als Aphidenfalle und ist essbar. Ringelblumen können den Boden verbessern.
Auch Kräuter gedeihen prächtig im Hochbeet und können sowohl als Gewürzlieferanten als auch als Begleitpflanzen für das Gemüse dienen. Anspruchslose Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Salbei kommen gut mit trockeneren Phasen zurecht, während Basilikum und Petersilie etwas mehr Feuchtigkeit schätzen.
Die Vielfalt dessen, was in einem Hochbeet wachsen kann, ist beeindruckend. Der Schlüssel liegt in der richtigen Kombination und der Berücksichtigung des individuellen Platzbedarfs jeder Pflanze, ob horizontal oder vertikal.
Pflege und Ernte im Hochbeet: Tipps für anhaltenden Erfolg
Ein gut geplantes und bepflanztes Hochbeet erfordert nach der Erstaufstellung und Bepflanzung vor allem regelmäßige, aber unkomplizierte Pflege. Der Hauptvorteil des Hochbeets liegt in seiner geschlossenen Struktur, die weniger Unkrautwuchs zulässt als ein ebenerdiges Beet. Dennoch ist regelmäßiges Gießen essenziell, besonders in trockenen Sommerperioden. Aufgrund der erhöhten Lage und der intensiven Sonneneinstrahlung trocknet der Boden im Hochbeet schneller aus als in tieferen Beeten. Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit regelmäßig, indem Sie einen Finger etwa 2-3 cm tief in die Erde stecken. Wenn sich die Erde dort trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen.
Das Düngen ist ein weiterer wichtiger Aspekt, besonders da die Nährstoffe im Hochbeet mit der Zeit verbraucht werden. Nach dem ersten Jahr, wenn die Starkzehrer die anfänglich vielen Nährstoffe aufgebraucht haben, empfiehlt es sich, im zweiten Jahr eher Mittel- und im dritten Jahr Schwachzehrer anzupflanzen. Um die Fruchtbarkeit für die nächste Saison wiederherzustellen, können Sie im Herbst oder Frühjahr Kompost oder gut verrotteten Mist auf die oberste Schicht aufbringen. Diese organische Substanz zersetzt sich langsam und versorgt das Beet mit neuen Nährstoffen für die nächste Bepflanzung. Alternativ können Sie auch organische Flüssigdünger verwenden, die den Pflanzen während der Wachstumsperiode zusätzliche Nährstoffe zuführen.
Schädlingskontrolle ist im Hochbeet oft einfacher. Schnecken sind ein häufiges Problem, aber die erhöhte Barriere des Hochbeets hält viele von ihnen ab. Zusätzliche Maßnahmen wie Schneckenkragen oder das Absammeln von Schnecken am Morgen und Abend können helfen. Achten Sie auch auf Blattläuse, die sich besonders an jungen Trieben ansiedeln können. Oft reichen hier schon ein starker Wasserstrahl oder nützliche Insekten wie Marienkäfer aus, um die Population in Schach zu halten. Die gute Durchlüftung des Bodens im Hochbeet reduziert zudem das Risiko von Pilzkrankheiten.
Die Erntezeit ist der Höhepunkt des Gärtnerglücks. Ernten Sie Ihr Gemüse, wenn es reif ist, um den Pflanzen weitere Energie für die Bildung neuer Früchte zu geben. Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze oft zu weiterem Wachstum und zur Blütenbildung an. Beispielsweise fördert das fortlaufende Ernten von Zucchini, Gurken oder Bohnen die Produktion neuer Früchte. Bei Blattgemüse wie Salat oder Spinat können Sie einzelne Blätter von außen ernten oder die ganze Pflanze abschneiden, je nach Sorte.
Nutzen Sie die Vorteile Ihres Hochbeets optimal, indem Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen achten und Pflegemaßnahmen zur richtigen Zeit durchführen, um sich über eine reiche Ernte freuen zu können.
Hochbeet aus Pflanzsteinen selber bauen: Eine robuste Alternative
Während viele Hochbeete aus Holz gefertigt sind, erfreuen sich Modelle aus Pflanzsteinen wachsender Beliebtheit. Diese Variante bietet eine besonders hohe Langlebigkeit und Stabilität, da Pflanzsteine witterungsbeständig und robust sind. Der Bau eines Hochbeets aus Pflanzsteinen ist zwar etwas aufwendiger als die einfache Montage eines Holzbausatzes, aber das Ergebnis ist ein langlebiges, wartungsarmes und attraktives Gartenobjekt. Die rechteckige oder quadratische Form von Pflanzsteinen ermöglicht dabei eine klare und strukturierte Optik, die gut in moderne Gartengestaltungen passt.
Für den Bau benötigen Sie entsprechend viele Pflanzsteine (oft auch als Beton- oder Hohlkammersteine bezeichnet), um die gewünschte Höhe und Fläche zu realisieren. Die Grundfläche des Hochbeets sollte auf ebenem Untergrund abgesteckt werden. Es empfiehlt sich, die erste Steinreihe waagerecht und exakt auszurichten, eventuell mit einer Schicht Splitt oder Mörtel als Fundament. Die folgenden Reihen werden versetzt aufeinandergestapelt, um die Stabilität zu erhöhen. Bei höheren Hochbeeten kann es ratsam sein, die Steine mit speziellem Montagekleber für Mauersteine zu fixieren oder Bewehrungsstäbe durch die Hohlkammern zu führen.
Die Hohlräume der Pflanzsteine können ebenfalls mit Erde gefüllt und bepflanzt werden. Dies schafft zusätzliche Pflanzflächen und sorgt für ein schönes Gesamtbild, da die Steine mit Grün bewachsen sind. Hierfür eignen sich vor allem kleinbleibende Pflanzen, Bodendecker oder auch Kräuter, die gut mit den Bedingungen in den Hohlkammern zurechtkommen. Achten Sie darauf, dass die Hohlräume gut drainiert sind, um Staunässe zu vermeiden.
Ein Hochbeet aus Pflanzsteinen bietet eine solide Basis und ist eine ausgezeichnete Wahl für Gärtner, die Wert auf Langlebigkeit und eine klare Struktur legen. Es ist weniger anfällig für Verrottung als Holz und erfordert kaum Pflege, was es zu einer praktischen Lösung für nahezu jeden Garten macht.
Häufige Fehler vermeiden und den Pflanzplan anpassen
Auch bei bester Planung können im Gartenalltag Fehler passieren oder sich Gegebenheiten ändern, die eine Anpassung des Hochbeet-Pflanzplans erfordern. Einer der häufigsten Fehler ist die Vernachlässigung der Sonneneinstrahlung über den Tag hinweg. Ein Baum, der im Frühjahr noch klein war, kann im Sommer einen Großteil des Beetes beschatten. Überprüfen Sie regelmäßig, wie sich die Lichtverhältnisse entwickeln, und passen Sie die Positionierung von sonnenliebenden Pflanzen entsprechend an.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Überdüngung, besonders im ersten Jahr. Die Schichtenfüllung ist bereits sehr nährstoffreich und kann zu starkem, aber oft wenig stabilem Wachstum führen, das anfälliger für Krankheiten ist. Halten Sie sich an die Empfehlungen für Starkzehrer und überlegen Sie, ob eine zusätzliche Düngung wirklich nötig ist. Auch das falsche Gießen – entweder zu viel oder zu wenig – ist eine häufige Fehlerquelle. Achten Sie auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen und auf die Bodenfeuchtigkeit.
Der Hochbeet-Pflanzplan sollte nicht in Stein gemeißelt sein. Flexibilität ist gefragt. Wenn sich beispielsweise herausstellt, dass eine bestimmte Gemüsesorte in Ihrem Klima nicht gut gedeiht, oder wenn Sie feststellen, dass eine Pflanze mehr Platz benötigt als erwartet, zögern Sie nicht, den Plan anzupassen. Tauschen Sie Pflanzen untereinander aus oder ersetzen Sie eine Sorte durch eine besser geeignete. Die Erfahrung, die Sie mit Ihrem Hochbeet sammeln, ist die beste Grundlage für zukünftige Planungen.
Betrachten Sie Ihren Hochbeet-Pflanzplan als lebendiges Dokument, das mit Ihren Erfahrungen wächst und sich verändert. So optimieren Sie Jahr für Jahr Ihre Erträge und die Freude an Ihrem grünen Paradies.
Suchen Sie immer nach aktuellen Tabellen für das Hochbeet bepflanzen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der von Ihnen gewählten Sorten eingehen.
