Warum ein Hochbeet ein Muss für Ihren Garten ist
Ein Hochbeet selber zu bauen, verwandelt Ihren Außenbereich in eine funktionale und ästhetische Gartenoase. Es bietet nicht nur einen ergonomischeren Arbeitsplatz, der Rücken und Knie schont, sondern schafft auch ein ideales Mikroklima für Ihre Pflanzen. Der Boden erwärmt sich schneller und bleibt länger warm, was zu früheren und ertragreicheren Ernten führt. Zudem schützt es effektiv vor Schnecken und Ungeziefer. Die Entscheidung, ein Hochbeet selber zu machen, ist daher eine Investition in Komfort, Gesundheit und Produktivität Ihres Gartens, die sich Jahr für Jahr auszahlt. Es ist eine Möglichkeit, auch auf kleiner Fläche oder auf schwierigem Untergrund erfolgreich zu gärtnern.
Stellen Sie sich vor, Sie können bequem im Stehen arbeiten, ohne sich tief bücken zu müssen. Das ist einer der größten Vorteile, die ein selbstgebautes Hochbeet bietet, besonders für ältere Gärtner oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Die erhöhte Bauweise ermöglicht eine bessere Drainage und Belüftung des Bodens, was Staunässe verhindert und Wurzelkrankheiten vorbeugt. Darüber hinaus ist die Befüllung mit verschiedenen Schichten ein integraler Bestandteil des Hochbeet-Prinzips, der für eine lang anhaltende Nährstoffversorgung sorgt.
- Ergonomisches Arbeiten durch erhöhte Bauweise.
- Schnellere Bodenerwärmung für frühere Ernten.
- Schutz vor Schädlingen wie Schnecken.
- Verbesserte Drainage und Belüftung des Bodens.
Planung: Der Grundstein für Ihr Hochbeet-Projekt
Bevor Sie den Spaten ansetzen, ist eine durchdachte Planung essenziell, um Ihr Hochbeet erfolgreich zu realisieren. Beginnen Sie mit der Standortwahl: Ein sonniger Platz ist ideal für die meisten Gemüse- und Kräuterarten, doch auch schattigere Lagen eignen sich für bestimmte Pflanzen. Achten Sie auf eine ebene Fläche, auf der das Hochbeet stabil stehen kann. Die Größe und Form Ihres Hochbeets sollten auf Ihre Bedürfnisse und den verfügbaren Platz abgestimmt sein. Eine gängige Höhe liegt zwischen 70 und 100 cm, um eine angenehme Arbeitshöhe zu gewährleisten und ausreichend Platz für die Befüllungsschichten zu bieten. Die Breite sollte so gewählt werden, dass Sie bequem beide Seiten erreichen können, typischerweise maximal 1,20 Meter.
Materialauswahl für Stabilität und Langlebigkeit
Die Wahl des richtigen Materials beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Haltbarkeit und Pflege Ihres Hochbeets. Holz ist ein beliebtes und natürlich wirkendes Material. Besonders gut geeignet sind Hölzer, die von Natur aus resistent gegen Fäulnis und Insektenbefall sind, wie Lärche, Douglasie oder Robinie. Achten Sie bei der Auswahl auf PEFC- oder FSC-Zertifizierung, wenn Sie Wert auf nachhaltige Forstwirtschaft legen. Alternativ können Sie auf bereits druckimprägnierte Hölzer zurückgreifen, hierbei ist jedoch auf eine schadstoffarme Imprägnierung zu achten, besonders wenn Sie Bio-Gemüse anbauen möchten. Wollen Sie ein Hochbeet aus Holz selbst bauen, sollten Sie auf eine Wandstärke von mindestens 2 bis 3 cm setzen, um Stabilität zu gewährleisten.
Die richtige Größe und Form finden
Die Abmessungen Ihres Hochbeets definieren den späteren Ertrag und die Handhabung. Eine Länge von 1,5 bis 2 Metern ist oft praktisch, um eine gute Balance zwischen Nutzfläche und Zugänglichkeit zu finden. Die Tiefe ist entscheidend für die Bepflanzungsschichten. Mindestens 60 cm Tiefe sind ratsam, um ein effektives Schichtsystem zu ermöglichen, das Nährstoffe über längere Zeit liefert und sich selbst erwärmt. Bei der Entscheidung für die Form sind rechteckige oder quadratische Hochbeete am einfachsten zu bauen. Experimentierfreudige können sich auch an einer Hochbeet in L-Form versuchen, die sich gut in Ecken integrieren lässt oder klare Gartenbereiche abtrennt.
Materialien und Werkzeuge für Ihr DIY-Projekt
Für den Bau eines stabilen und langlebigen Hochbeets benötigen Sie sorgfältig ausgewählte Materialien und das passende Werkzeug. Neben Holz als primärem Baustoff sollten Sie über wetterfeste Schrauben (Edelstahl ist ideal), eventuell Eckverbindungen oder Pfostenanker für zusätzliche Stabilität nachdenken. Um das Holz vor direkter Feuchtigkeit und Bodenschädlingen zu schützen, ist eine Auskleidung der Innenwände unerlässlich. Hierfür eignen sich Teichfolie, Noppenbahn oder spezielle Hochbeet-Innenschutzmatten. Achten Sie darauf, dass diese Materialien frostsicher und UV-beständig sind. Ein wichtiger Schritt beim Hochbeet selber machen ist die Beschaffung des richtigen Füllmaterials.
Werkzeugkasten für den ambitionierten Heimwerker
Ihr Werkzeugkasten sollte für den Bau eines Hochbeets gut bestückt sein. Grundlegend sind ein Maßband, ein Bleistift zum Anzeichnen, eine Säge (Hand- oder Stichsäge) für Holzzuschnitte, ein Akkuschrauber mit passenden Bits und Bohrern, ein Hammer, eine Wasserwaage zur Ausrichtung sowie Spaten und Schaufel für Erdarbeiten. Optional können Sie eine Kreissäge für präzisere Schnitte, Schleifpapier zur Glättung von Kanten oder eine Winkelvorrichtung verwenden. Sicherheit geht vor: Handschuhe und Schutzbrille sind unverzichtbar.
Materialien für Aufbau und Auskleidung
Die Außenhaut des Hochbeets kann aus verschiedenen Holzarten gefertigt werden. Beliebt sind beispielsweise Dielen oder Bretter aus Lärche, Douglasie oder widerstandsfähigeren Hölzern wie Robinie, die naturbelassen verbaut werden können. Alternativ können Sie auf Hochbeet aus Paletten bauen setzen, was eine kostengünstige und nachhaltige Option darstellt, wenn die Paletten unbehandelt sind. Für die Innenwände empfiehlt sich eine Schicht aus robustem Vlies oder Teichfolie, die nicht nur vor Feuchtigkeit schützt, sondern auch verhindert, dass Erde durch kleinste Spalten dringt. Achten Sie darauf, die Folie nur an den Seiten anzubringen und den Boden frei zu lassen oder mit einem feineren Gitter zu versehen, um die Drainage zu gewährleisten und Kleintieren den Zugang zu ermöglichen. Bei manchen Materialien wie Metall oder Stein sind andere Vorgehensweisen bezüglich der Auskleidung nötig.
Schritt-für-Schritt: Bauanleitung für Ihr Hochbeet
Ein Hochbeet selber zu bauen, ist keine Hexerei, wenn man die einzelnen Schritte sauber abarbeitet. Beginnen Sie mit der Vorbereitung des Bodens. Markieren Sie die Grundfläche Ihres Hochbeets und entfernen Sie gegebenenfalls Grasnarbe und Wurzeln. Achten Sie darauf, dass der Untergrund eben ist, um ein Kippen zu verhindern.
1. Der Rahmenbau
Schneiden Sie die Hölzer für die vier Seiten des Hochbeets auf die gewünschte Länge zu. Wenn Sie auf vorgefertigte Elemente wie spezielle Hochbeet-Bausätze oder Hochbeet bausatz-Elemente setzen, entfällt dieser Schritt oft. Ansonsten verschrauben Sie die Bretter zu einem stabilen Rahmen. Verwenden Sie hierfür witterungsbeständige Schrauben. Achten Sie auf rechte Winkel und prüfen Sie die Ebenheit mit der Wasserwaage. Bei höheren Hochbeeten ist es ratsam, zusätzliche Pfosten in den Ecken oder zur Stabilisierung der Längsseiten anzubringen. Diese Pfosten sollten etwas länger sein und später im Boden verankert werden können.
2. Die Innenauskleidung
Nachdem der Rahmen steht, kleiden Sie die Innenwände mit Ihrem gewählten Material aus, sei es Teichfolie, Noppenbahn oder speziellem Vlies. Beginnen Sie unten und arbeiten Sie sich nach oben. Die Auskleidung sollte über den oberen Rand des Holzes hinausgehen, um ein Durchweichen des Holzes von oben zu verhindern. Befestigen Sie die Auskleidung gut, zum Beispiel mit einem Tacker oder mittels Leisten. Achten Sie darauf, dass am Boden keine Löcher für die Drainage entstehen, es sei denn, Sie haben eine spezielle Drainageschicht geplant. Ein feines Drahtgitter kann auf dem Boden angebracht werden, um Wühlmäuse fernzuhalten.
3. Standort vorbereiten und Hochbeet aufstellen
Positionieren Sie das ausgekleidete Hochbeet an seinem endgültigen Standort. Überprüfen Sie erneut mit der Wasserwaage, ob es gerade steht. Falls nötig, gleichen Sie den Untergrund unter den Ecken mit kleinen Keilen oder Splitt aus. Wenn Sie Pfosten im Boden verankern möchten, graben Sie diese nun ein und befestigen Sie den Rahmen daran. Ein sicherer Stand ist das A und O für die Langlebigkeit Ihres Bauwerks.
4. Die Befüllungsschichten
Nun kommt der spannende Teil: die Befüllung. Ein gut gefülltes Hochbeet versorgt Ihre Pflanzen über lange Zeit mit Nährstoffen und Feuchtigkeit. Beginnen Sie unten mit einer groben Schicht aus Ästen, Zweigen und grobem Grünschnitt (ca. 20-30 cm). Diese Schicht sorgt für Belüftung und Drainage. Darauf folgt eine Schicht aus feinerem organischem Material wie Laub, Grasschnitt oder Kompost (ca. 15-20 cm). Die dritte Schicht besteht aus gut verrottetem Kompost oder Mutterboden (ca. 20-25 cm). Zum Schluss wird eine dünne Schicht feine Gartenerde oder spezielle Hochbeeterde aufgebracht, auf der die Pflanzen direkt wachsen. Diese Schichten werden sich mit der Zeit setzen, daher sollte das Hochbeet nicht komplett bis zum Rand gefüllt werden. Wenn Sie ein Hochbeet bauen anleitung-konform füllen, können Sie sich auf nachhaltig gute Erträge freuen.
Das richtige Füllmaterial: Nährstoffschichten für Ihren Garten
Die Befüllung eines Hochbeets ist eine Kunst für sich und maßgeblich für den Erfolg Ihrer Pflanzen verantwortlich. Sie ahmt die natürlichen Humusschichten nach und sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung sowie ein gutes Mikroklima. Eine falsch gefüllte Kiste liefert nur kurzfristig gute Ergebnisse oder beginnt schnell zu faulen. Das Prinzip beruht auf der langsamen Verrottung der organischen Materialien, die über Monate hinweg Nährstoffe freisetzen und Wärme generieren.
Schicht 1: Grobes Material für Drainage und Belüftung
Ganz unten kommt das grobe Material hinein. Äste, kleine Zweige, Heckenschnitt oder auch Totholz sind hierfür ideal. Diese Schicht, etwa 20 bis 30 cm hoch, dient als Drainage und sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann und sich keine Staunässe bildet. Gleichzeitig belüftet sie den unteren Bereich des Hochbeets und verhindert, dass sich Fäulnis breit macht. Dieses Material zersetzt sich langsam und liefert über einen langen Zeitraum wertvolle Humusbestandteile.
Schicht 2: Feineres organisches Material
Darauf folgt eine Schicht aus etwas feinerem organischem Material. Laub, Grasschnitt (nicht zu dick, um Verklumpen zu vermeiden), Pflanzenreste aus dem Garten oder halb verrotteter Kompost eignen sich hervorragend. Diese Schicht sollte etwa 15 bis 20 cm hoch sein. Sie liefert den Hauptanteil an Nährstoffen, die langsam freigesetzt werden, und fördert die Zersetzungsprozesse in den unteren Schichten. Achten Sie darauf, keine kranken Pflanzenteile oder Unkrautsamen mit hohem Vermehrungspotenzial einzubringen, es sei denn, Sie verwenden einen Komposthaufen, der solche Samen sicher abtötet.
Schicht 3: Reifer Kompost und Erde
Die drittletzte Schicht ist der eigentliche Nährboden für Ihre Pflanzen. Eine gut verrottete Kompostschicht oder hochwertige Gartenerde von etwa 20 bis 25 cm bildet hier die Grundlage. Dies ist die Schicht, in der die Wurzeln Ihrer Pflanzen hauptsächlich wachsen werden und die den Großteil der Nährstoffe liefert. Achten Sie auf eine lockere Struktur, die es den Wurzeln erlaubt, sich gut auszubreiten. Wenn Sie Hochbeet aus Holz selber bauen, ist dies die wichtigste Schicht für die unmittelbare Pflanzung.
Schicht 4: Die Pflanzerde
Ganz oben kommt eine feine Schicht Pflanzerde, etwa 5 bis 10 cm hoch. Diese Erde sollte nährstoffreich, aber nicht zu schwer sein. Spezielle Hochbeeterde oder eine Mischung aus guter Gartenerde und Kompost ist hierfür ideal. Sie bildet die direkte Wachstumszone für zarte Pflänzchen und Samen und sorgt für eine gute Feuchtigkeitsspeicherung an der Oberfläche. Diese oberste Schicht wird sich mit der Zeit am meisten setzen, daher sollten Sie das Hochbeet nie randvoll befüllen.
Die Kunst der Bepflanzung und Pflege
Nachdem Ihr Hochbeet fertig gebaut und befüllt ist, beginnt die schönste Phase: die Bepflanzung. Die erhöhte Lage und das warme Mikroklima Ihres Hochbeets ermöglichen eine Vielzahl von Pflanzen, die hier besonders gut gedeihen. Eine durchdachte Pflanzenauswahl und die richtige Pflege sorgen für reiche Ernten und eine üppige Blütenpracht. Sie können hier nahezu alles anbauen, was auch im normalen Garten wächst, oft sogar früher und ertragreicher. Wenn Sie ein Hochbeet selber machen, sollten Sie auch die optimale Bepflanzung planen.
Pflanzenwahl für sonnige Lagen
Besonders gut gedeihen auf sonnigen Hochbeeten wärmeliebende Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken und Zucchini. Auch viele Kräuter wie Basilikum, Thymian, Rosmarin und Salbei lieben die Wärme und das volle Sonnenlicht. Für eine reiche Ernte sollten Sie auf Fruchtfolgen achten und nicht immer dieselben Pflanzen an dieselbe Stelle setzen. Dies beugt Nährstoffmangel und bodenbürtigen Krankheiten vor. Denken Sie daran, dass die oberste Schicht schneller austrocknet als tiefer im Boden, daher ist regelmäßiges Gießen wichtig, besonders bei wärmeliebenden Arten.
Gemischte Bepflanzung für mehr Vielfalt
Eine Mischkultur bereichert nicht nur das Auge, sondern ist auch praktisch für die Pflanzen. Kombinieren Sie Starkzehrer wie Kohl, Lauch oder Rhabarber mit Schwachzehrern wie Radieschen, Salat oder Spinat. Auch das Anpflanzen von Blumen zwischen dem Gemüse hat Vorteile: Sie ziehen Nützlinge an, die Schädlinge vertilgen, und lockern den Boden auf. Ringelblumen und Kapuzinerkresse sind hierbei besonders beliebt. Diese kombinierte Anwendung, wenn Sie Hochbeet selber machen ideen sammeln, maximiert den Ertrag und die Gesundheit des Beetes.
Pflege: Gießen, Düngen und Nachfüllen
Regelmäßiges Gießen ist im Hochbeet entscheidend, da es schneller austrocknet als ein ebenerdiges Beet. Der Wasserbedarf steigt bei warmer Witterung und mit zunehmender Größe der Pflanzen. Verwenden Sie bevorzugt morgens oder abends Gießwasser, um Verdunstung zu minimieren. Gedüngt werden muss im Hochbeet je nach Pflanze und Füllmaterial. In den ersten ein bis zwei Jahren liefert die untere Schicht genügend Nährstoffe, danach kann gezielt nachgedüngt werden, beispielsweise mit organischem Flüssigdünger oder Kompost. Mindestens einmal im Jahr, am besten im Herbst, sollte das Hochbeet mit frischem Kompost aufgefüllt werden, um die Humusschicht zu erneuern und das Setzen auszugleichen. Dies ist auch der Zeitpunkt, um die oberste Erdschicht auszutauschen oder zu verbessern.
Nutzen Sie die Höhe für vertikalen Anbau: Kletterpflanzen wie Bohnen, Erbsen oder sogar Rankgemüse wie bestimmte Kürbissorten können an Rankgittern oder Zäunen an der Rückseite des Hochbeets wachsen und so zusätzlichen Ertrag auf kleiner Fläche generieren, ohne den Platz im Beet zu beeinträchtigen.
Sonderformen: Hochbeet mit Rollen und für Senioren
Nicht jedes Hochbeet muss fest an seinem Platz stehen. Spezielle Anforderungen oder Wünsche können dazu führen, dass man über mobile Lösungen oder besonders ergonomische Bauweisen nachdenkt. Ein Hochbeet mit Rollen bietet immense Flexibilität und erlaubt es Ihnen, Ihren Nutzgarten je nach Sonneneinstrahlung oder persönlichem Bedarf neu zu gestalten. Für ältere Gärtner oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist ein Hochbeet für Senioren bauen eine fantastische Möglichkeit, weiterhin Freude am Gärtnern zu haben, ohne körperliche Belastungen.
Hochbeet mit Rollen: Flexibilität auf Rädern
Ein Hochbeet auf Rädern ist die ideale Lösung für Balkone, Terrassen oder kleine Gärten, in denen die Sonne wandert oder man die Optik gerne variiert. Die Konstruktion ähnelt einem normalen Hochbeet, wird aber auf einer stabilen Holzplattform mit feststellbaren Rollen montiert. Achten Sie bei der Materialwahl für das Hochbeet selbst auf ein geringeres Eigengewicht, z. B. durch die Verwendung von dünneren Holzbrettern oder einer alternativen Bauweise. Die Rollen müssen robust und für das Gewicht des befüllten Hochbeets ausgelegt sein. Eine gute Bremse an den Rollen ist unerlässlich, um ein ungewolltes Wegrollen zu verhindern. So können Sie Ihr grünes Paradies bequem verschieben und immer am besten Platz positionieren.
Hochbeet für Senioren: Ergonomie im Fokus
Bei einem Hochbeet speziell für Senioren oder Menschen mit Rückenproblemen steht die ergonomische Arbeitshöhe im Vordergrund. Ziel ist es, das Bücken und Hocken weitgehend zu vermeiden. Die ideale Höhe liegt hier oft zwischen 80 und 100 cm, manchmal sogar höher. Die Tiefe des Hochbeets sollte so gewählt werden, dass Sie alle Pflanzen bequem erreichen können, ohne sich weit über die Kante lehnen zu müssen. Eine Breite von maximal 80-100 cm ist empfehlenswert, um die Mitte des Beetes von beiden Seiten aus gut erreichen zu können. Zusätzliche Sitzflächen oder Ablageflächen am Rand können den Komfort weiter erhöhen. Die Befüllung erfolgt wie gewohnt, wobei auf eine gute Drainage und Nährstoffversorgung zu achten ist, um den Pflegeaufwand gering zu halten.
Ein gut geplantes und gebautes Hochbeet ermöglicht es Menschen aller Altersklassen und körperlichen Verfassung, die Freude am Gärtnern neu zu entdecken oder beizubehalten.
Das Hochbeet aus Holz selber bauen: Holzarten und Pflege
Wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Hochbeet aus Holz selber bauen, investieren Sie in ein natürliches und ästhetisches Gartenelement. Die Wahl der richtigen Holzart und deren fachgerechte Behandlung sind entscheidend für die Langlebigkeit und Stabilität Ihres Projekts. Nicht jede Holzart ist für den ständigen Kontakt mit Feuchtigkeit und Erde gleichermaßen geeignet. Eine sorgfältige Auswahl schützt Sie vor vorzeitigem Verrotten und häufigen Reparaturen.
Robuste Holzarten für Ihr Hochbeet
Für den Bau eines langlebigen Hochbeets eignen sich vor allem heimische Harthölzer, die von Natur aus witterungsbeständig sind. Lärche und Douglasie sind hierbei die erste Wahl. Sie enthalten Harze, die das Holz vor Pilzbefall und Insekten schützen und ihm eine lange Lebensdauer verleihen. Auch Robinie ist extrem haltbar, aber oft teurer und schwerer zu bearbeiten. Weniger geeignet sind Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer, es sei denn, sie werden chemisch behandelt oder sehr gut geschützt. Wenn Sie auf ökologische Nachhaltigkeit achten, ist auf entsprechende Zertifizierungen (z. B. FSC, PEFC) zu achten.
Schutz und Pflege für maximalen Werterhalt
Auch bei den witterungsbeständigsten Hölzern ist ein gewisser Schutz empfehlenswert. Die Innenwände sollten immer mit einer wasserundurchlässigen Folie (z. B. Teichfolie) ausgekleidet werden, die bis über den oberen Rand reicht. Dies verhindert, dass Regenwasser direkt ins Holz eindringt und dort über längere Zeit stehen bleibt. Für die Außenseite können Sie das Holz unbehandelt lassen und die natürliche Patina entwickeln lassen, was besonders bei Lärche und Douglasie eine schöne silbergraue Färbung ergibt. Alternativ können Sie das Holz mit einer natürlichen Holzlasur oder einem Öl behandeln, das schadstofffrei ist, insbesondere wenn Sie Gemüse anbauen möchten. Vermeiden Sie Farben und Lacke, die die Atmungsfähigkeit des Holzes beeinträchtigen oder giftige Dämpfe abgeben könnten. Eine regelmäßige Inspektion auf morsche Stellen oder Schädlingsbefall ist ebenfalls ratsam.
Alternativen: Hochbeet aus Paletten bauen
Eine besonders wirtschaftliche und umweltfreundliche Methode, um ein Hochbeet zu realisieren, ist das Hochbeet aus Paletten bauen. Europaletten sind oft günstig oder sogar kostenlos erhältlich. Wichtig ist hierbei, dass Sie ausschließlich unbehandelte Paletten verwenden. Achten Sie auf die EPAL-Kennzeichnung, die für eine thermische Behandlung steht (HT), und vermeiden Sie Paletten mit der Kennzeichnung MB (Methylbromid), da diese chemisch behandelt sind. Die Paletten werden entweder direkt aufgestellt und die Innenseiten mit Folie ausgekleidet oder sie werden als Rahmen für eine stabilere Konstruktion verwendet. Dies ist eine kreative Möglichkeit, schnell ein funktionelles Hochbeet zu schaffen.
Fazit: Ihr Traum vom Hochbeet wird wahr
Das Hochbeet selber machen ist ein Projekt, das Ihren Garten aufwertet und Ihnen das Gärtnern erleichtert. Von der durchdachten Planung über die sorgfältige Materialauswahl bis hin zum fachgerechten Bau und der cleveren Befüllung – jeder Schritt trägt zum Erfolg bei. Sie schaffen damit nicht nur eine praktische und ergonomische Anbaufläche, sondern auch ein kleines Ökosystem, das für gesunde und ertragreiche Pflanzen sorgt. Ob Sie sich für ein klassisches Holzhochbeet, ein flexibles Modell mit Rollen oder eine barrierefreie Variante für Senioren entscheiden, die Möglichkeiten sind vielfältig und anpassbar.
Die Investition in ein selbstgebautes Hochbeet zahlt sich durch Komfort, frühere und bessere Ernten sowie einen effektiven Schutz vor Schädlingen aus. Es ist eine Bereicherung für jeden Garten, unabhängig von Größe und Bodenbeschaffenheit. Beginnen Sie mit der Planung, wählen Sie die Materialien, die Ihren Vorstellungen und Ihrem Budget entsprechen, und packen Sie es an. Ihr Garten wird es Ihnen danken.
Nutzen Sie das Setzungsverhalten zu Ihrem Vorteil: Beginnen Sie mit der Befüllung Ihres Hochbeets im Spätherbst oder Winter. Die organischen Materialien haben dann genügend Zeit, sich zu setzen und zu verrotten, bevor die Hauptpflanzsaison im Frühjahr beginnt. Dies spart Ihnen das Nachfüllen kurz vor der Pflanzung und sorgt für eine optimale Nährstoffverfügbarkeit.
