Die Grundlagen: Warum Hyazinthen gießen wichtig ist

Hyazinthen sind beliebte Frühlingsblumen, die mit ihren intensiven Düften und leuchtenden Farben jeden Raum beleben. Doch damit sie prächtig gedeihen und lange Freude bereiten, ist die richtige Pflege unerlässlich. Ein zentraler Aspekt dabei ist das fachgerechte Gießen. Viele Hobbygärtner unsicher, wann und wie viel Wasser die Zwiebelblumen benötigen. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule und schadet der Pflanze nachhaltig, zu wenig lässt sie welken. Dieses Wissen um die korrekte Wassergabe ist der Schlüssel zu gesunden Hyazinthen.

Die Zwiebel selbst speichert Wasser, doch die Wurzeln und das Blattwerk benötigen während der Wachstums- und Blütezeit regelmäßige Flüssigkeit. Der richtige Zeitpunkt zum Gießen hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Standort, die Umgebungstemperatur und das Stadium der Pflanze. Es geht nicht um starre Regeln, sondern um das Verständnis der Bedürfnisse der Hyazinthe im jeweiligen Kontext. Eine aufmerksame Beobachtung der Pflanze ist daher stets die beste Grundlage für die richtige Gießentscheidung.

Achten Sie auf die Feuchtigkeit der Blumenerde: Fühlen Sie vor jedem Gießen vorsichtig mit dem Finger einige Zentimeter tief in die Erde. Ist sie dort bereits feucht, warten Sie besser noch ab.

Der Wasserbedarf von Hyazinthen verstehen

Hyazinthen haben einen moderaten Wasserbedarf. Sie mögen keine tropfnassen Füße, aber auch nicht vollständig ausgetrocknete Erde. Die ideale Feuchtigkeit für Hyazinthen liegt darin, dass die Erde konstant leicht feucht, aber niemals nass ist. Dies fördert die Entwicklung gesunder Wurzeln und beugt Krankheiten vor, die durch Staunässe entstehen können. Besonders während der Wachstums- und Blütephase ist der Durst der Pflanze größer als in Ruhephasen.

Hyazinthen pflanzen und die erste Bewässerung

Wenn Sie Hyazinthen pflanzen, sei es im Garten oder in einem Topf, ist die erste Bewässerung entscheidend. Nach dem Einsetzen der Zwiebeln in die Erde sollten Sie die Pflanzstelle gut angießen. Dies hilft, die Erde um die Zwiebel herum zu verdichten und sorgt für einen guten Bodenschluss, was die Wasseraufnahme erleichtert. Verwenden Sie dabei ausreichend Wasser, bis die Erde durchgehend feucht ist, aber vermeiden Sie Pfützenbildung. Diese erste Befeuchtung legt den Grundstein für ein gesundes Anwurzeln der Hyazinthe.

Wann und wie oft sollten Hyazinthen gegossen werden?

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt und der Häufigkeit des Gießens ist zentral. Eine Faustregel besagt, dass man gießen sollte, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Dies variiert stark je nach Umweltbedingungen. In einem warmen Zimmer verdunstet Wasser schneller als in einem kühleren Raum oder im Freiland. Bei Topfpflanzen empfiehlt sich oft ein wöchentliches Gießen, bei Zimmerhyazinthen in Blüte kann dies auch häufiger notwendig sein, wenn die Erde schnell austrocknet.

Anzeichen für den richtigen Gießzeitpunkt erkennen

Das wichtigste Werkzeug ist Ihre Beobachtungsgabe. Achten Sie auf sichtbare Zeichen: Die Blätter beginnen leicht zu hängen oder die Erde fühlt sich trocken an, wenn Sie Ihren Finger hineinstecken. Bei Hyazinthen, die in dekorativen Gläsern ohne Erde gezogen werden, ist der Wasserstand ebenfalls ein direkter Indikator. Hier sollte der Wasserstand immer so gewählt werden, dass die Zwiebelbasis knapp über dem Wasser schwebt, um Fäulnis zu vermeiden. Regelmäßiges Nachfüllen ist hier die Devise.

Die richtige Gießtechnik für Topf- und Freilandhyazinthen

Beim Gießen ist die Technik entscheidend, um Staunässe zu vermeiden. Gießen Sie direkt auf die Erde und vermeiden Sie es, die Blüten oder Blätter zu benetzen, besonders bei kühler Witterung oder am Abend, da dies Pilzkrankheiten begünstigen kann. Bei Hyazinthen im Topf ist es ratsam, nur so viel Wasser zu geben, wie die Erde aufnehmen kann. Überschüssiges Wasser, das sich im Untersetzer sammelt, sollte nach etwa 15-30 Minuten abgegossen werden. Freilandhyazinthen, die gut angewachsen sind, sind oft genügsamer und kommen mit natürlichen Niederschlägen aus, solange keine längeren Trockenperioden herrschen. Überprüfen Sie hier ebenfalls regelmäßig die Bodenfeuchte.

Hyazinthen im Glas ohne Erde pflegen: Bei der Kultur in Gläsern ohne Erde ist das Wassermanagement kritisch. Die unterste Zwiebelspitze sollte das Wasser nicht berühren, um Fäulnis vorzubeugen. Füllen Sie das Glas so auf, dass die Wurzeln knapp ins Wasser reichen. Tauschen Sie das Wasser alle paar Tage aus, um Keimwachstum zu verhindern und für frische Nährstoffe zu sorgen.

Der richtige Umgang mit Hyazinthen im Glas

Die Kultivierung von Hyazinthen in Gläsern, oft als „Blumenzwiebeln im Glas“ bezeichnet, ist eine beliebte Methode, um die Blütenpracht im Haus zu genießen, besonders im Winter. Hierbei spielt das Gießen eine noch spezifischere Rolle, da keine Erde vorhanden ist, die Feuchtigkeit speichern könnte. Die Wurzeln sind direkt dem Wasser ausgesetzt, was besondere Vorsicht erfordert, um die Zwiebel vor Fäulnis zu schützen.

Wasserstand und -qualität für Glas-Hyazinthen

Das Wichtigste bei Hyazinthen im Glas ist der korrekte Wasserstand. Die Zwiebelbasis darf das Wasser niemals berühren. Es ist ausreichend, wenn die Wurzeln, die sich bereits gebildet haben, knapp ins Wasser reichen. Dies fördert ein gesundes Wurzelwachstum, ohne die Zwiebel direkt zu schädigen. Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes Wasser, um die Pflanze nicht zu schockieren. Kaltes Wasser kann das Wachstum hemmen.

Wichtiger Tipp für Hyazinthen im Glas: Wechseln Sie das Wasser in den Gläsern regelmäßig, idealerweise alle zwei bis drei Tage. Dies verhindert, dass sich schädliche Bakterien oder Algen bilden, die die Wurzeln angreifen könnten und sorgt für eine saubere Umgebung.

Gefahren und Lösungen bei der Glas-Kultur

Die größte Gefahr bei der Zwiebelkultur im Glas ist die Fäulnis. Wenn die Zwiebel zu tief im Wasser steht oder das Wasser nicht regelmäßig gewechselt wird, kann sie faulen und die gesamte Pflanze absterben. Achten Sie auf Anzeichen wie eine matschige Zwiebelbasis oder schleimige Wurzeln. Sollten Sie solche Anzeichen bemerken, entfernen Sie die Zwiebel sofort und reinigen Sie das Glas gründlich, bevor Sie eine neue Zwiebel einsetzen.

Der Übergang vom Glas zum Topf

Nach der Blüte ist die Zwiebel oft erschöpft. Viele werfen die Zwiebeln weg, doch es ist möglich, sie weiter zu pflegen. Wenn die Blätter beginnen zu vergilben, schneiden Sie diese nicht ab, sondern lassen Sie sie eintrocknen. Sobald die Blätter vollständig vertrocknet sind, können Sie die Zwiebel aus dem Glas nehmen, von alten Wurzelresten befreien und an einem kühlen, dunklen Ort bis zum Herbst trocknen lagern. Ab Herbst kann die Hyazinthenzwiebel dann wieder in Erde gepflanzt werden, um im nächsten Jahr erneut zu blühen.

Was tun bei falscher Bewässerung? Probleme und Lösungen

Fehler bei der Bewässerung sind häufig und können sich auf verschiedene Weise äußern. Es ist wichtig, diese Anzeichen zu erkennen und korrekt darauf zu reagieren, um die Pflanze noch retten zu können. Sowohl Über- als auch Unterwässerung hinterlassen deutliche Spuren.

Überwässerung erkennen und beheben

Anzeichen für zu viel Wasser sind gelbliche, welkende Blätter, die weich und matschig wirken, sowie eine faulige Geruchsentwicklung aus der Erde. Die Wurzeln können durch den Sauerstoffmangel verfaulen. Wenn Sie diese Symptome bemerken, stellen Sie das Gießen sofort ein. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, entfernen Sie überschüssige, nasse Erde von den Wurzeln und schneiden Sie faulige, matschige Wurzelteile vorsichtig mit einem sauberen Messer ab. Lassen Sie die Wurzeln einige Stunden an der Luft trocknen, bevor Sie die Hyazinthe in frische, trockene Blumenerde mit guter Drainage wieder einpflanzen. Sorgen Sie für gute Belüftung und Gießen Sie erst wieder, wenn die Erde leicht angetrocknet ist.

Verbessern Sie die Drainage: Bei Hyazinthen im Topf ist eine gute Drainage unerlässlich. Verwenden Sie spezielle Blumenerde für Zwiebelblumen oder mischen Sie etwas Sand und Perlit unter die normale Blumenerde. Ein Abflussloch im Topf ist ein Muss.

Unterwässerung erkennen und beheben

Bei zu wenig Wasser werden die Blätter welk und hängen schlaff herab. Die Erde ist steinhart und trocken. Auch die Blüten können austrocknen und abfallen, bevor sie sich vollständig entfalten konnten. Um dies zu beheben, gießen Sie die Pflanze durchdringend. Stellen Sie den Topf in ein Wasserbad, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dies stellt sicher, dass die gesamte Erde gut durchfeuchtet wird. Lassen Sie überschüssiges Wasser gut abtropfen. In den folgenden Tagen sollten Sie die Erde regelmäßig auf ihre Feuchtigkeit prüfen und weiterhin moderat gießen, bis sich die Pflanze erholt hat.

Hyazinthen überwintern und die Bewässerung danach

Nach der Blütezeit im Frühjahr ziehen sich Hyazinthen in ihre Zwiebel zurück. Wenn die Blätter vollständig vergilbt und eingezogen sind, kann die Zwiebel ausgegraben und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Die Bewässerung entfällt hier komplett bis zum Herbst. Ab September können Sie die Zwiebeln wieder in Töpfe pflanzen, um eine erneute Blüte im Winter oder Frühjahr zu erzielen. Die erste Bewässerung erfolgt, sobald die Pflanze anfängt auszutreiben. Auch hier gilt: gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden.

Faktoren, die den Wasserbedarf von Hyazinthen beeinflussen

Der ideale Zeitpunkt und die benötigte Menge Wasser für Ihre Hyazinthen hängen von einer Reihe von Umweltfaktoren ab, die eine pauschale Antwort erschweren. Eine genaue Betrachtung dieser Einflüsse ermöglicht es Ihnen, flexibel auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen einzugehen und sie optimal zu versorgen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum

Höhere Temperaturen und trockene Luft, wie sie oft in beheizten Wohnräumen im Winter vorkommen, führen zu einer schnelleren Verdunstung des Wassers aus der Erde. In solchen Bedingungen müssen Sie wahrscheinlich häufiger gießen als in einem kühleren Raum mit höherer Luftfeuchtigkeit. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht komplett austrocknet, aber auch nicht übermäßig nass bleibt.

Praxis-Tipp zur Luftfeuchtigkeit: Stellen Sie Ihre Hyazinthen-Töpfe auf ein mit Kieselsteinen und Wasser gefülltes Tablett. Die verdunstende Feuchtigkeit erhöht die Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen herum, ohne dass die Erde direkt im Wasser steht.

Standort und Lichteinfall

Hyazinthen bevorzugen einen hellen Standort, aber direkte Sonneneinstrahlung, besonders im Sommer, kann die Erde schneller austrocknen lassen. Ein Standort, der zwar hell ist, aber vor der intensivsten Mittagssonne geschützt ist, ist oft ideal. Je mehr Licht die Pflanze erhält und je wärmer es ist, desto höher ist in der Regel ihr Wasserbedarf.

Größe und Material des Topfes

Die Wahl des Topfes hat ebenfalls Einfluss auf das Gießverhalten. Kleinere Töpfe trocknen schneller aus als größere. Terrakotta-Töpfe sind poröser und lassen mehr Luft an die Erde, was zu einer schnelleren Austrocknung führt als bei Kunststofftöpfen, die das Wasser länger speichern. Achten Sie immer darauf, dass jeder Topf ein Abflussloch besitzt, um überschüssiges Wasser abführen zu können.

Phase der Pflanze: Wachstum, Blüte oder Ruhe

Der Wasserbedarf einer Hyazinthe ist nicht konstant. Während der aktiven Wachstums- und Blütephase, wenn neue Blätter und Blütenstiele gebildet werden, benötigt die Pflanze mehr Wasser. In der Ruhephase, wenn die Blätter eingezogen sind und die Zwiebel überdauert, wird die Wassergabe stark reduziert oder ganz eingestellt.

Hyazinthen im Freiland pflanzen und gießen

Hyazinthen lassen sich nicht nur im Topf oder Glas kultivieren, sondern auch prächtig im Garten auspflanzen. Hierbei ändern sich die Anforderungen an die Bewässerung, da die Natur mithilft, aber auch neue Herausforderungen entstehen können. Das richtige Gießen im Freiland unterstützt die Zwiebeln beim Anwachsen und sorgt für eine üppige Blüte im nächsten Frühjahr.

Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen im Freiland

Die beste Zeit, um Hyazinthenzwiebeln im Freiland zu pflanzen, ist im Herbst, von September bis November. Dies gibt den Zwiebeln genügend Zeit, sich vor dem ersten Frost einzugewöhnen und Wurzeln zu bilden. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem Boden. Lockern Sie den Boden gut auf und arbeiten Sie bei Bedarf etwas Kompost ein, um die Nährstoffversorgung zu verbessern.

Bewässerung nach dem Pflanzen im Garten

Nachdem Sie die Zwiebeln gesteckt haben, sollten Sie die Pflanzstelle gut angießen. Dies fördert den Bodenschluss und hilft den Wurzeln beim Start. In den folgenden Wochen bis zum Einsetzen des Frostes ist regelmäßiges Gießen notwendig, falls keine ausreichenden Niederschläge fallen. Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein.

Pflege während des Frühlings und der Blütezeit

Sobald im Frühjahr die ersten Triebe erscheinen und die Pflanzen zu wachsen beginnen, steigt ihr Wasserbedarf. Achten Sie auf anhaltende Trockenperioden, besonders während der Blütezeit. Sollte es längere Zeit nicht regnen, ist zusätzliches Gießen erforderlich. Gießen Sie auch hier direkt an der Basis der Pflanze, um die Blätter und Blüten vor Krankheiten zu schützen. Die Zwiebeln sind nach dem ersten Jahr im Garten meist winterhart.

Hyazinthen sind winterhart: Viele Hyazinthen-Sorten sind gut winterhart und können im Freiland ohne spezielle Schutzmaßnahmen überwintern. Die Zwiebeln ziehen sich nach der Blüte vollständig ein und überdauern im Boden.

Nach der Blüte: Was tun im Garten?

Sobald die Hyazinthen verblüht sind, ist Geduld gefragt. Lassen Sie die Blätter und Stiele langsam von selbst vergilben und absterben. In dieser Phase versorgt die Pflanze die Zwiebel mit Nährstoffen für die nächste Blüte. Erst wenn die oberirdischen Teile vollständig vertrocknet sind, können sie entfernt werden. Die Zwiebel kann im Boden bleiben und wird im nächsten Frühjahr erneut austreiben. Bei sehr feuchten Böden im Winter kann es ratsam sein, die Zwiebeln nach dem Einziehen der Blätter auszugraben und bis zum Herbst trocken zu lagern, um Fäulnis vorzubeugen.

Das richtige Gießen von Hyazinthenzwiebeln vor dem Einpflanzen

Oft werden Hyazinthenzwiebeln in Geschäften zum Verkauf angeboten, die bereits erste Ansätze von Trieben oder Wurzeln zeigen. Hierbei stellt sich die Frage, ob und wie diese vor dem eigentlichen Einpflanzen gegossen werden sollten. Generell gilt, dass trockene Zwiebeln vor dem Einpflanzen nicht zusätzlich bewässert werden müssen. Wenn die Zwiebel jedoch beginnt auszutrocknen oder sehr alt wirkt, kann eine leichte Anfeuchtung sinnvoll sein.

Die Rolle von Feuchtigkeit für die Zwiebelkeimung

Hyazinthenzwiebeln enthalten genügend Nährstoffe und gespeicherte Feuchtigkeit, um den Keimprozess einzuleiten, sobald die richtigen Bedingungen (Temperatur, Bodenfeuchte) gegeben sind. Ein übermäßiges Gießen der reinen Zwiebel vor dem Einpflanzen kann eher schädlich sein und Fäulnis fördern. Der Fokus sollte darauf liegen, optimale Bedingungen nach dem Einpflanzen zu schaffen.

Vorbereitung auf das Einpflanzen im Topf oder Beet

Wenn Sie Hyazinthenzwiebeln pflanzen, bereiten Sie zuerst den Boden oder die Blumenerde vor. Stellen Sie sicher, dass diese locker und gut durchlässig ist. Eine leicht feuchte Erde ist ideal, damit die Zwiebel nach dem Einsetzen sofort mit der Wurzelbildung beginnen kann. Vermeiden Sie es, die Zwiebeln in trockener Erde zu lagern, nachdem sie bereits zu treiben begonnen haben.

Wichtig vor dem Pflanzen: Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Hyazinthenzwiebeln noch genügend Feuchtigkeit haben, prüfen Sie die Konsistenz. Eine gesunde Zwiebel ist fest. Wenn sie schrumpelig und trocken wirkt, können Sie sie für ein paar Stunden in lauwarmes Wasser legen, bevor Sie sie einpflanzen. Danach aber unbedingt gut abtrocknen lassen.

Erste Bewässerung nach dem Einpflanzen

Sobald die Hyazinthenzwiebeln in der Erde sind, ist das durchdringende Angießen der erste und wichtigste Schritt. Dies stellt sicher, dass die Erde gut an die Zwiebel anliegt und die Wurzeln optimal mit Feuchtigkeit versorgt werden. Danach richtet sich die weitere Bewässerung nach den Bedürfnissen der wachsenden Pflanze, wie bereits unter „Hyazinthen pflanzen und die erste Bewässerung“ beschrieben.

Sind Hyazinthen giftig? Was Gärtner wissen müssen

Bei der Pflege von Hyazinthen, insbesondere wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, ist es wichtig, sich über deren Giftigkeit zu informieren. Die gesamte Pflanze, vor allem aber die Zwiebel, enthält reizende Stoffe, die bei Hautkontakt oder Verzehr Reaktionen hervorrufen können.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Hyazinthen enthalten Alkaloide, wie beispielsweise Scopoletin und Helleborin, die in der Zwiebel am konzentriertesten sind. Bei Hautkontakt, vor allem mit der Zwiebel, kann es zu Rötungen, Juckreiz oder Dermatitis kommen. Dies ist besonders für empfindliche Personen oder bei längerem Kontakt relevant. Das Berühren der Blüten oder Blätter ist meist weniger problematisch, kann aber bei empfindlichen Personen ebenfalls zu Hautreizungen führen.

Vorsicht bei der Handhabung: Beim Ausgraben oder Umtopfen von Hyazinthen ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, um Hautirritationen zu vermeiden.

Symptome bei Verzehr und Maßnahmen

Wenn Teile der Hyazinthe, insbesondere die Zwiebel, versehentlich verzehrt werden, können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Speichelfluss auftreten. In seltenen Fällen können auch Herzrhythmusstörungen oder Schwindel auftreten. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte umgehend ein Arzt oder eine Giftnotrufzentrale kontaktiert werden. Bringen Sie, wenn möglich, Informationen zur Pflanze mit.

Hyazinthen im Haushalt mit Kindern und Haustieren

Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren, die dazu neigen, an Pflanzen zu knabbern, ist Vorsicht geboten. Stellen Sie Hyazinthen, besonders die Zwiebeln, außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf. Achten Sie darauf, dass keine Pflanzenteile oder Erde von Kindern oder Haustieren verschluckt werden. Hyazinthen im Glas ohne Erde sind insofern sicherer, als dass die Zwiebel nicht direkt Kontakt mit der Umgebung hat, jedoch kann sie dennoch herunterfallen oder von einem Haustier angeknabbert werden.

Hyazinthen überwintern für eine erneute Blüte

Nach der Blütezeit im Frühjahr sind Hyazinthenzwiebeln nicht zwangsläufig ein Einmalprodukt. Mit der richtigen Pflege können sie überwintern und im nächsten Jahr erneut zur Blüte gebracht werden. Dies gilt sowohl für im Freiland gepflanzte als auch für getopfte Hyazinthen, die im Haus überwintert wurden.

Pflege der Hyazinthe nach der Blüte im Topf

Sobald die Blütezeit vorbei ist, sollten Sie Verblühtes entfernen, um die Samenbildung zu verhindern, die der Pflanze Energie entzieht. Lassen Sie die Blätter und den Stiel jedoch stehen, bis sie vollständig vergilbt und vertrocknet sind. In dieser Phase sammelt die Zwiebel Kraft für die nächste Blüte. Gießen Sie die Pflanze in dieser Zeit weiterhin mäßig, aber nicht zu nass.

Praktischer Tipp: Schneiden Sie nur die verwelkte Blüte ab, nicht das grüne Blattwerk. Erst wenn die Blätter komplett eingezogen sind, können Sie sie entfernen.

Lagerung der Zwiebeln nach dem Einziehen

Wenn die Blätter vollständig eingezogen sind, können Sie die Zwiebel vorsichtig aus dem Topf nehmen. Befreien Sie sie von überschüssiger Erde. Lagern Sie die Zwiebeln an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort mit guter Belüftung. Ein guter Ort ist beispielsweise eine Papiertüte oder ein Netz, ausgelegt mit Zeitungspapier. Die Zwiebeln sollten keinen direkten Kontakt zu Feuchtigkeit haben.

Zeitpunkt und Art des erneuten Pflanzens

Die Hyazinthenzwiebeln können ab September/Oktober wieder in frische Blumenerde gepflanzt werden. Verwenden Sie eine gut durchlässige Erde und pflanzen Sie die Zwiebeln so, dass die Spitze etwa 2-3 cm unter der Erdoberfläche liegt. Gießen Sie die frisch gepflanzten Zwiebeln gut an. Stellen Sie die Töpfe an einen kühlen Ort, wie zum Beispiel einen unbeheizten Keller oder eine Garage, wo sie dunkle und kühle Bedingungen für die Wurzelbildung vorfinden. Ab etwa Mitte des Winters können sie dann schrittweise an einen helleren und wärmeren Platz im Haus gebracht werden, um die Blüte anzuregen.

Winterhärte im Freiland

Im Freiland gepflanzte Hyazinthen sind in der Regel winterhart und können dort ohne weitere Maßnahmen überwintern. Wichtig ist hierbei eine gute Bodendrainage, damit die Zwiebeln nicht im nassen Boden faulen. Bei extremen Frostperioden oder in sehr exponierten Lagen kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub sinnvoll sein, ist aber meist nicht zwingend notwendig. Die Zwiebeln ruhen im Boden und treiben im Frühjahr von selbst wieder aus.