Warum die Überwinterung für Jasmin so wichtig ist
Die kalte Jahreszeit stellt für viele Pflanzen eine immense Herausforderung dar. Jasmin-Pflanzen, insbesondere die nicht winterharten Sorten, sind empfindlich gegenüber Frost und niedrigen Temperaturen. Eine sorgfältige Überwinterung ist daher unerlässlich, um Ihre geliebte Jasminpflanze vor Schäden zu bewahren und sicherzustellen, dass sie im Frühjahr kräftig austreibt und wieder üppig blüht. Vernachlässigen Sie diesen Schritt, riskieren Sie das Absterben der Pflanze oder zumindest eine stark reduzierte Blütenbildung im Folgejahr. Es geht nicht nur darum, die Pflanze am Leben zu erhalten, sondern sie so zu pflegen, dass ihre Vitalität und ihr Wachstumspotenzial für die nächste Saison gesichert sind.
Die Wahl des richtigen Überwinterungsortes und die angepasste Pflege sind dabei ebenso entscheidend wie das Wissen um die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Jasmin-Sorte. Nicht jede Jasminart benötigt die gleiche Behandlung; einige sind robuster als andere. Ein Verständnis dieser Unterschiede ist der Schlüssel zum Erfolg und zur Langlebigkeit Ihrer grünen Schützlinge im Winter. So verwandelt sich die potenzielle Bedrohung durch Kälte in eine Phase der Ruhe, aus der die Pflanze gestärkt hervorgeht.
Die Bedeutung des individuellen Bedarfs
Bevor Sie mit der Überwinterung beginnen, ist es ratsam, sich über die spezifischen Anforderungen Ihrer Jasmin-Pflanze zu informieren. Handelt es sich um einen echten Jasmin (Jasminum officinale), der zwar empfindlich ist, aber mit Schutz im Freien überleben kann, oder um einen unechten Jasmin wie den Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) oder den Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides)? Der Sternjasmin ist beispielsweise nur bedingt winterhart und benötigt in kälteren Regionen unbedingt Schutz. Der Winterjasmin hingegen ist deutlich robuster und benötigt oft nur minimalen Schutz. Dieses Wissen bestimmt maßgeblich, welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen, um Ihre Pflanze optimal durch den Winter zu bringen und ihr das Überleben zu sichern.
Die richtige Vorbereitung spart Ihnen im nächsten Jahr Blütenfreude.
Erkennen Sie Ihren Jasmin: Winterhart oder empfindlich?
Bevor Sie konkrete Maßnahmen zur Überwinterung ergreifen, ist es unerlässlich zu wissen, welche Art von Jasmin Sie besitzen. Die Unterscheidung zwischen echten und unechten Jasminarten ist dabei grundlegend, da sie unterschiedliche Winterhärten aufweisen. Echte Jasminarten, wie der bekanntere Jasmin (Jasminum officinale), sind oft nicht vollständig winterhart und benötigen Schutz, besonders wenn sie im Topf kultiviert werden oder in Regionen mit sehr strengen Wintern leben. Unechte Jasminarten, wie der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) oder der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides), variieren stark in ihrer Widerstandsfähigkeit. Der Winterjasmin ist erstaunlich robust und kann oft im Freien überdauern, während der Sternjasmin, obwohl er duftende Blüten trägt, als bedingt winterhart gilt und in vielen Gebieten Frostschäden erleidet.
Die Verwechslungsgefahr ist groß, da viele Pflanzen als „Jasmin“ bezeichnet werden, aber botanisch nicht zur Gattung Jasminum gehören. Der falsche Jasmin (oft Philadelphus genannt) ist beispielsweise frosthart und stellt andere Anforderungen. Achten Sie auf die Blütenform und -farbe sowie auf die Blütezeit, um Verwechslungen zu vermeiden. Ein Sternjasmin hat oft dunkleres, ledriges Laub und blüht im Sommer, während der echte Jasmin zartere Blätter und Blüten aufweist. Diese genaue Identifikation ist der erste und wichtigste Schritt, um die Überwinterung Ihres spezifischen Exemplars erfolgreich zu gestalten.
Unterschiede zwischen echtem und falschem Jasmin
Der echte Jasmin (Jasminum) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und zeichnet sich durch seinen intensiven Duft aus. Seine Blüten sind oft sternförmig und weiß. Viele Arten sind subtropisch und nicht winterhart. Der falsche Jasmin, auch Bauernjasmin oder Pfeifenstrauch genannt (Philadelphus), gehört zur Familie der Hortensiengewächse. Seine Blüten sind meist duftlos oder nur leicht duftend und ähneln denen des echten Jasmins, sind aber oft größer und zahlreicher. Entscheidend ist die Winterhärte: Philadelphus-Arten sind in der Regel sehr gut winterhart und benötigen keine spezielle Überwinterung, oft reicht ein leichter Schutz für junge Pflanzen.
Ein weiterer häufiger Verwechslungskandidat ist der Duftjasmin (Cestrum nocturnum), der ebenfalls stark duftet, aber frostempfindlich ist und eindeutig überwintert werden muss. Bevor Sie also Maßnahmen ergreifen, identifizieren Sie Ihre Pflanze anhand von Merkmalen wie Laub, Blütenform, Duftintensität und Winterhärte. Diese genaue Kenntnis ist der Grundstein für eine erfolgreiche Überwinterung und verhindert unnötige Arbeit oder gar den Verlust der Pflanze.
Identifizieren Sie Ihre Jasmin-Sorte genau, bevor Sie den Standort für die Überwinterung wählen.
Jasmin im Topf überwintern: Der mobile Schutz
Wenn Ihr Jasmin im Kübel oder Topf wächst, haben Sie den entscheidenden Vorteil, dass Sie die Pflanze mobil an einen geschützten Ort bringen können. Dies ist die gängigste und oft sicherste Methode, um nicht winterharte Jasminpflanzen durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Der erste Schritt ist das rechtzeitige Zurückschneiden, das je nach Sorte und Zeitpunkt der Überwinterung variiert, aber oft im späten Herbst erfolgt, um die Pflanze kompakt zu halten und übermäßigen Frostschutzaufwand zu vermeiden. Entfernen Sie auch abgestorbene oder kranke Triebe. Die Erde sollte vor dem Einräumen leicht feucht sein, aber niemals nass, um Staunässe und Wurzelfäule zu verhindern.
Der ideale Standort für einen Jasmin im Topf während der Überwinterung ist kühl, hell und frostfrei. Temperaturen zwischen 5°C und 10°C sind oft ideal. Ein unbeheiztes Treppenhaus, ein kühler Wintergarten, eine Garage mit Fenster oder ein frostfreies Gartenhaus eignen sich hervorragend. Achten Sie darauf, dass die Pflanze ausreichend Licht erhält, denn Licht ist auch in der Ruhephase wichtig für ihre Vitalität. Direkte Sonneneinstrahlung auf den Topf im Winter sollte vermieden werden, da dies zu schnellen Temperaturschwankungen führen kann.
Der richtige Standort: Hell und kühl
Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das Gedeihen Ihres Jasmins während der Überwinterung. Vermeiden Sie dunkle, unbeheizte Räume, in denen die Temperatur unter den Gefrierpunkt fällt. Ebenso ungeeignet sind warme, beheizte Wohnräume, da diese die Pflanze aus ihrem natürlichen Ruhezyklus reißen und sie zum Wachstum anregen, was bei geringer Lichtintensität zu schwachen, vergeilten Trieben führt. Ein Platz am Fenster, wo die Pflanze viel Licht abbekommt, ist ideal, solange die Temperaturen kühl bleiben. Wenn Sie keine geeignete Fensterfläche haben, kann auch eine zusätzliche Pflanzenlampe helfen, die nötige Helligkeit zu gewährleisten. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht zu hoch sein, um Pilzbefall vorzubeugen.
Das Überwintern im Freien ist nur für wirklich winterharte Jasmin-Sorten ratsam und auch dann nur mit entsprechendem Schutz. Nicht winterharte Arten, insbesondere im Topf, würden Frostschäden erleiden. Der Topf selbst ist durch seine geringe Erdmenge anfälliger für Durchfrieren als der Wurzelballen einer im Freiland gepflanzten Pflanze. Das bedeutet, der gesamte Wurzelballen ist dem Frost ausgesetzt, was schnell zum Absterben der feinen Wurzeln führen kann.
Tipp: Wickeln Sie den Topf mit Vlies, Jute oder Luftpolsterfolie ein, um den Wurzelballen vor Durchfrieren zu schützen, selbst an einem scheinbar geschützten Ort.
Jasmin im Freiland überwintern: Schutz für den Garten
Wenn Sie eine winterharte Jasmin-Sorte wie den Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) im Garten gepflanzt haben, ist die Überwinterung im Freiland meist unproblematisch. Dennoch ist auch hier ein gewisser Schutz ratsam, besonders in den ersten Jahren oder bei extremen Wetterlagen. Der Standort spielt eine wesentliche Rolle: Wählen Sie eine geschützte Stelle, idealerweise an einer Hauswand, die vor starkem Wind und eisiger Kälte schützt. Vermeiden Sie Senken, in denen sich Kälte und Feuchtigkeit sammeln.
Eine Mulchschicht aus Laub, Reisig oder Kompost um den Wurzelbereich herum schützt den Boden vor dem Durchfrieren und isoliert die Wurzeln. Bei besonders strengen Frösten oder jungen Pflanzen können Sie zusätzlich die oberirdischen Triebe mit Vlies oder Jutegewebe umwickeln. Die richtige Erde ist ebenfalls wichtig: Ein gut durchlässiger Boden verhindert Staunässe, die auch im Winter zur Wurzelfäule führen kann. Achten Sie darauf, dass der Boden im Herbst nicht zu nass ist, wenn Sie den Schutz aufbringen.
Winterharte Sorten schützen
Auch als winterhart deklarierte Jasmin-Sorten können von zusätzlichem Schutz profitieren. Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) ist eine der robustesten Arten und blüht oft schon im Spätwinter an frostfreien Tagen. Seine Triebe sind zwar winterhart, aber junge Pflanzen oder exponierte Lagen können dennoch von einer Isolierung profitieren. Eine dicke Schicht Mulch (Laub, Rindenmulch) um die Basis der Pflanze herum ist essenziell, um die Wurzeln vor tiefem Frost zu schützen. Bei Starkfrostperioden kann es sinnvoll sein, die gesamte Pflanze mit Vlies oder Reisig abzudecken, insbesondere wenn sie noch jung ist.
Der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) wird oft als bedingt winterhart eingestuft. Er kann in milden Regionen mit Schutz im Freien überwintern, benötigt aber in den meisten Gebieten einen Winterschutz. Hierzu zählen das Einpacken des Topfes (falls im Freien überwintert) und das Umwickeln der Triebe mit Vlies, um sie vor Frost und austrocknenden Winden zu schützen. Eine Kübelpflanzung ist für diese Art oft die sicherste Wahl, da der Topf näher an die schützende Hauswand gerückt und mit isolierendem Material umhüllt werden kann. Der falsche Jasmin (Philadelphus) ist dagegen in der Regel sehr winterhart und benötigt im Freiland kaum Schutz, außer vielleicht für sehr junge Pflanzen in den ersten Wintern.
Die Wahl des richtigen Mulchmaterials ist entscheidend für die Isolierung der Wurzeln.
Pflege während der Überwinterung: Weniger ist mehr
Während der Überwinterungsphase schaltet die Jasmin-Pflanze in einen Ruhezustand. Ihre Bedürfnisse ändern sich drastisch, und eine übermäßige Pflege kann sogar schädlich sein. Das Wichtigste ist, die Gießmenge stark zu reduzieren. Die Erde sollte nur dann leicht feucht gehalten werden, wenn sie fast trocken ist. Staunässe ist der größte Feind im Winter und führt schnell zu Wurzelfäule. Verwenden Sie kalkarmes Wasser und gießen Sie nur an frostfreien Tagen, idealerweise am Vormittag, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.
Düngen ist während der Überwinterung tabu. Die Pflanze nimmt in dieser Zeit keine Nährstoffe auf, und eine Düngung würde die Ruhephase stören und zu schwachem, unnatürlichem Wachstum führen. Erst im Frühjahr, wenn die Wachstumsphase beginnt und die ersten neuen Triebe sichtbar werden, können Sie mit dem Düngen wieder beginnen. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium, um die Blüte und das allgemeine Pflanzenwachstum zu fördern.
Richtig gießen und düngen im Winter
Das richtige Gießen während der Überwinterung hängt stark vom Standort ab. Bei kühl-trockener Überwinterung (z.B. in einem kühlen, hellen Raum) muss nur sparsam gegossen werden, um ein vollständiges Austrocknen zu verhindern. Die Erde sollte nur dann leicht feucht werden, wenn sie sich trocken anfühlt. In einem etwas wärmeren Umfeld kann der Wasserbedarf geringfügig höher sein, aber Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Prüfen Sie die Feuchtigkeit der Erde regelmäßig mit dem Finger.
Das Düngen während der Wintermonate ist nicht nur unnötig, sondern kann der Pflanze sogar schaden. Die Stoffwechselprozesse sind stark verlangsamt, und die Wurzeln können überschüssige Nährstoffe nicht verarbeiten. Dies kann zu Salzansammlungen im Boden führen, die die Wurzeln schädigen. Warten Sie mit dem Düngen, bis im Frühjahr die Vegetationsperiode beginnt und die Pflanze aktiv wächst. Ein erster Düngerstoß im zeitigen Frühjahr unterstützt den Austrieb und die Blütenbildung.
Gießen Sie nur, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, und vermeiden Sie Staunässe um jeden Preis.
Schneiden des Jasmins vor dem Winter
Das richtige Schneiden des Jasmins vor der Überwinterung ist ein wichtiger Schritt, um die Pflanze auf die Ruhephase vorzubereiten und das Wachstum im nächsten Jahr zu fördern. Generell gilt: Ein starker Rückschnitt ist oft nicht notwendig und kann bei empfindlichen Sorten sogar schaden. Bei den meisten echten Jasmins (Jasminum) ist ein starker Rückschnitt im Herbst nicht empfehlenswert. Stattdessen sollte man sich auf das Entfernen von abgestorbenen, kranken oder schwachen Trieben beschränken. Dies dient der Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen und hilft der Pflanze, ihre Energie auf gesunde Pflanzenteile zu konzentrieren.
Bei Sorten, die stark wuchern, wie beispielsweise der echte Jasmin, kann ein leichter Auslichtungsschnitt sinnvoll sein, um die Pflanze in Form zu halten und die Größe für die Überwinterung zu optimieren. Ziel ist es, die Pflanze kompakt zu gestalten und zu verhindern, dass sie zu viel Platz beansprucht oder durch ihre Ausmaße anfälliger für Frost wird. Der beste Zeitpunkt für diesen leichten Schnitt ist oft der späte Herbst, nachdem die Blütezeit beendet ist und die Pflanze beginnt, sich auf die Ruhephase einzustellen. Ein Schnitt im Frühjahr ist meist effektiver, um die Form zu gestalten und die Blütenbildung zu fördern, aber ein leichter Formschnitt im Herbst kann die Handhabung bei der Überwinterung erleichtern.
Jasmin schneiden: Wann und wie?
Der Zeitpunkt für den Rückschnitt hängt stark von der Jasmin-Art ab. Der echte Jasmin (Jasminum officinale) blüht am alten Holz. Ein starker Rückschnitt im Herbst würde also die Blütenknospen für das nächste Jahr entfernen. Daher beschränkt man sich hier auf das Entfernen von erfrorenen, kranken oder störenden Trieben. Wenn ein Formschnitt notwendig ist, sollte dieser eher nach der Blüte im Sommer oder im frühen Frühjahr erfolgen. Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht am einjährigen Holz und kann nach der Blüte im späten Winter oder frühen Frühjahr geschnitten werden, um die Blütenbildung im Folgejahr zu fördern.
Der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) ist ein immergrünes Gewächs. Ein Rückschnitt sollte hier im Frühjahr erfolgen, um die Form zu erhalten und das Wachstum anzuregen. Ein Schnitt im Herbst ist nur ratsam, wenn Triebe zu lang sind und die Überwinterung erschweren. Entfernen Sie generell nur die Triebe, die die Pflanze übermäßig ausbreiten oder die offensichtlich abgestorben sind. Die Verwendung eines scharfen und sauberen Werkzeugs ist dabei selbstverständlich, um saubere Schnitte zu erzielen und Krankheiten zu vermeiden.
Ein leichter Formschnitt im Herbst kann die Handhabung erleichtern, aber vermeiden Sie starke Rückschnitte bei den meisten Jasmin-Arten vor dem Winter.
Schädlinge und Krankheiten während der Überwinterung
Auch während der Ruhephase ist Ihre Jasmin-Pflanze nicht gänzlich immun gegen Schädlinge und Krankheiten. Die kühleren, oft feuchteren Bedingungen während der Überwinterung können ideal für bestimmte Schädlinge sein, wie zum Beispiel Spinnmilben oder Schildläuse. Diese saugen Pflanzensaft und schwächen die Pflanze, was sich besonders auf ihr Wohlbefinden im Frühjahr auswirkt. Regelmäßiges Kontrollieren der Pflanze ist daher unerlässlich, auch wenn sie scheinbar ruht. Achten Sie auf Anzeichen wie feine Gespinste, klebrige Beläge auf den Blättern oder kleine, sesshafte Insekten.
Pilzkrankheiten, insbesondere Grauschimmel (Botrytis), können ebenfalls auftreten, vor allem bei zu hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung. Dies äußert sich durch graue, flaumige Beläge auf Blättern und Trieben, die zum Absterben der betroffenen Pflanzenteile führen können. Eine gute Belüftung des Überwinterungsortes und das Vermeiden von Staunässe sind die besten präventiven Maßnahmen. Sollten Sie dennoch Befall feststellen, ist schnelles Handeln gefragt, um eine Ausbreitung zu verhindern und die Pflanze zu retten.
Vorbeugung und Bekämpfung von Problemen
Die beste Verteidigung gegen Schädlinge und Krankheiten während der Überwinterung ist Prävention. Sorgen Sie für einen gut belüfteten Standort. Vermeiden Sie es, die Pflanze zu dicht an andere Gewächse zu stellen, um die Luftzirkulation zu verbessern. Halten Sie die Pflanze sauber, indem Sie abgestorbene Blätter und Pflanzenteile regelmäßig entfernen. Ein leichter Befall mit Spinnmilben kann oft schon durch Besprühen mit Wasser und Erhöhen der Luftfeuchtigkeit (sofern dies der Standort zulässt) eingedämmt werden.
Bei stärkerem Befall können biologische Mittel wie Neemöl oder Kaliseife zum Einsatz kommen. Diese sind oft schonend für die Pflanze und die Umwelt. Bei Pilzkrankheiten ist es wichtig, die Ursache zu beheben, meist übermäßige Feuchtigkeit. Befallene Pflanzenteile sollten sofort entfernt und entsorgt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Kontrollieren Sie nach dem Gießen immer, ob sich Wasser im Untersetzer sammelt, und leeren Sie diesen umgehend. Die allgemeine Vitalität der Pflanze durch korrekte Überwinterung ist die beste Resistenz.
Kontrollieren Sie Ihre überwinternde Jasmin-Pflanze regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten.
Der Übergang zum Frühling: Langsam wieder ans Licht
Wenn die Tage allmählich länger werden und die Temperaturen steigen, ist es Zeit, Ihren Jasmin langsam wieder an die Wachstumsphase zu gewöhnen. Dieser Übergang sollte schrittweise erfolgen, um die Pflanze nicht zu schockieren. Beginnen Sie damit, den Standort der Pflanze langsam heller zu gestalten. Wenn sie beispielsweise in einem dunkleren Raum überwintert hat, stellen Sie sie zunächst näher an ein Fenster. Vermeiden Sie es, sie sofort ins pralle Sonnenlicht zu stellen, da dies zu Sonnenbrand an den noch empfindlichen Trieben führen kann.
Das Gießen kann nun schrittweise erhöht werden, sobald Sie die ersten Anzeichen von neuem Wachstum bemerken. Die Erde sollte nun regelmäßig feucht gehalten, aber Staunässe weiterhin vermieden werden. Sobald keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind, kann die Pflanze nach draußen gestellt werden. Beginnen Sie auch hier mit der Eingewöhnung: Stellen Sie sie zunächst an einen schattigen oder halbschattigen Platz im Freien und gewöhnen Sie sie allmählich an die volle Sonne. Dies verhindert Sonnenbrand und Stress.
Vorbereitung auf das Auspflanzen oder Umtopfen
Bevor Sie Ihren Jasmin wieder dauerhaft nach draußen stellen oder ihm einen neuen Platz im Garten geben, ist oft das Umtopfen ratsam. Dies sollte idealerweise im zeitigen Frühjahr geschehen, bevor das starke Wachstum einsetzt. Wählen Sie einen Topf, der nur geringfügig größer ist als der alte, und verwenden Sie frische, hochwertige Kübelpflanzenerde. Eine gute Drainage ist unerlässlich. Entfernen Sie vorsichtig alte Erde vom Wurzelballen, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Prüfen Sie gleichzeitig den Zustand der Wurzeln: Schneiden Sie abgestorbene oder faulige Wurzeln zurück.
Wenn Sie Ihren Jasmin ausgepflanzt haben, ist es wichtig, den Boden aufzulockern und gegebenenfalls mit Kompost anzureichern, um ihm einen guten Start in die Saison zu ermöglichen. Achten Sie auch auf den endgültigen Standort: Jasmin liebt sonnige bis halbschattige Plätze und benötigt eine gute Wasserversorgung, besonders in trockenen Perioden. Die richtige Pflege im Frühjahr legt den Grundstein für eine reiche Blüte und ein gesundes Wachstum im gesamten Gartenjahr.
Gewöhnen Sie Ihren Jasmin langsam an das hellere Licht und höhere Temperaturen, um Stress zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen zur Jasmin-Überwinterung
Was bedeutet 'bedingt winterhart' bei Jasmin?
'Bedingt winterhart' bedeutet, dass die Jasmin-Pflanze leichten Frost verträgt, aber bei strengen Frösten oder längeren Kälteperioden erfrieren kann. Sie benötigt daher zusätzlichen Schutz, insbesondere in Topfkulturen oder exponierten Lagen. Mildere Regionen und geschützte Standorte erhöhen ihre Überlebenschancen.
Kann Jasmin im Keller überwintern?
Ja, ein kühler, heller Keller ist oft ein guter Überwinterungsort für Jasmin-Pflanzen, sofern er frostfrei bleibt. Wichtig ist ausreichend Licht durch ein Fenster, um die Pflanze vital zu halten. Die Temperatur sollte konstant niedrig sein, idealerweise zwischen 5 und 10 Grad Celsius.
Wie oft muss ich den überwinternden Jasmin gießen?
Während der Überwinterung wird Jasmin nur sehr sparsam gegossen. Prüfen Sie die Erde regelmäßig. Gießen Sie nur, wenn die oberste Erdschicht sich trocken anfühlt, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden. Dies kann je nach Standort alle paar Wochen nötig sein.
Muss ich Jasmin im Winter düngen?
Nein, während der Überwinterung darf Jasmin nicht gedüngt werden. Die Pflanze befindet sich in einer Ruhephase und kann Nährstoffe nicht aufnehmen. Eine Düngung würde den Stoffwechsel stören und der Pflanze eher schaden als nützen.
Welche Jasmin-Sorten sind wirklich winterhart?
Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) und viele Sorten des unechten Jasmins (Philadelphus) gelten als gut winterhart für den mitteleuropäischen Freilandgebrauch. Echte Jasminarten (Jasminum officinale) und der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) sind nur bedingt winterhart und benötigen Schutz.
Was tun, wenn der Jasmin trotz Überwinterung braune Blätter hat?
Braune Blätter können auf Frostschäden, zu trockene Luft, zu wenig oder zu viel Wasser hinweisen. Überprüfen Sie die Bedingungen am Überwinterungsort. Entfernen Sie abgestorbene Triebe und Blätter und passen Sie die Pflege an. Leichter Frostschaden kann sich oft verwachsen.
Wann kann ich Jasmin wieder ins Freie stellen?
Sobald keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Temperaturen konstant über dem Gefrierpunkt liegen, kann der Jasmin wieder nach draußen gestellt werden. Gewöhnen Sie die Pflanze schrittweise an die neuen Bedingungen, indem Sie sie zuerst an einen geschützten, halbschattigen Platz stellen.
