Der ideale Zeitpunkt: Warum der Schnitt bei Johannisbeeren so wichtig ist

Der Moment, in dem Sie zu Schere und Säge greifen, um Ihre Johannisbeersträucher zu bearbeiten, hat einen tiefgreifenden Einfluss auf deren Gesundheit, die Fruchtbildung und die Erntemenge im kommenden Jahr. Wenn die Frage „wann Johannisbeeren schneiden“ aufkommt, denken viele Gärtner instinktiv an den späten Winter oder das frühe Frühjahr. Und tatsächlich liegt dieser Zeitpunkt nahe am Optimum. Ein gut durchdachter Schnitt sorgt nicht nur für eine lockere Krone, die Licht und Luft besser zirkulieren lässt – beides essenziell zur Vorbeugung von Krankheiten –, sondern fördert auch die Bildung von fruchttragenden Ruten. Ohne regelmäßigen Schnitt verkahlen Sträucher schnell, tragen nur noch wenige und kleine Früchte und werden anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall. Die richtige Schnitttechnik ist somit ein Garant für langanhaltende Vitalität und üppige Ernten.

  • Der Schnitt fördert Fruchtbildung und Erntemenge.
  • Ein lockerer Wuchs beugt Krankheiten vor.
  • Regelmäßiger Schnitt hält die Pflanze vital und ertragreich.
  • Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für den Erfolg.

Viele Obstgehölze werden nach der Ernte geschnitten, um die Kraft der Pflanze auf die nächste Generation von Fruchttragenden Organen zu lenken. Bei Johannisbeeren verhält es sich anders. Ihre Fruchtknospen für das Folgejahr bilden sich bereits im Sommer am einjährigen Holz. Würde man die Pflanzen direkt nach der Ernte kräftig zurückschneiden, würde man gleichzeitig viele dieser wertvollen Knospen entfernen. Daher ist der späte Winter, bevor der neue Austrieb beginnt, die strategisch klügere Wahl. Die Struktur des Strauches ist dann gut sichtbar, und man kann gezielt altes, krankes oder ertragsschwaches Holz entfernen, ohne die zukünftige Fruchtbildung zu gefährden.

Die Unterscheidung zwischen roten und schwarzen Johannisbeeren ist beim Schnitt zwar wichtig, was den grundsätzlichen Zeitpunkt betrifft, gibt es jedoch kaum Unterschiede. Beide Beerenarten profitieren gleichermaßen von einem Schnitt im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr, solange der Frost vorbei ist und die Temperaturen nicht mehr stark fallen. Dies vermeidet Frostschäden an den Schnittstellen und gibt der Pflanze genügend Zeit, vor der Hauptwachstumsphase neue Triebe zu entwickeln.

Rote Johannisbeeren schneiden: Fruchtificación am zweijährigen Holz

Bei roten Johannisbeeren liegt der Hauptschwerpunkt für die Fruchtbildung auf dem sogenannten zweijährigen Holz. Das bedeutet, die Früchte entwickeln sich bevorzugt an den Trieben, die im Vorjahr gewachsen sind. Diese Erkenntnis ist entscheidend, wenn Sie wissen wollen, wann und wie Sie rote Johannisbeeren schneiden sollten, um Ihren Ertrag zu maximieren. Der Schnitt im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr, typischerweise zwischen Januar und März, ist hierfür ideal. Zu diesem Zeitpunkt ist die Winterruhe der Pflanze optimal genutzt, und der Austrieb steht kurz bevor.

Worauf beim Schnitt von roten Johannisbeeren zu achten ist

Beim Schnitt von roten Johannisbeeren geht es primär darum, die Frucht tragenden Äste zu erhalten und gleichzeitig Platz für junge, kräftige Triebe zu schaffen, die im nächsten Jahr Früchte tragen werden. Man spricht hier von einem Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt. Entfernen Sie zunächst alle abgestorbenen, kranken oder erfrorenen Triebe. Diese sind oft leicht an ihrer dunklen, matten Rinde oder an abgestorbenen Spitzen zu erkennen. Anschließend widmen Sie sich dem schwachen, nach innen wachsenden oder sich kreuzenden Holz. Dieses mindert die Luftzirkulation und Lichtdurchdringung des Strauches, was wiederum Krankheiten begünstigen kann. Belassen Sie die gesunden, gut entwickelten Triebe aus dem Vorjahr, da diese die meisten Früchte tragen werden. Entfernen Sie aber auch Triebe, die schon älter als drei oder vier Jahre sind. Diese tragen oft weniger Früchte und haben sich bereits stark verholzt.

Ein wichtiger Aspekt beim roten Johannisbeeren schneiden ist das Auslichten. Ziel ist es, einen offenen, gut belüfteten Strauch zu erhalten. Pro Jahr sollten Sie etwa ein bis zwei der ältesten Triebe bodennah abschneiden. Dies fördert das Wachstum neuer, kräftiger Basistriebe aus dem Wurzelbereich, welche die alten Triebe nach und nach ersetzen und so für eine kontinuierliche Verjüngung sorgen. Achten Sie darauf, dass nach dem Schnitt noch etwa 8-12 gut verteilte, junge und mittelalte Triebe im Strauch verbleiben. Dies garantiert eine gute Balance zwischen Fruchtbildung und Strauchgesundheit.

Bei roten Johannisbeeren ist das Ziel, die Fruchtbarkeit des zweijährigen Holzes zu erhalten und den Strauch durch regelmäßige Erneuerung jung zu halten.

Wenn Sie rote Johannisbeeren pflanzen, denken Sie daran, dass der Erziehungsschnitt in den ersten Jahren wichtig ist, um eine gute Grundstruktur zu etablieren. Beginnen Sie schon im ersten Jahr nach der Pflanzung damit, junge Triebe zu selektieren und nur die stärksten zu belassen. Mit zunehmendem Alter des Strauches wird der Fokus dann stärker auf die reine Verjüngung durch das Entfernen alter Triebe gelegt. Dies ist ein fortlaufender Prozess, der sicherstellt, dass Ihre roten Johannisbeeren Jahr für Jahr gesunde und produktive Pflanzen bleiben.

Schwarze Johannisbeeren schneiden: Fruchtificación am einjährigen Holz

Der Schnitt von schwarzen Johannisbeeren unterscheidet sich grundlegend von dem der roten Sorten. Während rote Johannisbeeren ihre Hauptfruchtbildung am zweijährigen Holz zeigen, sind schwarze Johannisbeeren wahre Meister der Fruchtifikation am einjährigen Holz. Das bedeutet, die süßen und aromatischen Früchte des schwarzen Goldes wachsen hauptsächlich an den Trieben, die im vergangenen Jahr gewachsen sind. Diese biologische Eigenart bedingt, dass der optimale Zeitpunkt und die Methode, wann schwarze Johannisbeeren schneiden, sich an diesen Wachstumszyklen orientieren müssen, um den Ertrag zu maximieren.

Die Besonderheiten des Schnitts bei schwarzen Johannisbeeren

Der Zeitpunkt für den Schnitt von schwarzen Johannisbeeren ist derselbe wie bei den roten: der späte Winter oder das sehr frühe Frühjahr, bevor der Saftfluss stark einsetzt. Dies ist die Phase, in der die Pflanze noch in der Ruhe ist und die Struktur des Strauches gut erkennbar ist. Das primäre Ziel beim Schneiden von schwarzen Johannisbeeren ist es, die älteren Triebe zu entfernen und Platz für das junge, einjährige Holz zu schaffen, an dem die meisten Früchte wachsen werden. Man kann sagen, man schneidet die Pflanze eher zurück, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern.

Entfernen Sie auch hier zunächst alle abgestorbenen, kranken oder beschädigten Triebe. Anschließend konzentrieren Sie sich auf die ältesten Triebe. Bei schwarzen Johannisbeeren sind dies die Triebe, die drei Jahre oder älter sind. Diese haben ihre beste Fruchttragzeit überschritten und beginnen, an Produktivität zu verlieren. Schneiden Sie diese Triebe so tief wie möglich ab, idealerweise bodennah oder direkt über einer gesunden Knospe, die nach außen weist. Dies stimuliert die Pflanze, starke neue Bodentriebe zu bilden, die im nächsten Jahr die Hauptfruchtträger sein werden.

Entfernen Sie jedes Jahr ein oder zwei der ältesten Triebe (3 Jahre oder älter) bei schwarzen Johannisbeeren, um kontinuierlich junges, fruchttragendes Holz zu fördern.

Lassen Sie etwa 6 bis 10 gesunde, junge und mittelalte Triebe im Strauch stehen. Achten Sie darauf, dass die verbleibenden Triebe gut verteilt sind, um eine gute Belüftung und Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Das Entfernen von stark nach innen wachsenden, sich reibenden oder zu dicht stehenden Trieben ist ebenfalls wichtig. Anders als bei roten Johannisbeeren, wo man Triebe der letzten Jahre erhält, fördert man bei schwarzen Johannisbeeren gezielt das junge, einjährige Holz und schneidet ältere Triebe ab, um diesen Platz zu machen. Mit der Zeit wird jeder Trieb einmal zum alten Holz und wird dann entfernt.

Der Schnitt von Johannisbeeren am Hochstamm

Johannisbeeren, die als Hochstamm kultiviert werden, bieten eine elegante Alternative zu bodendeckenden Sträuchern und sind oft platzsparender. Sie erfordern jedoch einen etwas angepassten Schnitt, um ihre charakteristische Form zu erhalten und die Fruchtbildung zu optimieren. Wenn Sie sich fragen, wann Johannisbeeren schneiden, die auf einem Stamm wachsen, gelten im Grunde dieselben Grundsätze wie bei den Strauchformen, jedoch mit besonderem Augenmerk auf die Krone.

Spezifische Schnitttechniken für Johannisbeeren am Hochstamm

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt von Johannisbeeren am Hochstamm ist, wie bei den Strauchformen, der späte Winter bis sehr frühe Frühjahr, bevor der Austrieb beginnt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Struktur der Krone gut erkennbar und man kann gezielt eingreifen. Entfernen Sie zuerst alle vertrockneten, kranken oder abgestorbenen Äste. Achten Sie darauf, auch abgebrochene oder reibende Zweige zu entfernen, die die Rinde schädigen könnten.

Bei roten Johannisbeeren am Hochstamm konzentrieren Sie sich darauf, das zweijährige Holz zu erhalten, das die meisten Früchte trägt. Behalten Sie gut entwickelte, junge und mittelalte Äste bei und entfernen Sie etwa ein bis zwei der ältesten Äste pro Jahr, um eine kontinuierliche Verjüngung der Krone zu gewährleisten. Ähnlich wie bei Strauchformen sollten Sie die Krone auch hier auslichten, um Licht und Luft hereinzulassen.

Bei schwarzen Johannisbeeren am Hochstamm liegt der Fokus auf dem einjährigen Holz. Das bedeutet, Sie müssen die Triebe, die im letzten Jahr gewachsen sind, fördern. Schneiden Sie daher ältere Triebe (drei Jahre und älter) radikal zurück, idealerweise bodennah in der Krone. Dies regt die Basis zu neuem, fruchttragendem Holz an. Stellen Sie sicher, dass die Krone offen bleibt und sich nicht zu dicht entwickelt. Ein Schnitt, der die Krone luftig hält, ist entscheidend, um Krankheiten vorzubeugen und die Fruchtqualität zu sichern.

Achten Sie bei Johannisbeeren am Hochstamm darauf, dass die Krone gut geformt bleibt und nicht zu kopflastig wird, um ein Umknicken des Stammes zu verhindern.

Bei beiden Sorten ist es wichtig, auf eine gute Verteilung der Triebe in der Krone zu achten. Vermeiden Sie, dass Triebe senkrecht nach unten wachsen oder sich unnötig überkreuzen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Strauch über die Jahre zu buschig geworden ist, können Sie auch einen stärkeren Rückschnitt durchführen, um die Form wiederherzustellen. Dies sollte jedoch mit Bedacht geschehen, um die Fruchtbildung nicht zu stark zu beeinträchtigen. Ein gut erzogener Hochstamm-Johannisbeerstrauch ist nicht nur ertragreich, sondern auch ein optisches Highlight im Garten.

Umgang mit Johannisbeeren Krankheiten und Schädlingen nach dem Schnitt

Nachdem Sie Ihre Johannisbeeren geschnitten haben, ist dies auch ein guter Zeitpunkt, um die Pflanzen auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall zu untersuchen und proaktiv zu handeln. Der Schnitt selbst kann, wenn er nicht korrekt durchgeführt wird, eine Eintrittspforte für Krankheiten sein, aber ein gut gepflegter Strauch ist insgesamt widerstandsfähiger. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für den Schnitt verknüpft sich also unmittelbar mit der generellen Gesundheitspflege Ihrer Johannisbeerpflanzen.

Vorbeugung und Bekämpfung von Johannisbeeren Krankheiten

Ein häufiges Problem bei Johannisbeeren ist der Echte Mehltau, der sich als weißer, mehlartiger Belag auf Blättern, Trieben und Früchten zeigt. Auch die Blattbräune, die zu frühzeitigem Blattfall führt, oder Johannisbeerrost können auftreten. Entfernen Sie bei Ihrem Schnitt alle befallenen Pflanzenteile sorgfältig und entsorgen Sie sie nicht auf dem Kompost, sondern im Hausmüll, um eine Verbreitung der Sporen zu verhindern. Ein lichter, gut durchlüfteter Strauch, wie ihn der regelmäßige Schnitt bewirkt, ist weniger anfällig für Pilzkrankheiten, da Feuchtigkeit schneller abtrocknet.

Schädlinge wie Blattläuse, Johannisbeerblatt-Gallmilben oder Spinnmilben können ebenfalls Probleme verursachen. Blattläuse sitzen oft an jungen Trieben und saugen Pflanzensaft. Gallmilben können zu deformierten, roten Blasen führen (insbesondere bei roten Johannisbeeren). Ein starker Rückschnitt kann dazu beitragen, befallene Triebe zu entfernen. Nach dem Schnitt ist es ratsam, die Pflanzen aufmerksam zu beobachten. Bei leichtem Befall mit Blattläusen können ein kräftiger Wasserstrahl oder eine Lösung aus Wasser und Schmierseife oft Abhilfe schaffen. Bei stärkerem Befall oder spezifischen Problemen wie Gallmilben können biologische Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der oft mit dem Schnitt verknüpft wird, ist das Thema Johannisbeeren düngen. Nach dem Rückschnitt und vor Beginn der Hauptwachstumsphase profitiert die Pflanze von einer guten Nährstoffversorgung. Eine ausgewogene Düngung stärkt die Pflanze und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Achten Sie darauf, die Düngung an die Bedürfnisse der Pflanze anzupassen und nicht zu überdüngen, da dies ebenfalls negative Auswirkungen haben kann.

Der Schnitt ist nicht nur für die Fruchtbildung wichtig, sondern auch eine Gelegenheit, die allgemeine Gesundheit der Johannisbeerpflanze zu fördern, indem kranke oder befallene Teile entfernt werden.

Die regelmäßige Inspektion Ihrer Johannisbeeren, insbesondere nach dem Schnitt, ermöglicht es Ihnen, Probleme frühzeitig zu erkennen. Mit dem richtigen Wissen über Johannisbeeren Krankheiten Bilder können Sie diese oft schon im Anfangsstadium identifizieren und gezielt gegensteuern. Ein gesunder Strauch liefert nicht nur mehr und bessere Früchte, sondern erfreut auch über Jahre hinweg.

Der beste Zeitpunkt für Johannisbeeren pflanzen und die Ernte

Während der Schnitt ein zentrales Thema ist, um die zukünftige Ernte zu sichern und die Pflanzengesundheit zu fördern, sind auch der richtige Zeitpunkt für Johannisbeeren pflanzen und die anschließende Ernte von großer Bedeutung. Diese Aspekte ergänzen sich und tragen gemeinsam zu einem erfolgreichen Anbau Ihrer Beeren bei.

Johannisbeeren pflanzen: Der ideale Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt, um Johannisbeeren zu pflanzen, ist im Herbst, vorzugsweise von Oktober bis November, oder im zeitigen Frühjahr, sobald der Boden frostfrei und bearbeitbar ist. Pflanzen im Herbst haben den Vorteil, dass sie bis zum Frühjahr bereits gut einwurzeln können und somit im kommenden Sommer besser mit der Feuchtigkeit und den Nährstoffen versorgt sind. Dies gibt ihnen einen Vorsprung im Wachstum.

Beim Pflanzen ist es wichtig, einen sonnigen bis halbschattigen Standort zu wählen. Der Boden sollte locker, humos und gut durchlässig sein, idealerweise leicht sauer bis neutral. Wenn Sie eine Pflanzung im Frühjahr durchführen, sollten Sie darauf achten, dass die jungen Pflanzen gut angegossen werden und in den ersten Wochen ausreichend feucht gehalten werden, da sie noch kein starkes Wurzelsystem ausgebildet haben.

Johannisbeeren ernten: Wann ist die Erntezeit?

Die Erntezeit für Johannisbeeren variiert je nach Sorte und Witterung, liegt aber meist zwischen Juni und August. Rote Johannisbeeren werden in der Regel etwas früher reif als schwarze. Sie sind bereit zur Ernte, wenn die Früchte ihre volle Farbe entwickelt haben und leicht von den Rispen abgehen. Sie sollten fest sein, aber nicht hart. Ein kleiner Test, indem Sie eine Beere zwischen Daumen und Zeigefinger rollen, kann Aufschluss geben: Löst sie sich leicht, ist sie reif.

Schwarze Johannisbeeren sind oft etwas später reif und erfordern manchmal etwas mehr Fingerspitzengefühl beim Pflücken. Sie sind erntereif, wenn sie tiefschwarz und prall sind. Der süß-säuerliche Geruch ist ebenfalls ein gutes Indiz. Da die Früchte nicht alle gleichzeitig reif werden, kann es nötig sein, die Ernte über mehrere Wochen zu verteilen. Ernten Sie am besten an trockenen Tagen, um die Haltbarkeit der Früchte zu erhöhen.

Die Erntezeit für Johannisbeeren erstreckt sich meist von Juni bis August, wobei rote Sorten tendenziell früher reif sind als schwarze.

Die Pflege Ihrer Johannisbeeren – vom Pflanzen über den Schnitt bis zur Ernte – ist ein fortlaufender Prozess, der Ihnen Jahr für Jahr Freude und köstliche Früchte bescheren wird. Das Wissen, wann Johannisbeeren schneiden, wann pflanzen und wann ernten, ist der Schlüssel zum Erfolg im Beerengarten.

Johannisbeeren düngen und vermehren: Grundlagen für gesunde Pflanzen

Neben dem richtigen Schnitt und dem optimalen Pflanz- und Erntezeitpunkt spielen auch die Düngung und Vermehrung eine entscheidende Rolle für das Gedeihen Ihrer Johannisbeerpflanzen. Diese Maßnahmen unterstützen die Vitalität und Ertragsfähigkeit Ihrer Sträucher über die gesamte Vegetationsperiode hinweg.

Johannisbeeren düngen: Nährstoffe für Wachstum und Frucht

Johannisbeeren sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Nährstoffzufuhr, um üppig zu wachsen und viele Früchte zu bilden. Der ideale Zeitpunkt für die erste Düngung ist das zeitige Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist und die ersten Austriebe erscheinen. Eine Gabe von gut verrottetem Kompost ist eine hervorragende Basis. Dies liefert nicht nur Nährstoffe, sondern verbessert auch die Bodenstruktur.

Zusätzlich zum Kompost können Sie im Frühjahr eine organische Beerendünger-Mischung oder einen ausgewogenen Volldünger verwenden. Achten Sie auf einen Dünger mit einem ausgewogenen Verhältnis von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert das Blattwachstum, Phosphor die Wurzelbildung und Blüten- und Fruchtbildung, während Kalium die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Frost verbessert. Kalium ist besonders wichtig für die Fruchtqualität und -menge.

Eine zweite Düngergabe kann nach der Ernte erfolgen. Dies hilft der Pflanze, sich für das nächste Jahr zu stärken und neue Fruchtknospen anzulegen. Vermeiden Sie jedoch eine zu späte Stickstoffdüngung im Spätsommer oder Herbst, da dies das Holz weich hält und die Winterhärte beeinträchtigt.

Johannisbeeren vermehren: Einfache Methoden für neue Pflanzen

Das Vermehren von Johannisbeeren ist relativ einfach und eine kostengünstige Möglichkeit, Ihren Beerengarten zu erweitern. Die gängigste Methode ist die Vermehrung über Stecklinge.

Nach dem Schnitt im späten Winter oder frühen Frühjahr können Sie die entfernten, gesunden einjährigen Triebe nutzen, um neue Pflanzen zu ziehen.

Wählen Sie kräftige, gesunde Triebe von etwa Bleistiftdicke. Schneiden Sie diese in etwa 15-20 cm lange Stücke. Entfernen Sie die obersten, dünnen Triebspitzen und alle oberflächlich sichtbaren Knospen, bis auf die obersten zwei bis drei Knospen. Setzen Sie die Stecklinge dann etwa zur Hälfte ihrer Länge in gut durchlässige Erde, entweder direkt ins Freiland an einem geschützten Ort oder in Töpfe. Wichtig ist, dass die verbleibenden Knospen oberhalb der Erde liegen. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Im Herbst oder im folgenden Frühjahr können die jungen Pflanzen dann an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden.

Eine andere Methode, die aber weniger verbreitet ist, ist die Vermehrung durch Absenker. Dabei wird ein langer, biegsamer Trieb auf den Boden gelegt und an mehreren Stellen mit Erde bedeckt. Aus den so abgedeckten Teilen bilden sich Wurzeln, und der Absenker kann später abgetrennt und verpflanzt werden.

Häufige Fehler beim Johannisbeeren schneiden vermeiden

Auch wenn das Schneiden von Johannisbeeren keine Raketenwissenschaft ist, gibt es doch einige typische Fehler, die Gärtner machen können und die sich negativ auf die Ernte und die Pflanzengesundheit auswirken. Wenn Sie wissen, wann Johannisbeeren schneiden und wie, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg, aber das Vermeiden von Fehlern ist ebenso entscheidend.

Die häufigsten Schnittfehler bei Johannisbeeren

Ein sehr häufiger Fehler ist das falsche Timing. Viele Gärtner schneiden ihre Johannisbeeren direkt nach der Ernte im Sommer. Wie bereits erwähnt, entgehen ihnen dadurch jedoch viele fruchttragende Knospen für das Folgejahr. Der richtige Zeitpunkt ist, wie wiederholt betont, der späte Winter oder das sehr frühe Frühjahr. Warten Sie, bis die Gefahr stärkerer Fröste vorüber ist, aber bevor der starke Saftfluss und Austrieb beginnt.

Ein weiterer Fehler ist das zu starke Auslichten oder das Nicht-Auslichten. Bei roten Johannisbeeren besteht die Gefahr, dass man zu viele junge, fruchttragende Triebe entfernt oder zu alte Triebe stehen lässt. Bei schwarzen Johannisbeeren wird oft zu viel junges Holz entfernt oder zu wenig altes Holz zurückgeschnitten. Ziel ist es, eine Balance zu finden und den Strauch für seine jeweilige Art optimal zu fördern. Bei roten Johannisbeeren behält man zweijähriges Holz, bei schwarzen fördert man einjähriges Holz.

Manche Gärtner schneiden auch einfach nur wild drauflos, ohne eine klare Strategie. Sie entfernen einzelne Zweige hier und da, ohne auf die Gesamtstruktur des Strauches zu achten. Ein guter Schnitt beginnt immer mit einer Inspektion des gesamten Strauches. Entfernen Sie zuerst die offensichtlich kranken, toten oder beschädigten Triebe. Dann konzentrieren Sie sich auf die Verjüngung oder den Erhalt der fruchttragenden Triebe, je nach Beerenart.

Ein entscheidender Fehler ist, kranke oder mit Schädlingen befallene Triebe einfach auf den Kompost zu werfen; diese gehören in den Hausmüll.

Zuletzt wird oft vergessen, dass auch Johannisbeeren am Hochstamm einen speziellen Schnitt benötigen, um ihre Form und Fruchtbarkeit zu erhalten. Die Krone muss gut ausbalanciert und belüftet bleiben. Werden diese Fehler vermieden, steht einer reichen Ernte und gesunden, langlebigen Johannisbeerpflanzen nichts mehr im Wege.