Warum Kartoffeln im Eimer pflanzen?
Das Bedürfnis nach frischen Lebensmitteln, die man selbst angebaut hat, wächst stetig. Doch nicht jeder verfügt über einen ausgedehnten Garten. Hier kommt die clevere Methode ins Spiel, Kartoffeln im Eimer zu pflanzen. Diese Technik verwandelt selbst kleinste Flächen wie Balkone, Terrassen oder sogar Fensterbänke in ertragreiche kleine Felder. Es ist ein faszinierender Prozess, zuzusehen, wie aus einer unscheinbaren Knolle eine Pflanze heranwächst, die unter der Erde ihre Schätze birgt. Die Freude über die erste eigene Ernte, geerntet direkt aus dem eigenen Gefäß, ist unvergleichlich. Diese Methode ist nicht nur praktisch, sondern auch lehrreich, besonders für Familien mit Kindern, die so spielerisch den Kreislauf der Natur erfahren können.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie benötigen nur wenig Platz und können die Kartoffeln dank des Eimers sogar gezielt an sonnige Standorte bewegen. Zudem ist die Erde im Eimer besser zu kontrollieren als im freien Beet, was Schädlingen und Krankheiten vorbeugen kann. Die Pflege wird dadurch übersichtlicher, und die spätere Ernte gestaltet sich oft einfacher, da die Kartoffeln nicht tief in der Erde vergraben sind. Dies macht den Anbau von Kartoffeln im Eimer zu einer zugänglichen und lohnenden Aktivität für Hobbygärtner aller Erfahrungsstufen, selbst wenn der Platz begrenzt ist.
Ein eigener kleiner Kartoffelacker auf dem Balkon
Stellen Sie sich vor: Ein warmer Sommerabend, und Sie können frische Kartoffeln direkt vom Balkon ernten, um sie zu kochen. Kartoffeln im Eimer pflanzen macht dies möglich. Es ist ein Gefühl von Unabhängigkeit und Verbundenheit mit der Natur, das durch keine gekaufte Ware ersetzt werden kann. Die Auswahl an Kartoffelsorten, die sich für den Anbau im Eimer eignen, ist vielfältig. Von festkochenden Sorten für den Salat bis zu mehligkochenden für Püree – fast jeder Geschmack lässt sich bedienen. Der Prozess des Anpflanzens ist ein Akt der Vorfreude, der mit jeder Wachstumsphase der Pflanze intensiver wird.
Das Schöne an dieser Anbaumethode ist ihre Flexibilität. Sie sind nicht an feste Beete gebunden. Wenn ein Sturm aufzieht oder die Sonne zu intensiv wird, können Sie Ihren mobilen Kartoffelgarten einfach an einen geschützten Ort stellen. Dies ist ein immenser Vorteil gegenüber dem traditionellen Gartenbau. Die Erde im Eimer erwärmt sich zudem schneller, was bedeutet, dass Sie potenziell früher mit dem Pflanzen beginnen und früher ernten können. Alles, was Sie wirklich brauchen, ist ein Eimer, etwas Erde und die richtigen Kartoffeln.
Die Möglichkeit, unabhängig von Gartenfläche eigene Kartoffeln anzubauen, ist der Hauptgrund, warum diese Methode so beliebt ist.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Anbau im Eimer
Bevor Sie Ihre Hände in die Erde stecken, ist es wichtig, die richtigen Bedingungen zu schaffen. Die Wahl des richtigen Behälters ist dabei entscheidend. Ein Volumen von mindestens 20 Litern pro Pflanze ist empfehlenswert, besser sind 30 bis 40 Liter. Dies gibt den Kartoffeln genügend Raum, um sich zu entwickeln und eine gute Ernte zu produzieren. Achten Sie auf gute Drainage: Bohren Sie ausreichend Löcher in den Boden des Eimers, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Staunässe ist einer der Hauptfeinde gesunder Kartoffeln und kann schnell zu Fäulnis führen.
Die Erde muss ebenfalls stimmen. Eine Mischung aus guter Gartenerde und Kompost ist ideal. Sie sollte locker und nährstoffreich sein, aber nicht zu verdichtet. Eine Drainage-Schicht aus Kies oder Blähton am Boden des Eimers kann zusätzlich helfen, Staunässe zu vermeiden, ist aber bei ausreichend großen Abflusslöchern nicht zwingend notwendig. Wichtig ist, dass die Erde belüftet bleibt. Sie können auch spezielle Erde für Gemüsebeete oder Kübelpflanzen verwenden, die bereits auf die Bedürfnisse von starkzehrenden Pflanzen wie Kartoffeln abgestimmt ist.
Das richtige Werkzeug und Material
Für den Anbau von Kartoffeln im Eimer benötigen Sie nicht viel. An erster Stelle steht natürlich der Eimer selbst. Ein alter Farbeimer, ein großer Blumentopf oder spezielle Pflanzsäcke eignen sich hervorragend, solange sie die genannten Kriterien hinsichtlich Größe und Drainage erfüllen. Daneben brauchen Sie Pflanzkartoffeln. Achten Sie darauf, dass diese von guter Qualität sind und keine Anzeichen von Krankheiten aufweisen. Sie können Saatkartoffeln im Fachhandel kaufen oder, mit etwas Glück und Vorsicht, auch keimende Kartoffeln aus dem Supermarkt verwenden, wenn diese noch nicht zu lange lagen und die Keime stark sind.
Gute Gartenerde oder eine Kübelpflanzenerde bilden die Basis. Etwas Kompost oder ein organischer Flüssigdünger während der Wachstumsphase liefert zusätzliche Nährstoffe. Ein kleiner Spaten oder eine Handschaufel helfen beim Befüllen des Eimers und beim Anhäufeln der Erde im Laufe der Zeit. Und natürlich ein sonniger Standort, der mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag bietet. Ohne ausreichend Licht können die Pflanzen nicht die Energie produzieren, die sie für die Bildung von Knollen benötigen.
Verwenden Sie statt Kies zur Drainage eine Schicht aus Blähton oder kaputtem Tonscherben, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dass die Löcher nicht verstopfen.
Die Wahl eines ausreichend großen Eimers mit guter Drainage ist die wichtigste Grundlage für gesunde Kartoffelpflanzen und eine reiche Ernte.
Auswahl der richtigen Pflanzkartoffeln
Die Auswahl der Kartoffelsorte ist entscheidend für den Erfolg und die Art der Ernte. Nicht jede Kartoffel eignet sich gleichermaßen gut für den Anbau im Eimer. Frühkartoffeln sind oft eine gute Wahl, da sie schneller reifen und somit auch in kürzeren Sommern gute Ergebnisse liefern. Sorten wie 'Belana', 'Solist' oder 'Laura' sind bekannt für ihre gute Eignung im Kübelanbau und ihre Resistenz gegenüber einigen Krankheiten. Überlegen Sie, welche Art von Kartoffeln Sie am liebsten essen: festkochende für Salate, mehligkochende für Püree oder eine Allround-Sorte.
Achten Sie beim Kauf von Pflanzkartoffeln auf deren Zustand. Sie sollten fest sein, keine grünen Stellen aufweisen und idealerweise bereits kräftige, kurze Keime bilden. Grüne Stellen sind ein Zeichen von Solaninbildung, einem natürlichen Giftstoff, der in großen Mengen gesundheitsschädlich sein kann. Zwar baut sich Solanin in der Pflanze ab, doch bei der Kartoffel als Knolle sollte man vorsichtig sein. Wenn Sie keimende Kartoffeln aus dem Supermarkt verwenden möchten, wählen Sie solche mit kräftigen, kurzen Keimen. Lange, dünne und blasse Keime deuten auf eine lange Lagerung und geringere Vitalität hin.
Vorkeimen der Pflanzkartoffeln
Das Vorkeimen, auch bekannt als Vortreiben, ist ein wichtiger Schritt, um den Prozess zu beschleunigen und den Pflanzen einen Vorsprung zu verschaffen. Legen Sie die Pflanzkartoffeln etwa zwei bis vier Wochen vor dem geplanten Pflanztermin in flache Kisten oder Eierkartons. Ein heller, aber kühler Ort bei etwa 10-15°C ist ideal. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, die die Kartoffeln grün werden lassen könnte. Die Kartoffeln sollten nebeneinander liegen und sich nicht berühren, um eine gleichmäßige Entwicklung zu fördern.
Während des Vorkeimens bilden sich kurze, kräftige, meist violett oder grün gefärbte Keime. Diese Keime sind robuster und brechen nicht so leicht ab wie die langen, dünnen Keime, die bei warmer Lagerung entstehen. Wenn die Keime etwa 1-2 cm lang sind, sind die Kartoffeln bereit zum Pflanzen. Das Vorkeimen ist besonders in Regionen mit kürzeren Vegetationsperioden oder wenn Sie auf eine frühe Ernte hoffen, sehr vorteilhaft. Es simuliert quasi die natürlichen Bedingungen, unter denen die Kartoffel im Frühjahr zu wachsen beginnt.
Das Vorkeimen der Pflanzkartoffeln kann die Erntezeit um bis zu zwei Wochen vorverlegen und sorgt für kräftigere Jungpflanzen.
Der Pflanzprozess: Schritt für Schritt
Nun ist es an der Zeit, die Kartoffeln in ihre neuen Behausungen zu setzen. Beginnen Sie damit, den Eimer zu etwa einem Viertel oder einem Drittel mit Ihrer vorbereiteten Erde zu füllen. Legen Sie dann zwei bis drei vorgekeimte Pflanzkartoffeln auf diese Erdschicht. Achten Sie darauf, dass die Keime nach oben zeigen und die Kartoffeln genügend Abstand zueinander haben. Für einen 20-Liter-Eimer sind zwei Kartoffeln meist ausreichend, bei größeren Behältern können es auch drei sein. Dies vermeidet Konkurrenz um Nährstoffe und Platz.
Bedecken Sie die Kartoffeln anschließend mit einer weiteren Erdschicht von etwa 5-10 cm Dicke. Gießen Sie die Erde leicht an, aber vermeiden Sie Staunässe. Der Eimer sollte nun noch genügend Platz nach oben haben, da im Laufe des Wachstums noch Erde hinzugefügt wird. Diesen Vorgang nennt man Anhäufeln und ist entscheidend für die Bildung vieler Kartoffeln. Die Kartoffelpflanze bildet oberirdische Triebe, an denen sich neue Knollen entwickeln. Indem Sie die Erde immer wieder anhäufeln, fördern Sie die Bildung neuer Triebe und somit mehr Kartoffeln.
Das richtige Timing und die Pflege während des Wachstums
Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen ist, wenn keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind. In vielen Regionen Deutschlands ist dies ab Mitte April der Fall, aber prüfen Sie immer die lokale Wettervorhersage. Nach dem Pflanzen benötigen die jungen Triebe zunächst nur wenig Wasser. Sobald die Pflanzen etwa 10-15 cm hoch sind und die ersten grünen Blätter sichtbar werden, beginnt die Phase des Anhäufelns. Füllen Sie den Eimer schrittweise mit Erde auf, bis nur noch die obersten Blätter herausschauen. Wiederholen Sie diesen Vorgang, wenn die Pflanze weiterwächst, bis der Eimer fast voll ist.
Während des gesamten Wachstumszyklus ist eine regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung wichtig. Die Erde sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Bei heißem Wetter kann tägliches Gießen notwendig sein. Achten Sie darauf, dass das Wasser die Erde erreicht und nicht nur die Blätter benetzt, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Wenn die Pflanzen zu blühen beginnen, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass sich unter der Erde die ersten Kartoffeln bilden. In dieser Phase benötigen sie besonders viel Wasser und Nährstoffe.
Wenn Sie feststellen, dass Ihre Pflanzen Anzeichen von Schädlingen wie Blattläusen zeigen, können Sie diese oft mit einem sanften Wasserstrahl abspülen oder eine Seifenlauge verwenden, um sie zu bekämpfen.
Das schrittweise Anhäufeln der Erde während des Wachstums ist essenziell, um die Bildung neuer Knollen anzuregen und sie vor Licht zu schützen.
Die Ernte: Wann und wie Kartoffeln aus dem Eimer holen?
Der Moment der Ernte ist der Höhepunkt des Gartenprojekts. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Kartoffelsorte ab. Frühkartoffeln können oft schon 70-90 Tage nach dem Pflanzen geerntet werden. Dies ist meist im späten Frühling oder frühen Sommer der Fall. Spätere Sorten benötigen länger, manchmal bis zu 120 Tage. Ein gutes Zeichen für die Reife ist das Absterben des oberirdischen Laubes. Wenn die Pflanzen beginnen, gelb zu werden und einzuknicken, sind die Knollen meist voll entwickelt.
Für eine frühe Ernte können Sie bereits beginnen, wenn die Pflanzen noch grün sind. Graben Sie vorsichtig mit den Fingern oder einer kleinen Schaufel neben der Pflanze in die Erde und fühlen Sie nach kleinen, jungen Kartoffeln. Diese sind oft besonders zart und schmackhaft. Entfernen Sie dabei nur einige Kartoffeln und lassen Sie die Pflanze weiterwachsen, um eine größere Ernte zu ermöglichen. Diese Methode wird oft als „Naschen“ bezeichnet und erlaubt es Ihnen, über einen längeren Zeitraum frische Kartoffeln zu genießen.
Methoden zur Ernte und Lagerung
Wenn das Laub vollständig abgestorben ist und die Pflanzen trocken wirken, ist es Zeit für die Haupternte. Kippen Sie den Eimer vorsichtig über einer Plane oder einer Schubkarre aus. Die Erde wird herausfallen und mit ihr die Kartoffeln. Durchsuchen Sie die Erde gründlich, um alle Knollen zu finden. Achten Sie darauf, keine kleinen Kartoffeln zu übersehen, da diese im nächsten Jahr als zufällige Aussaat auftauchen könnten. Wenn Sie gekeimte Kartoffeln verwendet haben, kann es sein, dass die Ernte nicht ganz so üppig ausfällt wie bei zertifizierten Saatkartoffeln, aber dennoch befriedigend ist.
Nach der Ernte sollten die Kartoffeln sorgfältig von anhaftender Erde befreit werden. Vermeiden Sie es, sie unter fließendem Wasser zu waschen, da dies ihre Lagerfähigkeit beeinträchtigen kann. Lassen Sie die Kartoffeln zunächst einige Stunden an einem trockenen, schattigen Ort abtrocknen. Für die Lagerung eignen sich kühle, dunkle und gut belüftete Orte wie ein Keller oder eine Speisekammer. Lagern Sie sie nicht neben Äpfeln oder Zwiebeln, da diese die Kartoffeln negativ beeinflussen können. Die Kartoffeln sollten trocken und dunkel gelagert werden, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten.
Die Ernte ist abgeschlossen, wenn das Laub der Kartoffelpflanzen vollständig abgestorben ist und die Knollen fest und gut ausgereift sind.
Häufige Probleme und deren Lösungen
Auch beim Anbau im Eimer können Herausforderungen auftreten. Ein häufiges Problem ist das Ausbleiben der Knollenbildung, obwohl die Pflanzen üppig grünes Laub tragen. Dies liegt oft an einem Mangel an Phosphor und Kalium, den Hauptnährstoffen für die Knollenbildung. Stellen Sie sicher, dass Sie eine geeignete Erde verwendet haben und düngen Sie während der Wachstumsphase regelmäßig mit einem organischen Dünger, der reich an diesen Nährstoffen ist. Auch zu frühes oder zu starkes Gießen kann die Knollenbildung hemmen, da die Pflanze ihre Energie dann eher in das Blattwachstum steckt.
Ein weiteres Problem kann das Auftreten von Schädlingen sein. Blattläuse sind häufige Gäste auf Kartoffelpflanzen. Sie saugen den Saft aus den Blättern und schwächen die Pflanze. Wie bereits erwähnt, können diese oft mit einem kräftigen Wasserstrahl oder einer milden Seifenlauge bekämpft werden. Sollten Sie Marienkäfer oder deren Larven auf den Pflanzen entdecken, freuen Sie sich – sie sind natürliche Fressfeinde der Blattläuse und helfen Ihnen bei der Schädlingsbekämpfung.
Umgang mit Krankheiten und unerwünschten Gästen
Die Kraut- und Braunfäule ist eine gefürchtete Pilzkrankheit, die auch im Eimer auftreten kann, besonders bei feuchter Witterung. Sie zeigt sich durch braune Flecken auf Blättern und Stängeln, die sich schnell ausbreiten. Da es sich um eine Pilzkrankheit handelt, ist Vorbeugung entscheidend. Achten Sie auf gute Belüftung, vermeiden Sie es, die Blätter beim Gießen nass zu machen, und entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort. Bei starkem Befall kann die Ernte verloren gehen. Die Wahl von resistenten Sorten kann das Risiko reduzieren.
Manchmal können auch Kartoffelschorf oder Drahtwürmer Probleme bereiten. Schorf ist eine Bakterienkrankheit, die sich als korkartige Auswüchse auf den Kartoffeln zeigt und deren Aussehen beeinträchtigt, aber meist nicht den Geschmack. Drahtwürmer sind die Larven von Schnellkäfern und können kleine Löcher in die Kartoffeln fressen. Eine gute Bodengesundheit und Fruchtfolge (auch im Kleinen, z.B. durch Wechsel des Eimers oder der Erde) können helfen, diese Probleme zu minimieren. Bei Anbau im Eimer ist die Erde oft neuer, was das Risiko für bestimmte Schädlinge verringern kann.
Bei Problemen mit Schädlingen oder Krankheiten ist schnelles Handeln und eine genaue Beobachtung der Pflanze entscheidend für den Erfolg.
Die Vielfalt der Kartoffelsorten für den Eimeranbau
Die Wahl der richtigen Sorte kann einen großen Unterschied für Ihren Erfolg beim Anpflanzen von Kartoffeln im Eimer machen. Frühkartoffeln sind oft die erste Wahl für unerfahrene Gärtner, da sie schneller reifen und die Erntezeit verkürzen. Sorten wie 'Kerrs Pink' oder 'Marabel' sind beliebte und gut verfügbare Optionen, die sich auch für den Kübel eignen. Ihre relativ kurze Vegetationsperiode bedeutet, dass Sie oft schon im frühen Sommer die ersten eigenen Kartoffeln ernten können, was die Vorfreude schnell belohnt.
Neben den Frühkartoffeln gibt es auch mittelfrühe und späte Sorten, die zwar länger brauchen, aber oft größere und ertragreichere Knollen bilden können. Wenn Sie genügend Platz und Geduld haben, können auch diese Sorten im Eimer angebaut werden. Achten Sie bei der Sortenwahl auf Resistenzen gegen gängige Krankheiten wie Kraut- und Braunfäule, da dies den Pflegeaufwand reduziert und die Erfolgsaussichten erhöht. Informieren Sie sich im Fachhandel oder online über aktuelle Empfehlungen für den Anbau in Töpfen und Kübeln.
Besondere Sorten für besondere Ansprüche
Es gibt auch spezielle Kartoffelsorten, die sich durch ihre Farbe, Form oder ihren Geschmack auszeichnen und perfekt für den Eimeranbau geeignet sind. Blaue oder rote Kartoffeln, wie 'Vitelotte' oder 'Ratte', sind nicht nur optisch ein Hingucker, sondern bieten auch interessante Aromen. Diese alten Sorten sind oft widerstandsfähiger und stellen geringere Ansprüche an den Boden, was sie zu einer guten Wahl für den Kübelanbau macht. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten, um Ihre persönlichen Favoriten zu entdecken.
Auch kleine, fingerförmige Kartoffeln wie die 'La Ratte' sind ideal, da sie leicht zu ernten sind und ein nussiges Aroma haben. Wenn Sie einen besonders ertragreichen Anbau wünschen, sollten Sie auf Sorten setzen, die für ihre hohe Ertragsleistung bekannt sind und gut mit den begrenzten Platzverhältnissen im Eimer zurechtkommen. Beachten Sie jedoch, dass auch bei ertragreichen Sorten die Erntemenge durch die Größe des Eimers und die Pflege begrenzt ist.
Die Auswahl einer frühreifen und robusten Kartoffelsorte erhöht die Erfolgschancen und den Spaß am Anbau im Eimer erheblich.
Kartoffeln pflanzen im Topf: Eine clevere Alternative?
Die Frage, ob man Kartoffeln im Topf pflanzen kann, ist eng verwandt mit dem Anbau im Eimer. Grundsätzlich sind ein Topf und ein Eimer in diesem Kontext sehr ähnlich zu betrachten. Was zählt, ist das Volumen und die Beschaffenheit des Behälters. Ein tiefer Topf, ähnlich einem großen Blumenkübel, kann ebenso gut funktionieren wie ein Eimer. Wichtig ist hierbei, dass der Topf stabil genug ist, um das Gewicht der Erde und der wachsenden Kartoffelpflanzen zu tragen, und dass er über ausreichend Abzugslöcher verfügt, um Staunässe zu verhindern.
Die Vorteile des Anbaus in einem Topf ähneln denen des Eimeranbaus. Sie gewinnen an Flexibilität und sind nicht auf einen festen Gartenbereich beschränkt. Ein großer Topf auf der Terrasse oder dem Balkon wird schnell zum Blickfang und liefert gleichzeitig frische Kartoffeln. Die Pflege gestaltet sich ebenfalls einfacher, da Sie den Wasserhaushalt und die Nährstoffversorgung besser kontrollieren können. Dies macht den Topfanbau zu einer ausgezeichneten Wahl für alle, die wenig Platz haben oder experimentierfreudig sind.
Worauf bei der Topfwahl zu achten ist
Wenn Sie sich für einen Topf entscheiden, achten Sie auf dessen Größe. Ein Minimum von 20 Litern Fassungsvermögen pro Pflanze ist empfehlenswert, aber auch hier gilt: Je größer, desto besser. Kunststofftöpfe sind oft leichter und günstiger, während Terrakottatöpfe atmungsaktiver sind, aber auch schneller austrocknen können. Achten Sie unbedingt auf die Drainagelöcher. Fehlen diese, müssen Sie selbst welche bohren oder den Topf auf eine Schicht aus Blähton oder Kies stellen, um das Wasser besser abfließen zu lassen.
Ein weiterer Aspekt ist die Farbe des Topfes. Dunkle Töpfe können sich in der prallen Sonne stark aufheizen, was die Wurzeln der Kartoffelpflanzen schädigen kann. Helle Töpfe reflektieren die Sonnenstrahlen besser und halten die Erde kühler. Dies ist besonders in heißen Sommern ein wichtiger Faktor für die Gesundheit der Pflanzen und die Entwicklung der Kartoffeln. Der Anbau im Topf ist eine wunderbare Möglichkeit, sich selbst mit frischem Gemüse zu versorgen, auch wenn der Platz begrenzt ist.
Ein tiefer Topf mit guter Drainage und ausreichend Volumen ist eine hervorragende Alternative zum Eimer für den Anbau von Kartoffeln auf Balkon und Terrasse.
Zusammenfassung und Ausblick
Das Pflanzen von Kartoffeln im Eimer ist weit mehr als nur eine Notlösung für Platzmangel. Es ist eine zugängliche, lohnende und lehrreiche Methode, die jedem ermöglicht, eigene Kartoffeln anzubauen. Von der Auswahl der richtigen Pflanzkartoffeln über die sorgfältige Vorbereitung des Behälters bis hin zum schrittweisen Anhäufeln der Erde – jeder Schritt trägt zum Gelingen bei. Die Freude über die erste selbst geerntete Kartoffel aus dem eigenen Eimer ist ein unbezahlbares Erlebnis.
Die Methode ist flexibel, kontrollierbar und bietet eine wunderbare Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben. Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder sogar einem kleinen Hof – Kartoffeln im Eimer zu pflanzen, eröffnet neue Horizonte für den urbanen Gärtner. Mit etwas Sorgfalt und den richtigen Handgriffen können Sie sich über eine reiche Ernte freuen und den Geschmack von selbst angebautem Gemüse in vollen Zügen genießen. Probieren Sie es aus, und entdecken Sie die Freude am eigenen Anbau!
Der Anbau von Kartoffeln im Eimer ist eine praktische und erfüllende Gartentätigkeit, die für jeden zugänglich ist, unabhängig von der verfügbaren Fläche.
