Was ist der Kirschlorbeer Genolia?
Der Kirschlorbeer 'Genolia' (Prunus laurocerasus 'Genolia') ist eine speziell gezüchtete Sorte des weit verbreiteten Kirschlorbeers. Er zeichnet sich durch sein besonders schmal-aufrechtes und dichtes Wuchsverhalten aus, was ihn ideal für schmale Hecken macht, die wenig Platz beanspruchen. Seine dunkelgrünen, glänzenden Blätter sind immergrün und bieten ganzjährig Sichtschutz und Struktur im Garten.
Im Gegensatz zu breiter wachsenden Sorten wie 'Rotundifolia' oder 'Novita' wächst 'Genolia' sehr kompakt und erzielt schnell eine stattliche Höhe, ohne dabei in die Breite zu wuchern. Dies erspart aufwendiges Zurückschneiden und macht ihn zu einer pflegeleichten Wahl für Gärtner, die eine unkomplizierte und ästhetisch ansprechende Hecke wünschen. Die Sorte ist zudem robust gegenüber Frost und vielen gängigen Pflanzenkrankheiten, was ihre Attraktivität weiter erhöht.
Die Blüten sind unscheinbar, aber im späten Frühling erscheinen kleine, weiße Blütentrauben, denen im Spätsommer kleine, schwarze Kirschlorbeer-Früchte folgen können. Diese Früchte sind jedoch nur für Vögel von Interesse und sollten wegen ihrer geringen Menge an Blausäure im Kern nicht verzehrt werden. 'Genolia' ist eine Sorte, die auf Funktionalität und eine ansprechende Formgebung abzielt und somit eine Bereicherung für viele Gartengestaltungen darstellt.
- Schmal-aufrechtes, dichtes Wuchsverhalten.
- Ideal für schmale, immergrüne Hecken.
- Robust gegenüber Frost und Krankheiten.
- Ganzjähriger Sichtschutz und Struktur.
Standortwahl und Bodenansprüche für Ihren Kirschlorbeer Genolia
Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das Gedeihen Ihres Kirschlorbeers 'Genolia'. Obwohl diese Sorte als robust gilt, dankt sie Ihnen eine sorgfältige Auswahl mit gesundem Wuchs und dichter Belaubung. Ideal ist ein Standort, der sowohl sonnige als auch halbschattige Bedingungen bietet. Volle Sonne wird gut vertragen, solange der Boden ausreichend feucht bleibt. Im tiefen Schatten kann das Wachstum jedoch etwas verlangsamt sein.
Besonders wichtig ist ein gut durchlässiger Boden. Staunässe ist der größte Feind des Kirschlorbeers, da sie schnell zu Wurzelfäule führen kann. Wenn Sie einen schweren Lehmboden haben, empfiehlt es sich dringend, diesen vor der Pflanzung mit Sand oder etwas Kompost aufzulockern. Dies verbessert die Drainage erheblich und schafft ein optimales Milieu für die Wurzeln.
Der pH-Wert des Bodens sollte leicht sauer bis neutral sein, etwa zwischen 5,5 und 7,0. Die meisten Gartenböden liegen in diesem Bereich. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu kalkhaltig ist, da dies zu einer Chlorose (Gelbfärbung der Blätter) führen kann. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Kompost hilft nicht nur, Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut zu unterdrücken, sondern kann auch dazu beitragen, den Boden leicht sauer zu halten.
Berücksichtigen Sie bei der Standortwahl auch den Windschutz. Während 'Genolia' Frost gut verträgt, können starker, trockener Winterwind und pralle Sonne gleichzeitig auf die immergrünen Blätter die Pflanze stressen und zu Blattverlust führen. Ein geschützter Platz, beispielsweise an der Nord- oder Ostseite eines Hauses, kann hier Abhilfe schaffen.
Bodenverbesserung vor der Pflanzung
Bevor Sie Ihren Kirschlorbeer 'Genolia' pflanzen, sollten Sie den Pflanzbereich vorbereiten. Graben Sie das Pflanzloch mindestens doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen der Pflanze ist. Mischen Sie den ausgehobenen Boden mit reichlich Kompost oder einer hochwertigen Pflanzerde, um die Nährstoffversorgung und Bodenstruktur zu verbessern. Bei sehr schweren Böden ist das Einbringen von grobem Sand oder feinem Kies zur besseren Drainage unerlässlich. Achten Sie darauf, dass das Loch nach dem Einsetzen der Pflanze nicht tiefer liegt als der umliegende Boden, um ein Ansammeln von Wasser am Wurzelhals zu verhindern.
Kirschlorbeer Genolia pflanzen: Der richtige Zeitpunkt und die Vorgehensweise
Der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung von Kirschlorbeer 'Genolia', wie auch für die meisten Gehölze, sind die kühleren Monate. Die beste Pflanzzeit sind der Herbst (September bis November) und das zeitige Frühjahr (März bis Mai). In diesen Phasen sind die Bodentemperaturen noch oder bereits günstig für das Wurzelwachstum, und die Pflanzen müssen geringeren Verdunstungsstress bewältigen als im Hochsommer.
Wenn Sie Containerware verwenden, die Sie das ganze Jahr über erwerben können, ist eine Pflanzung auch außerhalb dieser Hauptzeiten möglich. Hierbei ist jedoch besonders auf eine ausreichende Bewässerung in den ersten Wochen und Monaten zu achten, bis die Pflanze gut angewachsen ist. Vermeiden Sie unbedingt das Pflanzen bei gefrorenem Boden oder extremer Hitze und Trockenheit.
Die Pflanzung selbst ist unkompliziert. Stellen Sie sicher, dass der Wurzelballen vor dem Einsetzen gut durchfeuchtet ist. Setzen Sie die Pflanze in das vorbereitete Pflanzloch. Die Oberkante des Wurzelballens sollte bündig mit der Erdoberfläche abschließen. Füllen Sie das Loch mit der vorbereiteten Erde auf und treten Sie diese leicht an, um Hohlräume zu vermeiden. Anschließend gründlich wässern, auch wenn es regnet, um einen guten Bodenschluss zu gewährleisten.
Für Hecken ist der Pflanzabstand entscheidend. Da 'Genolia' schmal wächst, können Sie hier etwas dichter pflanzen als bei breiter wachsenden Sorten. Ein Abstand von 30 bis 50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen ist meist ausreichend, um schnell eine dichte und geschlossene Hecke zu erhalten. Dies fördert das Zusammenwachsen und verhindert Lückenbildung.
Der erste Schnitt nach der Pflanzung
Ein wichtiger, aber oft vergessener Schritt ist der erste Schnitt direkt nach der Pflanzung. Dieser sogenannte Pflanzschnitt dient dazu, das Verhältnis zwischen oberirdischer Krone und Wurzelwerk auszugleichen. Wenn Sie den Kirschlorbeer gerade gekauft haben, ist er oft schon in Form geschnitten. Ein leichter Rückschnitt um etwa ein Drittel der Trieblänge kann jedoch das Austreiben neuer Triebe anregen und die Verzweigung fördern, was für eine dichte Hecke von Anfang an wichtig ist.
Kirschlorbeer Genolia richtig pflegen: Gießen, Düngen und Schutz
Die Pflege des Kirschlorbeers 'Genolia' ist relativ unkompliziert, doch einige Grundregeln helfen, die Pflanze gesund und vital zu halten. Insbesondere in der Anwachsphase nach der Pflanzung und in trockenen Perioden ist regelmäßiges Gießen unerlässlich. Achten Sie darauf, dass der Boden stets leicht feucht, aber niemals nass ist. Eine Fingerprobe im Boden zeigt Ihnen schnell, ob gegossen werden muss.
Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist eine bedarfsgerechte Bewässerung besonders wichtig, da das Wurzelwerk noch nicht vollständig ausgebildet ist. Auch etablierte Pflanzen können in langanhaltenden Trockenperioden im Sommer von zusätzlichem Wasser profitieren, um Blattverlust und Wachstumseinbußen zu vermeiden. Eine Mulchschicht um die Basis der Pflanze hilft, die Bodenfeuchtigkeit länger zu halten.
Was die Düngung betrifft, so ist Kirschlorbeer kein Starkzehrer, profitiert aber von einer regelmäßigen Nährstoffzufuhr. Eine Gabe Kompost im Frühjahr oder Herbst reicht oft schon aus, um den Boden mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Alternativ können Sie einen Langzeitdünger für immergrüne Pflanzen oder einen organischen Mehrnährstoffdünger verwenden. Beginnen Sie mit der Düngung im zeitigen Frühjahr, wenn das neue Wachstum einsetzt. Vermeiden Sie eine Düngung im Spätsommer oder Herbst, da dies die Triebe zu einem späten Wachstum anregen könnte, das im Winter anfällig für Frostschäden ist.
Der Kirschlorbeer 'Genolia' ist generell winterhart. Junge Pflanzen können jedoch in rauen Lagen von einem leichten Winterschutz profitieren. Eine Schicht Mulch um die Wurzeln schützt vor Frost und Temperaturschwankungen. Bei starkem Frost und Sonnenschein kann es bei immergrünen Pflanzen zu sogenannten Frosttrocknisschäden kommen, bei denen die Blätter vertrocknen, obwohl der Boden gefroren ist. Ein leichter Schutz aus Vlies oder Reisig kann hier Abhilfe schaffen, besonders bei exponierten Standorten.
Typische Krankheiten und Schädlinge am Kirschlorbeer Genolia
Obwohl 'Genolia' als widerstandsfähig gilt, kann es unter ungünstigen Bedingungen zu Problemen kommen. Die häufigste Krankheit ist der Kirschlorbeerrost, der sich durch kleine, rötlich-braune Flecken auf den Blättern bemerkbar macht. Verursacht wird er oft durch feuchte Witterung und schlechte Belüftung. Befallene Blätter sollten entfernt werden. Eine gute Luftzirkulation durch entsprechenden Pflanzabstand und gezielten Schnitt ist die beste Vorbeugung. Auch die Lorbeermilbe kann gelegentlich auftreten, sie verursacht feine Gespinste und kann zu Blattverfärbungen führen. Bei starkem Befall können spezielle Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Achten Sie stets auf Ihre Pflanzen, um frühzeitig eingreifen zu können.
Kirschlorbeer Genolia schneiden: Wann und wie?
Das Schneiden Ihres Kirschlorbeers 'Genolia' ist entscheidend, um seine Form zu erhalten, die Dichte zu fördern und ein gesundes Wachstum zu gewährleisten. Dank seines schmal-aufrechten Wuchses benötigt 'Genolia' generell weniger Schnitt als breiter wachsende Sorten, aber regelmäßige Pflege ist dennoch wichtig.
Der beste Zeitpunkt für den Hauptschnitt ist das Frühjahr, idealerweise nach dem stärksten Frost, aber bevor das neue, kräftige Wachstum beginnt. Meist ist dies im März oder April der Fall. Ein weiterer leichter Schnitt ist im Sommer möglich, um die Form zu erhalten oder kleinere Überstände zu korrigieren. Vermeiden Sie jedoch Schnitte im Spätherbst, da frisch geschnittenes Holz frostempfindlicher ist.
Beim Schneiden sollten Sie scharfes und sauberes Werkzeug verwenden. Eine Gartenschere ist für kleinere Triebe ausreichend, für Hecken empfiehlt sich eine Heckenschere. Achten Sie darauf, die Schnitte sauber auszuführen, um das Verletzungsrisiko für die Pflanze zu minimieren und Pilzbefall vorzubeugen.
Da 'Genolia' von Natur aus schmal wächst, ist es wichtig, die gewünschte Höhe und Breite durch gezielte Schnitte zu steuern. Wenn Sie eine Hecke aus 'Genolia' ziehen, können Sie die Spitzen der Triebe immer leicht zurückschneiden, um eine Verzweigung zu fördern und die Hecke von unten an dicht zu halten. Schneiden Sie die Hecke leicht konisch, oben schmaler als unten, um zu verhindern, dass die unteren Triebe zu wenig Licht bekommen und verkümmern.
Der radikale Schnitt bei Kirschlorbeer Genolia
Manchmal kann es vorkommen, dass eine Hecke aus Kirschlorbeer, auch 'Genolia', stark verkahlt oder unkontrolliert in die Höhe und Breite gewachsen ist. In solchen Fällen kann ein radikaler Schnitt notwendig sein. Dieser sollte idealerweise im späten Winter oder zeitigen Frühjahr durchgeführt werden, wenn die Pflanze in der Vegetationsruhe ist. Schneiden Sie die Pflanze konsequent auf etwa 30-50 cm über dem Boden zurück, oder sogar bis auf die alten Haupttriebe. Kirschlorbeer ist sehr schnittverträglich und treibt aus dem alten Holz meist zuverlässig wieder aus. Geben Sie der Pflanze danach Zeit und sorgen Sie für gute Pflege (Bewässerung, Düngung), damit sie sich erholen und neu austreiben kann. Ein starker Rückschnitt ist ein Eingriff, der gut überlegt sein sollte, aber die Lebensdauer und Optik Ihrer Hecke retten kann.
Kirschlorbeer Genolia vermehren: So gelingt es
Das Vermehren von Kirschlorbeer 'Genolia' kann eine lohnende Aufgabe sein, um neue Pflanzen für den eigenen Garten zu gewinnen oder bestehende zu ergänzen. Die gängigste und zuverlässigste Methode zur Vermehrung von 'Genolia' ist die Stecklingsvermehrung. Dies gelingt am besten im Sommer, wenn die Triebe halb verholzt sind.
Wählen Sie für die Stecklinge gesunde, kräftige Triebe des laufenden Jahres. Schneiden Sie etwa 10-15 cm lange Stücke ab. Entfernen Sie die unteren Blätter und kürzen Sie gegebenenfalls die oberen Blätter, um die Verdunstung zu reduzieren. Idealerweise sollte jeder Steckling mindestens zwei bis drei Knospenpaare aufweisen. Sie können die Schnittstelle am unteren Ende der Stecklinge leicht anschneiden und in Bewurzelungspulver tauchen, um die Wurzelbildung zu beschleunigen, dies ist aber nicht zwingend notwendig.
Stecken Sie die vorbereiteten Stecklinge in Anzucht- oder Kräutererde, die gut durchlässig ist. Ein Gemisch aus Torf und Sand oder Perlite eignet sich ebenfalls gut. Halten Sie die Erde stets leicht feucht und stellen Sie die Behälter an einen hellen, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort. Eine Abdeckung mit einer durchsichtigen Plastikhaube oder das Aufstellen in einem Mini-Gewächshaus schafft ein ideales feucht-warmes Klima, das die Bewurzelung fördert.
Die Wurzelbildung kann mehrere Wochen dauern. Sobald die Stecklinge sich gut bewurzelt haben und erste Anzeichen von neuem Wachstum zeigen, können sie vorsichtig in einzelne Töpfe umgesetzt und wie junge Pflanzen weiterkultiviert werden. Das Auspflanzen ins Freiland sollte erst erfolgen, wenn die Pflanzen kräftig genug sind und keine Frostgefahr mehr besteht. Geduld ist hierbei eine Tugend, denn die Entwicklung vom Steckling zur stattlichen Pflanze benötigt Zeit.
Vermehrung durch Samen: Ein Sonderfall
Die Vermehrung von Kirschlorbeer aus Samen ist theoretisch möglich, aber für Sorten wie 'Genolia' nicht empfehlenswert. Die Samen stammen von den Früchten, die sich nach der Blüte bilden. Diese Früchte enthalten wie die Blätter geringe Mengen an cyanogenen Glykosiden, die Blausäure freisetzen können und somit giftig sind. Zudem sind die Nachkommen von Hybriden oder gezüchteten Sorten oft nicht sortenecht, das heißt, sie entwickeln sich nicht genau wie die Mutterpflanze. Sie können breiter wachsen, andere Blattformen oder Wuchseigenschaften aufweisen. Daher ist die Stecklingsvermehrung die bevorzugte Methode, um die charakteristischen Eigenschaften des 'Genolia' zu erhalten.
Kirschlorbeer Genolia: Vorteile und Einsatzmöglichkeiten
Der Kirschlorbeer 'Genolia' bietet eine Fülle von Vorteilen, die ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für viele Gartenprojekte machen. Sein hervorstechendstes Merkmal ist der schmal-aufrechte und dichte Wuchs. Dies ermöglicht die Anlage von attraktiven, immergrünen Hecken auf sehr begrenztem Raum. Wo andere Heckenpflanzen zu breit würden, fügt sich 'Genolia' harmonisch ein und bietet dennoch effektiven Sichtschutz.
Als immergrüne Pflanze behält 'Genolia' sein dichtes, dunkelgrünes Laubwerk das ganze Jahr über. Dies sorgt nicht nur für einen konstanten Sichtschutz, sondern auch für Struktur und Farbe im winterlichen Garten. Die glänzenden Blätter reflektieren das Licht und verleihen selbst an grauen Tagen eine lebendige Optik. Er dient somit als attraktive Kulisse und als natürliche Abgrenzung.
Die Robustheit der Sorte ist ein weiterer wesentlicher Vorteil. 'Genolia' ist gut frosthart und zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber gängigen Krankheiten und Schädlingen. Dies reduziert den Pflegeaufwand erheblich und macht ihn zu einer pflegeleichten Pflanze, die auch für weniger erfahrene Gärtner gut geeignet ist. Die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Standorte – von sonnig bis halbschattig – erhöht seine Vielseitigkeit zusätzlich.
Die Einsatzmöglichkeiten von Kirschlorbeer 'Genolia' sind vielfältig. Neben seiner Hauptfunktion als schmale Hecke eignet er sich auch als Solitärgehölz in kleineren Gärten, als Sichtschutz vor Nachbarn oder unerwünschten Blicken an Terrassen und Balkonen. Seine aufrechte Form macht ihn auch für die Kübelbepflanzung auf größeren Balkonen oder Dachterrassen interessant, vorausgesetzt, er erhält ausreichend Wasser und Nährstoffe.
Kirschlorbeer Genolia im Vergleich zu anderen Sorten
Im Vergleich zu anderen Kirschlorbeer-Sorten wie 'Rotundifolia' oder 'Novita', die oft breiter wachsen, punktet 'Genolia' durch seine schlanke Form. 'Rotundifolia' hat beispielsweise rundlichere Blätter und einen stärker ausladenden Wuchs, was ihn eher für breitere Hecken prädestiniert. 'Novita' ist ebenfalls eine beliebte Sorte, die etwas schneller wächst und ebenfalls einen guten Sichtschutz bietet, aber nicht die extrem schlanke Wuchsform von 'Genolia' aufweist. Wer also auf engstem Raum eine dichte, immergrüne Hecke benötigt, findet in 'Genolia' die optimale Lösung. Für größere Flächen und breitere Hecken können andere Sorten durchaus eine Alternative sein.
Kirschlorbeer Genolia und seine Giftigkeit
Die Frage nach der Giftigkeit von Kirschlorbeer ist ein wichtiger Aspekt, der bei der Gartenplanung und im Umgang mit der Pflanze berücksichtigt werden muss. Tatsächlich enthalten alle Teile des Kirschlorbeers, mit Ausnahme des Fruchtfleisches selbst, geringe Mengen an cyanogenen Glykosiden. Diese Substanzen können im Körper Blausäure freisetzen, eine giftige chemische Verbindung.
Am höchsten ist die Konzentration dieser Stoffe in den Blättern und Kernen der Früchte. Bei versehentlicher Einnahme größerer Mengen können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel und in schweren Fällen auch Atemnot auftreten. Dies ist jedoch vor allem für Kleinkinder und Haustiere relevant, die versehentlich Teile der Pflanze verzehren könnten.
Für die meisten erwachsenen Menschen stellt der bloße Kontakt mit dem Kirschlorbeer, wie das Schneiden einer Hecke, keine Gefahr dar. Die giftigen Inhaltsstoffe können nur bei Verzehr freigesetzt werden. Dennoch ist Vorsicht geboten, insbesondere wenn Kinder im Garten spielen. Es ist ratsam, die Kinder über die Gefahren aufzuklären und sicherzustellen, dass sie keine Pflanzenteile essen. Die kleinen, kirschähnlichen Früchte sind zwar optisch ansprechend, sollten aber gemieden werden.
Die Sorte 'Genolia' ist in Bezug auf ihre Giftigkeit keine Ausnahme; sie teilt die generellen Eigenschaften des Kirschlorbeers. Da 'Genolia' primär als Heckenpflanze genutzt wird und sein Wuchs auf Dichte und Form abzielt, ist der Verzehr von Pflanzenteilen eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
Sicherer Umgang mit Kirschlorbeer Genolia
Um sicher mit Kirschlorbeer 'Genolia' umzugehen, sollten Sie einige einfache Vorsichtsmaßnahmen treffen. Tragen Sie beim Schneiden oder Beschneiden der Pflanze Handschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden, da der Pflanzensaft bei empfindlichen Personen zu Reaktionen führen kann. Achten Sie darauf, dass Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile essen. Wenn Sie sich unsicher sind oder ein Kind doch Teile verschluckt hat, kontaktieren Sie umgehend einen Arzt oder den Giftnotruf. Abgesehen von der Giftigkeit ist der Kirschlorbeer eine wertvolle und attraktive Pflanze für den Garten, wenn er mit Bedacht eingesetzt wird.
Häufige Fragen zum Kirschlorbeer Genolia
Ist Kirschlorbeer Genolia immergrün?
Ja, der Kirschlorbeer 'Genolia' ist eine immergrüne Pflanze. Seine dunkelgrünen, glänzenden Blätter bleiben das ganze Jahr über am Strauch und sorgen somit für ganzjährigen Sichtschutz und Struktur im Garten. Dies macht ihn zu einer idealen Wahl für Hecken.
Wie schnell wächst Kirschlorbeer Genolia?
Der Kirschlorbeer 'Genolia' wächst relativ zügig, aber mit einem Fokus auf die Höhe und eine schmale Form. Er kann pro Jahr etwa 20-40 cm in die Höhe wachsen, bleibt dabei aber schmal. So bildet er schnell eine dichte Hecke, ohne zu viel Platz in Anspruch zu nehmen.
Kann man Kirschlorbeer Genolia auch im Kübel pflanzen?
Ja, der Kirschlorbeer 'Genolia' eignet sich auch für die Pflanzung im Kübel, besonders wenn Sie eine schmale, aufrechte Pflanze für Balkon oder Terrasse suchen. Achten Sie auf einen ausreichend großen Kübel, gute Drainage und regelmäßige Bewässerung sowie Düngung, da das Substrat schneller austrocknet.
Wie tief muss ich Kirschlorbeer Genolia pflanzen?
Pflanzen Sie den Kirschlorbeer 'Genolia' so tief, dass die Oberkante des Wurzelballens bündig mit der umgebenden Erdoberfläche abschließt. Graben Sie das Pflanzloch doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen. Achten Sie darauf, dass die Pflanzstelle nicht tiefer liegt als der Boden, um Staunässe am Wurzelhals zu vermeiden.
Was tun, wenn Kirschlorbeer Genolia gelbe Blätter bekommt?
Gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben: Staunässe, Nährstoffmangel (insbesondere Eisenmangel bei zu kalkhaltigem Boden) oder auch Trockenheit. Überprüfen Sie zuerst die Feuchtigkeit des Bodens. Bei Verdacht auf Nährstoffmangel kann eine Gabe von Eisendünger oder Rhododendron-Dünger helfen. Stellen Sie sicher, dass der Standort gut durchlässig ist.
Benötigt Kirschlorbeer Genolia speziellen Schnitt?
Ja, ein Schnitt ist empfehlenswert, um die dichte und schmale Form von 'Genolia' zu erhalten. Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr. Ein leichter Formschnitt kann auch im Sommer erfolgen. Wenn die Hecke zu dicht wird, kann ein leichter Rückschnitt bis ins alte Holz erfolgen, da die Pflanze gut schnittverträglich ist.
Ist Kirschlorbeer Genolia für Haustiere giftig?
Ja, Kirschlorbeer ist für Haustiere wie Hunde und Katzen giftig, da alle Pflanzenteile außer dem Fruchtfleisch geringe Mengen Blausäure freisetzen können. Achten Sie darauf, dass Ihre Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Bei Verdacht auf Vergiftung kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.
