Warum kleine Tomatensorten Ihre erste Wahl sein sollten

Kleine Tomatensorten sind die heimlichen Stars für jeden, der Tomaten anbauen möchte, aber nur begrenzt Platz zur Verfügung hat. Ob auf einem sonnigen Balkon, einer kleinen Terrasse oder in einem Hochbeet – diese kompakten Pflanzen passen sich wunderbar an. Sie liefern nicht nur eine erstaunliche Menge an Früchten pro Pflanze, sondern oft auch eine beeindruckende Geschmacksvielfalt, die von süß und fruchtig bis hin zu leicht säuerlich reicht.

  • Kompakte Wuchsform ideal für kleine Flächen.
  • Hohe Erträge trotz geringem Platzbedarf.
  • Breites Spektrum an Geschmacksrichtungen und Farben.
  • Weniger Pflegeaufwand im Vergleich zu großen Sorten.

Die Faszination beginnt schon bei der Auswahl. Statt einer einzigen, riesigen Pflanze können Sie mit kleinen Sorten eine bunte Palette an Früchten kultivieren. Denken Sie an leuchtend rote Kirschtomaten, sonnengelbe Cocktailtomaten oder sogar fast schwarze Zwergtomaten. Diese Vielfalt macht den Anbau nicht nur ertragreich, sondern auch optisch zu einem echten Hingucker. Die Ernte wird so zu einem täglichen Genuss, bei dem Sie direkt vom Strauch naschen können.

Sie fragen sich, ob diese kleinen Früchtchen geschmacklich mithalten können? Die Antwort ist ein klares Ja. Viele kleinwüchsige Sorten sind speziell auf intensiven Geschmack gezüchtet worden, oft sogar mit einem höheren Zuckergehalt als ihre größeren Verwandten. Das macht sie zu perfekten Snacktomaten, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Sie sind außerdem ideal für Salate, Spieße oder einfach pur als gesunder Snack zwischendurch. Ihre geringere Größe bedeutet auch, dass sie schneller reifen und Sie oft früher in den Genuss Ihrer eigenen Ernte kommen.

Die Vielfalt der kleinen Tomaten: Von Kirsch bis Zwerg

Wenn wir von kleinen Tomatensorten sprechen, meinen wir eine breite Kategorie, die sich vor allem durch ihre Wuchsform und Fruchtgröße auszeichnet. Dazu gehören typischerweise Kirschtomaten, Cocktailtomaten, aber auch spezielle Zwerg- oder Buschtomaten, die kaum höher als 50-80 cm werden. Diese Sorten sind oft für den Anbau in Töpfen und Kübeln prädestiniert, da sie weniger Platz benötigen und oft keinen so starken Stützbedarf haben wie klassische Stabtomaten.

Kirschtomaten sind wohl die bekanntesten unter den kleinen Sorten. Ihre runden oder ovalen Früchte erinnern in Form und Größe an Kirschen. Sie sind berühmt für ihre Süße und Saftigkeit. Sorten wie 'Sungold' (leuchtend orange, sehr süß) oder 'Sweet Million' (rot, ertragreich) sind Klassiker, die immer wieder Freude bereiten. Die Früchte wachsen oft in langen Trauben, was die Ernte erleichtert und optisch ansprechend macht.

Cocktailtomaten sind etwas größer als Kirschtomaten, aber immer noch deutlich kleiner als Standard-Salattomaten. Sie sind oft länglicher geformt und bieten ein kräftigeres Tomatenaroma, behalten aber eine angenehme Süße. 'Harzfeuer' ist eine beliebte rote Cocktailtomate, die auch im Freiland gut gedeiht. Die Fruchtgröße macht sie ideal für herzhafte Salate oder als Begleitung zu Grillgerichten, da sie nicht so leicht zerfallen.

Zwerg- und Buschtomaten sind für den absoluten Platzmangel konzipiert. Sie wachsen sehr kompakt und buschig, oft mit einer maximalen Höhe von 30-60 cm. Diese sind perfekt für den Anbau auf kleinsten Balkonen oder Fensterbänken. Sorten wie 'Micro Tom' (sehr klein, reicht für kleine Snacks) oder 'Tumbling Tom' (hängend, ideal für Blumenampeln) zeigen, wie flexibel kleine Tomaten sein können. Sie benötigen oft keinen Ausgeizungs- oder Stützaufwand und sind daher besonders pflegeleicht.

Die Auswahl der richtigen kleinen Tomatensorte hängt stark von Ihren persönlichen Vorlieben und den Anbaubedingungen ab. Möchten Sie süße Snacks für zwischendurch? Dann sind Kirschtomaten oft die erste Wahl. Bevorzugen Sie ein kräftigeres Aroma für Salate? Dann könnten Cocktailtomaten besser passen. Oder benötigen Sie eine extrem kompakte Pflanze für einen winzigen Balkon? Dann sind Zwerg- und Buschtomaten die Lösung.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl ist auch die Reifezeit. Viele kleinwüchsige Sorten sind frühreif, was bedeutet, dass Sie schneller mit einer Ernte rechnen können, besonders in kühleren Klimazonen oder bei kürzeren Sommern. Achten Sie auf Angaben wie „früh reifend“ oder „kurze Vegetationszeit“ auf den Saatgutpackungen.

Anbauratgeber: Kleine Tomaten für maximale Erträge

Der Anbau von kleinen Tomatensorten ist im Grunde unkompliziert und erfordert keine speziellen Kenntnisse, die über die Grundlagen der Tomatenpflege hinausgehen. Doch mit einigen gezielten Maßnahmen können Sie die Erträge maximieren und gesunde, schmackhafte Früchte ernten. Der Schlüssel liegt in der richtigen Vorbereitung, der Pflege und der Beachtung der Bedürfnisse der Pflanzen.

Die richtige Vorbereitung: Aussaat und Pikieren

Die meisten Tomatensorten, auch die kleinen, werden ab März im Haus vorgezogen. Säen Sie die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in Anzuchterde. Ein warmer Standort mit ca. 20-25°C ist ideal für die Keimung. Sobald die Sämlinge ihre ersten echten Blätter entwickeln, ist es Zeit zum pikieren. Das bedeutet, die jungen Pflanzen vorsichtig in einzelne, etwas größere Töpfe zu setzen. Dies gibt den Wurzeln mehr Raum zum Wachsen und stärkt die Pflanze.

Verwenden Sie für das Pikieren und später auch für die Kübel gute Tomatenerde oder eine hochwertige Gemüseerde. Diese ist nährstoffreich und sorgt für eine gute Drainage. Achten Sie darauf, die jungen Pflanzen nicht zu überwässern, da dies zu Wurzelfäule führen kann.

Standortwahl: Sonne ist Trumpf

Tomaten lieben Sonne. Für kleine Sorten gilt das umso mehr, da sie oft auf Balkonen oder in kleinen Gärten angebaut werden, wo der Platz begrenzt ist. Ein vollsonniger Standort, der mindestens 6-8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält, ist ideal. Je mehr Sonne, desto süßer und aromatischer werden die Früchte. Windgeschützte Lagen sind ebenfalls von Vorteil, um die Pflanzen vor Beschädigungen zu schützen.

Wenn Sie in einer Region mit weniger Sonne leben, wählen Sie unbedingt frühreife Sorten aus und stellen Sie sicher, dass der Standort so optimal wie möglich ist. Selbst auf einem weniger idealen Platz können die kleinen Sorten oft noch eine ansehnliche Ernte erzielen, wenn auch vielleicht nicht ganz so üppig.

Pflanzen und Abstand

Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die vorgezogenen Tomatenpflanzen ins Freiland, auf den Balkon oder in ihre endgültigen Kübel umziehen. Wenn Sie mehrere Pflanzen setzen, beachten Sie den Pflanzen abstand. Auch bei kleinen Sorten ist etwas Platz wichtig, damit die Pflanzen gut belüftet werden und sich die Sonnenstrahlen verteilen können. Ein Abstand von 30-50 cm zwischen den Pflanzen ist meist ausreichend, je nach Sorte und Topfgröße. Achten Sie darauf, die Pflanzen nicht zu tief zu setzen; die oberste Erdschicht sollte gerade so bedeckt sein.

Für den Anbau in Töpfen und Kübeln gilt: Je größer der Topf, desto besser. Mindestens 10 Liter Fassungsvermögen pro Pflanze sind empfehlenswert, besser sind 20 Liter oder mehr. Dies gibt den Wurzeln ausreichend Platz und speichert Feuchtigkeit, was gerade an heißen Tagen wichtig ist. Achten Sie auf gute Drainagelöcher im Topf.

Pflege: Gießen, Düngen und Ausgeizen

Regelmäßiges, gleichmäßiges Gießen ist essenziell. Vermeiden Sie Staunässe, aber lassen Sie die Erde auch nicht komplett austrocknen. Gießen Sie am besten morgens direkt an der Wurzel und nicht über die Blätter, um Krankheiten vorzubeugen. Der Wasserbedarf steigt bei heißem Wetter und während der Fruchtbildung.

Tomaten düngen ist wichtig, da sie Starkzehrer sind. Beginnen Sie etwa 2-3 Wochen nach dem Auspflanzen mit dem Düngen. Verwenden Sie einen speziellen Tomatendünger, der auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist (Stickstoff für das Blattwachstum, Phosphor und Kalium für die Fruchtbildung). Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne können ebenfalls eingearbeitet werden. Bei Topfkulturen ist eine Flüssigdüngung im Abstand von 1-2 Wochen oft die einfachste Methode.

Das Ausgeizen bei Tomaten ist eine Pflegemaßnahme, die bei vielen Sorten notwendig ist. Dabei werden die kleinen Geiztriebe, die in den Blattachseln zwischen Hauptstamm und Seitentrieb wachsen, entfernt. Dies lenkt die Energie der Pflanze in die Haupttriebe und Früchte. Bei vielen kleinwüchsigen oder buschigen Sorten ist das Ausgeizen jedoch nicht oder nur eingeschränkt notwendig. Informieren Sie sich spezifisch über Ihre Sorte. Eine zu starke Verzweigung kann aber auch bei diesen Sorten die Belüftung verschlechtern und das Krankheitsrisiko erhöhen.

Denken Sie daran: Geduld und Beobachtung sind Ihre besten Werkzeuge.

Krankheiten und Schädlinge bei kleinen Tomaten erkennen und vorbeugen

Auch kleine Tomatensorten sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Doch mit der richtigen Vorbeugung und schnellem Handeln können Sie den Großteil der Probleme vermeiden oder zumindest minimieren, um eine reiche Ernte einzufahren. Die Grundprinzipien sind bei allen Tomaten gleich, aber die kompakte Wuchsform kleiner Sorten kann bei der Belüftung und der Krankheitsanfälligkeit eine Rolle spielen.

Vorbeugung ist die beste Medizin

Der wichtigste Schritt zur Vermeidung von Tomatenkrankheiten ist die Wahl widerstandsfähiger Sorten. Viele Züchter entwickeln gezielt Sorten, die robuster gegen häufige Probleme wie Kraut- und Braunfäule sind. Achten Sie bei der Auswahl der Samen oder Jungpflanzen auf solche Angaben.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der richtige Standort und die Pflanzengesundheit. Eine gute Belüftung, ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen und das Vermeiden von Nässe auf den Blättern sind essenziell. Gießen Sie möglichst bodennah und bevorzugt am Morgen, damit die Blätter über den Tag trocknen können. Vermeiden Sie auf jeden Fall Staunässe in den Töpfen, da dies die Wurzeln schwächt und anfällig für Pilzkrankheiten macht.

Der Anbau in gutem Substrat und die regelmäßige, aber angepasste Düngung stärken die Pflanze von innen heraus. Eine gesunde Pflanze ist widerstandsfähiger gegen Angriffe.

Häufige Krankheiten und ihre Erkennung

Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans): Dies ist wohl die gefürchtetste Tomatenkrankheit. Sie beginnt oft mit dunklen Flecken auf den Blättern, die sich schnell ausbreiten und von graugrünen oder braunen Sporenrasen auf der Blattunterseite begleitet werden können. Auch an den Früchten können sich dunkle, harte Flecken bilden. Die Krankheit breitet sich bei feuchtem Wetter rasend schnell aus. Befallene Pflanzenteile sollten sofort entfernt und im Hausmüll entsorgt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Bei starkem Befall muss die gesamte Pflanze leider oft entfernt werden.

Echter Mehltau: Charakteristisch sind weiße, mehlige Beläge auf den Blättern und Stängeln. Er tritt meist bei warmem, trockenem Wetter auf, kann aber auch bei hoher Luftfeuchtigkeit vorkommen. Betroffene Blätter vergilben und sterben ab. Eine gute Belüftung und das Vermeiden von übermäßigem Stickstoffdünger können helfen. Mildere Fälle lassen sich oft mit einem Hausmittel wie einer Mischung aus Milch und Wasser (1:9) behandeln.

Blütenendfäule: Dies ist keine Pilzkrankheit, sondern eine physiologische Störung, die meist durch Calciummangel in der Frucht verursacht wird. Sie äußert sich durch dunkle, eingesunkene Flecken an der Blütennarbe der Tomaten. Ursachen sind oft unregelmäßiges Gießen oder ein Ungleichgewicht von Nährstoffen im Boden, das die Calciumaufnahme behindert. Eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine angepasste Düngung mit Kalium und Calcium sind hier die Lösung.

Schädlinge im Blick behalten

Blattläuse: Sie saugen den Pflanzensaft und können die Pflanze schwächen, besonders junge Triebe und Blüten. Ein starker Befall ist oft an klebrigem Honigtau und Rußtaupilzen zu erkennen. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen helfen. Bei Bedarf können Sie mit einem Wasserstrahl abspritzen oder biologische Mittel wie Neemöl einsetzen.

Weiße Fliege: Diese kleinen, weißen Insekten sitzen oft auf der Blattunterseite und saugen ebenfalls Pflanzensaft. Sie hinterlassen klebrige Ausscheidungen, die die Rußtaupilze fördern. Gelbtafeln können zur Kontrolle und zum Fang eingesetzt werden. Auch hier sind Nützlinge oder biologische Spritzmittel die erste Wahl.

Spinnmilben: Sie bevorzugen trockene, warme Bedingungen und sind oft schwer zu erkennen. Feine Gespinste auf der Blattunterseite und kleine gelblich-braune Sprenkel auf den Blättern deuten auf einen Befall hin. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit (z.B. durch Besprühen mit Wasser, aber nicht auf die Blätter bei direkter Sonneneinstrahlung!) kann helfen, Spinnmilben zurückzudrängen.

Die beste Strategie ist die regelmäßige Kontrolle Ihrer Pflanzen. Untersuchen Sie sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Blätter sowie die Triebe auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Je früher Sie ein Problem erkennen, desto einfacher ist es, es zu beheben, bevor es Ihre gesamte Ernte gefährdet.

Die Ernte von kleinen Tomatensorten: Wann und wie?

Der Moment, auf den jeder Gärtner wartet: die Ernte der selbst angebauten Tomaten. Bei kleinen Sorten ist dieser Augenblick oft noch befriedigender, da die kleinen Früchte oft in großer Zahl und über einen längeren Zeitraum reifen. Das Timing und die richtige Handhabung während der Ernte sind entscheidend, um den vollen Geschmack zu genießen und die Pflanze zu unterstützen.

Der perfekte Reifegrad: Farbe, Duft und Drucktest

Der offensichtlichste Indikator für reife Tomaten ist die Farbe. Wenn die Frucht ihre sortentypische Farbe erreicht hat – sei es ein sattes Rot, leuchtendes Orange, tiefes Gelb oder sogar ein dunkles Violett/Schwarz – ist sie wahrscheinlich reif. Aber verlassen Sie sich nicht nur auf die Farbe.

Der Duft ist ein weiteres wichtiges Zeichen. Reife Tomaten verströmen einen charakteristischen, süßlichen und würzigen Tomatenduft. Riechen Sie an der Frucht, wenn Sie unsicher sind. Ein deutlicher Duft ist ein gutes Zeichen für volle Reife und Aroma.

Ein leichter Drucktest gibt ebenfalls Aufschluss. Eine reife Tomate gibt auf sanften Druck leicht nach, ist aber nicht matschig. Sie sollte sich prall und fest anfühlen, aber eine gewisse Elastizität zeigen. Überreife Tomaten fühlen sich weich an und können Druckstellen haben. Unreife Tomaten sind sehr hart.

Bei Kirsch- und Cocktailtomaten ist es oft so, dass die Früchte nicht alle gleichzeitig an einer Rispe oder einem Zweig reifen. Sie können oft über Wochen hinweg immer wieder einzelne oder mehrere reife Früchte von derselben Pflanze ernten.

Die Erntemethode: Vorsichtig und gezielt

Kleine Tomatensorten lassen sich meist sehr einfach ernten. Bei Kirsch- und Cocktailtomaten können Sie oft die gesamte kleine Rispe abschneiden, wenn mehrere Früchte reif sind, oder aber einzelne Früchte direkt vom Stiel abzupfen. Drehen oder ziehen Sie die Frucht vorsichtig vom Stielansatz ab. Wenn die Frucht gut reif ist, löst sie sich meist mühelos. Wenn Sie stark ziehen müssen, ist sie wahrscheinlich noch nicht ganz reif.

Für Zwerg- und Buschtomaten, deren Früchte einzeln am Strauch hängen, gilt dasselbe: Zupfen Sie die reifen Früchte vorsichtig ab. Achten Sie darauf, die umgebenden grünen Früchte nicht zu beschädigen.

Nutzen Sie eine scharfe Schere oder ein kleines Messer, wenn Sie ganze Rispen oder Triebe ernten möchten, um saubere Schnitte zu erzielen und die Pflanze nicht zu verletzen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie die Tomaten für den Verkauf oder längere Lagerung ernten möchten.

Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist der Morgen, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Die Tomaten sind dann prall und kühl. Vermeiden Sie es, Tomaten in der prallen Mittagshitze zu ernten, da sie dann weicher sind und ihre Aromen weniger konzentriert sein können.

Nach der Ernte: Lagerung und Genuss

Kleine Tomaten, insbesondere Kirsch- und Cocktailtomaten, sind am besten, wenn sie frisch verzehrt werden. Wenn Sie sie direkt vom Strauch naschen, erleben Sie den intensivsten Geschmack.

Wenn Sie mehr geerntet haben, als Sie sofort essen können, lagern Sie sie am besten bei Raumtemperatur, nicht im Kühlschrank. Kälte zerstört die zarten Aromen und macht die Früchte mehlig. Bewahren Sie sie an einem luftigen Ort auf, idealerweise nicht übereinanderliegend. Sie halten sich so einige Tage frisch und behalten ihr gutes Aroma. Sorten mit festerer Schale halten sich tendenziell etwas länger.

Die Erntezeit erstreckt sich bei vielen kleinwüchsigen Sorten über mehrere Wochen bis in den Herbst hinein. Solange die Temperaturen mild sind und die Pflanzen noch Früchte tragen, können Sie fast täglich frische Tomaten ernten. Entfernen Sie erfrorene oder beschädigte Früchte sofort, um die Ausbreitung von Fäulnis zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen zu kleinen Tomatensorten

Hier finden Sie Antworten auf die gängigsten Fragen rund um den Anbau und die Pflege von kleinen Tomatensorten. Diese kompakten Kraftpakete sind beliebt für ihren Geschmack und ihre Platzersparnis.

Müssen kleine Tomatensorten ausgegeizt werden?

Nicht alle kleinen Tomatensorten müssen ausgegeizt werden. Viele Zwerg- und Buschtomaten sind so gezüchtet, dass sie von Natur aus buschig wachsen und keinen oder nur wenig Geiztriebansatz haben. Bei Kirsch- und Cocktailtomaten, die eher am liebsten an einem Haupttrieb wachsen, kann das Ausgeizen sinnvoll sein, um die Energie auf die Fruchtbildung zu konzentrieren. Prüfen Sie immer die Angaben zur spezifischen Sorte.

Wie viel Sonne brauchen kleine Tomaten?

Kleine Tomatensorten sind Sonnenanbeter und benötigen mindestens 6-8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag, um gut zu wachsen und schmackhafte Früchte zu entwickeln. Ein vollsonniger Balkon, eine Terrasse oder ein Beet sind ideal. Bei weniger Sonne reifen die Früchte langsamer und sind oft weniger süß.

Welche kleinen Tomatensorten eignen sich für den Balkon?

Für den Balkon sind besonders kompakte Sorten wie Zwergtomaten, Balkontomaten oder bestimmte Kirsch- und Cocktailtomaten geeignet. Sorten, die nicht höher als 60-80 cm werden und/oder für den Anbau im Kübel gezüchtet wurden, sind ideal. Achten Sie auf Angaben wie 'für Kübel geeignet' oder 'kompakter Wuchs'.

Wie oft muss ich kleine Tomaten gießen?

Kleine Tomaten, besonders in Töpfen, benötigen regelmäßiges und gleichmäßiges Gießen. Die Häufigkeit hängt von der Größe des Topfes, der Sorte, dem Wetter und der Sonneneinstrahlung ab. Prüfen Sie täglich die Feuchtigkeit der Erde; wenn die oberste Schicht trocken ist, muss gegossen werden. Vermeiden Sie Staunässe und lassen Sie die Erde nie vollständig austrocknen.

Wann sind kleine Tomaten erntereif?

Kleine Tomaten sind erntereif, wenn sie ihre sortentypische Farbe vollständig entwickelt haben, leicht auf Druck nachgeben und gut duften. Kirsch- und Cocktailtomaten können oft schon 50-70 Tage nach der Auspflanzung reif sein. Bei Zwergtomaten kann die Reifezeit variieren. Probieren Sie eine Frucht, um den perfekten Reifegrad zu bestimmen.

Kann ich kleine Tomaten auch im Schatten anbauen?

Tomaten sind Starklichtpflanzen und gedeihen am besten in voller Sonne. Ein Anbau im Schatten ist für kleine Tomatensorten nicht empfehlenswert, da die Pflanzen kümmern und kaum Früchte tragen werden. Wenn Sie nur einen schattigen Platz haben, sollten Sie sich nach anderen Gemüsesorten umsehen, die für solche Bedingungen besser geeignet sind.

Warum haben meine kleinen Tomaten braune Flecken an der Spitze?

Braune, eingesunkene Flecken an der Blütennarbe der Tomaten deuten auf Blütenendfäule hin. Dies ist meist keine Krankheit, sondern eine physiologische Störung, verursacht durch Calciummangel in der Frucht. Häufige Ursachen sind unregelmäßiges Gießen, unzureichende Nährstoffversorgung (insbesondere Kalzium) oder ein Ungleichgewicht im Boden, das die Calciumaufnahme behindert. Eine gleichmäßige Wasserversorgung und angepasste Düngung sind entscheidend.

Fazit: Kleine Tomaten – Großer Genuss auf kleinem Raum

Die Welt der kleinen Tomatensorten ist eine Fundgrube für jeden, der den Geschmack frischer Tomaten liebt, aber nur begrenzt Platz zur Verfügung hat. Von den süßesten Kirschtomaten bis zu den ertragreichsten Cocktail- und den ultrakompakten Zwergtomaten – es gibt für jeden Balkon und jeden Garten die passende Pflanze.

Der Anbau ist dank ihrer Robustheit und ihres geringeren Pflegeaufwands im Vergleich zu großen Sorten auch für Anfänger hervorragend geeignet. Mit der richtigen Erde, ausreichend Sonne und regelmäßiger, aber nicht übertriebener Bewässerung und Düngung belohnen Sie diese Pflanzen mit einer Fülle von schmackhaften Früchten, die Ihre Küche bereichern werden.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Vielfalt zu erleben. Experimentieren Sie mit verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen. Die Freude über die erste eigene Ernte, sei es auf dem kleinsten Fensterbrett oder im größten Kübel, ist unbezahlbar. Kleine Tomaten sind der Beweis, dass Größe nicht alles ist, wenn es um Geschmack und Ertrag geht.