Der Moment der Wahrheit: Wann genau ist die Knoblauchernte fällig?

Der genaue Zeitpunkt, wann Knoblauch geerntet wird, ist eine der entscheidendsten Fragen für jeden Hobbygärtner, der sich auf dieses aromatische Kraut freut. Eine zu frühe Ernte bedeutet unreife Zehen mit wenig Geschmack und schlechter Lagerfähigkeit, während eine zu späte Ernte die Gefahr von Fäulnis oder dem Austreiben der Knoblauchpflanze birgt. Das Ideal liegt darin, den Reifegrad genau zu erkennen und den Erntezeitpunkt präzise zu bestimmen, um das volle Potenzial des selbst angebauten Knoblauchs auszuschöpfen.

  • Die Erntezeit hängt von Sorte und Klima ab.
  • Achten Sie auf das Vergilben und Welken der Blätter.
  • Ein Zeichen ist auch das Austrocknen des Stängels (Schaft).
  • Zu späte Ernte kann zu Fäulnis oder Austreiben führen.
  • Frühe Ernte mindert Aroma und Lagerfähigkeit.

Die Knoblaufernte ist ein Höhepunkt im Gartenjahr, der sorgfältige Beobachtung erfordert. Die meisten Knoblauchsamen, die wir im Frühjahr oder Herbst pflanzen, sind bereit, wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht oder gerade beginnt. Je nach Region und der spezifischen Sorte, ob es sich um Sommer- oder Winterknoblauch handelt, verschiebt sich dieses Fenster. Grundsätzlich ist die Zeit zwischen Juni und August die Hauptsaison für die Ernte von Knoblauch, der im Herbst gepflanzt wurde, während im Frühjahr gepflanzter Knoblauch oft etwas später reif wird.

Wenn Sie sich fragen, wann genau Ihr Knoblauch geerntet werden kann, sollten Sie vor allem die Pflanzen selbst genau beobachten. Sie geben die eindeutigsten Signale. Vernachlässigen Sie dabei nicht die äußeren Bedingungen; Sonne, Regen und Temperatur spielen eine Rolle, wie schnell die Knollen ausreifen. Ein tiefes Verständnis dieser Signale ist der Schlüssel zum Erfolg für eine reiche und schmackhafte Ernte.

Die Zeichen der Reife: So erkennen Sie, dass Ihr Knoblauch bereit ist

Die Natur ist ein weiser Ratgeber, und auch der Knoblauch zeigt deutlich, wann er bereit ist, aus der Erde geholt zu werden. Das wichtigste und am häufigsten genannte Zeichen ist das Vergilben und Welken der Blätter. Wenn die meisten oder alle Blätter der Knoblauchpflanze beginnen, von einem lebendigen Grün zu einem gelblichen Ton überzugehen und sich allmählich nach unten zu neigen, ist das ein starkes Indiz für die bevorstehende Ernte. Idealerweise sollten noch ein bis zwei der unteren Blätter grün sein, während die oberen bereits welken. Dies signalisiert, dass die Pflanze ihre Energie voll in die Ausbildung der Knolle gesteckt hat und die oberirdischen Teile beginnen abzusterben.

Das Ende des Schafts beobachten

Ein weiteres wichtiges Indiz, das oft übersehen wird, ist der Zustand des Schafts, insbesondere bei Sommerknoblauchsorten, die eine Blütenspirale (den sogenannten 'Schaft') bilden. Bei diesen Sorten beginnt der Schaft oft, sich zu krümmen und zu trocknen. Wenn dieser Schaft beginnt, bräunlich und papierartig zu werden, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Knolle voll ausgereift ist. Bei Winterknoblauch, der keinen solchen Schaft bildet, ist das Welken der Blätter das primäre Signal. Die Unterscheidung zwischen Sommer- und Winterknoblauch ist daher für die genaue Bestimmung des Erntezeitpunkts entscheidend.

Sie können auch vorsichtig eine Knolle aus der Erde lockern, um den Reifegrad zu überprüfen. Graben Sie mit einer kleinen Schaufel oder einem Spaten vorsichtig um eine Pflanze herum und heben Sie die Erde leicht an, um den Umfang und die Festigkeit der Knolle zu beurteilen. Eine reife Knoblauchknolle fühlt sich fest an, und die Hülle, die die einzelnen Zehen umgibt, sollte beginnen, etwas trockener und papierartiger zu werden. Es ist wichtig, nicht zu viele Knollen vorzeitig zu prüfen, um die Pflanzen nicht unnötig zu stören.

Achten Sie auf die Anzahl der Blätterscheiden, die noch straff und grün sind. Wenn nur noch ein oder zwei unterste Blätter welken und die restlichen Blätter noch halbwegs grün sind, ist dies oft der optimale Zeitpunkt für die Ernte, um die beste Lagerfähigkeit zu gewährleisten.

Knoblauch pflanzen und ernten: Der Zyklus im Überblick

Das Verständnis des gesamten Lebenszyklus des Knoblauchs, vom Pflanzen bis zur Ernte, hilft enorm bei der Vorhersage des optimalen Erntezeitpunkts. Knoblauch ist nicht gleich Knoblauch; es gibt im Wesentlichen zwei Haupttypen: Winterknoblauch und Sommerknoblauch, die sich in ihrer Pflanz- und Erntezeit unterscheiden.

Winterknoblauch: Herbstpflanzung für Sommerernte

Winterknoblauch, oft auch als Hardneck-Knoblauch bekannt, wird traditionell im Herbst gepflanzt, idealerweise im September oder Oktober, bevor der Boden gefriert. Diese Sorten benötigen eine Kälteperiode (Vernalisation), um richtig auszutreiben und große Knollen zu bilden. Sie entwickeln im Frühsommer oft einen Blütenstand, den sogenannten Schaft, der für eine bessere Knollenbildung entfernt werden sollte. Die Erntezeit für Winterknoblauch liegt typischerweise im späten Frühsommer, also im Juni oder Juli. Das Welken der unteren Blätter ist hier das Hauptsignal, oft begleitet von einem trocknenden Schaft.

Sommerknoblauch: Frühjahrs- oder Herbstpflanzung für spätere Ernte

Sommerknoblauch, auch Softneck-Knoblauch genannt, kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gepflanzt werden. Wenn er im Frühjahr gesetzt wird, ist die Ernte später im Sommer angesagt, oft im August. Wenn er im Herbst gepflanzt wird, verhält er sich ähnlich wie Winterknoblauch, reift aber tendenziell etwas später. Sommerknoblauch bildet keinen Blütenstand und seine Blätter welken ebenfalls, wenn die Knolle voll ausgereift ist. Die Ernte für im Frühjahr gepflanzten Sommerknoblauch ist daher im späten Sommer bis Frühherbst zu erwarten.

Die spezifische Sorte spielt eine große Rolle. Manche Sorten sind früher reif als andere. Wer sichergehen möchte, wann genau sein Knoblauch geerntet werden kann, sollte sich über die typischen Reifezeiten der von ihm angebauten Sorte informieren. Dies ist besonders wichtig, wenn man zum ersten Mal eine neue Sorte anbaut. Die Pflege während der Wachstumsperiode, wie ausreichende Bewässerung und Düngung, beeinflusst ebenfalls das Wachstum und die Reife.

Untersuchen Sie vor der Ernte das Laub sorgfältig. Das Stadium des Welkens und Vergilbens des Laubes ist der verlässlichste Indikator für den optimalen Erntezeitpunkt, da es direkt mit der Nährstoffversorgung der Knolle korreliert.

Die Erntezeit richtig bestimmen: Von Frühling bis Spätsommer

Der Jahreszeit entsprechend variiert die Knoblaufernte stark. Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, beginnt im Garten die Zeit, den Knoblauch genauer in Augenschein zu nehmen. Die ersten Anzeichen der Reife sind subtil, aber mit etwas Übung gut erkennbar. Es ist ein ständiges Abwägen zwischen dem Wunsch nach schneller Ernte und der Geduld, die für maximale Qualität und Lagerfähigkeit notwendig ist.

Frühzeitige Signale im Frühsommer

Bereits im späten Frühling, wenn die Knoblauchpflanzen ihre volle Größe erreicht haben und kräftig grün sind, kann man beginnen, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Das Vergilben der untersten Blätter ist oft das erste deutliche Zeichen, dass die Pflanze beginnt, ihre Energie aus den Blättern abzuziehen und in die Knolle zu leiten. Dies kann je nach Sorte und Witterung bereits im Juni der Fall sein. Bei Sommerknoblauch, der im Frühjahr gepflanzt wurde, ist das Welken der Blätter tendenziell später zu beobachten als bei Winterknoblauch, der im Herbst gepflanzt wurde.

Die Hauptsaison der Ernte

Der Höhepunkt der Knoblaufernte findet in den meisten Regionen Europas im Juli und August statt. Dies ist die Zeit, in der die meisten im Herbst gepflanzten Winterknoblauchsorten reif sind. Wenn der größte Teil der Blätter verwelkt ist und die obersten Schichten der Erdoberfläche trocken und rissig werden, ist dies ein klares Zeichen. Die oberirdische Stängelstruktur der Pflanzen beginnt ebenfalls zu welken und ihre Farbe zu ändern, was darauf hindeutet, dass die Pflanze ihren Lebenszyklus abschließt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass eine zu späte Ernte die Qualität beeinträchtigen kann. Wenn die Knollen zu lange in der feuchten Erde bleiben, steigt das Risiko von Fäulnis oder dass sie zu keimen beginnen. Keimender Knoblauch ist zwar noch essbar, aber sein Geschmack verändert sich und die Lagerfähigkeit nimmt ab. Daher ist es besser, im Zweifelsfall etwas früher zu ernten, als zu spät.

Eine sorgfältige Beobachtung des gesamten Pflanzenbestands ist entscheidend. Nicht jede Pflanze reift exakt gleichzeitig; oft gibt es Unterschiede von einigen Tagen. Konzentrieren Sie sich auf den Zustand der Mehrheit der Pflanzen, um den besten Erntezeitpunkt für den gesamten Bestand zu bestimmen.

Knoblauch ernten: Die richtige Methode für optimale Ergebnisse

Die Art und Weise, wie Sie Ihren Knoblauch ernten, beeinflusst nicht nur die sofortige Verfügbarkeit, sondern auch, wie gut er sich lagern lässt und wie lange er seine Frische behält. Eine sorgfältige Ernte ist daher ebenso wichtig wie das richtige Timing.

Vorbereitung vor dem Ernten

Bevor Sie zur Tat schreiten, sollten Sie das Wetter beobachten. Ein trockener Tag ist ideal für die Knoblauernte. Vermeiden Sie es, Knoblauch nach starkem Regen zu ernten, da die Knollen dann zu feucht sind und schlechter trocknen, was die Lagerfähigkeit stark beeinträchtigt. Wenn der Boden sehr hart ist, kann es hilfreich sein, die Erde um die Knoblauchpflanzen herum leicht zu wässern, aber nur ein paar Tage vor der Ernte, und sicherzustellen, dass sie wieder abtrocknet.

Das vorsichtige Herausziehen

Ziehen Sie den Knoblauch nicht einfach am Grün heraus. Dies kann dazu führen, dass das Grün reißt und die äußere Hülle der Knolle beschädigt wird, was die Lagerung erschwert. Verwenden Sie stattdessen eine kleine Grabegabel oder eine Gartenschaufel, um die Erde um die Knoblauchpflanze vorsichtig aufzulockern. Stecken Sie die Schaufel oder Gabel tief genug in die Erde, um die Knolle nicht zu beschädigen, und hebeln Sie dann vorsichtig nach oben, um die Knolle samt Wurzeln aus dem Boden zu lösen. Halten Sie das Laub dabei möglichst intakt.

Nach der Ernte: Das Trocknen (Aushärten)

Das Aushärten, oder Trocknen, ist der entscheidende Schritt nach der Ernte. Legen Sie den geernteten Knoblauch an einem gut belüfteten, trockenen und schattigen Ort aus. Ein Dachboden, eine Scheune oder eine überdachte Veranda eignen sich gut. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, da diese die Knollen beschädigen kann. Die Knoblauchzehen sollten Sie nicht voneinander trennen und die Hülle intakt lassen.

Verteilen Sie den Knoblauch auf Gitterrosten, Netzen oder hängen Sie ihn in Bündeln auf. Die Blätter und Wurzeln sollten noch dran bleiben, um die Luftzirkulation zu fördern und den Austrocknungsprozess zu unterstützen. Die Trocknungszeit kann zwischen einer und vier Wochen dauern, je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die Knoblauchzehen sind trocken, wenn die Hülle papierartig und brüchig geworden ist, die Wurzeln trocken und steif sind und sich die Zehen fest anfühlen.

Entfernen Sie überschüssige Erde vorsichtig mit den Fingern oder einer weichen Bürste, aber waschen Sie den Knoblauch nicht. Waschen unterstreicht die Trocknungszeit erheblich und erhöht das Risiko von Fäulnis während des Aushärtens.

Nach dem Aushärten ist der Knoblauch bereit für die Lagerung. Schneiden Sie die Wurzeln kurz ab und lassen Sie etwa 2-3 cm vom Stiel übrig. Lagern Sie ihn an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort.

Knoblauch schneiden und verarbeiten: Was tun mit dem Grün und den Stängeln?

Wenn der Knoblauch geerntet wird, hinterlässt er nicht nur die begehrte Knolle, sondern auch eine Menge Grün, das für manche Gärtner eine Frage darstellt. Was macht man mit dem Laub und dem Stiel des Knoblauchs nach der Ernte? Die Antwort hängt davon ab, ob Sie den Knoblauch zur Lagerung bestimmt haben oder ihn frisch verarbeiten möchten.

Der Umgang mit dem Laub vor der Lagerung

Wie bereits erwähnt, ist es für die Lagerung des Knoblauchs ratsam, das Laub und die Wurzeln nach der Ernte zunächst nicht komplett zu entfernen. Das Grün hilft beim Trocknen und Aushärten des Knoblauchs. Nachdem der Knoblauch vollständig ausgetrocknet ist, kann das obere Drittel des getrockneten Stiels abgeschnitten werden. Die Wurzeln werden ebenfalls eingekürzt. Das bedeutet aber nicht, dass das abgeschnittene Grün komplett nutzlos ist. Es kann getrocknet und wie getrocknete Kräuter verwendet werden, hat aber einen milderen Geschmack.

Frisch verarbeitetes Knoblauchgrün

Das junge, frische Knoblauchgrün, das Sie während des Wachstums schneiden können (ein Prozess, der auch als Knoblauch schneiden bezeichnet wird und die Pflanze sogar anregen kann, besser zu wachsen), ist eine Delikatesse für sich. Es ist milder als die Knolle und kann wie Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln verwendet werden. Hacken Sie es fein und streuen Sie es über Salate, Suppen oder verwenden Sie es in Dips und Saucen. Es verleiht Gerichten eine subtile Knoblauchnote ohne die Intensität der Zehen.

Wenn Sie den Knoblauch ernten und die Knollen noch sehr feucht sind, aber Sie diese schnell verarbeiten möchten, können Sie das Grün zuerst in feine Ringe schneiden und es wie Schnittlauch verwenden. Die Knollen selbst müssen dann aber trotzdem gut nachtrocknen, bevor sie gelagert werden können.

Eine clevere Methode zur Nutzung des Grüns nach der Ernte ist das Hacken und Einfrieren. Schneiden Sie das getrocknete Grün in kleine Stücke und füllen Sie es in Eiswürfelformen, bedecken Sie es mit etwas Wasser oder Öl und frieren Sie es ein. So haben Sie jederzeit portioniertes Knoblauch-Grün für Ihre Küche zur Hand.

Der Schaft: Eine besondere Delikatesse

Bei Sommerknoblauchsorten, die den Blütenstand, also den Schaft, ausbilden, ist dieser eine eigene kulinarische Köstlichkeit. Wenn Sie den Schaft vor der vollständigen Reife der Knolle entfernen (was der Knollenbildung zugutekommt), können Sie ihn wie Spargel verwenden. Er ist zart und hat ein feines Knoblaucharoma. Er kann gebraten, gedünstet oder in Aufläufen verwendet werden. Achten Sie darauf, diesen Schaft zu entfernen, bevor er holzig wird, also idealerweise, wenn er sich zu krümmen beginnt.

Kann man Knoblauch noch essen, wenn er keimt?

Eine häufig gestellte Frage unter Hobbygärtnern und Kochanfängern betrifft den Zustand von Knoblauch, der beginnt, auszutreiben. Wenn eine Knoblauchzehe oder eine ganze Knolle beginnt, einen grünen Keim auszubilden, ist das ein Zeichen dafür, dass die Pflanze versucht, neuen Lebenszyklus zu beginnen. Dieses Phänomen tritt oft auf, wenn der Knoblauch falsch gelagert wird, beispielsweise an zu warmen oder zu feuchten Orten, oder wenn er über den idealen Erntezeitpunkt hinaus in der Erde verblieben ist.

Der Keimprozess und seine Auswirkungen

Wenn Knoblauch keimt, beginnt die Knolle, ihre gespeicherte Energie zu nutzen, um das grüne Triebwachstum zu fördern. Dies hat zwei Haupteffekte auf die Knoblauchzehe: Erstens verändert sich der Geschmack. Der Keim und das umliegende Gewebe werden tendenziell bitterer und schärfer. Zweitens verringert sich die Lagerfähigkeit erheblich. Die Knolle verliert Feuchtigkeit, wird weicher und anfälliger für Verderb.

Ist gekeimter Knoblauch noch essbar?

Die kurze Antwort lautet: Ja, gekeimter Knoblauch ist in der Regel noch essbar, aber mit Einschränkungen. Der grüne Keim im Inneren der Zehe kann relativ leicht entfernt werden. Wenn Sie den Keim herausschneiden, können Sie den Rest der Knoblauchzehe weiterhin verwenden. Der verbleibende Teil der Knolle hat möglicherweise einen etwas schärferen und bittereren Geschmack als gewöhnlicher Knoblauch, aber er ist nicht giftig oder gesundheitsschädlich.

Der wichtigste Grund, warum Knoblauch keimt, ist oft die falsche Lagerung oder ein zu später Erntezeitpunkt. Wenn Ihre Knoblauchpflanzen im Beet zu lange in der Erde bleiben, nachdem das Laub verwelkt ist, beginnen sie oft, auszutreiben, was auf eine zu späte Ernte hindeutet.

Wenn Sie gekeimten Knoblauch verwenden möchten, schneiden Sie den grünen Keim aus jeder Zehe heraus. Achten Sie auch darauf, ob die Knolle selbst noch fest und nicht matschig ist. Wenn die gesamte Knolle weich geworden ist oder Anzeichen von Schimmel zeigt, sollten Sie sie entsorgen. Ansonsten können Sie den gekeimten Knoblauch kochen, braten oder anderweitig verarbeiten, wobei Sie den schärferen Geschmack in Ihren Rezepten berücksichtigen sollten.

Knoblauch vermehren: Anbau und Ernte im nächsten Jahr

Wenn Sie sich für den Anbau von Knoblauch entscheiden, haben Sie nicht nur für eine Saison frische Knollen, sondern legen auch den Grundstein für zukünftige Ernten. Knoblauch lässt sich auf verschiedene Weisen vermehren, wobei die traditionelle Methode die Verwendung von Zehen aus der letzten Ernte ist. Das Verständnis dieses Kreislaufs ist essenziell, wenn Sie Ihren Knoblauch anbauen und ernten und sich fragen, wie es im nächsten Jahr weitergeht.

Die Vermehrung durch Zehen

Die gängigste und einfachste Methode zur Vermehrung von Knoblauch ist die pflanzung von einzelnen Zehen. Wählen Sie für die Pflanzung im Herbst oder Frühjahr die größten und gesündesten Knoblauchzehen aus Ihrer letzten Ernte aus. Achten Sie darauf, dass diese Zehen nicht gekeimt haben und gut ausgetrocknet sind. Jede Zehe wird zu einer neuen Knoblauchpflanze heranwachsen. Der Prozess ist denkbar einfach: Sie pflanzen die Zehe mit der Spitze nach oben in die Erde, etwa 5-10 cm tief, je nach Bodengröße und Jahreszeit.

Der Zyklus von Pflanzung und Ernte wiederholt sich

Wenn Sie im Herbst pflanzen, entwickeln sich die Zehen über den Winter und beginnen im Frühjahr kräftig zu wachsen. Die Ernte erfolgt dann im folgenden Sommer, wie oben beschrieben. Wenn Sie im Frühjahr pflanzen, sind die Pflanzen möglicherweise etwas kleiner und die Ernte erfolgt tendenziell später im Sommer. Der Zyklus wiederholt sich: Sie ernten, wählen die besten Knollen zur Lagerung aus und reservieren die schönsten für die erneute Pflanzung im nächsten Herbst oder Frühjahr.

Knoblauch aus Samen (Brutknollen)

Eine weniger verbreitete, aber interessante Methode ist die Vermehrung aus Brutknollen. Manche Knoblauchsorten, insbesondere die Sommerknoblauch-Varianten, bilden im Blütenstand kleine Brutzwiebeln, auch bekannt als Bulbillen oder Brutknollen. Diese können Sie sammeln, trocknen und wie normale Zehen pflanzen. Der Nachteil ist, dass es mehrere Jahre dauern kann, bis aus einer Brutknolle eine vollwertige, große Knoblauchknolle gewachsen ist. Diese Methode wird daher eher von Liebhabern und Züchtern genutzt, die spezifische Sorten erhalten oder vermehren möchten.

Die Auswahl der richtigen Sorte und des optimalen Pflanzzeitpunkts sind entscheidend für den Erfolg Ihrer nächsten Knoblaufernte. Informieren Sie sich über die regionalen Gegebenheiten und die Eigenschaften Ihrer gewählten Knoblauchsorte.

Das bedeutet, dass das Wissen darüber, wann wird Knoblauch geerntet, nicht nur die gegenwärtige Ernte betrifft, sondern auch die Planung für die nächste Anbausaison. Aus den besten Pflanzen Ihrer aktuellen Ernte können Sie die Saat für die Zukunft ziehen, um Ihren eigenen Vorrat kontinuierlich zu sichern und zu verbessern.

Lagerung des geernteten Knoblauchs: So bleibt er lange frisch

Nachdem Sie Ihren Knoblauch erfolgreich geerntet und richtig ausgehärtet haben, ist der nächste kritische Schritt die fachgerechte Lagerung. Eine gute Lagerung sorgt dafür, dass der Knoblauch seine Aromen und seine Festigkeit über Monate hinweg behält, was ihn zu einem dauerhaften Bestandteil Ihrer Küche macht. Falsche Lagerung kann jedoch dazu führen, dass er schnell verdirbt, austreibt oder schimmelt.

Die optimalen Bedingungen für die Lagerung

Der Schlüssel zur langen Haltbarkeit von Knoblauch liegt in der Kombination aus niedriger Temperatur, geringer Luftfeuchtigkeit und Dunkelheit. Ideale Bedingungen sind Temperaturen zwischen 10°C und 18°C. Vermeiden Sie extreme Hitze, da diese den Knoblauch zum Austreiben oder Verderben bringen kann. Ein kühler, dunkler Keller oder eine Speisekammer sind daher oft die besten Orte. Die Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise unter 60% liegen, um Schimmelbildung zu verhindern.

Geeignete Behälter und Methoden

Vergessen Sie luftdichte Behälter. Knoblauch benötigt Luftzirkulation, um frisch zu bleiben. Bewahren Sie ihn am besten in Maschenbeuteln, Drahtkörben, offenen Kisten oder Papiertüten auf, in denen die Luft zirkulieren kann. Manche Menschen flechten den getrockneten Knoblauch auch zu Zöpfen, was eine dekorative und funktionale Lagerungsmethode darstellt, solange die Luft gut zirkulieren kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Trennung von bereits geöffneten oder beschädigten Knoblauchknollen. Verwenden Sie diese zuerst, da sie schneller verderben. Wenn Sie einzelne Zehen aus einer Knolle entfernen, sollten diese ebenfalls gut getrocknet und kühl gelagert werden. Gekeimte Zehen können, wie besprochen, verwendet werden, wenn der Keim entfernt wird, aber ihre Haltbarkeit ist dann stark reduziert.

Der richtige Zeitpunkt der Ernte und die sorgfältige Aushärtung sind die absoluten Grundlagen für eine gelungene Lagerung. Ohne diese ersten beiden Schritte kann auch die beste Lagerungsmethode den Knoblauch nicht retten.

Für die langfristige Lagerung sollten Sie nur die festesten, unbeschädigten und vollständig getrockneten Knoblauchknollen auswählen. Prüfen Sie die gelagerten Knoblauch regelmäßig auf Anzeichen von Verderb, Schimmel oder Austreiben und entfernen Sie alle betroffenen Knollen sofort, um eine Ausbreitung zu verhindern.