Warum Lavendel im Topf in der Wohnung ein Genuss ist
Lavendel im Topf in der Wohnung zu kultivieren, verwandelt Ihren Wohnraum in eine kleine mediterrane Oase. Der charakteristische Duft wirkt beruhigend und kann Stress reduzieren, während die violetten Blüten für eine visuelle Bereicherung sorgen. Viele Menschen verbinden Lavendel mit sonnenverwöhnten Landschaften und einem Gefühl der Entspannung. Es ist die Möglichkeit, diese Stimmung das ganze Jahr über einzufangen, die den Anbau von Lavendel drinnen so reizvoll macht. Anders als seine wild wachsenden Verwandten benötigt Lavendel im Topf zwar spezifische Aufmerksamkeit, doch die Belohnung – ein Hauch von Provence direkt auf dem Fensterbrett – ist es allemal wert.
Doch bevor Sie sich von süßen Düften und malerischen Vorstellungen verführen lassen, ist es wichtig zu verstehen, dass Zimmerlavendel anspruchsvoller sein kann als sein Pendant im Freien. Die Anpassung an die Bedingungen in einem geschlossenen Raum, der oft von Heizungsluft und weniger Licht geprägt ist, erfordert ein Umdenken in der Pflege. Sie müssen die Bedürfnisse der Pflanze erkennen und gezielt darauf eingehen, um ihr ein langes und gesundes Leben zu ermöglichen. Es geht darum, ein kleines Ökosystem zu schaffen, das dem natürlichen Lebensraum des Lavendels nahekommt, auch wenn dieser weit entfernt ist.
Die Entscheidung, Lavendel im Topf in der Wohnung zu halten, bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die über die reine Ästhetik hinausgehen. Der Duft ist nicht nur angenehm, sondern wird auch für seine entspannende und schlaffördernde Wirkung geschätzt. Getrocknete Lavendelblüten können in Duftsäckchen gefüllt und im Kleiderschrank oder Nachttisch platziert werden. Selbst die Pflege selbst kann eine meditative Wirkung haben und einen willkommenen Ausgleich zum oft hektischen Alltag bieten. Sie schaffen nicht nur eine schönere Umgebung, sondern fördern auch Ihr eigenes Wohlbefinden.
Die Wahl der richtigen Lavendelsorte ist dabei entscheidend. Nicht jede Art ist gleichermaßen für die Kultivierung im Innenbereich geeignet. Einige Sorten wie der Englische Lavendel (Lavandula angustifolia) oder der Lavendel 'Munstead' sind robuster und kommen besser mit den Bedingungen in der Wohnung zurecht. Diese Sorten sind oft kompakter und besser an das Leben im Topf angepasst. Achten Sie beim Kauf auf die Sortenbezeichnung, um sicherzustellen, dass Sie eine für die Innenraumnutzung geeignete Pflanze erwerben. Die anfängliche Auswahl legt den Grundstein für Ihren Erfolg.
Die Hauptvorteile von Lavendel im Topf in der Wohnung sind sein beruhigender Duft und die dekorativen Blüten.
Den richtigen Standort wählen: Licht ist entscheidend
Wenn Sie Lavendel im Topf in der Wohnung erfolgreich pflegen möchten, ist die Wahl des richtigen Standorts der absolut wichtigste Faktor. Lavendel ist eine Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und dort unter voller Sonne und auf kargen Böden wächst. Das bedeutet für Ihre Wohnung: Sie benötigt so viel Licht wie möglich. Ein Südfenster ist ideal, da es die meiste direkte Sonneneinstrahlung bietet, gefolgt von einem West- oder Ostfenster. Ein schattiger Platz wird den Lavendel schnell schwächen, zu dünnem Wuchs und fehlenden Blüten führen.
Achten Sie darauf, dass die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhält. Wenn Sie nicht über ausreichend natürliche Lichtquellen verfügen, können Sie über den Einsatz von Pflanzenlampen nachdenken. Diese speziellen Lampen simulieren das natürliche Sonnenlicht und können helfen, den Mangel an Tageslicht auszugleichen. Platzieren Sie die Lampe in der empfohlenen Entfernung zur Pflanze, um Verbrennungen zu vermeiden und eine optimale Lichtversorgung zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig in den dunkleren Monaten.
Die Luftzirkulation spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Lavendel mag keine stehende, feuchte Luft. Stellen Sie sicher, dass der Standort gut belüftet ist, aber vermeiden Sie Zugluft, insbesondere im Winter, da dies die Pflanze schädigen kann. Regelmäßiges Lüften des Raumes ist gut, aber direkte Zugluft auf die Pflanze sollte vermieden werden. Eine gute Luftbewegung hilft, Pilzkrankheiten vorzubeugen und sorgt für ein gesünderes Pflanzenklima.
Der Platz auf der Fensterbank ist oft begrenzt. Berücksichtigen Sie die endgültige Größe der Pflanze, wenn Sie den Topf auswählen und den Standort bestimmen. Manche Lavendelsorten können recht buschig werden. Achten Sie darauf, dass die Pflanze genügend Raum hat, sich zu entfalten, und dass sie nicht zu dicht an anderen Pflanzen oder Gegenständen steht. Eine gute Luftzirkulation um die gesamte Pflanze herum ist essenziell für ihre Gesundheit.
Stellen Sie Ihren Lavendel im Topf möglichst nah ans Fenster, um das Maximum an Sonnenlicht zu nutzen. Eine leichte Neigung des Topfes kann helfen, überschüssiges Wasser vom Stamm wegzuleiten, was Wurzelfäule vorbeugt.
Ein sonniges Südfenster ist der ideale Standort für Lavendel im Topf in der Wohnung.
Die richtige Erde und das Gießen: Weniger ist mehr
Die Erde, in der Ihr Lavendel im Topf in der Wohnung wächst, muss seinen natürlichen Bedürfnissen entsprechen. Lavendel liebt gut durchlässige Böden, die eher mager sind. Das bedeutet, dass ein schwerer, lehmiger oder stark mit Nährstoffen angereicherter Topferde nicht ideal ist. Verwenden Sie eine Mischung, die für Kräuter oder Kakteen geeignet ist, oder stellen Sie Ihre eigene Mischung aus normaler Blumenerde, Sand und etwas Perlite oder Blähton her. Das Ziel ist, dass Wasser schnell abfließen kann und keine Staunässe entsteht, die zu Wurzelfäule führen würde.
Die Drainage ist absolut entscheidend. Stellen Sie sicher, dass der Topf Löcher im Boden hat. Eine Schicht aus Kies oder Tonscherben auf dem Boden des Topfes kann die Drainage zusätzlich verbessern. Wenn Sie unsicher sind, ob die Erde zu feucht ist, warten Sie lieber einen Tag länger mit dem Gießen. Lavendel ist eine trockenheitstolerante Pflanze und verträgt es besser, wenn er einmal zu wenig Wasser bekommt, als wenn er ständig zu nass steht. Das ist ein Kernprinzip der Lavendel pflege im Topf.
Wie oft Sie gießen müssen, hängt stark von den Umgebungsbedingungen ab: von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Lichtmenge. Im Sommer, bei viel Licht und Wärme, benötigt die Pflanze mehr Wasser als im Winter, wenn sie in der Ruhephase ist. Prüfen Sie die Erde vor jedem Gießen: Stecken Sie Ihren Finger etwa zwei Zentimeter tief hinein. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen. Fühlt sie sich noch feucht an, warten Sie ab.
Gießen Sie am besten morgens, damit die Erde über den Tag abtrocknen kann. Vermeiden Sie es, die Blüten und Blätter direkt zu befeuchten, da dies die Entstehung von Pilzkrankheiten fördern kann. Gießen Sie stattdessen direkt auf die Erde im Topf. Wenn Sie hartes Wasser haben, kann es sinnvoll sein, ab und zu Regenwasser oder destilliertes Wasser zu verwenden, um Kalkablagerungen zu vermeiden, die die Erde und die Pflanze belasten könnten.
Häufigkeit des Gießens – Ein Richtwert
- Frühling/Sommer: Wenn die oberste Erdschicht trocken ist, oft alle 7-14 Tage, je nach Bedingungen.
- Herbst/Winter: Sehr sparsam gießen, nur wenn die Erde komplett durchgetrocknet ist, etwa alle 3-4 Wochen.
Verwenden Sie eine gut durchlässige Erde, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Düngen und Umtopfen: Nährstoffe und Platz für Wachstum
Lavendel ist keine hungrige Pflanze. Im Gegenteil, zu viel Dünger schadet ihm eher, da er dann mehr Blätter als Blüten produziert und anfälliger für Krankheiten wird. Wenn Sie eine gute Kräutererde oder eine spezielle Lavendelerde verwenden, die bereits Nährstoffe enthält, ist zusätzliches Düngen im ersten Jahr oft nicht notwendig. Für Lavendel im Topf in der Wohnung gilt generell: Weniger ist mehr.
Wenn Sie dennoch düngen möchten, tun Sie dies sparsam und nur während der Wachstumsperiode, die normalerweise von Frühling bis Spätsommer reicht. Verwenden Sie einen speziellen Kräuter- oder Rosendünger mit niedrigem Stickstoffgehalt. Flüssigdünger können im Verhältnis 1:2 zur empfohlenen Konzentration verdünnt und etwa alle vier bis sechs Wochen verabreicht werden. Vermeiden Sie Dünger, die reich an Stickstoff sind, da dieser das Längenwachstum fördert und die Blütenbildung hemmt.
Das richtige Timing für das Umtopfen ist ebenfalls wichtig für die Gesundheit Ihres Lavendels. Lavendel bevorzugt es, eher eng im Topf zu stehen, da dies die Blütenbildung fördern kann. Zu häufiges Umtopfen ist daher nicht nötig. Ein Zeichen dafür, dass es Zeit zum Umtopfen ist, sind stark verästelte Wurzeln, die unten aus dem Topf herauswachsen, oder wenn die Erde sehr schnell austrocknet, obwohl Sie regelmäßig gießen.
Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühjahr, bevor die neue Wachstumsperiode beginnt. Wählen Sie einen Topf, der nur eine Nummer größer ist als der vorherige. Achten Sie darauf, dass der neue Topf unbedingt gute Drainagelöcher hat. Beim Umtopfen können Sie auch gleich die Gelegenheit nutzen, die alte Erde vorsichtig zu entfernen und durch eine frische, gut durchlässige Mischung zu ersetzen. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um den Lavendel zurückzuschneiden, um seine Form zu erhalten und neues Wachstum anzuregen.
Die Wurzeln sollten den Topf fast ausfüllen, bevor Sie an ein Umtopfen denken.
Lavendel schneiden: Formgebung und Blütenförderung
Das Lavendel schneiden ist ein entscheidender Bestandteil der Pflege, um kompakte Pflanzen mit reicher Blüte zu erhalten, insbesondere wenn Sie Lavendel im Topf in der Wohnung kultivieren. Der Schnitt beeinflusst nicht nur die Form, sondern auch die Gesundheit und Langlebigkeit der Pflanze. Lavendel verholzt mit der Zeit, und ein regelmäßiger Schnitt verhindert, dass er unkontrolliert wächst und von innen verkahlt.
Es gibt im Wesentlichen zwei Hauptschnitte, die Sie durchführen können: den Frühjahrsschnitt und den Sommerschnitt. Der Lavendel schneiden frühjahr ist oft der kräftigere Schnitt. Er sollte nach den letzten Frösten erfolgen, meist im späten Frühjahr. Hierbei wird die Pflanze um etwa ein Drittel bis zur Hälfte zurückgeschnitten, wobei Sie darauf achten sollten, nur in das verholzte Material zu schneiden, wenn sich noch grüne Triebe daran befinden. Ziel ist es, die Pflanze zu kompaktieren und neues Wachstum von den Seitenknospen anzuregen.
Der Lavendel schneiden herbst ist eher ein leichter Pflegeschnitt. Nach der Hauptblüte im Sommer können Sie verblühte Blütenstände abschneiden. Dies regt oft eine Nachblüte an und verhindert, dass die Pflanze zu viel Energie in die Samenbildung steckt. Dieser Schnitt ist weniger drastisch und dient dazu, die Form zu erhalten und die Pflanze auf den Winter vorzubereiten. Achten Sie darauf, nicht zu tief in das verholzte Holz zu schneiden, da dies im Herbst die Frosthärte beeinträchtigen kann.
Ein weiterer wichtiger Schnitt ist der sogenannte Sommerschnitt oder auch Rückschnitt nach der Blüte. Wenn die Hauptblüte vorbei ist, können Sie die abgeblühten Blütenstände samt der obersten Blütenstiele etwa eine Handbreit über dem verholzten Teil abschneiden. Dies fördert die Bildung neuer Blütenknospen für eine zweite Blüte im Spätsommer oder frühen Herbst. Dieser Schnitt hilft auch, die Pflanze kompakt und buschig zu halten.
Für Lavendel im Topf in der Wohnung ist es besonders wichtig, dass der Schnitt regelmäßig und nicht zu spät im Jahr durchgeführt wird. Ein zu später Schnitt kann dazu führen, dass die Pflanze vor dem Winter nicht mehr gut verholzt und anfälliger für Frostschäden wird, selbst wenn sie drinnen steht. Achten Sie darauf, immer eine scharfe und saubere Gartenschere zu verwenden, um saubere Schnitte zu erzielen, die gut verheilen.
Schneiden Sie verblühte Blütenstände im Sommer ab, um eine Nachblüte anzuregen.
Krankheiten und Schädlinge bei Zimmerlavendel
Auch Lavendel im Topf in der Wohnung ist nicht gänzlich immun gegen Krankheiten und Schädlinge, obwohl die Kultivierung im Innenbereich einige typische Freilandprobleme vermeidet. Das häufigste Problem bei Lavendel im Topf ist die Wurzelfäule, die fast immer durch Überwässerung verursacht wird. Achten Sie darauf, dass die Erde gut abtrocknen kann und verwenden Sie nur gut drainierende Substrate. Wenn Sie Anzeichen von Wurzelfäule bemerken (welke Blätter trotz feuchter Erde, fauliger Geruch), ist oft nur noch eine Rettung durch radikales Zurückschneiden und Umtopfen in trockene Erde möglich.
Ein weiteres Problem kann Mehltau sein, eine Pilzkrankheit, die sich als weißer Belag auf den Blättern zeigt. Dies tritt oft bei schlechter Luftzirkulation und hoher Luftfeuchtigkeit auf. Sorgen Sie für gute Belüftung und vermeiden Sie es, die Blätter beim Gießen zu befeuchten. Befallene Blätter sollten umgehend entfernt und entsorgt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Bei starkem Befall können spezielle biologische Fungizide zum Einsatz kommen, die für den Hausgebrauch zugelassen sind.
Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben können ebenfalls auftreten, besonders wenn die Pflanzen geschwächt sind oder in der Nähe von anderen befallenen Pflanzen stehen. Blattläuse befallen oft junge Triebe und Blütenknospen. Sie können mit einem starken Wasserstrahl abgespült oder mit einer Lösung aus Wasser und Schmierseife behandelt werden. Spinnmilben bevorzugen trockene Luft und sind an feinen Gespinsten und kleinen Pünktchen auf den Blättern zu erkennen. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und das Abspülen der Pflanze können helfen.
Um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, ist eine ganzheitliche Pflege entscheidend. Stärken Sie Ihren Lavendel durch den richtigen Standort (viel Licht!), angepasstes Gießen, gute Belüftung und gelegentliches Düngen mit Bedacht. Eine gesunde Pflanze ist widerstandsfähiger gegen Befall. Überprüfen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Problemen, um frühzeitig eingreifen zu können. Dies ist der Schlüssel zur erfolgreichen Lavendel pflege im Topf.
Regelmäßige Kontrolle der Pflanze hilft, Befall frühzeitig zu erkennen.
Lavendel vermehren für mehr Duft im Haus
Wenn Sie von dem herrlichen Duft und der Schönheit Ihres Lavendels im Topf in der Wohnung begeistert sind, möchten Sie vielleicht mehr davon haben. Lavendel lässt sich gut vermehren, und die Vermehrung durch Stecklinge ist eine beliebte Methode, um neue Pflanzen zu ziehen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Lieblingssorte zu kopieren und sogar Freunde oder Familie mit neuen Lavendelpflanzen zu beschenken. Der Prozess ist zwar nicht immer hundertprozentig erfolgreich, aber mit Geduld und Sorgfalt gut machbar.
Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung durch Stecklinge ist im späten Frühjahr oder frühen Sommer, nach der Hauptblüte. Wählen Sie gesunde, nicht blühende Triebe, die etwa 10-15 cm lang sind. Schneiden Sie die Stecklinge mit einer scharfen Klinge schräg unterhalb eines Blattknotens ab. Entfernen Sie dann die unteren Blätter, sodass nur noch die oberen Blätter und die Triebspitze vorhanden sind. Dies verhindert, dass die unteren Blätter in der Erde verfaulen.
Um die Bewurzelung zu fördern, können Sie die Schnittfläche in Bewurzelungspulver tauchen. Dieses Pulver enthält Hormone, die das Wurzelwachstum anregen. Alternativ kann man es auch ohne versuchen, die Erfolgschancen sind aber besser mit. Stecken Sie die vorbereiteten Stecklinge dann in einen Topf mit einer Mischung aus Anzuchterde und Sand oder Perlite. Die Erde sollte leicht feucht, aber nicht nass sein. Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, warmen Ort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, die für die Wurzelbildung vorteilhaft ist, können Sie den Topf mit einer durchsichtigen Plastiktüte abdecken, die Sie mit kleinen Löchern versehen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Lüften Sie die Stecklinge regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren und die Pflanzen mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Die Bewurzelung kann mehrere Wochen dauern. Sobald Sie sehen, dass neue Blätter wachsen und die Stecklinge sich fest im Substrat anfühlen, haben sie Wurzeln gebildet.
Sobald die jungen Pflanzen gut bewurzelt sind und kräftig wachsen, können Sie sie in einzelne, kleinere Töpfe mit einer gut durchlässigen Kräutererde umtopfen. Behandeln Sie die jungen Pflanzen zunächst wie ausgewachsene Lavendel im Topf, aber seien Sie beim Gießen noch etwas vorsamer, bis sie sich etabliert haben. Die Vermehrung von Lavendel im Topf in der Wohnung ist eine lohnende Aufgabe, die Ihnen erlaubt, Ihre eigene Lavendelkollektion zu erweitern.
Ziehen Sie Stecklinge im späten Frühjahr oder frühen Sommer für beste Ergebnisse.
Lavendel trocknen: Duft für später bewahren
Eine der schönsten Anwendungen von Lavendel, der im Topf in der Wohnung wächst, ist das Lavendel trocknen. Die getrockneten Blüten behalten ihren herrlichen Duft und können vielseitig verwendet werden, von Duftsäckchen bis hin zu kulinarischen Zwecken. Der Prozess ist einfach und ermöglicht es Ihnen, die Ernte Ihrer Indoor-Gärtnerei über Monate hinweg zu genießen. Es ist eine traditionelle Methode, die den Duft des Sommers einfängt.
Der beste Zeitpunkt, um Lavendel zu ernten, ist kurz bevor die Blüten vollständig geöffnet sind, idealerweise an einem trockenen, sonnigen Tag. Schneiden Sie die Stiele in Büschel und binden Sie diese mit einem Gummiband oder Band zusammen. Hängen Sie die Büschel kopfüber an einem gut belüfteten, dunklen und trockenen Ort auf. Ein Dachboden, eine Speisekammer oder ein gut belüfteter Schrank sind dafür gut geeignet. Das dunkle Umfeld verhindert, dass die Blüten ihre Farbe verlieren.
Vermeiden Sie es, Lavendel in direktem Sonnenlicht zu trocknen, da dies dazu führen kann, dass die ätherischen Öle verfliegen und der Duft nachlässt. Auch zu feuchte Umgebungen sind ungünstig, da dies zu Schimmelbildung führen kann. Die Trocknungszeit variiert je nach Luftfeuchtigkeit und Größe der Büschel, dauert aber in der Regel ein bis zwei Wochen. Die Blüten sind trocken, wenn sie sich leicht zerbröseln lassen.
Nach dem Trocknen können Sie die Blüten von den Stielen streifen. Dies kann durch vorsichtiges Reiben der Blütenstände zwischen den Fingern geschehen. Die getrockneten Blüten können dann in luftdichten Behältern, Gläsern oder Stoffbeuteln aufbewahrt werden. Lagern Sie sie kühl und dunkel, um ihren Duft und ihre Farbe möglichst lange zu erhalten. Diese getrockneten Blüten sind perfekt für selbstgemachte Duftsäckchen, Kräuterkissen oder als Zutat in Tees und Gebäck.
Bewahren Sie getrockneten Lavendel in luftdichten Behältern an einem kühlen, dunklen Ort auf.
Häufige Fragen zum Lavendel im Topf in der Wohnung
Viele Gartenfreunde und Pflanzenliebhaber stellen sich Fragen, wenn sie Lavendel im Topf in der Wohnung kultivieren möchten. Hier finden Sie Antworten auf die gängigsten Anliegen, die Ihnen helfen, Ihren Lavendel gesund und blütenreich zu halten. Die Pflege im Innenbereich unterscheidet sich zwar leicht von der im Freien, aber mit dem richtigen Wissen ist es gut machbar.
Warum verliert mein Lavendel im Topf drinnen die Blätter? Dies geschieht meist durch zu viel Wasser und mangelnde Sonne. Überprüfen Sie Ihre Gießgewohnheiten und stellen Sie sicher, dass der Standort hell genug ist. Eine gute Drainage ist ebenfalls unerlässlich, um Wurzelfäule zu vermeiden, die zu Blattverlust führt.
Wann muss ich meinen Lavendel im Topf umtopfen? Sie sollten umtopfen, wenn die Wurzeln den Topf stark durchwachsen haben und unten herauswachsen oder wenn die Erde sehr schnell austrocknet. Dies geschieht meist alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr. Wählen Sie einen Topf, der nur eine Nummer größer ist.
Kann ich Lavendel auch auf dem Balkon in einem Topf halten? Ja, das ist sogar sehr gut möglich. Viele Lavendelsorten gedeihen auch im Kübel auf einem sonnigen Balkon prächtig. Achten Sie auch hier auf gute Drainage und Sonneneinstrahlung. Der Pflegeaufwand ist ähnlich wie bei der Indoor-Kultur, nur dass die Bedingungen oft natürlicher sind.
Braucht Lavendel im Topf spezielle Erde? Ja, Lavendel bevorzugt eine magere, gut durchlässige Erde. Eine Mischung aus Kräutererde oder Kakteenerde mit etwas Sand oder Perlite ist ideal. Normale Blumenerde ist oft zu nährstoffreich und speichert zu viel Feuchtigkeit.
Mein Lavendel blüht nicht im Topf, was kann ich tun? Ein Mangel an Licht ist die häufigste Ursache. Stellen Sie sicher, dass die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhält. Auch ein zu starker Rückschnitt im Herbst oder zu viel Stickstoffdünger können die Blüte hemmen.
Wie überwintere ich Lavendel im Topf in der Wohnung? Im Winter benötigt Lavendel eine Ruhephase mit weniger Wasser und kühleren Temperaturen, aber weiterhin viel Licht. Reduzieren Sie das Gießen drastisch und stellen Sie die Pflanze möglichst an einen hellen, kühlen Platz, idealerweise um die 10-15°C.
Was ist der Unterschied zwischen Lavandula angustifolia und Lavandula stoechas? Lavandula angustifolia (Englischer Lavendel) ist robuster und besser für das Leben im Topf und Innenbereich geeignet. Lavandula stoechas (Schopflavendel) hat auffälligere Blüten mit „Öhrchen“, ist aber empfindlicher gegenüber Kälte und Feuchtigkeit und daher schwieriger in der Wohnung zu halten.
