Warum Maulwürfe im Garten zum Problem werden können
Der Maulwurf ist ein faszinierendes Tier, dessen Lebensweise tief unter der Erde liegt. Doch seine unterirdische Tätigkeit, das Aufwerfen von Erdhügeln, kann für Gartenbesitzer eine echte Herausforderung darstellen. Diese Hügel ruinieren nicht nur das sorgfältig gepflegte Rasenbild oder die Beetgestaltung, sondern können auch Pflanzenwurzeln beeinträchtigen, wenn sie zu zahlreich auftreten. Obwohl Maulwürfe nützlich sind, da sie Schädlinge wie Engerlinge und Schnecken vertilgen und den Boden belüften, geraten sie schnell in Konflikt mit dem menschlichen Wunsch nach einem makellosen Garten. Die Frage, wie man mit diesen Tieren umgeht, führt oft zu der Überlegung, wie man sie fangen und umsiedeln kann, um den Schaden zu begrenzen.
Wenn Sie sich fragen, ob der Maulwurf ein Insektenfresser ist, lautet die Antwort ja. Seine Ernährung besteht hauptsächlich aus Regenwürmern, Insektenlarven und anderen Kleintieren, die er in seinem weitläufigen Tunnelsystem findet. Dies unterstreicht seine Rolle im ökologischen Gleichgewicht des Gartens. Manchmal werden Maulwurfshügel mit den kleineren, flacheren Hügeln von Wühlmäusen verwechselt, doch Maulwurfshügel sind typischerweise höher, haben einen Durchmesser von 20-60 cm und haben keinen zentralen Eingang, der von außen sichtbar ist. Wühlmäuse hingegen hinterlassen oft sichtbare Gänge und fressen Pflanzen an.
Die Entscheidung, einen Maulwurf zu fangen, entspringt meist dem Wunsch nach einer kontrollierten Lösung, die weder Tier noch Garten nachhaltig schädigt. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass Maulwürfe keine Schädlinge im herkömmlichen Sinne sind; sie sind geschützt und dürfen nicht getötet werden. Lebendfangmethoden sind daher die einzig rechtlich zulässige und ethisch vertretbare Option, um dem Problem Herr zu werden. Die Suche nach Methoden, die effektiv und dabei schonend sind, führt uns zu verschiedenen Ansätzen, unter denen der Fang mit einem Eimer eine interessante und oft angewandte Technik darstellt.
Die Rolle des Maulwurfs im Ökosystem
Der Maulwurf spielt eine wichtige, wenn auch oft unterschätzte, Rolle im Bodenökosystem. Als aktiver Gräber belüftet er den Boden, verbessert dessen Struktur und fördert die Drainage. Indem er Regenwürmer und Insektenlarven frisst, reguliert er deren Populationen. Diese Tätigkeiten sind für die Bodengesundheit und damit für das Pflanzenwachstum von Vorteil. Dennoch kann das Ausmaß seiner Grabungsaktivitäten, insbesondere die Entstehung zahlreicher Maulwurfshügel, für Hobbygärtner unerwünscht sein.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Maulwürfe blind sind. Sie haben zwar sehr kleine Augen, die oft von Fell bedeckt sind, und sind nicht auf scharfes Sehen angewiesen, aber sie können Licht und Dunkelheit unterscheiden. Ihr Lebensraum ist die Dunkelheit unter der Erde, wo ihre anderen Sinne wie Geruch und Tastsinn dominieren. Diese Anpassungen helfen ihnen, ihre Beute in ihrem Labyrinth aus Gängen zu finden und sich in ihrer unterirdischen Welt zu orientieren. Für den Fang ist es jedoch irrelevant, wie gut sie sehen können; wichtig ist ihre Instinktbewegung.
Die Notwendigkeit einer tierfreundlichen Lösung.
Maulwurf fangen mit Eimer: Eine detaillierte Anleitung
Die Methode, einen Maulwurf mit einem Eimer zu fangen, basiert auf dem Prinzip, den natürlichen Tunnel eines Maulwurfs zu unterbrechen und das Tier in ein Behältnis zu leiten. Es ist eine Technik, die Geduld und etwas Fingerspitzengefühl erfordert, aber das Ziel verfolgt, den Maulwurf lebend zu überführen. Der Erfolg hängt stark von der richtigen Platzierung und Vorbereitung des Fanggeräts ab, um den Maulwurf nicht zu erschrecken oder zu verletzen. Das Wichtigste ist, die Aktivität des Maulwurfs zu verstehen, um seine Wege zu kreuzen.
Zuerst müssen Sie einen aktiven Maulwurfshügel identifizieren. Suchen Sie nach frischer Erde und erkunden Sie die Gänge. Oftmals können Sie durch leichtes Zusammendrücken eines Gangs testen, ob er noch genutzt wird. Wenn die Erde nach einem Tag wieder nach oben gedrückt wird, ist der Gang wahrscheinlich aktuell in Gebrauch. Anschließend wird ein kreisförmiger Bereich im Rasen oder auf dem Beet, der einen Haupttunnel zu durchkreuzen scheint, vorsichtig entfernt. Die Größe dieses Lochs muss so bemessen sein, dass der Eimer darin bündig mit der Erdoberfläche sitzt.
Nun kommt der Eimer ins Spiel. Er muss tief genug sein, um zu verhindern, dass der Maulwurf wieder herausklettern kann. Ein handelsüblicher 10-Liter-Kunststoffeimer eignet sich hierfür gut. Setzen Sie den Eimer so in das vorbereitete Loch ein, dass sein oberer Rand exakt mit der umgebenden Erdoberfläche abschließt. Achten Sie darauf, dass keine Lücken zwischen dem Eimer und der Erde entstehen, durch die der Maulwurf entkommen oder sich verletzen könnte. Die Erde, die Sie beim Ausheben des Lochs entnehmen, kann später zum Auskleiden und Tarnen des Fangbereichs verwendet werden.
Schritt-für-Schritt-Vorbereitung des Fangplatzes
- Lokalisieren Sie einen aktiven Maulwurftunnel.
- Heben Sie ein Loch aus, das exakt dem Durchmesser des Eimers entspricht.
- Positionieren Sie den Eimer so, dass er bündig mit der Erdoberfläche abschließt.
- Verdichten Sie die Erde um den Eimer, um Stabilität zu gewährleisten und Spalten zu vermeiden.
- Bedecken Sie den Bereich um den Eimer herum vorsichtig mit etwas Erde, um ihn zu tarnen und dem Maulwurf einen natürlichen Übergang zu bieten.
Ein entscheidender Tipp für das Maulwurf fangen mit Eimer ist, den Zugang zum Eimer so zu gestalten, dass der Maulwurf ihn nicht umgehen kann. Idealerweise sollte der Maulwurf von beiden Seiten in den Eimer laufen können, um die Wahrscheinlichkeit eines Fangs zu erhöhen. Dies kann durch das Anlegen kleiner Rampen aus Erde oder durch das Anpassen des umliegenden Geländes erreicht werden. Der Maulwurf sucht nach Wegen, seine unterirdische Route fortzusetzen, und der Eimer stellt ein Hindernis dar, das er zu überwinden versucht.
Die Feinheiten des Fangvorgangs und die Geduld des Gärtners
Sobald der Eimer fachgerecht im Maulwurftunnel platziert ist, beginnt die Phase des Wartens und Beobachtens. Der Erfolg hängt nun davon ab, wie schnell und in welcher Weise der Maulwurf auf die neue Situation reagiert. In der Regel durchqueren Maulwürfe ihre Gänge regelmäßig, um nach Nahrung zu suchen oder ihr Revier zu patrouillieren. Die Unterbrechung des Tunnels durch den Eimer soll ihn dazu verleiten, in das Gefäß zu fallen, wenn er versucht, den unterirdischen Weg fortzusetzen.
Es ist wichtig, den Fangplatz so unauffällig wie möglich zu gestalten. Vermeiden Sie es, den Bereich übermäßig zu betreten oder zu stören, da dies den Maulwurf abschrecken könnte. Ein geschicktes Abdecken des Lochs um den Eimer herum mit Laub, Grasschnitt oder einer dünnen Holzplatte kann helfen, den Bereich natürlicher wirken zu lassen und gleichzeitig ein versehentliches Hineinfallen von Nützlichem wie Regenwürmern zu verhindern, die als Köder dienen könnten. Der Maulwurf ist ein Insektenfresser, und das Fallen in ein leeres Gefäß ist oft ein Zeichen für eine unterbrochene Jagdroute.
Die Frage, wann der Maulwurf gefangen wurde, lässt sich oft durch ein leichtes Klappern oder ein Geräusch im Eimer erkennen, wenn Sie sich nähern. Es ist ratsam, den Fangplatz mindestens einmal täglich, besser zweimal – am Morgen und am späten Nachmittag –, zu kontrollieren. Dies gewährleistet, dass ein gefangenes Tier nicht unnötig lange im Eimer verweilt, was Stress oder gar Schaden verursachen könnte. Die Kontrolle sollte diskret erfolgen, um das Tier nicht zusätzlich zu beunruhigen.
Der richtige Zeitpunkt zur Kontrolle des Eimers
Idealerweise sollten Sie die Kontrolle so durchführen, dass Sie den Maulwurf nicht direkt sehen, sondern nur das Geräusch im Eimer wahrnehmen. Wenn Sie ein Geräusch hören, nähern Sie sich vorsichtig. Ist ein Maulwurf im Eimer, decken Sie den oberen Bereich des Eimers vorsichtig mit einer passenden Platte ab, um ihn im Dunkeln zu halten, während Sie ihn zum Umsiedlungsort transportieren. Dies minimiert den Stress für das Tier.
Das Thema Maulwurf entfernen wird oft mit der Frage nach der richtigen Vorgehensweise verbunden. Wenn Sie einen Maulwurf gefangen haben, ist der nächste Schritt die fachgerechte Umsiedlung. Wählen Sie einen geeigneten Ort, der weit genug von Ihrem Garten entfernt ist, idealerweise ein naturnahes Gelände wie eine Wiese oder ein Waldrand, wo der Maulwurf geeignete Lebensbedingungen vorfindet und nicht erneut als Störfaktor empfunden wird. Achten Sie darauf, dass der neue Standort über ausreichend Nahrung (Regenwürmer etc.) verfügt. Ein gut platzierter Eimer ist die halbe Miete.
Umsiedlung und Nachsorge: Was tun mit dem gefangenen Maulwurf?
Sobald Sie erfolgreich einen Maulwurf mit dem Eimer gefangen haben, ist der entscheidende Schritt die Umsiedlung. Das bloße Fangen ist nur die halbe Miete; das Tier muss an einen Ort gebracht werden, an dem es leben kann, ohne Probleme zu verursachen und wo es seine natürlichen Bedürfnisse erfüllen kann. Die Wahl des richtigen Ortes ist dabei von größter Bedeutung. Ein Ort mit lockerem Boden, feuchter Erde und einem guten Nahrungsangebot ist ideal. Wälder, naturbelassene Wiesen oder Uferbereiche eignen sich oft besser als dicht besiedelte Wohngebiete, um ein erneutes Auftreten des Problems zu vermeiden.
Wenn Sie den Maulwurf transportieren, halten Sie den Eimer möglichst ruhig und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Das Tier ist unter der Erde an Dunkelheit und Stabilität gewöhnt. Eine dunkle Umgebung im Eimer, vielleicht durch eine Abdeckung, beruhigt es zusätzlich. Wenn Sie am Umsiedlungsort angekommen sind, suchen Sie eine Stelle, an der bereits Maulwurfshügel sichtbar sind oder der Boden auf eine unterirdische Aktivität hindeutet. Dies zeigt, dass das Gebiet für Maulwürfe geeignet ist.
Um den Maulwurf freizulassen, nehmen Sie den Eimer und kippen Sie ihn vorsichtig an der gewählten Stelle in der Nähe eines Tunnels oder einer natürlichen Erdbewegung. Lassen Sie den Maulwurf von selbst herauskommen. Zwingen Sie ihn nicht, da er sich sonst bedroht fühlen könnte. Geben Sie ihm Zeit, seine neue Umgebung zu erkunden. Manchmal ist es hilfreich, wenn Sie den Eimer kurz offen stehen lassen, damit er selbstständig den Weg ins Freie findet.
Die Wahl des richtigen Umsiedlungsortes
Die Entscheidung für einen Umsiedlungsort sollte wohlüberlegt sein. Vermeiden Sie Orte, an denen der Maulwurf ebenfalls als störend empfunden werden könnte, wie zum Beispiel in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen, Sportplätzen oder Parks mit empfindlichen Rasenflächen. Ein naturnaher Lebensraum mit ausreichend Nahrung und einer lockeren Bodenbeschaffenheit ist ideal, um dem Tier eine neue, erfolgreiche Existenz zu ermöglichen. Der Waldrand oder eine abgelegene Wiese sind oft gute Adressen.
Nach der Umsiedlung sollten Sie Ihren eigenen Garten beobachten. Es kann einige Zeit dauern, bis sich die Bodenstruktur wieder beruhigt. Es ist auch möglich, dass andere Maulwürfe Ihr Gebiet als geeignet ansehen. Die Vermeidung von chemischen Mitteln und die Förderung eines gesunden Bodens können langfristig dazu beitragen, dass sich die Bodenorganismen im Gleichgewicht halten und die Anzahl der Maulwurfshügel reduziert wird. Eine sanfte Methode wie das Maulwurf fangen mit Eimer ist ein Schritt zu einem harmonischeren Garten.
Eine erfolgreiche Umsiedlung schützt Ihren Garten und das Tier.
Alternativen und ergänzende Methoden zur Maulwurfbekämpfung
Obwohl das Fangen mit einem Eimer eine direkte Methode ist, um einen Maulwurf zu entfernen, gibt es eine Reihe von ergänzenden und alternativen Ansätzen, die zur Vorbeugung oder zur weiteren Reduzierung von Maulwurfaktivitäten eingesetzt werden können. Oft ist eine Kombination verschiedener Methoden am wirkungsvollsten. Es ist wichtig zu betonen, dass Maulwürfe keine Wühlmäuse sind; die Methoden zur Bekämpfung von Wühlmäusen sind oft nicht auf Maulwürfe anwendbar, da sie unterschiedliche Lebensweisen und Ernährungsweisen haben. Während Wühlmäuse Pflanzenwurzeln fressen, ernähren sich Maulwürfe von Regenwürmern und Insekten.
Eine beliebte Methode zur Vertreibung ist die Verwendung von Ultraschallgeräten. Diese senden Töne aus, die für den Menschen nicht hörbar sind, aber angeblich Maulwürfe stören und sie dazu veranlassen, das Gebiet zu verlassen. Die Wirksamkeit dieser Geräte ist umstritten und wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, aber einige Gärtner berichten von positiven Erfahrungen. Eine andere Methode sind Duftstoffe. Pflanzen wie Christrosen, Kaiserkronen oder die Narzissenknolle werden manchmal als natürliche Abwehrmittel genannt. Auch Hausmittel wie Knoblauch, Essig oder Gülle werden diskutiert, deren Wirkung jedoch oft nur kurzfristig anhält oder stark von den Wetterbedingungen abhängt.
Eine bewährte Methode, die sich gut mit dem Lebendfang ergänzt, ist die Verbesserung der Bodenqualität. Ein gesunder, lebendiger Boden mit einem ausgewogenen Ökosystem zieht weniger Schädlinge an und bietet den Maulwürfen, die sich von diesen Schädlingen ernähren, eine vielfältigere Nahrungsquelle. Dies kann dazu führen, dass Maulwürfe weniger konzentriert in einem Bereich graben, da die Nahrung besser verteilt ist. Das Entfernen von Maulwurfshügeln ist zwar mühsam, aber essenziell, um das Erscheinungsbild des Gartens zu erhalten, solange die Tiere aktiv sind.
Natürliche Abwehrmittel und ihre Grenzen
Es gibt zahlreiche Pflanzen, die als Maulwurf abweisend gelten. Dazu gehören beispielsweise Christrosen, Kaiserkronen, Wunderblumen oder Narzissen. Der Gedanke dahinter ist, dass die Wurzeln oder die Pflanze selbst einen Geruch abgeben, den Maulwürfe nicht mögen. Man kann diese Pflanzen gezielt im Garten anpflanzen. Auch das Einbringen von stark riechenden Substanzen wie Gülle, Essig oder zerstoßenen Knoblauchzehen in die Maulwurfsgänge wird manchmal empfohlen. Diese Methoden sind jedoch oft nur temporär wirksam und erfordern regelmäßige Wiederholung.
Die Frage, ob man Maulwurf Gift selber machen kann, ist schnell mit einem klaren Nein zu beantworten. Erstens ist die Verwendung von Gift gegen Maulwürfe in vielen Regionen verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Zweitens sind selbstgemachte Gifte oft nicht nur unwirksam, sondern auch gefährlich für andere Tiere, Haustiere und sogar für den Menschen. Der Fokus sollte immer auf tierfreundlichen Methoden liegen, wie dem Lebendfang mit einem Eimer oder der Schaffung einer für Maulwürfe unattraktiven Umgebung durch andere Maßnahmen.
Eine Kombination aus Methoden ist oft am effektivsten.
Rechtliche Aspekte und Tierschutz beim Maulwurf-Fang
Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, um einen Maulwurf zu fangen, ist es essenziell, sich über die rechtliche Situation zu informieren. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern unterliegen Maulwürfe dem Naturschutz. Dies bedeutet, dass sie nicht getötet, verletzt oder ihren Lebensraum entzogen werden dürfen, es sei denn, es liegen besondere Genehmigungen vor. Das bedeutet auch, dass herkömmliche Schlagfallen oder giftige Substanzen tabu sind. Die einzige erlaubte Methode, wenn ein Maulwurf als störend empfunden wird, ist der Lebendfang mit anschließender Umsiedlung.
Das Ziel muss immer der Schutz des Tieres sein. Dies beinhaltet nicht nur die Wahl einer fangmethode, die keine Verletzungen verursacht, sondern auch die schnelle und artgerechte Umsiedlung. Ein gefangener Maulwurf darf nicht stunden- oder tagelang im Fanggerät verharren müssen. Die regelmäßige Kontrolle der Fallen, wie sie bei der Eimermethode empfohlen wird, ist daher nicht nur aus Effizienzgründen wichtig, sondern auch eine tierschutzrechtliche Notwendigkeit. Ist ein Tier gefangen, muss es zügig in eine geeignete Umgebung entlassen werden.
Die Unterscheidung zwischen Maulwurf und Wühlmaus ist auch aus rechtlicher Sicht relevant. Während Maulwürfe geschützt sind, können Wühlmäuse je nach lokaler Verordnung anders behandelt werden, da sie als Schädlinge gelten können, die Pflanzen vernichten. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie einen Maulwurf oder eine Wühlmaus haben, sollten Sie dies klären, bevor Sie Maßnahmen ergreifen. Ein Maulwurfshügel sieht anders aus als ein Wühlmausgang, und die Fraßspuren an Pflanzen sind ebenfalls charakteristisch. Die hier beschriebene Eimermethode ist spezifisch für Maulwürfe konzipiert.
Was der Gesetzgeber vorschreibt
Die meisten Tierschutzgesetze sehen vor, dass Tiere nicht unnötig leiden dürfen. Dies schließt den Einsatz von Fallen ein, die zu qualvollen Toden führen oder Verletzungen verursachen. Bei Maulwürfen bedeutet dies in der Praxis, dass nur Lebendfallen erlaubt sind, die regelmäßig kontrolliert werden müssen. Die Umsiedlung muss so erfolgen, dass das Tier eine realistische Chance hat, in der neuen Umgebung zu überleben. Das fangen und wieder freilassen am selben Ort, nur wenige Meter entfernt, ist meist nicht ausreichend und sollte vermieden werden.
Das Wohl des Tieres hat stets Priorität.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Bei der Anwendung der Eimermethode zum Fangen von Maulwürfen schleichen sich oft Fehler ein, die den Erfolg zunichtemachen oder das Tier gefährden. Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Vorbereitung des Fangplatzes. Wenn der Eimer nicht exakt bündig mit der Erdoberfläche abschließt, kann der Maulwurf leicht darüber klettern oder sich in den entstehenden Spalten verfangen und verletzen. Ein weiterer Fehler ist das Belassen von zu großen Lücken um den Eimer herum, die ebenfalls Fluchtwege oder Verstecke bieten.
Viele Gärtner machen auch den Fehler, den Fangplatz zu oft oder zu auffällig zu betreten. Maulwürfe sind sensible Tiere, die auf Erschütterungen und Geräusche reagieren. Ständiges Herumlaufen oder Lärmen in der Nähe des Fangbereichs kann dazu führen, dass der Maulwurf die Aktivität meidet oder sich in tiefere Gänge zurückzieht. Die Tarnung des Fangbereichs ist daher nicht zu unterschätzen, um dem Maulwurf ein Gefühl der Sicherheit zu geben, wenn er seinen Gang durchquert.
Ein kritischer Punkt ist auch die mangelnde oder zu seltene Kontrolle des Eimers. Wenn ein Maulwurf gefangen wird und stundenlang im Eimer verbleibt, setzt er enormem Stress aus. Dies ist nicht nur tierschutzrechtlich bedenklich, sondern kann auch dazu führen, dass das Tier erschöpft ist und sich schlechter an seinen neuen Lebensraum anpasst. Eine Kontrolle mindestens zweimal täglich ist daher unerlässlich. Auch die Wahl des Umsiedlungsortes ist entscheidend; ein ungeeigneter Ort verringert die Überlebenschancen des gefangenen Tieres erheblich.
Die wichtigsten Punkte zur Fehlervermeidung
- Sicherstellen, dass der Eimer bündig mit der Erdoberfläche abschließt.
- Alle Spalten und Lücken um den Eimer herum sorgfältig schließen.
- Den Fangbereich so unauffällig wie möglich gestalten und betreten.
- Den Eimer mindestens zweimal täglich zu angemessenen Zeiten kontrollieren.
- Einen geeigneten und lebensfähigen Umsiedlungsort wählen.
Die falsche Unterscheidung zwischen einem Maulwurf und einer Wühlmaus kann ebenfalls zu Fehlern führen. Wenn Sie beispielsweise versuchen, eine Wühlmaus mit dieser Eimermethode zu fangen, wird dies nicht funktionieren, da Wühlmäuse anders graben und sich verhalten. Die Entstehung von Maulwurfshügeln ist charakteristisch für Maulwürfe, während Wühlmäuse eher flache Gänge hinterlassen, die oft mit ihren Fraßspuren an Pflanzen einhergehen. Die richtige Identifizierung ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Bekämpfung oder Umsiedlung. Ein präzises Vorgehen sichert den Erfolg.
Fazit: Maulwurf fangen mit Eimer als tierfreundliche Option
Die Methode, einen Maulwurf mit einem Eimer zu fangen, stellt eine praktikable und vor allem tierfreundliche Lösung dar, um die Koexistenz zwischen Mensch und Natur im eigenen Garten zu gestalten. Sie erfordert zwar etwas Aufwand und Geduld, belohnt aber mit dem guten Gefühl, eine invasive Maßnahme vermieden zu haben und stattdessen dem Tier eine Chance auf ein neues Leben zu geben. Die korrekte Anwendung, die Beachtung von Tierschutzaspekten und die sorgfältige Umsiedlung sind dabei von zentraler Bedeutung.
Wer sich für diese Methode entscheidet, muss sich bewusst sein, dass Maulwürfe eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Ihre Tätigkeit belüftet den Boden und hilft, schädliche Insektenpopulationen zu kontrollieren. Der Wunsch nach einem perfekten Garten sollte daher nicht dazu führen, dass diese Nützlinge unnötig bekämpft werden. Das Maulwurf fangen mit Eimer ist eine Brücke, um die Bedürfnisse des Gärtners mit dem Schutz der Natur zu vereinbaren.
Letztlich ist es die Kombination aus Wissen über das Verhalten des Maulwurfs, einer sorgfältigen Umsetzung der Fangmethode und einem respektvollen Umgang mit der Natur, die den Erfolg ausmacht. Anstatt nach aggressiven Methoden zu suchen, bietet der Eimer eine Möglichkeit, aktiv und doch schonend einzugreifen, wenn die Maulwurfaktivität überhandnimmt. Informieren Sie sich, handeln Sie bedacht und tragen Sie so zu einem gesunden Gleichgewicht in Ihrem Garten bei.
