Die grundlegende Wahrheit: Maulwürfe sind Insektenfresser
Die Frage, ob der Maulwurf ein Insektenfresser ist, lässt sich eindeutig mit Ja beantworten. Der Maulwurf (Talpa europaea) zählt zu den Säugetieren, doch seine Ernährungsweise ist strikt auf wirbellose Kleintiere ausgerichtet, die er in seinem unterirdischen Lebensraum vorfindet. Hauptsächlich ernährt er sich von Regenwürmern, die er mit seinen kräftigen Vorderpfoten und seinem spitz zulaufenden Rüssel aufspürt und mit seinen scharfen Zähnen erfasst.
- Maulwürfe sind reine Insektenfresser.
- Regenwürmer bilden die Hauptnahrung.
- Sie jagen lebende Beute unter der Erde.
- Ihr Verdauungssystem ist auf tierische Kost spezialisiert.
Diese spezialisierte Kost ist entscheidend für das Überleben und die Aktivität des Maulwurfs. Ohne die ständige Verfügbarkeit seiner bevorzugten Beute wäre er in seinem natürlichen Umfeld stark beeinträchtigt. Seine gesamte Physiologie, von der Verdauung bis zu seinem Jagdverhalten, ist perfekt an diese Lebensweise angepasst. Es ist faszinierend zu beobachten, wie ein Tier, das selbst oft als Schädling auf Rasenflächen betrachtet wird, ein so essenzieller Bestandteil des Bodensökosystems ist, indem es Bodentiere reguliert.
Die Verwechslungsgefahr mit anderen Tieren, die ebenfalls im Boden leben, ist groß. Oft werden die typischen Maulwurfshügel mit den Gängen oder dem Treiben von Wühlmäusen in Verbindung gebracht. Doch während Wühlmäuse sich auch von pflanzlichem Material ernähren, bleibt der Maulwurf seiner insektenfressenden Natur treu. Diese klare Abgrenzung ist wichtig, wenn man sich mit dem Thema 'Maulwurf vertreiben' oder 'Maulwurf bekämpfen' beschäftigt, denn die Methoden, die gegen das eine Tier helfen, sind nicht zwangsläufig wirksam gegen das andere.
Warum ist der Maulwurf ein Insektenfresser? Die evolutionäre Anpassung
Die Entwicklung des Maulwurfs hin zu einem reinen Insektenfresser ist das Ergebnis einer langen evolutionären Reise, die ihn tief in die Erde geführt hat. Unter der Erde sind pflanzliche Nahrungsquellen rar und schwer zugänglich. Stattdessen bietet der Boden eine reiche Vielfalt an lebenden Organismen wie Regenwürmern, Käferlarven, Asseln und anderen Kleininsekten. Die Anpassung an diese Umweltbedingungen hat dazu geführt, dass der Maulwurf ein hochspezialisiertes Verdauungssystem entwickelt hat, das optimal auf die Verwertung tierischer Proteine und Fette ausgelegt ist. Pflanzliche Kost würde ihm kaum Energie liefern und könnte sogar Verdauungsprobleme verursachen.
Diese Anpassung erklärt auch, warum der Maulwurf oft als blind betrachtet wird. Seine Augen sind stark reduziert und oft von Fell bedeckt, da das Sehen in der Dunkelheit unter der Erde nur eine untergeordnete Rolle spielt. Stattdessen verlässt er sich auf seinen ausgezeichneten Geruchssinn und Tastsinn, um seine Beute aufzuspüren. Sein Schnauzenbereich ist mit empfindlichen Sinneshaaren ausgestattet, die ihm helfen, kleinste Erschütterungen und Bewegungen wahrzunehmen, selbst wenn diese nur wenige Millimeter unter der Oberfläche stattfinden.
Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Nahrungsaufnahme ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Da der Stoffwechsel des Maulwurfs recht hoch ist, muss er täglich erhebliche Mengen an Nahrung zu sich nehmen – oft bis zum Anderthalbfachen seines eigenen Körpergewichts. Dies erklärt, warum Maulwürfe ständig aktiv sind und ein ausgedehntes Tunnelsystem anlegen, um auch in den kältesten oder trockensten Perioden genügend Futterquellen zu erreichen. Ein Maulwurf, der nicht frisst, verhungert innerhalb weniger Tage. Dies verdeutlicht, wie stark sein Leben von der Verfügbarkeit von Insekten und Würmern abhängt.
Die unterirdische Welt ist ein Nährboden für den spezialisierten Jäger, und der Maulwurf hat sich perfekt in dieses Ökosystem eingefügt.
Die Jagdstrategie des Maulwurfs ist bemerkenswert. Er legt ein weit verzweigtes Netz aus Gängen an, die er regelmäßig patrouilliert. Entdeckt er einen Gang oder eine Bewegung im Erdreich, schlägt er blitzschnell zu. Seine kräftigen Vorderpranken, die eher an Schaufeln erinnern, ermöglichen ihm, sich schnell durch den Boden zu graben und seine Beute zu stellen. Diese Effizienz bei der Jagd ist entscheidend, um den hohen Energiebedarf zu decken, der mit seiner ständigen Aktivität und dem Graben verbunden ist.
Was frisst ein Maulwurf genau? Die Speisekarte des unterirdischen Jägers
Die Hauptkomponente der Ernährung eines Maulwurfs sind zweifellos Regenwürmer. Ihre weiche Konsistenz, ihr hoher Wasser- und Nährstoffgehalt machen sie zur idealen Beute. Ein einzelner Maulwurf kann pro Tag Hunderte von Regenwürmern verzehren, um seinen Energiebedarf zu decken. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Bodenstruktur, da Regenwürmer selbst wichtige Aufgaben bei der Belüftung und Durchmischung des Bodens übernehmen.
Neben Regenwürmern stehen auch andere wirbellose Bodentiere auf dem Speiseplan. Dazu gehören:
- Engerlinge (Larven von Käfern wie dem Maikäfer)
- Drahtwürmer (Larven von Schnellkäfern)
- Asseln
- Schnecken (oft als gelegentliche Ergänzung)
- Spinnen
- Tausendfüßler
Interessant ist die Fähigkeit des Maulwurfs, sich nicht nur von lebenden Tieren zu ernähren, sondern auch von toten, sofern sie frisch sind. Dies zeigt sich in der Praxis, wenn er Beute tötet, aber nicht sofort verzehrt. Maulwürfe können beispielsweise Regenwürmer mit einem Biss in das Vorderende paralysieren und sie dann in unterirdischen Vorratskammern lagern. Diese Fähigkeit, Nahrung zu konservieren, ist ein Zeichen für ihre fortschrittliche Anpassung an unregelmäßige Nahrungsverfügbarkeit, auch wenn sie primär auf frische Jagd setzen. Diese Vorratshaltung sichert ihnen auch in Zeiten, in denen die Jagd schwieriger ist, ein gewisses Maß an Sicherheit.
Die Menge der gefressenen Nahrung ist enorm. Ein aktiver Maulwurf kann bis zu 20 Kilogramm Regenwürmer pro Jahr verzehren. Diese hohe Futteraufnahme ist notwendig, um seinen hohen Energieverbrauch zu kompensieren. Die ständige Bewegung und das Graben von Gängen erfordern viel Kraft. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Maulwürfe auch in der Lage sind, ihre Beute über weite Strecken aufzuspüren, selbst wenn diese nur wenige Zentimeter tief im Erdreich verborgen ist. Ihre hochsensiblen Nasen und tasthaare spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Maulwurfsbeutel und Futtervorräte: Ein Blick in die Vorratskammer
Ein faszinierendes Phänomen im Zusammenhang mit der Ernährung des Maulwurfs ist seine Fähigkeit, Futtervorräte anzulegen. Maulwürfe sind dafür bekannt, unterirdische Vorratskammern zu schaffen, in denen sie eine beträchtliche Menge an erbeuteten Tieren lagern können. Diese Vorratskammern sind oft Teil ihres komplexen Tunnelsystems und dienen dazu, auch in Zeiten geringerer Jagderfolge oder bei schlechtem Wetter gut versorgt zu sein.
Das beliebteste und am häufigsten gelagerte Futter sind Regenwürmer. Der Maulwurf injiziert den Regenwürmern einen milden Giftstoff aus seinen Speicheldrüsen, der sie lähmt, aber nicht sofort tötet. Dies hat mehrere Vorteile: Die Würmer bleiben frisch und genießbar, ohne sich zu zersetzen, und sie können nicht entkommen. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Maulwurf die Regenwürmer oft an ihrem vorderen Ende anbeißt, was die Lähmung verstärkt und die Verdauung erleichtert. Auf diese Weise kann er einen großen Vorrat an lebenden, aber bewegungsunfähigen Regenwürmern anhäufen, die er dann nach Bedarf verzehren kann.
Diese Vorratsbildung ist ein entscheidender Überlebensmechanismus. Sie ermöglicht es dem Maulwurf, Perioden zu überstehen, in denen die Jagd erschwert ist, beispielsweise bei starkem Frost, der den Boden durchdringt, oder bei anhaltender Trockenheit. Die Größe der Vorräte kann beeindruckend sein; es wurden bereits Maulwurfsbeutel mit mehreren hundert Regenwürmern gefunden. Dies unterstreicht die Effizienz und den strategischen Ansatz des Maulwurfs bei der Sicherung seiner Nahrungsversorgung.
Die Fähigkeit, solche Mengen an Beute zu lagern und aufzubewahren, zeugt von einer hochentwickelten Instinkthandlung. Es ist nicht nur ein einfaches Sammeln, sondern ein gezieltes Konservieren. Wenn Sie einen Maulwurfshügel sehen, denken Sie daran, dass darunter ein hochorganisiertes System am Werk ist, das darauf ausgelegt ist, die ständige Versorgung mit den notwendigen Nährstoffen zu gewährleisten, die ein Insektenfresser wie der Maulwurf benötigt, um in seiner unterirdischen Welt zu überleben und zu gedeihen.
Sind Maulwürfe blind? Sensorik des Insektenfressers
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, dass Maulwürfe blind sind. Tatsächlich besitzen sie Augen, jedoch sind diese stark reduziert und meist von Fell bedeckt, was den Eindruck von Blindheit erweckt. In der dunklen, unterirdischen Welt, in der sich ein Maulwurf hauptsächlich aufhält, ist das Sehvermögen ohnehin von untergeordneter Bedeutung. Seine primären Sinne für die Jagd und Orientierung sind sein ausgeprägter Geruchssinn und sein Tastsinn.
Die kleinen Augen können Helligkeitsunterschiede wahrnehmen, was dem Maulwurf hilft, sich in seiner Umgebung zu orientieren und beispielsweise zwischen seinem weitläufigen Tunnelsystem und der Oberfläche zu unterscheiden. Sie sind jedoch nicht in der Lage, detaillierte Bilder zu erzeugen oder Farben zu erkennen. Diese Reduktion der Sehkraft ist eine klassische Anpassung an eine Lebensweise im Dunkeln. Viele Tiere, die sich primär unter der Erde aufhalten, wie beispielsweise bestimmte Schlangenarten oder auch die erwähnten Wühlmäuse, weisen ähnliche vestigiale Augenmerkmale auf.
Stattdessen verlässt sich der Maulwurf auf ein hochentwickeltes sensorisches System, das ihm hilft, seine Beute aufzuspüren und sich in seinem Revier zurechtzufinden. Seine Schnauze ist mit unzähligen feinen Sinneshaaren (Vibrissen) besetzt, die extrem empfindlich auf kleinste Erschütterungen und Luftbewegungen reagieren. Auch seine tastempfindliche Nase spielt eine große Rolle, um die Witterung von Regenwürmern und anderen Beutetieren aufzunehmen. Diese Sinne sind so fein abgestimmt, dass der Maulwurf selbst kleinste Bewegungen im Erdreich wahrnehmen kann, auch wenn diese sich Zentimeter unter der Oberfläche ereignen.
Nutzen Sie die natürlichen Barrieren und Abneigungen von Insekten und Regenwürmern, wenn Sie überlegen, wie Sie einen Maulwurf vertreiben könnten, anstatt auf chemische Mittel zurückzugreifen, die der Maulwurf als Insektenfresser nicht wahrnimmt.
Das Zusammenspiel dieser Sinne ermöglicht es dem Maulwurf, auch in völliger Dunkelheit sehr präzise zu jagen und sich sicher durch sein selbst gegrabenes Labyrinth zu bewegen. Wenn man also fragt, ob der Maulwurf ein Insektenfresser ist, sollte man auch bedenken, wie perfekt seine anderen Sinne darauf abgestimmt sind, diese Rolle auszufüllen. Seine reduzierte Sehkraft ist keine Schwäche, sondern eine gezielte Anpassung, die ihn zu einem meisterhaften Jäger unter der Erde macht.
Maulwurfshügel vs. Wühlmaushügel: Unterschiede und was sie fressen
Ein häufiges Ärgernis für Gartenbesitzer sind die charakteristischen Maulwurfshügel, die unregelmäßig über den Rasen oder in Beeten verteilt sind. Viele Menschen verwechseln diese Hügel mit denen von Wühlmäusen, was zu Verwirrung bei der Identifizierung und Bekämpfung führt. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Tiere, die diese Hügel produzieren, unterschiedliche Lebensweisen und Ernährungsweisen haben.
Der Maulwurfshügel: Zeichen eines Insektenfressers
Der typische Maulwurfshügel ist ein kegelförmiger Erdhaufen, der aus dem aufgeworfenen Erdmaterial besteht, das der Maulwurf beim Graben seiner Gänge aus dem Erdreich befördert. Maulwürfe sind Einzelgänger und ihre Gänge sind oft sehr tief und weitläufig. Wenn ein Maulwurf aktiv ist, arbeitet er sich durch den Boden und schiebt das überschüssige Material nach oben, wodurch diese charakteristischen Hügel entstehen. Der Boden ist locker und feinkrümelig, da er direkt aus den Gängen stammt, die der Maulwurf mit seinen Vorderpranken gräbt. Der Maulwurf selbst ist ein Insektenfresser, der sich hauptsächlich von Regenwürmern und anderen Bodentieren ernährt.
Der Wühlmaushügel: Zeichen eines Pflanzenfressers
Wühlmäuse hingegen produzieren eher flache, unregelmäßige Erdauswürfe, die oft mit einem seitlichen Eingang verbunden sind. Diese Hügel ähneln eher einem kleinen Wall oder einer Erdaufschüttung, aus der ein Loch herausragt. Die Gänge von Wühlmäusen verlaufen meist flacher unter der Oberfläche. Wühlmäuse sind Nagetiere und ihre Ernährung basiert hauptsächlich auf pflanzlichem Material. Sie fressen Wurzeln, Knollen, Zwiebeln, junge Bäume und Sträucher sowie Gräser und Kräuter. Ihre Aktivitäten können daher erhebliche Schäden in Gärten und an Pflanzen anrichten, während die Hügel des Maulwurfs, obwohl sie unschön sind, meist eine positive Auswirkung auf die Bodenbelüftung haben.
Unterschiede in der Ernährung und dem Verhalten
| Merkmal | Maulwurf | Wühlmaus |
|---|---|---|
| Ernährung | Insektenfresser (Regenwürmer, Larven etc.) | Pflanzenfresser (Wurzeln, Knollen, Gräser) |
| Hügelform | Kegelförmig, aufgeworfen | Flach, unregelmäßig, mit seitlichem Eingang |
| Gangsystem | Tief, weitläufig, regelmäßig patrouilliert | Flach, oberflächennah, oft in Rasenflächen |
| Verhalten | Einzelgänger, sehr aktiv | Sozialer, kann Kolonien bilden |
Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend, wenn man sich fragt, wie man Maulwürfe oder Wühlmäuse bekämpfen kann. Methoden, die darauf abzielen, Insektenfresser wie den Maulwurf zu vertreiben, sind oft nicht wirksam gegen Pflanzenfresser wie die Wühlmaus, und umgekehrt. Eine gezielte Vorgehensweise, basierend auf der korrekten Identifizierung des Tieres, ist daher unerlässlich, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Maulwurf Baby: Die Jungen des Insektenfressers
Die Fortpflanzung des Maulwurfs ist an seine Lebensweise als Insektenfresser gekoppelt und unterliegt ebenfalls den Bedingungen seines unterirdischen Lebensraums. Die Paarungszeit findet meist im Frühling statt, und nach einer Tragezeit von etwa vier Wochen bringt das Weibchen in einem speziell ausgepolsterten Nest einen Wurf von typischerweise drei bis sieben Jungen zur Welt. Diese Jungen werden als Maulwurf Babys bezeichnet und sind bei der Geburt nackt, blind und hilflos.
Das Nest, oft tief im Erdreich gelegen, ist mit trockenem Gras, Moos und Blättern ausgekleidet, um den Jungen Wärme und Schutz zu bieten. Die Mutter versorgt ihre Jungen intensiv mit Nahrung. Da der Maulwurf ein Insektenfresser ist, besteht seine Nahrung – und somit auch die Nahrung, die die Mutter für ihre Jungen sammelt – hauptsächlich aus Regenwürmern und anderen Kleintieren. Die jungen Maulwürfe werden von ihrer Mutter gesäugt und erhalten nach und nach immer mehr feste Nahrung, sobald sie anfangen, die Welt außerhalb des Nestes zu erkunden.
Die Entwicklung der jungen Maulwürfe ist relativ schnell. Nach etwa drei bis vier Wochen öffnen sie ihre Augen und beginnen, ihre Umgebung im Nest zu erkunden. Schon bald danach werden sie aktiv mit Futter versorgt und lernen von der Mutter, wie sie jagen und sich im Tunnelsystem bewegen. Nach etwa einem Monat verlassen die jungen Maulwürfe das Nest und suchen sich ihr eigenes Territorium, wo sie ihr eigenes Tunnelsystem graben und beginnen, ihre eigene Beute zu jagen. Die Überlebensrate der jungen Maulwürfe ist von der Verfügbarkeit von Nahrung und dem Fehlen von Fressfeinden abhängig.
Die Aufzucht der Jungen ist eine energieaufwendige Aufgabe für die Mutter. Sie muss weiterhin große Mengen an Insekten und Regenwürmern jagen, um sich selbst und ihren Nachwuchs zu versorgen. Dies unterstreicht erneut die Bedeutung der Ernährungsgrundlage des Maulwurfs – die ständige Verfügbarkeit von Bodentieren. Ohne diese, wäre die Fortpflanzung und das Überleben der Art stark gefährdet. Die Existenz der Maulwurf Babys ist somit ein direktes Ergebnis der erfolgreichen Jagd des erwachsenen Tieres auf seine insektenfressende Beute.
Umgang mit Maulwürfen: Vertreiben, Bekämpfen oder Akzeptieren?
Wenn Maulwürfe ihren Weg in den Garten finden, stehen Gärtner oft vor der Frage, wie sie mit ihnen umgehen sollen. Die Entscheidung, ob man einen Maulwurf vertreiben, bekämpfen oder einfach akzeptieren möchte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der persönlichen Einstellung, der Art des Gartens und der spezifischen Schäden, die der Maulwurf verursacht.
Warum ein Maulwurf nützlich sein kann
Obwohl die Maulwurfshügel störend sein können, hat der Maulwurf als Insektenfresser auch positive Effekte. Er dezimiert Schädlinge wie Engerlinge und Drahtwürmer, die Pflanzenwurzeln schädigen können. Zudem lockert und belüftet er den Boden durch seine Grabtätigkeit, was für die Bodenstruktur und das Pflanzenwachstum förderlich ist. Ein gesunder Boden profitiert von der Tätigkeit der Bodentiere, und der Maulwurf spielt hier eine wichtige Rolle.
Methoden zur Maulwurf Vertreibung
Wenn die Maulwurfshügel als zu störend empfunden werden, gibt es verschiedene Methoden, um den Maulwurf zu vertreiben, ohne ihm zu schaden. Viele dieser Methoden basieren auf der Annahme, dass Maulwürfe empfindlich auf bestimmte Geräusche oder Erschütterungen reagieren. Dazu gehören:
- Ultraschallgeräte: Diese senden Frequenzen aus, die für den Menschen meist nicht hörbar sind, aber den Maulwurf stören sollen.
- Windspiele oder flatternde Objekte: Die Vibrationen, die diese im Boden erzeugen, können den Maulwurf abschrecken.
- Pflanzen gegen Maulwürfe: Bestimmte Pflanzen wie Christrose, Kaiserkrone oder Rizinus sollen den Maulwurf fernhalten, wobei die Wirksamkeit oft umstritten ist.
- Geruchsstoffe: Hausmittel wie Knoblauchzehen, bestimmte ätherische Öle oder auch Hauskatzenhaare werden manchmal verwendet, um den Maulwurf zu vergrämen.
Es ist ratsam, verschiedene Methoden zu kombinieren und Geduld zu haben, da Maulwürfe sehr standorttreu sind. Wenn eine Methode nicht sofort wirkt, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie unwirksam ist, sondern dass der Maulwurf sich erst anpassen muss oder einfach ein sehr großes Territorium hat, das er regelmäßig durchkämmt.
Maulwurf Bekämpfen: Wann und wie?
Das Bekämpfen eines Maulwurfs im Sinne von Töten ist in vielen Regionen durch das Tierschutzgesetz geschützt und daher nicht erlaubt. Es gibt keine legale oder ethisch vertretbare Methode, einen Maulwurf gezielt zu töten, insbesondere nicht mit Mitteln wie Maulwurf gift, das oft gefährlich für andere Tiere und die Umwelt ist. Wenn ein Maulwurf dennoch als Bedrohung für die Gartensicherheit oder die Gesundheit von Haustieren angesehen wird, sollte man sich über lokale Bestimmungen informieren oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, die sich auf humane Umsiedlung spezialisiert hat.
Wenn Sie sich entscheiden, einen Maulwurf zu vertreiben, konzentrieren Sie sich auf Methoden, die seine Sinne reizen, anstatt auf Schaden. Ein Maulwurf ist ein nützliches Tier, das eine wichtige Rolle in Ihrem Garten spielt.
Letztendlich ist die Entscheidung, wie man mit Maulwürfen umgeht, eine persönliche. Wenn die Maulwurfshügel nicht stören, ist es am einfachsten und ökologisch sinnvollsten, das Tier zu akzeptieren und seine positiven Beiträge zum Garten zu schätzen. Wenn die Hügel jedoch ein echtes Problem darstellen, sind humane Vertreibungsmethoden der beste Weg, um ein friedliches Nebeneinander zu ermöglichen. Das Entfernen von Maulwurfshügeln ist oft einfacher als das Entfernen des Tieres selbst.
Zusammenfassung: Ist der Maulwurf ein Insektenfresser und was bedeutet das?
Nachdem wir die Ernährungsweise, die Anpassungen und das Verhalten des Maulwurfs beleuchtet haben, können wir die Kernfrage abschließend beantworten: Ja, der Maulwurf ist ein Insektenfresser. Diese Tatsache ist fundamental für das Verständnis seiner Rolle im Ökosystem und seines Verhaltens im heimischen Garten. Seine gesamte Existenz ist auf die Jagd und den Verzehr von wirbellosen Bodentieren, allen voran Regenwürmern, ausgerichtet.
Diese spezialisierte Ernährung hat tiefgreifende Auswirkungen auf seine Anatomie, seine Physiologie und seine Lebensweise. Von den kräftigen Grabwerkzeugen über die hochsensiblen Sinnesorgane bis hin zum energieintensiven Stoffwechsel ist alles darauf ausgelegt, ihn zu einem effektiven Jäger unter der Erde zu machen. Selbst seine Fortpflanzung und die Aufzucht seiner Jungen sind direkt an die Verfügbarkeit seiner bevorzugten Beute gekoppelt.
Die Unterscheidung zwischen Maulwurfshügeln und Wühlmaushügeln ist entscheidend, da die Tiere unterschiedliche Ernährungsweisen haben und unterschiedliche Auswirkungen auf den Garten haben. Ein Maulwurf als Insektenfresser ist in der Regel eher nützlich, indem er Schädlinge reduziert und den Boden lockert. Die Verwechslung mit der wühlenden Wühlmaus, einem Pflanzenfresser, kann zu falschen Bekämpfungsstrategien führen.
Wenn Sie sich entscheiden, mit Maulwürfen in Ihrem Garten umzugehen, ist es ratsam, humane Methoden zur Vertreibung in Betracht zu ziehen. Das Bekämpfen oder gar Vergiften ist nicht nur tierschutzrechtlich problematisch, sondern auch ökologisch unsinnig. Ein Maulwurf ist ein wertvoller Teil des Bodensökosystems. Die Akzeptanz seiner Anwesenheit, oder die Anwendung von sanften Vertreibungsmethoden, ist oft der beste Weg zu einem harmonischen Miteinander im Garten.
