Die Phase nach der Blüte: Ein entscheidender Moment für Ihre Orchidee

Die letzte Blüte Ihrer geliebten Orchidee ist verwelkt und fällt ab. Ein Anblick, der oft mit einer gewissen Melancholie verbunden ist, denn die prächtige Blütezeit ist vorüber. Doch gerade dieser Moment nach der Blüte ist entscheidend für das Wohlbefinden und die zukünftige Blütenpracht Ihrer Pflanze. Viele stellen sich nun die dringende Frage: "Orchideen verblüht was tun?". Die Antwort liegt in einer gezielten Pflege, die der Pflanze hilft, sich zu regenerieren und neue Energie für den nächsten Blühzyklus zu sammeln.

Die Periode nach der Blüte ist keineswegs eine Ruhephase im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine aktive Phase des Übergangs und der Vorbereitung. In dieser Zeit bildet die Orchidee neue Blätter, stärkt ihr Wurzelsystem und speichert Nährstoffe. Wie Sie nun vorgehen, beeinflusst maßgeblich, ob und wann die Pflanze erneut Knospen ansetzt. Es ist der Moment, um aus der Erfahrung der vergangenen Blüte zu lernen und Ihre Pflege entsprechend anzupassen, damit die nächste Blüte noch üppiger ausfallen kann. Richtiges Handeln jetzt legt den Grundstein für eine lange Lebensdauer und wiederkehrende Freude an Ihren exotischen Zimmergenossen.

Ein häufiger Irrtum ist, die Pflanze nach der Blüte zu vernachlässigen oder sie einfach so stehen zu lassen, bis sie Anzeichen von Schwäche zeigt. Doch gerade jetzt sind aufmerksame Beobachtung und gezielte Pflegemaßnahmen gefragt. Ob es darum geht, den Blütenstiel korrekt zu kürzen, die richtige Düngung zu wählen oder den richtigen Zeitpunkt für das Umtopfen zu erkennen – jeder Schritt hat seine Bedeutung.

Diese Phase ist ein Dialog mit Ihrer Pflanze. Sie zeigt Ihnen, was sie braucht, um sich zu erholen und neu zu kräftigen. Indem Sie diese Signale richtig deuten und entsprechend reagieren, fördern Sie nicht nur die nächste Blüte, sondern stärken die gesamte Vitalität Ihrer Orchidee.

Die Herausforderung besteht darin, die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Orchideenart zu erkennen und darauf einzugehen. Während einige Arten nach der Blüte eine klare Ruhephase benötigen, erwarten andere kontinuierliche Pflege, um die Kraft für neue Blüten zu entwickeln. Ein tiefgehendes Verständnis dieser Unterschiede ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn Ihre Orchideen verblüht sind und Sie wissen wollen, was zu tun ist.

Die Phase nach der Blüte ist entscheidend für die zukünftige Gesundheit und Blütenbildung Ihrer Orchidee. Richtiges Schneiden, Düngen und Beobachten sind essenziell für die Regeneration und den nächsten Blühzyklus.

Der Blütenstiel: Schneiden oder Lassen?

Wenn Ihre Orchidee ihre letzte Blüte verloren hat, steht oft die Entscheidung an, was mit dem abgeblühten Blütenstiel geschehen soll. Hier gibt es verschiedene Ansätze, die von der Orchideenart und Ihrem gewünschten Ergebnis abhängen. Das richtige Vorgehen beim Schneiden des Blütenstiels ist ein Kernstück der Frage: "Orchideen verblüht was tun?", um die Energie der Pflanze optimal zu lenken.

Den Blütenstiel komplett entfernen

Bei vielen gängigen Orchideenarten wie der Phalaenopsis (Schmetterlingsorchidee) ist es üblich und oft ratsam, den Blütenstiel nach vollständigem Verblühen abzuschneiden. Dies geschieht meist über dem dritten oder vierten "Auge" (Knospenansatz) vom Basisstiel aus. Dies regt die Pflanze dazu an, ihre Kraft in die Bildung neuer Blätter und Wurzeln zu investieren, anstatt Energie in einen nicht mehr tragfähigen Blütenstiel zu stecken. Ein sauberer Schnitt mit einem scharfen, desinfizierten Messer oder einer Schere verhindert Krankheitserreger und fördert eine zügige Heilung der Schnittstelle. Achten Sie darauf, nicht zu nah am Stamm zu schneiden, um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen.

Den Blütenstiel an der Basis belassen

In einigen Fällen, insbesondere bei bestimmten Dendrobium-Arten oder wenn Sie das Glück haben, dass sich an einem alten Stiel neue Knospen bilden, kann es vorteilhaft sein, den Blütenstiel nicht vollständig zu entfernen. Oft werden Sie feststellen, dass sich an bereits verblühten Stielen nach einiger Zeit neue, kleinere Blüten entwickeln oder sich sogar Kindel (Ableger) bilden. Wenn der Stiel noch grün und kräftig aussieht, aber die Blüten welk sind, können Sie abwarten. Beobachten Sie den Stiel: Färbt er sich gelblich oder braun und trocknet ein, ist dies ein klares Zeichen, dass seine Lebenszeit abgelaufen ist und er geschnitten werden sollte. Grünen Stielansätzen, die neue Knospen tragen, sollten Sie unbedingt eine Chance geben.

Wann sollten Sie Luftwurzeln bei Orchideen schneiden?

Luftwurzeln sind ein natürlicher Bestandteil vieler Orchideenarten. Sie dienen der Aufnahme von Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff. Grundsätzlich müssen Luftwurzeln nicht geschnitten werden, solange sie gesund aussehen und der Pflanze nicht im Weg sind. Wenn sie jedoch trocken, spröde oder gar verfault erscheinen, können sie vorsichtig entfernt werden. Dies ist jedoch seltener direkt mit dem Verblühen eines Blütenstiels verbunden, sondern eher ein generelles Pflegethema, das das Wurzelsystem betrifft. Schneiden Sie auch hier nur beschädigte oder tote Teile mit einem desinfizierten Werkzeug ab und lassen Sie gesunde Wurzeln intakt, da sie für die Wasser- und Nährstoffaufnahme unerlässlich sind.

Die Entscheidung, ob und wie Sie den Blütenstiel schneiden, beeinflusst direkt, ob Ihre Orchidee schnell wieder blüht oder sich erst einmal erholt. Ein zu frühes oder falsches Schneiden kann die Pflanze schwächen, während ein zu spätes Schneiden unnötig Energie bindet.

Das sorgfältige Beobachten der Pflanzenreaktion ist entscheidend für die richtige Entscheidung über das Schneiden des Blütenstiels.

Die richtige Düngung nach der Blüte: Energie für neues Wachstum

Nach der Blüte benötigt Ihre Orchidee andere Nährstoffe als während der Blütenbildung. Die Frage "Orchideen verblüht was tun?" schließt hier die optimale Versorgung mit ein, damit sie ihre Kräfte sammeln kann. Während der Blüte ist ein Dünger mit höherem Phosphoranteil sinnvoll, um die Blütenbildung zu fördern. Nach dem Verblühen verlagert sich der Fokus auf Blatt- und Wurzelwachstum, weshalb nun ein ausgewogener Dünger oder einer mit höherem Stickstoffanteil besser geeignet ist.

Spezialdünger für Orchideen nutzen

Verwenden Sie einen speziellen Orchideendünger. Diese sind in ihrer Zusammensetzung auf die Bedürfnisse dieser empfindlichen Pflanzen abgestimmt. Achten Sie auf die Nährstoffangaben auf der Verpackung. Idealerweise wählen Sie einen Dünger mit einem Verhältnis von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), das das Wachstum unterstützt, beispielsweise ein N-P-K-Verhältnis von 2-1-2 oder 3-1-3. Stickstoff fördert das Blattwachstum, Phosphor die Wurzelbildung und Kalium die allgemeine Widerstandsfähigkeit.

Düngehäufigkeit anpassen

In der Phase nach der Blüte ist es ratsam, die Düngung zu reduzieren. Statt wöchentlich zu düngen, können Sie nun alle zwei bis vier Wochen eine Gabe geben. Dies verhindert eine Überversorgung, die zu Wurzelschäden oder einer Überwucherung mit Salzen führen kann. Beginnen Sie mit einer stark verdünnten Lösung – oft reicht die Hälfte der empfohlenen Konzentration auf der Verpackung aus. Beobachten Sie Ihre Pflanze: Zeigen die Blätter einen gesunden, satten Grünton und die Wurzeln sind fest und weißlich-grün, ist die Düngung wahrscheinlich ausreichend.

Wann sollten Sie Dünger pausieren?

Es gibt Situationen, in denen die Düngung pausiert werden sollte. Wenn Ihre Orchidee gerade frisch umgetopft wurde, warten Sie mindestens vier bis sechs Wochen mit dem Düngen, da das frische Substrat oft bereits Nährstoffe enthält und die Wurzeln empfindlich sind. Auch während einer ausgeprägten Ruhephase bestimmter Orchideenarten oder wenn die Pflanze Anzeichen von Stress zeigt (z. B. gelbe Blätter, die nicht auf Nährstoffmangel hindeuten), ist eine Düngung kontraproduktiv.

Eine korrekte Düngung ist ein fundamentaler Baustein, wenn Sie sich fragen, "Orchideen verblüht was tun?", um die Pflanze für zukünftige Blüten zu stärken. Eine zu starke oder falsche Düngung kann jedoch mehr schaden als nutzen und die Pflanze schwächen.

Verwenden Sie immer kalkarmes Wasser (z.B. Regenwasser oder destilliertes Wasser) zum Gießen und Düngen, um Kalkablagerungen im Substrat zu vermeiden und die Aufnahme von Nährstoffen zu erleichtern.

Giessen und Substrat: Grundlagen für eine gesunde Regeneration

Auch nach der Blüte bleibt die richtige Bewässerung und die Beschaffenheit des Substrats entscheidend für die Erholung Ihrer Orchidee. Wenn Ihre Orchideen verblüht sind, was tun?

Umtopfen nach der Blüte: Ein Neuanfang für gesunde Wurzeln

Das Umtopfen ist ein wichtiger, wenn auch nicht immer sofort nach der Blüte notwendiger Schritt, wenn Sie Ihre Orchidee langfristig gesund erhalten wollen. Die Frage, die sich viele stellen: "Orchideen verblüht was tun?" schließt hier das Umtopfen ein, besonders wenn das Substrat verbraucht ist oder der Topf zu klein wird.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen ist in der Regel nach der Blüte, aber bevor neue Wachstumsphasen beginnen. Das bedeutet oft im späten Frühling oder Frühsommer, wenn die Pflanze neue Wurzeln und Blätter entwickelt. Wenn das Substrat stark zersetzt ist, schlecht riecht, der Topf überquillt oder die Wurzeln kaum noch Platz haben, ist ein Umtopfen auch außerhalb dieser idealen Zeitperiode notwendig. Warten Sie aber idealerweise, bis die Pflanze keine Blüten mehr trägt, um sie nicht zusätzlich zu stressen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen

  1. Vorbereitung: Wählen Sie einen neuen Topf, der nur geringfügig größer ist als der alte. Orchideen mögen es eher eng. Stellen Sie sicher, dass der neue Topf Drainagelöcher hat.
  2. Entnahme: Nehmen Sie die Orchidee vorsichtig aus dem alten Topf. Bei Phalaenopsis ist dies oft einfacher, wenn das Substrat gut abgetrocknet ist.
  3. Wurzeln reinigen: Entfernen Sie das alte Substrat so gut wie möglich von den Wurzeln. Beschädigte, trockene, verfaulte oder schwarze Wurzelteile werden mit einem desinfizierten Messer oder einer Schere vorsichtig abgeschnitten.
  4. Einsetzen: Setzen Sie die Orchidee in den neuen Topf. Füllen Sie das frische Orchideensubstrat vorsichtig zwischen die Wurzeln ein, sodass die Pflanze stabil steht. Achten Sie darauf, dass die Basis der Blätter nicht im Substrat sitzt.
  5. Nachsorge: Gießen Sie die frisch umgetopfte Orchidee zunächst nur sehr sparsam oder warten Sie einige Tage damit, um Heilungsprozessen an den Wurzeln Zeit zu geben.

Worauf achten bei Krankheiten und Schädlingen?

Beim Umtopfen bietet sich die ideale Gelegenheit, die Wurzeln und Blätter auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen zu untersuchen. Gelbe Blätter bei Orchideen können viele Ursachen haben, aber auch ein Hinweis auf Probleme sein, die sich unter der Erde verbergen. Achten Sie auf Anzeichen von Wollläusen (weiße, wattige Gebilde), Schildläusen (braune, harte Pusteln) oder Schädlingen bei Orchideen in den Wurzeln. Wenn Sie solche Befunde machen, sollten Sie betroffene Pflanzenteile umgehend entfernen und gegebenenfalls eine spezifische Behandlung einleiten. Oftmals ist das Umtopfen mit frischem Substrat allein schon eine Erleichterung für geschwächte Pflanzen.

Ein Umtopfen ist ein kleiner Eingriff, der aber große Wirkung zeigt, wenn die Frage "Orchideen verblüht was tun?" auf die langfristige Gesundheit abzielt.

Wählen Sie beim Umtopfen immer ein spezielles Orchideensubstrat, da normale Blumenerde viel zu dicht ist und die empfindlichen Wurzeln erstickt.

Förderung neuer Blüten: Geduld und die richtige Umgebung

Die Erholung und Regeneration nach der Blüte sind die Grundvoraussetzungen für die Bildung neuer Blüten. Wenn Ihre Orchideen verblüht sind, was tun, um sie zur erneuten Blüte anzuregen? Hier sind Geduld und die Schaffung optimaler Umgebungsbedingungen entscheidend.

Lichtverhältnisse anpassen

Orchideen benötigen helles, aber indirektes Licht. Direkte Sonneneinstrahlung, besonders im Sommer, kann die Blätter verbrennen. Ein Ost- oder Westfenster ist oft ideal. Wenn Ihre Orchidee nach der Blüte an einem dunkleren Ort steht, kann dies die Blütenbildung hemmen. Stellen Sie sicher, dass sie genügend Licht bekommt, um Photosynthese zu betreiben und die nötige Energie für neue Knospen zu speichern. Anzeichen für zu wenig Licht sind dunkelgrüne Blätter und das Ausbleiben neuer Blütenansätze.

Temperaturunterschiede als Blühstimulus

Viele Orchideenarten, insbesondere Phalaenopsis, reagieren positiv auf einen leichten Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, um die Blütenbildung anzuregen. Ein Unterschied von etwa 5-7 Grad Celsius über einige Wochen hinweg kann Wunder wirken. Dies simuliert oft die natürlichen Bedingungen, die eine Blüte auslösen. Vermeiden Sie jedoch extreme Temperaturschwankungen oder Zugluft, da dies der Pflanze schaden kann.

Luftfeuchtigkeit und Belüftung

Eine angemessene Luftfeuchtigkeit ist für die meisten tropischen Orchideen essentiell. Sie können die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen der Blätter (nur morgens, damit sie abtrocknen können), durch Aufstellen der Pflanze auf einer mit Kieselsteinen gefüllten Wasserschale (ohne dass der Topfboden das Wasser berührt) oder durch den Einsatz eines Luftbefeuchters erhöhen. Gute Belüftung ist ebenso wichtig, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Dies ist ein komplexes Zusammenspiel, das eine kontinuierliche Beobachtung erfordert.

Die Umstellung auf eine neue Wachstumsphase und die Anregung zur erneuten Blüte sind ein Prozess, der Zeit und die richtige Umgebung erfordert. Wenn Sie diese Bedingungen schaffen, wird die Antwort auf "Orchideen verblüht was tun?" zunehmend die Förderung der nächsten Blüte.

Geduld ist die wichtigste Zutat. Eine Orchidee blüht nicht auf Kommando, sondern wenn sie sich wohlfühlt und bereit ist.

Häufige Probleme nach der Blüte und deren Lösungen

Auch bei bester Pflege können nach der Blüte Probleme auftreten. Die Frage "Orchideen verblüht was tun?" erweitert sich hier auf die Fehlerbehebung und das Erkennen von Krisenzeichen. Hier sind einige häufige Probleme und wie Sie darauf reagieren können:

Orchideen Blätter gelb: Was bedeutet das?

Gelbe Blätter bei Orchideen können verschiedene Ursachen haben: Überwässerung, zu viel direkte Sonneneinstrahlung, Nährstoffmangel oder ein natürlicher Alterungsprozess einzelner Blätter. Wenn das gesamte Blattwerk gelblich wird und die Pflanze sonst gesund wirkt, könnte es an zu wenig Licht liegen. Werden einzelne, ältere Blätter gelb und fallen ab, während jüngere Blätter gesund bleiben, ist dies oft normal. Bei Verdacht auf Überwässerung prüfen Sie das Substrat und die Wurzeln und lassen Sie die Pflanze gut abtrocknen. Bei Verbrennungen durch Sonne müssen Sie den Standort anpassen.

Klebrige Blätter bei Orchideen: Ein Alarmsignal

Klebrige Blätter deuten fast immer auf einen Schädlingsbefall hin. Meist handelt es sich um Wollläuse oder Schildläuse, die zuckerhaltige Ausscheidungen (Honigtau) absondern. Diese können dann auch das Wachstum von Rußtaupilzen fördern, die die Blätter schwarz färben. Behandeln Sie den Befall umgehend. Sie können versuchen, die Schädlinge vorsichtig mit einem Wattestäbchen, das in Alkohol oder Seifenlauge getaucht ist, abzuwischen. Bei starkem Befall sind spezielle Insektizide für Orchideen ratsam. Kontrollieren Sie auch die Blattachseln und die Unterseite der Blätter gründlich. Ggf. ist hier die Anwendung von Mitteln gegen Läuse auf Orchideen nötig.

Krankheiten bei Orchideen: Vorbeugung ist besser als Heilung

Orchideenkrankheiten sind oft auf ungünstige Wachstumsbedingungen zurückzuführen, insbesondere auf zu hohe Luftfeuchtigkeit bei schlechter Belüftung oder auf minderwertiges Substrat, das Nährstoffe und Wasser schlecht ableitet. Pilz- und Bakterienkrankheiten können sich schnell ausbreiten. Achten Sie auf Flecken auf den Blättern, Fäulnis an Stamm oder Wurzeln. Krankheiten bei Orchideen Bilder im Internet können helfen, die Symptome zu identifizieren. Die beste Vorbeugung ist eine angepasste Pflege: Gute Belüftung, korrektes Gießen, Vermeidung von Staunässe und die Verwendung von sterilem Werkzeug bei Schnittmaßnahmen.

Die Erkennung und schnelle Behebung dieser Probleme sind ein wichtiger Teil dessen, was zu tun ist, wenn Orchideen verblüht sind und ihre volle Kraft für die Erholung benötigen.

Kontrollieren Sie Ihre Orchideen regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten, besonders nach der Blüte, wenn die Pflanzen anfälliger sein können.

Ableger bei Orchideen: Die nächste Generation

Während einige Orchideen nach der Blüte primär ihre eigene Regeneration fokussieren, beginnen andere, neue Ableger zu bilden. Diese kleinen Pflänzchen, oft als "Kindel" bezeichnet, sind ein Zeichen gesunder Vitalität und bieten Ihnen die Chance, Ihre Sammlung zu erweitern. Wenn Sie sich fragen: "Orchideen verblüht was tun?" und dabei an Nachwuchs denken, gibt es hierzu ebenfalls einige Ratschläge.

Wann und wie Kindel entstehen

Kindel entstehen meist aus den Schlafknoppen am Blütenstiel oder manchmal auch an der Basis der Mutterpflanze. Sie entwickeln sich langsam und bilden eigene kleine Blätter und oft auch kleine Wurzeln. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern. Geduld ist hierbei unerlässlich. Die Mutterpflanze investiert Energie in diese Ableger, während sie sich von ihrer Blüte erholt. Eine gute allgemeine Pflege, ausreichend Licht und passende Düngung fördern nicht nur die Mutterpflanze, sondern auch die Entwicklung gesunder Kindel.

Ableger trennen und pflegen

Sobald ein Kindel etwa 3-5 Zentimeter groß ist und eigene Wurzeln von mindestens 3-5 Zentimetern Länge entwickelt hat, ist es bereit, von der Mutterpflanze getrennt zu werden. Verwenden Sie ein scharfes, desinfiziertes Messer oder eine Schere, um das Kindel vorsichtig abzuschneiden. Wenn möglich, schneiden Sie auch ein Stück des Blütenstiels mit ab, an dem das Kindel sitzt. Lassen Sie die Schnittstelle des Kindels einige Stunden oder über Nacht an der Luft trocknen, um Fäulnis zu vermeiden. Anschließend können Sie das Kindel wie eine eigenständige Orchideenpflanze in kleinem, speziellem Orchideensubstrat einpflanzen. Halten Sie das Substrat für das junge Pflänzchen konstant leicht feucht, aber nicht nass, und stellen Sie es an einen hellen, aber vor direkter Sonne geschützten Ort.

Der richtige Zeitpunkt für Ableger

Das Trennen von Kindeln ist am besten, wenn die Mutterpflanze ihre Ruhephase nach der Blüte abgeschlossen hat und aktiv neues Wachstum zeigt. Dies stellt sicher, dass die Mutterpflanze nicht zu sehr geschwächt wird und das Kindel gute Chancen hat, gut anzuwachsen. Ein Kindel, das frühzeitig von der Mutterpflanze getrennt wird, hat oft Schwierigkeiten, sich zu etablieren, da es noch nicht genügend eigene Ressourcen entwickelt hat.

Das Heranziehen von Ablegern ist eine lohnende Erfahrung, die zeigt, wie lebendig Ihre Orchideen sind. Es ist eine langfristige Antwort auf die Frage: "Orchideen verblüht was tun?", die über die reine Blütenpflege hinausgeht.

Beobachten Sie Ihre Orchideen genau: Manche Arten bilden häufiger Ableger als andere.

Zusammenfassung: Ihre Orchidee nach der Blüte optimal pflegen

Die Phase nach der Blüte Ihrer Orchidee ist eine kritische Zeit, die über ihre zukünftige Gesundheit und erneute Blütenpracht entscheidet. Wenn Ihre Orchideen verblüht sind, was tun? Eine durchdachte Pflege ist der Schlüssel zum Erfolg. Konzentrieren Sie sich darauf, der Pflanze zu helfen, sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln.

Wichtige Pflegemaßnahmen im Überblick

  • Blütenstiel schneiden: Schneiden Sie den Stiel je nach Orchideenart und Zustand zurück, um die Energie der Pflanze zu lenken. Grüne Stiele mit neuen Knospen oder Kindelansätzen sollten Sie eher belassen.
  • Richtige Düngung: Wechseln Sie zu einem ausgewogenen oder stickstoffbetonten Orchideendünger und reduzieren Sie die Häufigkeit. Verwenden Sie immer verdünnte Lösungen.
  • Angepasstes Gießen: Gießen Sie nur, wenn das Substrat abgetrocknet ist. Achten Sie auf die Farbe und Beschaffenheit der Wurzeln und vermeiden Sie Staunässe.
  • Optimale Umgebung: Sorgen Sie für ausreichend helles, indirektes Licht, eine moderate Luftfeuchtigkeit und gute Belüftung. Ein leichter Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht kann die Blütenbildung anregen.
  • Umtopfen bei Bedarf: Ist das Substrat verbraucht oder der Topf zu klein, topfen Sie die Orchidee nach der Blüte in frisches Orchideensubstrat um.
  • Schädlings- und Krankheitskontrolle: Beobachten Sie die Pflanze aufmerksam und handeln Sie bei Anzeichen von Problemen sofort.

Durch die konsequente Anwendung dieser Pflegemaßnahmen unterstützen Sie Ihre Orchidee optimal in ihrer Erholungsphase. Sie legen damit den Grundstein dafür, dass sie bald wieder mit neuen, prächtigen Blüten erfreuen kann. Geduld ist hierbei eine Tugend, denn Orchideen haben ihren eigenen Rhythmus.

Die richtige Pflege nach der Blüte verwandelt eine verblühte Pflanze in einen zukünftigen Blütenstar.