Warum Pampasgras überwintern?
Pampasgras (Cortaderia selloana) ist ein beeindruckendes Ziergras, das mit seinen imposanten Wedeln jedem Garten eine besondere Note verleiht. Doch seine wahre Pracht entfaltet es erst, wenn es die winterlichen Bedingungen gut übersteht. Während viele Ziergräser robust sind, ist Pampasgras empfindlicher, besonders seine inneren Pflanzenteile. Unzureichender Schutz kann dazu führen, dass die Pflanze im Frühjahr nicht wieder austreibt oder ihre Vitalität stark einbüßt. Das richtige Überwintern ist daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um die Langlebigkeit und Schönheit Ihres Pampasgrases zu gewährleisten. Es geht darum, die empfindlichen Kernbereiche vor Staunässe und eisigen Temperaturen zu bewahren, die zu Fäulnis oder Frostschäden führen können.
Viele Gartenbesitzer unterschätzen die Frostempfindlichkeit junger Pflanzen oder Exemplare, die an ungeschützten Standorten wachsen. Die breiten, oft nach oben gerichteten Blätter des Pampasgrases können wie kleine Trichter wirken. Bei Frost kann sich Wasser in diesen Blattachseln sammeln und gefrieren. Wenn dies wiederholt geschieht, kann das gefrorene Wasser die Pflanzenzellen sprengen und zu tiefen Schäden führen, die den Austrieb im nächsten Frühjahr stark beeinträchtigen. Darüber hinaus ist die Wurzelzone, besonders bei jungen Pflanzen, anfällig für durchdringenden Frost, der den Wasserhaushalt der Pflanze zum Erliegen bringen kann.
Das Verständnis, dass Pampasgras ursprünglich aus wärmeren Regionen Südamerikas stammt, hilft, seine Bedürfnisse zu erkennen. Es ist nicht von Natur aus für strenge mitteleuropäische Winter ausgelegt, ohne dass es unterstützende Maßnahmen gibt. Die Vorbereitung auf den Winter beginnt daher lange bevor die ersten Fröste eintreten. Es ist ein proaktiver Prozess, der die Pflanze auf die bevorstehende Kälte und Nässe vorbereitet und ihr hilft, die dunkle Jahreszeit unbeschadet zu überstehen, um im nächsten Jahr wieder in voller Blüte zu stehen.
Das Überwintern ist entscheidend, um die Lebenskraft des Pampasgrases zu erhalten und Frostschäden vorzubeugen.
Die Wahl des richtigen Zeitpunkts für die Überwinterungsmaßnahmen ist ebenso wichtig. Zu frühes Einpacken kann die Pflanze zu Tode pflegen und sie anfälliger für Krankheiten machen, während zu spätes Handeln die Pflanze ungeschützt den Elementen aussetzt. Generell empfiehlt es sich, mit den vorbereitenden Maßnahmen zu beginnen, sobald die Temperaturen konstant unter 5°C fallen und die ersten Nachtfröste angekündigt werden.
Die Wurzelzone und die Herzpflanze sind die empfindlichsten Teile des Pampasgrases, die besonderen Schutz benötigen.
Häufige Fehler beim Überwintern von Pampasgras vermeiden
Ein klassischer Fehler ist das Schneiden des Pampasgrases im Herbst. Viele Gärtner meinen, die welken Wedel und Blätter entfernen zu müssen, um für Ordnung zu sorgen. Doch das ist genau das Gegenteil dessen, was die Pflanze benötigt. Die alten Blätter und Blütenstände bieten einen natürlichen Schutz für das Herz der Pflanze, indem sie Feuchtigkeit fernhalten und eine isolierende Schicht bilden. Schneiden Sie das Pampasgras erst im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Das Entfernen im Herbst macht die empfindliche Mitte anfällig für Fäulnis durch eindringende Nässe und schützt das Herz nicht mehr vor Frost.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die falsche Wahl des Schutzmaterials. Viele greifen zu Plastikfolien, um die Pflanze abzudecken. Dies mag auf den ersten Blick wie ein guter Frostschutz erscheinen, aber diese Materialien sind nicht atmungsaktiv. Sie schließen Feuchtigkeit ein, was bei kühleren Temperaturen schnell zu Fäulnis an den Blättern und im Pflanzenherz führen kann. Zudem kann sich darunter Kondenswasser bilden, das bei Frost gefriert und zusätzlichen Schaden verursacht. Es ist wichtig, atmungsaktive und feuchtigkeitsableitende Materialien zu verwenden, die dennoch Schutz vor Wind und Kälte bieten.
Die Überbewässerung im Herbst ist ebenfalls ein häufiges Problem. Wenn die Temperaturen sinken, verlangsamt sich der Wasserbedarf der Pflanze erheblich. Dennoch neigen viele dazu, weiterhin wie im Sommer zu gießen. Dies führt zu Staunässe, besonders wenn die Pflanze schlecht drainiert oder das Schutzmaterial die Feuchtigkeit staut. Staunässe ist der Erzfeind von Pampasgras im Winter, da sie die Wurzeln faulen lässt und die Pflanze zusätzlich für Frost anfällig macht. Eine durchlässige Erde und zurückhaltendes Gießen sind daher essenziell.
Manche Gartenbesitzer lassen es bei jungen oder frisch gepflanzten Pampasgräsern an jeglichem Schutz fehlen. Sie gehen davon aus, dass die Pflanze robust genug ist. Junge Pflanzen haben jedoch noch keine ausgereifte Wurzelstruktur und sind deutlich empfindlicher gegenüber Frost als etablierte Exemplare. Sie benötigen in den ersten Jahren besonderen Schutz, um gut anzuwachsen und die Wintermonate zu überstehen. Erst wenn die Pflanze mehrere Jahre alt ist und ein starkes Wurzelsystem entwickelt hat, kann sie potenziell ohne zusätzlichen Schutz auskommen, was aber stark vom Standort abhängt.
Verzichten Sie unbedingt auf chemische Mittel oder Pestizide zur Überwinterung; die Pflanze benötigt physischen Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit, keine chemische Behandlung.
Schließlich ist das Vernachlässigen des Standorts ein schleichender Fehler. Ein Standort, der im Sommer gut durchlüftet und sonnig ist, kann im Winter zu einem Problem werden, wenn er starkem Wind ausgesetzt ist oder Wasser schlecht abfließt. Steht das Pampasgras in einer Senke, wo sich kalte Luft und Wasser sammeln, ist es anfälliger für Schäden. Eine vorausschauende Standortwahl oder gegebenenfalls ein Umpflanzen im Frühjahr kann helfen, solche Probleme langfristig zu vermeiden, aber für die Überwinterung ist die Reduzierung des Risiken am aktuellen Platz entscheidend.
Der richtige Zeitpunkt: Wann ist das Pampasgras winterfest zu machen?
Der ideale Zeitpunkt, um Ihr Pampasgras auf den Winter vorzubereiten, ist nicht starr festgelegt, sondern orientiert sich an den Wetterbedingungen. Generell beginnt man mit den Schutzmaßnahmen, sobald die Nachttemperaturen regelmäßig unter den Gefrierpunkt fallen. Dies ist meist im späten Herbst der Fall, typischerweise ab Ende Oktober oder Anfang November in vielen Regionen. Achten Sie auf die Wettervorhersage; wenn Dauerfrost angekündigt wird, ist es höchste Zeit zu handeln. Zu frühes Einpacken kann, wie erwähnt, die Pflanze anfälliger machen, da sie noch aktiv ist und eine gute Belüftung benötigt. Zu spätes Handeln setzt die Pflanze unnötigen Risiken aus.
Es ist wichtig, die Pflanze nicht zu früh einzuschnüren oder einzupacken. Pampasgras benötigt bis spät in den Herbst hinein noch Licht und Luft. Beginnen Sie stattdessen mit einer leichten Lockerung des Bodens um die Pflanze herum, um sicherzustellen, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Dies sollte erfolgen, bevor die eigentlichen Schutzschichten angebracht werden. Ein sanftes Anhäufeln von Erde oder Kompost um die Basis kann bereits einen ersten, kleinen Schutz bieten, sollte aber nicht die Hauptmaßnahme sein.
Die tatsächliche „Einhüllung“ oder das Zusammenbinden der Blätter erfolgt oft erst, wenn die Tage merklich kürzer werden und die Temperaturen dauerhaft kühler sind. Achten Sie darauf, dass die Pflanze vor dem Einpacken trocken ist. Ein feuchter Tag eignet sich besser für das Zusammenbinden der Wedel und Blätter, als wenn es regnet. Die Hauptschutzschicht, wie das Umwickeln mit Jute oder das Aufstellen eines Schutzes, wird dann angewendet, sobald die ersten stärkeren Fröste erwartet werden.
Generell gilt: Warten Sie auf die ersten Anzeichen des nahenden Winters, aber handeln Sie proaktiv, sobald die Frostgefahr zunimmt.
Ein guter Indikator ist auch das Ende der Wachstumsperiode. Wenn das Pampasgras keine neuen Triebe mehr bildet und die vorhandenen Wedel ihre Farbe von Grün zu Braun oder Gelb ändern, signalisiert dies eine vegetative Ruhephase. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um die Pflanze für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Ignorieren Sie aber nie die Wetterkapriolen; ein früher Kälteeinbruch erfordert schnelles Handeln, auch wenn die Pflanze vielleicht noch nicht komplett „winterreif“ aussieht.
Die Schutzmaßnahmen: So packen Sie Ihr Pampasgras richtig ein
Die wichtigste Schutzmaßnahme für Pampasgras im Winter ist das Zusammenbinden des Blätterbüschels. Dies verhindert, dass Wasser und Schnee ins Herz der Pflanze eindringen können. Binden Sie die langen, schmalen Blätter dazu mit einer Schnur oder einem Bastband locker zusammen. Wichtig ist, dass dies nicht zu fest geschieht, um die Pflanze nicht einzuschnüren und eine gewisse Luftzirkulation zu ermöglichen. Wenn möglich, sollten die alten Blütenwedel von diesem Jahr noch vorhanden sein, da sie ebenfalls zum Schutz beitragen. Falls Sie diese doch entfernen müssen, dann nur sehr kurz über dem Blätterbüschel.
Nachdem die Blätter zusammengebunden sind, ist das Anhäufeln von Material um die Basis der Pflanze eine weitere bewährte Methode. Verwenden Sie hierfür trockene Laub, Reisig, Kompost oder spezielle Gartenerde. Diese Schicht sollte etwa 15-20 cm hoch sein und schützt die Wurzeln und den unteren Teil des Strunks vor tiefem Frost. Achten Sie darauf, dass das Material nicht zu feucht ist, um Fäulnis zu vermeiden. Gestecktes Reisig kann helfen, das Laub an Ort und Stelle zu halten.
Für besonders exponierte Lagen oder bei sehr strengen Wintern empfiehlt sich das Umwickeln der gesamten Pflanze mit atmungsaktiven Materialien. Hierfür eignet sich besonders gut Jute oder Vlies. Wickeln Sie das Material mehrmals um die zusammengebundene Pflanze, von unten nach oben, und fixieren Sie es. Alternativ kann auch ein Drahtkorb oder ein spezieller Winterschutz für Pflanzen verwendet werden, der um die Pflanze gestellt und dann mit Laub oder Reisig gefüllt wird. Dieser schützt vor allem vor starkem Wind und extremen Temperaturen.
Entscheidend ist die Kombination aus Wasserableitung und isolierendem Schutz.
Einige Gärtner bauen auch einen kleinen Schutzwall aus Latten oder Stä posl. Dieser bildet einen Rahmen um das Pampasgras, der mit Laub oder Mulch gefüllt wird. Wichtig ist hierbei immer, dass die Konstruktion gut belüftet ist und keine Feuchtigkeit staut. Ein Dach aus Folie (aber nicht fest verschlossen!) kann helfen, direkten Niederschlag abzuhalten, während seitliche Belüftungsöffnungen für Frischluft sorgen. Dies ist eine aufwendigere Methode, aber besonders effektiv in Regionen mit sehr kalten und nassen Wintern.
Sorgen Sie immer für eine gute Drainage rund um das Pampasgras, besonders wenn Sie es in Kübeln halten. Stellen Sie den Kübel auf Füße oder Holzklötze, um Bodenkontakt und damit Kältebrücken zu vermeiden.
Bei Pampasgras im Kübel sind die Maßnahmen ähnlich, aber die Frostempfindlichkeit ist höher, da die Wurzeln weniger geschützt sind. Der Kübel sollte gut isoliert werden. Wickeln Sie ihn mit Jute, Luftpolsterfolie oder Noppenbahn ein. Stellen Sie den Kübel zusätzlich an eine geschützte Hauswand, idealerweise nach Süden oder Westen, und stellen Sie ihn auf Holz- oder Styroporfüße, damit keine Kälte direkt vom Boden aufsteigt. Man kann den Kübel auch mit Laub oder Reisig umgeben, um zusätzlichen Schutz zu bieten.
Welche Materialien eignen sich am besten für den Winterschutz?
Bei der Wahl der Materialien für den Winterschutz von Pampasgras ist die Atmungsaktivität entscheidend. Jutematten, Vliesstoffe und grobes Leinengewebe sind ideal. Sie lassen Luft zirkulieren und Feuchtigkeit entweichen, während sie gleichzeitig vor Wind und leichtem Frost schützen. Diese Materialien sind auch flexibel genug, um die Pflanze damit gut einzupacken, ohne sie zu beschädigen. Sie sind wiederverwendbar und umweltfreundlicher als viele Einwegmaterialien.
Trockenes Laub, wie von Laubbäumen (Eiche, Buche), ist ein hervorragendes Isolationsmaterial. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es trocken bleibt. Feuchtes Laub verrottet schnell und kann Fäulnis fördern. Eine gute Methode ist, das Laub in einem separaten Netz oder unter einer lockeren Abdeckung zu lagern, bis es verwendet wird. Auch Stroh oder Schilf eignen sich gut als isolierende Füllung, solange sie trocken bleiben.
Reisig, insbesondere von Nadelbäumen, ist ebenfalls ein bewährtes Material. Es bildet eine gute Isolation, lässt aber dennoch Luft durch. Man kann es lose um die Basis des Pampasgrases schütten oder es verwenden, um Laub an Ort und Stelle zu halten. Seine Struktur verhindert auch, dass sich Feuchtigkeit zu stark staut und schützt vor Windböen.
Die Kombination aus einem wasserabweisenden Element und isolierender Füllung ist oft am effektivsten.
Für die Fixierung der Schutzmaßnahmen sind stabile Schnüre, Kabelbinder oder Bänder aus Naturmaterialien wie Bast oder Hanf gut geeignet. Sie halten die Materialien zusammen, ohne die Pflanze zu schädigen. Bei Kübelpflanzen können auch alte Decken oder Schaumstoffplatten als zusätzliche Isolierung dienen, die um den Topf gewickelt und fixiert werden.
Ungeeignet sind hingegen dichte Plastikfolien, feste Abdeckplanen oder Materialien, die Feuchtigkeit aufsaugen und nicht wieder abgeben können. Diese fördern Staunässe und Fäulnis, was für Pampasgras im Winter fatal ist. Auch das Zusammenbinden mit Draht, der einschneiden kann, sollte vermieden werden. Ziel ist es, ein Mikroklima zu schaffen, das die Pflanze vor extremen Temperaturen und Feuchtigkeit schützt, aber ihr dennoch erlaubt zu „atmen“.
Der Rückschnitt: Pampasgras schneiden – wann und wie kurz?
Die Frage, wann und wie das Pampasgras geschnitten werden soll, ist essenziell für seine Gesundheit und sein Aussehen im nächsten Jahr. Generell gilt die Regel: Pampasgras wird im Frühjahr geschnitten, nicht im Herbst. Der beste Zeitpunkt ist nach den letzten Frösten, meist im März oder April, wenn die Gefahr von Nachtfrösten vorbei ist. Das ermöglicht es der Pflanze, vom natürlichen Winterschutz der alten Blätter und Wedel zu profitieren und schützt das Herz vor Fäulnis.
Wie kurz das Pampasgras geschnitten werden sollte, hängt von seiner Vitalität und dem gewünschten Ergebnis ab. Die alten, braunen und abgestorbenen Blätter sowie die Blütenstände werden bodennah abgeschnitten. Ziel ist es, etwa 10-15 cm über dem Boden zu enden, um die neuen Triebe, die aus dem Herz kommen, nicht zu beschädigen. Achten Sie darauf, scharfes und sauberes Werkzeug zu verwenden, wie eine Astschere oder ein scharfes Messer, um saubere Schnitte zu erzielen, die gut verheilen.
Ein zu hoher Schnitt lässt unattraktive, vertrocknete Blattstümpfe stehen, die lange hässlich aussehen. Ein zu tiefer Schnitt birgt die Gefahr, die neuen, noch empfindlichen Austriebe zu verletzen. Wenn die Pflanze sehr dicht und verfilzt ist, kann es sinnvoll sein, die inneren Teile etwas auszulichten. Dies kann geschehen, indem man mit der Schere oder dem Messer tief in den Horst eindringt und verfilzte Büschel herausschneidet. Dies verbessert die Durchlüftung und regt neues Wachstum an.
Der Frühjahrsschnitt fördert nicht nur das Wachstum, sondern verhindert auch typische Überwinterungsfehler.
Wenn Sie ältere, breite Horste haben, die sich in der Mitte absterben oder verkahlen, kann ein radikaler Rückschnitt notwendig sein. Manchmal wird empfohlen, nur einen Teil des Horstes radikal zurückzuschneiden und den anderen Teil stehen zu lassen, um einen gestaffelten Austrieb zu erzielen. Bei sehr alten Pflanzen, die kaum noch blühen, kann auch das Teilen des Horstes im Frühjahr nach dem Schnitt eine Option sein, um die Pflanze zu verjüngen.
Tragen Sie bei diesen Arbeiten unbedingt robuste Handschuhe, da die Blätter von Pampasgras scharfe Kanten haben, die leicht zu Schnittverletzungen an den Händen führen können.
Das Pampasgras umpflanzen sollte man ebenfalls im Frühjahr nach dem Schnitt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Pflanze zu groß wird oder der Standort ungünstig ist, ist dies der ideale Zeitpunkt. Ein frisch geschnittener, kompakter Horst lässt sich leichter ausgraben und transportieren. Nach dem Umpflanzen und dem Angießen wird die Pflanze wieder gut anwachsen. Der Schnitt im Frühjahr ist somit nicht nur kosmetisch, sondern auch ein wichtiger Pflegeschritt für die Gesundheit und Langlebigkeit der Pflanze.
Der Umgang mit Pampasgras im Kübel
Pampasgras im Kübel stellt besondere Anforderungen an die Überwinterung, da die Wurzeln einem stärkeren Frostrisiko ausgesetzt sind als im Freiland. Der Topf schützt die Wurzeln weniger gut vor tiefen Temperaturen. Daher ist es unerlässlich, den Kübel selbst zu isolieren und die Pflanze an einem geeigneten, geschützten Ort zu platzieren. Ein idealer Standort ist eine kühle Garage, ein unbeheiztes Gewächshaus oder ein geschützter Balkon oder Terrasse, idealerweise an eine Hauswand gelehrt.
Beginnen Sie damit, den Kübel selbst zu isolieren. Wickeln Sie ihn fest mit Jutegewebe, Noppenfolie oder einer dicken Decke ein. Achten Sie darauf, dass die Isolierschicht rundherum gleichmäßig ist. Stellen Sie den Kübel anschließend auf Füße aus Holz, Stein oder Styropor. Dies verhindert, dass die Kälte direkt vom Boden in den Topf eindringt und minimiert die Gefahr von Bodenfrost. Bei sehr strengen Frösten kann es ratsam sein, den Kübel zusätzlich mit Laub oder Reisig zu umgeben.
Das Gießen muss im Winter stark reduziert werden. Pampasgras im Kübel benötigt nur sehr wenig Wasser, wenn es ruht. Gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Dies bedeutet in der Regel nur alle paar Wochen eine kleine Menge. Achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann und keine Staunässe im Topf entsteht. Einmal im Monat die Isolierung kurz entfernen, um die Feuchtigkeit zu prüfen, kann sinnvoll sein, solange die Temperaturen nicht unter Null sinken.
Kübelpflanzen benötigen konsequente Isolation und bedarfsgerechte Wassergaben.
Der Schnitt im Frühjahr ist bei Kübelpflanzen genauso wichtig wie bei Freilandpflanzen. Schneiden Sie das Pampasgras bodennah zurück, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Dies regt das Wachstum an und gibt der Pflanze die Möglichkeit, neue Energie in die Bildung frischer Blätter und Blütenwedel zu stecken. Nach dem Schnitt können Sie die Erde im Topf leicht auflockern und dem Pampasgras gegebenenfalls etwas frischen Dünger oder Kompost zuführen.
Wenn Sie Ihr Pampasgras im Kübel überwintern, ist es ratsam, die Düngung im Herbst komplett einzustellen, um das Wachstum vor dem Winter nicht noch zusätzlich anzuregen.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Belüftung. Auch im Winter benötigt die Pflanze etwas Luft, um Schimmel und Fäulnis vorzubeugen. Wenn die Pflanze an einem sehr geschützten Ort steht, kann es hilfreich sein, an frostfreien Tagen kurz zu lüften. Vermeiden Sie aber Zugluft. Wenn die Pflanze im Innenraum überwintert, wie in einer Garage, achten Sie darauf, dass dort kein frostfreier Raum herrscht, sondern eher ein kühler, aber frostfreier Bereich. Ein zu warmer Ort kann die Pflanze ebenfalls irritieren.
Die Pflege im Frühjahr: Wenn das Pampasgras wieder erwacht
Sobald die Gefahr von starkem Frost vorüber ist, meist ab März/April, ist es Zeit, die Schutzmaßnahmen am Pampasgras zu entfernen. Beginnen Sie damit, die äußeren Schutzschichten wie Laub oder Reisig zu entfernen. Anschließend können Sie die Jute oder das Vlies vorsichtig abnehmen. Ist die Pflanze fest zusammengebunden, können Sie nun die Schnur lösen und die alten Blätter und Wedel abschneiden. Dieser Schnitt sollte, wie bereits erwähnt, bodennah erfolgen, um die neuen Triebe zu schonen.
Nach dem Schnitt ist das Entfernen des alten Laubes wichtig. Harken Sie das abgestorbene Material sorgfältig aus dem Horst, um eine gute Belüftung zu gewährleisten und Krankheiten vorzubeugen. Die freigelegte Erde um die Pflanze herum kann nun vorsichtig aufgelockert werden. Achten Sie darauf, die jungen Triebe nicht zu beschädigen. Eine leichte Lockerung des Bodens unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser, sobald die Wachstumsperiode richtig beginnt.
Der nächste Schritt ist die Düngung. Nach dem Austrieb freut sich das Pampasgras über eine Gabe Kompost oder einen Langzeitdünger für Ziergräser. Arbeiten Sie den Dünger leicht in die oberste Bodenschicht ein. Dies versorgt die Pflanze mit den nötigen Nährstoffen für ein kräftiges Wachstum und die Blüte im kommenden Sommer. Überdüngen Sie nicht, eine mäßige Düngung ist ausreichend, um die Pflanze nicht zu überlasten.
Der Austrieb nach dem Schnitt ist ein klares Zeichen für eine erfolgreiche Überwinterung.
Beim Pampasgras im Kübel werden die Isolation und der Schutz ebenfalls im Frühjahr entfernt. Achten Sie darauf, dass der Topf und die Wurzeln gut abgetrocknet sind, bevor Sie die Pflanze wieder an ihren endgültigen Sommerstandort stellen. Stellen Sie sicher, dass der Kübel nicht mehr auf Füßen steht, damit die Wurzeln im Sommer wieder besser mit Wasser versorgt werden können. Ein Umtopfen kann ebenfalls im Frühjahr sinnvoll sein, wenn die Pflanze den Topf vollständig durchwurzelt hat.
Beobachten Sie die Pflanze im Frühjahr genau. Sollten sich trotz aller Maßnahmen Schäden zeigen, wie braune Blattspitzen oder ein schwacher Austrieb, kann dies auf eine unzureichende Überwinterung oder einen falschen Schnitt zurückzuführen sein. Oft erholt sich die Pflanze aber noch von selbst.
Bei der Pflege im Frühjahr geht es darum, der Pflanze einen starken Start ins neue Wachstumsjahr zu ermöglichen. Mit dem richtigen Schnitt, einer sorgfältigen Bodenpflege und einer ausgewogenen Düngung wird Ihr Pampasgras auch in der kommenden Saison wieder mit üppigen Wedeln beeindrucken. Geduld ist gefragt, denn das volle Ausmaß des Austriebs ist oft erst im späten Frühjahr oder Frühsommer sichtbar.
