Die heimliche Invasion: Wenn der Maulwurf im Garten wütet

Der Anblick von frisch aufgeworfenen Maulwurfshügeln im makellosen Rasen kann Gärtnerherzen höherschlagen lassen – im negativen Sinne. Was für den einen ein Zeichen unberührter Natur ist, bedeutet für den anderen oft den Ruin monatelanger Pflege. Der Maulwurf, ein faszinierendes, aber unterirdisch lebendes Säugetier, ist ein Meister des Grabens. Seine Gänge können Rasenflächen zerwühlen, Pflanzenwurzeln beschädigen und den sorgfältig angelegten Garten in eine hügelige Landschaft verwandeln. Doch bevor Sie zu drastischen oder gar umweltschädlichen Mitteln greifen, lohnt sich ein Blick auf natürliche Verbündete: bestimmte Pflanzen, die als natürliche Abwehrmaßnahmen gegen Maulwürfe eingesetzt werden können. Diese Methode verspricht eine harmonische Koexistenz, bei der der Garten geschützt wird, ohne das Tier oder die Umwelt stark zu belasten.

Die Idee, Pflanzen zur Vertreibung von Maulwürfen einzusetzen, ist so alt wie der Gartenbau selbst. Sie basiert auf der Annahme, dass bestimmte Pflanzen einen Geruch oder eine Beschaffenheit besitzen, die für den hochsensiblen Geruchssinn und die Lebensweise des Maulwurfs unangenehm sind. Maulwürfe meiden Orte, die ihnen verdächtig erscheinen oder deren Duft sie stört. Daher können strategisch platzierte Pflanzen eine Barriere bilden, die das Tier davon abhält, sich in bestimmten Bereichen niederzulassen oder seine Aktivitäten fortzusetzen. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies keine sofortige oder garantierte Lösung ist, sondern ein Prozess, der Geduld und die richtige Auswahl der Pflanzen erfordert.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass alle Pflanzen mit starkem Geruch automatisch Maulwürfe vertreiben. Die Wirksamkeit einer Pflanze hängt oft von spezifischen ätherischen Ölen, Wurzelausscheidungen oder der Dichte ihres Wuchses ab, die dem Maulwurf das Graben erschwert oder unangenehm macht. Bevor wir uns den detaillierten Strategien widmen, ist es hilfreich, die Grundprinzipien zu verstehen, warum diese natürlichen Abwehrmaßnahmen überhaupt funktionieren könnten.

Die Natur als Gärtnerhelfer: Wie Pflanzen Maulwürfe abschrecken

Maulwürfe sind Spezialisten für das Leben unter der Erde. Sie verbringen fast ihre gesamte Zeit in einem komplexen Netzwerk von Gängen, das sie mit ihren kräftigen Vorderpfoten graben. Ihre Hauptnahrungsquelle sind Regenwürmer und andere Kleinlebewesen, die sie in ihren unterirdischen Habitaten finden. Was Maulwürfe jedoch nicht ausstehen können, sind starke, oft stechende Gerüche, die ihre feine Nase irritieren und ihre Jagd oder Orientierung stören könnten. Viele der als abwehrend geltenden Pflanzen setzen genau hier an: Sie verströmen Duftstoffe, die den Maulwurf dazu bewegen, einen großen Bogen um die bepflanzten Bereiche zu machen. Diese Duftstoffe können beispielsweise ätherische Öle sein, die bei Berührung der Pflanze oder durch Bodeneinwirkung freigesetzt werden.

Ein weiterer Faktor ist die Wurzelausbreitung. Manche Pflanzen entwickeln ein dichtes, tief reichendes oder gar dorniges Wurzelwerk. Dies kann dem Maulwurf das Graben erschweren und ihn dazu veranlassen, sich lieber in leichter zu bearbeitendem Erdreich fortzubewegen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten sich mit einem Teppich aus hartnäckigen Wurzeln durchkämpfen – für den Maulwurf wäre das ein erhebliches Hindernis. Darüber hinaus können einige Pflanzen den Boden auf eine Weise beeinflussen, die das Vorkommen von Beutetieren reduziert, was den Bereich für den Maulwurf weniger attraktiv macht.

Es ist entscheidend zu wissen, dass die Wirksamkeit einer pflanzlichen Abwehr nicht nur von der Art der Pflanze, sondern auch von deren Standort und Dichte abhängt. Eine einzelne Pflanze am Rande des Gartens wird wahrscheinlich wenig bewirken. Vielmehr bedarf es einer gezielten Bepflanzung, oft entlang von Wegen, Beeten oder um den Rasen herum, um eine wirksame Barriere zu schaffen. Die Idee ist, dem Maulwurf den Zugang zu den gewünschten Bereichen unangenehm oder unmöglich zu machen.

Pflanzen Sie entlang von Rasenkanten oder um empfindliche Beete herum, um Maulwürfen den Zugang zu erschweren und Ihren Garten effektiv zu schützen.

Die Top-Pflanzen gegen Maulwürfe: Ein Überblick

Wenn es darum geht, den Garten auf natürliche Weise von Maulwürfen freizuhalten, gibt es eine Reihe von Pflanzen, denen eine abwehrende Wirkung nachgesagt wird. Ihre Wirksamkeit beruht meist auf intensiven Gerüchen oder einer bestimmten Wuchsform, die das unterirdische Graben erschwert oder für die Tiere unangenehm ist. Die wohl bekannteste Pflanze in diesem Kontext ist der Wunderstrauch (Ricinus communis), dessen Samen hochgiftig sind und einen abschreckenden Duft verströmen, was ihn zu einer beliebten, aber mit Vorsicht zu genießenden Wahl macht. Ähnlich wird die Kronen-Lichtnelke (Silene armeria), auch bekannt als Schmuck-Lichtnelke oder Schleifenblume, genannt, deren intensive Duftstoffe Maulwürfe fernhalten sollen. Ihre zarten Blüten sind ein Bonus für das Auge.

Der Steinlauch (Allium schoenoprasum), ein Verwandter der Zwiebel und des Knoblauchs, ist ebenfalls ein starker Kandidat. Sein kräftiger Geruch ist vielen Menschen schon bekannt und gilt als wirksam gegen Schädlinge im Allgemeinen, einschließlich Maulwürfen. Ebenso ist der zur gleichen Familie gehörende Kaiserkron-Lauch (Fritillaria imperialis) mit seinem charakteristischen Duft ein bekanntes Mittel zur Abwehr. Die Narzisse (Narcissus) und das Maiglöckchen (Convallaria majalis) enthalten Alkaloide, die bei Verzehr giftig sind und daher ebenfalls zur Abschreckung beitragen könnten, auch wenn hier die primäre Wirkung eher auf dem Geruch liegt.

Weniger bekannt, aber nicht weniger wirksam, ist die Christrose (Helleborus). Ihre Wurzeln setzen Substanzen frei, die für Maulwürfe unangenehm sind. Auch der Rote Holunder (Sambucus racemosa) und die Nachtschatten-Arten (Solanum) besitzen toxische Eigenschaften, die eine abschreckende Wirkung haben können. Bei diesen stark wirkenden Pflanzen ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, insbesondere wenn Kinder oder Haustiere im Garten spielen.

Die Auswahl der richtigen Pflanze hängt nicht nur von der vermuteten Wirksamkeit ab, sondern auch von Ihren persönlichen Vorlieben hinsichtlich Optik und Pflegeaufwand. Ein gut durchdachter Mix aus verschiedenen Pflanzen kann die Erfolgschancen erhöhen.

Anwendung und strategische Bepflanzung im Garten

Die wirksamste Methode, Pflanzen gegen Maulwürfe einzusetzen, ist die strategische Platzierung. Es reicht nicht aus, nur eine oder zwei Pflanzen an einer Ecke des Gartens zu pflanzen. Vielmehr sollten Sie versuchen, eine Art natürliche Barriere oder Abschreckungszone zu schaffen. Beginnen Sie damit, die Pflanzen entlang der Ränder Ihres Rasens zu setzen, insbesondere dort, wo Sie besonders häufig Maulwurfshügel entdecken. Wenn Ihr Rasen von Wegen oder Blumenbeeten umgeben ist, können diese Bereiche ebenfalls gut bepflanzt werden.

Für die Anlage von Beeten oder die Umrandung von Hochbeeten eignen sich besonders gut Pflanzen, die sich stark ausbreiten oder dicht wachsen. Sie können zum Beispiel eine Reihe von Steinlauch- oder Narzissenzwiebeln entlang des Beetrands pflanzen. Bei größeren Flächen, wie einem weitläufigen Rasen, kann es sinnvoll sein, die als wirksam geltenden Pflanzen in regelmäßigen Abständen – etwa alle 1-2 Meter – zu verteilen. Denken Sie daran, dass Maulwürfe in der Dunkelheit jagen und sich am wohlsten fühlen, wo sie ungestört bleiben. Indem Sie ihre bevorzugten Pfade mit unangenehmen Gerüchen oder Hindernissen pflastern, können Sie sie dazu bringen, Ihr Grundstück zu meiden.

Ein wichtiger Aspekt ist die richtige Pflanzzeit und der Pflanzabstand. Die meisten Zwiebelpflanzen wie Narzissen oder Kaiserkronen werden im Herbst gepflanzt, damit sie im Frühjahr austreiben können. Stauden wie die Christrose oder die Lichtnelke werden idealerweise im Frühjahr oder Herbst gesetzt. Achten Sie bei der Pflanzung auf ausreichenden Abstand, damit die Pflanzen gut wachsen können und ihre volle abschreckende Wirkung entfalten. Dichte Bepflanzungen sind hier oft vorteilhafter als vereinzelte Exemplare.

Die regelmäßige Pflege der Pflanzen ist entscheidend für deren anhaltende Wirksamkeit. Achten Sie darauf, dass Ihre Abwehrpflanzen gut gedeihen und ihre Duftstoffe intensiv abgeben können. Dies bedeutet ausreichende Bewässerung, Düngung und gegebenenfalls das Entfernen von Unkraut, das die Wurzeln der Abwehrpflanzen beeinträchtigen könnte.

Häufiger Fehler: Maulwurfshügel werden einfach nur eingeebnet, aber die Ursache des Problems – die Maulwurfaktivität – bleibt bestehen. Eine intelligente Bepflanzung adressiert die Ursache und beugt neuerlichen Hügeln vor.

Die Fallstricke der pflanzlichen Maulwurfabwehr: Was Sie vermeiden sollten

Obwohl Pflanzen eine sanfte und natürliche Methode zur Maulwurfabwehr darstellen, gibt es einige häufige Fehler, die ihre Wirksamkeit erheblich mindern können. Einer der größten Fehler ist die Erwartung einer sofortigen Wirkung. Pflanzen benötigen Zeit, um zu wachsen, sich zu etablieren und ihre Duftstoffe oder Wurzelstrukturen zu entwickeln, die den Maulwurf abschrecken. Wer nach wenigen Tagen keine Veränderung bemerkt, gibt die Methode oft zu früh auf.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Auswahl der Pflanzen und deren richtige Platzierung. Nicht jede Pflanze mit starkem Geruch ist automatisch ein Maulwurfschreck. Einige Pflanzen mögen für Menschen intensiv duften, aber für den Maulwurf irrelevant sein. Es ist wichtig, sich auf die Arten zu konzentrieren, denen nachweislich eine abwehrende Wirkung zugeschrieben wird. Zudem ist die Intensität des Duftes wichtig. Eine einzelne Pflanze in der Mitte des Gartens wird kaum ausreichen, um einen hartnäckigen Maulwurf zu vertreiben. Eine kontinuierliche, dichte Bepflanzung entlang der Grenzen des Territoriums des Maulwurfs ist oft unerlässlich.

Viele Gärtner begehen auch den Fehler, den Maulwurf als Schädling im klassischen Sinne zu betrachten, der sofort und mit allen Mitteln eliminiert werden muss. Dies führt oft zu übermäßig aggressiven oder gar giftigen Methoden, die nicht nur den Maulwurf, sondern auch andere nützliche Tiere und die Umwelt gefährden. Bei pflanzlichen Abwehrmaßnahmen ist Geduld und ein Verständnis für die Natur gefragt. Es geht darum, Lebensräume so zu gestalten, dass sie für den Maulwurf unattraktiv werden, nicht darum, ihn aktiv zu vergiften.

Wichtiger Hinweis: Einige Pflanzen, die zur Abwehr eingesetzt werden, können für Menschen, Haustiere oder andere Tiere giftig sein (z. B. Wunderstrauch, Maiglöckchen, Christrose). Informieren Sie sich daher genau über die Pflanzen, die Sie in Ihrem Garten verwenden, und treffen Sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere wenn Kinder oder Haustiere Zugang zum Garten haben. Die Sicherheit geht vor.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Annahme, dass die bloße Anwesenheit einer Pflanze ausreicht. Die abwehrende Wirkung entfaltet sich oft erst, wenn die Pflanzen gut eingewachsen sind und ihre spezifischen Duftstoffe oder Wurzelsysteme aktiv sind. Wenn Ihre Pflanzen noch jung und schwach sind, kann ihre abschreckende Funktion begrenzt sein. Geben Sie ihnen Zeit und die richtige Pflege.

Verwechslungsgefahr: Maulwurfshügel vs. Wühlmausnester

Ein häufiges Problem im Garten ist die Verwechslung von Maulwurfshügeln mit den Spuren von Wühlmäusen. Beide Tiere können erheblichen Schaden anrichten, aber sie sind unterschiedlich und erfordern unterschiedliche Bekämpfungsstrategien. Der Maulwurf ist ein reiner Insektenfresser und ernährt sich hauptsächlich von Regenwürmern, Engerlingen und Larven. Er gräbt tiefe, sternförmig angeordnete Gänge und wirft typischerweise einen großen, lockeren Hügel aus Erde auf. Diese Hügel sind oft mehr als 30 Zentimeter hoch und haben in der Mitte ein Loch, das zum Hauptgang führt.

Wühlmäuse hingegen sind Nagetiere und ernähren sich pflanzlich. Sie fressen Wurzeln, Knollen und junge Pflanzen, was zu einem viel direkteren Schaden an Ihren Beeten führt. Ihre Gänge verlaufen meist flacher unter der Erdoberfläche, und sie hinterlassen keine großen, aufgeworfenen Hügel. Stattdessen sind ihre Eingänge oft kleine, unscheinbare Löcher im Boden, und die Erde wird eher zur Seite geschoben oder verteilt sich als flache Erdschichten, was man als "Wühlmausnester" oder "Wühlmausgänge" bezeichnet. Manchmal sind die Gänge auch von kleinen Erdhaufen durchzogen, die aber nicht die typische Hügelform eines Maulwurfs haben.

Die Unterscheidung ist wichtig, da viele pflanzliche Abwehrmaßnahmen, die gegen Maulwürfe wirken sollen (wie der starke Geruch bestimmter Pflanzen), bei Wühlmäusen oft keine Wirkung zeigen. Wühlmäuse reagieren auf andere Gerüche oder pflanzliche Abwehrmittel, die auf ihre pflanzliche Ernährung abzielen. Bevor Sie also zu einer bestimmten Bepflanzung greifen, sollten Sie sicher sein, dass Sie es tatsächlich mit Maulwürfen zu tun haben und nicht mit Wühlmäusen. Achten Sie auf die Form des Hügels und die Art der Gänge.

Ist der Maulwurf ein Insektenfresser? Ja, der Maulwurf ist ein reiner Insektenfresser und ernährt sich von Regenwürmern und anderen Bodentieren. Er schädigt Pflanzen nicht durch Fressen, sondern durch seine Grabtätigkeit.

Sind Maulwürfe blind? Maulwürfe sind nicht blind, aber ihre Augen sind stark verkümmert und hauptsächlich auf die Wahrnehmung von Licht und Dunkelheit beschränkt. Sie orientieren sich hauptsächlich über ihren ausgezeichneten Geruchs- und Tastsinn sowie ihr Gehör.

Die korrekte Identifizierung des unterirdischen Bewohners ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen und zielgerichteten Bekämpfung. Nur so können Sie sicherstellen, dass die von Ihnen gewählten Mittel – ob pflanzlich oder anders – auch wirklich gegen das spezifische Tier wirksam sind, das Ihren Garten belästigt.

Natürliche Alternativen und die Bedeutung des ökologischen Gleichgewichts

Wenn Pflanzen allein nicht ausreichen oder die Situation besonders hartnäckig ist, gibt es weitere natürliche Methoden, um Maulwürfe zu vertreiben, die das ökologische Gleichgewicht im Garten respektieren. Eine davon ist die Schaffung von Lärm oder Vibrationen. Maulwürfe sind empfindlich gegenüber Erschütterungen. Einfache Hausmittel wie Windräder oder flatternde Fahnen, die in den Boden gesteckt werden, können durch Vibrationen den Maulwurf stören und ihn dazu bewegen, das Weite zu suchen. Auch das Eingraben von leeren Flaschen mit dem Hals nach unten im Boden, sodass sie im Wind pfeifen, kann eine Wirkung erzielen.

Eine weitere Methode ist die Manipulation des Bodens und der Feuchtigkeit. Maulwürfe bevorzugen feuchte, lockere Böden, die leicht zu durchgraben sind und viele Regenwürmer beherbergen. Wenn Sie Ihren Boden an bestimmten Stellen gezielt trockener halten oder verdichten, kann dies die Attraktivität für Maulwürfe verringern. Dies ist jedoch oft schwierig umzusetzen, insbesondere auf großen Rasenflächen. Das Entfernen von Beutetieren wie Engerlingen oder Larven kann ebenfalls dazu beitragen, die Nahrungsquelle des Maulwurfs zu reduzieren, was ihn weniger attraktiv für diesen Bereich macht.

Die Wahl der richtigen Pflanzen in Kombination mit diesen Methoden kann synergistisch wirken. Eine dicht bepflanzte Grenze, kombiniert mit einem gelegentlich aufgestellten Windrad, kann eine effektivere Barriere darstellen als jede Maßnahme allein. Wichtig ist, dass Sie dem Maulwurf keinen Lebensraum bieten, der für ihn optimal ist. Das bedeutet, große, offene Rasenflächen, die leicht zu durchgraben sind, und eine Fülle von Beutetieren.

Der Maulwurf als Baby: Maulwürfe bekommen meist ein- bis zweimal im Jahr Nachwuchs, üblicherweise im Frühjahr. Ein Wurf besteht meist aus 2-7 Jungen, die blind und nackt geboren werden und von der Mutter in einem separaten Nest versorgt werden. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, die Tiere nicht unnötig zu gefährden und auf schonende Vertreibungsmaßnahmen zu setzen.

Das Ziel sollte immer sein, eine gesunde Balance im Garten zu finden. Ein Garten, der zu einem natürlichen Lebensraum für Nützlinge wird, zieht auch Tiere an, die den Boden belüften und von Schädlingen befreien. Der Maulwurf ist ein Teil dieses Systems. Statt ihn radikal zu bekämpfen, ist es oft sinnvoller, sein Vordringen in empfindliche Bereiche durch gezielte, natürliche Methoden zu lenken.

Maulwurf Hügel entfernen: Der letzte Schritt

Nachdem Sie erfolgreich Pflanzen zur Abwehr von Maulwürfen eingesetzt und hoffentlich eine deutliche Reduzierung der neuen Hügel bemerkt haben, bleibt oft die Frage: Was tun mit den bereits vorhandenen Maulwurfshügeln? Das Entfernen der Hügel ist nicht nur eine ästhetische Notwendigkeit, sondern kann auch dazu beitragen, den Boden zu verbessern und den Rasen wieder in Form zu bringen. Es ist in der Regel der letzte Schritt in einem erfolgreichen Maulwurf-Management-Plan.

Die einfachste Methode ist, die Hügel einfach mit einer Harke oder einem Rechen auseinanderzuziehen und die Erde auf dem Rasen zu verteilen. Dies kann sofort nach dem Entdecken eines neuen Hügels geschehen. Die aufgeworfene Erde ist sehr nährstoffreich und eignet sich hervorragend als natürlicher Dünger für den Rasen, vorausgesetzt, sie enthält keine Unkrautsamen oder Schädlinge. Wenn Sie die Erde auf dem Rasen verteilen, stellen Sie sicher, dass sie nicht zu dick ist, um das darunterliegende Gras nicht zu ersticken. Bei Bedarf kann die überschüssige Erde abgetragen oder anderweitig im Garten verwendet werden.

Bei größeren oder hartnäckigeren Hügeln kann es notwendig sein, diese manuell abzutragen. Dies kann mit einem Spaten geschehen, wobei die oberste Erdschicht vorsichtig abgetragen wird. Anschließend kann die Stelle neu eingesät, gedüngt oder mit Rasensamen ausgebessert werden. Wichtig ist, dass Sie bei dieser Tätigkeit vorsichtig vorgehen. Oft sind die Maulwürfe immer noch aktiv, und Sie wollen nicht, dass sie sofort einen neuen Hügel in der Nähe aufwerfen. Daher ist es ratsam, die Hügelentfernung durch die bereits etablierte pflanzliche Abwehr zu flankieren.

Es gibt auch spezialisierte Gartengeräte, die das Abtragen von Maulwurfshügeln erleichtern können. Diese ähneln oft breiten Schaufeln oder Abziehern, die darauf ausgelegt sind, die oberste Erdschicht glatt zu streichen. Letztendlich ist das Entfernen der Hügel ein Teil der Nachsorge. Die eigentliche Lösung des Problems liegt in der präventiven Abwehr, bei der die richtigen Pflanzen eine Schlüsselrolle spielen.

Maulwurf entfernen? Wenn es darum geht, Maulwürfe dauerhaft und auf legale Weise zu entfernen, ist die pflanzliche Abwehr eine humane Methode, die auf Abschreckung setzt, statt auf Eliminierung. Es ist wichtig, sich über lokale Vorschriften zu informieren, da Maulwürfe in einigen Regionen geschützt sein können.

Das Ziel ist ein gepflegter Garten, in dem sich Mensch und Natur wohlfühlen. Mit den richtigen Pflanzen und einer konsequenten Anwendung können Sie Ihren Garten erfolgreich vor den unerwünschten Erdarbeiten des Maulwurfs schützen und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern.

Fazit: Nachhaltiger Schutz durch Pflanzenwahl

Die Entscheidung, Pflanzen gegen Maulwürfe im eigenen Garten einzusetzen, ist ein Schritt hin zu einer natürlicheren und oft auch nachhaltigeren Schädlingsbekämpfung. Anstatt auf chemische Mittel oder andere, potenziell schädliche Methoden zurückzugreifen, bieten Pflanzen eine elegante Lösung, die das ökologische Gleichgewicht achtet. Die Kernidee ist einfach: Man nutzt die natürliche Abneigung des Maulwurfs gegen bestimmte Gerüche oder physische Hindernisse, die von den Pflanzen ausgehen.

Dabei ist es wichtig, die richtigen Pflanzen auszuwählen, die tatsächlich eine abwehrende Wirkung haben. Dazu gehören insbesondere Arten wie der Steinlauch, die Narzisse oder die Christrose, deren intensive Düfte oder Wurzelstrukturen den Maulwurf stören. Die strategische Platzierung dieser Pflanzen – entlang von Rasenkanten, um Beete oder auf Wegen, die der Maulwurf nutzen könnte – ist ebenso entscheidend wie ihre Pflege. Eine gut etablierte und dichte Bepflanzung schafft eine effektive Barriere.

Gleichzeitig ist es unerlässlich, sich der möglichen Fallstricke bewusst zu sein. Geduld ist hierbei eine Tugend, da pflanzliche Abwehrmaßnahmen Zeit benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Auch die Verwechslungsgefahr mit Wühlmausspuren sollte bedacht werden, denn die Bekämpfungsstrategien unterscheiden sich. Und nicht zuletzt erfordert die Anwendung von Pflanzen mit giftigen Inhaltsstoffen höchste Vorsicht, besonders wenn Kinder oder Haustiere im Garten sind.

Der wirksamste Schutz gegen Maulwürfe entsteht durch eine Kombination aus Wissen und Geduld. Indem Sie die Verhaltensweisen des Maulwurfs verstehen und Pflanzen gezielt einsetzen, können Sie Ihren Garten effektiv schützen, ohne die Natur zu stören. Die Beseitigung von Maulwurfshügeln ist dann nur noch ein kleiner, kosmetischer Schritt, um die Schönheit Ihres Gartens wiederherzustellen. Setzen Sie auf die Kraft der Natur und genießen Sie einen gepflegten Garten, der im Einklang mit seiner Umgebung steht.