Die häufigsten Fehler bei Pflanzen für den Blumenkasten
Der Wunsch nach einem farbenfrohen Blumenkasten auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank ist groß. Doch die Umsetzung birgt Tücken, und schnell sind teure Fehler gemacht, die das Gärtnerherz schmerzen. Zu den gravierendsten Fehlern zählt die falsche Pflanzenauswahl: Man wählt Pflanzen, die nicht zu den Standortbedingungen passen, oder kombiniert Arten, die sich gegenseitig im Wachstum behindern. Ebenso kritisch ist die Über- oder Unterbewässerung, ein Klassiker, der vielen Pflanzen das Leben verkürzt. Ein weiterer Stolperstein ist die mangelnde Nährstoffversorgung; Blumenkästen bieten begrenzten Wurzelraum, und die Pflanzen benötigen regelmäßige Düngergaben, um üppig zu gedeihen. Viele Gärtner unterschätzen auch die Bedeutung der Pflanzabstände und quetschen zu viele Pflanzen in einen Kasten, was zu Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe führt und die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge erhöht. Schließlich ist die Wahl eines passenden Substrats essenziell; einfache Gartenerde ist für den Blumenkasten oft ungeeignet und verdichtet zu schnell.
- Standortansprüche der Pflanzen ignorieren.
- Falsche Kombination von Pflanzenarten.
- Probleme mit Bewässerung und Nährstoffen.
- Zu dichtes Pflanzen im Kasten.
- Ungünstige Substratauswahl.
Diese Anfängerfehler kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern mindern auch die Freude an Ihrem grünen Projekt.
Warum diese Fehler das Pflanzenwachstum beeinträchtigen
Jede Pflanze hat spezifische Bedürfnisse, die eng mit ihrem natürlichen Lebensraum verknüpft sind. Wenn Sie beispielsweise eine sonnenliebende Geranie in einen schattigen Winkel stellen, wird sie verkümmern, wenige Blüten bilden und anfällig für Pilzkrankheiten werden. Umgekehrt können schattenverträgliche Farne in voller Mittagssonne verbrennen. Die Nichtbeachtung dieser grundlegenden Standortansprüche ist der häufigste Grund für enttäuschende Ergebnisse.
Bei der Kombination von Pflanzen ist es wichtig, auf ähnliche Ansprüche hinsichtlich Licht, Wasser und Nährstoffbedarf zu achten. Ein üppig wuchernder Bodendecker kann beispielsweise eine zarte Staude schnell überwuchern, ihr das Licht wegnehmen und sie im schlimmsten Fall ersticken. Pflanzen, die unterschiedliche Bedürfnisse haben, bedeuten für den Gärtner auch mehr Arbeit, da jeder Wasser- und Düngebedarf separat gemanagt werden müsste, was im engen Raum eines Blumenkastens kaum praktikabel ist. Oftmals werden auch Pflanzen gewählt, die zwar schön aussehen, aber für den begrenzten Raum eines Blumenkastens schlicht zu groß oder wuchsfreudig werden, was zu einem unharmonischen Gesamtbild führt und die Pflege erschwert.
Die Wurzeln einer Pflanze sind ihr Fundament. In einem Blumenkasten ist der Raum für die Wurzelentwicklung begrenzt. Ein Substrat, das zu schwer und nässt oder zu sandig und schnell austrocknet, beeinträchtigt die Wasser- und Nährstoffaufnahme erheblich. Eine verdichtete Erde verhindert, dass die Wurzeln atmen können, was Staunässe begünstigt und zum Absterben der feinen Wurzeln führt. Wenn Pflanzen zu eng stehen, konkurrieren sie nicht nur um oberirdischen Platz, sondern auch um die begrenzten Ressourcen im Substrat. Dies schwächt sie, macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge und reduziert die Blühfreude.
Unterschiedliche Ansprüche im Blumenkasten
Ein Blumenkasten ist ein abgeschlossenes System, das konstant gepflegt werden muss. Stellen Sie sich vor, Sie pflanzen eine Pflanze, die viel Wasser benötigt, neben eine Sukkulente, die Trockenheit bevorzugt. Sie würden entweder die Sukkulente ertränken oder die durstige Pflanze verdursten lassen. Dieses Problem verschärft sich, wenn Sie mehrere Pflanzen mit stark abweichenden Bedürfnissen kombinieren. Idealerweise wählen Sie Pflanzen, deren Wasserbedarf und Lichtansprüche möglichst übereinstimmen, damit die Pflege für Sie einfacher wird und alle Gewächse im Kasten gut gedeihen können.
Das richtige Substrat: Die Basis für gesunde Pflanzen
Die Auswahl des richtigen Substrats für Ihren Blumenkasten ist ein fundamentaler Schritt, der oft unterschätzt wird. Eine hochwertige Blumenerde oder spezielle Kübelpflanzenerde ist unerlässlich. Diese Substrate sind so konzipiert, dass sie eine gute Drainage ermöglichen, Staunässe verhindern und gleichzeitig ausreichend Nährstoffe für die Anfangsphase bieten. Sie sind locker und belüftet, was den Wurzeln erlaubt, sich gut zu entwickeln und zu atmen.
Verwenden Sie niemals reine Gartenerde aus dem Beet. Diese ist oft zu schwer, verdichtet sich im Kasten schnell, behindert die Belüftung und kann Schädlinge oder Krankheiten mitbringen. Eine gute Blumenerde zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus organischen Bestandteilen wie Torf, Kokosfasern und Kompost aus, kombiniert mit mineralischen Bestandteilen wie Perlit oder Sand, die für die Drainage sorgen. Sie sollte Feuchtigkeit gut speichern können, ohne zu nass zu werden.
Aufbau und Eigenschaften von guter Blumenerde
Eine ideale Blumenerde für Blumenkästen sollte mehrere Kriterien erfüllen: Sie muss Strukturstabil sein, damit sie auch nach starkem Gießen nicht zerfällt. Sie sollte eine gute Wasserspeicherfähigkeit besitzen, um längere Trockenperioden zwischen den Wassergaben zu überbrücken, gleichzeitig aber auch überschüssiges Wasser zügig abfließen lassen, um Wurzelfäule vorzubeugen. Eine ausreichende Belüftung der Wurzelzone ist ebenso entscheidend, damit die Wurzeln genügend Sauerstoff erhalten. Oftmals enthalten hochwertige Erden bereits einen Startdünger, der die Pflanzen in den ersten Wochen mit Nährstoffen versorgt.
Verbessern Sie das Substrat für Blumenkästen, indem Sie es mit etwas Blähton oder Perlit mischen. Dies erhöht die Drainage und Belüftung erheblich und beugt Staunässe effektiv vor, besonders bei Pflanzen, die empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagieren.
Die richtige Pflanzenwahl: Was passt in Ihren Blumenkasten?
Die Gestaltung eines Blumenkastens beginnt mit der Frage, wo dieser seinen Platz finden wird: Auf einem sonnenüberfluteten Südbalkon oder an einem schattigen Nordfenster? Diese Standortfrage ist der entscheidende Faktor für die Auswahl der Pflanzen. Für sonnige Standorte eignen sich hitzebeständige und trockenheitsverträgliche Pflanzen wie Geranien, Petunien, Portulakröschen, Lavendel oder Kapmargeriten. Diese sind robust und gedeihen prächtig, wenn sie regelmäßig gegossen, aber nicht ertränkt werden.
An schattigen oder halbschattigen Standorten, wo das Sonnenlicht nur für wenige Stunden am Tag hinkommt, sind andere Pflanzen gefragt. Hier kommen Pflanzen wie Fleißiges Lieschen, Fuchsien, Begonien, Farne, Funkien oder verschiedene Sorten von Golderdbeere (Waldsteinia) zum Einsatz. Diese bevorzugen feuchtere, kühlere Bedingungen und können auch ohne direkte Sonneneinstrahlung üppig wachsen und Farbe in den Garten bringen. Die Entscheidung für die richtige Pflanze basierend auf dem Standort ist der Schlüssel zur Vermeidung von Problemen.
Kombinationen, die Freude bereiten
Beim Kombinieren von Pflanzen für den Blumenkasten sollten Sie auf ähnliche Ansprüche achten, um eine harmonische und pflegeleichte Bepflanzung zu erzielen. Eine bewährte Methode ist die Kombination von einer aufrechten Leitpflanze, einer überhängenden Hängepflanze und einer Füllpflanze, die den Raum zwischen den anderen ausfüllt. Beispielsweise können Sie eine aufrechte Geranie mit hängenden Männertreu (Lobelien) oder Hängepetunien und als Füllpflanze kleine, buschige Stiefmütterchen oder Kräuter wie Thymian kombinieren.
Eine andere Idee ist die Schaffung von thematischen Kästen: Ein Kräuterkasten mit Basilikum, Petersilie und Schnittlauch für die Küche; ein mediterraner Kasten mit Rosmarin, Thymian und Salbei; oder ein Kasten, der ganz auf eine Farbe setzt, wie ein blau-weißer Kasten mit verschiedenen Blaue-Schwingel-Sorten und weißen Husarenknöpfchen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl auch die Blütezeiten, um eine langanhaltende Blütenpracht zu gewährleisten.
Achten Sie auf die Wuchsstärke der ausgewählten Pflanzen. Zu stark wachsende Arten können kleinere, zartere Pflanzen schnell überwachsen und deren Entwicklung negativ beeinflussen. Eine ausgewogene Mischung sorgt für ein stabiles Ökosystem im Kasten.
Pflanzen für den Blumenkasten: Winterhart oder einjährig?
Die Wahl, ob Sie einjährige oder winterharte Pflanzen für Ihren Blumenkasten wählen, hängt von Ihren Vorstellungen für das ganze Jahr ab. Einjährige Pflanzen, wie Geranien, Petunien oder Eisbegonien, bieten über den Sommer hinweg eine intensive und wechselnde Blütenpracht. Sie müssen jedoch jedes Jahr neu gekauft und gepflanzt werden. Winterharte Pflanzen wie Stiefmütterchen, Hornveilchen, winterharte Kräuter oder kleine Koniferen können hingegen überwintern und auch im nächsten Jahr wieder austreiben. Dies spart Kosten und Aufwand, erfordert aber oft einen gewissen Schutz im Winter, je nach Sorte und Klima.
Die richtige Pflege: Gießen, Düngen und Schneiden
Nach der sorgfältigen Auswahl und Pflanzung ist die richtige Pflege entscheidend, damit Ihre Pflanzen im Blumenkasten prächtig gedeihen. Das Gießen ist eine Kunst für sich: Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule, zu wenig lässt die Pflanzen welken. Die Faustregel lautet: Lieber seltener, aber dafür durchdringend gießen, sodass das Wasser bis zu den Wurzeln gelangt und das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass ist. Überprüfen Sie die Feuchtigkeit des Substrats mit dem Finger. Wenn die oberste Schicht trocken ist, ist es Zeit zu gießen. Bei großer Hitze kann tägliches Gießen notwendig sein, an kühleren Tagen reicht es vielleicht alle paar Tage.
Gedüngt werden muss im Blumenkasten fast immer, da die Nährstoffe im begrenzten Substrat schnell aufgebraucht sind. Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigemischt wird, sind eine beliebte und einfache Methode. Beginnen Sie mit der Düngung einige Wochen nach der Pflanzung, wenn die anfänglichen Nährstoffe im Substrat aufgebraucht sind. Beachten Sie die Dosierungsempfehlungen auf der Düngerpackung, um eine Überdüngung zu vermeiden, die die Pflanzen ebenfalls schädigen kann. Es gibt spezielle Dünger für blühende Pflanzen, die reich an Kalium sind, oder für grüne Pflanzen, die mehr Stickstoff benötigen.
Tipps zum richtigen Gießen im Blumenkasten
Morgens ist die ideale Zeit zum Gießen, da die Pflanzen so über den Tag verteilt die aufgenommene Feuchtigkeit nutzen können und das Laub bis zum Abend abtrocknet, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Vermeiden Sie es, über die Blüten oder Blätter zu gießen, wenn dies nicht unbedingt nötig ist, denn Wassertropfen können wie Brenngläser wirken oder die Ausbreitung von Krankheiten fördern. Gießen Sie direkt auf das Substrat. Bei Kästen, die in der prallen Sonne hängen, kann die Erde sehr schnell austrocknen, während Kästen an der Nordseite länger feucht bleiben. Ein kleines Wasserreservoir am Boden des Kastens, wie es bei manchen Modellen integriert ist, kann helfen, die Wasserversorgung zu erleichtern.
Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit des Substrats regelmäßig, auch wenn es nicht heiß ist. Pflanzen in voller Blüte oder mit vielen Blättern verdunsten mehr Wasser als Pflanzen in Ruhephasen oder mit kleinerem Blattwerk. Sensible Pflanzen wie Fuchsien benötigen eine konstant feuchte Erde, während Sukkulenten oder Kräuter wie Thymian und Lavendel eher trockene Phasen vertragen.
Pflegeleichte Pflanzen für den Blumenkasten
Wenn Sie nach besonders pflegeleichten Pflanzen für den Blumenkasten suchen, sind Sorten wie die bereits erwähnten Geranien (besonders stehende Sorten), Fleißiges Lieschen, Petunien (bei regelmäßiger Düngung), Lobelien, Husarenknöpfchen (Sutera cordata) oder die Kapmargerite gute Kandidaten. Auch einige Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Salbei sind robust und benötigen wenig Pflege, solange sie sonnig und nicht zu nass stehen. Für schattige Plätze sind Farne oder Funkien oft eine unkomplizierte Wahl, die mit wenig Aufwand auskommt.
Sitzende und hängende Pflanzen für den Blumenkasten
Die Gestaltung eines Blumenkastens lebt von der Vielfalt der Wuchsformen. Eine ansprechende Bepflanzung kombiniert oft Pflanzen, die aufrecht wachsen, mit jenen, die über den Rand hängen und dem Kasten Tiefe und Dynamik verleihen. Aufrecht wachsende Pflanzen, oft als Leit- oder Gerüstpflanzen bezeichnet, bilden das Rückgrat der Komposition. Beispiele hierfür sind Geranien (Pelargonien), viele Stauden wie niedrige Gräser, Salbei oder Lavendel, sowie aufrecht wachsende Sommerblumen wie Zinnien oder kleine Sonnenblumenarten.
Überhängende oder hängende Pflanzen sind essenziell, um den Kasten optisch abzurunden und den Blickfang über den Rand hinauszulenken. Hierzu zählen Klassiker wie Hängepetunien, Männertreu (Lobelien), die in dichten blauen Teppichen wachsen, oder Kapkörbchen (Osteospermum), die oft mit ihren margeritenähnlichen Blüten beeindrucken. Auch die Süßkartoffel-Pflanze (Ipomoea batatas) mit ihren dekorativen, oft dunkellaubigen Ranken ist eine beliebte Wahl. Hängende Kräuter wie Thymian oder sogar ein kleiner Erdbeer-Ausläufer können ebenfalls charmante Akzente setzen.
Wie man Sitzende und Hängende Pflanzen kombiniert
Die Kunst liegt in der ausgewogenen Kombination. Beginnen Sie mit den aufrecht wachsenden Pflanzen im hinteren oder mittleren Bereich des Kastens, je nachdem, von welcher Seite Sie den Kasten betrachten möchten. Platzieren Sie dann die überhängenden Pflanzen am vorderen Rand, sodass sie malerisch herabfallen. Füllpflanzen, die niedrig und buschig wachsen, wie z.B. Storchschnabel (Geranium), Begonien oder kleine Farne, füllen die Lücken und schaffen ein dichtes, üppiges Bild. Achten Sie darauf, dass sich die Pflanzen nicht zu stark bedrängen; ein Abstand von etwa 15-20 cm zwischen den einzelnen Pflanzen ist oft ratsam, abhängig von der zu erwartenden Endgröße.
Die Wahl der Farben spielt ebenfalls eine Rolle. Eine einheitliche Farbpalette kann sehr elegant wirken, während ein bunter Mix Fröhlichkeit ausstrahlt. Überlegen Sie, ob Sie warme Töne (Rot, Orange, Gelb) oder kühle Töne (Blau, Violett, Weiß) bevorzugen. Die Kombination von Grüntönen verschiedener Blattstrukturen und Farben kann auch ohne Blüten für eine ansprechende Optik sorgen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl auch den Duft einiger Pflanzen, wie Lavendel, Minze oder duftende Geranien, um eine sinnliche Komponente hinzuzufügen.
Testen Sie die Hängeeigenschaften, bevor Sie pflanzen. Halten Sie eine Pflanze an den Rand des Kastens, um zu sehen, wie sie fällt. Manche Pflanzen fallen nur sanft, andere ranken sich und können weiter wachsen. Dies hilft Ihnen, die finale Optik besser einzuschätzen.
Blumenkasten-Ideen für verschiedene Standorte und Zwecke
Ein Blumenkasten ist mehr als nur ein Behälter; er ist eine Leinwand für Ihre gärtnerischen Kreativität. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos und lassen sich an spezifische Standorte oder gewünschte Effekte anpassen. Für einen sonnenverwöhnten Südbalkon sind mediterran inspirierte Kästen eine wunderbare Wahl. Kombinieren Sie Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei mit blühenden Pflanzen wie Kapmargeriten, Portulakröschen oder blauem Leinkraut. Diese Kombinationen sind nicht nur optisch ansprechend, sondern verströmen auch herrliche Düfte und sind relativ pflegeleicht, da sie Trockenheit gut vertragen.
An einem schattigen Platz, beispielsweise an einem Nordfenster oder unter einem großen Baum, können Sie mit Pflanzen, die kühleres, feuchteres Klima bevorzugen, beeindruckende Ergebnisse erzielen. Denken Sie an üppiges Grün mit verschiedenen Farnen, Funkien (Hosta) mit ihren attraktiven Blattzeichnungen oder das Immergrüne Gänseblümchen (Bellis perennis) für einen Hauch von Blüten. Auch Fleißiges Lieschen und Fuchsien sind perfekte Kandidaten für schattige Blumenkästen und bringen Farbe in dunklere Ecken. Hier ist die Sorge vor Staunässe größer, daher ist eine gute Drainage und ein luftiges Substrat besonders wichtig.
Spezielle Blumenkasten-Konzepte
Für Gourmets und Hobbyköche bietet sich ein Kräuterkasten an, der direkt vor der Küchenfensterbank platziert wird. Frische Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Dill und Minze sind so jederzeit griffbereit und verfeinern jedes Gericht. Achten Sie darauf, dass die Kräuter ähnliche Bedürfnisse haben; Basilikum mag es feuchter als Rosmarin, daher ist eine sorgfältige Auswahl oder getrennte Kästen ratsam. Eine alternative Idee ist ein Bienen- und Schmetterlingsfreundlicher Blumenkasten. Pflanzen Sie hierfür einjährige oder mehrjährige Blüten, die Nektar und Pollen in Hülle und Fülle bieten, wie zum Beispiel Sonnenhut, Schafgarbe, Kornblumen, Zinnien oder Ringelblumen.
Wählen Sie Pflanzen, die früh und spät im Jahr blühen, um eine möglichst lange Saison der Freude zu haben. Kombinieren Sie zum Beispiel Frühjahrsblüher wie Stiefmütterchen und Hornveilchen mit Sommerblumen wie Geranien und Fuchsien und ergänzen Sie das Ganze im Herbst eventuell mit Astern oder winterharten Gräsern.
Blumenkasten auf Mauer oder Fensterbank befestigen
Die Sicherheit und Stabilität Ihres Blumenkastens ist von höchster Bedeutung, insbesondere bei Standorten in der Höhe oder auf exponierten Flächen. Bei der Befestigung auf einer Mauer oder an einer Fensterbank müssen Sie sicherstellen, dass die Halterungen dem Gewicht des gefüllten Kastens, den Pflanzen und eventuell Windlasten standhalten. Verwenden Sie hierfür spezielle Blumenkastenhalterungen, die für die jeweilige Mauerart (z.B. Ziegel, Beton) oder Fensterbankbeschaffenheit (z.B. Breite, Material) ausgelegt sind. Achten Sie auf eine korrosionsbeständige Materialwahl, damit die Halterungen lange halten.
Für Blumenkästen auf Mauern gibt es spezielle Auflagesicherungen oder Winkel, die ein Verrutschen verhindern. Bei Fensterbänken sind oft breite, verstellbare Haken oder Klemmvorrichtungen die beste Lösung. Im Zweifelsfall oder bei Unsicherheit bezüglich der Statik sollten Sie professionellen Rat einholen oder eine sicherere Befestigungsvariante wählen, wie z.B. eine Bodenaufstellung auf einem stabilen Untergrund.
Blumenkasten selber bauen: Individuelle Lösungen
Wer sich einen ganz persönlichen Touch für seinen Außenbereich wünscht, kann seinen Blumenkasten auch selbst gestalten. Die Möglichkeiten sind hierbei so vielfältig wie die Materialien selbst. Holz ist ein beliebtes Material für den Eigenbau, da es sich gut bearbeiten lässt und eine natürliche Optik mit sich bringt. Ob rustikal aus alten Palettenbrettern oder edel aus Douglasie oder Lärche – mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich stabile und ästhetisch ansprechende Kästen zaubern.
Beim Bau eines Holzkastens sollten Sie auf die richtige Holzart achten. Harthölzer wie Lärche oder Douglasie sind von Natur aus wetterbeständiger als weichere Hölzer wie Kiefer oder Fichte. Dennoch ist eine Behandlung mit einer umweltfreundlichen Holzschutzlasur oder einem Öl empfehlenswert, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Achten Sie auf eine gute Belüftung und Drainage, indem Sie kleine Löcher am Boden vorsehen und den Kasten gegebenenfalls auf kleine Füße stellen, um direkten Kontakt mit feuchtem Untergrund zu vermeiden.
Materialien und Ideen für den Eigenbau
Neben Holz bieten sich auch andere Materialien für den Selbstbau an. Europaletten lassen sich mit etwas Aufwand zu charmanten Blumenkästen umfunktionieren und sind zudem eine nachhaltige Option. Sie können auch Metall, Stein oder sogar recycelte Kunststoffe verwenden, je nach Ihrem Stil und den verfügbaren Werkzeugen. Wenn Sie einen Blumenkasten mit Rankgitter planen, können Sie dies direkt in die Konstruktion integrieren, um Kletterpflanzen oder eine kleine grüne Wand zu schaffen.
Die Dimensionen Ihres selbstgebauten Blumenkastens sollten Sie an den vorgesehenen Platz und die Art der Pflanzen anpassen. Für tiefwurzelnde Pflanzen benötigen Sie einen Kasten mit entsprechender Tiefe. Die Breite und Länge hängen vom verfügbaren Raum und der gewünschten Anzahl von Pflanzen ab. Berücksichtigen Sie auch das Gewicht, besonders wenn der Kasten an einer empfindlichen Fassade oder einem Balkongeländer befestigt werden soll.
Verwenden Sie für den Bau Ihres Blumenkastens Edelstahlschrauben oder verzinkte Schrauben. Diese rosten nicht und gewährleisten eine lange Haltbarkeit der Konstruktion, auch bei ständiger Feuchtigkeitseinwirkung.
Die Innenausstattung und Verkleidung
Um die Lebensdauer Ihres selbstgebauten Blumenkastens aus Holz zu verlängern und die Erde vor dem Austrocknen zu schützen, kann eine Innenverkleidung sinnvoll sein. Hierfür eignet sich Teichfolie oder spezielle Vliesmaterialien. Achten Sie darauf, die Folie nicht bis ganz zum Rand hochzuziehen, um die Optik nicht zu beeinträchtigen, aber hoch genug, um die Holzwände vor direkter Feuchtigkeit zu schützen. Bohren Sie unbedingt Löcher in die Folie, wo sich auch im Holz die Drainagelöcher befinden, um Staunässe zu vermeiden. Eine Verkleidung mit einer schönen Fassade, zum Beispiel mit Zinkblech oder einer dekorativen Holzleistenschalung, kann dem Kasten zusätzlich Charakter verleihen.
