Der perfekte Zeitpunkt: Wann Rosenkohl ins Freiland kommt

Die Entscheidung für den richtigen Zeitpunkt, um Rosenkohl ins Freiland zu setzen, ist ein fundamentaler Schritt für den Erfolg Ihrer Ernte. Zu früh bedeutet Risiko durch späte Fröste, zu spät schränkt die Vegetationsperiode ein und mindert den Ertrag. Rosenkohl, auch als sprossender Kohl bekannt, ist eine Kultur, die Geduld und eine strategische Planung der Pflanzzeit erfordert. Die Faustregel besagt, dass der Rosenkohl nach den letzten Frösten ins Freiland gesetzt werden sollte, um ihn vor Schäden zu schützen.

In vielen Regionen Mitteleuropas liegt dieser optimale Zeitraum typischerweise zwischen Mitte Mai und Anfang Juni. Dies gibt den empfindlichen Jungpflanzen die Chance, sich zu etablieren, bevor die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht und sie später im Jahr, wenn die Tage kürzer werden, ihre Energie in die Bildung der begehrten Röschen investieren können. Eine sorgfältige Beobachtung der lokalen Wetterbedingungen ist dabei unerlässlich, denn es gibt keine universelle Kalenderwoche, die für jeden Garten gilt.

  • Rosenkohl ins Freiland setzen nach den letzten Frösten.
  • Ideale Pflanzzeit ist oft Mitte Mai bis Anfang Juni.
  • Wetterbedingungen vor Ort sind entscheidend für die Terminwahl.
  • Frühes Pflanzen birgt Frostgefahr, spätes Pflanzen verkürzt die Saison.

Vorbereitung ist alles: Was Sie vor dem Pflanzen benötigen

Bevor Sie die jungen Rosenkohlpflanzen in ihre endgültigen Beete setzen, ist eine gründliche Vorbereitung des Bodens und der Pflänzchen selbst unabdingbar. Dies stellt sicher, dass die Pflanzen gut anwachsen und sich optimal entwickeln können. Ein gut vorbereiteter Boden ist nährstoffreich, locker und gut drainiert, um Staunässe zu vermeiden, die Wurzelfäule begünstigen kann.

Beginnen Sie damit, das Beet gründlich aufzulockern, idealerweise tiefgründig. Entfernen Sie sämtliche Unkräuter und Steine. Als Starkzehrer profitiert Rosenkohl von reichlich Nährstoffen. Eine gute Grundlage bildet gut verrotteter Kompost oder Stallmist, der schon im Herbst oder zeitigen Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden kann. Achten Sie darauf, den Boden nicht zu verdichten.

Die Jungpflanzen selbst sollten Sie vor dem Auspflanzen abhärten. Das bedeutet, sie über ein bis zwei Wochen schrittweise an die Außenbedingungen zu gewöhnen. Stellen Sie sie tagsüber ins Freie und holen Sie sie nachts wieder herein oder stellen Sie sie an einen geschützten Platz. Dies beugt einem Schock vor, wenn sie nach dem warmen Gewächshaus oder der Fensterbank der vollen Witterung ausgesetzt werden. Prüfen Sie die Wurzelballen: Sind sie gut durchwurzelt, aber noch nicht im Kreis gewachsen (Ringschluss), sind die Pflanzen bereit.

Die Bodenvorbereitung ist die halbe Miete für gesunden Rosenkohl.

Der Pflanzvorgang: Schritt für Schritt zum Erfolg

Der eigentliche Akt des Pflanzens ist denkbar einfach, doch die richtige Ausführung macht den Unterschied. Wenn der Boden sich warm genug anfühlt und keine Frostgefahr mehr besteht, können Sie mit dem Auspflanzen beginnen. Achten Sie auf einen bewölkten Tag oder pflanzen Sie am späten Nachmittag, damit die jungen Pflanzen nicht unter starker Sonneneinstrahlung leiden und sich besser etablieren können.

Heben Sie für jede Rosenkohlpflanze ein Pflanzloch aus, das etwas größer ist als der Wurzelballen. Der Abstand zwischen den Pflanzen ist ein kritischer Faktor für die spätere Entwicklung und Belüftung. Für Rosenkohl empfiehlt sich ein Pflanzabstand von mindestens 50 Zentimetern in alle Richtungen. Dies gibt den ausgewachsenen Pflanzen genügend Raum, um sich auszubreiten und Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe zu vermeiden. Eine zu dichte Pflanzung fördert zudem Krankheiten.

Setzen Sie die Jungpflanze so tief ins Loch, wie sie im Anzuchttopf gestanden hat. Achten Sie darauf, den Wurzelballen nicht zu beschädigen. Bei sehr hoch gewachsenen Jungpflanzen können Sie sie etwas tiefer setzen, da Rosenkohl die Fähigkeit besitzt, am Stängel neue Wurzeln zu bilden. Füllen Sie das Loch mit Erde auf und drücken Sie diese leicht an, um Hohlräume zu vermeiden und einen guten Bodenschluss herzustellen.

Gießen und Mulchen: Die ersten Tage im neuen Zuhause

Nach dem Einpflanzen ist ausgiebiges Angießen entscheidend. Dies hilft, die Erde um die Wurzeln zu festigen und den Bodenschluss zu verbessern. Verwenden Sie reichlich Wasser, damit die Erde gut durchfeuchtet wird. Achten Sie darauf, dass das Wasser direkt an die Wurzeln gelangt und nicht nur oberflächlich abläuft.

Eine Schicht Mulch um die Pflanzen herum ist ebenfalls sehr vorteilhaft. Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt das Wachstum von Unkräutern und schützt die jungen Pflanzen vor extremen Temperaturschwankungen. Geeignete Mulchmaterialien sind zum Beispiel Rasenschnitt, Stroh oder Rindenmulch. Lassen Sie einen kleinen Bereich um den Stängel der Pflanze frei, um Fäulnis zu vermeiden.

Der richtige Pflanzabstand sichert die spätere Vitalität Ihrer Rosenkohlpflanzen.

Pflege nach dem Pflanzen: Der Weg zur Ernte

Sobald Ihre Rosenkohlpflanzen erfolgreich im Freiland etabliert sind, beginnt die Phase der Pflege, die maßgeblich über die Qualität und Quantität Ihrer Ernte entscheidet. Rosenkohl ist, wie viele Kohlarten, eine anspruchsvolle Pflanze, die regelmäßige Aufmerksamkeit benötigt, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Die wichtigsten Aspekte der Nachsorge umfassen die Bewässerung, Düngung und den Schutz vor Schädlingen und Krankheiten.

Die gleichmäßige Wasserversorgung ist von zentraler Bedeutung. Der Boden sollte stets leicht feucht gehalten werden, jedoch ohne Staunässe. Besonders in trockenen Perioden ist regelmäßiges und tiefgründiges Gießen unerlässlich. Vermeiden Sie es, die Blätter zu befeuchten, da dies die Ausbreitung von Pilzkrankheiten fördern kann. Gießen Sie daher bevorzugt am Morgen direkt an die Wurzelzone.

Da Rosenkohl ein Starkzehrer ist, benötigt er während der Wachstumsperiode zusätzliche Nährstoffe. Eine erste Nachdüngung kann etwa vier bis sechs Wochen nach dem Auspflanzen erfolgen, beispielsweise mit einem organischen Flüssigdünger oder einer weiteren Gabe Kompost. Achten Sie auf Anzeichen von Nährstoffmangel, wie gelbliche Blätter oder verlangsamtes Wachstum. Eine Überdüngung, insbesondere mit Stickstoff, sollte jedoch vermieden werden, da sie die Röschenbildung negativ beeinflussen und die Anfälligkeit für Schädlinge erhöhen kann.

Den Rosenkohl anhäufeln: Ein wichtiger Pflegetipp

Ein oft unterschätzter, aber wichtiger Pflegeschritt ist das Anhäufeln des Rosenkohls. Dies geschieht, wenn die Pflanzen etwa 30-40 cm hoch sind. Dabei wird die Erde vom Damm oder vom Beetrand locker um den unteren Teil des Stängels angehäuft. Diese Maßnahme hat mehrere Vorteile: Sie stabilisiert die hohen Pflanzen, was besonders bei windigen Bedingungen wichtig ist, und regt die Bildung zusätzlicher Wurzeln am angehäuften Stängelteil an.

Zudem schützt das Anhäufeln die unteren Blätter vor zu starker Sonneneinstrahlung und verhindert, dass die Röschen frühzeitig aufplatzen. Es hilft auch, Unkraut zu unterdrücken, da die Erde, die Sie anhäufen, meist bereits von wuchernden Unkräutern befreit ist. Wiederholen Sie das Anhäufeln bei Bedarf ein zweites Mal, wenn die Pflanzen weiter wachsen.

Eine kontinuierliche Wasserversorgung ist entscheidend für die Entwicklung der Röschen.

Schädlinge und Krankheiten: Worauf Sie achten müssen

Der Anbau von Rosenkohl kann durch eine Reihe von Schädlingen und Krankheiten beeinträchtigt werden. Ein wachsames Auge und präventive Maßnahmen sind der Schlüssel, um Ihre Pflanzen gesund zu halten und Ernteausfälle zu minimieren. Die häufigsten Übeltäter sind Kohlweißlinge, Kohlfliegen, Schnecken und verschiedene Pilzkrankheiten.

Der Kohlweißling legt seine Eier auf die Blattunterseiten ab, aus denen dann gefräßige Raupen schlüpfen. Sie können die Pflanzen durch Absammeln der Eier und Raupen sowie durch das Anbringen von feinem Kulturschutznetz schützen. Dieses Netz hält die Falter von den Pflanzen fern und verhindert so das Eierlegen. Die Netze sollten so früh wie möglich nach dem Pflanzen angebracht werden.

Die Kohlfliege verursacht Schaden durch ihre Larven, die sich in die Wurzeln oder den unteren Stängel bohren. Dies führt zu Welkeerscheinungen und Wachstumsstörungen. Auch hier bietet das Kulturschutznetz einen guten Schutz, indem es die Fliegen von den Pflanzen fernhält. Achten Sie darauf, dass die Ränder des Netzes gut mit Erde abgedichtet sind.

Vorbeugung ist besser als Heilung: Gesunde Pflanzen widerstandsfähiger machen

Schnecken sind ein ständiger Begleiter im Gemüsegarten und machen auch vor Rosenkohl nicht halt. Vorbeugende Maßnahmen wie das Sammeln von Schnecken am Morgen oder Abend, das Anlegen von Schneckenkränzen oder die Verwendung von Schneckenkorn (biologisch abbaubar) sind oft notwendig. Auch das Fördern natürlicher Fressfeinde wie Igel und Vögel hilft.

Pilzkrankheiten wie die Kohlhernie oder Falscher Mehltau können ebenfalls Probleme bereiten. Kohlhernie befällt die Wurzeln und verformt sie, was zu Kümmerwuchs führt. Sie wird durch saure, staunässe-gefährdete Böden begünstigt. Eine gute Bodenvorbereitung und das Vermeiden von Kohl auf demselben Beet in den Folgejahren (Fruchtfolge) sind essenziell. Bei Falschem Mehltau helfen gute Belüftung und das Vermeiden von Blattbenetzung.

Ein Kulturschutznetz ist eine effektive Barriere gegen viele Kohl-Schädlinge.

Rosenkohl anpflanzen: Die Wahl des richtigen Standorts

Die Wahl des richtigen Standorts für Ihren Rosenkohl ist ein entscheidender Faktor, der maßgeblich über das Gedeihen Ihrer Pflanzen und die Qualität der Ernte bestimmt. Rosenkohl ist eine anspruchsvolle Pflanze, die spezifische Bedingungen bevorzugt, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Eine gute Standortwahl minimiert zudem Probleme mit Schädlingen und Krankheiten und optimiert die Nährstoffaufnahme.

Rosenkohl liebt einen sonnigen und windgeschützten Platz. Je mehr Licht die Pflanzen erhalten, desto besser entwickeln sich die Röschen und desto intensiver ist ihr Geschmack. Ein Standort, der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag bietet, ist ideal. Ein windgeschützter Ort schützt die Pflanzen vor Austrocknung und mechanischen Schäden durch starke Böen, was besonders wichtig ist, wenn die Pflanzen größer werden und sich die Röschen bilden.

Der Boden sollte tiefgründig gelockert, nährstoffreich und humos sein. Da Rosenkohl ein Starkzehrer ist, benötigt er viele Nährstoffe, um kräftig zu wachsen und eine gute Ernte zu liefern. Ein Boden, der gut Wasser speichern kann, aber gleichzeitig eine gute Drainage aufweist, ist optimal. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule und anderen Problemen führen kann.

Fruchtfolge beachten: Wo Rosenkohl gut und schlecht wächst

Ein wichtiger Aspekt bei der Standortwahl ist die Berücksichtigung der Fruchtfolge. Kohlpflanzen gehören zur Familie der Kreuzblütler. Es ist ratsam, Rosenkohl nicht dort anzupflanzen, wo in den Vorjahren bereits andere Kohlarten (wie Weißkohl, Rotkohl, Grünkohl, Brokkoli oder Blumenkohl) gewachsen sind. Dies gilt für mindestens drei bis vier Jahre.

Die Fruchtfolge hilft, die Bodengesundheit zu erhalten und die Anreicherung von spezifischen Krankheitserregern und Schädlingen im Boden zu verhindern. Wenn Sie Rosenkohl auf demselben Beet wiederholt anbauen, erhöhen Sie das Risiko für Krankheiten wie die Kohlhernie oder die Schwarzbeinigkeit erheblich. Ideale Vorgänger für Rosenkohl sind Leguminosen (wie Bohnen oder Erbsen), die den Boden mit Stickstoff anreichern, oder Wurzelgemüse.

Ein sonniger und geschützter Standort fördert eine ertragreiche Rosenkohlernte.

Die richtige Pflanzengröße und der Abstand

Wenn Sie Rosenkohl pflanzen, ist nicht nur der Zeitpunkt entscheidend, sondern auch die Größe der Jungpflanzen und der korrekte Abstand zueinander. Diese Faktoren beeinflussen direkt die Gesundheit, das Wachstum und letztlich den Ertrag Ihrer Pflanzen. Die Wahl der richtigen Pflanzengröße und die Beachtung des empfohlenen Abstands sind wesentliche Bestandteile einer erfolgreichen Kultivierung.

Jungpflanzen für den Rosenkohl sollten idealerweise eine Höhe von etwa 10 bis 15 Zentimetern haben, wenn sie ins Freiland gesetzt werden. Sie sollten bereits gut entwickelt sein, mit kräftigen, grünen Blättern und einem festen Stängel. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht bereits zu lange in kleinen Töpfen standen und sich die Wurzeln im Kreis gewickelt haben (Ringschluss). Solche Pflanzen haben oft Schwierigkeiten, sich gut im neuen Boden zu etablieren und sind anfälliger für Stress.

Der Pflanzabstand ist ein weiterer kritischer Punkt. Rosenkohlpflanzen werden recht groß und buschig. Um ausreichend Platz für die Entwicklung der einzelnen Röschen und eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten, empfiehlt sich ein Abstand von mindestens 50 cm x 50 cm. In manchen Fällen, besonders bei sehr stark wachsenden Sorten oder wenn Sie eine sehr reichhaltige Düngung planen, können auch 60 cm x 60 cm sinnvoll sein.

Warum der Abstand so wichtig ist: Licht, Luft und Nährstoffe

Ein zu geringer Pflanzabstand führt zu starker Konkurrenz zwischen den Pflanzen. Sie wetteifern um Licht, Wasser und Nährstoffe. Dies schwächt die Pflanzen, macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge und führt zu kleineren, weniger zahlreichern Röschen. Die mangelnde Luftzirkulation in einem dichten Bestand begünstigt zudem die Ausbreitung von Pilzkrankheiten, da die Blätter nach Regen oder Tau langsamer abtrocknen.

Der richtige Abstand ermöglicht es jeder Pflanze, sich frei zu entfalten. Die unteren Blätter erhalten noch genügend Licht, und die Luft kann ungehindert zirkulieren. Dies fördert die Gesundheit der Pflanzen und führt zu größeren, festeren und geschmacklich besseren Röschen. Ein gut belüfteter Bestand ist auch leichter zu pflegen und zu beernten.

Wählen Sie Jungpflanzen, die kräftig und gut entwickelt sind, aber noch keinen Wurzelringelschluss zeigen.

Erntezeit: Wann und wie Sie Rosenkohl ernten

Die Erntezeit für Rosenkohl ist ein Höhepunkt im späten Gartenjahr und erstreckt sich oft bis in die ersten Wintermonate. Geduld ist hierbei eine Tugend, denn der Geschmack von Rosenkohl entwickelt sich am besten, wenn er von den ersten leichten Frösten berührt wurde. Diese Kälteinduktion wandelt die Stärke in Zucker um, was den typisch leicht süßlichen und weniger bitteren Geschmack hervorruft.

Die Haupterntezeit beginnt in der Regel im Oktober und kann bis in den Dezember oder sogar Januar hinein andauern, abhängig von der Sorte und den Witterungsbedingungen. Beginnen Sie mit der Ernte, wenn die Röschen fest und kompakt sind. Sie sollten sich gut anfühlen und nicht locker oder wässrig wirken. Die kleinsten Röschen bilden sich an der Spitze der Pflanze, während die größeren und reiferen unten am Stängel sitzen.

Viele Gärtner beginnen die Ernte unten am Stängel und arbeiten sich nach oben vor. Sie brechen oder schneiden die einzelnen Röschen ab. Einige bevorzugen es jedoch, den gesamten Stängel abzuschneiden, wenn die meisten Röschen reif sind. Dies kann praktischer sein, um die Ernte zu erleichtern, besonders wenn Frost angesagt ist.

Die Technik der Ernte: Wie Sie die Röschen richtig entfernen

Um die Röschen zu ernten, greifen Sie nach dem gewünschten Röschen und drehen oder ziehen Sie es vorsichtig vom Stängel ab. Es sollte sich relativ leicht lösen lassen. Wenn es schwer abgeht, ist es möglicherweise noch nicht ganz reif oder Sie müssen etwas mehr Kraft aufwenden. Achten Sie darauf, den Stängel nicht zu stark zu beschädigen, da dies die Bildung weiterer Röschen bis zum späten Erntezeitpunkt beeinträchtigen kann.

Bei der Ernte sollten Sie darauf achten, nur die reifen Röschen zu entnehmen. Die noch kleinen Röschen an der Spitze können weiterwachsen und bei mildem Wetter bis in den späten Herbst oder frühen Winter geerntet werden. Eine Technik, die manchen Gärtnern hilft, die Reifung zu beschleunigen, ist das „Köpfen“ oder „Entschossen“ des Haupttriebs. Dabei wird die Triebspitze gekappt, was die Pflanze dazu anregt, ihre Energie in die Entwicklung der seitlichen Röschen zu stecken.

Ernten Sie Rosenkohl erst nach den ersten leichten Frösten für den besten Geschmack.

Rosenkohl anpflanzen: Die besten Sorten und ihre Besonderheiten

Die Auswahl der richtigen Roskohl-Sorte kann einen signifikanten Unterschied für Ihren Anbauerfolg und die Ernteergebnisse bedeuten. Verschiedene Sorten unterscheiden sich in Reifezeit, Winterhärte, Geschmacksprofil und Anfälligkeit für Krankheiten. Wenn Sie den richtigen Zeitpunkt für das Pflanzen von Rosenkohl wählen, sollten Sie auch die Charakteristika der Sorte berücksichtigen, um die besten Voraussetzungen für Ihr Klima und Ihre Bedürfnisse zu schaffen.

Es gibt frühe, mittelfrühe und späte Sorten. Frühe Sorten reifen bereits im Spätsommer bis frühen Herbst und sind weniger winterhart. Sie eignen sich für Regionen mit kürzeren Vegetationsperioden oder wenn Sie früh ernten möchten. Mittelfrühe Sorten sind oft ein guter Kompromiss und können bis in den späten Herbst geerntet werden. Späte Sorten sind meist sehr robust und winterhart und können oft bis tief in den Winter hinein geerntet werden, wobei sie von Frost profitieren.

Einige Sorten sind bekannt für ihre Kompaktheit, während andere eher buschig wachsen. Dies kann bei der Planung des Pflanzabstands eine Rolle spielen. Achten Sie bei der Auswahl auf die Angaben zur Krankheitsresistenz, insbesondere gegen Kohlhernie, da dies die Pflege erleichtert und die Ertragsausfälle reduziert.

Sortenbeispiele für verschiedene Bedürfnisse und Anbauzeiten

'Diablo' gilt als eine sehr robuste und späte Sorte, die lange beerntet werden kann und gut frosthart ist. Sie eignet sich hervorragend für den Anbau bis in den tiefen Winter.

'Hilds Gem' ist eine bewährte mittelfrühe Sorte, die für ihren guten Geschmack und ihre Zuverlässigkeit bekannt ist. Sie hat eine moderate Winterhärte und ist eine gute Wahl für viele Gärten.

'Jade' ist eine frühe Sorte mit zarten, dunkelgrünen Röschen. Sie ist gut für den frühen Anbau geeignet und schneller reif als viele andere Sorten.

Die genaue Pflanzzeit für rosenkohl-Sorten kann leicht variieren, aber die grundsätzlichen Empfehlungen für den späten Frühjahr bis Frühsommer gelten im Allgemeinen. Informieren Sie sich immer über die spezifischen Empfehlungen des Saatgutherstellers für die von Ihnen gewählte Sorte.

Eine sorgfältige Sortenwahl ist essentiell, um den Ernteerfolg zu maximieren.

Häufige Fragen zur Rosenkohlpflanzung

Der Anbau von Rosenkohl kann viele Fragen aufwerfen, besonders für Anfänger. Von der richtigen Aussaat bis zur Ernte gibt es einige Aspekte, die für ein Gelingen entscheidend sind. Hier beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen, um Ihnen bei der Kultivierung von Rosenkohl im eigenen Garten zur Seite zu stehen.

Wann sät man Rosenkohl am besten aus?

Die Aussaat von Rosenkohl erfolgt in der Regel ab März im Haus oder Gewächshaus. Die Jungpflanzen werden dann ab Mitte Mai bis Anfang Juni ins Freiland gesetzt, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Alternativ kann man auch direkt ins Freiland säen, was jedoch erst nach den letzten Frösten geschehen sollte, also meist Ende April oder Anfang Mai.

Wie viele Rosenkohlpflanzen sollte ich pro Person pflanzen?

Für eine kontinuierliche Ernte über mehrere Wochen hinweg empfiehlt es sich, etwa 3 bis 5 Rosenkohlpflanzen pro Person einzuplanen. Bedenken Sie, dass die Pflanzen recht groß werden und Platz benötigen, aber auch, dass nicht jede Pflanze die gleiche Erntemenge liefert.

Kann ich Rosenkohl auch im Schatten pflanzen?

Rosenkohl bevorzugt einen sonnigen Standort für eine optimale Entwicklung und Geschmack. An einem schattigen Standort wächst er zwar auch, die Röschen bleiben jedoch kleiner, die Ernte fällt geringer aus und der Geschmack kann weniger intensiv sein. Ein halbschattiger Platz ist besser als reiner Schatten.

Müssen die Blätter von Rosenkohl entfernt werden?

Das Entfernen der unteren, vergilbten oder welken Blätter (Entblättern) ist eine sinnvolle Pflegemaßnahme, die die Belüftung verbessert und Krankheiten vorbeugt. Dies kann man im Laufe des Sommers und bis zur Ernte mehrmals tun. Das Entfernen der Triebspitze, das Köpfen, kann die Röschenbildung fördern.

Wie lange braucht Rosenkohl bis zur Ernte?

Von der Aussaat bis zur Ernte benötigt Rosenkohl eine lange Vegetationsperiode, oft zwischen 180 und 250 Tagen, je nach Sorte. Das bedeutet, dass die Ernte meist im Herbst beginnt und sich bis in den Winter hinein erstrecken kann.

Was mache ich, wenn die Röschen zu locker wachsen?

Locker wachsende Röschen können ein Zeichen für Nährstoffmangel, zu wenig Licht oder zu frühes Pflanzen sein. Stellen Sie eine gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung sicher. Das Anhäufeln und gegebenenfalls das Köpfen des Haupttriebs können ebenfalls helfen, die Röschenbildung zu fördern und zu straffen.

Eine gute Fruchtfolge verhindert bodenbürtige Krankheiten des Rosenkohls.