Der richtige Zeitpunkt: Wann ist die Pflanzzeit für Spargel?
Die Frage nach der optimalen Pflanzzeit für Spargel ist entscheidend für den Erfolg Ihres Anbaus. Geduld ist hierbei eine Tugend, denn Spargel ist keine Pflanze für Ungeduldige, aber die Belohnung – frisch geernteter Spargel aus dem eigenen Garten – ist die Wartezeit wert. Grundsätzlich gilt: Spargel sollte dann gepflanzt werden, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden beginnt, sich zu erwärmen. Dies ist in den meisten Regionen Deutschlands der Fall, sobald der Frühling Einzug hält.
Die Pflanzzeit für Spargel erstreckt sich typischerweise über mehrere Wochen. Idealerweise beginnen Sie mit dem Pflanzen im späten Frühjahr, meist ab April bis in den Mai hinein. Der Boden sollte mindestens 10 Grad Celsius erreicht haben, um den empfindlichen Wurzeln einen guten Start zu ermöglichen. Zu frühes Pflanzen birgt das Risiko von Spätfrösten, die junge, noch nicht etablierte Pflanzen schädigen können. Zu spätes Pflanzen kann dazu führen, dass die Pflanzen nicht genügend Zeit haben, sich vor dem Sommer zu etablieren und gut anzuwachsen.
Die Wahl zwischen jungen Pflanzen oder Samen beeinflusst ebenfalls den Zeitplan. Das Pflanzen von Jungpflanzen (oft als Wurzelstöcke oder 'Sets' bezeichnet) ist die gängigere und schnellere Methode für Hobbygärtner. Diese können Sie im Frühjahr kaufen und direkt in den Boden bringen. Spargelsamen hingegen werden meist im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr im Haus vorgezogen und erst im folgenden Jahr ausgepflanzt, was den Prozess deutlich verlängert.
Die genaue Pflanzzeit für Spargel kann regional variieren. In wärmeren Klimazonen kann das Pflanzen bereits Ende März möglich sein, während in kälteren Regionen bis Mitte Mai gewartet werden sollte. Achten Sie auf die lokalen Wetterbedingungen und den Zustand Ihres Bodens. Ein lockerer, gut durchlässiger Boden, der sich schnell erwärmt, ist ideal. Die Pflanzzeit für Spargel ist also ein Fenster, das Sie nutzen sollten, wenn die Bedingungen am günstigsten sind.
Die wichtigste Entscheidung für Ihren Spargelerfolg ist das Timing des Pflanzens.
- Frühjahr, nach den letzten Frösten, ist die Hauptpflanzzeit.
- Bodentemperatur von mindestens 10°C ist ideal.
- Jungpflanzen werden im Frühjahr direkt gesetzt.
- Samen werden vorgezogen und später ausgepflanzt.
- Regionale Wetterbedingungen bestimmen das genaue Zeitfenster.
Voraussetzungen für erfolgreiches Spargelpflanzen
Bevor Sie den Spargel in die Erde bringen, sind einige wichtige Voraussetzungen zu erfüllen. Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, die viele Jahre im Beet verbleibt, und er stellt spezifische Anforderungen an seinen Standort und den Boden. Einmal etabliert, ist Spargel relativ pflegeleicht, aber die Anfangsphase ist entscheidend.
Der richtige Standort: Sonne und Platz
Spargel liebt die Sonne. Wählen Sie daher einen Standort, der mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Dies fördert das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen. Gleichzeitig benötigt Spargel viel Platz. Eine einzelne Spargelpflanze kann im ausgewachsenen Zustand einen beträchtlichen Wurzelballen entwickeln und eine Höhe von über einem Meter erreichen. Planen Sie pro Pflanze etwa 1,5 bis 2 Quadratmeter ein, besonders wenn Sie den klassischen Damm-Anbau anstreben, der für weißen Spargel üblich ist. Für grünen Spargel ist weniger Platz erforderlich, aber auch hier ist eine gute Belüftung wichtig.
Bodenvorbereitung: Lockere, nährstoffreiche Erde
Der Boden ist das A und O für Spargel. Er sollte tiefgründig gelockert, durchlässig und humusreich sein. Schwere, lehmige Böden neigen zur Staunässe, was Spargelwurzeln gar nicht vertragen. Mischen Sie bei Bedarf Sand und Kompost unter, um die Struktur zu verbessern. Ideal ist ein leicht sandiger, tiefgründiger Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Spargel ist ein Starkzehrer, das heißt, er benötigt viele Nährstoffe.
Eine gründliche Bodenvorbereitung im Herbst des Vorjahres oder im frühen Frühjahr, lange vor der Pflanzzeit für Spargel, ist unerlässlich. Arbeiten Sie großzügig reifen Kompost oder gut verrotteten Mist ein. Dies versorgt die Pflanzen langfristig mit Nährstoffen und verbessert die Bodenstruktur. Vermeiden Sie frisch verrotteten Dünger, da dieser die jungen Wurzeln verbrennen kann.
Das richtige Pflanzmaterial: Jungpflanzen oder Samen?
Für die Pflanzzeit für Spargel im Frühjahr haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Pflanzmaterialien:
- Wurzelstöcke (Rhizome): Dies sind ein- oder zweijährige, vorgezogene Pflanzen, die bereits ein kleines Wurzelsystem haben. Sie sind die beliebteste Wahl für Hobbygärtner, da sie am schnellsten zu einem Ertrag führen. Achten Sie beim Kauf auf gesunde, kräftige Wurzeln ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen.
- Samen: Spargelsamen sind die günstigste Option, erfordern aber deutlich mehr Geduld und Aufwand. Die Keimung ist oft ungleichmäßig, und es dauert in der Regel 2-3 Jahre, bis aus Samen gezogener Spargel das erste Mal beerntet werden kann. Wenn Sie Samen verwenden, sollten diese bereits im Spätwinter im Haus oder in einem Gewächshaus ausgesät. Die Jungpflanzen werden dann im folgenden Frühjahr, wenn sie stark genug sind, ausgepflanzt.
Die Qualität des Pflanzmaterials ist entscheidend. Investieren Sie in gutes Saatgut oder gesunde Wurzelstöcke von einem seriösen Händler, um die besten Erfolgschancen zu haben. Die Wahl des Materials beeinflusst nicht nur den Zeitaufwand, sondern auch die Schnelligkeit, mit der Sie mit der Ernte beginnen können.
Ein gut vorbereiteter Boden ist die halbe Miete für gesunden Spargel.
Schritt-für-Schritt: Spargel richtig pflanzen
Nachdem alle Voraussetzungen erfüllt sind – der richtige Zeitpunkt, der passende Standort und das geeignete Pflanzmaterial –, geht es nun an das eigentliche Pflanzen. Dieser Prozess erfordert Sorgfalt, um den jungen Pflanzen den bestmöglichen Start zu ermöglichen. Wenn Sie die Pflanzzeit für Spargel optimal nutzen, legen Sie den Grundstein für viele Jahre ertragreicher Ernten.
Vorbereitung der Pflanzgräben oder -löcher
Für den Anbau von weißem Spargel ist die Erstellung von Spargeldämmen üblich. Etwa 4-6 Wochen vor dem eigentlichen Pflanzen, also im frühen Frühjahr, werden die Spargeldämme aufgeschüttet. Diese sollten etwa 20-30 cm hoch sein und eine Breite von ca. 50 cm haben. Auf dem Damm wird dann mittig eine etwa 15-20 cm tiefe Rinne gezogen.
Wenn Sie grünen Spargel anbauen, benötigen Sie keine Dämme. Hier pflanzen Sie die Spargelsetzlinge ebenerdig. Graben Sie Pflanzlöcher, die tief genug sind, um die Wurzeln bequem aufzunehmen, und breit genug, um ihnen Raum zum Wachsen zu geben. Mischen Sie den Aushub mit reichlich Kompost und einer Handvoll Langzeitdünger.
Das Setzen der Wurzelstöcke
Nehmen Sie die Wurzelstöcke vorsichtig aus ihrer Verpackung. Überprüfen Sie, ob die Wurzeln noch feucht sind. Wenn sie ausgetrocknet erscheinen, können Sie sie für einige Stunden in lauwarmes Wasser legen. Entfernen Sie beschädigte Wurzelteile mit einer sauberen Schere.
Legen Sie die Wurzelstöcke nun in die vorbereitete Rinne oder das Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass die Knospen (die 'Krone') nach oben zeigen. Bei Jungpflanzen, die als Wurzelstöcke verkauft werden, ist dies meist klar ersichtlich. Die Wurzeln sollten sich natürlich ausbreiten können und nicht geknickt werden. Bedecken Sie die Wurzeln zunächst nur leicht mit etwa 5-10 cm Erde. Dies verhindert, dass die empfindlichen Knospen zu schnell der Sonne ausgesetzt sind und austrocknen.
Schichtweiser Aufbau und Angießen
Nachdem die Wurzelstöcke platziert sind, füllen Sie die Rinne oder das Loch schichtweise mit Erde auf. Drücken Sie die Erde leicht an, um Hohlräume zu vermeiden, aber vermeiden Sie festes Stampfen, das die Wurzeln schädigen könnte. Wenn Sie auf Dämmen pflanzen, füllen Sie die Rinne langsam und gleichmäßig auf.
Direkt nach dem Pflanzen wird der Spargel gut angegossen. Dies hilft, die Erde an die Wurzeln zu spülen und einen guten Bodenschluss herzustellen. Verwenden Sie reichlich Wasser, aber vermeiden Sie Staunässe.
Das erste Jahr: Geduld ist gefragt
Nach dem Pflanzen sollten Sie die Pflanzen in Ruhe wachsen lassen. Im ersten Jahr nach dem Pflanzen ist das Hauptziel, ein starkes Wurzelsystem aufzubauen. Deshalb wird im ersten Jahr nach der Pflanzzeit für Spargel in der Regel noch nicht geerntet. Dies gilt auch für das zweite Jahr, um den Pflanzen genügend Zeit zur Etablierung zu geben. Erst im dritten Jahr nach der Pflanzung beginnt die eigentliche Ernteperiode, die dann aber auch mehrere Wochen andauern kann.
Die richtige Pflanztechnik sichert ein starkes Fundament für Ihre Spargelpflanzen.
Grüner und weißer Spargel: Unterschiede beim Pflanzen und Pflegen
Beim Thema Spargelanbau taucht oft die Frage auf, ob grüner und weißer Spargel unterschiedliche Anforderungen an ihre Pflanzzeit und Pflege stellen. Tatsächlich gibt es Unterschiede, die vor allem mit der Art und Weise des Anbaus zusammenhängen.
Anbauweise beeinflusst die Pflanzzeit und Ernte
Der Hauptunterschied liegt in der Kultivierung. Weißer Spargel wird traditionell auf hohen Dämmen angebaut. Dies hat den Zweck, die Stangen vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Sobald die Spargelstangen einige Zentimeter aus dem Damm ragen, werden sie geerntet, bevor sie das Licht erreichen und sich grün verfärben. Dies erfordert, dass der Damm locker genug ist, damit die Stangen gerade wachsen können, aber fest genug, um sie zu bedecken.
Grüner Spargel hingegen wird ebenerdig angebaut. Die Stangen durchstoßen die Erdoberfläche und werden direkt von der Sonne bestrahlt, was zur Bildung von Chlorophyll führt – daher die grüne Farbe. Dieser Anbau ist in der Regel weniger aufwendig, da keine Dämme angelegt und gepflegt werden müssen. Die Pflanzzeit für Spargel ist für beide Sorten im Wesentlichen gleich: Frühjahr, wenn der Boden warm genug ist.
Pflegeunterschiede nach der Pflanzung
Die Pflege nach der Pflanzzeit für Spargel unterscheidet sich ebenfalls leicht:
- Weißer Spargel: Nach dem Pflanzen muss der Damm langsam und schichtweise aufgeschüttet werden. Während der Wachstumsperiode wird der Damm immer weiter erhöht, um die Stangen vollständig zu bedecken. Dies erfordert regelmäßiges Anhäufeln von Erde.
- Grüner Spargel: Hier ist der Pflegeaufwand geringer. Die Pflanzen werden ebenerdig gesetzt. Wenn die Stangen austreiben, werden sie einfach bodennah abgeschnitten, sobald sie eine angenehme Länge erreicht haben. Das Beet sollte unkrautfrei gehalten und regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden.
Auch wenn die Pflanzzeit für Spargel identisch ist, ist die spätere Handhabung unterschiedlich. Beide Arten benötigen einen sonnigen Standort, tiefgründigen, lockeren und nährstoffreichen Boden. Die Unterscheidung liegt hauptsächlich in der Erntemethode und der damit verbundenen Bodenbearbeitung.
Die Wahl zwischen grünem und weißem Spargel bestimmt maßgeblich den Pflegeaufwand nach der Pflanzzeit.
Spargelpflege nach der Pflanzzeit: Düngen und Gießen
Nachdem die Spargelpflanzen erfolgreich in der Pflanzzeit für Spargel gesetzt wurden, ist die richtige Pflege entscheidend für ihr Gedeihen über Jahre hinweg. Spargel ist eine langlebige Pflanze, die bei guter Behandlung Ernten über 10 bis 15 Jahre und länger liefert. Die Pflege konzentriert sich auf die Nährstoffversorgung und die ausreichende Bewässerung.
Ernährung von Spargelpflanzen: Düngen ist essentiell
Spargel gilt als Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe, um kräftige Triebe zu bilden. Die Düngung beginnt idealerweise bereits bei der Bodenvorbereitung vor der Pflanzzeit für Spargel. Eine gute Grundlage wird durch die Einarbeitung von Kompost oder gut verrottetem Mist geschaffen.
Im ersten und zweiten Jahr nach der Pflanzung, in denen keine Ernte stattfindet, liegt der Fokus auf dem Aufbau eines starken Wurzelwerks. Eine leichte Nachdüngung im Frühjahr mit organischem Dünger ist hier ausreichend. Verwenden Sie keinen mineralischen Volldünger, da dieser zu scharf für junge Pflanzen sein kann.
Ab dem dritten Jahr, wenn die Ernte beginnt, wird die Düngung intensiver:
- Frühjahrsdüngung: Kurz vor oder zu Beginn des Austriebs (oft nach der letzten Ernte der Vorsaison, wenn der Boden wieder gut zu bearbeiten ist) erhält der Spargel eine kräftige Gabe organischen Düngers. Dies kann Kompost, Stallmist oder ein spezieller Spargeldünger sein.
- Sommerdüngung: Nach der Ernte ist eine weitere Düngung wichtig, um die Pflanzen für das nächste Jahr zu stärken. Hier kann auch eine Gabe von Hornspänen oder einem organischen Flüssigdünger sinnvoll sein.
- Grüner Spargel: Bei grünem Spargel, der oft intensiver wächst und nicht durch Dämme geschützt wird, kann eine leichte Nachdüngung während der Wachstumsperiode vorteilhaft sein.
Es ist wichtig, den Boden nicht zu überdüngen und auf die Bedürfnisse der Pflanzen zu achten. Übermäßiger Dünger kann schädlich sein.
Bewässerung: Gleichmäßige Feuchtigkeit sichern
Spargel benötigt während der gesamten Wachstumsperiode eine gleichmäßige Wasserversorgung. Trockenheit, besonders während der Erntezeit und der Zeit danach, führt zu dünnen, holzigen Spargelstangen und schwächt die Pflanze für das kommende Jahr. Besonders in trockenen Frühjahren ist regelmäßiges Gießen unerlässlich.
Gießen Sie tief und durchdringend, damit das Wasser die Wurzeln erreicht. Vermeiden Sie häufiges, oberflächliches Wässern, das die Pflanzen anfällig für Krankheiten machen kann. Mulchen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Eine Schicht Kompost oder Stroh um die Pflanzen herum ist ideal.
Regelmäßige Nährstoffzufuhr und gleichmäßige Feuchtigkeit sind der Schlüssel zu gesunden Spargelpflanzen.
Ernte und Nacherntepflege: Was tun nach der Pflanzzeit?
Die Erntezeit von Spargel, die typischerweise von April bis zum Johannistag (24. Juni) reicht, ist der Höhepunkt des Gartenjahres. Doch auch nach der Ernte gibt es wichtige Pflegemaßnahmen, die für den Fortbestand und die Ertragsfähigkeit Ihrer Spargelpflanzen entscheidend sind. Die Zeit nach der Pflanzzeit für Spargel und der ersten Ernte ist eine Phase des Aufbaus.
Die Ernte richtig durchführen
Spargel wird gestochen, sobald die Spitzen etwa 15-25 cm aus dem Boden ragen. Bei weißem Spargel wird vorsichtig der Spargeldamm abgetragen, bis die Stange freiliegt. Dann wird sie mit einem scharfen Spargelmesser möglichst nah an der Erdoberfläche abgeschnitten. Bei grünem Spargel wird die Stange einfach mit einem Messer bodennah abgeschnitten.
Es ist ratsam, nicht alle Spargelstangen einer Pflanze zu ernten. Lassen Sie einige Triebe stehen, damit die Pflanze Photosynthese betreiben und Energie für das nächste Jahr speichern kann. Dies ist besonders wichtig in den ersten Erntejahren.
Pflege nach der Ernte: Der Schlüssel zur Langlebigkeit
Sobald die Erntezeit beendet ist (spätestens am Johannistag), sollten Sie die Spargelstangen, die noch im Beet stehen, nicht mehr ernten. Diese sogenannten 'Feldspargel' entwickeln sich zu den grünen Wedeln, die für die Energieversorgung der Pflanze über den Sommer notwendig sind. Die Pflanzen sollten nun ungestört wachsen und sich regenerieren können.
Nährstoffversorgung: Dies ist die wichtigste Maßnahme nach der Ernte. Die Pflanzen haben während der Ernte viel Kraft verbraucht. Eine gute Düngung mit Kompost oder organischem Spargeldünger versorgt die Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen für das Wachstum der Wedel und die Speicherung von Reserven für das nächste Frühjahr. Dies unterstützt das Wachstum der ausgewachsenen Spargelpflanze.
Bewässerung: Achten Sie weiterhin auf eine ausreichende und gleichmäßige Bewässerung, besonders in trockenen Perioden. Die Spargelwedel benötigen Wasser für die Photosynthese und das Wachstum.
Unkrautbekämpfung: Halten Sie das Spargelfeld frei von Unkraut, das mit den Pflanzen um Wasser und Nährstoffe konkurriert.
Bodenpflege und Winterschutz
Nach der Ernte und der Hauptwachstumsphase beginnt die Vorbereitung auf den Winter. Bei weißem Spargel werden die Dämme, die während der Ernte flacher geworden sind, wieder aufgebaut, um die Pflanzen für den Winter zu schützen.
Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und dünnen Sie gegebenenfalls die Wedel aus, um die Belüftung zu verbessern und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Eine Mulchschicht aus Laub oder Stroh kann zusätzlichen Schutz vor strengen Frösten bieten, ist aber bei gut etablierten Pflanzen oft nicht zwingend notwendig, solange der Boden gut durchlässig ist.
Die Phase nach der Ernte ist entscheidend für die Ertragsfähigkeit im kommenden Jahr.
Häufige Probleme und Lösungen beim Spargelanbau
Auch bei bester Vorbereitung und Pflanzzeit für Spargel können Probleme auftreten. Kenntnisse über die häufigsten Schwierigkeiten und deren Lösungen helfen Ihnen, Ihre Spargelpflanzen gesund zu halten und den Ertrag zu sichern.
Krankheiten: Pilzbefall im Visier
Eine der häufigsten Krankheiten ist die Spargelrost (Puccinia asparagi). Sie tritt meist im Spätsommer und Herbst auf und äußert sich durch orange-braune Pusteln auf den Wedeln. Starker Befall kann die Leistungsfähigkeit der Pflanze für das nächste Jahr beeinträchtigen. Vorbeugung ist hier der beste Weg:
- Standortwahl: Wählen Sie einen luftigen Standort, der gut besonnt ist.
- Bodenpflege: Sorgen Sie für gute Durchlüftung und vermeiden Sie Staunässe.
- Hygiene: Entfernen Sie befallene Pflanzenteile im Herbst sorgfältig.
- Sortenwahl: Es gibt auch resistentere Sorten.
Eine weitere Krankheit ist die Spargelwelke, die durch verschiedene Pilze verursacht wird. Sie führt zum Absterben der Triebe. Auch hier sind die richtige Bodenvorbereitung und eine gute Drainage entscheidend. Bei Befall sollten befallene Pflanzen vorsichtig entfernt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Schädlinge: Spargelkäfer und Spargelfliege
Der Spargelkäfer (Crioceris asparagi) ist ein auffälliger Schädling. Seine Larven fressen an den grünen Wedeln und können diese kahl fressen. Die Käfer selbst sind rot-schwarz oder blau-schwarz. Da sie ihre Eier auf den Spargelstangen ablegen, hilft es, die Stangen nach der Ernte zu kontrollieren und Eier oder Larven abzusammeln. Regelmäßiges Entfernen der grünen Wedel nach der Ernte kann ebenfalls helfen, da sich Käfer und Larven dort oft aufhalten.
Die Spargelfliege (Platyparea paucisetosa) legt ihre Eier an den jungen Spargeltrieben ab. Die Larven bohren sich in die Triebe und fressen sie von innen aus. Dies führt zu verkrüppelten und gelb werdenden Trieben. Eine gute Hygiene und das Entfernen von befallenem Material sind wichtig. Manchmal hilft auch das Abflammen der obersten Bodenschicht nach der Ernte, um Puppen zu zerstören.
Andere Probleme: Mangelerscheinungen und Wachstumsstörungen
Manchmal sind gelbe oder blasse Wedel ein Zeichen für Nährstoffmangel, oft Stickstoff. Eine Überdüngung, insbesondere mit mineralischen Düngern, kann zu Verbrennungen der Wurzeln oder zu einem Ungleichgewicht im Boden führen.
Bodenuntersuchung: Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie Ihren Boden untersuchen, um festzustellen, ob bestimmte Nährstoffe fehlen oder ob der pH-Wert nicht stimmt. Dies ist besonders wichtig, da Spargel viele Jahre am selben Standort steht und Nährstoffungleichgewichte sich über die Zeit verschlimmern können.
Die richtige Pflanzzeit für Spargel und die anschließende Pflege sind entscheidend, aber auch das Wissen um potenzielle Probleme und deren Lösungen trägt maßgeblich zum langfristigen Erfolg bei.
Prävention und schnelles Handeln sind der Schlüssel zur Vermeidung von Ernteausfällen.
Wann ist die Pflanzzeit für Spargel: Zusammenfassung & Ausblick
Die ideale Pflanzzeit für Spargel ist ein klar definiertes Fenster im Frühjahr, das sorgfältige Beachtung verdient. Wenn Sie die nachfolgenden Punkte beherzigen, legen Sie den Grundstein für eine reiche und langjährige Ernte:
- Zeitpunkt: Nach dem letzten Frost, wenn der Boden sich erwärmt hat (mindestens 10°C), typischerweise von April bis Mai.
- Standort: Sonnig, windgeschützt und mit viel Platz.
- Boden: Tiefgründig gelockert, humusreich, durchlässig und leicht sauer bis neutral (pH 6,0-7,0).
- Pflanzmaterial: Gut ausgebildete Wurzelstöcke sind für Hobbygärtner die beste Wahl.
Die Pflege nach der Pflanzzeit für Spargel ist ebenso wichtig wie der richtige Zeitpunkt. Regelmäßiges Gießen, eine bedarfsgerechte Düngung, insbesondere nach der Ernte, und eine gute Unkrautbekämpfung sind unerlässlich. Geduld ist eine Tugend, denn erst im dritten Jahr nach der Pflanzung ist mit einer nennenswerten Ernte zu rechnen.
Die Unterscheidung zwischen weißem und grünem Spargel beeinflusst primär die Anbaumethode und die spätere Pflege, nicht aber die grundsätzliche Pflanzzeit für Spargel. Beide Sorten profitieren von den gleichen optimalen Frühjahrsbedingungen.
Mit der richtigen Pflanzzeit für Spargel und kontinuierlicher Pflege können Sie sich über viele Jahre hinweg auf frischen, selbst angebauten Spargel freuen.
