Was macht den Portugiesischen Kirschlorbeer 'Angustifolia' so besonders?
Der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia', wissenschaftlich bekannt als Prunus laurocerasus 'Angustifolia', repräsentiert eine bemerkenswerte Züchtung innerhalb der Kirschlorbeer-Familie. Er zeichnet sich durch seine charakteristisch schmalen, lanzettlichen Blätter aus, die ihm seinen Namen 'Angustifolia' (schmalblättrig) eingebracht haben. Im Gegensatz zu breiterlaubigen Sorten bildet diese Variante eine besonders dichte und elegante Hecke. Seine dunkelgrüne, glänzende Belaubung bleibt das ganze Jahr über erhalten und bietet somit einen dauerhaften, attraktiven Sichtschutz. Die Pflanze wächst aufrecht und schlank, was sie ideal für kleinere Gärten oder als strukturgebendes Element macht.
- Schmale, lanzettliche Blätter (typisch 'Angustifolia').
- Dichter, aufrechter und schlanker Wuchs.
- Immergrün und ganzjährig sichtschutztauglich.
- Pflegeleicht und anpassungsfähig.
Die Herkunft des Portugiesischen Kirschlorbeers liegt im östlichen Mittelmeerraum, doch die Sorte 'Angustifolia' hat sich als widerstandsfähig und anpassungsfähig erwiesen und gedeiht auch in unseren Breiten prächtig. Sie vereint die Robustheit des Portugiesischen Kirschlorbeers mit einer feineren, grazileren Optik, die ihn von vielen anderen Kirschlorbeer-Sorten unterscheidet. Seine Beliebtheit verdankt er nicht nur seiner ästhetischen Qualität, sondern auch seiner praktischen Nutzbarkeit als effektiver und langlebiger Sichtschutz.
Die Optischen Merkmale der 'Angustifolia'-Sorte
Wenn Sie an den Portugiesischen Kirschlorbeer 'Angustifolia' denken, stellen Sie sich eine Pflanze mit einer klaren, definierten Linienführung vor. Die Blätter sind deutlich schmaler als bei der Wildform oder anderen Kultivaren wie 'Rotundifolia'. Sie sind typischerweise 4-8 cm lang und etwa 1-2 cm breit, was ihnen ein elegantes, fast fast lineares Aussehen verleiht. Die Oberfläche ist glatt und glänzend, was das Licht reflektiert und der Hecke auch an trüben Tagen Helligkeit verleiht. Im Frühjahr erscheinen oft kleine, weiße, duftende Blütenrispen, die Insekten anziehen, gefolgt von den charakteristischen kirschroten bis schwarzen Beeren, die Vögel erfreuen – obwohl diese, wie alle Teile des Kirschlorbeers, leicht giftig sind und daher von Kindern und Haustieren ferngehalten werden sollten.
Der ideale Standort und Boden für Ihren Portugiesischen Kirschlorbeer 'Angustifolia'
Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das prächtige Gedeihen Ihres Portugiesischen Kirschlorbeers 'Angustifolia'. Diese Pflanze ist bemerkenswert anpassungsfähig, was ihre Standortwahl angeht. Sie bevorzugt zwar einen sonnigen bis halbschattigen Platz, toleriert aber auch schattigere Lagen. Allerdings wird eine zu tiefe Schattenlage dazu führen, dass die Pflanze weniger dicht wächst und die Blattfarbe weniger intensiv ausfällt. Was den Boden betrifft, ist 'Angustifolia' ebenfalls unkompliziert. Ein gut durchlässiger, leicht saurer bis neutraler Boden ist ideal. Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht gut, da sie Wurzelfäule begünstigt.
Verbessern Sie schwere Lehmböden vor dem Pflanzen durch die Einarbeitung von Sand und Kompost, um die Drainage zu gewährleisten und Staunässe effektiv zu vermeiden. Eine gute Drainage ist der Schlüssel für gesunde Wurzeln.
Bodenbeschaffenheit und pH-Wert
Der ideale pH-Wert für Kirschlorbeer liegt zwischen 5,5 und 7,0. Wenn Ihr Boden stark kalkhaltig und alkalisch ist, kann es ratsam sein, ihn mit etwas Rhododendron-Erde oder saurem Torf zu verbessern, um eine optimale Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu verdichtet ist. Lockern Sie ihn vor dem Pflanzen tiefgründig auf, um den Wurzeln der jungen Pflanzen genügend Raum zur Ausbreitung zu geben. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie eine dichte und gesunde Hecke entwickeln möchten.
Lichtverhältnisse und Schutz
Während 'Angustifolia' Sonnenlicht gut verträgt, schätzt er in den heißesten Sommermonaten einen leichten Schutz vor praller Mittagssonne, besonders in Kombination mit trockenen Böden. Junge Pflanzen können in den ersten Jahren durch starken Wind und Frost geschädigt werden. Ein gewisser Schutz vor extremen Witterungsbedingungen, beispielsweise durch andere Sträucher oder eine Hauswand, kann das Anwachsen und die Entwicklung fördern. Wenn Sie 'Angustifolia' als Solitärgehölz pflanzen, wählen Sie einen Platz, der seine schlanke Form zur Geltung bringt, aber dennoch genügend Licht erhält.
Pflanzung und Pflege: So gedeiht Ihr Portugiesischer Kirschlorbeer 'Angustifolia'
Die Pflanzung des Portugiesischen Kirschlorbeers 'Angustifolia' ist relativ einfach und kann das ganze Jahr über erfolgen, solange der Boden frostfrei ist. Ballenware wird am besten im Frühjahr oder Herbst gepflanzt, Containerware kann theoretisch jederzeit gesetzt werden. Der Pflanzabstand für eine Hecke hängt von der gewünschten Dichte und der Wuchshöhe der Pflanzen ab, liegt aber üblicherweise bei 30-50 cm. Graben Sie ein Pflanzloch, das etwa doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen. Setzen Sie die Pflanze ein und füllen Sie das Loch mit gut aufbereiteter Erde. Gießen Sie anschließend kräftig an.
Die Pflege von 'Angustifolia' ist, wie bei vielen Kirschlorbeer-Sorten, eher gering. Regelmäßiges Gießen ist besonders in der Anwachsphase und während trockener Perioden wichtig. Sobald die Pflanze gut etabliert ist, ist sie recht trockenheitstolerant. Ein Rückschnitt ist in der Regel nur zur Formgebung oder zur Verjüngung notwendig. Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist nach der Blüte im späten Frühjahr oder im Frühsommer. Ein starker Rückschnitt ins alte Holz ist meist gut verträglich, auch wenn er die Blüte im Folgejahr reduzieren kann.
Schneiden und Formen des 'Angustifolia'
Der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' ist schnittverträglich und lässt sich gut in Form halten. Um eine dichte Hecke zu erhalten, empfiehlt sich ein jährlicher Rückschnitt. Dieser sollte nicht zu spät im Jahr erfolgen, damit die Pflanze vor dem Winter noch austreiben kann und nicht durch Frost geschädigt wird. Ein Schnitt im späten Frühjahr oder frühen Sommer regt einen neuen Austrieb an und sorgt für eine üppige, grüne Laubmasse. Der Portugiesische Kirschlorbeer verträgt auch einen radikalen Schnitt ins alte Holz, wenn die Hecke zu breit oder zu hoch geworden ist. Nach einem solchen Verjüngungsschnitt treibt die Pflanze meist wieder willig aus.
Düngung und Nährstoffversorgung
In den meisten Fällen ist eine zusätzliche Düngung nicht unbedingt erforderlich, besonders wenn der Boden gut vorbereitet wurde und regelmäßig mit Kompost angereichert wird. Wenn Sie jedoch feststellen, dass das Wachstum stagniert oder die Blätter blass werden, kann eine Düngung im Frühjahr Abhilfe schaffen. Verwenden Sie hierfür einen Langzeitdünger für immergrüne Pflanzen oder eine organische Düngemischung. Achten Sie darauf, die Düngemenge nicht zu übertreiben, da dies zu einem übermäßigen, unnatürlichen Wachstum führen kann. Eine zu starke Düngung kann auch die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge erhöhen.
Vermehren und Umpflanzen: Geduld ist gefragt
Die Vermehrung des Portugiesischen Kirschlorbeers 'Angustifolia' gelingt am einfachsten über Stecklinge. Schneiden Sie im späten Frühjahr oder Sommer etwa 10-15 cm lange Triebe von gesunden Pflanzen ab. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge in ein Anzuchtsubstrat, das gut durchlässig ist. Ein kleiner Schuss Wurzelhormon kann die Bewurzelung fördern. Halten Sie die Erde feucht und stellen Sie die Stecklinge an einen hellen, aber nicht sonnigen Ort. Mit etwas Geduld entwickeln sich im Laufe der Zeit neue Wurzeln.
Das Umpflanzen von etablierten Portugiesischen Kirschlorbeeren 'Angustifolia' ist möglich, sollte aber gut geplant sein. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Herbst, wenn die Pflanze in die Ruhephase übergeht. Graben Sie die Pflanze großzügig aus, um möglichst viele Wurzeln zu erhalten. Stellen Sie sicher, dass der neue Standort bereits vorbereitet ist und die Pflanze schnell nach dem Ausgraben wieder eingesetzt werden kann. Wässern Sie die umgepflanzte Pflanze gründlich und schützen Sie sie in der ersten Zeit vor extremer Sonneneinstrahlung und starkem Frost, bis sie sich am neuen Standort etabliert hat.
Anzucht aus Samen und Stecklingen
Während die Vermehrung über Samen möglich ist, ist sie zeitaufwendiger und die Nachkommen entsprechen möglicherweise nicht exakt den Eigenschaften der Mutterpflanze, insbesondere bei Sorten wie 'Angustifolia'. Stecklinge sind daher die bevorzugte Methode. Achten Sie darauf, nur von gesunden Mutterpflanzen zu schneiden, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Wenn Sie Stecklinge von älteren Trieben nehmen, können Sie diese auch über Winter in einem kühlen, aber frostfreien Gewächshaus bewurzeln lassen, um im nächsten Frühjahr kräftige Jungpflanzen zu erhalten.
Tipps für das Umpflanzen
Beim Umpflanzen ist es ratsam, die oberirdische Krone der Pflanze leicht zurückzuschneiden, um das Verhältnis zwischen Wurzelwerk und Blattmasse auszugleichen. Dies reduziert den Wasserbedarf der Pflanze und hilft ihr, sich schneller zu etablieren. Wenn Sie eine große Hecke umpflanzen, sollten Sie dies über mehrere Jahre verteilen oder nur einen Teil der Hecke pro Saison umsetzen, um den Stress für die Pflanzen zu minimieren und das ästhetische Erscheinungsbild möglichst lange zu erhalten.
Portugiesischer Kirschlorbeer 'Angustifolia' im Vergleich zu anderen Sorten
Der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' hebt sich klar von anderen beliebten Kirschlorbeer-Sorten ab, vor allem durch seine charakteristische Wuchsform und Blattstruktur. Während Sorten wie 'Rotundifolia' oder 'Caucasica' eher breitere, rundlichere Blätter und einen oft etwas ausladenderen Wuchs aufweisen, bleibt 'Angustifolia' schmaler und aufrechter. Dies macht ihn zur ersten Wahl, wenn Platz begrenzt ist oder eine sehr formale, geradlinige Hecke gewünscht wird.
Im Vergleich zum klassischen Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) und dessen Sorten, ist der Portugiesische Kirschlorbeer (Prunus lusitanica) generell etwas robuster gegen tiefere Fröste und verträgt auch trockenere Perioden besser, sobald er gut angewachsen ist. Die Sorte 'Angustifolia' erbt diese Robustheit und kombiniert sie mit ihrer feingliedrigen Optik. Während andere Kirschlorbeer-Sorten oft eine breitere, dichtere Masse bilden, die sich gut für sehr blickdichte, aber raumgreifende Hecken eignet, bietet 'Angustifolia' eine elegantere, architektonische Alternative, die auch als niedrige Beeteinfassung oder als strukturierendes Solitärgehölz überzeugen kann.
Wuchsform: Schlank vs. Breit
Der entscheidende Unterschied liegt in der Wuchsform. 'Angustifolia' wächst von Natur aus aufrechter und schlanker, was bedeutet, dass er weniger Platz in die Breite beansprucht. Dies ist ein großer Vorteil für kleinere Gärten oder wenn man eine sehr akkurate, gerade Heckenlinie anstrebt. Breiter wachsende Sorten wie 'Caucasica' benötigen mehr Raum und können bei mangelndem Schnitt schnell überladen wirken. Die schmalen Blätter von 'Angustifolia' erzeugen zudem ein feineres Gesamtbild, das weniger massiv erscheint.
Winterhärte und Robustheit
Generell gilt der Portugiesische Kirschlorbeer als winterhärter als viele andere Kirschlorbeer-Arten, und 'Angustifolia' bildet da keine Ausnahme. Er übersteht die meisten Winter in Mitteleuropa gut. Dennoch können sehr junge Pflanzen oder Exemplare, die an extrem exponierten Standorten stehen, durch strenge Fröste oder kalte Ostwinde leiden. Ein gewisser Schutz in den ersten Jahren oder an kritischen Standorten ist ratsam. Die Robustheit gegenüber Trockenheit nach der Etablierung ist ein weiterer Pluspunkt von Portugiesischem Kirschlorbeer, der auch 'Angustifolia' zugutekommt.
Häufige Probleme und Krankheiten beim Portugiesischen Kirschlorbeer 'Angustifolia'
Obwohl der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' generell als robust und widerstandsfähig gilt, können dennoch Probleme auftreten, die meist auf ungünstige Standortbedingungen oder falsche Pflege zurückzuführen sind. Ein Hauptproblem ist Wurzelfäule, die durch Staunässe entsteht. Achten Sie daher unbedingt auf einen gut durchlässigen Boden. Gelbe Blätter können ein Zeichen für Nährstoffmangel sein, insbesondere Eisenmangel bei zu alkalischem Boden. In solchen Fällen hilft eine gezielte Düngung mit eisenhaltigen Präparaten oder eine Bodenverbesserung.
Blattfleckenkrankheiten, verursacht durch Pilze, können ebenfalls auftreten, insbesondere bei feuchtem Wetter und schlechter Luftzirkulation. Diese äußern sich durch dunkle Flecken auf den Blättern. Betroffene Blätter sollten entfernt und entsorgt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Ein starker Rückschnitt kann die Luftzirkulation verbessern. Ansonsten ist 'Angustifolia' vergleichsweise resistent gegen die typischen Kirschlorbeer-Krankheiten wie das Kirschlorbeersterben.
Umgang mit Schädlingen
Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben können gelegentlich auftreten, besonders bei geschwächten Pflanzen. Ein leichter Befall ist meist kein Grund zur Sorge und kann oft mit einem starken Wasserstrahl oder Hausmitteln wie Seifenlauge bekämpft werden. Bei einem stärkeren Befall kann auf spezielle Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden. Wichtig ist, die Ursache für den Befall zu finden: Ist die Pflanze zu trocken, zu feucht, zu dunkel oder geschwächt? Die Behebung des Problems ist oft effektiver als die Bekämpfung der Schädlinge selbst.
Vorbeugung von Krankheiten
Die beste Vorbeugung ist eine gesunde, kräftige Pflanze an einem optimalen Standort. Dies bedeutet: guter Boden, ausreichende (aber nicht zu viel) Bewässerung, genügend Licht und Luftzirkulation. Vermeiden Sie Schnittwunden, die Krankheitserreger einladen könnten, indem Sie den richtigen Zeitpunkt für den Schnitt wählen und sauberes Werkzeug verwenden. Ein gut gepflegter Portugiesischer Kirschlorbeer 'Angustifolia' wird seltener anfällig für Krankheiten und Schädlinge sein.
Der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' als Sichtschutz
Die Rolle des Portugiesischen Kirschlorbeers 'Angustifolia' als Sichtschutz ist herausragend und einer seiner Hauptgründe für die Beliebtheit im Garten. Seine immergrüne Natur sorgt dafür, dass Sie das ganze Jahr über Privatsphäre genießen können, ohne auf einen kahlen Anblick im Winter blicken zu müssen. Die schmalen Blätter und der aufrechte, dichte Wuchs von 'Angustifolia' bilden eine effektive Barriere gegen neugierige Blicke von Nachbarn oder Passanten. Er eignet sich sowohl für niedrige Abgrenzungen als auch für höhere Hecken, die ein Grundstück komplett umschließen.
Im Vergleich zu anderen Sichtschutzpflanzen bietet 'Angustifolia' eine hervorragende Kombination aus Ästhetik und Funktionalität. Er ist pflegeleichter als manche Nadelgehölze und entwickelt sich schneller zu einer blickdichten Wand als viele Laubgehölze, die erst im Frühjahr austreiben. Die elegante Optik, die durch die schmalen Blätter entsteht, macht ihn zudem zu einer attraktiven Alternative zu den oft massiv wirkenden, breiterlaubigen Kirschlorbeer-Sorten. So können Sie einen Sichtschutz schaffen, der sowohl praktisch als auch stilvoll ist und sich harmonisch in das Gesamtbild Ihres Gartens einfügt.
Vorteile für den Sichtschutz
Die Dichte, mit der 'Angustifolia' wächst, ist ein entscheidender Vorteil. Selbst junge Pflanzen beginnen schnell, Lücken zu schließen. Wenn sie einmal in die Höhe und Breite gewachsen sind, bilden sie eine fast undurchdringliche Wand. Dies wird durch den natürlichen, aufrechten Wuchs unterstützt, der weniger Raum einnimmt als breitere Sorten, aber dennoch eine beeindruckende Höhe erreichen kann. Die glänzenden Blätter reflektieren das Licht und lassen die Hecke auch an dunkleren Tagen lebendig erscheinen.
Integration in das Gartendesign
Dank seiner feineren Textur und des schmaleren Wuchses fügt sich der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' wunderbar in verschiedene Gartengestile ein. Er kann als formale Hecke neben modernen Architekturen glänzen oder in einem eher naturnahen Garten einen eleganten Kontrast zu üppigeren Staudenbeeten bilden. Sogar als Solitärgehölz an einer strategischen Stelle kann er gezielt Blicke lenken oder unerwünschte Einblicke unterbinden. Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem wertvollen Gestaltungselement.
Einsatzmöglichkeiten über den Sichtschutz hinaus
Der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' ist weit mehr als nur eine Sichtschutzpflanze. Seine attraktive, immergrüne Belaubung und sein aufrechte, schlanke Wuchs machen ihn zu einem vielseitigen Gestaltungselement im Garten. Er eignet sich hervorragend als Solitärgehölz, das Struktur und Eleganz in Beete oder auf Rasenflächen bringt. Seine schmalen Blätter und die dezente Blüte im Frühjahr verleihen ihm eine gewisse Leichtigkeit, die ihn von wuchtigeren Gehölzen abhebt.
Darüber hinaus kann 'Angustifolia' auch als niedrige bis mittelhohe Hecke in kleineren Gärten oder als Akzentpflanze in Staudenrabatten eingesetzt werden. Seine Schnittverträglichkeit erlaubt es, ihn in verschiedene Formen zu bringen, von geraden Linien bis hin zu sanften Rundungen. Auch in Kübeln auf Terrassen oder Balkonen kann er gut gedeihen und so auch auf begrenztem Raum mediterranes Flair verbreiten, vorausgesetzt, der Kübel ist groß genug und die Pflanze wird im Winter geschützt.
Als Solitärgehölz und Strukturgeber
Pflanzen Sie 'Angustifolia' als Solitär, um einen bestimmten Bereich im Garten zu betonen oder einen Blickfang zu schaffen. Seine aufrechte Form benötigt wenig Raum und kann gut mit niedrigeren Bodendeckern oder farbintensiven Stauden kombiniert werden. Die Textur seiner Blätter bietet einen schönen Kontrast zu Gräsern oder Pflanzen mit filigranem Laub. Auch in einem Steingarten oder als Teil einer formalen Bepflanzung kann er seine Stärken ausspielen und für eine ganzjährige Struktur sorgen.
Verwendung in Kübeln und Trögen
Für die Kultur im Kübel ist 'Angustifolia' gut geeignet, da er relativ langsam wächst und gut auf Formschnitt reagiert. Verwenden Sie eine hochwertige Kübelpflanzenerde, die gut durchlässig ist. Achten Sie auf ausreichend große Gefäße, die den Wurzelballen Raum bieten. Im Winter sollte der Kübel an einem geschützten Ort aufgestellt werden, um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern. Eine regelmäßige, aber moderate Bewässerung und gelegentliche Düngergaben im Frühjahr und Sommer sind für die Kübelkultur unerlässlich.
Sicherheitshinweis: Kirschlorbeer ist leicht giftig
Es ist wichtig zu wissen, dass alle Teile des Kirschlorbeers, einschließlich des Portugiesischen Kirschlorbeers 'Angustifolia', leicht giftig sind. Die Blätter, Stängel und besonders die Kerne der Beeren enthalten Amygdalin, eine cyanogene Glykosid-Verbindung. Bei Verzehr kann Amygdalin im Körper zu Blausäure umgewandelt werden, was zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel oder sogar Atemnot führen kann. Die Menge, die für eine schwere Vergiftung aufgenommen werden müsste, ist jedoch bei Erwachsenen relativ hoch.
Für Kinder und Haustiere, die eher versehentlich kleinere Mengen aufnehmen könnten, ist jedoch Vorsicht geboten. Achten Sie darauf, dass Kinder nicht mit den Beeren spielen oder diese verzehren. Bei Haustieren wie Hunden oder Katzen sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass sie keine Pflanzenteile aufnehmen. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte umgehend ein Arzt oder Tierarzt konsultiert werden. Die Attraktivität der roten bis schwarzen Beeren im Herbst kann besonders für Kinder eine Versuchung darstellen.
Umgang mit Kindern und Haustieren
Um Risiken zu minimieren, ist es ratsam, die Pflanzung von Kirschlorbeer in Gärten mit Kleinkindern oder Haustieren sorgfältig zu überdenken oder besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Kinder sollten über die Giftigkeit der Pflanzen aufgeklärt werden. Wenn Sie den Kirschlorbeer schneiden, tragen Sie Handschuhe, da der austretende Saft bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen kann. Entsorgen Sie Schnittgut sorgfältig, damit es nicht in Reichweite von Kindern oder Tieren gelangt.
Was tun bei Verdacht auf Vergiftung?
Sollten Sie oder Ihr Kind oder Haustier Teile des Kirschlorbeers aufgenommen haben und Symptome auftreten, zögern Sie nicht, sofort professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Rufen Sie den Notarzt oder den Giftnotruf an. Halten Sie, wenn möglich, Informationen über die aufgenommene Pflanze und die Menge bereit. Schnelles Handeln kann entscheidend sein, um gesundheitliche Folgen zu minimieren. In den meisten Fällen ist eine leichte Vergiftung gut behandelbar.
Fazit: Portugiesischer Kirschlorbeer 'Angustifolia' – eine lohnende Wahl
Der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' ist eine exzellente Wahl für jeden Gartenbesitzer, der eine pflegeleichte, immergrüne und ästhetisch ansprechende Pflanze sucht. Seine schmalen Blätter verleihen ihm eine besondere Eleganz, die ihn von vielen anderen Kirschlorbeer-Sorten abhebt. Ob als blickdichter Sichtschutz, als strukturgebendes Solitärgehölz oder als attraktive Begrenzung – 'Angustifolia' überzeugt durch seine Vielseitigkeit und Robustheit.
Mit dem richtigen Standort und einer grundlegenden Pflege wird Ihnen der Portugiesische Kirschlorbeer 'Angustifolia' über viele Jahre hinweg Freude bereiten und einen wertvollen Beitrag zur Schönheit und Funktionalität Ihres Gartens leisten. Berücksichtigen Sie die leichte Giftigkeit und treffen Sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, dann steht einer unbeschwerten Nutzung dieser wunderbaren Pflanze nichts im Wege. Er ist eine Investition in langfristige Gartengestaltung und Privatsphäre.
Die Sorte 'Angustifolia' vereint die natürliche Robustheit des Portugiesischen Kirschlorbeers mit einer feingliedrigen Eleganz, die ihn zu einem besonderen Hingucker im Garten macht.
Achten Sie beim Kauf von 'Angustifolia' auf gut verzweigte Pflanzen mit gesundem, dunkelgrünem Laub, um einen vitalen Start im Garten zu gewährleisten.
