Was bedeutet Rasen unterirdisch bewässern?
Rasen unterirdisch bewässern bezieht sich auf die Installation eines Bewässerungssystems, das Wasser direkt unter der Oberfläche des Rasens abgibt. Anstatt Wasser von oben auf die Blätter zu sprühen, gelangen die Tropfen oder ein sanfter Wasserfluss direkt an die Wurzelzone des Grases. Dieses Verfahren minimiert die Verdunstung, reduziert das Risiko von Pilzkrankheiten und sorgt dafür, dass das Wasser dort ankommt, wo es am dringendsten benötigt wird: tief im Boden, um kräftige Wurzeln zu fördern. Es ist eine Methode, die Präzision und Effizienz vereint, um Ihren Rasen optimal zu versorgen.
- Wasser wird direkt an die Wurzelzone geliefert.
- Minimiert Verdunstung und Wasserverlust.
- Fördert tiefes Wurzelwachstum für gesunden Rasen.
- Reduziert das Risiko von Blattkrankheiten.
Die Idee dahinter ist, die natürliche Art und Weise der Wasseraufnahme durch Pflanzen zu imitieren. Während traditionelle Sprinklersysteme oft oberflächlich arbeiten und viel Wasser durch Hitze und Wind verlieren, zielt die unterirdische Bewässerung darauf ab, das kostbare Nass gezielt und verlustfrei zuzuführen. Dies ist besonders in trockenen Regionen oder bei strengen Wasservorschriften von unschätzbarem Wert.
Es gibt verschiedene Technologien, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden können. Dazu gehören unter anderem Systeme mit Tropfschläuchen, die speziell für Rasenflächen konzipiert sind, oder auch versenkbare Sprinkler, deren Düsen nur bei Bedarf aus dem Boden fahren. Die Wahl des Systems hängt von der Grösse der Fläche, dem Bodentyp und den spezifischen Bedürfnissen des Rasens ab.
Die Vorteile einer unterirdischen Rasenbewässerung im Detail
Die Umstellung auf ein unterirdisches Bewässerungssystem bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die sich sowohl auf die Gesundheit Ihres Rasens als auch auf Ihren Wasserverbrauch auswirken. Einer der grössten Pluspunkte ist die deutliche Reduzierung der Verdunstung. Da das Wasser direkt am Boden abgegeben wird, hat es kaum Gelegenheit, durch Sonneneinstrahlung oder Wind zu verdunsten, bevor es die Pflanzenwurzeln erreicht. Dies bedeutet, dass Sie mit weniger Wasser mehr bewässern können, was zu einer erheblichen Wassereinsparung führt.
Weiterhin fördert diese Methode ein tieferes Wurzelwachstum. Wenn das Wasser konstant tief im Boden verfügbar ist, sind die Graspflanzen weniger gezwungen, ihre Wurzeln flach zu halten. Stattdessen entwickeln sie stärkere und tiefere Wurzeln, die den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Hitze und mechanische Belastungen machen. Ein gut durchwurzelter Rasen ist zudem widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Unkräuter.
Schutz vor Krankheiten und Unkraut
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die Reduzierung von Pilzkrankheiten. Bei oberirdischen Bewässerungssystemen bleiben die Blätter des Rasens oft lange nass, was ideale Bedingungen für die Entwicklung von Pilzen schafft. Durch die unterirdische Zufuhr von Wasser bleiben die Blätter trocken, und das Risiko für Krankheiten wie Rasenrost oder Blattflecken wird erheblich gesenkt. Dies führt zu einem gesünderen, grüneren und robusteren Rasenbild.
Auch die Optik und Handhabung des Gartens werden verbessert. Unterirdische Systeme sind unsichtbar. Es gibt keine störenden Schläuche oder Sprinklerköpfe, die im Weg liegen, die Mähroboter behindern oder eine Stolperfalle darstellen. Dies ermöglicht eine freie Gestaltung des Gartens und erleichtert alle anderen Pflegemassnahmen wie Mähen oder Vertikutieren.
Die gezielte Wasserabgabe an die Wurzelzone ist der Schlüssel zu einem gesünderen Rasen und einem bewussteren Umgang mit Ressourcen.
Zudem ermöglicht ein unterirdisches System eine präzise Steuerung. Moderne Systeme können mit Zeitschaltuhren und Bodenfeuchtesensoren ausgestattet werden, sodass die Bewässerung genau dann stattfindet, wenn sie benötigt wird und die optimale Menge an Wasser abgegeben wird. Dies verhindert sowohl Über- als auch Unterwässerung und sorgt für eine gleichmässige Versorgung über die gesamte Rasenfläche.
Arten von unterirdischen Bewässerungssystemen für Rasenflächen
Wenn Sie Ihren Rasen unterirdisch bewässern möchten, stehen Ihnen verschiedene Systemtypen zur Verfügung, die jeweils eigene Stärken und Anwendungsbereiche haben. Die Auswahl hängt stark von den Gegebenheiten Ihres Gartens und Ihren persönlichen Präferenzen ab.
1. Tropfbewässerungssysteme (Drip Irrigation)
Diese Systeme verwenden Schläuche mit integrierten Tropfern, die in regelmässigen Abständen Wasser abgeben. Sie werden knapp unter der Rasenoberfläche verlegt. Tropfbewässerung ist besonders effizient, da sie das Wasser langsam und zielgerichtet direkt an die Wurzeln abgibt. Sie eignet sich hervorragend für grössere, eher flache Rasenflächen und ist sehr wassersparend. Die Verlegung kann etwas aufwendiger sein, aber der Ertrag in Form von Wassereffizienz und Rasengesundheit ist hoch.
2. Versenkbare Sprinklersysteme (Pop-up Sprinklers)
Dies ist wohl die bekannteste Form der automatischen Rasenbewässerung, die unterirdisch funktioniert. Die Sprinklerköpfe sind bündig im Boden versenkt und fahren nur während des Bewässerungsvorgangs aus. Nach Gebrauch ziehen sie sich wieder zurück. Es gibt verschiedene Arten von versenkbaren Sprinklern: Rotationssprinkler decken grössere Flächen ab, während Getriebesprinkler (Getrieberegner) eine gleichmässigere Wasserverteilung über kleinere bis mittelgrosse Bereiche ermöglichen. Diese Systeme sind flexibel und können an unterschiedlich geformte Flächen angepasst werden.
3. Sickerwasserschläuche oder Bewässerungsschläuche mit feinen Poren
Ähnlich wie die Tropfschläuche, aber oft mit einer feineren, gleichmässigeren Wasserabgabe über ihre gesamte Länge. Diese porösen Schläuche geben Feuchtigkeit kontinuierlich an den Boden ab und werden ebenfalls unter der Grasnarbe verlegt. Sie sind besonders gut geeignet, um gleichmässige Feuchtigkeit über längere Strecken zu gewährleisten, und sind eine gute Wahl für Beete und neu anzulegende Rasenflächen, wo eine gleichmässige Anfeuchtung entscheidend ist.
Bei der Planung ist es wichtig, die Bedürfnisse Ihres Rasens zu berücksichtigen. Ein junger Rasen, der gerade neu angelegt wird (z.B. im Herbst oder Frühjahr), profitiert besonders von einer gleichmässigen Feuchtigkeitsversorgung, die unterirdische Systeme bieten können. Auch das Anlegen eines neuen Rasens ohne Walze kann durch eine konstant feuchte Bodenschicht unterstützt werden, da dies die Keimung fördert.
Die Wahl des richtigen Systems beeinflusst massgeblich, wie gut Ihr Rasen sich entwickelt. Ein gut geplantes System stellt sicher, dass auch an sonnigen Tagen oder bei hohen Temperaturen die Wurzeln ausreichend versorgt werden, was für Rasen, der viel Sonne abbekommt, essenziell ist.
Planung und Installation: Der Weg zu Ihrem unterirdischen Bewässerungssystem
Die Planung und Installation eines unterirdischen Bewässerungssystems erfordert sorgfältige Überlegungen, um sicherzustellen, dass es effektiv arbeitet und Ihren Rasen optimal versorgt. Ein gut durchdachter Plan ist die halbe Miete, um später kostspielige Fehler zu vermeiden.
Schritt 1: Bedarfsanalyse und Flächenermittlung
Beginnen Sie damit, die Grösse und Form Ihrer Rasenfläche genau zu vermessen. Berücksichtigen Sie dabei auch das Gefälle des Geländes, die Bodenbeschaffenheit (sandig, lehmig) und ob es bereits bestehende Beete oder Wege gibt, die umgangen werden müssen. Ermitteln Sie die Wasserquelle, den Wasserdruck und den Durchfluss, den Sie zur Verfügung haben. Diese Faktoren sind entscheidend für die Auswahl des passenden Systems und der benötigten Komponenten.
Schritt 2: Systemauswahl und Komponentenplanung
Basierend auf Ihrer Bedarfsanalyse wählen Sie das passende System: Tropfschläuche für gleichmässige, langsame Bewässerung oder versenkbare Sprinkler für flächige Abdeckung. Planen Sie die Verlegung der Rohre und Schläuche so, dass sie möglichst gerade und effizient verlaufen. Achten Sie darauf, dass die einzelnen Bewässerungszonen optimal abgedeckt werden und sich die Wasserbereiche nicht unnötig überschneiden, um Wasser zu sparen. Planen Sie die Einbindung eines Filters, um Verstopfungen zu vermeiden, besonders bei Tropfsystemen.
Schritt 3: Installation der Komponenten
Die Installation beginnt typischerweise mit dem Ausheben von Gräben, in denen die Rohre und Schläuche verlegt werden. Diese sollten tief genug sein, um vor mechanischer Beschädigung durch Rasenpflegegeräte geschützt zu sein, aber nicht so tief, dass die Wasserabgabe die Wurzelzone verfehlt. Für die meisten Systeme sind etwa 15-30 cm Tiefe ausreichend. Achten Sie darauf, die Verbindungsstücke sorgfältig zu montieren, um Leckagen zu vermeiden.
Nach der Verlegung der Leitungen werden die Sprinklerköpfe oder Tropfer angebracht. Bei versenkbaren Sprinklern ist es wichtig, dass sie absolut waagerecht installiert werden, damit sie korrekt ausfahren und sich wieder versenken. Die Installation eines Controllers (Zeitschaltuhr) und gegebenenfalls von Bodenfeuchtesensoren ist der nächste Schritt. Diese intelligenten Steuerungen sorgen für eine automatische und bedarfsgerechte Bewässerung.
Verlegen Sie die Bewässerungsleitungen vor dem Anlegen des neuen Rasens. Dies erleichtert die Arbeit erheblich und minimiert das Risiko, bestehende Grasnarben zu beschädigen. Wenn Sie Rasen säen, ist dies der ideale Zeitpunkt, um das System zu integrieren.
Schritt 4: Spülung und Testlauf
Bevor Sie den Graben wieder verfüllen, ist es essenziell, das System gründlich zu spülen. Dies entfernt Schmutz, Sand und Ablagerungen, die sich während der Installation angesammelt haben und später Tropfer oder Düsen verstopfen könnten. Anschliessend führen Sie einen vollständigen Testlauf durch, um sicherzustellen, dass alle Komponenten einwandfrei funktionieren, der Wasserdruck stimmt und keine Lecks vorhanden sind. Überprüfen Sie, ob die Bewässerungsbereiche wie geplant abgedeckt werden.
Schritt 5: Verfüllen und Rasen anlegen
Nach erfolgreichem Testlauf können die Gräben vorsichtig wieder verfüllt werden. Achten Sie darauf, die Erde gut anzudrücken, um Hohlräume zu vermeiden. Nun ist die Fläche bereit für das Anlegen des neuen Rasens. Wenn Sie Rasen säen, ist eine gleichmässige Feuchtigkeit durch das unterirdische System von Vorteil, um die Keimung zu optimieren. Auch das Säen im Herbst oder Frühjahr profitiert von dieser präzisen Feuchtigkeitskontrolle.
Die Installation mag aufwendig erscheinen, aber die langfristigen Vorteile – eine gesunde Rasenfläche und eine effiziente Wassernutzung – machen die Mühe und Investition in der Regel wett.
Pflege und Wartung des unterirdischen Bewässerungssystems
Ein unterirdisches Bewässerungssystem für Ihren Rasen ist nicht nur bequem, sondern erfordert auch regelmässige Pflege, um seine Leistungsfähigkeit über Jahre hinweg zu gewährleisten. Vernachlässigte Systeme können zu Problemen wie verstopften Düsen, Lecks oder ungleichmässiger Wasserverteilung führen.
Regelmässige Inspektion der Komponenten
Auch wenn die Rohre unter der Erde liegen, sollten Sie die sichtbaren Teile des Systems regelmässig überprüfen. Dazu gehören die Sprinklerköpfe oder Tropfer, die aus dem Boden fahren. Achten Sie darauf, ob sie sich einwandfrei öffnen und schliessen, ob die Sprühwinkel korrekt sind und ob die Wasserausgabe gleichmässig erfolgt. Entfernen Sie Schmutz und Ablagerungen, die sich an den Düsen oder im Mechanismus sammeln könnten.
Reinigung von Filtern und Tropfern
Ein entscheidender Wartungsschritt ist die Reinigung oder der Austausch der Filter. Diese fangen Schmutzpartikel auf, bevor sie die feinen Öffnungen von Tropfern oder Sprinklern verstopfen können. Je nach Wasserqualität und Systemtyp kann dies ein- bis mehrmals pro Jahr notwendig sein. Bei Tropfbewässerungssystemen ist es ratsam, die Tropfer gelegentlich auf Verstopfungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu reinigen oder auszutauschen.
Überwinterung des Systems
In Regionen mit Frostgefahr ist die richtige Überwinterung unerlässlich, um Schäden am System zu vermeiden. Das gesamte System muss frostsicher gemacht werden, indem das Restwasser abgelassen wird. Dies geschieht in der Regel durch Druckluft, die in die Hauptleitung geblasen wird, um alle Leitungen und Komponenten vollständig zu entleeren. Viele professionelle Installateure bieten diesen Service an, oder Sie können ihn mit dem richtigen Equipment selbst durchführen.
Führen Sie die Frostschutzmassnahmen durch, bevor die ersten Fröste erwartet werden. Ein feuchter Boden kann die Ausdehnung von gefrierendem Wasser verstärken und Leitungen platzen lassen.
Anpassungen und Reparaturen
Im Laufe der Zeit kann es notwendig werden, Anpassungen am System vorzunehmen, beispielsweise wenn sich die Rasenfläche verändert oder neue Pflanzen gesetzt werden. Kleinere Reparaturen, wie der Austausch eines defekten Sprinklers oder eines undichten Verbindungsstücks, können oft selbst durchgeführt werden. Bei grösseren Problemen, wie einem Rohrbruch tief unter der Erde, ist es jedoch ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen.
Die regelmässige Wartung stellt sicher, dass Ihr unterirdisches Bewässerungssystem effizient arbeitet und Ihren Rasen optimal versorgt. Dies spart nicht nur Wasser und Geld, sondern sorgt auch dafür, dass Ihr Rasen stets gut aussieht, selbst in heissen und trockenen Phasen.
Wann ist unterirdisches Bewässern am effektivsten?
Die Effektivität eines unterirdischen Bewässerungssystems hängt nicht nur von der Technik selbst ab, sondern auch vom richtigen Zeitpunkt und den Bedingungen, unter denen es eingesetzt wird. Grundsätzlich ist die unterirdische Bewässerung jederzeit vorteilhaft, aber es gibt Situationen und Zeiten, in denen ihre Vorteile am deutlichsten zum Tragen kommen.
Früher Morgen: Die ideale Zeit
Die beste Zeit für die Bewässerung, unabhängig davon, ob unterirdisch oder oberirdisch, ist der frühe Morgen. Dies gilt auch für unterirdische Systeme. Am frühen Morgen ist die Umgebung kühler, und die Luftfeuchtigkeit ist höher. Dies minimiert die Verdunstung, die selbst bei unterirdischen Systemen auftreten kann, wenn das Wasser die oberste Bodenschicht durchdringt. Zudem haben die Pflanzen den ganzen Tag Zeit, das aufgenommene Wasser zu nutzen, bevor die Hitze des Tages einsetzt. Über Nacht sollte man eher nicht bewässern, da dies die Gefahr von Pilzkrankheiten erhöhen kann, aber unterirdische Systeme reduzieren dieses Risiko bereits signifikant.
Bei Hitze und Trockenheit
In Perioden anhaltender Hitze und Trockenheit spielt ein unterirdisches System seine grössten Stärken aus. Während oberirdische Sprinkler bei starker Sonneneinstrahlung und Wind oft nur einen Bruchteil des Wassers effektiv an die Wurzeln bringen, liefert das unterirdische System kontinuierlich Feuchtigkeit direkt dorthin, wo sie benötigt wird. Dies hilft dem Rasen, auch unter extremen Bedingungen grün und gesund zu bleiben, und verhindert Trockenstress.
Für neu angelegten Rasen
Wenn Sie neuen Rasen anlegen, sei es durch Aussaat (rasen säen, rasen aussäen) oder durch Rollrasen, ist eine konstante und tiefe Befeuchtung des Bodens entscheidend für die Keimung und das Etablieren der Wurzeln. Unterirdische Bewässerungssysteme sind hierfür ideal. Sie gewährleisten, dass die Samen oder die jungen Wurzeln kontinuierlich mit Feuchtigkeit versorgt werden, ohne dass die Oberfläche austrocknet. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Rasen säen ohne Walze oder wenn Sie einen Rasen im Herbst säen, wo die Bodenfeuchtigkeit variieren kann.
Ein unterirdisches System kann auch dann effektiv sein, wenn Sie Rasen wässern in der Sonne, da die direkte Sonneneinstrahlung auf die Blätter keinen Einfluss auf die Wasserzufuhr an die Wurzeln hat. Es ermöglicht eine konstante Versorgung, die für die Widerstandsfähigkeit des Rasens, gerade auch in der prallen Sonne, unerlässlich ist.
Die Effektivität wird auch durch die richtige Planung und Installation bestimmt. Ein System, das für die spezifischen Bodenverhältnisse und die Grösse der Fläche ausgelegt ist, wird immer bessere Ergebnisse erzielen als ein unpassendes System.
Vergleich: Unterirdisch vs. Oberirdisch bewässern
Die Entscheidung zwischen einer unterirdischen und einer oberirdischen Rasenbewässerung ist ein wichtiger Punkt für jeden Gartenbesitzer. Beide Methoden haben ihre Berechtigung, doch unterirdische Systeme bieten in vielen Bereichen deutliche Vorteile, insbesondere wenn es um Effizienz und Rasengesundheit geht.
Wasserverbrauch und Effizienz
Wasserverbrauch: Oberirdische Systeme sind anfällig für Verdunstung durch Sonne und Wind. Ein erheblicher Teil des Wassers geht verloren, bevor es die Wurzelzone erreicht. Unterirdische Systeme hingegen liefern das Wasser direkt an die Wurzeln und minimieren so die Verdunstung. Dies führt zu einer erheblichen Wassereinsparung, oft 20-50% im Vergleich zu oberirdischen Systemen. Dies ist besonders relevant bei steigenden Wasserpreisen oder Wasserbeschränkungen.
Rasengesundheit und Krankheitsvorbeugung
Rasengesundheit: Oberirdische Bewässerung benetzt die Blätter des Rasens, was die Entstehung von Pilzkrankheiten fördern kann. Unterirdische Systeme halten die Blätter trocken, was das Risiko für solche Erkrankungen reduziert. Zudem fördert die konstante Tiefenbewässerung ein kräftigeres und tieferes Wurzelwachstum, was den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Hitze und mechanische Belastung macht.
Ästhetik und Benutzerfreundlichkeit
Ästhetik: Oberirdische Systeme mit sichtbaren Schläuchen und Sprinklern können das Gartenbild stören und stellen Hindernisse dar. Unterirdische Systeme sind unsichtbar und beeinträchtigen weder die Optik noch die Nutzung des Gartens für Spiele oder die Gartenpflege wie Rasenmähen.
Investitionskosten und Installation
Kosten und Installation: Oberirdische Systeme sind in der Anschaffung und Installation meist günstiger und einfacher umzusetzen. Ein paar Gartenschläuche und Sprinkler sind schnell aufgebaut. Unterirdische Systeme erfordern eine aufwendigere Planung und Installation, oft das Graben von Gräben, was höhere Anfangsinvestitionen bedeutet. Die Kosten für professionelle Installation können beträchtlich sein.
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
Flexibilität: Oberirdische Systeme sind flexibel und können leicht umplatziert werden, wenn sich die Gartengestaltung ändert. Unterirdische Systeme sind fest installiert und erfordern bei grösseren Änderungen eine aufwendige Anpassung. Bei der Planung neuer Gartenbereiche, wie etwa einem Beet anlegen rasen, muss das unterirdische System entsprechend berücksichtigt werden.
| Merkmal | Unterirdische Bewässerung | Oberirdische Bewässerung |
|---|---|---|
| Wasserverbrauch | Sehr effizient, geringe Verdunstung | Weniger effizient, hohe Verdunstung |
| Rasengesundheit | Fördert tiefes Wurzelwachstum, reduziert Pilzkrankheiten | Kann Blattkrankheiten fördern, oberflächliches Wurzelwachstum |
| Ästhetik | Unsichtbar, stört nicht | Kann störend wirken, sichtbare Schläuche/Sprinkler |
| Installationsaufwand | Hoch, aufwendig | Gering, einfach |
| Anfangskosten | Höher | Geringer |
| Langfristige Kosten | Potenziell geringer durch Wassereinsparung | Potenziell höher durch Wasserverbrauch |
| Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit | Hoch | Mittel |
Für Gartenbesitzer, die Wert auf eine optimale Rasengesundheit, maximale Wassereffizienz und eine ungestörte Gartengestaltung legen, ist die Investition in ein unterirdisches Bewässerungssystem oft die lohnendere Wahl. Es ist eine zukunftsorientierte Lösung für die Rasenpflege.
Häufige Fragen zur unterirdischen Rasenbewässerung
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um die unterirdische Bewässerung Ihres Rasens.
Wie tief sollte das Bewässerungssystem verlegt werden?
Die ideale Tiefe für unterirdische Bewässerungssysteme liegt in der Regel zwischen 15 und 30 Zentimetern. Diese Tiefe schützt die Leitungen vor mechanischen Beschädigungen durch Rasenpflegegeräte und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Wasser direkt in die Wurzelzone gelangt, ohne zu schnell an die Oberfläche zu verdunsten.
Kann ich das System selbst installieren oder brauche ich einen Fachmann?
Die Installation eines einfachen Systems kann mit etwas handwerklichem Geschick und der richtigen Anleitung selbst durchgeführt werden. Für komplexere Anlagen, insbesondere wenn ein hoher Wasserdruck benötigt wird oder viele Zonen geplant sind, ist die Beauftragung eines Fachmanns ratsam, um Fehler zu vermeiden und die optimale Funktion sicherzustellen.
Wie oft sollte der Rasen mit einem unterirdischen System bewässert werden?
Die Bewässerungsfrequenz hängt von vielen Faktoren ab: Wetter, Bodentyp, Rasensorte und Jahreszeit. Mit unterirdischen Systemen bewässert man seltener, dafür aber länger und intensiver, um tiefes Wurzelwachstum zu fördern. Moderne Steuergeräte mit Bodenfeuchtesensoren können die Bewässerung automatisch an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
Welche Auswirkungen hat unterirdisches Bewässern auf den Rasenschnitt?
Die Schnittkanten des Rasens bleiben trocken, da die Bewässerung unter der Oberfläche stattfindet. Dies reduziert das Risiko von Schnittkrankheiten und fördert ein gesünderes Wachstum. Das Mähen wird durch unsichtbare Systeme nicht beeinträchtigt.
Ist unterirdische Bewässerung auch für kleine Gärten geeignet?
Ja, auch für kleinere Flächen können unterirdische Systeme wie Tropfschläuche oder kleinere versenkbare Sprinkler sinnvoll sein. Sie bieten auch hier die Vorteile der Wassereffizienz und gezielten Bewässerung, selbst wenn die Installation aufwendiger ist als bei oberirdischen Lösungen.
Wie unterscheidet sich unterirdische Bewässerung von der Bewässerung mit einem Rasen sprenger System?
Ein klassisches Rasen sprenger System bewässert oberflächlich und kann viel Wasser durch Verdunstung verlieren. Unterirdische Systeme hingegen bringen das Wasser direkt an die Wurzeln, sind wassersparender und fördern gesündere, tief verwurzelte Pflanzen.
Was muss ich beim Anlegen eines neuen Rasens mit unterirdischer Bewässerung beachten?
Wenn Sie einen neuen Rasen anlegen oder Rasen säen, ist dies der ideale Zeitpunkt, das unterirdische System zu installieren. Achten Sie darauf, die Leitungen so zu verlegen, dass sie die spätere Wurzelbildung unterstützen. Nach der Installation muss eine gleichmässige Feuchtigkeit gewährleistet sein, wofür das System optimal geeignet ist.
