Warum eine Rasenkante selber machen?
Ein akkurater Übergang zwischen Rasenfläche und Beeten oder Wegen verleiht jedem Garten Struktur und Eleganz. Oft sind fertige Lösungen teuer oder passen nicht zur individuellen Gartengestaltung. Wenn Sie Ihre Rasenkante selber machen, entscheiden Sie selbst über Material, Form und Langlebigkeit. Sie haben die volle Kontrolle über das Endergebnis und können Kosten sparen, indem Sie auf bewährte und oft preiswertere Materialien zurückgreifen. Zudem ermöglicht Ihnen die Eigeninitiative, Designs zu realisieren, die im Handel so nicht erhältlich sind. Ob Sie eine klare Trennung zwischen Rasen und Kiesweg wünschen oder eine optische Aufwertung Ihrer Beete anstreben – das Selbermachen ist eine lohnende Aufgabe, die mit etwas Planung und handwerklichem Geschick gut gelingt.
Die Entscheidung, eine Rasenkante selbst zu gestalten, ist oft der erste Schritt zu einem Garten, der nicht nur funktional, sondern auch ein Ausdruck Ihrer Persönlichkeit ist. Es geht darum, die Linienführung Ihres Außenbereichs präzise zu definieren und gleichzeitig praktische Vorteile wie die Eindämmung des Rasenwachstums zu erzielen. Ohne eine klare Kante neigt der Rasen dazu, in angrenzende Flächen wie Blumenbeete oder Wege zu wuchern, was zu einem ungepflegten Erscheinungsbild führt.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Kostenersparnis, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und die Befriedigung, etwas mit eigenen Händen geschaffen zu haben. Die Auswahl des richtigen Materials ist dabei entscheidend für die Optik und die Haltbarkeit Ihrer neuen Rasenkante. Von natürlichen Steinen über robustes Metall bis hin zu langlebigem Kunststoff – die Möglichkeiten sind vielfältig und sollten auf den Stil Ihres Gartens abgestimmt sein.
- Selbstgemachte Rasenkanten sparen Kosten und bieten individuelle Gestaltung.
- Sie definieren klare Grenzen und verhindern Rasenwuchs in Beeten/Wegen.
- Materialwahl beeinflusst Optik, Langlebigkeit und Pflegeaufwand.
- Die richtige Planung ist entscheidend für ein gelungenes Ergebnis.
Klarheit und Struktur für Ihren Garten
Eine gut definierte Rasenkante ist mehr als nur ein optisches Element; sie ist ein funktioneller Bestandteil, der die Pflege Ihres Gartens erheblich erleichtert. Sie verhindert, dass Gras und Unkraut sich unkontrolliert ausbreiten und über die Grenzen hinauswachsen. Dies erleichtert das Mähen, da Sie nicht ständig über unerwünschte Überwucherungen am Rand stolpern. Die klare Abgrenzung schafft zudem eine saubere und ordentliche Optik, die das Gesamtbild Ihres Gartens aufwertet und ihm eine professionelle Note verleiht. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Rasenkante selber zu machen, investieren Sie somit direkt in die Ästhetik und die praktische Handhabung Ihres Außenbereichs.
Materialien und Werkzeuge: Was Sie benötigen
Bevor Sie mit dem Bau Ihrer Rasenkante beginnen, ist es essenziell, die notwendigen Materialien und Werkzeuge zusammenzutragen. Die Auswahl des Materials hängt stark von Ihrem gewünschten Stil, dem Budget und der gewünschten Langlebigkeit ab. Gängige Optionen sind Natursteine wie Findlinge oder geschnittene Steine, Pflastersteine, Betonwerksteine, Metallbänder (oft aus Cortenstahl oder Aluminium), Kunststoffprofile oder auch Holz. Jedes Material bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich, sei es in Bezug auf die Verarbeitbarkeit, die Witterungsbeständigkeit oder die Optik.
Gängige Materialien für Ihre Rasenkante
Natursteine: Sie verleihen dem Garten eine rustikale und natürliche Optik. Kleinere Steine können einfach in den Boden gedrückt werden, größere erfordern mehr Aufwand. Sie sind langlebig, aber können teuer sein und unregelmäßige Formen aufweisen, die eine präzise Verlegung erschweren.
Pflastersteine oder Betonwerksteine: Diese sind oft kostengünstiger und leichter zu verlegen, da sie standardisierte Formen haben. Sie bieten eine sehr klare und gerade Kante und sind in vielen Farben und Größen erhältlich. Eine Schicht Kies oder Sand als Fundament sorgt für Stabilität.
Metallbänder (z.B. Cortenstahl): Sie sind flexibel, robust und modern. Cortenstahl entwickelt mit der Zeit eine charakteristische Rostpatina, die sehr dekorativ ist. Metallkanten sind ideal für geschwungene Formen und bieten eine schmale, aber effektive Barriere.
Kunststoffprofile: Eine preiswerte und flexible Lösung, die sich gut für geschwungene Linien eignet. Sie sind leicht zu verlegen, aber möglicherweise weniger langlebig und optisch weniger ansprechend als Stein oder Metall.
Holz: Holzpalisaden oder geschnittene Holzbretter können ebenfalls verwendet werden, erfordern aber regelmäßige Pflege und sind weniger witterungsbeständig als andere Materialien. Sie passen gut zu einem natürlichen oder ländlichen Gartenstil.
Unverzichtbare Werkzeuge für das Projekt
Für die meisten Projekte benötigen Sie folgende Werkzeuge:
- Spaten oder Schaufel: Zum Ausheben des Grabens.
- Schubkarre: Zum Transport von Materialien und Aushub.
- Wasserwaage: Für eine gerade und ebene Verlegung.
- Schnur und Pflöcke: Zum Abstecken der gewünschten Linie.
- Gummihammer oder Holzklotz: Zum leichten Einschlagen oder Anpassen von Steinen.
- Cuttermesser oder Schere: Bei Verwendung von Kunststoff- oder Metallbändern.
- Handschuhe und Schutzbrille: Zur Sicherheit.
- Bei Steinarbeiten: Fuchsschwanz oder Winkelschleifer mit Diamantblatt (für präzise Schnitte, falls nötig).
- Bei Bedarf: Abziehschiene und Richtlatte für ein ebenes Fundament.
Achten Sie bei der Materialauswahl darauf, dass das Gewicht und die Größe der Elemente zu Ihren körperlichen Fähigkeiten passen, besonders wenn Sie größere Steine oder schwere Werkzeuge verwenden müssen. Die richtige Kombination aus Werkzeugen und Materialien ist der Schlüssel zu einem professionellen Ergebnis.
Die Vorbereitung: Graben und Fundament
Bevor die eigentliche Rasenkante verlegt wird, ist eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds unerlässlich. Dies ist der entscheidende Schritt für die Stabilität und Langlebigkeit Ihrer selbstgemachten Rasenkante. Ein gut vorbereitetes Fundament verhindert, dass die Kante absinkt, sich verschiebt oder durch Frost aufbricht.
Schritt 1: Die Linie festlegen
Zuerst bestimmen Sie den genauen Verlauf Ihrer neuen Rasenkante. Nutzen Sie hierfür Schnur und Pflöcke, um eine gerade oder eine geschwungene Linie exakt abzugrenzen. Achten Sie darauf, dass die Linie Ihren Bedürfnissen entspricht – soll sie nur den Rasen vom Beet trennen oder auch Wegeinfassungen integrieren? Messen Sie sorgfältig nach und visualisieren Sie das Endergebnis, bevor Sie zum Spaten greifen.
Schritt 2: Den Graben ausheben
Nun wird der Graben entlang der abgesteckten Linie ausgehoben. Die Tiefe und Breite des Grabens hängen vom gewählten Material ab. Für die meisten Steine oder Profile ist eine Tiefe von etwa 10-15 cm ausreichend. Der Graben sollte breit genug sein, um das Material bequem platzieren zu können, und tief genug, um es sicher zu verankern. Achten Sie darauf, die Seiten des Grabens möglichst senkrecht abzugraben, um eine stabile Basis zu schaffen. Den ausgehobenen Boden können Sie anderweitig im Garten verwenden oder entsorgen.
Schritt 3: Das Fundament vorbereiten
Für eine langlebige Rasenkante, insbesondere aus Stein, ist ein stabiles Fundament unerlässlich. Dies besteht meist aus einer etwa 5-10 cm dicken Schicht aus Schotter oder Kies, die gut verdichtet wird. Diese Schicht sorgt für Drainage und eine ebene Auflagefläche. Anschließend kommt eine dünne Lage feinen Sandes oder Splitt darauf, auf der die Steine oder Profile später verlegt werden. Verwenden Sie eine Wasserwaage und eine Richtlatte, um sicherzustellen, dass diese Fundamentschicht absolut eben ist. Ein leichtes Gefälle vom Rasen weg kann helfen, Staunässe zu vermeiden.
Die richtige Verdichtung ist hierbei entscheidend. Gehen Sie die Schotterschicht mehrmals ab oder nutzen Sie eine Rüttelplatte für größere Flächen. Ein wackeliges Fundament ist die häufigste Ursache für eine schnell verfallende Rasenkante. Geben Sie sich Zeit für diesen Arbeitsschritt; er ist das Fundament Ihres Projekts.
Verlegungsmethoden: Stein, Metall und Kunststoff
Nachdem das Fundament vorbereitet ist, beginnt die eigentliche Verlegung der Rasenkante. Die Methode variiert je nach gewähltem Material, aber das Grundprinzip bleibt dasselbe: eine stabile, gerade oder geschwungene Barriere schaffen, die den Rasen von anderen Gartenbereichen trennt.
Verlegung von Steinen und Pflastersteinen
Legen Sie die Steine oder Pflastersteine mit etwas Abstand in den vorbereiteten Graben auf die Sandschicht. Richten Sie sie mithilfe der Wasserwaage und des Gummihammers aus. Klopfen Sie sie sanft ein, bis sie bündig mit der gewünschten Höhe abschließen. Achten Sie darauf, dass die Oberkante der Steine auf einer Höhe liegt, um das Mähen zu erleichtern. Wenn Sie geschnittene Steine verwenden, stellen Sie sicher, dass sie fest in der Sandschicht sitzen. Bei unregelmäßigen Natursteinen füllen Sie die Lücken mit kleineren Steinen oder einer passenden Mörtelmischung, um eine geschlossene Linie zu erhalten. Für eine besonders stabile Kante können Sie die Steine auch mit einem speziellen Steinkleber oder Mörtel miteinander verbinden.
Installation von Metallbändern (z.B. Cortenstahl)
Metallbänder werden oft in einem Graben verlegt, der schmaler ist als bei Steinen. Die untere Kante des Bandes wird tief genug in den Boden gedrückt oder mit einem Spaten in den Boden getrieben, um Stabilität zu gewährleisten. Viele Metallbänder haben einen oberen Rand, der leicht nach innen gebogen ist, was zusätzliche Stabilität verleiht und gleichzeitig eine saubere Kante für den Rasenmäher bietet. Achten Sie darauf, dass das Band senkrecht steht. Bei geschwungenen Linien können Sie das Metall vorsichtig biegen. Die einzelnen Bänder werden oft mit Schrauben oder einem speziellen Verbindungssystem verbunden, um eine durchgehende Barriere zu schaffen.
Verlegung von Kunststoffprofilen
Kunststoffkanten werden ähnlich wie Metallbänder installiert. Sie werden in der Regel in einen schmalen Graben gesteckt und mit Erdankern fixiert, die im Lieferumfang enthalten sein können. Viele Kunststoffprofile sind flexibel genug, um auch runde Formen zu realisieren. Achten Sie darauf, die Profile tief genug im Boden zu verankern, damit sie stabil stehen und nicht leicht umkippen. Sie sind eine schnelle und unkomplizierte Lösung, besonders wenn es darum geht, eine preiswerte und leicht zu verlegende Rasenkante zu schaffen. Die richtige Tiefe der Verankerung bestimmt maßgeblich die Haltbarkeit.
Wichtiger Tipp: Rasenkante schneiden
Unabhängig vom Material ist es oft notwendig, die Rasenkante nach der Verlegung nochmals zu schneiden, um einen perfekten Abschluss zu erzielen. Mit einem Rasenkantenschneider, einem scharfen Spaten oder einem speziellen Kantenschneider können Sie überschüssiges Gras entfernen und eine saubere Linie schaffen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie eine sehr schmale oder präzise Kante wünschen.
Pflastersteine als Rasenkante verlegen: Schritt für Schritt
Das Verlegen von Pflastersteinen als Rasenkante ist eine beliebte und effektive Methode, um Ihrem Garten Struktur zu verleihen. Diese Methode ist robust, langlebig und bietet eine klare Trennung zwischen Rasenflächen und Beeten oder Wegen. Hier erfahren Sie, wie Sie Pflastersteine als Rasenkante erfolgreich verlegen.
Material- und Werkzeugübersicht für Pflastersteine
Sie benötigen:
- Pflastersteine oder Betonwerksteine (Form und Größe nach Wahl)
- Schotter (ca. 0-32 mm Körnung) als Tragschicht
- Feiner Sand oder Splitt (ca. 0-4 mm Körnung) als Pflasterbett
- Bedarfsweise Randbefestigung (z.B. kleine Betonplatten oder Granitsteine)
- Spaten, Schaufel, Schubkarre
- Wasserwaage, Richtlatte
- Schnur und Pflöcke zur Absteckung
- Gummihammer
- Verdichtungswerkzeug (z.B. Handstampfer oder Rüttelplatte)
- Bürste mit harten Borsten
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Linie festlegen: Stecken Sie mit Schnur und Pflöcken den genauen Verlauf Ihrer Rasenkante ab.
- Graben ausheben: Heben Sie einen Graben von etwa 20-25 cm Tiefe aus. Die Breite sollte so bemessen sein, dass die Pflastersteine nebeneinander platziert werden können (oft 1-2 Steinbreiten).
- Tragschicht einbringen: Füllen Sie den Graben mit einer 10-15 cm dicken Schicht Schotter. Verdichten Sie diese Schicht sorgfältig mit dem Handstampfer oder der Rüttelplatte.
- Pflasterbett erstellen: Bringen Sie eine 3-5 cm dicke Schicht feinen Sandes oder Splitt auf die verdichtete Tragschicht auf. Ziehen Sie diese Schicht mit der Richtlatte und Wasserwaage absolut eben ab.
- Pflastersteine verlegen: Setzen Sie die Pflastersteine auf das Pflasterbett. Klopfen Sie sie mit dem Gummihammer sanft ein, bis sie die gewünschte Höhe erreichen. Überprüfen Sie ständig mit der Wasserwaage, ob die Steine eben liegen und miteinander eine gerade Linie bilden.
- Randbefestigung (optional, aber empfohlen): Wenn Sie eine besonders stabile und dauerhafte Kante wünschen, können Sie die Rückseite der Pflastersteine mit kleinen Betonplatten oder Mauersteinen abstützen. Diese werden ebenfalls auf einer kleinen Sandschicht gesetzt und mit dem Pflaster verbunden oder verkeilt.
- Fugen füllen: Nachdem alle Steine verlegt sind, füllen Sie die Fugen mit feinem Sand oder Fugensplitt. Kehren Sie das Material mit einer harten Bürste in die Fugen ein, bis diese vollständig gefüllt sind.
- Endkontrolle und Rasenschnitt: Überprüfen Sie die gesamte Kante auf Stabilität und Ebenheit. Schneiden Sie den Rasen am Rand sauber ab, um ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erzielen.
Ein wichtiger Tipp: Achten Sie darauf, dass die Oberkante der Pflastersteine leicht über dem Rasenniveau liegt. Dies erleichtert das Mähen und verhindert, dass Gras über die Steine wächst. Für eine besonders edle Optik können Sie auch verschiedene Steinarten oder Farben kombinieren.
Varianten und besondere Materialien
Neben den klassischen Materialien wie Steinen und Metallbändern gibt es weitere Optionen, um Ihre Rasenkante individuell zu gestalten und dem Garten eine besondere Note zu verleihen. Diese Varianten eignen sich für spezifische Stile oder funktionale Anforderungen.
Cortenstahl-Rasenkanten: Industrieller Charme
Cortenstahl, auch bekannt als witterungsbeständiger Baustahl, entwickelt mit der Zeit eine tiefbraune Rostpatina. Diese Optik ist sehr beliebt und verleiht modernen Gärten einen industriellen, aber dennoch natürlichen Touch. Cortenstahl-Rasenkanten sind oft als schmale Bänder erhältlich, die flexibel gebogen werden können, um geschwungene Linien zu gestalten. Sie werden tief in den Boden eingelassen und bieten eine klare, scharfe Trennung, die sowohl optisch ansprechend als auch funktional ist. Die Verlegung erfordert in der Regel das Ausheben eines schmalen Grabens und das sorgfältige Eintreiben der Kanten in den Boden.
Rasenkante aus Kunststoff: Flexibel und preiswert
Kunststoffkanten sind eine budgetfreundliche und flexible Alternative. Sie sind leicht zu verlegen und eignen sich hervorragend für geschwungene Beete und Wege. Viele Modelle sind mit einem Stechprofil versehen, das einfach in den Boden gedrückt wird, oder sie werden mit Erdankern fixiert. Die Optik ist oft weniger edel als bei Stein oder Cortenstahl, aber sie erfüllen ihren Zweck zuverlässig und sind einfach zu handhaben. Achten Sie auf UV-beständiges Material, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.
Rasenkante aus Stein: Vielfalt und Natürlichkeit
Wenn Sie sich für Stein entscheiden, haben Sie eine breite Palette an Möglichkeiten: vom rustikalen Findling über geschnittene Granit- oder Basaltsteine bis hin zu farbigen Betonwerksteinen. Geschnittene Steine ermöglichen präzise gerade Linien, während Natursteine eine organischere Formgebung erlauben. Sie können eine einzelne Reihe von Steinen als niedrige Einfassung verwenden oder mehrere Reihen übereinander stapeln, um eine höhere Barriere zu schaffen. Die Wahl des richtigen Steins ist entscheidend für die Ästhetik Ihres Gartens.
Kombinationen und kreative Ideen
Scheuen Sie sich nicht, verschiedene Materialien zu kombinieren. Zum Beispiel können Sie einen Sockel aus größeren Steinen errichten und darauf ein schmales Metallband setzen, um eine sehr robuste und gleichzeitig filigrane Kante zu schaffen. Oder verwenden Sie Pflastersteine für gerade Wege und Cortenstahl für geschwungene Beetübergänge. Denken Sie über den Tellerrand hinaus und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, um eine Rasenkante zu schaffen, die perfekt zu Ihrem Gartenstil passt.
Pflege und Langlebigkeit Ihrer selbstgemachten Rasenkante
Eine gut gemachte Rasenkante ist eine langfristige Investition in die Schönheit und Funktionalität Ihres Gartens. Doch auch das beste Bauwerk benötigt gelegentliche Pflege, um seine Optik und Stabilität über Jahre hinweg zu bewahren. Die Art der Pflege hängt stark vom verwendeten Material ab.
Pflege von Stein- und Betonrasenkanten
Steinkanten sind in der Regel sehr langlebig und pflegeleicht. Gelegentliches Abkehren von Laub und Schmutz reicht oft aus. Bei Moosbewuchs können Sie eine Bürste mit Wasser und gegebenenfalls einem milden Reinigungsmittel verwenden. Achten Sie darauf, dass sich zwischen den Steinen kein Unkraut festsetzt. Falls doch, entfernen Sie es umgehend mitsammen mit der Wurzel. Bei Fugen, die sich mit Sand gefüllt haben, kann es notwendig sein, diesen nach einer gewissen Zeit aufzufüllen, besonders nach starken Regenfällen.
Pflege von Metallrasenkanten
Metallkanten, insbesondere aus Cortenstahl, sind darauf ausgelegt, zu altern und eine Patina zu entwickeln. Diese Patina schützt das Metall zusätzlich. Gelegentliches Abwischen mit einem feuchten Tuch genügt. Rostpartikel, die sich lösen und auf angrenzende Flächen abfärben können, lassen sich mit einem Gartenschlauch abspülen. Bei Aluminiumkanten ist die Pflege noch einfacher, da sie nicht rosten. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Kanten noch fest im Boden verankert sind, besonders nach starken Stürmen oder Frostperioden.
Pflege von Kunststoffrasenkanten
Kunststoffkanten sind am pflegeleichtesten. Sie können einfach mit Wasser und einem milden Reiniger gesäubert werden. UV-beständige Materialien verblassen weniger schnell. Überprüfen Sie die Erdanker oder die Verankerung im Boden regelmäßig auf festen Sitz. Bei Beschädigungen oder Brüchen lassen sich einzelne Elemente oft relativ einfach austauschen, was die Langlebigkeit der gesamten Kante verlängert.
Tipps zur Langlebigkeit
Die Langlebigkeit Ihrer Rasenkante beginnt bereits bei der sorgfältigen Planung und Verlegung. Stellen Sie sicher, dass das Fundament stabil ist und die Kante tief genug im Boden verankert ist. Vermeiden Sie es, schwere Gartengeräte direkt auf die Kante zu stellen oder sie als Kletterhilfe zu benutzen. Wenn Sie im Winter Streusalz verwenden, achten Sie darauf, dass dieses nicht direkt auf empfindliche Materialien wie Natursteine oder Beton gelangt, da es diese angreifen kann. Eine regelmäßige Inspektion auf lockere Stellen oder Beschädigungen ist der Schlüssel zu einer langanhaltenden Freude an Ihrer selbstgemachten Rasenkante.
Häufige Fehler vermeiden
Auch bei einem scheinbar einfachen Projekt wie dem Selbermachen einer Rasenkante können Fehler unterlaufen, die das Endergebnis beeinträchtigen oder die Haltbarkeit verkürzen. Wer diese typischen Stolpersteine kennt und umgeht, erzielt ein professionelleres und langlebigeres Ergebnis.
Fehler 1: Das Fundament vernachlässigen
Der häufigste Fehler ist eine mangelhafte Vorbereitung des Untergrunds. Ein zu flacher oder nicht verdichteter Graben führt dazu, dass die Kante absinkt, sich verschiebt oder bei Frost herausgedrückt wird. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für das Ausheben des Grabens, das Einbringen und Verdichten der Tragschicht sowie das Abziehen des Pflasterbetts. Ein stabiles Fundament ist die halbe Miete für eine dauerhafte Rasenkante.
Fehler 2: Falsche Materialwahl für den Zweck
Nicht jedes Material ist für jede Gartensituation geeignet. Dünne Kunststoffkanten können unter starkem Druck von Erdreich oder bei häufiger mechanischer Belastung (z.B. durch Rasenmäher) schnell beschädigt werden. Für stark beanspruchte Bereiche sind robuste Materialien wie Naturstein, Betonwerkstein oder Cortenstahl die bessere Wahl. Auch die Optik sollte zum Gesamtstil des Gartens passen. Wählen Sie Materialien, die sowohl den funktionalen Anforderungen als auch Ihren ästhetischen Vorstellungen entsprechen.
Fehler 3: Zu geringe Einbautiefe
Eine Rasenkante, die nicht tief genug im Boden verankert ist, wird leicht durch den Rasenmäher beschädigt oder umgestoßen. Sie sollte so tief eingelassen sein, dass sie stabil steht und von der Rasenwalze oder dem Mäher nicht beeinträchtigt wird. Bei Stein- oder Betonpflaster ist es ratsam, dass die Oberkante leicht über dem Rasenniveau liegt, um eine klare optische Trennung zu gewährleisten und das Überwachsen zu minimieren.
Fehler 4: Keine oder unzureichende Drainage
Besonders bei Stein- und Betonrasenkanten kann Staunässe auf Dauer problematisch werden. Sie kann das Material angreifen, Moosbildung fördern und im Winter zum Aufbrechen führen. Sorgen Sie für eine gute Drainage, indem Sie ein Schotterfundament verwenden und gegebenenfalls für ein leichtes Gefälle sorgen, das Wasser vom Rasen wegführt. Eine gute Drainage ist entscheidend für die Langlebigkeit, insbesondere in feuchten Regionen.
Fehler 5: Ungenauigkeit bei der Linienführung
Krumme oder ungleichmäßige Linien können das Gesamtbild des Gartens negativ beeinflussen. Nehmen Sie sich Zeit für die präzise Absteckung mit Schnur und Pflöcken. Nutzen Sie die Wasserwaage und Richtlatte nicht nur für das Fundament, sondern auch zur Ausrichtung der einzelnen Elemente. Gerade Linien oder harmonische Schwünge machen den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer professionell wirkenden Rasenkante.
