Der Rhododendron Standort: Mehr als nur ein Plätzchen

Der Erfolg Ihrer Rhododendronpflanze beginnt mit der Wahl des richtigen Standorts. Eine Rhododendron ist keine gewöhnliche Gartenpflanze; sie hat spezifische Bedürfnisse, die, wenn sie nicht erfüllt werden, zu einem kümmerlichen Dasein, Krankheiten oder gar zum Absterben führen können. Ein idealer Standort berücksichtigt Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit und Schutz vor ungünstigen Witterungsbedingungen. Wenn Sie diese Elemente richtig kombinieren, schaffen Sie die Grundlage für üppige Blüten und ein langes, gesundes Pflanzenleben, das Jahr für Jahr Freude bereitet.

  • Lichtverhältnisse sind entscheidend für Blüte und Gesundheit.
  • Bodenbeschaffenheit muss sauer und durchlässig sein.
  • Schutz vor Wind und praller Mittagssonne ist wichtig.
  • Feuchtigkeit muss konstant, aber Staunässe vermieden werden.

Viele Gärtner machen den Fehler, Rhododendren einfach irgendwo zu pflanzen, wo noch Platz ist. Doch gerade diese Pflanzen verzeihen Standortfehler nur schwer. Bevor Sie also zum Spaten greifen, nehmen Sie sich Zeit, die Bedürfnisse Ihrer ausgewählten Rhododendron-Sorte zu verstehen und den perfekten Ort in Ihrem Garten zu identifizieren. Dies ist der wichtigste Schritt, um Enttäuschungen zu vermeiden und die volle Schönheit dieser klassischen Gartenpflanzen zu genießen.

Die Wahl des Standorts beeinflusst direkt, wie gut die Wurzeln Wasser und Nährstoffe aufnehmen können, wie stark die Pflanze Blütenknospen ansetzt und wie widerstandsfähig sie gegenüber Schädlingen und Krankheiten ist. Ein gut gewählter Platz ist somit die halbe Miete für eine prachtvolle Blüte und ein robustes Wachstum.

Lichtverhältnisse: Schatten ist oft Trumpf

Die meisten Rhododendron-Arten bevorzugen ein halbschattiges Plätzchen. Direkte, pralle Mittagssonne, besonders während der heißen Sommermonate, kann die Blätter verbrennen und die Pflanze stark stressen. Ein Standort unter dem lichten Schatten von höheren Bäumen, wie Laubgehölzen oder Nadelbäumen, ist oft ideal. Hier erhält die Pflanze genügend indirektes Licht für die Photosynthese, bleibt aber vor der intensivsten Sonneneinstrahlung geschützt. Dies simuliert ihre natürlichen Standorte in lichten Wäldern.

Es gibt jedoch auch Sorten, die etwas mehr Sonne vertragen, insbesondere wenn der Boden konstant feucht gehalten wird. Sorten mit kleineren, ledrigeren Blättern sind oft robuster gegen Sonne als solche mit großen, zarten Blättern. Achten Sie auf die spezifischen Angaben Ihrer Pflanze. Grundsätzlich gilt: Je mehr Sonne, desto mehr Wasser benötigt die Pflanze. Ein zu sonniger Standort ohne ausreichende Bewässerung führt schnell zu braunen Blättern und geschwächten Pflanzen, die anfälliger für Krankheiten sind. Umgekehrt kann ein zu dunkler Standort die Blüte reduzieren.

Der optimale Kompromiss ist ein Ort, an dem die Pflanze morgens oder abends etwas Sonne abbekommt, aber in der Mittagszeit beschattet wird. Dies kann auch durch die Nähe zu Gebäuden oder anderen größeren Sträuchern erreicht werden. Ein guter Indikator ist, wenn Sie selbst dort im Sommer angenehm im Schatten sitzen können.

Schutz vor gleißendem Licht

Die Blätter von Rhododendren sind empfindlich gegenüber starker Sonneneinstrahlung. Wenn sie zu viel direkter Sonne ausgesetzt sind, können die Blätter verbrennen, was sich durch gelbe oder braune Flecken auf der Blattoberfläche zeigt. Dies ist ein klares Signal, dass der Standort zu sonnig ist. Achten Sie auf Anzeichen wie eingerollte Blätter, die versuchen, die Oberfläche zu minimieren, oder aufgehellte, verfärbte Stellen.

Ein halbschattiger Standort bewahrt die Blätter vor Verbrennungen und hilft der Pflanze, ihre Energie in gesundes Wachstum und Blütenbildung zu stecken.

Berücksichtigen Sie auch die Himmelsrichtung. Ein Standort, der von Osten oder Norden beschattet wird, ist oft vorteilhafter als einer, der von Westen oder Süden ganztägig direkter Sonne ausgesetzt ist. Die Morgen- und Abendsonne ist in der Regel weniger intensiv als die Mittagssonne und wird von den meisten Rhododendren gut vertragen.

Der Boden: Das Fundament für Rhododendren

Das A und O für Rhododendren ist ein saurer, gut durchlässiger und humusreicher Boden. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 4,5 und 5,5. Normale Gartenerde ist oft zu kalkhaltig und verdichtet, was für Rhododendren tödlich sein kann. Kalk neutralisiert die Säure, die Rhododendren für die Aufnahme von Nährstoffen benötigen, insbesondere von Eisen. Ein Mangel an Eisen führt zu gelben Blättern (Chlorose), während die Blattadern grün bleiben.

Um den richtigen Boden zu schaffen, sollten Sie den Pflanzbereich großzügig mit saurer Erde vorbereiten. Verwenden Sie Rhododendron-Erde, Moorbeeterde oder eine Mischung aus guter Gartenerde, Torf (wahlweise Kokosfasern als Torf-Alternative, falls gewünscht) und Rindenmulch. Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen der Pflanze. Lockern Sie den Boden am Grund des Lochs gut auf, um Staunässe zu vermeiden. Die Rhododendron-Erde sollte locker und luftig sein, damit die feinen Wurzeln gut wachsen können.

Die Bodenbeschaffenheit ist der wichtigste Faktor, der den Erfolg Ihres Rhododendron-Standorts bestimmt.

Vermeiden Sie es, Rhododendren in der Nähe von kalkliebenden Pflanzen wie Rosen oder Buchsbaum zu pflanzen, da deren Bedürfnisse sich gegenseitig negativ beeinflussen können. Auch unter Nadelbäumen, deren Nadeln den Boden eher ansäuern, können Rhododendren oft gut gedeihen, vorausgesetzt, der Boden ist nicht zu trocken. Achten Sie darauf, dass der Boden nährstoffreich ist, aber nicht überdüngt wird. Kompost oder Hornspäne können eine gute Ergänzung sein, solange sie den pH-Wert nicht negativ beeinflussen.

Tipps für die Bodenvorbereitung

Beim Pflanzen einer Rhododendron ist es unerlässlich, den Boden aufzubereiten, falls Ihre Gartenerde nicht von Natur aus sauer ist. Graben Sie ein Pflanzloch, das deutlich größer ist als der Wurzelballen. Füllen Sie es mit einer Mischung aus Rhododendron-Spezialerde, etwas saurem Kompost und eventuell grobem Sand oder feinem Kies zur Verbesserung der Drainage. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche der Erde im Pflanzloch auf gleicher Höhe mit dem umliegenden Bodenniveau liegt oder leicht darüber angehoben ist, um Staunässe zu vermeiden.

Sie können auch eine 'Wanne' aus Folie oder einer speziellen Wurzelsperre um das Pflanzloch herum anlegen, um zu verhindern, dass alkalische Gartenböden mit der Zeit in den Wurzelbereich eindringen. Dieses Vorgehen ist besonders ratsam, wenn Sie in einer Region mit kalkreichem Grundwasser leben.

Windsituation: Schutz vor kalten Böen

Rhododendren mögen keine zugigen Standorte. Kalte, trockene Winde, besonders im Frühjahr, wenn die Pflanze austreibt und neue Blätter bildet, können die jungen Triebe und Blütenknospen schädigen. Sie entziehen den Blättern Feuchtigkeit und können Frostschäden verursachen. Ein geschützter Platz ist daher essenziell. Dies kann durch natürliche Barrieren wie Mauern, Hecken, andere größere Sträucher oder Bäume erreicht werden.

Wenn Ihr Garten offen und windig ist, sollten Sie überlegen, eine schützende Hecke aus immergrünen Pflanzen wie Eiben, Kirschlorbeer oder Scheinzypressen zu pflanzen, um Ihre Rhododendren zu flankieren. Achten Sie darauf, dass die schützende Pflanzung nicht zu dicht ist, damit die Rhododendren noch genügend Licht und Luftzirkulation erhalten. Eine zu enge Bepflanzung kann zu Feuchtigkeitsstau und Pilzkrankheiten führen. Der Schutz sollte die Pflanze vor dem Hauptwind abhalten, aber eine leichte Brise sollte noch hindurchstreichen können.

Schützen Sie Ihre Rhododendron vor starkem Wind, um Frostschäden und Austrocknung zu vermeiden.

Im Winter können kalte Winde besonders schädlich sein. Sie trocknen die immergrünen Blätter aus, was zu gefrorenen Blatträndern oder dem Abfallen ganzer Blätter führen kann. Ein guter Windschutz, gegebenenfalls kombiniert mit einer leichten Vliesabdeckung für sehr junge oder empfindliche Pflanzen in rauen Lagen, ist daher sehr empfehlenswert. Denken Sie daran, dass auch die Sonne im Winter, kombiniert mit Wind, die Blätter austrocknen kann.

Der ideale Windschutz

Ein idealer Windschutz ist nicht gleichbedeutend mit völliger Abschottung. Eine leichte Luftzirkulation ist wichtig, um Krankheiten vorzubeugen. Eine Hecke, eine Mauer oder eine Gruppe von Bäumen, die den Hauptwind abhält, aber dennoch etwas Luft durchlässt, ist perfekt. Achten Sie auf die Wuchsrichtung der umliegenden Pflanzen und Strukturen – sie sollten den Wind leiten, aber nicht stauen.

Bodenfeuchtigkeit: Konstant, aber nicht nass

Rhododendren benötigen gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Sie mögen keine Staunässe, da ihre feinen Wurzeln sonst faulen. Gleichzeitig dürfen sie aber auch nicht austrocknen, besonders nicht in den heißen Sommermonaten oder wenn sie blühen. Ein gut vorbereiteter, durchlässiger Boden ist hierfür entscheidend. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch, Laub oder Pinienrinde hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Verdunstung zu reduzieren.

Die Gießhäufigkeit hängt stark von der Witterung, dem Standort und der Bodenbeschaffenheit ab. An heißen Sommertagen kann es notwendig sein, täglich zu gießen, während in kühleren, feuchten Perioden weniger Wasser benötigt wird. Prüfen Sie die Feuchtigkeit des Bodens, indem Sie einen Finger etwa 5 cm tief hineinstecken. Wenn sich der Boden dort trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen. Gießen Sie bevorzugt am Morgen oder am späten Nachmittag, um die Verdunstung zu minimieren und die Pflanzen nicht in der prallen Sonne zu schocken.

Konstante, aber keine staunasse Bodenfeuchtigkeit ist für Rhododendren überlebenswichtig.

Wenn Sie in einer Region mit sehr hartem oder kalkhaltigem Leitungswasser leben, sollten Sie Regenwasser sammeln und zum Gießen verwenden. Alternativ können Sie das Leitungswasser mit saurem Regenwasser oder speziellen Bodensäuerern aufbereiten. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht in einer Vertiefung steht, in der sich Wasser sammeln kann. Leichte Erhöhungen oder das Pflanzen auf einem kleinen Hügel können hier Abhilfe schaffen.

Wie Sie Staunässe vermeiden

Staunässe ist eine der häufigsten Ursachen für das Absterben von Rhododendren. Sie entsteht, wenn Wasser nicht schnell genug aus dem Wurzelbereich abfließen kann. Stellen Sie sicher, dass das Pflanzloch gut drainiert ist. Mischen Sie sandigen Boden oder feinen Kies unter die Rhododendron-Erde, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Das Anlegen eines Drainagelochs am Boden des Pflanzlochs oder das Pflanzen auf einem leicht erhöhten Beet kann ebenfalls helfen. Achten Sie darauf, dass die Gießkanne nicht direkt auf den Wurzelballen gerichtet ist, sondern das Wasser gleichmäßig um die Pflanze verteilt wird.

Die richtige Pflanzzeit für Rhododendren

Der ideale Zeitpunkt, um Rhododendren zu pflanzen, ist entweder das Frühjahr oder der Spätsommer/frühe Herbst. Im Frühjahr, nachdem der letzte Frost vorüber ist, hat die Pflanze den ganzen Sommer über Zeit, sich im neuen Boden zu etablieren, bevor der Winter kommt. Das Frühjahr bietet auch feuchtere Bedingungen, die für die Wurzelbildung vorteilhaft sind.

Die Pflanzung im Spätsommer bis frühen Herbst (etwa von Ende August bis September) ist ebenfalls empfehlenswert. Die Bodentemperaturen sind noch warm genug, um die Wurzelbildung zu fördern, und die kühleren Temperaturen sowie die oft feuchtere Witterung des Herbstes reduzieren den Stress für die frisch gepflanzte Pflanze. Sie hat dann genügend Zeit, vor dem Einsetzen des strengen Frostes Wurzeln zu bilden und kann im nächsten Frühjahr kräftig austreiben.

Die Pflanzzeit beeinflusst, wie gut sich Rhododendren etablieren können.

Vermeiden Sie die Pflanzung im Hochsommer, wenn die Temperaturen hoch sind und die Sonneneinstrahlung intensiv ist. Eine Pflanzung zu dieser Zeit würde die Pflanze zusätzlich belasten und eine kontinuierlichere Bewässerung erfordern, die schwer aufrechtzuerhalten sein kann. Auch im tiefen Winter, wenn der Boden gefroren ist, ist eine Pflanzung nicht möglich und auch nicht ratsam. Containerware kann theoretisch fast das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist, aber die oben genannten Zeiträume sind dennoch die besten für eine erfolgreiche Etablierung.

Pflanzung und erste Pflege

Nach der Pflanzung ist es wichtig, die Rhododendron gut anzugießen und den Boden mit einer dicken Schicht Rindenmulch oder Laub abzudecken. Dies schützt die Wurzeln vor Austrocknung und Temperaturschwankungen. In den ersten Monaten sollten Sie die Pflanze regelmäßig auf ihre Feuchtigkeitsbedürfnisse überprüfen und bei Bedarf wässern, insbesondere wenn die Witterung trocken ist. Eine leichte Düngung im Frühjahr nach dem Austrieb mit einem speziellen Rhododendron-Dünger fördert das Wachstum.

Rhododendron Standort-Checkliste: Was Sie beachten sollten

Um sicherzustellen, dass Ihre Rhododendron den bestmöglichen Standort erhält, empfiehlt sich eine detaillierte Checkliste. Diese hilft, alle wichtigen Faktoren zu berücksichtigen und Fehler zu vermeiden, die später nur schwer zu korrigieren sind. Denken Sie daran, dass die Bedürfnisse je nach Sorte leicht variieren können, aber die Grundprinzipien gelten für fast alle Rhododendren.

Beginnen Sie mit der Überprüfung der Lichtverhältnisse: Ist der Platz halbschattig und vor praller Mittagssonne geschützt? Prüfen Sie anschließend den Boden: Ist er sauer (pH-Wert 4,5-5,5), humusreich und gut durchlässig? Testen Sie dies gegebenenfalls mit einem Bodentest-Set. Achten Sie auf Windschutz: Ist der Standort vor starken, kalten Winden geschützt, aber nicht völlig windstill?

Eine gründliche Standortanalyse ist die Basis für eine gesunde Rhododendron.

Berücksichtigen Sie die Wasserverfügbarkeit: Können Sie eine gleichmäßige Bewässerung sicherstellen, ohne dass Staunässe entsteht? Gibt es in der Nähe Bäume mit invasiven Wurzeln, die der Rhododendron Konkurrenz machen könnten? Auch die Größe der ausgewachsenen Pflanze sollten Sie einplanen, damit sie genügend Raum zum Wachsen hat. Die Nachbarschaft mit anderen Pflanzen ist ebenfalls wichtig: Vermeiden Sie kalkliebende Pflanzen in unmittelbarer Nähe.

Spezifische Sortenbedürfnisse

Während die allgemeinen Standortansprüche von Rhododendren sehr ähnlich sind, gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten und Arten. Kleinere Sorten, wie Zwerg-Rhododendren, können oft auch in Kübeln auf Balkonen oder Terrassen gehalten werden, wo sie vor allem vor starker Sonnenstrahlung und Wind geschützt werden müssen. Große, wüchsige Sorten benötigen mehr Platz und profitieren von einem Standort, der ihnen erlaubt, sich voll zu entfalten, ohne andere Pflanzen zu bedrängen. Informieren Sie sich immer über die spezifischen Bedürfnisse Ihrer ausgewählten Rhododendron-Sorte, um den perfekten Platz zu finden.

Häufige Probleme und ihre Ursachen im Standort

Wenn Ihre Rhododendron Probleme zeigt, ist der Standort oft der Hauptschuldige. Gelbe Blätter (Chlorose) deuten meist auf einen zu kalkhaltigen Boden oder Eisenmangel hin, der durch falsche Bodenverhältnisse oder zu viel Kalk in der Nähe verursacht wird. Braune Blätter können ein Zeichen für Verbrennungen durch zu viel Sonne, Frostschäden durch Wind oder Austrocknung sein.

Ein starker Blattfall, besonders im Frühjahr, kann auf eine Kombination aus Winterkälte, Wind und Sonnenlicht zurückzuführen sein, wenn die Pflanze nicht ausreichend geschützt ist. Wenn die Knospen braun werden und abfallen, bevor sie sich öffnen, kann dies auf späten Frost oder zu trockene Bedingungen während der Knospenbildung im Vorjahr zurückzuführen sein. Auch Krankheiten wie die Rhododendron-Welke oder Pilzbefall werden durch ungünstige Standortbedingungen, wie z.B. Staunässe und schlechte Luftzirkulation, begünstigt.

Probleme bei Rhododendren sind oft ein klares Signal für einen ungeeigneten Standort.

Wenn Ihre Pflanze schlecht wächst oder kaum blüht, prüfen Sie, ob sie genug Licht bekommt (aber nicht zu viel) und ob der Boden die richtigen Eigenschaften hat. Manchmal hilft es, die Erde im Pflanzbereich mit saurer Spezialerde aufzubessern oder eine oberflächliche Düngung mit einem säurehaltigen Dünger vorzunehmen. Achten Sie auf die Wurzelzone: Sie sollte immer feucht, aber gut durchlüftet sein.

Umgang mit Krankheiten bei Rhododendron

Viele krankheiten bei rhododendron, wie zum Beispiel die Blattfleckenkrankheit oder verschiedene Wurzelfäule-Arten, treten bevorzugt an Pflanzen auf, die unter Stress stehen. Dieser Stress wird oft durch ungünstige Standortbedingungen wie extreme Trockenheit, Staunässe, zu viel Sonne oder Wind verursacht. Durch die Schaffung eines optimalen Standorts stärken Sie die Pflanze und machen sie widerstandsfähiger. Bei sichtbaren Krankheiten ist es wichtig, befallene Blätter oder Triebe zu entfernen und zu entsorgen (nicht auf dem Kompost!), um eine Ausbreitung zu verhindern. Eine gute Belüftung der Pflanze und des Bodens ist ebenfalls essenziell.

Rhododendron vermehren und umpflanzen: Standortwahl im Blick

Wenn Sie daran denken, Rhododendren zu vermehren, sei es durch Stecklinge, Absenker oder Aussaat, ist die Wahl des richtigen Standorts für die jungen Pflanzen entscheidend. Stecklinge benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßige Wärme, oft in einem Gewächshaus oder unter Folie. Absenker bewurzeln sich am besten, wenn sie im Frühjahr an der Mutterpflanze angebracht und der Boden feucht gehalten wird.

Auch beim Umpflanzen einer bestehenden Rhododendron ist die Standortwahl von großer Bedeutung. Wählen Sie den neuen Standort sorgfältig aus, basierend auf den oben genannten Kriterien für Licht, Boden und Windschutz. Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen ist in der Regel das Frühjahr oder der frühe Herbst, wenn die Pflanze nicht unter extremen Temperaturen leidet. Ein gut vorbereiteter, neuer Standort erleichtert der Pflanze die Anpassung und reduziert den Schock des Umpflanzens.

Die Prinzipien der Standortwahl gelten auch für junge Pflanzen und beim Umpflanzen.

Beim Umpflanzen ist es ratsam, einen möglichst großen Wurzelballen auszustechen, um das feine Wurzelsystem zu schonen. Der neue Standort sollte bereits vorbereitet sein, bevor die alte Pflanze ausgegraben wird, um die Zeit ohne Erdverbindung zu minimieren. Gießen Sie die umgepflanzte Rhododendron gründlich an und mulchen Sie den Bereich um die Basis herum, um Feuchtigkeit zu speichern und die Wurzelbildung zu fördern.

Wann und wie Rhododendren schneiden?

Der rhododendron schneiden ist meist nicht zwingend notwendig, kann aber zur Formgebung oder nach der Blüte zur Entfernung verblühter Blütenstände dienen. Das Schneiden selbst hat keinen direkten Einfluss auf den Standort, aber eine gut geschnittene Pflanze hat eine bessere Luftzirkulation, was Krankheiten vorbeugen kann. Der beste Zeitpunkt für leichte Formschnitte oder das Auslichten ist nach der Blütezeit, meist im späten Frühjahr oder frühen Sommer. Radikalschnitte sind meist nur bei stark geschwächten oder stark überwucherten Pflanzen nötig und sollten im späten Winter oder zeitigen Frühjahr erfolgen, bevor der neue Austrieb beginnt.

Rhododendron Düngen: Der richtige Zeitpunkt und die richtige Erde

Das rhododendron düngen ist ein wichtiger Aspekt der Pflege, der jedoch nur auf einem gut gewählten Standort seine volle Wirkung entfaltet. Eine Rhododendron sollte nur mit speziellen Rhododendron-Düngern oder säureliebenden Düngern versorgt werden. Diese enthalten oft die notwendigen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium in einer Form, die von Rhododendren gut aufgenommen werden kann, und sie beeinflussen den pH-Wert des Bodens positiv.

Der beste Zeitpunkt für die Düngung ist im zeitigen Frühjahr, wenn die Pflanze beginnt, auszutreiben und ihre Energie in neues Wachstum zu stecken. Eine zweite, leichtere Düngung kann im späten Frühjahr nach der Blüte erfolgen, um die Pflanze für die nächste Saison zu stärken. Vermeiden Sie eine Düngung im Spätsommer oder Herbst, da dies zu einem späten, weichen Austrieb führen kann, der frostempfindlich ist und den Winter nicht übersteht.

Die richtige Düngung unterstützt die Pflanze, wenn der Standort stimmt.

Achten Sie darauf, den Dünger nicht direkt auf den Stamm oder die Blätter zu streuen, sondern verteilen Sie ihn gleichmäßig um die Pflanze herum und arbeiten Sie ihn leicht in die oberste Bodenschicht ein. Gießen Sie die Pflanze nach dem Düngen gut, um sicherzustellen, dass sich der Dünger auflöst und die Nährstoffe zu den Wurzeln gelangen. Überdüngung kann ebenso schädlich sein wie Unterdüngung, also halten Sie sich an die Dosierungsempfehlungen auf der Verpackung.

Gefahren durch falsche Düngung oder Boden

Falsches Düngen oder die Verwendung von ungeeigneten Düngern, die z.B. Kalk enthalten, kann die Fähigkeit der Rhododendron, Nährstoffe aufzunehmen, stark beeinträchtigen, selbst wenn diese im Boden vorhanden sind. Dies führt zu den typischen gelben Blättern (Chlorose) und einem insgesamt geschwächten Zustand der Pflanze. Ein zu hoher Salzgehalt durch Überdüngung kann die feinen Wurzeln verbrennen. Daher ist die Wahl eines speziellen Rhododendron-Düngers und die Kombination mit einem geeigneten, sauren Standort von fundamentaler Bedeutung für die Gesundheit der Pflanze.