Warum Rollrasen auf alten Rasen verlegen?
Der Wunsch nach einem perfekten, sattgrünen Rasen ist groß, doch der bestehende Rasen zeigt kahle Stellen, ist ungleichmäßig oder voller Unkraut? Anstatt monatelang auf die Nachsaat zu warten oder den gesamten Boden auszutauschen, bietet das Verlegen von Rollrasen auf den alten Rasen eine attraktive und zeitsparende Alternative. Diese Methode ermöglicht es Ihnen, innerhalb weniger Stunden eine sofortige Transformation Ihres Gartens zu erleben. Die Entscheidung, Rollrasen auf bestehendem Rasen zu verlegen, bedarf jedoch einer gründlichen Planung und Vorbereitung, um sicherzustellen, dass der neue Rasen gedeihen kann, anstatt unter den alten Bedingungen zu verkümmern.
Es ist ein weit verbreitter Irrglaube, dass man einfach die neuen Rasenrollen auf den alten Rasen legen kann und alles weitere von selbst geschieht. Die Realität ist, dass eine unzureichende Vorbereitung des Untergrunds – Ihres bestehenden Rasens – zum Scheitern des gesamten Projekts führen kann. Ohne die richtigen Schritte können Nährstoffmangel, schlechte Drainage und Konkurrenz durch alte Gräser und Unkräuter dazu führen, dass der kostbare Rollrasen nicht richtig anwächst und schnell wieder seinen Glanz verliert. Daher ist es unerlässlich, den Prozess mit dem Verständnis zu beginnen, warum eine sorgfältige Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg ist.
Der Kernvorteil des Verlegens von Rollrasen auf alten Rasen liegt in der Geschwindigkeit und dem sofortigen Ergebnis. Sie erhalten eine gepflegte Rasenfläche, ohne die oft langen Wartezeiten, die mit der Aussaat verbunden sind. Dies ist besonders reizvoll, wenn Sie kurzfristig einen repräsentativen Garten benötigen, zum Beispiel für eine bevorstehende Veranstaltung oder einfach, um die Freiluftsaison sofort in vollen Zügen genießen zu können. Die Herausforderung besteht darin, eine Brücke zu bauen zwischen dem Zustand Ihres aktuellen Gartens und dem gewünschten, makellosen Grün, indem Sie die Lebensgrundlagen für den neuen Rasen schaffen.
Der Prozess des Verlegens von Rollrasen auf einen bestehenden Rasen ist im Grunde eine Methode, den alten Rasen zu überdecken und ihm gleichzeitig eine Chance zu geben, sich mit dem neuen zu verbinden. Dies erfordert das Schaffen einer Ebene, die sowohl ausreichend Nährstoffe für das neue Gras bietet als auch verhindert, dass die alten Gräser und Unkräuter die Oberhand gewinnen. Ein kritischer Faktor hierbei ist das Entfernen der alten Grasnarbe, nicht unbedingt vollständig, aber so weit, dass der neue Rasen Wurzeln schlagen kann. Dieser Schritt wird oft unterschätzt, ist aber die wichtigste Voraussetzung für langanhaltende Freude an Ihrem neuen Rasen.
Der Erfolg des Rollrasenverlegens auf alten Rasen hängt maßgeblich von der Qualität der Untergrundvorbereitung ab.
Voraussetzungen und Materialien für Ihr Projekt
Bevor Sie auch nur daran denken, die Rollen mit frischem Grün auszurollen, ist eine Bestandsaufnahme Ihres Gartens und der benötigten Werkzeuge unerlässlich. Die Wahl der richtigen Jahreszeit spielt hierbei eine wichtige Rolle; die besten Zeiten sind Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen moderat sind und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Extreme Hitze oder Frost können den Anwachsprozess erheblich stören. Stellen Sie sicher, dass Sie über genügend Rollrasen verfügen, indem Sie die exakte Fläche ausmessen und einen kleinen Verschnittpuffer von etwa 5-10% einplanen. Die Lieferzeit des Rollrasens ist ebenfalls ein Faktor – planen Sie die Lieferung so, dass der Rasen kurz nach der Vorbereitung verlegt werden kann, da er frisch ist und nicht lange gelagert werden sollte.
Benötigte Werkzeuge und Materialien
Eine gut ausgestattete Werkzeugkiste ist die halbe Miete. Für die Vorbereitung des Untergrunds benötigen Sie typischerweise eine scharfe Harke oder Rechen, um die Oberfläche zu lockern und Unkraut zu entfernen. Ein Spaten kann hilfreich sein, um hartnäckige Wurzeln oder Moos zu lösen. Zum Einebnen und Verdichten sind eine Rasenwalze oder schwere Bretter nützlich. Für das präzise Zuschneiden des Rollrasens an Kanten und Hindernissen sind ein scharfes Messer (Teppichmesser oder ähnliches) und eventuell eine Schaufel oder ein Spachtel erforderlich. Und natürlich brauchen Sie Wasser – ein Gartenschlauch mit Brause ist ideal, um den frisch verlegten Rasen gründlich zu bewässern.
Neben den Werkzeugen sind bestimmte Materialien entscheidend für die Schaffung eines optimalen Untergrunds. Eine dünne Schicht Kompost oder eine spezielle Rasenverbesserung kann helfen, die Nährstoffversorgung zu verbessern, insbesondere wenn der alte Boden stark ausgelaugt ist. Einige Experten empfehlen auch eine dünne Schicht Sand-Humus-Gemisch, um die Drainage zu optimieren und eine lockere Wachstumsschicht zu schaffen. Achten Sie darauf, keine dicke Schicht aufzutragen, da dies die Wurzelverbindung zwischen altem und neuem Rasen behindern könnte. Das Ziel ist, die alte Grasnarbe so zu modifizieren, dass sie dem neuen Rasen als stabile Basis dient.
Die Auswahl des richtigen Rollrasens selbst ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung. Achten Sie auf Sorten, die für Ihre spezifischen Bedürfnisse geeignet sind – sei es Schattenverträglichkeit, Strapazierfähigkeit für Spielbereiche oder eine pflegeleichte Mischung. Informieren Sie sich über die Zusammensetzung des Rasens und wählen Sie einen Anbieter, der für Qualität und Frische bekannt ist. Die Qualität der Rasensoden ist entscheidend dafür, wie gut sie anwachsen und wie widerstandsfähig sie gegen Krankheiten und Schädlinge sind. Ein guter Rollrasen sollte dichte Wurzeln haben und frei von Unkraut sein.
Prüfen Sie vorab, ob Ihr Boden gut durchlässig ist; Staunässe ist einer der größten Feinde für neuen Rollrasen.
Schritt-für-Schritt: Den alten Rasen vorbereiten
Die Vorbereitung des Untergrunds ist der entscheidendste Schritt, wenn Sie Rollrasen auf alten Rasen verlegen möchten. Ohne diesen Schritt ist das Risiko, dass der neue Rasen nicht richtig anwächst, sehr hoch. Das Ziel ist nicht unbedingt, den alten Rasen komplett zu entfernen, sondern ihn so zu bearbeiten, dass er eine optimale Basis für den neuen Rasen bildet. Dies bedeutet, die alte Grasnarbe zu durchbrechen, Unkräuter und Moos zu entfernen und eine leicht gelockerte Oberfläche zu schaffen, auf der sich die Wurzeln des Rollrasens etablieren können.
1. Das Abtragen der alten Grasnarbe
Beginnen Sie damit, die oberste Schicht des alten Rasens zu bearbeiten. Mit einer scharfen Harke oder einem Vertikutierer können Sie die alte Grasnarbe aufrauen und lockern. Entfernen Sie dabei so viel wie möglich von totem Gras, Moos und Unkraut. Es ist wichtig, das entfernte Material gründlich vom Rasen zu rechen. Wenn die Grasnarbe sehr dicht und verfilzt ist, kann es ratsam sein, sie mit einem Spaten oder einer Klinge etwa 1-2 cm tief einzuschneiden und diese Schicht dann abzureißen und zu entfernen. Dies schafft Platz und Licht für den neuen Rasen.
Ein häufiger Fehler ist, diesen Schritt zu überspringen oder nur oberflächlich durchzuführen. Wenn die alte, verfilzte Grasnarbe erhalten bleibt, bildet sie eine Barriere, die das Durchwurzeln des neuen Rasens erschwert. Die Nährstoffe und das Wasser können nicht richtig zu den Wurzeln gelangen, und die alten Gräser können weiterhin um Licht und Ressourcen konkurrieren. Eine gründliche Entfernung oder zumindest ein starkes Auflockern ist daher unerlässlich. Denken Sie daran, das entfernte Material zu entsorgen oder auf dem Komposthaufen zu verwenden, falls es nicht krank ist.
2. Lockern und Einebnen des Bodens
Nachdem die alte Grasnarbe weitgehend entfernt oder aufgeraut wurde, muss der darunterliegende Boden gelockert werden. Verwenden Sie eine Harke, um den Boden auf eine Tiefe von etwa 5-10 cm zu bearbeiten. Entfernen Sie dabei alle größeren Steine, Wurzeln oder andere Fremdkörper. Wenn Ihr Boden sehr lehmig und schwer ist, kann das Einarbeiten einer kleinen Menge Sand oder Kompost die Drainage und Belüftung verbessern. Achten Sie darauf, keine zu dicke Schicht aufzutragen, um die Verbindung zum alten Boden nicht zu stören.
Anschließend erfolgt das Einebnen. Verwenden Sie eine Rasenkante oder ein Brett, um die Oberfläche zu glätten und Unebenheiten auszugleichen. Drücken Sie den Boden leicht an, zum Beispiel mit einer Rasenwalze oder indem Sie mit den Füßen darauf treten. Dies ist wichtig, um Hohlräume zu vermeiden, in denen der Rollrasen später trocknen könnte. Die Oberfläche sollte eben, aber nicht zu stark verdichtet sein. Eine leicht gelockerte Oberfläche ist ideal für die Wurzelbildung.
Nutzen Sie die Gelegenheit, um den Boden mit einer dünnen Schicht gut verrottetem Kompost zu verbessern, bevor Sie ihn ebnen.
Der eigentliche Rollrasen-Verlegeprozess
Nun ist der Moment gekommen, den neuen, saftig grünen Rollrasen auf den vorbereiteten Untergrund zu legen. Dieser Schritt erfordert Sorgfalt und eine strategische Vorgehensweise, um Lücken zu vermeiden und ein nahtloses Ergebnis zu erzielen. Die richtige Technik beim Ausrollen und Anpassen der Bahnen ist entscheidend für das schnelle Anwachsen und die spätere Optik Ihres neuen Rasens.
3. Das Ausrollen der Rasenrollen
Beginnen Sie mit dem Verlegen des Rollrasens an einer geraden Kante, beispielsweise entlang eines Weges oder einer Mauer. Rollen Sie die Bahnen dicht nebeneinander aus, ohne sie zu überlappen oder Lücken zu lassen. Stellen Sie sicher, dass die einzelnen Bahnen gut aneinander anliegen, aber nicht gestaucht werden. Verwenden Sie beim Ausrollen eine scharfe Klinge oder ein Messer, um die Rollen bei Bedarf zuzuschneiden. Es ist oft am einfachsten, die Rollen in versetzten Reihen zu verlegen, ähnlich wie bei Ziegelsteinen, um ein schönes Muster zu erhalten und die Stabilität zu erhöhen.
Ein wichtiger Tipp ist, nicht auf dem bereits verlegten Rasen herumzutreten. Benutzen Sie Bretter oder Trittplatten, um sich fortzubewegen und Druck gleichmäßig zu verteilen. Dies verhindert Dellen und schützt die zarten Wurzeln, die gerade erst beginnen, sich zu etablieren. Wenn Sie die Rollen zuschneiden müssen, tun Sie dies präzise, um unnötigen Verschnitt zu minimieren. Denken Sie daran, dass der Rasen frisch ist und sich gut an die neue Umgebung anpassen wird, wenn er richtig verlegt wurde.
4. Zuschneiden und Anpassen
An den Rändern Ihres Rasens, um Beete, Bäume oder andere Hindernisse, wird es notwendig sein, den Rollrasen zuzuschneiden. Messen Sie die benötigte Form sorgfältig aus und übertragen Sie sie auf die Rasenrolle, bevor Sie schneiden. Ein scharfes Messer, wie ein Teppichmesser oder ein spezielles Rasenmesser, ist hierfür unerlässlich. Schneiden Sie die Bahnen so, dass sie perfekt in die Lücken passen. Achten Sie darauf, dass die Kanten der Bahnen fest aneinanderliegen.
Wenn Sie an einer Rundung oder einer unregelmäßigen Form arbeiten, ist es hilfreich, die Form des Bereichs auf eine Papierbahn oder eine dünne Pappe zu übertragen und diese als Schablone für den Zuschnitt des Rollrasens zu verwenden. Dies minimiert Fehler und sorgt für ein sauberes Erscheinungsbild. Die Kanten sollten glatt und gerade sein, wo immer möglich, um ein ordentliches Gesamtbild zu gewährleisten. Stellen Sie sicher, dass keine überstehenden oder zu kurzen Stücke zurückbleiben, die später zu Problemen führen könnten.
Verwenden Sie immer eine scharfe Klinge zum Zuschneiden, um saubere Schnitte zu erzielen und den Rasen nicht zu zerreißen.
Nach dem Verlegen: Wässern und Pflegen
Das Verlegen des Rollrasens ist nur der erste Teil der Verwandlung. Damit der neue Rasen gut anwächst und sich zu einer dichten, gesunden Fläche entwickelt, sind die unmittelbaren Nachbereitungsschritte entscheidend. Die richtige Bewässerung und die erste Pflege sind hierbei von höchster Bedeutung, um sicherzustellen, dass der Rasen Wurzeln schlagen kann und sich optimal mit dem Untergrund verbindet.
5. Gründliches Bewässern
Unmittelbar nach dem Verlegen muss der gesamte Rollrasen gründlich bewässert werden. Das Wasser dringt durch die Bahnen und den darunterliegenden Boden, was den Anwachsprozess beschleunigt und sicherstellt, dass der Rasen sofort mit Feuchtigkeit versorgt wird. Verwenden Sie einen Gartenschlauch mit Brause oder einen Sprenger, um den Rasen gleichmäßig zu durchfeuchten. Achten Sie darauf, dass das Wasser tief eindringt und nicht nur die Oberfläche benetzt. Ein guter Indikator ist, wenn der Boden unter den Rasenrollen feucht ist.
Die Bewässerung ist in den ersten Wochen besonders wichtig. In trockenen Perioden muss täglich, manchmal sogar zweimal täglich, gewässert werden. Sie können testen, ob der Rasen genug Wasser bekommt, indem Sie vorsichtig eine Ecke anheben: Wenn der Boden darunter feucht ist, ist die Bewässerung ausreichend. Vermeiden Sie es jedoch, den Rasen zu ertränken; Staunässe kann Wurzelkrankheiten fördern. Achten Sie auf Anzeichen von Trockenheit wie eine graue Färbung der Gräser oder nachlassende Elastizität.
6. Erste Pflegemaßnahmen
Nach etwa einer Woche, wenn der Rasen zu anzuwachsen beginnt, können Sie mit dem ersten vorsichtigen Mähen beginnen. Stellen Sie das Mähwerk auf die höchste Stufe ein und entfernen Sie nur etwa ein Drittel der Grashöhe. Das Ziel ist, das Wachstum anzuregen und die Gräser dazu zu bringen, sich zu verzweigen. Vermeiden Sie es, den Rasen zu kurz zu schneiden, da dies ihn schwächen kann. Das regelmäßige Mähen fördert eine dichte Grasnarbe und unterdrückt Unkraut.
Das Düngen ist in der Anfangsphase meist noch nicht notwendig, da der Rollrasen bereits gedüngt ist. Beginnen Sie mit dem Düngen erst nach etwa 4-6 Wochen, wenn der Rasen gut angewachsen ist. Verwenden Sie einen speziellen Rasendünger, der auf die Bedürfnisse von neuem Rasen abgestimmt ist. Achten Sie auf die richtige Dosierung, um eine Überdüngung zu vermeiden. Regelmäßiges Entfernen von Unkräutern, falls doch welche durchkommen, ist ebenfalls Teil der Pflege.
Vermeiden Sie es in den ersten 2-3 Wochen, den neuen Rasen stark zu belasten; kein Spielen, keine schweren Gegenstände darauf abstellen.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Selbst bei sorgfältiger Planung können beim Verlegen von Rollrasen auf alten Rasen Stolpersteine auftreten. Das Wissen um häufige Fehler hilft Ihnen, diese von vornherein zu umgehen und Frustration zu vermeiden. Eine proaktive Herangehensweise an potenzielle Probleme sichert das Gelingen Ihres Gartenprojekts.
Fehler bei der Untergrundvorbereitung
Der häufigste und folgenschwerste Fehler ist die mangelnde Vorbereitung des alten Rasens. Wenn die alte Grasnarbe nicht aufgeraut oder entfernt wird, bildet sie eine Barriere, die das Anwachsen des neuen Rasens verhindert. Auch das Lockern des Bodens wird oft vernachlässigt, was zu schlechter Drainage und Nährstoffversorgung führt. Ein weiterer Fehler ist das Auftragen einer zu dicken Schicht neuer Erde oder Kompost, die den neuen Rasen von der alten Bodenschicht isolieren kann.
Stellen Sie sicher, dass die alte Grasnarbe ausreichend aufgeraut oder teilweise entfernt wird, um dem neuen Rasen Wurzelraum zu geben.
Fehler beim Verlegen
Beim eigentlichen Verlegen können Fehler wie das Überlappen der Rasenrollen oder das Hinterlassen von Lücken auftreten. Überlappende Bahnen führen zu ungleichmäßigem Wachstum und können zu Pilzbefall neigen. Lücken hingegen trocknen aus und bilden kahle Stellen. Auch das Betreten des frisch verlegten Rasens, ohne eine Schutzunterlage, kann zu Vertiefungen führen, in denen sich Wasser sammelt oder die Fläche austrocknet. Das Zuschneiden mit einem stumpfen Messer hinterlässt ausgefranste Kanten, die schlecht anwachsen.
Fehler bei der Nachpflege
Die Nachpflege ist ein weiterer Bereich, in dem Anfänger oft Fehler machen. Unzureichende Bewässerung in den ersten kritischen Wochen ist wohl der Hauptgrund für das Scheitern. Der Rasen trocknet aus, bevor er Wurzeln schlagen kann. Umgekehrt kann auch zu viel Wasser schädlich sein. Das zu frühe Mähen oder das Mähen mit einem zu niedrigen Schnitt kann den jungen Rasen schwächen. Ebenso ist das zu frühe Düngen oder die falsche Düngerauswahl schädlich. Geduld ist hierbei eine Tugend.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Erwartung, dass der Rasen sofort perfekt aussieht und extremen Belastungen standhält. Rollrasen ist lebendiges Material und benötigt Zeit, um sich zu etablieren. Geben Sie ihm diese Zeit, indem Sie ihn in den ersten Wochen schonen. Wenn Sie bemerken, dass der Rasen an einigen Stellen schlecht anwächst, ist es oft ein Zeichen dafür, dass die Vorbereitung dort nicht optimal war oder die Bewässerung nicht ausreichte. Gehen Sie diesen Problemen gezielt auf den Grund.
Überprüfung und langfristige Pflege
Nachdem die ersten kritischen Wochen vorüber sind und Ihr neuer Rollrasen gut angewachsen ist, beginnt die Phase der langfristigen Pflege. Regelmäßige Überprüfung des Rasenzustands und angepasste Pflegemaßnahmen stellen sicher, dass Ihr Rasen über Jahre hinweg gesund und schön bleibt. Dies ist der Übergang von der Anwachsphase zur etablierten Rasenpflege.
Überprüfung des Anwuchses
Nach etwa zwei bis drei Wochen sollten Sie den Anwuchs Ihres Rollrasens überprüfen. Ziehen Sie vorsichtig an einer Ecke einer Rasenbahn. Wenn sie sich nur schwer löst und der Boden darunter fest zu sein scheint, sind die Wurzeln gut angewachsen. Wenn sich die Bahn leicht anhebt und der Boden darunter locker ist, benötigt der Rasen noch mehr Zeit und eventuell zusätzliche Bewässerung. Kontrollieren Sie auch auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall, wie Flecken, Verfärbungen oder sichtbare Insekten.
Achten Sie auf eine gleichmäßige Entwicklung über die gesamte Fläche. Kleine Unregelmäßigkeiten oder Lücken, die entstanden sind, können oft noch mit etwas nachgesätem Gras oder kleinen Rasenstücken ausgebessert werden, solange der Rasen noch jung ist. Wenn größere Flächen Probleme bereiten, sollten Sie die Ursache dafür analysieren, oft liegt es an der ursprünglichen Vorbereitung oder der Bewässerung.
Langfristige Rasenpflege
Die langfristige Pflege eines Rollrasens ähnelt der eines gut gepflegten Saatrasens, erfordert aber weiterhin Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Mähen ist entscheidend; halten Sie die Schnitthöhe konstant und mähen Sie nicht zu kurz. Das Mulchen kann eine gute Methode sein, um Nährstoffe zurückzuführen, sofern der Rasenschnitt fein genug ist. Im Frühjahr ist oft ein Vertikutieren oder Lüften sinnvoll, um Moos und verfilzte Gräser zu entfernen und die Belüftung des Bodens zu verbessern.
Eine bedarfsgerechte Düngung ist essenziell. Je nach Jahreszeit und Rasenzustand sollten Sie geeignete Rasendünger verwenden. Ein guter Langzeitdünger versorgt den Rasen über mehrere Monate mit Nährstoffen. Achten Sie auf Anzeichen von Nährstoffmangel, wie eine blasse Farbe oder langsames Wachstum. Gegebenenfalls kann auch eine Nachsaat in Lücken oder zur Stärkung der Rasendichte notwendig werden, falls die ursprüngliche Fläche nicht überall optimal angewachsen ist oder durch Verschleiß Lücken entstanden sind.
Eine Rasenwalze im Frühjahr hilft, den Boden zu glätten und die Wurzeln fest in den Boden zu drücken, besonders nach Frostperioden.
Häufig gestellte Fragen zum Verlegen von Rollrasen
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, wenn es darum geht, Rollrasen auf bestehenden Rasen zu verlegen. Diese Informationen sollen Ihnen helfen, typische Unsicherheiten auszuräumen und Ihr Projekt erfolgreich abzuschließen.
