Warum Rosen winterfest machen?

Der Gedanke, Ihre geliebten Rosensträucher dem eisigen Griff des Winters auszusetzen, mag Ihnen Sorgen bereiten. Doch mit der richtigen Vorbereitung können Sie sicherstellen, dass Ihre Rosen die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen und im nächsten Frühjahr wieder in voller Pracht erblühen. Das Rosen winterfest machen ist keine komplexe Kunst, sondern eine Reihe von durchdachten Schritten, die der Pflanze helfen, Frostschäden, Austrocknung und anderen winterlichen Belastungen zu trotzen.

Die Hauptgründe, warum dieses Prozedere unerlässlich ist, liegen in der Empfindlichkeit vieler Rosensorten gegenüber tiefen Temperaturen und starken Temperaturschwankungen. Insbesondere junge Pflanzen, Veredelungsstellen an Stammrosen oder besonders zarte Sorten sind anfällig. Ohne Schutz können die Wurzeln erfrieren, Triebe absterben oder die oberirdischen Teile durch Frosttrocknis vertrocknen, da die Pflanze bei gefrorenem Boden kein Wasser aufnehmen kann. Ein gut vorbereiteter Rosenwinter bedeutet also nicht nur das Überleben der Pflanze, sondern auch die Garantie für eine reiche Blüte im kommenden Jahr.

  • Frostschäden an Wurzeln und Trieben werden vermieden.
  • Austrocknung durch gefrorenen Boden wird verhindert.
  • Empfindliche Sorten und Veredelungsstellen erhalten wichtigen Schutz.
  • Grundlage für eine gesunde, blühende Rose im nächsten Frühjahr.

Es geht darum, den natürlichen Schutz der Pflanze zu unterstützen und ihr zu helfen, den Übergang in die Ruhephase zu meistern. Wenn Sie wissen, wie und wann Sie Ihre Rosen winterfest machen, legen Sie den Grundstein für langanhaltende Freude an Ihren Rosen im Garten.

Der richtige Zeitpunkt: Wann beginnen die Vorbereitungen?

Die Entscheidung, wann genau Sie mit dem Rosen winterfest machen beginnen, ist entscheidend für den Erfolg. Zu früh ist ebenso ungünstig wie zu spät. Idealerweise starten Sie mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen bereits im Spätsommer oder frühen Herbst, spätestens aber, wenn die Nächte konstant kühler werden und die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen könnten. Ein guter Anhaltspunkt ist, wenn die meisten Rosen ihre Blütezeit beendet haben und das Laub beginnen, sich zu verfärben. Dies signalisiert, dass die Pflanzen in ihre natürliche Ruhephase übergehen.

Konkret bedeutet das, dass Sie im Oktober beginnen sollten, die Bodenvorbereitungen zu treffen und die Pflanzen auf den Winter einzustellen. Das Aufhäufeln von Erde oder Kompost um den Wurzelbereich ist eine dieser frühen Maßnahmen. Der Hauptschutz, wie das Abdecken mit Reisig oder Vlies, wird oft erst im November oder sogar erst bei angekündigten strengen Frösten angebracht. Der Grund ist simpel: Solange die Temperaturen moderat sind, benötigt die Rose noch Licht und Luft, und ein zu früher, dichter Schutz könnte Fäulnis begünstigen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Pflanze selbst Signale sendet. Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte spürbar kälter sind, bereitet sich die Rose auf den Winter vor. Ihre Aufgabe ist es dann, ihr dabei zu helfen, indem Sie ihr den notwendigen Schutz bieten, ohne sie zu ersticken. Ein Blick auf die Wettervorhersage ist dabei Ihr bester Ratgeber, um den Frostschutz zum richtigen Zeitpunkt anzubringen.

Die letzten Pflegemaßnahmen vor dem Winter

Bevor Sie zum eigentlichen Winterschutz übergehen, sind einige letzte Pflegeschritte notwendig. Entfernen Sie verblühte Blüten und auch Fruchtansätze. Dies verhindert, dass die Pflanze unnötig Energie in die Samenbildung steckt, die sie stattdessen für die Einlagerung von Reserven für den Winter benötigt. Entfernen Sie zudem herabgefallenes Laub unter den Rosenbüschen. Dieses kann Krankheitserreger beherbergen, die die Pflanze im Frühjahr erneut befallen könnten. Achten Sie darauf, auch Laub zu entfernen, das möglicherweise von anderen Pflanzen stammt, um eine Verbreitung von Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Geben Sie den Rosen, die im Frühjahr oder Sommer geschnitten wurden, noch einmal eine Gabe organischen Düngers, aber verzichten Sie auf stickstoffreiche Präparate. Dies fördert die Verholzung der Triebe und bereitet die Pflanze auf die Kälte vor. Wässern Sie Ihre Rosen vor dem ersten Frost noch einmal gründlich, besonders wenn der Herbst trocken war. Gut hydrierte Pflanzen überstehen Frostperioden besser, da gefrorenes Wasser die Zellstruktur schädigen kann.

Spezielle Bedürfnisse: Stammrosen und Kletterrosen

Stammrosen und Kletterrosen stellen besondere Anforderungen an den Winterschutz, da ihre Struktur und die exponierte Veredelungsstelle sie anfälliger machen. Bei Stammrosen ist die Veredelungsstelle, meist etwa handbreit über dem Boden, der kritischste Punkt. Sie muss unbedingt vor Frost geschützt werden, da ein Absterben hier die gesamte Pflanze vernichten würde. Ein Aufhäufeln von Erde, Laub oder Kompost bis zur Veredelungsstelle ist unerlässlich. Zusätzlich wird der Kronenbereich oft locker mit Vlies, Jute oder speziellem Rosen-Schutzsack umwickelt.

Bei Kletterrosen ist das Hauptaugenmerk auf die langen, oft unverholzten Triebe gerichtet. Diese sollten, wenn möglich, vor dem ersten Frost vorsichtig von ihrem Rankgerüst genommen und locker gebunden werden. Anschließend werden sie auf dem Boden ausgelegt und mit Reisig, Vlies oder Jute abgedeckt. Achten Sie darauf, die Triebe nicht zu knicken. Wenn das Entfernen vom Gerüst nicht möglich ist, müssen die Triebe direkt am Rankgerüst so gut wie möglich mit Vlies oder Jute geschützt werden, um sie vor Kälte und Wind zu bewahren. Die Basis der Kletterrose sollte, ähnlich wie bei Strauchrosen, gut angehäuft werden.

Der Schutz muss atmungsaktiv bleiben, um Staunässe und Fäulnis zu vermeiden. Deshalb sind Materialien wie Jute oder spezielles Wintervlies oft die bessere Wahl als Plastikfolien. Bei starkem Wind kann es sinnvoll sein, die Abdeckungen zusätzlich zu sichern, damit sie nicht davongeweht werden. Der Schutz sollte aber so angebracht sein, dass er bei milderen Temperaturen zwischendurch gelüftet werden kann, um ein Schimmelwachstum zu verhindern.

Den Wurzelbereich schützen: Ein Muss für jede Rose

Der Wurzelballen ist das Fundament Ihrer Rose und muss vor allem geschützt werden. Bei im Freiland wachsenden Rosen ist es ratsam, den Wurzelbereich großzügig mit einer Schicht aus Laub, Kompost, Rindenmulch oder speziellem Rosenschutzmaterial zu bedecken. Eine Schicht von etwa 10 bis 20 Zentimetern ist hierfür ideal. Diese schützende Mulchschicht isoliert den Boden und verhindert, dass die Wurzeln bei strengen Frösten durchfrieren.

Besonders wichtig ist dies für frisch gepflanzte Rosen, deren Wurzelsystem noch nicht vollständig etabliert ist. Auch ältere Rosen profitieren von dieser Maßnahme. Das Aufhäufeln von Erde aus dem Beet um den Stamm herum bis zu einer Höhe von 15-20 cm ist eine sehr effektive Methode. Diese Erde schützt nicht nur die Wurzeln, sondern auch den unteren Teil des Stammes und die Veredelungsstelle bei Strauch- und Stammrosen. Achten Sie darauf, keine organischen Materialien zu verwenden, die leicht faulen oder Schädlinge anziehen könnten, wie z.B. frisches Gras oder feuchtes Stroh.

Der Schutz des Wurzelbereichs ist die wichtigste Maßnahme, um Ihre Rosen durch den Winter zu bringen. Vernachlässigen Sie diesen Schritt nicht, unabhängig von der Rosensorte oder dem Klima in Ihrer Region.

Die richtige Abdeckung: Material und Technik

Die Wahl des richtigen Materials für die Abdeckung Ihrer Rosen ist entscheidend, um einerseits Schutz vor Kälte und Wind zu bieten und andererseits Staunässe und Pilzbefall zu vermeiden. Es gibt verschiedene Optionen, die sich für unterschiedliche Zwecke und Rosentypen eignen. Für den Wurzelbereich sind organische Materialien wie Laub, Kompost oder spezieller Rindenmulch bei Rosen gut geeignet, da sie isolieren und gleichzeitig die Bodenstruktur verbessern können. Achten Sie bei Rindenmulch darauf, dass er nicht zu fein ist, um Verdichtung zu vermeiden. Eine Schicht von 10-20 cm schützt effektiv.

Für die oberirdischen Teile, insbesondere bei Stammrosen und empfindlichen Sorten, sind atmungsaktive Materialien die erste Wahl. Dazu gehören Jutesäcke, spezielle Wintervliese oder auch Tannenzweige und Reisig. Tannenzweige sind besonders praktisch, da sie luftig sind, gut isolieren und nicht so leicht verrotten. Sie können locker um die Büsche gesteckt oder als Abdeckung über aufrecht stehende Triebe gelegt werden. Jutesäcke oder Vliese werden um die Kronen von Stammrosen gewickelt und festgebunden, um sie vor Frost und Wind zu schützen. Achten Sie darauf, dass diese Materialien feuchtigkeitsdurchlässig sind.

Bei Kletterrosen, die am Spalier bleiben müssen, können Sie die Triebe mit Juteband umwickeln und anschließend mit einem Vlies abdecken. Die Technik ist hierbei, die Bedeckung locker, aber sicher anzubringen. Sie sollte den Pflanzen genügend Luftzirkulation ermöglichen, um Fäulnis zu verhindern. Plastikfolien sollten Sie gänzlich meiden, da sie keine Luftzirkulation zulassen und zu starker Kondenswasserbildung führen können.

Winterschutz für Containerrosen: Besondere Vorsicht

Rosen, die in Kübeln oder Töpfen auf Balkon oder Terrasse überwintern, sind besonders frostgefährdet, da ihre Wurzeln nicht im geschützten Erdreich liegen. Der Topf kühlt von allen Seiten aus, und die Wurzeln sind der direkten Kälte stärker ausgesetzt. Der wichtigste Schritt ist daher, die Kübelrosen zu isolieren. Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten Platz, beispielsweise an eine Hauswand, und rücken Sie sie eng zusammen. Umwickeln Sie die Kübel zusätzlich mit Vlies, Jute, Luftpolsterfolie oder Styroporplatten. Eine weitere Möglichkeit ist, die Kübel in größere, gefüllte Behälter zu stellen.

Der Wurzelballen im Topf sollte ebenfalls geschützt werden. Häufeln Sie auch hier die Erde im Topf an und legen Sie eine dicke Schicht Laub oder Reisig obendrauf. Sorgen Sie dafür, dass die Rose auch im Winter, an frostfreien Tagen, gelegentlich gegossen wird. Ein Austrocknen ist auch im Winter möglich, wenn die Erde im Topf durchfriert und keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann.

Der Schutz von Containerrosen ist essenziell, da sie mehr Kälte ausgesetzt sind als Rosen im Freiland. Denken Sie daran, dass auch hier Luftzirkulation wichtig ist, um Schimmel zu vermeiden. Bei extremen Temperaturen kann es ratsam sein, die Pflanzen zusätzlich mit Vlies abzudecken.

Schnittmaßnahmen im Herbst: Was ist erlaubt?

Die Frage nach dem richtigen Schnitt im Herbst beschäftigt viele Rosenfreunde. Grundsätzlich gilt: Ein starker Rückschnitt, wie er im Frühjahr üblich ist, sollte im Herbst vermieden werden. Zu stark zurückgeschnittene Rosen treiben oft spät im Herbst nochmals aus, diese jungen Triebe sind aber sehr frostempfindlich und erfrieren leicht. Das schwächt die Pflanze unnötig. Der Herbstschnitt beschränkt sich daher auf das Entfernen von abgeblühten Blüten und eventuell auf das leichte Kürzen von langen, überhängenden Trieben, die im Winter brechen könnten.

Spezielle Rosensorten wie Kletterrosen oder sehr stark wachsende Strauchrosen können von einem leichten Einkürzen langer Triebe profitieren, um sie besser vor Wind und Schnee schützen zu können. Entfernen Sie jedoch niemals das gesunde, grüne Laub. Dieses benötigt die Pflanze zur Photosynthese und zur Einlagerung von Nährstoffen für den Winter. Nur stark vergilbtes oder krankes Laub sollte entfernt werden. Bei Rosen, die im aktuellen Jahr gepflanzt wurden, ist oft kein weiterer Schnitt mehr nötig, außer dem Entfernen von abgebrochenen oder krank aussehenden Trieben.

Der Hauptschnitt, der die Pflanzen für die kommende Blüteformt, wird traditionell im zeitigen Frühjahr durchgeführt, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Bis dahin ruht die Rose, und der Herbst ist lediglich eine Übergangszeit. Der Fokus liegt hier auf dem Erhalt der Pflanzengesundheit und der Vorbereitung auf die Ruhephase, nicht auf der Formgebung für die nächste Saison.

Schnitt von Rosen mit Stamm: Besonderheiten beachten

Bei Stammrosen ist die Veredelungsstelle der kritischste Punkt. Ein Rückschnitt im Herbst dient primär dazu, die Krone kompakt zu halten und die Gefahr des Brechens durch Wind oder Schnee zu minimieren. Kürzen Sie die Triebe der Krone um etwa ein Drittel bis zur Hälfte ein, je nach Wuchsfreudigkeit der Sorte. Achten Sie darauf, die Schnitte über einer nach außen zeigenden Knospe anzusetzen, um ein gutes Wachstum im nächsten Jahr zu fördern. Entfernen Sie auch hier nur das Nötigste und vermeiden Sie einen radikalen Schnitt.

Die abgeblühten Blüten und Fruchtstände sollten unbedingt entfernt werden. Dies verhindert, dass die Pflanze Energie in die Samenbildung steckt und fördert stattdessen die Einlagerung von Reserven für den Winter. Das Ziel ist, die Stammrose so vorzubereiten, dass sie die Kälte gut übersteht und ihre Form behält. Ein zu starker Rückschnitt würde die Pflanze im Winter unnötig schwächen. Der eigentliche Formschnitt erfolgt dann im Frühjahr.

Der richtige Schnitt im Herbst schützt vor Frostschäden und sorgt für Stabilität. Er ist ein wichtiger Teil des gesamten Prozesses, Rosen winterfest zu machen, aber nicht der wichtigste. Der Schutz der Veredelungsstelle und des Wurzelbereichs hat absolute Priorität.

Rosen sind nicht giftig für Katzen – aber Vorsicht ist geboten

Eine häufige Frage, die im Zusammenhang mit Gartenpflanzen aufkommt, ist, ob Rosen giftig für Haustiere sind, insbesondere für Katzen. Die gute Nachricht ist: Die Blüten und Blätter von Rosen sind für Katzen, Hunde und auch Menschen in der Regel nicht giftig. Es gibt also keine Gefahr, wenn Ihre Katze versehentlich an einem Rosenblatt knabbert oder eine Blüte berührt. Dies ist eine wichtige Information für alle, die sowohl Rosen als auch Haustiere in ihrem Garten haben.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass es keine Vorsichtsmaßnahmen geben sollte. Rosen sind bekannt für ihre Dornen, oder präziser ausgedrückt: Rosen haben Stacheln, keine Dornen. Diese können bei unvorsichtigen Tieren zu Verletzungen führen. Wenn eine Katze oder ein Hund versucht, an den Blüten oder Blättern zu fressen, könnten sie sich leicht mit den scharfen Stacheln in Schnauze, Augen oder an der Haut verletzen. Solche Verletzungen können schmerzhaft sein und unter Umständen sogar eine tierärztliche Behandlung erfordern.

Daher ist es ratsam, auch wenn Rosen nicht giftig sind, die Haustiere im Auge zu behalten, wenn sie sich in der Nähe von Rosen aufhalten. Ein leichter Schutz um die Basis der Rosen, wie das Mulchen mit Rindenmulch, kann dazu beitragen, dass die Tiere die unteren Stacheln weniger leicht erreichen. Die eigentliche Frage, ob man Rosen essen kann, ist komplexer: Während die Blütenblätter mancher Sorten essbar sind und in der Küche verwendet werden können (z. B. für Marmeladen, Sirup oder Tee), ist dies nicht für alle Rosenarten ratsam, und man sollte sich genau informieren. Für Haustiere gilt aber generell: Nicht giftig, aber mechanische Verletzungen sind möglich.

Wann können Sie den Winterschutz entfernen?

Sobald die Gefahr von strengen Frösten vorbei ist und die Temperaturen im Frühjahr konstant über dem Gefrierpunkt liegen, ist es Zeit, den Winterschutz Ihrer Rosen schrittweise zu entfernen. Dies geschieht in der Regel im März oder April, abhängig von Ihrer Region und dem lokalen Klima. Ein zu frühes Entfernen kann Ihre Rosen wieder empfindlichen Spätfrösten aussetzen, während ein zu spätes Entfernen die Pflanzen am Austrieb hindern und Schimmelbildung fördern kann.

Beginnen Sie mit dem Entfernen der Abdeckungen an milden, bewölkten Tagen. Dies hilft den Pflanzen, sich langsam an die helleren Tage und die veränderten Temperaturen zu gewöhnen. Entfernen Sie zuerst die oberflächlichen Schutzschichten wie Reisig oder Laub. Danach folgen das Vlies oder die Jute um die Kronen von Stammrosen. Die Erdaufhäufungen um den Stamm können ebenfalls schrittweise abgetragen werden, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Achten Sie darauf, die frischen Triebe dabei nicht zu beschädigen. Bei Rosen im Kübel ist es wichtig, die isolierenden Materialien und Abdeckungen ebenfalls schrittweise zu entfernen.

Der Schutz muss schrittweise weichen, um die Pflanze nicht zu schockieren. Beobachten Sie die Wettervorhersage und die Entwicklung Ihrer Rosen: Sobald neue Triebe sichtbar werden und keine starken Fröste mehr drohen, können Sie den Winterschutz ganz entfernen. Ein gut gemeinter, aber zu später Schutz kann das Wachstum behindern.

Was tun nach dem Entfernen des Winterschutzes?

Nachdem der Winterschutz entfernt ist, ist die Rosenpflege noch nicht abgeschlossen. Es ist der Zeitpunkt für den Frühlingsschnitt, bei dem abgestorbene, kranke oder erfrorene Triebe entfernt werden. Schneiden Sie bis ins gesunde Holz zurück. Anschließend können Sie die Erde um die Rosen lockern und den Boden mit frischem Kompost oder speziellem Rosendünger versorgen. Dies gibt den Pflanzen den nötigen Schub für die neue Wachstumsperiode. Verbliebenes Laub und altes Mulchmaterial sollten entfernt werden, um Krankheiten vorzubeugen.

Gießen Sie die Rosen in den ersten Frühlingswochen regelmäßig, besonders wenn der Boden trocken ist. Die Wurzeln beginnen nun, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen, um das Wachstum zu fördern. Achten Sie auf die ersten Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten und handeln Sie gegebenenfalls schnell. Die Rosen sind nun bereit, ihre volle Pracht im kommenden Frühjahr und Sommer zu entfalten, dank Ihrer sorgfältigen Vorbereitung.

Mythen und Fakten: Was Rosen wirklich brauchen

Immer wieder kursieren Mythen rund um die Rosenpflege, besonders wenn es um das Thema Überwinterung geht. Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Rosen im Herbst radikal zurückgeschnitten werden müssen, um sie winterhart zu machen. Wie bereits erwähnt, ist das Gegenteil der Fall: Ein zu starker Rückschnitt schwächt die Pflanze und macht sie anfälliger für Frost. Der Fokus im Herbst liegt auf Schutz, nicht auf Formung.

Ein anderer Mythos besagt, dass Rosen keine zusätzliche Bewässerung im Winter benötigen. Das stimmt nur bedingt. Bei trockenen Phasen, besonders an frostfreien Tagen, verdunstet Feuchtigkeit auch aus dem Boden und den Trieben. Wenn der Boden gefroren ist, kann die Pflanze kein Wasser aufnehmen, was zu Frosttrocknis führt. Regelmäßiges, aber sparsames Wässern an frostfreien Tagen ist daher ratsam. Auch die Annahme, dass alle Rosen gleich empfindlich sind, ist falsch. Es gibt robuste Wildrosen, die kaum Schutz benötigen, und sehr zarte Edelrosen, die aufwendiger überwintert werden müssen.

Was die Frage, ob man Rosen essen kann, betrifft, so sind die Blütenblätter vieler Sorten tatsächlich essbar und werden für Marmeladen, Tees oder Liköre verwendet. Bekannt sind die berühmt-berüchtigten „Berner Rosen“ Tomaten, die zwar keine Rosen sind, aber diesen Namen tragen, was die Verwirrung manchmal komplettiert. Die Kerne sind jedoch ungenießbar. Die meisten Rosen haben Dornen oder, genauer gesagt, Stacheln, die tatsächlich zur Abschreckung von Fressfeinden dienen. Sie sind ein natürlicher Schutz und kein Zeichen von Aggressivität der Pflanze.

Haben Rosen Dornen oder Stacheln? Die botanische Klärung

Es ist ein häufiger Irrtum, dass Rosen Dornen haben. Botanisch gesehen besitzt die Rose Stacheln. Der Unterschied ist zwar fein, aber wichtig: Dornen sind umgebildete Zweige oder Blätter, die tief in das Holz der Pflanze reichen und beim Abreißen oft ein Stück des Stammes mitnehmen. Stacheln hingegen sind Auswüchse der Rinde, ähnlich wie die feinen Härchen auf einer Brennnessel, die sich aber verhärten und schärfer sind. Sie sind flexibler und können oft abgebogen oder abgerissen werden, ohne das eigentliche Pflanzengewebe stark zu beschädigen.

Diese Stacheln dienen nicht nur dem Schutz vor Verbiss durch Tiere, sondern können auch dazu beitragen, dass sich die Rose an Kletterhilfen festhalten kann. Sie sind ein integraler Bestandteil der Pflanze und ihrer Überlebensstrategie. Auch wenn sie beim Hantieren mit den Rosen schmerzhaft sein können, sind sie ein faszinierendes Merkmal dieser beliebten Gartenpflanze. Die Unterscheidung zwischen Dornen und Stacheln ist für die Gartenpraxis zwar nicht immer kritisch, aber ein interessanter Fakt für Rosenliebhaber.

Der echte Rosenkenner unterscheidet zwischen Stacheln und Dornen, um die Botanik der Pflanze besser zu verstehen. Diese Klarheit hilft auch, die Anpassungsfähigkeit der Rosen an ihre Umwelt besser zu begreifen.

Zusammenfassung: Ihre Rosen sicher durch den Winter bringen

Das Rosen winterfest machen ist keine Hexerei, sondern eine Kombination aus sorgfältiger Planung und der Anwendung bewährter Pflegemaßnahmen. Indem Sie die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Rosen erkennen und entsprechend handeln, legen Sie den Grundstein für eine gesunde Pflanze, die den Winter unbeschadet übersteht. Der richtige Zeitpunkt, die Wahl des passenden Schutzmaterials und die Berücksichtigung der individuellen Sortenmerkmale sind hierbei entscheidend.

Denken Sie daran: Der Schutz des Wurzelbereichs ist die wichtigste einzelne Maßnahme. Bei Stammrosen und Kübelrosen ist zusätzliche Aufmerksamkeit geboten. Ein leichter, atmungsaktiver Schutz ist oft besser als eine luftdichte Hülle. Entfernen Sie den Winterschutz schrittweise im Frühjahr, um die Pflanze nicht zu schockieren und ihr Zeit zur Anpassung zu geben.

Die Mühe lohnt sich, denn eine gut durch den Winter gebrachte Rose belohnt Sie im nächsten Jahr mit üppiger Blüte und Vitalität. Betrachten Sie das Rosen winterfest machen als einen wichtigen Teil der fortlaufenden Pflege, die Ihnen lange Freude an Ihren Rosen im Garten bereiten wird. Mit diesem Wissen können Sie selbstbewusst in die kalte Jahreszeit starten und wissen, dass Ihre Rosen bestens versorgt sind.