Die größten Fehler beim Salbei pflanzen – Und warum sie passieren
Wenn Sie daran denken, Salbei zu pflanzen, erhoffen Sie sich aromatische Blätter für die Küche oder wunderschöne Blüten im Garten. Doch so robust Salbei auch gilt, es gibt klassische Stolpersteine, die Gärtner immer wieder zu Fall bringen. Der häufigste Irrtum ist oft ein Mangel an Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse der Pflanze, die aus dem Mittelmeerraum stammt. Dies führt dazu, dass wir ihr Bedingungen bieten, die sie gar nicht mag – oder sie uns glauben macht, sie käme mit allem zurecht.
Betrachten Sie beispielsweise die Feuchtigkeit. Viele Gartenliebhaber neigen dazu, ihre Pflanzen gut zu wässern, um ihnen ein üppiges Wachstum zu ermöglichen. Bei Salbei ist dies jedoch kontraproduktiv. Zu viel Wasser ist sein Endgegner, der schnell zu Wurzelfäule führt. Ebenso wird der Standort oft falsch gewählt. Salbei liebt Sonne und trockene Füße. Ein schattiges Plätzchen mit schwerem, lehmigem Boden ist dagegen eine Einladung für Krankheiten wie Mehltau. Wenn Ihre bisherigen Salbei-Pflanzversuche im Sand verlaufen sind, liegt es wahrscheinlich an einem dieser grundlegenden Fehler. Es sind keine komplexen Probleme, sondern meist resultieren sie aus dem Versuch, eine mediterrane Pflanze an mitteleuropäische oder gar feuchtere Klimabedingungen anzupassen, ohne ihre Herkunft zu berücksichtigen.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Pflanzzeit und den Abstand. Viele setzen Salbei zu früh im Jahr oder pflanzen die Stöcke zu dicht, was die Luftzirkulation einschränkt und Pilzkrankheiten begünstigt. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Salbeipflanzen kümmerlich aussehen, vergilben oder anfällig für Schädlinge sind, sind das oft deutliche Zeichen, dass die Grundbedingungen nicht stimmen. Doch keine Sorge, mit dem richtigen Wissen lassen sich diese Anfänge leicht vermeiden und Ihre Salbei-Pflanzung zum Erfolg führen.
Es ist entscheidend zu verstehen, dass Salbei keine Staunässe verträgt und einen sonnigen, luftigen Platz bevorzugt. Ignorieren Sie diese Präferenzen, und Sie schaffen die idealen Bedingungen für Probleme, statt für Wachstum. Das Vermeiden dieser Fehler ist der erste Schritt, um die Vitalität und den Ertrag Ihrer Salbeipflanzen langfristig zu sichern.
Die richtige Wahl des Standorts ist entscheidend für das Gedeihen von Salbei.
Der ideale Standort: Mehr als nur ein sonniges Plätzchen
Wenn wir von Salbei pflanzen sprechen, ist der Standort das A und O. Doch was macht einen Standort wirklich ideal? Es ist die Kombination aus Licht, Bodenbeschaffenheit und Schutz. Salbei ist eine Pflanze, die in den sonnenverwöhnten Regionen des Mittelmeers beheimatet ist. Das bedeutet: Er braucht mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag, um kräftig zu wachsen und sein volles Aroma zu entwickeln. Ein schattiger oder halbschattiger Platz ist daher in den meisten Fällen keine gute Wahl. Sie werden merken, dass die Pflanze dort vergeilt, also lange, dünne Triebe bildet, und weniger ätherische Öle ausbildet, was sich direkt auf den Geschmack auswirkt.
Neben dem Licht spielt der Boden eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Salbei bevorzugt durchlässige Böden. Das heißt, Wasser muss schnell abfließen können, damit keine Staunässe entsteht. Schwere, lehmige Böden, die Wasser lange speichern, sind Gift für Salbei. Sie führen unweigerlich zu Wurzelfäule, einem der Hauptgründe, warum Salbeipflanzen eingehen. Wenn Ihr Gartenboden von Natur aus eher schwer ist, ist es unerlässlich, ihn aufzubessern. Das gelingt durch das Einarbeiten von Sand, Kies oder gut verrottetem Kompost. Eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben am Boden des Pflanzlochs kann ebenfalls helfen, überschüssiges Wasser abzuleiten, besonders wenn Sie Salbei im Topf oder Hochbeet kultivieren.
Die Rolle der Belüftung
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Luftzirkulation. Eine gute Durchlüftung des Pflanzenbestandes hilft, Pilzkrankheiten wie dem gefürchteten Mehltau vorzubeugen. Wenn Sie mehrere Salbeipflanzen setzen, achten Sie auf ausreichende Abstände. Ein Abstand von 30 bis 50 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen ist meist empfehlenswert, je nach Sorte und erwarteter Endgröße. Dies gewährleistet, dass die Luft gut zwischen den Pflanzen zirkulieren kann, was sowohl für gesunde Blätter als auch für das Wachstum förderlich ist. Vermeiden Sie es, Salbei in Ecken zu pflanzen, wo die Luft stagniert, wie etwa dicht an Mauern oder in überfüllten Beeten.
Schutz vor starkem Wind ist ebenfalls ein Faktor, wenn auch nicht so kritisch wie Licht und Boden. Extreme Winde können junge Triebe beschädigen oder die Pflanzen austrocknen. Ein windgeschützter Platz ist daher vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich, wenn die anderen Bedingungen stimmen. Die richtige Standortwahl ist keine exakte Wissenschaft, sondern basiert auf dem Verständnis der natürlichen Lebensbedingungen des Salbeis. Konzentrieren Sie sich auf diese drei Säulen – Licht, Boden und Luft –, und Sie sind auf dem besten Weg, Ihren Salbei erfolgreich anzubauen.
Ein gut durchlässiger, sonniger Boden ist die wichtigste Voraussetzung für gesunden Salbei.
Der richtige Zeitpunkt und die Pflanztechnik: So geht's
Der ideale Zeitpunkt, um Salbei zu pflanzen, ist meist im späten Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Die Monate Mai und Juni bieten optimale Bedingungen, da der Boden sich erwärmt hat und die jungen Pflanzen von langen Tagen und warmen Temperaturen profitieren können. Frühjahrsfrost kann jungen Salbei stark schädigen, daher ist Geduld gefragt. Wenn Sie Setzlinge im Container gekauft haben, sind diese oft robuster und können auch etwas früher gepflanzt werden, vorausgesetzt, die Nachttemperaturen bleiben konstant über dem Gefrierpunkt.
Beim eigentlichen Pflanzen von Salbei ist die Technik entscheidend, um den Wurzelballen nicht zu beschädigen und ihm den besten Start zu ermöglichen. Beginnen Sie damit, ein Pflanzloch auszuheben, das etwa doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen der Pflanze. Dies gibt den Wurzeln Raum, sich auszubreiten. Wenn Sie auf schweren Böden gärtnern, empfiehlt es sich, die ausgehobene Erde mit grobem Sand oder feinem Kies zu mischen, um die Drainage zu verbessern. Eine dünne Schicht Kies am Boden des Lochs kann zusätzlichen Schutz vor Staunässe bieten.
Schonende Behandlung der Wurzeln
Nehmen Sie die Salbeipflanze vorsichtig aus ihrem Topf. Drücken Sie den Topf leicht zusammen oder klopfen Sie auf den Boden, um den Ballen zu lösen. Wenn die Wurzeln stark verfilzt sind (man spricht von Wurzelballen), ist es ratsam, sie vorsichtig mit den Fingern aufzulockern oder mit einem sauberen Messer leicht einzuschneiden. Dies regt die Wurzeln an, in den umliegenden Boden zu wachsen, anstatt im Kreis weiterzuwachsen. Beschädigen Sie dabei aber nicht zu viele der feinen Faserwurzeln.
Setzen Sie die Pflanze nun in das vorbereitete Loch. Die Oberseite des Wurzelballens sollte auf gleicher Höhe mit der umgebenden Erdoberfläche sein. Pflanzen Sie Salbei nie zu tief. Zu tiefes Pflanzen kann die unteren Blätter und den Stielansatz beeinträchtigen und das Risiko von Fäulnis erhöhen. Füllen Sie das Loch anschließend mit der vorbereiteten Erde auf und drücken Sie diese leicht an, um Hohlräume zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass Sie den Wurzelballen nicht zerdrücken.
Direkt nach dem Pflanzen ist ein moderates Angießen wichtig. Nicht überschwemmen, sondern nur so viel gießen, dass sich die Erde um die Wurzeln gut mit Feuchtigkeit verbindet. Dies hilft, den Bodenkontakt herzustellen und die Pflanze zu etablieren. In den ersten Wochen nach dem Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass der Boden leicht feucht bleibt, aber niemals nass. Sobald die Pflanze angewachsen ist, kann die Gießhäufigkeit reduziert werden, und Sie können sich mehr an den Bedürfnissen der ausgewachsenen Pflanze orientieren.
Die richtige Pflanztiefe und das Auflockern des Wurzelballens sind essenziell für eine starke Etablierung.
Bewässerung und Düngung: Weniger ist oft mehr
Wenn es um die Bewässerung von Salbei geht, lautet die goldene Regel: Weniger ist mehr. Salbei ist eine trockenheitsresistente Pflanze, die es gewohnt ist, in mediterranen Regionen mit spärlichen Niederschlägen zu wachsen. Zu viel Wasser ist die häufigste Ursache für Probleme und führt schnell zu Wurzelfäule, was die Pflanze stark schwächt oder sogar absterben lässt. Es ist daher wichtiger, die Gießintervalle richtig zu timen, als die Menge. Gießen Sie nur dann, wenn die oberste Bodenschicht vollständig abgetrocknet ist. Ein einfacher Test ist, den Finger etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde zu stecken. Fühlt es sich dort trocken an, ist es Zeit zu gießen.
Achten Sie beim Gießen darauf, das Wasser direkt an die Wurzeln zu bringen und die Blätter möglichst trocken zu halten. Das Gießen am Morgen ist ideal, da überschüssige Feuchtigkeit tagsüber verdunsten kann. Vermeiden Sie es, Salbei am Abend zu gießen, insbesondere bei kühleren Temperaturen, da dies die Wahrscheinlichkeit von Pilzkrankheiten erhöht. Die Menge des Wassers sollte ausreichen, um den Wurzelballen zu durchfeuchten, aber kein stehendes Wasser im Topf oder auf dem Beet zurückzulassen. Im Sommer kann der Bedarf höher sein, aber auch hier gilt: immer erst prüfen, ob die Erde trocken ist.
Weniger Dünger für intensiveres Aroma
Auch bei der Düngung gilt für Salbei die Devise: Zurückhaltung. Übermäßiges Düngen kann dazu führen, dass die Pflanze mehr Blattmasse produziert, aber weniger Aroma entwickelt. Salbei ist eine Pflanze, die in der Regel mit nährstoffarmen Böden gut zurechtkommt. Wenn Sie Ihren Salbei in gutem Mutterboden oder Komposterde gepflanzt haben, ist eine zusätzliche Düngung oft gar nicht nötig. Ist der Boden jedoch sehr mager oder haben Sie den Salbei bereits mehrere Jahre am selben Standort, kann eine leichte Düngung im Frühjahr sinnvoll sein.
Verwenden Sie vorzugsweise organische Dünger. Ein gut verrotteter Kompost, der leicht in die oberste Bodenschicht eingearbeitet wird, liefert Nährstoffe langsam und schonend. Alternativ können Sie einen speziellen Kräuterdünger verwenden, der auf die Bedürfnisse von Kräutern abgestimmt ist. Achten Sie darauf, die angegebene Dosiermenge nicht zu überschreiten. Eine Überdüngung mit Stickstoff kann zu weichem, wässrigem Wachstum führen, das anfälliger für Krankheiten und Schädlinge ist. Das Ziel ist ein aromatischer, kompakter Wuchs, nicht unbedingt das schnellste Wachstum.
Prüfen Sie die Erde vor jedem Gießen; zu viel Feuchtigkeit schadet Salbei mehr als zu wenig.
Schädlinge und Krankheiten bei Salbei: Worauf Sie achten müssen
Obwohl Salbei generell als robuste und widerstandsfähige Pflanze gilt, ist er nicht gänzlich immun gegen Schädlinge und Krankheiten. Die meisten Probleme entstehen, wie bereits erwähnt, durch falsche Standortwahl oder unsachgemäße Pflege. Wenn Sie Ihre Salbeipflanzen genau beobachten, können Sie Probleme frühzeitig erkennen und gegensteuern. Die häufigste Krankheit, die Salbei heimsuchen kann, ist Mehltau. Dies zeigt sich als weißer, pudriger Belag auf den Blättern, der bei starkem Befall zum Welken der Pflanze führen kann. Meist ist unzureichende Belüftung und zu hohe Luftfeuchtigkeit die Ursache.
Auch Wurzelfäule ist ein gravierendes Problem, das durch Staunässe verursacht wird. Die Symptome sind oft ein schnelles Welken der Blätter, Vergilbung und ein insgesamt kümmerlicher Zustand der Pflanze. Ist die Fäule fortgeschritten, ist es oft schwierig, die Pflanze noch zu retten. Vorbeugung ist hier das beste Mittel: Ein durchlässiger Boden und eine zurückhaltende Bewässerung sind die wichtigsten Schutzmaßnahmen. Wenn Sie merken, dass eine Pflanze betroffen ist, versuchen Sie, sie auszugraben, den Wurzelballen zu inspizieren und die faulen Teile vorsichtig zu entfernen. Setzen Sie sie dann in frische, gut durchlässige Erde um und wässern Sie nur sehr sparsam.
Bekämpfung von Schädlingen
Unter den Schädlingen sind Blattläuse die wahrscheinlichsten Übeltäter. Sie befallen oft junge Triebe und Blütenknospen und saugen den Pflanzensaft. Ein starker Befall kann die Pflanze schwächen. Wenn Sie nur wenige Blattläuse entdecken, können Sie sie oft einfach abspülen oder die befallenen Triebe vorsichtig mit Wasser besprühen. Bei einem stärkeren Befall können Sie auf Hausmittel wie eine Mischung aus Wasser und etwas Kernseife zurückgreifen oder biologische Spritzmittel verwenden, die für Kräuter geeignet sind. Achten Sie darauf, dass diese Mittel für den Verzehr der Kräuter unbedenklich sind.
Spinnmilben können ebenfalls auftreten, besonders bei trocken-warmer Witterung. Sie sind winzig und bilden feine Gespinste. Die Blätter können gelblich und fleckig erscheinen. Auch hier helfen oft bereits das Besprühen mit Wasser oder Mittel auf Rapsölbasis. Wichtig ist bei allen Bekämpfungsmaßnahmen: Seien Sie schonend. Salbei ist eine Heil- und Gewürzpflanze, und aggressive chemische Mittel sollten vermieden werden. Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, denn oft sind kleine Probleme mit einfachen Mitteln schnell behoben, bevor sie sich zu größeren Katastrophen entwickeln.
Regelmäßige Kontrolle hilft, Krankheiten und Schädlinge frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.
Salbei schneiden: Für Vitalität und Ertrag
Das richtige Schneiden ist ein entscheidender Faktor, um Ihren Salbei über viele Jahre gesund und produktiv zu halten. Salbei schneiden dient nicht nur der Formgebung, sondern vor allem der Förderung eines kompakten Wuchses und der Anregung neuer Triebe. Ohne regelmäßigen Schnitt kann Salbei verholzen, auseinanderfallen und mit der Zeit weniger ertragreich werden. Der wichtigste Schnitt findet im Frühjahr statt, um die Pflanze nach dem Winter auf den neuen Austrieb vorzubereiten.
Der klassische Zeitpunkt für den Hauptschnitt ist das späte Frühjahr, typischerweise im März oder April. Warten Sie, bis die schlimmsten Fröste vorüber sind und die ersten Anzeichen neuen Wachstums sichtbar werden. Schneiden Sie alle Triebe auf etwa handbreite über dem Boden zurück. Das mag drastisch klingen, aber Salbei treibt aus dem alten Holz gut wieder aus. Entfernen Sie dabei auch abgestorbene Pflanzenteile und abgestorbene Äste, die den Winter nicht überstanden haben. Dies regt die Pflanze an, frische, kräftige Triebe zu bilden, die dann im Sommer wieder zum Einsatz kommen.
Sommerschnitt und Verjüngung
Neben dem Frühlingsschnitt kann auch ein leichter Sommerschnitt sinnvoll sein. Nach der Blütezeit, oder wenn die Pflanze beginnt, etwas unordentlich auszusehen, können Sie verblühte Blütenstände abschneiden. Dies verhindert, dass die Pflanze zu viel Energie in die Samenbildung steckt und fördert stattdessen eine erneute Blüte oder die Bildung weiterer Blätter. Dieser Schnitt sollte nicht zu tief erfolgen, eher ein leichtes Einkürzen der Triebspitzen.
Für ältere, stark verholzte Pflanzen, die nicht mehr gut austreiben, kann eine radikale Verjüngung notwendig sein. Dies ist oft ein Fall für den späten Winter oder das frühe Frühjahr. Hierbei wird die gesamte Pflanze stärker zurückgeschnitten, manchmal fast bis auf den Boden. Es ist wichtig zu wissen, dass dies ein Risikoschnitt ist, da die Pflanze eventuell nicht mehr austreibt. Bei Steppen-Salbei oder anderen robusteren Sorten ist dieser Schnitt oft gut verträglich. Die Entscheidung für einen solchen Schnitt sollte immer auf dem Zustand der Pflanze basieren.
Das Schneiden von Salbei ist also nicht nur eine Pflegemaßnahme, sondern eine aktive Form der Kultivierung. Durch gezielte Schnitte fördern Sie die Gesundheit, die Schönheit und den Ertrag Ihrer Pflanzen. Achten Sie darauf, immer sauberes und scharfes Werkzeug zu verwenden, um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen. Ein sauberer Schnitt verheilt schneller und reduziert das Risiko von Infektionen.
Der Frühlingsschnitt ist unerlässlich, um verholzte Triebe zu entfernen und neues Wachstum anzuregen.
Salbei ernten und lagern: Das Aroma konservieren
Die Ernte von Salbei ist ein Prozess, der sorgfältige Planung erfordert, um das maximale Aroma zu erhalten. Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist, wenn die Pflanze ihre volle Kraft entwickelt hat und das Aroma am intensivsten ist. Dies ist in der Regel an einem sonnigen Vormittag der Fall, nachdem der Morgentau abgetrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die ätherischen Öle in den Blättern konzentriert. Ernten Sie niemals bei Regen oder unmittelbar nach einem Regenguss, da die Feuchtigkeit die Haltbarkeit beeinträchtigen kann.
Wenn Sie Salbei pflanzen, denken Sie daran, dass Sie ihn das ganze Jahr über ernten können, solange die Pflanze wächst und die Temperaturen es zulassen. Die Haupterntezeit ist jedoch von Mai bis September. Schneiden Sie ganze Triebe mit einer scharfen Schere oder einem Messer ab. Achten Sie darauf, nicht mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal zu ernten, um sie nicht zu stark zu schwächen. Für den Hausgebrauch reichen oft einzelne Blätter, die Sie abzupfen können. Dies stört die Pflanze am wenigsten.
Trocknen von Salbei für die Lagerung
Zum Trocknen eignen sich ganze Triebe oder einzelne Blätter. Binden Sie die Triebe zu kleinen Bündeln zusammen und hängen Sie sie kopfüber an einem dunklen, gut belüfteten und trockenen Ort auf. Alternativ können Sie die Blätter auch auf einem feinen Sieb oder einem Küchentuch ausbreiten. Achten Sie darauf, dass die Blätter nicht übereinander liegen, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten und Schimmelbildung zu vermeiden. Die Trocknungszeit kann je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur variieren, liegt aber meist zwischen einer und zwei Wochen.
Der Salbei ist trocken, wenn sich die Blätter leicht zerbröseln lassen. Bewahren Sie den getrockneten Salbei in luftdichten Behältern wie Gläsern oder Dosen auf. Lagern Sie diese Behälter an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort. So behält der Salbei sein Aroma für mehrere Monate. Alternativ können Sie den Salbei auch einfrieren. Waschen Sie die Blätter, trocknen Sie sie gründlich und frieren Sie sie dann entweder im Ganzen oder gehackt in kleinen Portionen ein. Für die direkte Verwendung in der Küche können Sie auch frische Salbeiblätter in einem Behälter mit etwas Wasser im Kühlschrank aufbewahren.
Manche Menschen legen frische Salbeiblätter auch in Olivenöl ein, um ein aromatisches Öl für die Küche zu gewinnen. Hierbei ist es wichtig, dass die Blätter absolut trocken sind, um die Haltbarkeit des Öls zu gewährleisten. Die Ernte und Lagerung von Salbei sind einfache Prozesse, die Ihnen das ganze Jahr über die Nutzung dieses wunderbaren Krautes ermöglichen.
Ernten Sie Salbei an sonnigen Vormittagen, wenn die ätherischen Öle am konzentriertesten sind.
Salbei überwintern: Schutz für kalte Monate
Salbei überwintern ist ein wichtiger Schritt, um die Pflanze durch die kalten Monate zu bringen und sicherzustellen, dass sie im nächsten Frühjahr wieder kräftig austreibt. Während einige Salbei-Sorten als winterhart gelten, sind viele beliebte Arten, insbesondere die Küchen-Salbei-Sorten, empfindlich gegenüber starkem Frost und vor allem gegen Nässe im Winter. Eine gute Vorbereitung und der richtige Schutz sind daher entscheidend.
Der erste Schritt zur Überwinterung ist der Rückschnitt. Dieser sollte, wie bereits erwähnt, im späten Frühjahr oder frühen Sommer erfolgen, nicht aber kurz vor dem Winter. Ein starker Rückschnitt im Herbst kann die Pflanze schwächen und sie anfälliger für Frostschäden machen. Entfernen Sie im Herbst lediglich abgestorbene Pflanzenteile und verblühte Stiele, um ein gutes Durchlüften der Pflanze zu gewährleisten. Achten Sie darauf, den Haupttrieb nicht zu tief zurückzuschneiden, da dies bei anfälligen Sorten schädlich sein kann.
Schutz vor Kälte und Nässe
Der wichtigste Schutz für Salbei im Winter ist die Vermeidung von Staunässe. Der Boden sollte auch im Winter gut durchlässig bleiben. Bei Kübelpflanzen ist dies einfacher zu gewährleisten, da die Töpfe auf Füßen stehen können oder man sie auf eine Schicht Kies stellt. Der Wurzelballen im Topf friert schneller durch als im Freiland, daher ist zusätzlicher Schutz nötig. Umwickeln Sie die Töpfe mit Vlies, Jute oder Luftpolsterfolie, um die Wurzeln vor tiefen Temperaturen zu schützen. Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten Platz, zum Beispiel an eine Hauswand, die von der Sonne beschienen wird.
Freiland-Salbei benötigt ebenfalls Schutz, insbesondere wenn er nicht als extrem winterhart gilt. Bedecken Sie die Basis der Pflanze mit einer dicken Schicht Laub, Reisig oder Kompost. Dies isoliert den Wurzelbereich und schützt ihn vor Frost. Bei sehr strengen oder langanhaltenden Frösten kann es sinnvoll sein, auch die oberirdischen Pflanzenteile mit Vlies abzudecken, besonders bei jungen oder empfindlicheren Exemplaren. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung locker bleibt, um die Luftzirkulation zu ermöglichen und Fäulnis zu vermeiden.
Gießen Sie den Salbei während der Überwinterungsphase nur sehr sparsam. Die Pflanze befindet sich in der Winterruhe und benötigt kaum Wasser. Gießen Sie nur an frostfreien Tagen, wenn der Boden trocken ist, um ein Durchfrieren des Wassers im Topf zu vermeiden. Sobald die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen und neues Wachstum sichtbar wird, können Sie die Schutzmaßnahmen entfernen und mit dem regelmäßigen Gießen und Pflegen beginnen. So sind Sie sicher, dass Ihr Salbei den Winter gut übersteht und im nächsten Jahr wieder kräftig blüht und gedeiht.
Schützen Sie die Wurzeln vor Winterkälte und vor allem vor anhaltender Nässe.
