Warum Salbei umpflanzen? Ein neuer Lebensabschnitt für Ihre Pflanze

Sie haben festgestellt, dass Ihr Salbei am aktuellen Standort nicht mehr optimal gedeiht, oder möchten einfach mehr Platz für Ihre Kräutergarten schaff en? Das Umpflanzen von Salbei ist eine notwendige Prozedur, die der Pflanze neue Vitalität verleihen kann. Oftmals sind es veränderte Lichtverhältnisse, eine Überfüllung des Beetes, Nährstoffmangel im Boden oder schlicht der Wunsch, eine bestimmte Sorte an einem passenderen Ort zu etablieren, die Sie zum Umtopfen oder Verpflanzen bewegen. Ein gut gewählter Zeitpunkt und die richtige Vorgehensweise sind entscheidend dafür, dass Ihr Salbei diesen Übergang ohne großen Stress übersteht und Ihnen auch am neuen Platz Freude bereitet.

Salbei, ob der beliebte Küchensalbei (Salvia officinalis) oder Ziersalbeiarten wie der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa), ist im Grunde eine recht anspruchslose Pflanze. Doch wie jede Pflanze hat auch er seine Bedürfnisse, die sich im Laufe der Zeit ändern oder von Ihnen optimiert werden können. Wenn Sie bemerken, dass die unteren Blätter vergilben, die Pflanze buschiger, aber blühfauler wird, oder gar Anzeichen von Krankheiten wie Mehltau auftreten, kann ein Standortwechsel Abhilfe schaffen. Ein Umpflanzen ist somit nicht nur eine Reaktion auf Probleme, sondern auch eine proaktive Maßnahme zur Gesunderhaltung und Förderung Ihres Salbeis.

Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung zum Umpflanzen auch die Lebensdauer Ihrer Salbeipflanzen. Manche Sorten, insbesondere ältere Exemplare des Küchensalbeis, können mit den Jahren etwas verholzen und an Blattmasse verlieren. Ein Verjüngungsschnitt ist dann oft sinnvoller als ein reines Umpflanzen. Doch wenn der Wurzelballen zu groß geworden ist oder der Boden am alten Standort erschöpft ist, ist das Umpflanzen die bessere Wahl. Es ermöglicht der Pflanze, neue Wurzeln in nährstoffreiche Erde zu treiben und sich optimal zu entfalten.

Wichtige Indikatoren für das Umpflanzen

  • Nachlassende Vitalität und geringere Erträge bei Küchensalbei.
  • Vergilben oder Absterben der unteren Blätter.
  • Die Pflanze wirkt zu groß für ihren aktuellen Platz oder das Beet ist überfüllt.
  • Anzeichen von Krankheiten, die durch schlechtere Durchlüftung oder Bodenverhältnisse begünstigt werden, wie z.B. Mehltau bei Salbei.
  • Der Wunsch, den Salbei in einem Kübel zu kultivieren oder umgekehrt, eine Kübelpflanze ins Freiland zu setzen.

Der richtige Moment für das Umpflanzen bestimmt maßgeblich den Erfolg.

Der ideale Zeitpunkt: Frühjahr oder Herbst – wann ist es am besten?

Die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt für das Umpflanzen von Salbei ist entscheidend für das Anwachsen der Pflanze. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptphasen, die sich besonders gut eignen: das frühe Frühjahr und der frühe Herbst. Beide Zeitfenster bieten spezifische Vorteile, die Sie nutzen sollten, um den Übergang für Ihren Salbei so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Beginnen wir mit dem frühen Frühjahr. Sobald die größten Frostgefahren vorüber sind und der Boden beginnt, sich zu erwärmen, ist dies eine ausgezeichnete Zeit. Die Pflanze hat dann den ganzen Sommer über Zeit, sich am neuen Standort zu etablieren und ein kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln, bevor der Winter erneut naht. Der Boden ist oft noch feucht vom Winter und die Temperaturen sind moderat, was Stress für die Pflanze reduziert. Sie können den Salbei umpflanzen, sobald der Boden bearbeitbar ist.

Der frühe Herbst, idealerweise im September oder Anfang Oktober, ist die zweite optimale Phase. Die intensive Sommerhitze ist vorbei, die Temperaturen sinken und es fällt oft mehr Niederschlag. Dies sind ideale Bedingungen für das Wurzelwachstum, da die Pflanze ihre Energie nun in die Ausbreitung unter der Erde stecken kann, anstatt in neues Blattwerk. Die Pflanze kann sich über den Herbst und Winter hinweg in Ruhe am neuen Platz festsetzen, um im folgenden Frühjahr kräftig auszutreiben. Achten Sie darauf, dass das Umpflanzen nicht zu spät im Herbst erfolgt, damit die jungen Wurzeln vor dem ersten starken Frost noch etwas Halt finden können.

Was Sie bei der Wahl des Zeitpunkts beachten sollten

  • Vermeiden Sie extreme Temperaturen: Umpflanzen Sie niemals während großer Hitzeperioden im Sommer oder bei gefrorenem Boden im Winter.
  • Bodenzustand: Der Boden sollte weder staunass noch knochentrocken sein. Eine leichte Feuchtigkeit erleichtert das Ausstechen und das Anwachsen.
  • Pflanzenzustand: Der Salbei sollte nicht gerade in voller Blüte stehen oder stark gestresst sein. Ein Rückschnitt vor dem Umpflanzen kann helfen.
  • Wettervorhersage: Planen Sie das Umpflanzen so, dass nach einigen Tagen mildes, leicht feuchtes Wetter zu erwarten ist.

Ein sanfter Übergang ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Anwachsen.

Den perfekten Standort finden: Licht, Boden und Nachbarn

Die Wahl des richtigen Standorts ist für Ihren Salbei von essenzieller Bedeutung, damit er sich prächtig entwickelt und Ihnen lange Freude bereitet. Salbei liebt die Sonne und benötigt ausreichend Licht, um kräftig zu wachsen und sein volles Aroma zu entfalten. Ein vollsonniger Platz mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. Schatten oder Halbschatten werden von den meisten Salbeiarten nur schlecht vertragen, was sich in längeren, dünnen Trieben und verminderter Blüte äußert.

Der Boden spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle. Salbei bevorzugt gut durchlässige, eher magere Böden. Staunässe ist sein größter Feind und kann schnell zu Wurzelfäule führen, besonders in Kombination mit Krankheiten wie dem gefürchteten Mehltau bei Salbei. Ein sandiger oder kiesiger Boden ist daher oft besser geeignet als schwere, lehmige Erde. Wenn Ihr Gartenboden zu lehmig ist, sollten Sie ihn vor dem Umpflanzen mit Sand, Kies oder Kompost auflockern und verbessern. Dies sorgt für eine bessere Drainage und verhindert, dass sich Wasser am Wurzelballen staut.

Auch die Nachbarschaft im Beet ist nicht unwichtig. Salbei ist ein dankbarer Mitbewohner für viele andere Pflanzen. Er verträgt sich gut mit vielen Kräutern und Gemüsesorten. Besonders gut gedeiht er neben Rosen, Kohl, Karotten oder Bohnen. Vermeiden Sie jedoch die Nähe zu sehr feuchtigkeitsliebenden Pflanzen oder solchen, die empfindlich auf kalkhaltige Böden reagieren könnten, falls Sie den Boden für Salbei aufbessern. Achten Sie darauf, dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig bedrängen und genügend Platz zum Wachsen haben. Dies gilt auch für den Steppen-Salbei, der zwar robuster ist, aber ebenfalls gute Drainage und viel Licht benötigt.

Was Salbei an seinem neuen Zuhause schätzt

  • Sonnenschein: Mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich.
  • Boden: Locker, durchlässig, eher mager, gut drainiert.
  • pH-Wert: Leicht alkalisch bis neutral wird oft bevorzugt.
  • Luftzirkulation: Gute Belüftung beugt Krankheiten wie Mehltau vor.
  • Abstand: Genügend Platz zur Entfaltung, um Konkurrenz zu vermeiden.

Ein sonniger, trockener Platz ist die beste Garantie für gesunden Salbei.

Schritt-für-Schritt: So gelingt das Umpflanzen Ihres Salbeis

Das Umpflanzen von Salbei erfordert Sorgfalt, um den Stress für die Pflanze zu minimieren und ihr einen guten Start am neuen Standort zu ermöglichen. Mit der richtigen Vorbereitung und Ausführung wird Ihre Salbeipflanze den Umzug gut verkraften und sich am neuen Platz etablieren.

Vorbereitung ist alles

Bevor Sie mit dem eigentlichen Umpflanzen beginnen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Stellen Sie sicher, dass der neue Standort vorbereitet ist: Lockern Sie den Boden tiefgründig auf und arbeiten Sie bei Bedarf Sand oder Kies zur Verbesserung der Drainage ein. Wenn Sie den Salbei in einen Kübel pflanzen möchten, wählen Sie einen ausreichend großen Topf mit Drainagelöchern und verwenden Sie eine spezielle Kräutererde oder eine Mischung aus guter Gartenerde und Sand.

Das Ausgraben der Pflanze

Der beste Zeitpunkt zum Ausgraben ist, wie bereits erwähnt, ein kühler, bewölkter Tag oder der späte Nachmittag. Gießen Sie die Pflanze am Tag vor dem Umpflanzen gut an. Dies hilft, den Boden um die Wurzeln zu festigen und erleichtert das Ausstechen. Verwenden Sie einen Spaten oder eine Schaufel, um vorsichtig einen Kreis um die Pflanze zu stechen. Graben Sie tief genug, um den gesamten Wurzelballen zu erfassen. Heben Sie die Pflanze dann behutsam mit dem Spaten an und ziehen Sie sie mitsamt Erdballen aus dem Loch. Versuchen Sie, den Wurzelballen so intakt wie möglich zu halten.

Der Transport zum neuen Standort

Tragen Sie die Pflanze vorsichtig zum neuen Standort. Wenn der Wurzelballen sehr groß ist, können Sie ihn eventuell auf ein Stück Karton oder in eine Schubkarre legen, um ihn zu schützen und den Transport zu erleichtern. Vermeiden Sie es, die Pflanze am Stiel zu ziehen, da dies die Wurzeln beschädigen kann.

Das Einpflanzen am neuen Ort

Heben Sie am neuen Standort ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen der Pflanze. Setzen Sie den Salbei vorsichtig in das Loch. Die Oberseite des Wurzelballens sollte auf gleicher Höhe mit der umgebenden Erdoberfläche liegen. Füllen Sie das Loch mit der vorbereiteten Erde auf und drücken Sie diese leicht an, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Achten Sie darauf, die Pflanze nicht zu tief zu setzen, da dies zu Fäulnis führen kann.

Nachsorge: Wässern und Pflegen

Nachdem der Salbei gepflanzt ist, wässern Sie ihn gründlich. Dies hilft, die Erde an die Wurzeln anzudrücken und den Schock des Umpflanzens zu mildern. In den ersten Wochen nach dem Umpflanzen sollten Sie darauf achten, dass der Boden leicht feucht bleibt, aber niemals staunass wird. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht sofort notwendig, kann aber erfolgen, wenn die Pflanze sehr buschig ist und Sie sie kompakter formen möchten.

Geduld und sorgfältige Handhabung sind entscheidend für das Gedeihen Ihres Salbeis.

Pflege nach dem Umpflanzen: Was Ihr Salbei jetzt braucht

Nachdem Ihr Salbei erfolgreich an seinen neuen Standort verpflanzt wurde, ist die richtige Nachsorge entscheidend, damit er sich schnell und gut etabliert. Die ersten Wochen sind dabei besonders kritisch. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht durch Umwelteinflüsse oder mangelnde Pflege zusätzlich gestresst wird.

Das A und O ist die Bewässerung. Direkt nach dem Umpflanzen sollte die Pflanze kräftig angegossen werden, um die Erde gut an die Wurzeln zu spülen und Hohlräume zu schließen. In den folgenden Wochen ist es wichtig, den Boden konstant feucht, aber keinesfalls nass zu halten. Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Witterung, der Bodenbeschaffenheit und der Jahreszeit ab. Überprüfen Sie die Feuchtigkeit des Bodens regelmäßig, indem Sie Ihren Finger etwa zwei bis drei Zentimeter tief hineinstecken. Erst wenn die oberste Erdschicht trocken ist, sollten Sie erneut wässern. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sie die Wurzeln schädigen und Krankheiten wie Mehltau begünstigen kann.

Ein Düngergabe ist in der Regel unmittelbar nach dem Umpflanzen nicht notwendig. Die meisten Salbeiarten bevorzugen eher magere Böden, und frische Erde im Pflanzloch bietet zunächst ausreichend Nährstoffe. Eine zu üppige Düngung könnte das Längenwachstum fördern und die Pflanze anfälliger machen. Erst im folgenden Frühjahr, wenn die Wachstumsperiode beginnt, können Sie bei Bedarf eine leichte Gabe Kompost oder einen speziellen Kräuterdünger in Erwägung ziehen.

Der Rückschnitt kann nach dem Umpflanzen erfolgen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Wenn die Pflanze sehr ausladend oder ungleichmäßig gewachsen ist, kann ein leichter Rückschnitt helfen, sie zu kompaktieren und die Verzweigung anzuregen. Schneiden Sie dabei beschädigte oder tote Triebe zurück. Vermeiden Sie jedoch einen radikalen Rückschnitt, der die Pflanze unnötig schwächen könnte, solange sie sich noch nicht etabliert hat. Der klassische Rückschnitt erfolgt meist im Frühjahr, um altes Holz zu entfernen und frischen Austrieb zu fördern.

Beobachten Sie Ihre Pflanze aufmerksam auf Anzeichen von Stress oder neuen Problemen. Achten Sie auf Schädlinge oder Anzeichen von Krankheiten. Ein gut gepflegter Salbei wird nach dem Umpflanzen rasch neue Blätter und Triebe bilden und sich an seinem neuen Platz etablieren.

Kontinuierliche, aber moderate Pflege ist der Schlüssel zur erfolgreichen Etablierung.

Umpflanzen von Salbei im Kübel: Besonderheiten beachten

Das Umpflanzen von Salbei im Kübel unterscheidet sich in einigen Punkten von der Freilandkultur, bietet aber auch Vorteile, wie die Möglichkeit, die Pflanze vor Frost zu schützen oder den Standort flexibel zu wählen. Wenn Ihr Salbei im Topf zu groß geworden ist, die Erde ausgelaugt ist oder Sie einen besseren Standort für ihn gefunden haben, ist das Umpflanzen angesagt.

Der richtige Zeitpunkt für das Umpflanzen von Salbei im Kübel ist ebenfalls das frühe Frühjahr oder der frühe Herbst. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen und die Wachstumsperiode beginnt, ist der ideale Zeitpunkt, um die Pflanze in einen größeren Topf zu setzen oder die Erde zu erneuern. Dies gibt ihr genügend Zeit, sich vor der Sommerhitze gut zu etablieren. Der Herbst ist ebenfalls gut geeignet, besonders wenn Sie die Pflanze für den Winter ins Haus holen möchten. Dies erlaubt den Wurzeln, sich vor den ersten Frösten zu verankern.

Bei der Auswahl des neuen Topfes ist es wichtig, auf ausreichende Größe und gute Drainage zu achten. Der neue Topf sollte mindestens 5-10 cm größer im Durchmesser sein als der alte. Achten Sie unbedingt auf Drainagelöcher am Boden, um Staunässe zu vermeiden. Eine Schicht Kies oder Tonscherben auf dem Topfboden kann die Drainage zusätzlich verbessern.

Die Erde für Salbei im Kübel sollte locker, durchlässig und nährstoffarm sein. Eine gute Kräutererde oder eine Mischung aus Blumenerde, Sand und etwas Kompost ist ideal. Vermeiden Sie zu viel stickstoffreichen Dünger, da dies zu weichem, anfälligem Wachstum führen kann.

Das Aus- und Eintopfen erfolgt ähnlich wie beim Freilandumpflanzen. Lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig auf, entfernen Sie alte, verfilzte Wurzeln und setzen Sie die Pflanze in den neuen Topf. Füllen Sie mit frischer Erde auf und gießen Sie gut an. Danach gilt: Regelmäßig, aber sparsam gießen. Im Winterquartier sollte die Wassergabe stark reduziert werden. Ein Rückschnitt im Frühjahr ist auch bei Kübelpflanzen ratsam, um sie buschig zu halten und das Verholzen zu minimieren. Bei Bedarf können Sie ab dem Frühjahr während der Wachstumsperiode etwa alle vier bis sechs Wochen einen speziellen Kräuterdünger verwenden.

Flexibilität und angepasste Pflege sind die Stärken beim Salbei im Kübel.

Häufige Probleme und wie Sie sie vermeiden

Auch bei sorgfältiger Planung und Ausführung können beim Umpflanzen von Salbei Probleme auftreten. Die Kenntnis dieser potenziellen Schwierigkeiten und präventive Maßnahmen helfen Ihnen, diese zu umgehen und sicherzustellen, dass Ihre Pflanze am neuen Standort gedeiht.

Staunässe und Wurzelfäule

Das häufigste Problem ist Staunässe, die zu Wurzelfäule und zum Absterben der Pflanze führt. Dies wird oft durch zu schwere Böden, schlechte Drainage oder übermäßiges Gießen verursacht. Vermeidung: Achten Sie auf eine exzellente Drainage, sowohl im Freiland als auch im Kübel. Lockern Sie den Boden mit Sand oder Kies auf und wählen Sie Töpfe mit ausreichend Drainagelöchern. Gießen Sie nur, wenn die oberste Erdschicht trocken ist.

Krankheiten wie Mehltau

Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die Salbei, besonders bei feuchtem Wetter und schlechter Luftzirkulation, befallen kann. Ein geschwächter Zustand der Pflanze nach dem Umpflanzen kann sie anfälliger machen. Vermeidung: Wählen Sie sonnige Standorte mit guter Belüftung. Halten Sie ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen. Entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen Sie sie im Hausmüll. Ein Rückschnitt kann helfen, die Luftzirkulation zu verbessern.

Schock durch den Standortwechsel

Manche Pflanzen zeigen nach dem Umpflanzen einen sogenannten Transplantationsschock. Sie werfen Blätter ab, welken oder stellen ihr Wachstum ein. Dies ist normal, kann aber durch falsche Handhabung verschlimmert werden. Vermeidung: Umpflanzen Sie zur richtigen Zeit, minimieren Sie die Wurzelbeschädigung, halten Sie den Wurzelballen feucht, aber nicht nass, und vermeiden Sie extremen Temperaturen oder starkem Wind ausgesetzt zu sein.

Schädlinge

Auch nach dem Umpflanzen kann Salbei von Schädlingen wie Blattläusen oder Spinnmilben befallen werden. Vermeidung: Eine gesunde, kräftige Pflanze ist widerstandsfähiger. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, besonders auf der Blattunterseite. Bei Befall können Hausmittel wie Seifenlauge oder Nützlingseinsatz helfen. Bei Kübelpflanzen achten Sie auf Spinnmilben, die sich bei trockener Luft wohlfühlen.

Vorbeugung und aufmerksame Beobachtung sind Ihre besten Werkzeuge gegen Probleme.

Salbei ernten und vermehren nach dem Umpflanzen

Nachdem Ihr Salbei erfolgreich umgepflanzt wurde und sich am neuen Standort gut etabliert hat, können Sie sich wieder den erfreulichen Aspekten seiner Kultivierung widmen: der Ernte und der Vermehrung. Diese Tätigkeiten sind oft eng mit der Pflege und dem Wohlbefinden der Pflanze verbunden.

Salbei ernten

Die Ernte von Salbei kann das ganze Jahr über erfolgen, wobei die Blätter im Sommer, kurz vor oder während der Blüte, das intensivste Aroma besitzen. Nach dem Umpflanzen sollten Sie der Pflanze jedoch zunächst einige Wochen Zeit geben, sich vollständig zu erholen und neue Wurzeln zu bilden, bevor Sie größere Erntemaßnahmen durchführen. Beginnen Sie mit kleinen Mengen. Schneiden Sie einzelne Blätter oder Triebspitzen ab. Achten Sie darauf, nicht mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal zu ernten, damit diese genügend Blattmasse für die Photosynthese behält. Für die Lagerung können Sie die Blätter trocknen, indem Sie sie an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen oder auf einem Gitter auslegen. Alternativ können Sie Salbei auch einfrieren oder in Öl und Essig einlegen.

Salbei vermehren

Das Umpflanzen kann auch eine Gelegenheit sein, Salbei zu vermehren. Dies geschieht am besten durch Stecklinge oder durch Teilung des Wurzelballens, wenn die Pflanze ohnehin ausgegraben wird. Die Vermehrung durch Stecklinge ist besonders bei vielen Küchensalbei-Sorten erfolgreich. Schneiden Sie im späten Frühjahr oder Frühsommer etwa 10-15 cm lange Triebe von gesunden Pflanzen ab. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge in feuchte Anzuchterde oder Sand. Halten Sie die Erde feucht und die Stecklinge warm, idealerweise unter einer Folie oder in einem Mini-Gewächshaus. Sobald sich neue Blätter bilden, haben die Stecklinge Wurzeln geschlagen und können pikiert oder in einzelne Töpfe gesetzt werden.

Die Teilung des Wurzelballens ist eine weitere Methode, die sich gut mit dem Umpflanzen kombinieren lässt. Wenn Ihre Salbeipflanze bereits sehr groß und buschig ist, können Sie den Wurzelballen beim Ausgraben vorsichtig mit einem Spaten oder einem scharfen Messer teilen. Achten Sie darauf, dass jede Teilstück genügend Wurzeln und Triebe besitzt. Pflanzen Sie die einzelnen Teile dann wie gewohnt an ihren neuen oder gewünschten Standorten ein. Diese Methode ist besonders effektiv, um alte, verholzte Pflanzen zu verjüngen.

Ernte und Vermehrung bereichern Ihren Kräutergarten und erhalten gesunde Pflanzenbestände.

Salbei überwintern: Vorbereitung nach dem Umpflanzen

Die Überwinterung von Salbei ist ein wichtiger Aspekt, besonders wenn Sie die Pflanze im Herbst umgepflanzt haben. Der Zustand der Pflanze, der Standort und die Salbeiart spielen dabei eine entscheidende Rolle für ihren Erfolg im nächsten Frühjahr.

Für winterharte Salbeiarten wie den Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) oder den Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist das Umpflanzen im Herbst eine gute Vorbereitung auf den Winter. Nach dem Umpflanzen ist ein leichter Rückschnitt ratsam, um die Pflanze kompakt zu halten und den Windwiderstand zu verringern. Entfernen Sie verblühte Blütenstände und eventuell störende Bodentriebe. Eine Mulchschicht aus Laub, Reisig oder Kompost schützt die Wurzeln vor starkem Frost und hält sie im Boden feucht. Diese Schicht sollte im Frühjahr rechtzeitig entfernt werden, um die beginnende Wachstumsperiode nicht zu behindern.

Nicht winterharte Salbeiarten, wie viele Sorten des Küchensalbeis (Salvia officinalis) oder der Muskatellersalbei (Salvia sclarea), benötigen besondere Schutzmaßnahmen oder müssen frostfrei überwintert werden. Wenn Sie diese Arten im Herbst umgepflanzt haben und sie im Freien überwintern sollen, ist ein sehr geschützter Standort unerlässlich. Dies kann eine Hauswand, eine geschützte Ecke im Garten oder ein Kübel sein, der an einen solchen Ort gerückt wird. Auch hier ist eine Mulchschicht ratsam. Besser ist es jedoch oft, diese empfindlicheren Sorten rechtzeitig vor den ersten Frösten auszugraben und frostfrei zu überwintern.

Das Überwintern im Haus erfordert einen kühlen, hellen Platz, beispielsweise in einem unbeheizten Wintergarten, einer Garage mit Fenster oder einem kühlen Treppenhaus. Die Temperaturen sollten idealerweise zwischen 5 und 10 Grad Celsius liegen. Das Gießen muss während der Wintermonate stark reduziert werden; die Erde sollte nur so weit feucht gehalten werden, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Eine gute Belüftung ist auch hier wichtig, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Im Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, können die Pflanzen wieder ins Freie gestellt oder ins Beet gepflanzt werden.

Eine angepasste Überwinterung sichert die Vitalität Ihres Salbeis über die kalte Jahreszeit.