Warum auf Beton beim Sichtschutzzaun verzichten?

Das Gießen von Betonfundamenten für Sichtschutzzäune ist oft die erste Methode, die einem in den Sinn kommt, wenn es um Stabilität geht. Doch die Nachteile sind nicht zu unterschätzen: Es ist zeitaufwendig, schmutzig und erfordert ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick. Vor allem aber ist Beton eine permanente Lösung, die bei einer späteren Umgestaltung des Gartens nur schwer wieder zu entfernen ist. Stellen Sie sich vor, Sie möchten Ihren Garten neu gestalten oder den Zaun an einer anderen Stelle aufstellen – dann sind Sie mit Beton auf ewig gebunden. Viele Gartenbesitzer suchen daher nach Wegen, ihren Sichtschutzzaun sicher und witterungsbeständig zu befestigen, ohne auf das klassische Betonieren zurückgreifen zu müssen. Glücklicherweise gibt es dafür hervorragende Alternativen, die oft sogar schneller und einfacher umzusetzen sind und mehr Flexibilität bieten.

Diese alternativen Befestigungsmethoden sind besonders praktisch, wenn Sie auf Mietergärten angewiesen sind, wo permanente bauliche Veränderungen oft nicht erlaubt sind, oder wenn Sie einfach die Flexibilität behalten möchten, Ihren Zaun bei Bedarf versetzen zu können. Auch auf empfindlichen Untergründen, wie Terrassen oder gepflasterten Flächen, sind nicht-betonierende Lösungen die erste Wahl, um Beschädigungen zu vermeiden. Die Suche nach dem richtigen System hängt dabei stark vom Untergrund, der Art des Sichtschutzzauns und den spezifischen Anforderungen an Stabilität und Langlebigkeit ab. Lassen Sie uns die gängigsten und effektivsten Methoden erkunden, mit denen Sie Ihren Sichtschutzzaun sicher und ohne Beton im Boden verankern können.

  • Verzicht auf Beton spart Zeit, Arbeit und macht den Zaun flexibler.
  • Geeignet für Mietergärten oder bei geplanten Gartenumgestaltungen.
  • Schont empfindliche Untergründe wie Terrassen oder Pflaster.
  • Es gibt verschiedene stabile Alternativen je nach Untergrund und Zaunart.

Die Vorteile von nicht-betonierten Zaunbefestigungen

Der offensichtlichste Vorteil beim Sichtschutzzaun befestigen ohne Betonieren ist die erhebliche Zeit- und Arbeitsersparnis. Das Anmischen, Gießen und Austrocknen von Beton kann Stunden, wenn nicht Tage dauern. Viele alternative Systeme sind hingegen innerhalb weniger Stunden installiert. Hinzu kommt die Flexibilität: Möchten Sie den Zaun versetzen, den Garten neu gestalten oder ausziehen? Mit Pfostenträgern oder Einschlaghülsen ist das kein Problem. Die Elemente lassen sich einfach wieder entfernen und neu positionieren oder verkaufen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umweltverträglichkeit. Betonproduktion ist energieintensiv, und das Entfernen von Betonfundamenten hinterlässt oft große Löcher und Bauschutt. Nicht-betonierende Systeme hinterlassen nach ihrer Demontage nur minimale Spuren im Boden.

Für Mieter ist die Wahl einer nicht-betonierenden Methode oft die einzige Möglichkeit, überhaupt einen Sichtschutzzaun zu errichten. Permanente bauliche Veränderungen sind in Mietobjekten meist untersagt. Auch auf Terrassen, Balkonen oder gepflasterten Flächen sind Bohrungen oder das Gießen von Beton nicht praktikabel und oft auch gar nicht erlaubt. Hier kommen spezielle Systeme zum Einsatz, die auf dem vorhandenen Untergrund aufbauen oder diesen nur minimal beeinträchtigen. Die Stabilität wird durch die Konstruktion der Halterung und das Gewicht des Zauns selbst oder zusätzliche Beschwerung gewährleistet.

Die Wahl der richtigen Methode hängt entscheidend vom Boden ab, auf dem der Zaun errichtet werden soll. Handelt es sich um festen Lehmboden, sandigen Untergrund, eine Rasenfläche, eine gepflasterte Terrasse oder sogar nur um einen Balkon? Jede dieser Gegebenheiten erfordert eine spezifische Herangehensweise und das passende Befestigungsmaterial. Werfen wir einen Blick auf die bewährten Alternativen, die Ihnen helfen, Ihren Sichtschutzzaun stabil und dauerhaft zu errichten, ohne einen einzigen Eimer Beton anrühren zu müssen.

Bodenhülsen und Einschlaghülsen: Einfach und schnell

Wenn Sie einen Sichtschutzzaun auf Rasenflächen oder in weicheren Erdböden befestigen möchten, sind Bodenhülsen oder Einschlaghülsen die erste Wahl für eine schnelle und unkomplizierte Montage ohne Beton. Diese Metallkonstruktionen werden direkt in den Boden getrieben und bieten so eine stabile Verankerung für die Zaunpfosten. Einschlaghülsen sind oft spitz zulaufend und werden mit einem Vorschlaghammer oder einem speziellen Einschlagwerkzeug in den Boden geschlagen, bis sie fest sitzen. Bodenhülsen hingegen haben meist eine flache oder leicht gebogene Grundplatte und werden oft mit Schrauben im Boden fixiert, falls der Untergrund es zulässt, oder sie sind mit einer Gabelkonstruktion ausgestattet, die tiefer in den Boden reicht.

Die Auswahl der richtigen Größe und Tiefe ist entscheidend. Die Hülse muss tief genug in den Boden reichen, um dem Zaun auch bei Wind und Wetter Halt zu geben. Für einen stabilen Sichtschutzzaun, der Windkräften standhalten muss, empfiehlt sich eine Mindesteinschlagtiefe von 50-70 cm, abhängig von der Bodenbeschaffenheit und der Höhe des Zauns. Die Dicke des verwendeten Materials der Hülse spielt ebenfalls eine Rolle für die Stabilität. Verzinkter Stahl ist hierbei Standard, um Rost vorzubeugen und die Langlebigkeit zu gewährleisten. Die korrekte Ausrichtung der Hülsen ist essenziell, damit die späteren Zaunelemente gerade stehen.

So setzen Sie Bodenhülsen richtig

Bevor Sie mit dem Einschlagen beginnen, markieren Sie die genauen Positionen der Pfosten. Messen Sie sorgfältig, um gerade Linien und korrekte Abstände zu gewährleisten. Verwenden Sie eine Wasserwaage, um sicherzustellen, dass die Hülse senkrecht im Boden sitzt, sobald sie eingeschlagen ist. Bei sehr hartem Boden kann es hilfreich sein, vorab ein kleines Loch zu graben oder mit einem Spaten vorzulocken. Ein Einschlagkasten oder ein Holzklotz auf der Hülse schützt diese vor Verformungen durch den Hammer und sorgt für einen gleichmäßigen Schlag. Prüfen Sie nach dem Einschlagen mit der Wasserwaage die Senkrechte und die Höhe. Ist die Hülse zu tief, können Sie sie mit etwas Erde oder Kies unterfüttern; ist sie zu hoch, muss sie weiter eingeschlagen werden.

Nachdem die Bodenhülsen sicher und gerade im Boden verankert sind, können die Zaunpfosten einfach hineingestellt und fixiert werden. Dies geschieht meist durch Verschrauben der Pfosten mit den vorgebohrten Löchern in der Hülse. Achten Sie darauf, dass die Pfosten exakt senkrecht stehen, bevor Sie sie festschrauben. Diese Methode eignet sich hervorragend für alle Arten von Holz- oder Metall-Sichtschutzzäunen, solange die Pfostenmaße zur Hülse passen. Sie ist eine der einfachsten und kostengünstigsten Möglichkeiten, einen Sichtschutzzaun ohne Beton zu befestigen.

Pfostenträger und Winkelverbinder: Stabilität auf festem Untergrund

Wenn Ihr Garten bereits mit Terrassenplatten, Betonsteinen oder Pflastersteinen befestigt ist, stellen sich viele die Frage: Wie befestige ich einen Sichtschutzzaun, ohne alles wieder aufreißen zu müssen? Hier kommen Pfostenträger und Winkelverbinder ins Spiel. Diese cleveren Bauteile ermöglichen es, Zaunpfosten sicher auf bestehenden festen Oberflächen zu montieren, ohne den Untergrund aufbrechen oder Beton gießen zu müssen.

Es gibt verschiedene Arten von Pfostenträgern, die für unterschiedliche Untergründe und Belastungen ausgelegt sind. Die gebräuchlichsten sind Pfostenträger zum Aufdübeln und Pfostenträger zum Einbetonieren. Da wir aber hier das Betonieren vermeiden wollen, konzentrieren wir uns auf die Aufdübel-Varianten. Diese bestehen meist aus einem stabilen Metallfuß, der mit einem Flansch ausgestattet ist. Dieser Flansch verfügt über mehrere Löcher, durch die der Pfostenträger fest mit dem Untergrund verschraubt wird. Für Terrassenplatten oder Betonsteine benötigen Sie spezielle Schrauben und Dübel, die für den jeweiligen Stein- oder Betonuntergrund geeignet sind.

Die Kunst liegt darin, die richtige Balance zwischen Stabilität und Flexibilität zu finden, die der gewählte Untergrund und die Wetterbeanspruchung des Zauns erfordern.

Aufdübel-Pfostenträger für Terrassen und Pflaster

Für die Montage auf Terrassenplatten oder Betonflächen wählen Sie Pfostenträger mit einem stabilen Fuß, der mit vier oder mehr Schrauben befestigt wird. Die Löcher im Flansch müssen zum Rastermaß Ihrer Befestigungsmittel passen. Achten Sie darauf, dass die Schrauben lang genug sind, um einen festen Halt im Untergrund zu gewährleisten. Bei Betonplatten sind eventuell Schlagdübel oder Schwerlastdübel notwendig, um die erforderliche Stabilität zu erreichen. Bei Pflastersteinen ist die Beschaffenheit des Untergrunds entscheidend; oft werden die Steine selbst auf einem Schotter- oder Splittbett verlegt, was für sich allein nicht ausreichend stabil für einen hohen Sichtschutzzaun ist. In solchen Fällen müssen Sie eventuell die Pflastersteine an den Stellen, wo die Pfosten stehen sollen, herausnehmen und den Pfostenträger direkt auf dem darunterliegenden Schotterbett oder sogar auf einem extra gegossenen kleinen Betonfundament (nur unter der Hülse) befestigen, welches dann wieder von den Pflastersteinen umgeben wird. Dies wäre aber eine kleine Betonarbeit nur für den Pfosten.

Eine andere Variante sind Winkelverbinder, die direkt am Zaunelement oder an einer bestehenden Wand befestigt werden können, um einen Pfosten zu stabilisieren. Sie eignen sich eher zur zusätzlichen Sicherung oder für leichtere Zäune. Für einen hohen, windanfälligen Sichtschutzzaun ist ein solider Pfostenträger zum Aufdübeln die sicherere Wahl. Die Ausrichtung der Pfosten mittels Wasserwaage ist hier genauso wichtig wie bei der Einschlaghülsen-Methode. Die Pfosten werden anschließend in die vorgesehene Aufnahme des Pfostenträgers gestellt und von unten oder seitlich verschraubt.

Pfostenschuh oder Pfostenanker zum Einbetonieren (ohne Betonierung)

Wenn von Pfostenschuhen oder Pfostenankern die Rede ist, denken viele automatisch an Beton. Doch es gibt Varianten, die explizit dafür konzipiert sind, den Pfosten zu halten, während der Anker selbst im Boden verankert wird. Dies geschieht oft über eine lange Metallspitze, die tief in den Boden getrieben wird, ähnlich einer großen, robusten Einschlaghülse. Der eigentliche Pfostenschuh, der den Holz- oder Metallpfosten aufnimmt, ist dann oft höhenverstellbar oder fest mit dieser Erdspitze verbunden.

Diese Art von Pfostenträger ist eine sehr gute Lösung, wenn Sie einen stabilen Sichtschutzzaun bauen möchten, aber die Pfosten nicht direkt in den Boden einschlagen wollen, oder wenn der Boden zu hart oder steinig für einfache Einschlaghülsen ist. Die Erdspitze wird mit einem Vorschlaghammer oder einem Einschlagwerkzeug in den Boden getrieben, und die Stahlkonstruktion des Pfostenträgers sorgt für eine solide Verankerung. Die Höhe des Pfostenschuhs über dem Boden kann variieren, was bei unebenem Gelände von Vorteil sein kann. Stellen Sie sicher, dass die Erdspitze tief genug eindringt, um dem Zaun guten Halt zu geben – für einen Sichtschutzzaun sind mindestens 60-80 cm im Boden empfehlenswert.

Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt die Traglast des Pfostenträgers. Bei hohen Sichtschutzzäunen, die viel Wind abfangen müssen, benötigen Sie besonders stabile Modelle, die für entsprechende Belastungen ausgelegt sind. Die Angaben des Herstellers sind hier entscheidend.

Varianten und Anwendungsbereiche

Es gibt Pfostenträger mit einer einfachen Spitze, die in den Boden getrieben wird, und solche mit einer breiteren Bodenplatte oder einem zusätzlichen Anker, der die Stabilität erhöht. Einige Modelle verfügen über eine verstellbare Aufnahme, die es erlaubt, den Pfosten exakt in die Waage zu bringen, nachdem der Anker im Boden fixiert wurde. Dies ist besonders praktisch, wenn der Boden uneben ist oder beim Einschlagen leichte Abweichungen entstanden sind. Die Wahl des richtigen Pfostenträgers hängt von der Art Ihres Bodens, der gewünschten Höhe und Breite des Sichtschutzzauns sowie den lokalen Windverhältnissen ab. Für einen klassischen Holz-Sichtschutzzaun sind verzinkte Stahlkonstruktionen eine gute Wahl, da sie robust und rostbeständig sind.

Diese Pfostenträger sind eine hervorragende Option, wenn Sie eine dauerhaftere Lösung als einfache Einschlaghülsen wünschen, aber dennoch auf das Gießen von Beton verzichten möchten. Sie bieten eine gute Balance zwischen Stabilität, einfacher Installation und dem Vermeiden von aufwendiger Betonarbeit. Sie sind ideal für Gärten mit lehmigen oder sandigen Böden, wo sie sich gut verankern lassen.

Sichtschutzzaun auf dem Balkon oder der Terrasse: Beschwerung und Montage

Einen Sichtschutzzaun auf dem Balkon oder der Terrasse zu befestigen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Hier ist Betonieren meist keine Option, und der Boden ist oft nicht begehbar oder tragfähig genug für Einschlaghülsen. Die Lösung liegt hier in speziellen Systemen, die auf Beschwerung oder fester Verankerung am Balkongeländer oder der Hauswand basieren.

Die einfachste Methode ist die Verwendung von schweren Bodenplatten oder Aufstellfüßen, die den Zaun tragen und durch ihr Eigengewicht stabilisieren. Diese Füße sind oft aus Metall gefertigt und mit Aussparungen versehen, in die die Zaunpfosten gestellt und verschraubt werden. Um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten, können diese Platten mit Gewichten (z.B. Betonplatten, gefüllte Säcke) beschwert werden. Dies ist besonders wichtig bei höheren Zäunen, die dem Wind stärker ausgesetzt sind. Die Stabilität gegen Windlast ist hier das A und O, damit der Zaun nicht umfällt.

Balkon-Montage: Geländer und Wandbefestigung

Wenn Sie einen Balkon mit Geländer haben, können Sie spezielle Balkon-Klemmträger oder Montagehalterungen verwenden. Diese werden am Geländer befestigt und bieten eine Aufnahme für die Zaunpfosten. Achten Sie darauf, dass die Halterungen zum Durchmesser und zur Form Ihres Geländers passen und robust genug sind, um das Gewicht des Zauns zu tragen. Oft sind diese Halterungen individuell verstellbar, um eine exakte Ausrichtung der Pfosten zu ermöglichen. Bei gemauerten Balkonen oder direkt an der Hauswand können Sie den Zaun auch mit Winkeln und Schrauben direkt an der Mauer befestigen, vorausgesetzt, die Wand ist stabil genug und Sie haben die Erlaubnis dazu.

Eine weitere elegante Lösung für Balkone und Terrassen sind modulare Systeme, bei denen die Sichtschutzelemente in spezielle Standfüße oder Rahmen eingehängt werden. Diese Systeme sind oft so konzipiert, dass sie auf verschiedenen Untergründen aufgestellt werden können und durch ihr Gewicht oder durch Beschwerungselemente stabilisiert werden. Manche Systeme erlauben auch die Verschraubung mit dem Boden, falls dies auf Ihrer Terrasse möglich ist. Eine gute Planung und die Auswahl des passenden Systems sorgen dafür, dass Ihr Sichtschutzzaun auch ohne Beton sicher und ansprechend steht.

Materialien für Sichtschutzzäune und deren Einfluss

Die Wahl des Materials für Ihren Sichtschutzzaun hat nicht nur ästhetische Auswirkungen, sondern beeinflusst auch maßgeblich die Anforderungen an die Befestigung. Leichte Materialien wie Kunststoff oder dünnes Aluminium erfordern weniger stabile Verankerungen als schwere Holzkonstruktionen. Wenn Sie einen Sichtschutzzaun befestigen ohne Beton, sollten Sie das Gewicht und die Windanfälligkeit des Materials immer im Blick behalten.

Holz-Sichtschutzzäune sind robust und beliebt, aber auch schwerer und anfälliger für Witterungseinflüsse. Wenn Sie Holzpfosten verwenden, sollten diese idealerweise mit speziellen Pfostenträgern aus verzinktem Stahl oder Edelstahl in den Boden gebracht werden, um direkten Erdkontakt zu vermeiden und Fäulnis vorzubeugen. Bei der Befestigung von Holz-Zaunelementen an Metallpfosten ist auf eine gute Verschraubung zu achten, die auch bei starkem Wind hält.

Kunststoff und WPC: Leichter, aber windanfälliger?

Kunststoff- (PVC) und WPC-Sichtschutzzäune (Wood-Plastic-Composite) sind oft leichter als Holz und pflegeleichter. Sie sind auch resistenter gegen Feuchtigkeit und Schädlinge. Allerdings können sie unter starker Sonneneinstrahlung oder bei großen Flächen windanfälliger sein, da sie sich unter Umständen stärker verformen. Hier ist eine besonders sorgfältige Befestigung der Pfosten unerlässlich, um ein Umkippen oder Verbiegen zu verhindern. Spezielle Pfostenträger, die für diese Materialien ausgelegt sind, bieten oft eine integrierte Aufnahme für Kunststoff- oder WPC-Pfosten. Achten Sie auf eine ausreichende Anzahl von Befestigungspunkten.

Bei Aluminium-Sichtschutzzäunen handelt es sich meist um leichte, aber dennoch sehr stabile Konstruktionen. Diese eignen sich gut für Balkone oder Terrassen, da sie nicht rosten und wenig Pflege benötigen. Die Montage erfolgt oft über spezielle Aufstellfüße oder Pfostenträger, die auf den Untergrund aufgedübelt oder aufgestellt werden. Die Wahl des richtigen Befestigungssystems ist entscheidend, um die Langlebigkeit und Stabilität Ihres Sichtschutzzauns zu gewährleisten, unabhängig vom gewählten Material. Ein gut gewählter und montierter Zaun bereitet Ihnen lange Freude im Garten.

Die richtige Planung: Was Sie vor dem Kauf wissen müssen

Bevor Sie sich für eine Methode zum Sichtschutzzaun befestigen ohne Betonieren entscheiden, ist eine gründliche Planung unerlässlich. Der wichtigste Faktor ist der Untergrund, auf dem der Zaun stehen soll. Ist es fester Lehmboden, sandiger Boden, Rasen, eine bestehende Terrasse aus Betonplatten oder Pflaster, oder vielleicht ein Balkon? Jeder Boden hat seine eigenen Anforderungen an die Befestigung.

Berücksichtigen Sie auch die Größe und das Gewicht Ihres Sichtschutzzauns. Ein hoher, breiter Zaun aus massivem Holz fängt deutlich mehr Wind ein und benötigt eine robustere Verankerung als ein kleiner, leichter Zaun aus Kunststoff. Die Windlast ist ein kritischer Faktor, der oft unterschätzt wird. Ein gut verankerter Zaun hält Stürmen stand, während eine schlecht befestigte Konstruktion zur Gefahr werden kann. Die örtlichen Gegebenheiten wie Hanglage oder starke Windzonen sollten ebenfalls in die Planung einfließen.

Schritt-für-Schritt zur perfekten Befestigung

1. Untergrundanalyse: Identifizieren Sie den genauen Boden, auf dem die Pfosten stehen sollen. Machen Sie gegebenenfalls einen Bodentest (z.B. mit einem Spaten oder einer Bohrstange), um die Beschaffenheit in der Tiefe zu ermitteln.

2. Zaunwahl und -gewicht: Wählen Sie Ihren Sichtschutzzaun und ermitteln Sie dessen Gewicht und Windangriffsfläche. Dies beeinflusst die Wahl der Pfostenträger und deren Anzahl.

3. Auswahl der Befestigungsmethode: Basierend auf Untergrund und Zaun wählen Sie die passende Methode: Einschlaghülsen für weiche Böden, Pfostenträger zum Aufdübeln für Terrassen, Balkon-Klemmträger für Geländer etc.

4. Material und Zubehör: Besorgen Sie alle benötigten Materialien: Pfostenträger, Schrauben, Dübel, Pfosten, Zaunelemente. Achten Sie auf die Qualität und Rostbeständigkeit (verzinkt oder Edelstahl).

5. Werkzeugcheck: Stellen Sie sicher, dass Sie das notwendige Werkzeug haben: Wasserwaage, Maßband, Vorschlaghammer, Bohrmaschine (falls nötig), Schraubenschlüssel, etc.

Nur mit einer sorgfältigen Planung und der Auswahl der richtigen Komponenten stellen Sie sicher, dass Ihr Sichtschutzzaun stabil, langlebig und sicher ist, selbst wenn Sie ihn ohne Beton befestigen.

Wartung und Langlebigkeit ohne Beton

Auch wenn Sie Ihren Sichtschutzzaun ohne Beton befestigen, ist eine regelmäßige Wartung entscheidend für seine Langlebigkeit und Stabilität. Die Befestigungselemente, seien es Bodenhülsen, Pfostenträger oder Aufstellfüße, sind Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und mechanischer Belastung ausgesetzt. Eine einfache Überprüfung ein- bis zweimal im Jahr kann größere Probleme verhindern.

Kontrollieren Sie insbesondere die Verschraubungen und Verbindungen. Sind Schrauben locker geworden? Gibt es Anzeichen von Rost an den Metallteilen? Bei Holzpfosten, die in Bodenhülsen stehen, prüfen Sie, ob die Pfosten noch fest sitzen oder ob sich Feuchtigkeit am unteren Ende angesammelt hat, die zu Fäulnis führen könnte. Eine gute Belüftung des Zauns ist auch wichtig, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden.

Reinigen Sie regelmäßig die Beschläge und Pfostenträger. Entfernen Sie Laub, Erde und Schmutz, der sich ansammeln und Feuchtigkeit speichern könnte. Ein Tropfen Rostschutzmittel auf bewegliche Teile kann die Lebensdauer verlängern.

Tipps für dauerhafte Stabilität

Bei Pfostenträgern, die aufgedübelt sind, sollten Sie periodisch prüfen, ob die Dübel noch fest im Untergrund sitzen. Bei Holzterrassen oder Holzdecks können sich die Schrauben mit der Zeit lockern. Bei Einschlaghülsen kann es vorkommen, dass sich diese durch Frost oder starke Bodennässe leicht verschieben. Ein vorsichtiges Nachjustieren oder erneutes Festdrücken kann hier Abhilfe schaffen. Bei schweren Sichtschutzzäunen, die stark dem Wind ausgesetzt sind, kann es sinnvoll sein, zusätzliche Abstützungen oder Diagonalverstrebungen anzubringen, besonders wenn die primäre Befestigung nur leicht ausgeführt wurde.

Der richtige Schutz des Zaunmaterials selbst – sei es Holz, Kunststoff oder Metall – trägt ebenfalls zur Langlebigkeit bei. Regelmäßiges Streichen oder Ölen von Holzzäunen und das Reinigen von Kunststoff- oder WPC-Elementen schützt nicht nur die Optik, sondern auch die Substanz. Durch diese einfachen Pflegemaßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihr Sichtschutzzaun, auch ohne die Verwendung von Beton, über viele Jahre hinweg stabil und ansehnlich bleibt.