Was genau ist Splitt für Pflastersteine?
Wenn es um die Gestaltung von Wegen, Terrassen oder Einfahrten geht, sind Pflastersteine eine beliebte Wahl. Doch erst das richtige Füll- und Stützmaterial sorgt für Stabilität und ein ansprechendes Gesamtbild. Hier kommt Splitt ins Spiel. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich im Kontext von Pflastersteinen? Splitt bezeichnet gebrochenes Gestein, das durch seine kantige Form und unterschiedliche Körnungen spezielle Eigenschaften mitbringt, die es für den Einsatz rund um Pflastersteine prädestinieren. Im Gegensatz zu Rundkorn (Kies) verhakt sich Splitt besser, was ihn zu einem idealen Material für den Unterbau und die Verfugung macht.
- Splitt ist gebrochenes Gestein mit kantiger Form.
- Er eignet sich für Unterbau und Fugen bei Pflastersteinen.
- Im Gegensatz zu Kies verhakt sich Splitt besser.
- Kantige Körnung sorgt für Stabilität und Drainage.
Die Wahl des passenden Splitts ist mehr als nur eine ästhetische Entscheidung; sie ist eine fundamentale Frage der Funktionalität und Dauerhaftigkeit Ihrer Außenanlage. Ein gut gewählter Splitt sorgt nicht nur dafür, dass Ihre Pflastersteine eben liegen und nicht verrutschen, sondern hilft auch bei der notwendigen Wasserableitung. Ohne diese wichtigen Eigenschaften können sich Frostschäden bilden, Unkraut schneller wachsen und die gesamte Fläche instabil werden. Deshalb ist es unerlässlich, sich mit den verschiedenen Splittarten und ihren spezifischen Einsatzgebieten vertraut zu machen, bevor Sie mit Ihrem Projekt beginnen.
Die verschiedenen Rollen von Splitt im Pflasterbau
Splitt erfüllt im Pflasterbau mehrere entscheidende Funktionen, die oft kombiniert werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Man unterscheidet primär zwischen seinem Einsatz als Teil des Unterbaus und als Fugenmaterial. Beide Anwendungen erfordern spezifische Eigenschaften und Körnungen, um die gewünschte Leistung zu erbringen.
Splitt als Tragschicht im Unterbau
Für die Stabilität einer gepflasterten Fläche ist eine solide Basis unerlässlich. Hier wird Splitt oft als Teil der Tragschicht oder als Feinplanum eingesetzt. Eine gut verdichtete Tragschicht aus verschiedenen Schichten, zu denen auch Splitt gehören kann, verteilt die Last, die auf die Pflastersteine wirkt, gleichmäßig auf den Untergrund. Das verhindert Senkungen und sorgt für eine langlebige Oberfläche. Die kantige Form des Splitts sorgt dafür, dass sich die einzelnen Körner gut verzahnen, was eine hohe Tragfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Verschiebungen ermöglicht. Eine typische Körnung für diesen Bereich liegt oft zwischen 2 und 32 Millimetern, je nach spezifischer Anforderung der Tragschicht.
Splitt zur Verfugung und als Bettung
Nachdem die Pflastersteine verlegt sind, werden die Fugen gefüllt. Hierfür kann ebenfalls Splitt verwendet werden, insbesondere feinerer Splitt mit einer Körnung von etwa 1 bis 3 Millimetern. Dieser dringt tief in die Fugen ein und bietet mehrere Vorteile: Er stabilisiert die Steine seitlich, verhindert, dass Unkraut leicht Fuß fasst (obwohl kein Fugenmaterial hier vollständige Immunität bietet) und ermöglicht gleichzeitig eine gewisse Wasserdurchlässigkeit. Eine gute Drainage durch die Fugen ist wichtig, um Staunässe und Frostschäden zu vermeiden. Oft wird Splitt auch als feine Bettungsschicht direkt unter den Pflastersteinen verwendet, um kleine Unebenheiten auszugleichen und eine ebene Auflagefläche zu schaffen.
Die Wahl der richtigen Körnung und Gesteinsart für jede Anwendung maximiert die Haltbarkeit und das Erscheinungsbild Ihrer Pflasterarbeiten.
Bei der Auswahl des Materials sollten Sie immer die Art der zu verlegenden Pflastersteine und die geplante Nutzung der Fläche berücksichtigen. Eine stark frequentierte Einfahrt benötigt einen robusteren Unterbau als ein reiner Zierweg im Garten. Die richtige Vorbereitung und das Verständnis für die Funktionen des Splitts legen den Grundstein für ein Projekt, das Jahrzehnte überdauert.
Gesteinsarten und Körnungen: Was passt zu welchem Projekt?
Nicht jeder Splitt ist gleich. Die Vielfalt an Gesteinsarten und Körnungen bietet für nahezu jede Anforderung die passende Lösung. Die richtige Wahl hängt stark von der Funktion, der gewünschten Optik und den klimatischen Bedingungen ab.
Gängige Gesteinsarten für Splitt
Verschiedene Gesteine bringen unterschiedliche Eigenschaften mit sich. Die Wahl des richtigen Materials beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Widerstandsfähigkeit und Drainageeigenschaften.
- Basalt: Ein hartes, dunkles Gestein, das sehr widerstandsfähig ist und wenig Wasser aufnimmt. Es eignet sich hervorragend für stark beanspruchte Flächen wie Einfahrten und Wege, da es frostsicher ist und kaum verwittert. Die dunkle Farbe kann zudem optisch sehr ansprechend sein.
- Granit: Ähnlich robust wie Basalt, aber oft heller in der Farbe. Granitsplitt ist ebenfalls sehr hart, frostsicher und abriebfest. Er ist eine exzellente Wahl für den Unterbau und als Fugenmaterial, wo Langlebigkeit und Stabilität im Vordergrund stehen.
- Kalkstein (z.B. Muschelkalk, Travertin): Diese Gesteine sind oft heller und haben eine etwas weichere Struktur als Basalt oder Granit. Sie sind gut wasserdurchlässig, können aber bei starker Beanspruchung und Frost empfindlicher sein. Kalksplitt eignet sich gut für Zierwege und Terrassen, wo die Optik eine größere Rolle spielt und die Belastung moderat ist.
- Quarzit: Ein sehr hartes und widerstandsfähiges Gestein, das in verschiedenen Farben vorkommt. Quarzitsplitt ist exzellent für den Unterbau geeignet, da er eine hohe Stabilität bietet.
Körnung des Splitts: Die Feinheit macht den Unterschied
Die Körnung, also die Größe der einzelnen Gesteinsbrocken, ist entscheidend für die Funktion des Splitts.
- 0/2 mm bis 0/4 mm: Dies ist eine sehr feine Körnung. Splitt in dieser Größe eignet sich hervorragend zum Verfugen von Pflastersteinen. Er dringt gut in die Fugen ein, stabilisiert die Steine und bietet eine relativ dichte Oberfläche, die das Eindringen von Unkrautsamen erschwert.
- 0/5 mm bis 0/8 mm: Eine mittlere Körnung, die sowohl für die Feinbettung unter den Steinen als auch für breitere Fugen verwendet werden kann. Sie bietet eine gute Stabilität und Drainage.
- 2/5 mm, 2/8 mm, 2/16 mm, 4/16 mm, 4/32 mm: Gröbere Körnungen sind ideal für den Unterbau und die Tragschichten. Die größeren Körner verzahnen sich gut und bilden eine stabile, gut verdichtbare Schicht, die das Gewicht trägt und Wasser ableitet.
Die Kombination aus der richtigen Gesteinsart und Körnung ist fundamental für die Langlebigkeit und Funktionalität Ihrer Pflasterfläche.
Die Entscheidung für eine bestimmte Gesteinsart und Körnung sollte immer im Einklang mit dem Pflastermaterial selbst stehen. Manche Pflastersteine erfordern eine stabilere Bettung als andere, und die Optik des Splitts sollte das Gesamtbild ergänzen und nicht stören. Recherchieren Sie die spezifischen Empfehlungen für Ihr gewähltes Pflastersteinmaterial, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Vorbereitung ist alles: Der richtige Unterbau
Bevor auch nur ein einziger Pflasterstein verlegt wird, liegt die eigentliche Arbeit im Verborgenen: dem Aufbau des Untergrunds. Ein stabiler Unterbau, bei dem Splitt eine Schlüsselrolle spielt, ist die Grundlage für eine langlebige und ebene Pflasterfläche. Ohne ihn werden selbst die schönsten Steine mit der Zeit absacken oder verschieben.
Schritt 1: Bodenaushub und Verdichtung
Zuerst muss der Mutterboden entfernt werden. Die Tiefe des Aushubs hängt von der geplanten Nutzung ab. Für eine Terrasse oder einen Gartenweg reichen oft 20-30 cm Tiefe, während eine Einfahrt für Fahrzeuge deutlich mehr Aushub benötigt (mindestens 40-50 cm). Der freigelegte Untergrund muss anschließend gut verdichtet werden, um eine stabile Basis zu schaffen und ein späteres Absacken zu verhindern. Hierfür eignet sich eine Rüttelplatte.
Schritt 2: Die Tragschicht
Auf den verdichteten Untergrund kommt die Tragschicht. Diese besteht typischerweise aus einer groben Schotter- oder Splittschicht mit einer Körnung von beispielsweise 0/32 mm oder 0/45 mm. Diese Schicht dient der Lastverteilung und dem Abtransport von Wasser. Sie sollte mindestens 15-20 cm dick sein und ebenfalls sorgfältig mit der Rüttelplatte verdichtet werden. Hierbei kann es sinnvoll sein, die Tragschicht in mehreren Lagen aufzubauen und jede Lage einzeln zu verdichten.
Schritt 3: Die Bettungs- oder Ausgleichsschicht
Auf die verdichtete Tragschicht kommt die eigentliche Bettungsschicht, auf der die Pflastersteine liegen werden. Hierfür wird meist feinerer Splitt, oft mit einer Körnung von 2/5 mm oder 4/8 mm, verwendet. Diese Schicht ist entscheidend für das exakte Ausrichten der Pflastersteine. Sie sollte gleichmäßig dick sein (typischerweise 3-5 cm) und nicht nachträglich verdichtet werden. Stattdessen wird sie mit einer Richtlatte abgezogen, um eine perfekt ebene Fläche zu erhalten. Diese Schicht muss wasserdurchlässig sein und dient als ebene Auflagefläche für die Steine.
Ein sorgfältig aufgebauter Unterbau, bei dem Splitt als Tragschicht und Bettung fungiert, ist das Fundament jeder erfolgreichen Pflasterarbeit.
Die Qualität des Unterbaus bestimmt maßgeblich die Lebensdauer Ihrer gepflasterten Fläche. Investieren Sie hier die nötige Zeit und Sorgfalt. Schlecht vorbereitete Flächen führen unweigerlich zu Problemen wie Senkungen, ungleichmäßigen Fugen oder sogar Frostschäden, die aufwendig und kostspielig zu beheben sind.
Das Verlegen der Pflastersteine und die finale Verfugung
Nachdem der Unterbau mit seinen Schichten aus Splitt oder Schotter perfekt vorbereitet ist, beginnt die eigentliche Arbeit: das Verlegen der Pflastersteine und das anschließende Verschließen der Fugen. Hier zeigt sich, wie wichtig die Vorbereitung war.
Das Einbetten der Steine
Die Pflastersteine werden auf die vorbereitete Bettungsschicht aus feinem Splitt (z.B. 2/5 mm) gesetzt. Dabei ist es wichtig, die Steine nicht einfach fallen zu lassen, sondern sie vorsichtig abzulegen. Mit einem Gummihammer können kleine Korrekturen vorgenommen werden, um eine exakt ebene Oberfläche zu erzielen. Achten Sie auf gleichmäßige Fugenabstände, die später das Fugenmaterial aufnehmen werden. Ein Schnurspanner hilft dabei, gerade Linien und ebene Flächen zu gewährleisten.
Die Wahl des richtigen Fugenmaterials
Für die Verfugung von Pflastersteinen gibt es verschiedene Optionen, darunter Sand, speziellem Fugenmörtel oder eben Splitt. Feiner Splitt (oft 1/3 mm oder 2/4 mm) ist eine ausgezeichnete Wahl für viele Arten von Pflastersteinen. Er bietet eine gute Stabilität, ist wasserdurchlässig und ästhetisch ansprechend, besonders wenn er farblich auf die Steine abgestimmt ist. Granitsplitt oder Basaltsplitt in feiner Körnung sind hierfür besonders beliebt.
Die Technik der Verfugung mit Splitt
Das Fugenmaterial wird auf die verlegten Pflastersteine aufgebracht und mit einem Besen gleichmäßig in die Fugen eingearbeitet. Es ist ratsam, dies bei trockenem Wetter zu tun. Nach dem ersten Einbringen des Splitts werden die Steine vorsichtig mit einer Rüttelplatte abgerüttelt (idealerweise mit einer Schutzmatte, um die Steine nicht zu beschädigen). Durch die Vibration setzt sich der Splitt tiefer in die Fugen. Dieser Vorgang wird oft wiederholt, bis die Fugen vollständig gefüllt sind. Überschüssiger Splitt wird anschließend mit einem Besen abgefegt.
Die sorgfältige Verfugung mit geeignetem Splitt schließt den Kreis des Pflasterprozesses und sichert die Stabilität.
Eine korrekt ausgeführte Verfugung ist mehr als nur ein kosmetischer Abschluss. Sie verhindert das Unterspülen der Steine, erschwert das Aufkommen von Unkraut und trägt wesentlich zur Gesamtstabilität und Langlebigkeit der Fläche bei. Die Wahl des passenden Splitts für die Fugen rundet das Projekt ab und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.
Tipp: Für eine besonders gute Unkrautunterdrückung und stabilere Fugen bei höherer Beanspruchung empfiehlt sich die Verwendung von speziellem, kunstharzgebundenem Fugenmaterial oder die Kombination von feinem Splitt mit einer darunterliegenden Schicht aus Unkrautvlies, das jedoch die Wasserabfuhr beeinträchtigen kann.
Vorteile von Splitt gegenüber anderen Materialien
Bei der Wahl des richtigen Materials für den Unterbau und die Fugen von Pflastersteinen stellt sich oft die Frage: Warum Splitt und nicht etwas anderes? Die besonderen Eigenschaften von Splitt bieten gegenüber alternativen Materialien deutliche Vorteile, die sich in Langlebigkeit, Funktionalität und Optik auszahlen.
Hervorragende Drainageeigenschaften
Einer der größten Vorteile von Splitt ist seine hervorragende Wasserdurchlässigkeit. Die gebrochene Form und die entstehenden Hohlräume zwischen den Körnern ermöglichen es Wasser, zügig abzufließen. Dies ist entscheidend, um Staunässe zu vermeiden, die zu Frostschäden im Winter führen kann. Im Gegensatz zu feinem Sand, der verdichten und Wasser stauen kann, sorgt Splitt für eine gute Belüftung des Untergrunds. Dies schützt nicht nur die Pflastersteine selbst, sondern auch die darunterliegenden Schichten.
Hohe Stabilität und Verdichtung
Die kantige Form des Splitts sorgt für eine starke Verzahnung der einzelnen Körner, sobald sie verdichtet werden. Dies führt zu einer sehr stabilen und tragfähigen Schicht, die auch hoher Belastung standhält. Ob als Tragschicht unter einer Einfahrt oder als Fugenmaterial, das die Steine seitlich fixiert – Splitt bietet eine verbesserte Stabilität im Vergleich zu abgerundetem Kies. Kies neigt dazu, sich zu verschieben und bildet keine so feste Einheit wie gebrochenes Gestein.
Weniger Unkrautbewuchs (bei richtiger Anwendung)
Während kein Material vollständigen Schutz vor Unkraut bietet, kann die richtige Art von Splitt den Bewuchs deutlich reduzieren. Feiner, hart gebrochener Splitt, der tief in die Fugen eingearbeitet wird, bietet eine weniger fruchtbare und stabilere Oberfläche für Unkrautsamen als beispielsweise reiner Sand. Zudem erleichtert die gute Drainage das Ausspülen von Keimlingen und verhindert, dass sich organische Substanzen im Fugenmaterial ansammeln, die als Nährboden dienen könnten.
Die kantige Form und die natürliche Beschaffenheit von Splitt machen ihn zu einem überlegenen Material für Stabilität und Wasserabfuhr.
Betrachtet man Alternativen wie Rundkornkies, so fehlt diesem die Fähigkeit, sich so gut zu verzahnen. Dies führt zu geringerer Stabilität und einer höheren Anfälligkeit für Verschiebungen. Sand als Fugenmaterial kann sich im Laufe der Zeit verdichten, was die Drainage verschlechtert und das Wachstum von Algen oder Moos begünstigt. Splitt kombiniert die nötige Festigkeit mit guter Permeabilität, was ihn zur idealen Wahl macht.
Häufige Probleme und wie man sie vermeidet
Auch bei sorgfältiger Planung und Ausführung können beim Einsatz von Splitt für Pflastersteine Probleme auftreten. Das Wissen um diese potenziellen Stolpersteine hilft, sie von vornherein zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Problem: Unzureichende Verdichtung des Unterbaus
Ursache: Mutterboden wurde nicht ausreichend entfernt, Tragschicht wurde nicht richtig oder zu dünn aufgetragen und verdichtet. Die Bodenplatte ist nicht stark genug.
Folge: Absenkungen, Setzrisse und unebene Flächen, da das Material unter Last nachgibt.
Vermeidung: Den Aushub tief genug vornehmen und den Untergrund sorgfältig verdichten. Die Tragschicht in mehreren Lagen aufbauen und jede Lage mit einer Rüttelplatte verdichten. Die Materialstärke muss der geplanten Belastung entsprechen.
Problem: Schlechte Drainage und Staunässe
Ursache: Falsche Splittkörnung (zu fein, stark bindend), keine oder unzureichende Tragschicht, Gefälle falsch oder fehlend.
Folge: Moos- und Algenbildung, Frostschäden im Winter, die Steine können durch gefrierendes Wasser gesprengt werden.
Vermeidung: Immer auf wasserdurchlässige Splittkörnungen achten und auf eine ausreichende Dicke der Tragschicht. Das Pflaster muss ein leichtes Gefälle von mindestens 2% weg von Gebäuden aufweisen. Die Wahl eines geeigneten Splitts für die Fugen ist hierbei ebenfalls entscheidend.
Problem: Starker Unkrautbewuchs in den Fugen
Ursache: Zu lockere Fugenverfüllung, organisches Material im Splitt, keine regelmäßige Pflege.
Folge: Optische Beeinträchtigung, Unkraut kann die Pflastersteine lockern.
Vermeidung: Feinen, harten Splitt verwenden und die Fugen tief und dicht füllen. Regelmäßiges Kehren und gegebenenfalls Nachfüllen von Splitt kann helfen. Spezielle Fugensande oder mineralische Fugenmaterialien bieten oft einen besseren Schutz, sind aber auch teurer und können die Wasserdurchlässigkeit beeinflussen. Ein sorgfältiges Verlegen, das die Steine eng zusammenhält, ist die beste Prävention.
Ein durchdachter Aufbau und die richtige Materialwahl sind der Schlüssel zur Vermeidung von Problemen mit Splitt und Pflastersteinen.
Die Behebung von Schäden am Unterbau ist oft aufwendiger als die sorgfältige Ausführung von Anfang an. Indem Sie diese häufigen Fehler kennen und vermeiden, legen Sie den Grundstein für eine langlebige und optisch ansprechende Außenanlage, die Ihnen lange Freude bereiten wird.
Pro-Tipp: Wenn Sie stark verschmutzte oder ölige Pflastersteine haben, die auch die Fugen beeinträchtigen, sollten Sie spezielle Reiniger für Pflastersteine in Betracht ziehen. Oft ist es ratsam, die Fugen nach einer intensiven Reinigung neu mit Splitt aufzufüllen, um die Stabilität wiederherzustellen.
Pflege und Wartung Ihrer gepflasterten Fläche
Auch die beste Pflasterfläche benötigt regelmäßige Pflege, um ihre Funktionalität und Optik über Jahre hinweg zu erhalten. Der richtige Umgang mit dem Unterbau und den Fugen aus Splitt ist dabei entscheidend. Die Pflege ist meist unkompliziert, erfordert aber Konsequenz.
Regelmäßiges Reinigen
Das Laub im Herbst und anderer Schmutz sollte regelmäßig von der Pflasterfläche gefegt werden. Dies verhindert, dass sich organische Materialien in den Fugen festsetzen und dort verrotten, was wiederum Unkraut und Moosbildung begünstigt. Ein Besen oder eine Laubbläser sind hierfür gut geeignet. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen, wie beispielsweise ölige Flecken auf Pflastersteinen, können spezielle Reiniger für Pflastersteine zum Einsatz kommen. Diese sollten aber sparsam und gemäß den Herstellerangaben verwendet werden, um die Steine oder das Fugenmaterial nicht zu beschädigen.
Kontrolle und Nachfüllen der Fugen
Im Laufe der Zeit, besonders nach starken Regenfällen oder Frostperioden, kann es vorkommen, dass sich Splitt aus den Fugen löst. Überprüfen Sie die Fugen regelmäßig und füllen Sie diese bei Bedarf mit dem passenden Splittmaterial nach. Dies stellt sicher, dass die Pflastersteine weiterhin stabil sitzen und das Eindringen von Unkraut erschwert bleibt. Das Nachfüllen sollte erfolgen, bis die Fugen wieder gut gefüllt sind.
Umgang mit Unkraut und Moos
Auch wenn die Fugen mit Splitt gefüllt sind, kann sich Unkraut ansiedeln. Kleinere Unkräuter können oft einfach von Hand oder mit einem Fugenkratzer entfernt werden. Bei hartnäckigeren Pflanzen oder bei Moosbildung kann ein Hochdruckreiniger mit geringem Druck und breitem Strahl (vorsichtig einsetzen!) helfen, diese zu entfernen. Anschließend ist es oft notwendig, die Fugen wieder mit frischem Splitt aufzufüllen, um die Stabilität zu gewährleisten. Achten Sie darauf, dass der Hochdruckreiniger die Fugen nicht auswäscht.
Konsequente Pflege erhält die Funktionalität und Ästhetik Ihrer gepflasterten Flächen.
Die regelmäßige Wartung mag auf den ersten Blick nach zusätzlichem Aufwand klingen, doch sie ist eine lohnende Investition. Eine gut gepflegte Fläche sieht nicht nur besser aus, sondern behält auch länger ihre Stabilität und Funktionalität. Kleine Pflegemaßnahmen verhindern große Reparaturen und sichern so den Wert Ihrer Außenanlage.
Welche Mengen an Splitt benötigen Sie?
Die Kalkulation der benötigten Menge an Splitt ist ein wichtiger Schritt bei der Planung Ihres Projekts. Zu viel gekauftes Material ist eine Verschwendung, zu wenig bedeutet im ungünstigsten Fall eine Unterbrechung der Arbeiten. Die Menge hängt von der Fläche, der Dicke der Schicht und der Art des Splitts ab.
Berechnung für den Unterbau (Tragschicht)
Für die Tragschicht benötigen Sie meist eine gröbere Körnung (z.B. 0/32 mm). Die benötigte Menge errechnen Sie, indem Sie zuerst das Volumen ermitteln:
Volumen = Länge (m) × Breite (m) × Dicke der Schicht (m)
Wenn Sie beispielsweise eine Fläche von 10 m Länge und 3 m Breite mit einer 20 cm (0,2 m) dicken Tragschicht versehen wollen, beträgt das Volumen: 10 m × 3 m × 0,2 m = 6 m³.
Da Schüttgüter wie Splitt beim Verdichten an Volumen verlieren, müssen Sie einen Zuschlag für die Verdichtung einrechnen. Ein guter Richtwert sind etwa 10-20%. Für unser Beispiel rechnen wir mit 15% Zuschlag: 6 m³ × 1,15 = 6,9 m³.
Splitt wird oft in Tonnen (t) oder Kubikmetern (m³) verkauft. Informieren Sie sich beim Händler über das spezifische Raumgewicht des von Ihnen gewählten Splitts (z.B. ca. 1,5-1,7 t/m³). Bei einem Raumgewicht von 1,6 t/m³ benötigen Sie dann ca. 6,9 m³ × 1,6 t/m³ = 11,04 Tonnen.
Berechnung für die Bettungs- und Fugenschicht
Für die Bettung (direkt unter den Steinen) und die Fugen benötigen Sie feineren Splitt (z.B. 2/5 mm oder 1/3 mm). Die Berechnung erfolgt ähnlich wie beim Unterbau, jedoch sind die Schichtdicken meist geringer (Bettung ca. 3-5 cm, Fugen ca. 1-3 cm, je nach Steingröße und Fugenbreite).
- Für die Bettung: Angenommen, Sie haben eine Fläche von 30 m² und eine Bettung von 4 cm (0,04 m) Dicke. Volumen: 30 m² × 0,04 m = 1,2 m³. Mit 15% Verdichtungszuschlag: 1,2 m³ × 1,15 = 1,38 m³.
- Für die Fugen: Dies ist oft schwieriger zu berechnen, da es von der Fugenbreite und -tiefe abhängt. Ein grober Richtwert für normal verlegte Steine kann sein: 10-20 kg Splitt pro Quadratmeter. Es ist ratsam, hier etwas mehr zu bestellen, da Splitt in den Fugen leicht verloren gehen kann.
Eine genaue Berechnung der benötigten Splittmenge spart Kosten und vermeidet unnötige Arbeit.
Viele Baustoffhändler bieten auch Online-Rechner oder Beratung an, um Ihnen bei der Mengenermittlung zu helfen. Geben Sie dort immer die exakten Abmessungen Ihrer Fläche und die gewünschte Schichtdicke an. Denken Sie daran, dass es besser ist, eine kleine Menge zu viel zu bestellen und den Rest für zukünftige Ausbesserungen zu lagern, als erneut Material nachkaufen zu müssen.
