Thymian: Mehr als nur ein Gewürz für den Gartenboden
Wenn Sie an Thymian denken, kommt Ihnen wahrscheinlich zuerst der intensive Duft beim Kochen in den Sinn. Doch diese unscheinbare Pflanze birgt ein enormes Potenzial, das weit über die Kräuterküche hinausgeht. Mit seinen niederliegenden Wuchsformen und seiner Robustheit erweist sich Thymian als eine exzellente Wahl, wenn es darum geht, kahle Stellen im Garten zu begrünen und eine lebendige, duftende Decke zu schaffen. Er ist nicht nur ein optischer Gewinn, sondern auch ein wichtiger Unterstützer für die heimische Insektenwelt. Thymian als Bodendecker zu etablieren bedeutet, sich für eine pflegeleichte, trockenheitsresistente und immergrüne Lösung zu entscheiden, die über das ganze Jahr hinweg Struktur und Farbe in Ihre Beete bringt.
- Thymian ist ein robuster, duftender und immergrüner Bodendecker.
- Er lockt Bienen und andere Nützlinge an.
- Ideal für trockene, sonnige Standorte und pflegeleichte Gärten.
- Vielfältige Sorten bieten unterschiedliche Wuchsformen und Blütenfarben.
Die Transformation vom einfachen Küchenkraut zum geschätzten Bodendecker ist eine Geschichte von Anpassungsfähigkeit und unterschätzter Schönheit. Viele kennen Thymian in seinen klassischen Formen, doch die speziellen Arten und Sorten, die sich zum Begrünen eignen, offenbaren eine überraschende Vielfalt. Von zartrosa bis tiefviolett blühend, mit unterschiedlichen Blattformen und Wuchshöhen, fügt sich Thymian nahtlos in verschiedene Gartenstile ein – ob im Steingarten, auf Trockenmauern, zwischen Trittsteinen oder als Lückenfüller in sonnigen Beeten. Seine Fähigkeit, auch auf kargen Böden zu gedeihen, macht ihn zu einem idealen Partner für Standorte, die für andere Pflanzen eine Herausforderung darstellen.
Diese Pflanzen sind wahre Meister der Widerstandsfähigkeit. Sie bevorzugen sonnige und warme Lagen und kommen mit wenig Wasser aus, sobald sie gut etabliert sind. Dies macht sie zu einer nachhaltigen Wahl für jeden Garten, der auf ressourcenschonende Bepflanzung setzt. Die Verdunstung wird durch die dichte Wuchsform reduziert, und die Bodendeckerfunktion hilft, den Boden vor Austrocknung und Erosion zu schützen. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Pflegeaufwand, ein ästhetisch ansprechender Anblick und ein Beitrag zur Biodiversität.
Die wichtigsten Vorteile von Thymian als Bodendecker
Die Entscheidung für Thymian als Bodendecker ist eine Investition in einen pflegeleichten und attraktiven Garten. Seine Robustheit gegenüber Trockenheit bedeutet, dass er auch in heißen Sommerperioden kaum zusätzliches Wasser benötigt, was ihn zur idealen Wahl für sonnenverwöhnte und wasserarme Standorte macht. Zudem ist Thymian meist immergrün oder behält lange sein Laub, wodurch er auch im Winter für Struktur und eine gewisse Grünfärbung sorgt. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber vielen saisonalen Bodendeckern.
Ein weiterer bedeutender Pluspunkt ist seine Anziehungskraft auf Insekten. Während der Blütezeit von Frühsommer bis Spätsommer bietet Thymian Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der lokalen Biodiversität und zur Unterstützung eines gesunden Ökosystems in Ihrem Garten. Auch optisch überzeugt Thymian: Die vielen kleinen Blüten bilden ein dichtes Blütenmeer, das je nach Sorte in zarten Weiß-, Rosa-, Violett- oder Rottönen erstrahlt und Insekten magisch anzieht.
Die Etablierung von Thymian als Bodendecker ist eine einfache Methode, um eine pflegeleichte und ökologisch wertvolle Gartenfläche zu schaffen.
Die Bodendeckerfunktion von Thymian ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die dicht wachsenden Pflanzen unterdrücken Unkraut effektiv, sobald sie eine dichte Matte gebildet haben. Das bedeutet für Sie weniger Jäten und mehr Zeit, Ihren Garten zu genießen. Auch die Erosionskontrolle ist ein versteckter Vorteil: Auf Hängen oder in Beeten mit lockerer Erde hilft die Wurzeltätigkeit und die dichte Pflanzenmasse, den Boden bei Starkregen oder Wind zu stabilisieren. Diese Kombination aus Schönheit, Nützlichkeit und Pflegeleichtigkeit macht Thymian zu einem wahren Alleskönner im Garten.
Die richtige Wahl: Thymian-Sorten für Bodendecker-Zwecke
Nicht jede Thymian-Art ist gleichermaßen für die Verwendung als Bodendecker geeignet. Während einige Sorten eher aufrecht wachsen und sich für den Kräutergarten eignen, sind andere speziell für ihre kriechenden oder niederliegenden Wuchsformen bekannt. Die Auswahl der richtigen Sorte ist entscheidend für den gewünschten Effekt und die Funktionalität als Bodendecker. Achten Sie auf Sorten, die sich flach ausbreiten und eine dichte Matte bilden, um Unkraut effektiv zu unterdrücken und eine attraktive Bodenbedeckung zu gewährleisten.
Zu den beliebtesten und am besten geeigneten Thymian-Sorten für den Bodeneinsatz zählt Thymus serpyllum, auch bekannt als Sand-Thymian oder Kriechtymian. Diese Art bildet breite, flache Polster und ist extrem trockenheitsresistent, weshalb sie auch für Steingärten und Fugenbepflanzungen prädestiniert ist. Die Blüten sind meist zartrosa bis violett und erscheinen zahlreich im Sommer.
Beliebte Sorten und ihre Besonderheiten
Innerhalb des Sand-Thymians gibt es wiederum zahlreiche Züchtungen, die sich in Blütefarbe, Wuchshöhe und Duft leicht unterscheiden. Sorten wie 'Elfin' oder 'Minus' bleiben besonders niedrig und eignen sich perfekt für die Bepflanzung von Trittsteinen oder das Auffüllen von Fugen. 'Coccineus' hingegen entwickelt tiefrote Blüten und bildet ein intensives Farberlebnis. Für eine etwas höhere Wuchsform mit flächendeckendem Charakter eignen sich Sorten wie 'Albus' mit reinweißen Blüten oder 'Pink Chintz' mit rosafarbenen Blüten.
Eine weitere interessante Option ist Thymus praecox, der oft als früher oder frühblühender Thymian bezeichnet wird. Auch diese Art ist ein hervorragender Bodendecker, der sich schnell ausbreitet und dichte Teppiche bildet. Einige Sorten von Thymus praecox duften weniger intensiv, sind aber oft noch widerstandsfähiger und pflegeleichter. Sorten wie 'Minor' oder 'Pseudolandschaft' sind hierfür Beispiele.
Entscheidend für die Auswahl ist oft der Standort: Wählen Sie eine Sorte, die für volle Sonne und trockene Bedingungen optimiert ist.
Weitere niedrig wachsende Thymian-Arten wie Thymus hirsutus (Zottiger Thymian) oder auch bestimmte Zwergformen von Thymus vulgaris (Echter Thymian), die sich niederdrücken lassen, können ebenfalls als Bodendecker fungieren. Der Schlüssel liegt darin, die Wuchsfreudigkeit und Ausbreitungsgeschwindigkeit der jeweiligen Sorte zu berücksichtigen. Eine Sorte, die zu schnell und unkontrolliert wächst, kann schnell zum Pflegeaufwand werden, während eine zu zögerliche Sorte den Bodendecker-Effekt nur langsam erzielt.
Die Suche nach der perfekten Sorte kann auch von der gewünschten Blütezeit oder -farbe abhängen. Manche Sorten blühen früher im Jahr, andere später, und die Intensität der Farbe variiert. Berücksichtigen Sie auch den Duft – einige Bodendecker-Thymiane verströmen beim Betreten oder durch die Wärme einen intensiven Duft, der das Gartenambiente bereichert.
Der optimale Standort und die richtige Pflanzzeit
Thymian ist eine sonnenliebende Pflanze und benötigt für ein gutes Wachstum und eine üppige Blüte viel Licht. Ein Standort in voller Sonne, der mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält, ist ideal. Halbschatten wird toleriert, führt aber oft zu spärlicherem Wuchs und weniger Blüten. Die Pflanze bevorzugt gut durchlässige Böden, die eher mager und sandig sind. Staunässe ist der größte Feind von Thymian und kann schnell zu Wurzelfäule führen.
Besonders gut gedeiht Thymian auf erhöhten Beeten, in Steingärten, auf Trockenmauern oder in Kiesbeeten, wo Wasser schnell abfließen kann. Auch in Pflanzgefäßen ist er gut haltbar, vorausgesetzt, diese verfügen über ausreichende Drainagelöcher und die Erde ist entsprechend aufbereitet.
Wann ist die beste Zeit, Thymian zu pflanzen?
Die ideale Pflanzzeit für Thymian als Bodendecker sind das Frühjahr (März bis Mai) und der frühe Herbst (September bis Oktober). In diesen Perioden sind die Bodentemperaturen moderat und die Niederschläge oft ausreichend, um den jungen Pflanzen das Anwurzeln zu erleichtern, ohne sie durch extreme Hitze oder Frost zu stressen.
Wenn Sie im Frühjahr pflanzen, geben Sie den Pflanzen genügend Zeit, sich vor dem Sommer richtig zu etablieren. Eine Pflanzung Ende Mai oder Anfang Juni ist ebenfalls möglich, erfordert aber möglicherweise in der Anfangsphase mehr Aufmerksamkeit bezüglich der Bewässerung, falls es zu einer anhaltenden Trockenperiode kommt. Beim Pflanzen im Herbst haben die Pflanzen den Vorteil, dass sie den Winter über in den Boden einwachsen können und im nächsten Frühjahr kräftig austreiben.
Der Schlüssel für erfolgreiches Anwachsen ist ein sonniger Standort mit gut durchlässigem Boden.
Die Pflanzabstände hängen von der Sorte und dem gewünschten Ausbreitungsgrad ab. Für eine schnelle Bedeckung sollten Sie die Pflanzen dichter setzen, etwa 15-25 cm auseinander, je nach Wuchsstärke der Sorte. Langsamer wachsende Arten benötigen mehr Platz oder werden über die Zeit durch Aussaat oder Teilung ergänzt.
Vermeiden Sie es, Thymian in schweren, lehmigen Böden zu pflanzen, ohne diese vorher aufzubessern. Eine gute Drainage kann durch die Einarbeitung von Sand, Kies oder Kompost erreicht werden. Bei der Pflanzung in Töpfen ist eine spezielle Kräutererde oder eine Mischung aus Blumenerde und Sand empfehlenswert.
Pflegeleicht: Gießen, Düngen und Schneiden von Thymian-Bodendeckern
Die Pflege von Thymian als Bodendecker ist bemerkenswert unkompliziert, was ihn zu einer beliebten Wahl für vielbeschäftigte Gärtner macht. Seine Anpassungsfähigkeit an trockene Bedingungen ist einer der Hauptgründe für seine geringen Ansprüche. Einmal etabliert, benötigt Thymian nur minimale zusätzliche Bewässerung, selbst in heißen Sommern. Dies macht ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Gärten, die auf Wassereffizienz ausgerichtet sind.
Regelmäßiges Gießen ist nur in der Anwachsphase oder bei extremer Trockenheit notwendig. Übermäßiges Gießen oder Staunässe sind jedoch unbedingt zu vermeiden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit vor dem Gießen; der Boden sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen können.
Düngung: Weniger ist mehr
Thymian ist eine Pflanze, die mit wenig Nährstoffen auskommt und sogar eine leichte Bodenverbesserung mit zu viel Dünger bestrafen kann. Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, insbesondere wenn der Boden bereits etwas sandig und mager ist. Wenn Sie feststellen, dass der Wuchs schwach ist oder die Blätter blass werden, können Sie im Frühjahr eine sehr geringe Menge organischen Langzeitdüngers oder etwas Kompost einarbeiten. Zu viel Stickstoff fördert weiches, ungesichertes Wachstum, das anfälliger für Krankheiten und Frostschäden ist.
Die Pflanze ist an karge Bedingungen angepasst und entfaltet ihre Widerstandsfähigkeit und ihr Aroma am besten, wenn sie nicht überversorgt wird. Ein übermäßig gedüngter Thymian entwickelt weniger ätherische Öle und damit auch ein milderes Aroma. Für die Verwendung als Kräuterpflanze ist dies kontraproduktiv, und auch als Bodendecker ist eine moderate Nährstoffversorgung für die Gesundheit und Dichtheit der Matten vorteilhafter.
Der richtige Schnitt für Gesundheit und Form
Ein gezielter Rückschnitt ist wichtig, um die Pflanzen jung, kompakt und vital zu halten und eine unerwünschte Verholzung zu vermeiden. Der beste Zeitpunkt für den Hauptschnitt ist das Frühjahr, kurz nach dem ersten Austrieb. Schneiden Sie die Pflanzen etwa um ein Drittel zurück. Dies fördert einen buschigen Wuchs und verhindert, dass die Pflanzen von innen heraus verkümmern.
Entfernen Sie im Spätsommer oder Herbst verblühte Blütenstände. Ein leichter Formschnitt kann auch nach der Blüte erfolgen, um die Pflanze in Form zu halten und der Ausbreitung von Unkraut entgegenzuwirken. Ältere Pflanzen, die begonnen haben, sich stark zu verholzen und lichte Stellen aufweisen, können durch eine Teilung im Frühjahr verjüngt werden. Dies ist eine effektive Methode, um den Bodendecker-Effekt zu erhalten und die Pflanzendichte zu erhöhen.
Das Schneiden fördert nicht nur das Wachstum, sondern hält den Thymian auch vital und attraktiv.
Entfernen Sie abgestorbene oder beschädigte Triebe jederzeit, um die allgemeine Gesundheit der Pflanze zu fördern und das Erscheinungsbild zu verbessern. Ein guter Rückschnitt sorgt dafür, dass Licht und Luft ins Innere der Pflanze gelangen können, was Pilzkrankheiten vorbeugt und die Bildung neuer Triebe anregt.
Thymian im Einsatz: Gestaltungsmöglichkeiten und Anwendungsbereiche
Die Vielseitigkeit von Thymian als Bodendecker eröffnet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für Gärten aller Größen und Stile. Seine Fähigkeit, sich flach auszubreiten und dichte, trittfeste Matten zu bilden, macht ihn zu einem idealen Begleiter für Wege und Terrassen. Zwischen Pflastersteinen, Trittplatten oder entlang von Gartentreppen angepflanzt, fügt er nicht nur Farbe und Duft hinzu, sondern verhindert auch, dass sich Unkraut in den Fugen festsetzt.
Besonders in mediterran inspirierten Gärten oder Steingärten kommt Thymian voll zur Geltung. Er liebt sonnige, trockene Standorte und gedeiht prächtig auf Schotterflächen, auf niedrigen Mauern oder in exponierten Hanglagen. Hier kann er seine volle Robustheit unter Beweis stellen und eine natürliche, pflegeleichte Bepflanzung schaffen, die gleichzeitig Lebensraum für Bienen und andere nützliche Insekten bietet. Die Kombination mit anderen trockenheitsresistenten Pflanzen wie Sedum-Arten, Lavendel oder Ziergräsern schafft harmonische und pflegeleichte Arrangements.
Thymian als Bodendecker für verschiedene Gartenbereiche
Im Steingarten bildet Thymian eine perfekte Ergänzung zu den oft rauen Steintexturen. Seine feinen Blätter und die üppige Blüte bilden einen weichen Kontrast und lassen die Bepflanzung natürlich wirken. Wählen Sie niedrig wachsende Sorten, um die Optik von Felsformationen nachzuahmen und die Pflanzen gut zur Geltung zu bringen.
An Wegrändern und zwischen Trittsteinen wird Thymian zur lebendigen Wegbegrenzung. Die leicht trittfeste Eigenschaft einiger Sorten erlaubt es, dass man auch mal auf ihnen steht, ohne sie nachhaltig zu schädigen. Dies ist besonders praktisch, wenn Wege unregelmäßig sind oder Lücken gefüllt werden müssen. Die intensive Duftentwicklung beim Betreten ist ein zusätzliches Vergnügen.
Für Grabbepflanzungen ist Thymian eine ausgezeichnete Wahl, insbesondere pflegeleichte und winterharte Sorten. Er benötigt wenig Wasser, ist immergrün oder behält sein Laub lange und trotzt auch widrigen Bedingungen. Dies reduziert den Pflegeaufwand für Angehörige erheblich, während die Grabstätte dennoch ansprechend gestaltet bleibt.
Als Lückenfüller in Beeten hilft Thymian, kahle Stellen zu vermeiden und eine dichte, unkrautfreundliche Bodenbedeckung zu schaffen. Er kann sowohl in sonnigen Staudenbeeten als auch in Rosenbeeten verwendet werden, wo er das Unterpflanzen von Rosen erleichtert, die oft einen Rückschnitt über dem Boden benötigen.
In Pflanzgefäßen und Ampeln kann Thymian als duftende Hängepflanze oder als Füllpflanze dienen. Hierbei ist jedoch auf eine ausreichende Drainage und eine angepasste Bewässerung zu achten, da Gefäße schneller austrocknen.
Nachhaltigkeit und Biodiversität
Die Verwendung von Thymian als Bodendecker unterstützt die Biodiversität im Garten. Seine Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Indem Sie heimische oder bienenfreundliche Sorten wählen, tragen Sie aktiv zum Erhalt der Insektenpopulationen bei. Zudem ist Thymian eine pflegeleichte Pflanze, die wenig Wasser und Dünger benötigt, was ihn zu einer ökologisch wertvollen Wahl für jeden Garten macht, der auf Nachhaltigkeit setzt.
Thymian im Winter: Was passiert mit dem Bodendecker?
Eine der herausragenden Eigenschaften von Thymian, die ihn für die Bodendeckerfunktion so wertvoll macht, ist seine Winterhärte. Die meisten Thymian-Arten, insbesondere der beliebte Sand-Thymian (Thymus serpyllum) und viele seiner Sorten, sind gut winterhart und überstehen kalte Temperaturen ohne Probleme. Dies bedeutet, dass Ihr Bodendecker auch im Winter nicht verschwindet, sondern Struktur und eine gewisse Grünfärbung in den Garten bringt.
Die meisten Thymian-Bodendecker sind immergrün oder zumindest wintergrün, was bedeutet, dass sie ihr Laub über die kalte Jahreszeit behalten. Die Blätter können sich bei Kälte leicht verfärben, oft nehmen sie einen bronzefarbenen oder rötlichen Ton an, was dem Garten einen zusätzlichen visuellen Reiz verleiht. Diese Verfärbung ist meist ein Zeichen dafür, dass die Pflanze ihre Ressourcen schützt und sich auf die Überwinterung vorbereitet.
Winterharte Sorten und ihre Vorteile
Wenn Sie einen besonders zuverlässigen wintergrünen Bodendecker suchen, sollten Sie auf Sorten achten, die für ihre hohe Winterhärte bekannt sind. Dazu gehören viele Varianten von Thymus serpyllum. Diese Pflanzen bilden auch im Winter dichte Polster, die den Boden schützen und ein Auswaschen durch Regen oder Schnee verhindern. Die kahlen Beete im Winter werden durch diese grünen Tupfer aufgelockert und erhalten optisch mehr Tiefe.
Die Winterhärte von Thymian bedeutet auch, dass er in vielen Klimazonen ohne speziellen Winterschutz auskommt. Eine dicke Schneedecke kann sogar als natürliche Isolation wirken und die Pflanzen vor extremen Temperaturschwankungen schützen. Wichtig ist nach wie vor die gute Drainage: Ein nasser, gefrorener Boden ist schädlicher als kalte Temperaturen.
Pflege im Winter und Vorbereitung auf das Frühjahr
Direkte Pflegemaßnahmen sind für Thymian im Winter meist nicht erforderlich. Es empfiehlt sich jedoch, darauf zu achten, dass sich kein stehendes Wasser um die Pflanzen sammelt. Wenn im Spätwinter Tau oder Regen über längere Zeit auf den Pflanzen liegen bleibt und dann gefriert, kann dies die Triebe schädigen. Eine leichte Abdeckung mit Reisig ist nur in sehr rauen Lagen oder bei besonders empfindlichen Sorten eine Option, für die meisten Bodendecker-Thymiane ist sie jedoch unnötig.
Sobald die Temperaturen im Frühjahr ansteigen und die Frostgefahr vorüber ist, beginnt der Thymian wieder kräftiger auszutreiben. Es ist ratsam, eventuell vorhandenes abgestorbenes Laub oder abgestorbene Triebe zu entfernen. Dies kann entweder vorsichtig von Hand geschehen oder durch einen leichten Rückschnitt, der gleichzeitig das Wachstum neuer Triebe anregt. Dieser Frühjahrsschnitt ist entscheidend, um die Pflanze vital und dicht zu halten und die Grundlage für eine üppige Blüte im kommenden Sommer zu legen.
Der winterliche Anblick von Thymian als Bodendecker ist ein stilles Versprechen auf den kommenden Frühling.
Die Robustheit von Thymian im Winter macht ihn zu einer idealen Wahl für Gärten, in denen ganzjährige Attraktivität gewünscht ist. Er ist ein Beweis dafür, dass auch kleinwüchsige Pflanzen eine beachtliche Widerstandsfähigkeit entwickeln können und den Garten auch in der kargsten Jahreszeit bereichern.
Häufig gestellte Fragen zu Thymian als Bodendecker
Die Entscheidung für Thymian als Bodendecker wirft oft praktische Fragen auf. Viele Gärtner sind neugierig, wie sich diese Pflanze am besten integrieren lässt und welche spezifischen Vorteile sie mit sich bringt. Hier beantworten wir die häufigsten Anliegen rund um dieses vielseitige Kraut für den Gartenboden.
Kann Thymian auch im Schatten wachsen?
Thymian bevorzugt zwar volle Sonne für optimales Wachstum und Blüte, aber einige Sorten, insbesondere der Sand-Thymian, tolerieren lichten Halbschatten. In tiefem Schatten wird der Wuchs jedoch spärlich, die Pflanze bildet weniger Blüten und kann anfälliger für Krankheiten werden. Für die Verwendung als Bodendecker ist ein sonniger bis halbschattiger Standort am besten geeignet.
Ist Thymian als Bodendecker trittfest?
Ja, viele Thymian-Sorten, insbesondere Thymus serpyllum und seine Varianten, sind als trittfest bekannt. Sie bilden dichte, widerstandsfähige Matten, die leichten Trittbelastungen standhalten können. Dies macht sie ideal für die Bepflanzung von Wegen, Fugen zwischen Trittsteinen oder Terrassenbereichen, wo sie nicht permanent betreten werden.
Wie oft muss Thymian als Bodendecker gegossen werden?
Nach der Anwachsphase benötigt Thymian als Bodendecker kaum zusätzliches Wasser. Er ist sehr trockenheitsresistent und gedeiht am besten, wenn der Boden zwischen den Wassergaben gut abtrocknen kann. Nur bei langanhaltender extremer Trockenheit ist gelegentliches Gießen ratsam, um die Pflanze zu unterstützen.
Welche Bodenbeschaffenheit braucht Thymian?
Thymian bevorzugt durchlässige, magere und eher sandige Böden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Schwere Lehmböden sollten vor der Pflanzung mit Sand, Kies oder Schotter verbessert werden, um die Drainage zu gewährleisten. Auch ein leicht alkalischer Boden wird gut vertragen.
Muss man Thymian als Bodendecker düngen?
Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht notwendig. Thymian ist an nährstoffarme Böden angepasst und gedeiht oft besser, wenn er nicht überversorgt wird. Zu viel Dünger kann zu einem weichen, ungesunden Wuchs führen. Eine leichte Kompostgabe im Frühjahr ist im Zweifelsfall ausreichend.
Sind alle Thymian-Sorten immergrün?
Nein, nicht alle Thymian-Sorten sind immergrün. Viele der als Bodendecker verwendeten Arten, wie Thymus serpyllum, sind jedoch wintergrün, das heißt, sie behalten ihr Laub über den Winter, auch wenn es sich farblich verändern kann. Manche Sorten ziehen sich im Winter stärker zurück oder sterben oberirdisch ab, treiben aber im Frühjahr aus der Wurzel wieder aus.
Wie bekämpfe ich Unkraut zwischen Thymian-Bodendeckern?
Sobald der Thymian eine dichte Matte gebildet hat, unterdrückt er Unkraut weitgehend selbst. Bei jungen Pflanzen oder in Lücken kann Unkraut vorsichtig von Hand entfernt werden. Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte hilft ebenfalls, die Fläche dicht zu halten und Unkrautwachstum zu minimieren.
