Was genau heißt „pikieren“ in der Gärtnerei?
Wenn Sie im Frühjahr mit der Aussaat beginnen, stoßen Sie unweigerlich auf den Begriff „pikieren“. Doch was bedeutet pikieren eigentlich im Kontext des Gartenbaus? Es beschreibt den Prozess, bei dem junge Sämlinge, die zuvor eng beieinander in einer Aussaatschale oder einem kleineren Topf gewachsen sind, vorsichtig in einzelne, größere Behälter umgesetzt werden. Dieses Umtopfen ist kein bloßer Austausch des Gefäßes, sondern ein strategischer Schritt, der den jungen Pflanzen mehr Raum zum Wachsen der Wurzeln und überirdischen Teile gibt, ihre Entwicklung fördert und sie auf ein Leben außerhalb der Keimphase vorbereitet.
Der Begriff leitet sich vom französischen Wort „piquer“ ab, was so viel wie „stechen“ oder „piksen“ bedeutet. Diese Namensgebung rührt daher, dass man zum Herausheben der zarten Pflanzen oft ein kleines Werkzeug wie ein Pikierhölzchen oder einen Löffel benutzt, um sie sanft aus der Erde zu lösen. Es ist ein entscheidender Moment für jede junge Pflanze, ein Übergang von der kollektiven Gemeinschaft der Aussaat zur individuellen Entwicklung, der über ihre spätere Vitalität und Ertragsfähigkeit mitentscheidet.
Viele Hobbygärtner fragen sich, ob jedes Samenkorn pikiert werden muss. Die kurze Antwort ist: Nein. Nur Sämlinge, die aus sehr feinem Saatgut gewonnen wurden oder die sehr dicht in der Anzuchtschale gekeimt haben, erfordern diesen Schritt. Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Auberginen, aber auch viele Schnittblumen wie Zinnien, profitieren enorm vom Pikieren. Sie entwickeln sich kräftiger und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Bei grobkörnigeren Samen, die von vornherein mit mehr Abstand ausgesät werden, oder bei Pflanzen, die empfindliche Pfahlwurzeln bilden und das Umpflanzen schlecht vertragen (wie Karotten oder Radieschen), ist das Pikieren oft nicht notwendig oder sogar kontraproduktiv.
- Pikieren ist das Umtopfen junger Sämlinge in einzelne Töpfe.
- Es gibt Jungpflanzen mehr Wurzel- und Wachstumsraum.
- Der Prozess wird oft mit einem Pikierhölzchen durchgeführt.
- Nicht alle Pflanzen müssen pikiert werden; es hängt von der Aussaat und der Art ab.
- Es fördert kräftigere und widerstandsfähigere Jungpflanzen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Pikieren?
Der Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Jungpflanzen pikieren sollten, ist entscheidend für ihren Erfolg. Ein zu frühes Pikieren kann die zarten Keimlinge schädigen, während ein zu spätes Pikieren ihre Entwicklung unnötig einschränkt. Der ideale Moment ist gekommen, wenn die Sämlinge ihre ersten „echten“ Blätter entwickelt haben. Diese sind die sogenannten Laubblätter, die sich nach den anfänglichen Keimblättern (Kotyledonen) bilden und charakteristisch für die jeweilige Pflanzenart sind. Sie sind meist größer und anders geformt als die Keimblätter, die lediglich die gespeicherten Nährstoffe des Samens enthalten.
Ein weiteres Indiz für den richtigen Zeitpunkt ist, wenn die Sämlinge in ihrer Aussaatschale oder ihrem Anzuchttopf dicht beieinander stehen und sich ihre Blätter berühren oder sogar leicht überlappen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass der verfügbare Platz knapp wird und die Wurzeln beginnen, miteinander zu konkurrieren. Sie können auch vorsichtig am Substrat rütteln und prüfen, ob bereits ein feiner Wurzelballen erkennbar ist. Wenn die Erde beim Herausheben leicht zusammenhängt, ist dies ein guter Indikator dafür, dass das Wurzelsystem bereits so weit entwickelt ist, dass es das Pikieren gut verkraften kann.
Vermeiden Sie es, Sämlinge zu pikieren, die noch ausschliesslich ihre Keimblätter tragen, es sei denn, sie sind extrem überfüllt und drohen zu vergilben. In diesem frühen Stadium sind sie noch sehr empfindlich. Warten Sie lieber auf die Entwicklung der ersten Laubblätter. Achten Sie auch auf die Wachstumsrate Ihrer Pflanzen: Wenn Sie feststellen, dass das Wachstum stagniert, obwohl Licht- und Temperaturbedingungen optimal sind, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Wurzeln keinen Platz mehr haben und das Pikieren dringend ansteht. Letztendlich ist es eine Kombination aus der Anzahl der Blätter, der Dichte der Anzucht und dem allgemeinen Wachstumszustand der Sämlinge, die Ihnen den perfekten Moment für das Pikieren verrät.
Der richtige Zeitpunkt ist, wenn die Pflanze die ersten echten Blätter zeigt und Platz zur Konkurrenz hat.
Voraussetzungen und benötigtes Material
Bevor Sie mit dem Pikieren beginnen, ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Sie benötigen geeignete Behälter für die pikierten Pflanzen. Das können kleine Töpfe (oft mit einem Durchmesser von 6-9 cm), Anzuchtschalen mit einzelnen Kammern oder sogenannte Multitopfplatten sein. Achten Sie darauf, dass die Behälter über Drainagelöcher verfügen, um Staunässe zu vermeiden, die Wurzelfäule begünstigt. Verwenden Sie frische, hochwertige Anzuchterde. Diese ist nährstoffarm und locker, was ideal für die Entwicklung der jungen Wurzeln ist. Billige Erde kann keimschädliche Pilze enthalten oder zu dicht sein, was das Wurzelwachstum behindert.
Das wichtigste Werkzeug ist oft ein Pikierstab oder Pikierhölzchen. Dies kann ein spezielles Werkzeug aus dem Gartencenter sein, aber auch ein Löffel, ein Eisstiel, ein Bleistift oder ein Stäbchen funktioniert. Das Werkzeug sollte stabil genug sein, um die Sämlinge sanft aus der Erde zu hebeln, aber dünn genug, um sie nicht zu beschädigen. Wenn Sie mit sehr vielen Sämlingen arbeiten, kann eine Pikierkiste oder ein Rahmen hilfreich sein, um die Sämlinge geordnet herauszuheben.
Ein Sprühflasche mit Wasser ist ebenfalls nützlich, um das Substrat leicht anzufeuchten, bevor Sie die Sämlinge pikieren. Dies erleichtert das Herauslösen und verhindert, dass die Erde zu stark austrocknet. Halten Sie einen scharfen, sauberen Löffel oder eine kleine Schaufel bereit, um das Substrat für die neuen Töpfe einzufüllen. Nicht zuletzt ist es ratsam, die Hände gründlich zu waschen oder Handschuhe zu tragen, um die Übertragung von Krankheiten oder Keimen auf die empfindlichen Jungpflanzen zu minimieren. Eine gute Beleuchtung, sei es durch ein Fenster oder eine Pflanzenlampe, ist ebenfalls wichtig, um die pikierten Pflanzen gut beobachten zu können.
Arbeitsfläche vorbereiten: Legen Sie Zeitungspapier oder eine wasserfeste Unterlage aus, um Ihre Arbeitsfläche sauber zu halten. Dies erleichtert die spätere Reinigung enorm.
Schritt-für-Schritt: So pikieren Sie Ihre Pflanzen erfolgreich
Der Prozess des Pikierens erfordert Geduld und Sorgfalt, ist aber mit den richtigen Schritten gut machbar. Beginnen Sie damit, die neuen Töpfe oder Kammern mit frischer Anzuchterde zu füllen, aber drücken Sie diese nur leicht an. Lassen Sie etwa einen Zentimeter Platz bis zum Rand. Gießen Sie die Erde leicht an, sodass sie feucht, aber nicht nass ist. Dies schafft eine gute Basis für die Wurzeln.
Nun widmen wir uns den Sämlingen in der Aussaatschale. Befeuchten Sie das Substrat dort leicht, indem Sie es vorsichtig besprühen. Dies hilft, die Erde am Wurzelballen haften zu lassen und verhindert, dass sie beim Herausheben abfällt. Nehmen Sie Ihr Pikierwerkzeug zur Hand und führen Sie es vorsichtig etwa 1-2 cm neben der Basis eines Sämlings in die Erde ein. Hebeln Sie den Sämling dann sanft nach oben. Fassen Sie den Sämling idealerweise am Blatt, niemals am Stiel, da dieser sehr empfindlich ist und leicht brechen kann. Wenn Sie mehrere Sämlinge auf einmal herausheben möchten, versuchen Sie, einen ganzen Block Erde zu lösen und dann die einzelnen Pflanzen vorsichtig voneinander zu trennen.
Setzen Sie nun den herausgehobenen Sämling mit seinem Erdklumpen in das vorbereitete Loch im neuen Topf. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln nach unten zeigen und nicht geknickt werden. Bei Pflanzen wie Tomaten ist es sogar vorteilhaft, sie tiefer zu setzen als sie zuvor standen. Dies fördert die Bildung zusätzlicher Wurzeln entlang des Stiels. Füllen Sie die restliche Erde um den Sämling herum auf und drücken Sie diese vorsichtig an, um Hohlräume zu vermeiden und einen guten Kontakt zwischen Wurzeln und Erde herzustellen. Wiederholen Sie diesen Vorgang für jeden einzelnen Sämling. Sobald alle Sämlinge pikiert sind, gießen Sie sie erneut vorsichtig an. Verwenden Sie am besten eine Sprühflasche oder eine Giesskanne mit sehr feiner Brause, um die jungen Pflanzen nicht zu beschädigen und das Substrat nicht wegzuschwemmen.
Wurzeln prüfen: Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Wurzeln beschädigt haben, nehmen Sie einen Sämling etwas vorsichtiger heraus und prüfen Sie den Zustand des Wurzelballens. Gesunde Wurzeln sind meist weißlich und fest.
Was tun nach dem Pikieren?
Nachdem das Pikieren erfolgreich abgeschlossen ist, beginnt eine wichtige Phase der Nachsorge. Die pikierten Pflanzen sind nun empfindlich und benötigen spezifische Bedingungen, um sich gut zu etablieren. Stellen Sie die frisch pikierten Sämlinge zunächst an einen etwas schattigeren Ort. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung kann die noch nicht vollständig angepassten Pflanzen überfordern und zu Verbrennungen führen. Ein heller Platz ohne direkte Mittagssonne ist ideal. Die Temperatur sollte im Vergleich zur Keimphase etwas kühler sein, um das Strecken des Stiels zu vermeiden und ein kräftigeres Wachstum zu fördern. Eine Temperatur um 18-20 Grad Celsius ist oft optimal.
Das Gießen ist nun noch kritischer. Das Substrat sollte stets leicht feucht gehalten werden, aber niemals nass. Staunässe ist einer der Hauptgründe für das Absterben von pikierten Jungpflanzen. Achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Wenn Sie unsicher sind, ob gegossen werden muss, fühlen Sie die Erde mit dem Finger an. Erst wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist, sollten Sie erneut gießen. Eine feine Brause oder eine Sprühflasche sind hierbei die besten Werkzeuge, um die junge Pflanze nicht zu beschädigen.
Beobachten Sie Ihre Pflanzen in den nächsten Tagen genau. Achten Sie auf Anzeichen von Stress wie welkende Blätter, Verfärbungen oder Pilzbefall. Wenn sich die Pflanzen gut entwickeln, können Sie sie nach etwa einer Woche allmählich an direkteres Licht gewöhnen und die Temperatur leicht erhöhen, falls gewünscht. Wenn Sie nach der Pikierphase eine Düngung vorsehen, sollte diese erst erfolgen, wenn die Pflanzen richtig angewachsen sind und deutliche Zeichen von Wachstum zeigen. Beginnen Sie mit einem sehr schwach dosierten Flüssigdünger, der speziell für Jungpflanzen entwickelt wurde. So stellen Sie sicher, dass die Wurzeln nicht durch zu viele Nährstoffe geschädigt werden.
Luftfeuchtigkeit nicht vergessen: Besonders in trockenen Räumen kann es helfen, die Luftfeuchtigkeit um die jungen Pflanzen leicht zu erhöhen. Dies kann durch eine Abdeckung mit einer transparenten Haube oder durch regelmäßiges Besprühen mit Wasser geschehen, wobei Staunässe unbedingt vermieden werden muss.
Typische Probleme und wie man sie vermeidet
Auch bei sorgfältiger Durchführung kann es beim Pikieren zu Problemen kommen. Eines der häufigsten ist das „Stauchen“ oder „Strecken“ der Pflanzen. Dies geschieht, wenn die Pflanzen zu wenig Licht erhalten oder die Temperaturen zu hoch sind. Die Stängel werden lang und dünn, die Blätter sind klein und blass. Um dies zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass die pikierten Pflanzen hell, aber nicht direkt in der prallen Sonne stehen und dass die Temperatur moderat ist. Eine gleichmässige, kühle bis temperierte Umgebung ist der Schlüssel für kompakte, kräftige Jungpflanzen.
Ein weiteres häufiges Problem ist das Absterben der Pflanzen nach dem Pikieren, oft als „Umfallkrankheit“ oder durch Wurzelfäule verursacht. Dies liegt meist an Staunässe oder der Verwendung von unsauberem Substrat oder Werkzeug. Stellen Sie unbedingt sicher, dass Ihre Töpfe Drainagelöcher haben und das Substrat gut abtrocknen kann. Reinigen Sie Werkzeuge und Gefässe gründlich vor Gebrauch. Pikieren Sie nur gesunde, kräftige Sämlinge, um von vornherein das Risiko zu minimieren.
Manchmal wachsen die pikierten Pflanzen nach dem Umtopfen nur sehr langsam an oder scheinen gar nicht mehr weiterzuwachsen. Dies kann verschiedene Ursachen haben: Möglicherweise wurden die Wurzeln beim Pikieren stark beschädigt, oder die Pflanze ist schlichtweg noch nicht bereit für neue Nährstoffe. Warten Sie geduldig ab. Wenn die Wurzeln nicht zu stark beschädigt wurden, wird die Pflanze bald neue Triebe bilden. Vermeiden Sie es, zu früh zu düngen, da dies die empfindlichen, noch nicht etablierten Wurzeln verbrennen kann. Erst wenn deutliches neues Wachstum sichtbar ist, können Sie mit einer sehr milden Düngerlösung beginnen. Beachten Sie auch, dass einige Pflanzenarten von Natur aus langsamer wachsen als andere.
Das Wichtigste ist Geduld und sorgfältige Beobachtung.Welche Pflanzen profitieren besonders vom Pikieren?
Bestimmte Gemüsesorten und Zierpflanzen sind wahre Dankeschön-Kandidaten, wenn es ums Pikieren geht. Allen voran die beliebten Nachtschattengewächse wie Tomatenpflanzen und Paprikapflanzen. Diese benötigen eine lange Vegetationsperiode und werden oft schon sehr früh im Jahr im Haus vorgezogen. Da sie häufig sehr dicht gesät werden, um den Ertrag an guten Pflanzen zu maximieren, ist das Pikieren fast unerlässlich, um ihnen das nötige Wachstumspotenzial zu sichern. Tomaten und Paprika entwickeln sich mit pikierten Wurzelballen deutlich kräftiger.
Auch andere wärmeliebende Gemüsesorten wie Auberginen, Gurkenpflanzen oder auch eine Vielzahl von Kohlsorten, zum Beispiel Brokkoli und Kohlrabi, profitieren enorm. Bei Gurkenpflanzen ist das Pikieren sogar besonders ratsam, da sie ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln müssen, um später gut fruchten zu können. Salatpflanzen, insbesondere verschiedene Kopfsalat- oder Pflücksalatvarianten, die früh ausgesät werden, wachsen nach dem Pikieren oft zu pralleren Köpfen heran. Sie werden widerstandsfähiger gegen Schnecken und andere Schädlinge.
Im Bereich der Zierpflanzen sind es oft einjährige Sommerblumen, die vom Pikieren profitieren. Dazu gehören beispielsweise Zinnien, Löwenmäulchen, Petunien oder Verbenen. Diese Blumen werden oft in grossen Mengen für den Sommergarten gezogen. Das Pikieren ermöglicht es ihnen, starke, verzweigte Pflanzen zu werden, die im Beet üppig blühen. Auch Kräuter wie Basilikum, die empfindlich auf Kälte reagieren und oft früh ausgesät werden, entwickeln sich nach dem Pikieren besser. Grundsätzlich gilt: Je feiner das Saatgut und je dichter die Aussaat, desto grösser ist in der Regel der Nutzen des Pikierens für die Entwicklung der Jungpflanzen.
Was, wenn ich nicht pikieren kann?
Wenn Sie aus verschiedenen Gründen nicht die Möglichkeit haben, Ihre Sämlinge zu pikieren – sei es mangelnder Platz, fehlende Töpfe oder einfach die Zeit – gibt es Alternativen, die Sie in Betracht ziehen können. Der wichtigste Faktor ist die richtige Aussaatmethode. Anstatt alle Samen dicht in einer Schale zu säen, können Sie von vornherein auf einzelne Anzuchttöpfe oder Muldenplatten ausweichen. Bei diesen Produkten hat jeder Sämling von Anfang an seinen eigenen Raum, was ein Verfilzen der Wurzeln und eine Konkurrenzsituation verhindert.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Torfquelltöpfen oder Kokostabs. Diese sind so konzipiert, dass man darin aussät und die Jungpflanze später mit dem gesamten Torfballen im Garten oder in einem größeren Topf einpflanzt. Das erspart das Pikieren, da die Wurzeln von Anfang an ihren eigenen Raum haben und nicht gestört werden. Achten Sie jedoch darauf, dass diese Produkte für Ihre Pflanzenart geeignet sind und dass das Substrat feucht bleibt, da es bei Austrocknung schnell zerbröselt.
Wenn Sie doch dicht gesät haben und nicht pikieren können, versuchen Sie, die Sämlinge so früh wie möglich in einzelne, grössere Töpfe umzupflanzen, sobald sie die ersten echten Blätter entwickeln. Seien Sie dabei aber extrem vorsichtig. Sie können versuchen, die gesamte Erde aus der Aussaatschale vorsichtig zu kippen und mit einem Messer oder einer Klinge die einzelnen Sämlinge mitsamt einem Stück Erde zu trennen und so in neue, vorbereitete Töpfe zu setzen. Es ist zwar riskanter als das klassische Pikieren, aber eine praktikable Lösung, wenn die Umstände es erfordern. Wichtig ist immer, die Pflanzen so wenig wie möglich zu stören und ihnen anschliessend optimale Wachstumsbedingungen zu bieten.
