Was verraten die Anzeichen im Garten über Wühlmäuse?
Wenn Sie sich fragen, wie Wühlmäuse im Garten aussehen, geht es meist nicht um das Tier selbst, sondern um die Spuren, die es hinterlässt. Diese kleinen Nager sind Meister im Verbergen, doch ihre Aktivitäten hinterlassen unverkennbare Zeichen im Erdreich und an Ihren Pflanzen. Ein genauer Blick auf das Erscheinungsbild des Gartens kann frühzeitig auf einen Befall hindeuten, bevor größerer Schaden angerichtet wird. Die typischen Symptome sind Bohrlöcher, erdhügelartige Erdausbuchtungen und vor allem angefressene Pflanzenwurzeln und -knollen. Diese visuell erkennbaren Indikatoren sind entscheidend, um die Präsenz von Wühlmäusen zu diagnostizieren und gezielte Gegenmaßnahmen einzuleiten.
- Wühlmausgänge sind flach und oft von der Seite angefressen.
- Böschungen und Rasenflächen zeigen oft Ansammlungen von Erdaushub.
- Wurzeln von Pflanzen weisen typische Nagespuren auf.
- Mehrere kleine, unscheinbare Löcher können auf ein Tunnelsystem hindeuten.
- Blattgemüse und Wurzelgemüse sind besonders gefährdet.
Die Unterscheidung zwischen den Gängen von Wühlmäusen und denen anderer Bodentiere wie dem Maulwurf ist essenziell, da die Bekämpfungsmethoden sich stark unterscheiden. Während Maulwürfe meist unter Naturschutz stehen und ihre Gänge eher tief verlaufen, sind Wühlmäuse Schädlinge, deren Eingriffe in die Vegetation oft gravierend sind. Die charakteristischen Merkmale der Wühlmausaktivitäten sind daher Ihr wichtigstes Werkzeug zur Identifizierung und zur anschließenden Bekämpfung.
Wühlmausgänge und Erdhügel: Die Spuren im Boden
Wie sehen Wühlmäuse im Garten aus, wenn man ihre Gänge und Erdhügel betrachtet? Die Gänge von Wühlmäusen sind ein zentrales Indiz für ihren Aufenthalt. Sie verlaufen in der Regel flacher als die von Maulwürfen, oft nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche, und dienen als Hauptwege für die Tiere. Diese Tunnel sind nicht immer durch deutlich sichtbare Hügel gekennzeichnet, wie man sie vom Maulwurf kennt. Stattdessen finden sich oft flache, längliche Erdausbuchtungen oder einfach nur kleine, unauffällige Löcher im Boden, die auf das Tunnelsystem hinweisen. Diese Löcher können manchmal mit den Ausgängen von Ameisenhaufen verwechselt werden, doch die umliegende Erde gibt oft den entscheidenden Hinweis.
Charakteristik der Wühlmausgänge
Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Form der Gänge: Während Maulwurfsgänge eher rundlich und oft mit einem zentralen Erdhügel verbunden sind, sind die Gänge der Wühlmäuse oft ovaler und unregelmäßiger. Sie sind breiter als die des Maulwurfs, was an den typischen Nagespuren an den Rändern erkennbar ist. Die Tiere schieben die Erde oft zur Seite, anstatt sie nach oben zu wölben, was zu den charakteristischen, flachen Erdausbuchtungen führt. Diese Gänge sind nicht nur Transportwege, sondern auch Orte, an denen die Wühlmäuse nach Nahrung suchen. Manchmal sind die Gänge von den Seiten angefressen oder zeigen Anzeichen von wiederholtem Gebrauch.
Die Erdhügel der Wühlmäuse
Die Erdhügel, die von Wühlmäusen aufgeworfen werden, unterscheiden sich deutlich von denen der Maulwürfe. Sie sind kleiner und sehen eher aus wie ein aufgeschütteter Erdkegel oder eine flache Erdbucht, aus der die Erde mehr oder weniger gleichmäßig verteilt wird. Es gibt selten den typischen, hochgewölbten Maulwurfshügel. Stattdessen findet man oft mehrere dieser kleineren Erdausbuchtungen oder einfach nur aufgeworfene Erde, die auf ein verzweigtes Tunnelsystem unter der Oberfläche hinweist. Besonders auf Rasenflächen oder an den Rändern von Beeten können diese Hügel auffallen. Achten Sie auf die Konsistenz der Erde; sie ist oft feiner und lockerer als die oberflächliche Bodenschicht.
Ein kritischer Blick auf diese Bodenspuren hilft Ihnen, Wühlmäuse frühzeitig von Maulwürfen zu unterscheiden.
Ein aufmerksamer Gärtner lernt schnell, die subtilen Unterschiede zu erkennen. Wenn Sie auf solche Bodenspuren stoßen, ist es ratsam, diese genauer zu untersuchen. Drücken Sie beispielsweise einen Ast oder einen Finger in eines der Löcher. Wenn die Erde sich seitlich bewegt und das Loch wieder verschließt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Wühlmausgang. Bei Maulwurfsgängen ist die Erde oft dichter und der Gang tiefer, was eine Reaktion weniger wahrscheinlich macht. Diese Beobachtungen sind entscheidend, um die richtige Strategie zur Vertreibung der Tiere zu wählen.
Fraßspuren an Pflanzenwurzeln und -knollen
Der wohl sichtbarste und schmerzlichste Beweis für Wühlmäuse im Garten sind die Schäden, die sie an Pflanzen hinterlassen. Wie sehen diese Fraßspuren aus? Wühlmäuse ernähren sich hauptsächlich von Wurzeln, Zwiebeln und Knollen. Wenn Sie Pflanzen in Ihrem Garten plötzlich welken sehen, kümmerlich wachsen oder sogar absterben, obwohl die oberirdische Pflege stimmt, ist der Blick unter die Erde unerlässlich. Die Wurzeln zeigen dann typische Nagetierspuren: Sie sind angefressen, oft bis auf den harten Holzkern reduziert, oder es fehlen ganze Teile. Die Fraßspuren sind meist nicht glatt, sondern eher unregelmäßig, mit deutlichen Kerben, die von den Nagezähnen stammen.
Schäden an verschiedenen Pflanzentypen
Besonders gefährdet sind Pflanzen mit fleischigen Wurzeln, Zwiebeln oder Knollen. Dazu gehören:
- Gemüse: Karotten, Kartoffeln, Radieschen, Sellerie, Pastinaken – alles, was unter der Erde wächst, ist ein Leckerbissen. Die Knollen und Wurzeln können mit tiefen Fraßspuren übersät sein, was sie ungenießbar oder unkenntlich macht.
- Obstgehölze und Rosen: Die Wurzeln junger Bäume und Sträucher, insbesondere Rosen, sind ein beliebtes Ziel. Wenn die Hauptwurzeln angeknabbert werden, kann die Pflanze absterben. Die oberirdischen Anzeichen sind hier oft erst das plötzliche Welken oder das Ausbleiben des Austriebs im Frühjahr.
- Zwiebelblumen: Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Zwiebelblumen sind besonders anfällig. Oft bleiben nur noch leere Hüllen oder stark abgenagte Zwiebeln zurück, was zum Ausbleiben der Blüte führt. Manchmal sind die Zwiebeln sogar komplett verschwunden.
- Kräuter und Stauden: Auch die Wurzeln von Stauden und Kräutern können angefressen werden, was zu einem verminderten Wachstum oder zum Absterben einzelner Triebe führt.
Die typische "Oberflächen-Anfraß" Methode
Wühlmäuse fressen oft nicht die gesamte Wurzel oder Knolle auf einmal ab, sondern hinterlassen eine charakteristische, unregelmäßige Nagerei. Sie fressen sich oft von der Seite in Wurzeln oder Knollen hinein. Das kann dazu führen, dass eine Pflanze zwar noch lebt, aber stark geschwächt ist und sich nicht mehr richtig entwickeln kann. Das Ergebnis sind Pflanzen, die kümmerlich aussehen, gelbe Blätter bekommen oder im schlimmsten Fall eingehen. Bei starkem Befall können die Wurzeln fast vollständig zerstört sein, was die Pflanze nicht mehr versorgen kann.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Basis Ihrer jungen Bäume und Sträucher auf Rinden- oder Wurzelverletzungen, da Wühlmäuse auch hier Schaden anrichten können.
Die genaue Betrachtung der Fraßspuren ist der Schlüssel, um einen Wühlmausbefall sicher zu identifizieren.
Wenn Sie angefressene Wurzeln entdecken, vergleichen Sie die Spuren. Sind sie unregelmäßig und grob, wie von breiten Nagezähnen hinterlassen? Sehen Sie vielleicht sogar kleine Kotkrümel in der Nähe? Diese Details helfen, Wühlmäuse von anderen Schädlingen oder auch von den natürlichen Abbauprozessen im Boden zu unterscheiden. Der Schaden ist oft so spezifisch, dass er fast wie ein Fingerabdruck für Wühlmäuse wirkt.
Andere auffällige Anzeichen und Verwechslungsgefahren
Wie sehen Wühlmäuse im Garten neben Gängen und Fraßspuren noch aus? Es gibt weitere Indizien, die auf einen Befall hindeuten können. Dazu gehören beispielsweise das plötzliche Welken von Pflanzen, die an sich gut versorgt sind. Dies ist oft ein indirektes Zeichen dafür, dass die Wurzeln durch Wühlmäuse stark beschädigt wurden und die Pflanze kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann. Manchmal finden sich auch angefressene oberirdische Pflanzenteile, besonders wenn die Wühlmäuse bei ihrer Tunnelarbeit auf diese stoßen oder wenn der Hunger sehr groß ist. Solche Anzeichen sind jedoch weniger spezifisch und können auch auf andere Schädlinge oder Krankheiten hindeuten.
Verwechslung mit Maulwürfen und anderen Tieren
Die größte Verwechslungsgefahr besteht, wie bereits erwähnt, mit dem Maulwurf. Maulwürfe sind Insektenfresser und ernähren sich von Regenwürmern, Larven und Engerlingen. Ihre Gänge sind für Pflanzen meist ungefährlich, da sie die Wurzeln nicht anknabbern. Maulwurfshügel sind zudem charakteristisch hoch und kegelförmig. Wühlmäuse hingegen sind Pflanzenfresser und verursachen direkten Schaden. Auch Spitzmäuse, die ebenfalls unter der Erde leben, können mit Wühlmäusen verwechselt werden. Spitzmäuse sind aber ebenfalls Insektenfresser und stellen keine Gefahr für Pflanzen dar. Ihre Gänge sind oft feiner und weniger ausgeprägt als die von Wühlmäusen.
Weitere Hinweise auf Wühlmausaktivität
Manchmal kann man auch die Wühlmäuse selbst beobachten, besonders in den Abend- oder frühen Morgenstunden, wenn sie aktiv sind. Sie sind nachtaktiv und dämmerungsaktiv. Ihre Größe liegt zwischen der einer Feldmaus und einer jungen Ratte, sie sind gedrungen und haben kurze Beine, kleine Augen und Ohren. Ihre Fellfarbe variiert von braun bis grau. Wenn Sie ein solches Tier im Garten sehen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Wühlmaus handelt. Das Vorhandensein von Kotspuren, die kleinen, rundlichen Kötteln ähneln, kann ebenfalls auf Wühlmäuse hindeuten, obwohl diese oft schwer zu finden sind, da sie tief im Gangsystem vergraben werden.
Die Kombination mehrerer Anzeichen erhöht die Sicherheit der Diagnose erheblich.
Es ist wichtig, nicht nur ein einzelnes Symptom zu betrachten, sondern das Gesamtbild zu erfassen. Sehen Sie flache Gänge UND angefressene Wurzeln UND vielleicht sogar ein Tier? Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Wühlmausbefalls sehr hoch. Achten Sie auch auf die Umgebung: Wühlmäuse bevorzugen Gärten mit lockerer Erde, viel Vegetation und Versteckmöglichkeiten wie dichte Bodendecker oder Hecken. Wenn Ihr Garten solche Merkmale aufweist, ist Vorsicht geboten.
Was zieht Wühlmäuse in den Garten? Risikofaktoren verstehen
Um zu verstehen, wie Wühlmäuse im Garten aussehen und welche Spuren sie hinterlassen, ist es auch hilfreich zu wissen, was sie überhaupt anzieht. Wühlmäuse sind keine wählerischen Esser, aber bestimmte Gartenbedingungen erhöhen das Risiko eines Befalls erheblich. Die wichtigste Anziehungskraft sind natürlich Nahrungsquellen. Sie lieben saftige Wurzeln, Knollen und Zwiebeln. Ein Garten, der reich an solchen Pflanzen ist, bietet ihnen eine ideale Futterbasis. Dazu gehören nicht nur Gemüsebeete, sondern auch Obstbäume mit ihren Wurzeln, Zierpflanzen mit dicken Knollen und Blumenbeete mit empfindlichen Zwiebeln.
Bevorzugte Lebensräume der Wühlmäuse
Neben der Nahrungsverfügbarkeit bevorzugen Wühlmäuse Gärten, die ihnen Schutz und geeignete Nistmöglichkeiten bieten. Lockere, gut durchlüftete Böden sind für sie ideal, da sie dort leicht graben können. Dichte Bodendecker, hohe Gräser, Sträucher und Hecken bieten Verstecke und Schutz vor Fressfeinden wie Greifvögeln, Füchsen oder Katzen. Auch feuchte oder sumpfige Bereiche können attraktiv sein, da diese oft eine reiche Auswahl an Wurzeln und Insekten bieten. Ein unaufgeräumter Garten mit viel Laub oder Reisighaufen kann ebenfalls als Versteck dienen und somit die Ansiedlung fördern.
Die Rolle von Nachbargärten und natürlichen Barrieren
Die Ausbreitung von Wühlmäusen wird auch durch die umliegende Landschaft beeinflusst. Wenn Nachbargärten stark befallen sind oder es große Grünflächen wie Wiesen oder Felder in der Nähe gibt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Wühlmäuse auch in Ihren Garten wandern. Natürliche Barrieren wie stark befahrene Straßen oder sehr trockene, sandige Böden können die Ausbreitung zwar verlangsamen, aber Wühlmäuse sind erstaunlich anpassungsfähig. Es ist daher wichtig, auch präventiv Maßnahmen zu ergreifen, selbst wenn aktuell kein Befall sichtbar ist.
Die Prävention beginnt damit, Ihren Garten für Wühlmäuse weniger attraktiv zu gestalten.
Betrachten Sie Ihren Garten also nicht nur als Ort des Wachstums, sondern auch als potenzielles Zuhause für unerwünschte Untermieter. Ein gepflegter Garten mit klar definierten Beeten, wenig ungepflegten Ecken und einer gesunden Vielfalt an Pflanzen, die nicht alle auf einmal die Lieblingsspeisen der Wühlmäuse sind, bietet weniger Anreize. Auch die Schaffung von Barrieren, wie zum Beispiel das Einpflanzen von Knollen und Zwiebeln in engmaschige Drahtkörbe, kann helfen, diese besonders gefährdeten Pflanzen zu schützen.
Wühlmäuse bekämpfen: Was tun, wenn der Schaden sichtbar ist?
Wenn Sie die Anzeichen gesehen haben und wissen, wie Wühlmäuse im Garten aussehen und welche Schäden sie anrichten, stellt sich die dringende Frage: Was nun? Die Bekämpfung von Wühlmäusen erfordert oft Geduld und eine Kombination verschiedener Methoden, da sie sehr hartnäckig sein können. Die Wahl der richtigen Methode hängt von der Stärke des Befalls, der Größe Ihres Gartens und Ihren persönlichen Präferenzen ab. Es gibt sowohl biologische als auch chemische Ansätze, sowie mechanische oder bauliche Maßnahmen.
Biologische und Hausmittel zur Vertreibung
Viele Gärtner bevorzugen umweltfreundliche Methoden. Dazu gehören:
- Pflanzen gegen Wühlmäuse: Bestimmte Pflanzen wie Christrose, Kaiserkrone, Rizinus oder Tomaten sollen Wühlmäuse vertreiben. Ihre Wirkung ist oft umstritten, aber sie können Teil einer umfassenderen Strategie sein.
- Geruchs- und Vibrationsquellen: Das Einbringen von stark riechenden Substanzen wie Knoblauchzehen, Lavendel oder aber auch das Aufstellen von Ultraschallgeräten oder Windrädern, die Vibrationen erzeugen, kann die Tiere stören und zum Verlassen des Gebiets bewegen. Auch die Verwendung von Gülle oder Jauche in den Gängen wird manchmal empfohlen.
- Natürliche Fressfeinde fördern: Eulen, Mäusebussarde und Füchse sind natürliche Feinde. Das Anbringen von Eulenkästen kann helfen, die Populationen auf natürliche Weise zu regulieren. Auch Katzen können eine abschreckende Wirkung haben.
Mechanische Bekämpfungsmethoden
Mechanische Methoden zielen darauf ab, die Tiere physisch zu fangen oder ihre Tunnel zu blockieren. Dazu gehören spezielle Wühlmausfallen, die in die Gänge gelegt werden. Es ist wichtig, diese Fallen korrekt zu platzieren und regelmäßig zu kontrollieren. Eine andere Methode ist das Anbringen von feinem Drahtgitter (Wühlmausgitter) um die Wurzeln von gefährdeten Pflanzen oder das Auskleiden von Pflanzlöchern damit. Dies schützt die Pflanzen direkt, ist aber bei größeren Flächen sehr aufwendig.
Chemische Bekämpfung – mit Bedacht einsetzen
Chemische Mittel wie Rodentizide sollten nur als letztes Mittel und mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden. Sie sind oft giftig für Haustiere und Nützlinge und können auch für Menschen gefährlich sein. Die Anwendung muss strikt nach Anleitung erfolgen, um Risiken zu minimieren. Eine Alternative sind Köder, die auf natürlichen Wirkstoffen basieren, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Die Bekämpfung der Wühlmäuse sollte immer das Ziel haben, die Population zu reduzieren, nicht auszulöschen, um das ökologische Gleichgewicht nicht zu stören.
Die effektivste Strategie kombiniert oft mehrere Ansätze, um den Schädlingen keine Chance zu lassen.
Wenn Sie einen starken Befall haben, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen. Die Wahl der richtigen Methode zur Bekämpfung der Wühlmäuse ist entscheidend, um langfristig Erfolg zu haben und Ihren Garten wieder zu einem Ort der Freude zu machen, frei von unerwünschten Nagespuren.
Pflanzen als natürliche Abwehrmaßnahme gegen Wühlmäuse
Die Frage, wie Wühlmäuse im Garten aussehen und wie man sie erkennt, führt unweigerlich zur Suche nach präventiven Maßnahmen. Eine beliebte und umweltfreundliche Methode ist die gezielte Bepflanzung mit Arten, die Wühlmäuse angeblich fernhalten sollen. Obwohl die wissenschaftliche Wirksamkeit einzelner Pflanzen oft diskutiert wird, schwören viele Gärtner auf eine Kombination verschiedener Geruchs- und Geschmacksstoffe, die die Nager abschrecken sollen. Der Gedanke dahinter ist, dass die intensiven Gerüche oder der bittere Geschmack bestimmter Pflanzen für die Wühlmäuse unangenehm sind und sie dazu veranlassen, das Gebiet zu meiden.
Welche Pflanzen sollen Wühlmäuse abwehren?
Es gibt eine Reihe von Pflanzen, denen nachgesagt wird, Wühlmäuse abzuhalten. Dazu gehören:
- Kaiserkrone (Fritillaria imperialis): Ihr strenger Geruch soll Wühlmäuse vertreiben. Sie wird oft zwischen andere empfindliche Pflanzen gesetzt.
- Christrose (Helleborus niger): Diese Pflanze ist giftig und ihr Geruch soll für Wühlmäuse unangenehm sein.
- Rizinus (Ricinus communis): Obwohl giftig und nicht winterhart, wird Rizinus oft als starker Vertreiber genannt. Seine Pfahlwurzel soll Wühlmäuse irritieren.
- Tomatenpflanzen: Der intensive Geruch der Tomatenpflanzen soll Wühlmäuse fernhalten.
- Knoblauch und Zwiebeln: Ähnlich wie bei den Küchenzwiebeln soll der starke Geruch von Knoblauch die Nager stören.
- Wildwuchs von Holunder oder Schafgarbe: Auch diesen Pflanzen wird eine abschreckende Wirkung nachgesagt.
- Weitere Arten: Ringelblumen, Mädesüss, Taubnesseln und verschiedene Kräuter wie Pfefferminze oder Lavendel werden ebenfalls genannt.
Die richtige Platzierung und Kombination
Um die Wirksamkeit zu erhöhen, ist es ratsam, diese Pflanzen gezielt dort zu platzieren, wo Sie Wühlmäuse vermuten oder wo Ihre empfindlichsten Pflanzen stehen. Das bedeutet, sie in der Nähe von Obstbäumen, Rosenstöcken, Gemüsebeeten oder Zwiebelblumen zu pflanzen. Eine einzelne Pflanze wird selten ausreichen, um einen ganzen Garten zu schützen. Eine Kombination verschiedener Arten, die unterschiedliche Duftstoffe abgeben, könnte effektiver sein. Wichtig ist auch, dass die Pflanzen selbst stark genug sind, um dem Bodenleben standzuhalten oder nicht selbst zu einem Hauptziel zu werden.
Der strategische Einsatz von Pflanzen ist eine Ergänzung, kein Alleinheilmittel gegen Wühlmäuse.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Wirksamkeit dieser pflanzlichen Abwehrmaßnahmen nicht immer wissenschaftlich eindeutig belegt ist und oft von den individuellen Bedingungen im Garten abhängt. Dennoch stellen sie eine attraktive, ungiftige Option dar, um das Risiko eines Befalls zu minimieren und gleichzeitig die Biodiversität im Garten zu fördern. Wenn Sie also das nächste Mal überlegen, wie Wühlmäuse im Garten aussehen und welche Spuren sie hinterlassen, denken Sie auch darüber nach, wie Sie Ihren Garten mit den richtigen Pflanzen unattraktiv für sie machen können.
Größe und Aussehen von Wühlmäusen im Vergleich
Obwohl die Frage 'Wie sehen Wühlmäuse im Garten aus?' meist auf die Spuren abzielt, kann es hilfreich sein, das Tier selbst zu kennen, um es im seltenen Falle einer direkten Sichtung richtig einordnen zu können. Wühlmäuse sind keine großen Tiere. Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 8 bis 13 Zentimetern, wobei der Schwanz nochmals 4 bis 7 Zentimeter misst. Ihr Körperbau ist gedrungen und walzenförmig, was ihnen hilft, sich effizient durch ihre Tunnelsysteme zu bewegen. Die Fellfarbe variiert stark und reicht von grau-braun über rot-braun bis hin zu einem dunkleren Braun. Sie sind meist einfarbig.
Unterschiede zu Feldmäusen und anderen Nagern
Die Verwechslungsgefahr mit Feldmäusen ist hoch, da beide Tiere ähnlich aussehen und auch ähnliche Lebensräume bewohnen können. Der Hauptunterschied liegt im Schwanz: Wühlmäuse haben einen deutlich kürzeren und behaarteren Schwanz als Feldmäuse, deren Schwänze länger und dünner sind. Auch die Augen und Ohren sind bei Wühlmäusen kleiner und oft stärker im Fell verborgen, was ihnen ein eher plumperes Aussehen verleiht als den meist agiler wirkenden Feldmäusen. Feldmäuse haben oft auch eine hellere Bauchseite. Die Pfoten der Wühlmäuse sind kräftiger und zum Graben ausgebildet.
Lebensweise und Aktivitätsmuster
Wühlmäuse sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, was ihre Sichtung erschwert. Sie leben meist einzelgängerisch oder in lockeren Kolonien und sind ausgezeichnete Gräber. Ihr Tunnelsystem ist komplex und weit verzweigt, mit mehreren Ein- und Ausgängen sowie speziellen Kammern für Vorräte und Nester. Sie verbringen fast ihr gesamtes Leben unter der Erde. Ihre Hauptnahrungsquelle sind Pflanzenwurzeln, Rinden, Knollen und Zwiebeln, was sie zu einer Plage für Gärtner macht. Im Gegensatz zu den meisten Nagetieren halten Wühlmäuse keinen echten Winterschlaf, sondern sind das ganze Jahr über aktiv und benötigen ständig Nahrung.
Die Größe und das gedrungene Aussehen sind typisch für ein Tier, das sein Leben im Erdbau verbringt.
Wenn Sie also jemals ein kleines, braunes Nagetier mit kurzem Schwanz und eher unscheinbaren Ohren und Augen im Garten sehen, das sich über den Boden bewegt und dabei vielleicht sogar einen kleinen Erdhügel aufwirft, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Wühlmaus. Doch auch ohne das Tier selbst zu sehen, verraten die Gänge und Fraßspuren fast immer die Anwesenheit dieser emsigen Untermieter, und das ist letztlich die entscheidende Information für jeden Gärtner.
