Warum Zucchini im Gewächshaus anbauen?
Das Gedeihen von Zucchini im Freiland ist oft vom Wetter abhängig. Frostempfindlichkeit und die Notwendigkeit warmer Bodentemperaturen können den Anbau im Freiland verzögern oder erschweren. Wenn Sie sich jedoch entscheiden, Zucchini im Gewächshaus anzubauen, öffnen Sie die Tür zu einer früheren und potenziell üppigeren Ernte. Das geschützte Klima bietet entscheidende Vorteile: Es schützt die empfindlichen Jungpflanzen vor späten Frösten und kalten Nächten, die im Frühjahr häufig auftreten. Zudem erwärmt sich der Boden unter Glas schneller, was den Keimprozess und das Wachstum beschleunigt.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die kontrolliertere Umgebung. Sie können die Luftfeuchtigkeit besser steuern und die Pflanzen vor extremen Wetterereignissen wie starkem Regen, Hagel oder Wind schützen, die im Freiland den Ertrag mindern oder die Pflanzen schädigen könnten. Diese geschützte Kultivierung verlängert nicht nur die Ernteperiode, sondern kann auch dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, da die Blätter trockener bleiben und weniger anfällig für Pilzbefall sind. Zucchini sind bekannt für ihren schnellen Wuchs und ihre Fruchtbarkeit, und diese Eigenschaften lassen sich im Gewächshaus optimal nutzen, um kontinuierlich frische Früchte zu produzieren.
Die Entscheidung für den Anbau im Gewächshaus bedeutet eine Investition in eine optimierte Wachstumsphase. Sie schaffen ideale Bedingungen, die Zucchini lieben: Wärme, Licht und Schutz. Dies führt oft zu kräftigeren Pflanzen, die schon früher im Jahr beginnen, köstliche Früchte zu tragen. Das Ergebnis ist eine längere Erntezeit und ein besserer Schutz vor Schädlingen und Krankheiten, die im Freiland leichter Fuß fassen können.
Die Vorteile sind vielfältig:
- Früherer Erntebeginn um mehrere Wochen.
- Schutz vor Wetterextremen wie Frost, Starkregen und Wind.
- Höhere Bodentemperaturen fördern schnelles Wachstum.
- Bessere Kontrolle über Schädlinge und Krankheiten.
- Potenziell höhere Erträge durch optimierte Bedingungen.
Die geschützte Umgebung des Gewächshauses ist entscheidend für einen erfolgreichen und frühen Zuchtanbau.
Vorbereitung des Gewächshauses und des Bodens
Bevor die ersten Zucchinipflanzen ihr neues Zuhause im Gewächshaus beziehen, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Zucchini sind Starkzehrer und benötigen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Beginnen Sie damit, das Gewächshaus gründlich zu reinigen. Entfernen Sie alte Pflanzenreste, Unkraut und Staub, um die Ausbreitung von Krankheiten oder Schädlingen zu verhindern. Eine Desinfektion der Flächen kann sinnvoll sein, besonders wenn im Vorjahr Probleme auftraten.
Der Boden im Gewächshaus muss auf die Bedürfnisse der Zucchini abgestimmt werden. Idealerweise verbessern Sie den vorhandenen Boden mit reifem Kompost und gut verrottetem Mist. Eine Schicht von etwa 10-15 cm organischen Materials, das tief in den Boden eingearbeitet wird, versorgt die Pflanzen über die gesamte Saison hinweg mit wichtigen Nährstoffen. Achten Sie darauf, dass der Boden locker und gut drainiert ist, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann. Wenn der Boden im Gewächshaus zu lehmig ist, kann die Einarbeitung von Sand oder Perlit die Drainage verbessern. Umgekehrt kann bei sehr sandigem Boden die Zugabe von Tonmehl oder mehr Kompost helfen, die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen.
Die Bodentemperatur ist ein kritischer Faktor für Zucchini. Sie bevorzugen Bodentemperaturen von mindestens 15-20°C. Um dies zu erreichen, kann es ratsam sein, das Gewächshaus einige Wochen vor der Pflanzung zu beheizen oder durch den Einsatz von schwarzer Mulchfolie die Bodenerwärmung zu unterstützen. Auch eine Frühbeetfunktion oder eine zusätzliche Heizmatte unter den Pflanzgefäßen kann bei sehr kühlen Frühjahrsbedingungen hilfreich sein, um die nötige Wärme zu gewährleisten.
Optimierung der Bodenstruktur
- Nährstoffreich: Einarbeitung von reichlich Kompost und Stallmist.
- Gut durchlässig: Vermeidung von Staunässe durch Auflockerung mit Sand oder Perlit bei Bedarf.
- Ausreichende Tiefe: Der Boden sollte mindestens 30-40 cm tief bearbeitet werden, um den Wurzeln genügend Raum zu geben.
Die Bodentemperatur ist ein kritischer Faktor für Zucchini. Sie bevorzugen Bodentemperaturen von mindestens 15-20°C. Um dies zu erreichen, kann es ratsam sein, das Gewächshaus einige Wochen vor der Pflanzung zu beheizen oder durch den Einsatz von schwarzer Mulchfolie die Bodenerwärmung zu unterstützen. Auch eine Frühbeetfunktion oder eine zusätzliche Heizmatte unter den Pflanzgefäßen kann bei sehr kühlen Frühjahrsbedingungen hilfreich sein, um die nötige Wärme zu gewährleisten.
Eine gründliche Bodenvorbereitung legt den Grundstein für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte.
Die richtige Sortenwahl und Aussaat
Nicht jede Zucchini-Sorte ist gleichermaßen für den Anbau im geschützten Raum geeignet. Während viele Sorten gut gedeihen, gibt es einige, die durch ihre Wuchsform oder ihre Toleranz gegenüber bestimmten Bedingungen Vorteile im Gewächshaus bieten. Achten Sie auf Sorten, die für ihre frühe Reife bekannt sind oder eine kompaktere Wuchsform haben, da Zucchini im Gewächshaus schnell viel Platz einnehmen können. 'Black Beauty' ist eine klassische, ertragreiche Sorte, die auch im Gewächshaus gut wächst. Für frühe Ernten eignen sich oft auch frühe Hybriden. Informieren Sie sich über die spezifischen Eigenschaften der Sorten, die Sie wählen möchten.
Die Aussaat für den Anbau im Gewächshaus kann früher beginnen als im Freiland. Sie können bereits Ende März bis Anfang April mit der Vorkultur auf der Fensterbank oder in einem beheizten Frühbeet beginnen. Verwenden Sie gut durchlässige Anzuchterde und säen Sie die Samen etwa 2-3 cm tief in einzelne Töpfe oder Anzuchtschalen. Stellen Sie die Samen an einen warmen Ort mit Temperaturen um 20-25°C. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, benötigen sie viel Licht. Ein Südfenster oder eine Pflanzenlampe sind ideal, um vergeiltes Wachstum zu vermeiden. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
Wenn Sie die Zucchini direkt ins Gewächshaus säen möchten, warten Sie, bis die Nachttemperaturen konstant über 10°C liegen und der Boden sich auf mindestens 15°C erwärmt hat. Dies ist oft erst ab Mitte Mai der Fall, je nach Region und Heizleistung des Gewächshauses. Direkt gesäte Samen benötigen in der Regel etwas länger, um zu keimen, haben aber oft einen robusteren Start, da sie nicht pikiert oder umgesetzt werden müssen.
Auswahl und Aussaat-Tipps
- Sorten: Bevorzugen Sie frühe Sorten oder solche mit kompakterem Wuchs.
- Vorkultur: Beginnen Sie ab Ende März/Anfang April in Töpfen bei 20-25°C.
- Direktsaat: Ab Mitte Mai, wenn der Boden warm genug ist.
- Tiefgang: Säen Sie Samen 2-3 cm tief.
- Lichtbedarf: Junge Keimlinge benötigen viel Licht.
Die Wahl der richtigen Sorte und der optimale Zeitpunkt für die Aussaat sind entscheidend für den frühen Erfolg.
Das Auspflanzen ins Gewächshaus
Nachdem die Zucchinipflanzen im Gewächshaus vorgezogen wurden und die Gefahr von Nachtfrösten im Freiland endgültig vorüber ist, können sie ins endgültige Beet oder in größere Kübel umgepflanzt werden. Zucchini sind sehr wärmeliebend, daher ist es wichtig, dass die Temperaturen stabil sind. Die Jungpflanzen sollten bereits gut entwickelt sein und idealerweise zwei bis drei echte Blätter tragen. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen vor dem Auspflanzen abgehärtet sind, indem Sie sie einige Tage lang im Freien an einen geschützten Ort stellen, um sie an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen.
Achten Sie auf den richtigen Pflanzabstand, denn Zucchini wachsen schnell zu stattlichen Pflanzen heran, die viel Platz benötigen. Im Gewächshaus, wo der Platz oft begrenzt ist, kann ein Abstand von 60-80 cm zwischen den Pflanzen sinnvoll sein, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und Krankheiten vorzubeugen. Bei sehr großwüchsigen Sorten oder wenn Sie mehrere Pflanzen pro Quadratmeter kultivieren möchten, sollten Sie über eine Rankhilfe nachdenken, um die Pflanzen vertikal zu leiten und den Platz optimal zu nutzen. Dies verbessert auch die Belüftung und reduziert das Risiko von Pilzbefall.
Wenn Sie Zucchini in größeren Kübeln oder speziellen Pflanzsäcken im Gewächshaus anbauen möchten, wählen Sie Behälter mit einem Volumen von mindestens 20-30 Litern pro Pflanze. Diese sollten über gute Drainagelöcher verfügen. Verwenden Sie auch hier eine nährstoffreiche Erde, idealerweise eine Mischung aus guter Gartenerde und Kompost. Achten Sie darauf, Kübelpflanzen regelmäßiger zu gießen und zu düngen, da ihr Nährstoff- und Wasserreservoir begrenzter ist als das von Pflanzen im Freiland.
Pflanzung – Worauf Sie achten sollten
- Temperatur: Nur auspflanzen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und die Temperaturen stabil sind.
- Abstand: Mindestens 60-80 cm zwischen den Pflanzen für gute Belüftung.
- Kühlhaus vs. warmes Gewächshaus: Die Pflanzzeit kann je nach Art des Gewächshauses variieren.
- Kübelanbau: Mindestens 20-30 Liter pro Pflanze.
- Härtung: Pflanzen einige Tage an die Außenbedingungen gewöhnen.
Ein sorgfältiges Auspflanzen zum richtigen Zeitpunkt und mit ausreichendem Abstand sichert das Wachstum.
Pflege der Zucchinipflanzen im Gewächshaus
Die Pflege von Zucchini im Gewächshaus erfordert Aufmerksamkeit, besonders im Hinblick auf Bewässerung, Düngung und Schädlingsmanagement. Zucchini haben einen hohen Wasserbedarf, insbesondere während der Fruchtbildung. Gießen Sie regelmäßig und gleichmäßig, vorzugsweise morgens, um die Blätter nicht unnötig nass zu machen, was Pilzkrankheiten begünstigen könnte. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da diese Wurzelfäule verursachen kann. Eine Mulchschicht kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren und Unkraut zu unterdrücken.
Als Starkzehrer benötigen Zucchini eine kontinuierliche Nährstoffversorgung. Beginnen Sie etwa zwei bis drei Wochen nach dem Auspflanzen mit dem Düngen. Verwenden Sie am besten organische Dünger wie Komposttee, verdünnte Brennnesseljauche oder spezielle Gemüsedünger. Eine Überdüngung mit Stickstoff sollte vermieden werden, da dies zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung führen kann. Achten Sie auf einen ausgewogenen Nährstoffgehalt, insbesondere Kalium und Phosphor, die für die Blütenbildung und Fruchtentwicklung wichtig sind.
Die Belüftung des Gewächshauses ist entscheidend, um ein gesundes Wachstum zu fördern und Krankheiten vorzubeugen. Lüften Sie das Gewächshaus täglich, besonders an warmen Tagen, um die Temperatur zu senken und die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Eine gute Luftzirkulation hilft, Pilzkrankheiten wie Mehltau zu verhindern, die sich in feuchter Umgebung schnell ausbreiten können. Achten Sie auch auf Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen es Ihnen, frühzeitig einzugreifen. Biologische Mittel oder Nützlinge sind oft die beste Wahl im geschützten Anbau.
Pflege-Maßnahmen im Überblick
- Bewässerung: Regelmäßig, gleichmäßig und am besten morgens gießen. Staunässe vermeiden.
- Düngung: Beginnen Sie 2-3 Wochen nach dem Auspflanzen mit organischen Düngern.
- Belüftung: Täglich lüften, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu regulieren.
- Schädlingskontrolle: Regelmäßige Kontrollen und frühes Eingreifen mit biologischen Mitteln.
Regelmäßige und angepasste Pflege ist der Schlüssel zu gesunden Zucchinipflanzen und einer reichen Ernte im Gewächshaus.
Bestäubung und Fruchtentwicklung
Zucchini sind in der Regel selbstfruchtbar, was bedeutet, dass eine einzelne Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Blüten produziert und diese sich selbst bestäuben können. Die männlichen Blüten erscheinen zuerst und dienen dazu, die Pflanze auf die Fruchtbildung vorzubereiten. Später entwickeln sich die weiblichen Blüten, die an ihrer Basis bereits eine kleine Fruchtanlage in Form einer Mini-Zucchini erkennen lassen. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten wie Bienen und Hummeln. Da Zucchini im Gewächshaus oft weniger natürliche Bestäuber haben als im Freiland, kann es sinnvoll sein, die Bestäubung manuell zu unterstützen.
Um die Bestäubung manuell durchzuführen, benötigen Sie einen weichen Pinsel oder ein Wattestäbchen. Nehmen Sie vorsichtig Pollen von einer männlichen Blüte auf und übertragen Sie ihn auf die Narbe der weiblichen Blüte. Dies sollte idealerweise an einem warmen, trockenen Vormittag geschehen, wenn die Blüten geöffnet sind. Achten Sie darauf, die Pollen gründlich zu verteilen. Eine erfolgreiche Bestäubung erkennen Sie daran, dass sich die Fruchtanlage hinter der weiblichen Blüte nach der Bestäubung zu entwickeln beginnt und die Blüte selbst verwelkt. Wenn die Fruchtanlage nicht wächst oder verkümmert, war die Bestäubung wahrscheinlich nicht erfolgreich.
Die Fruchtentwicklung bei Zucchini ist bemerkenswert schnell. Unter optimalen Bedingungen können Sie oft schon wenige Tage nach der erfolgreichen Bestäubung erste Früchte ernten. Die ideale Erntezeit ist, wenn die Zucchini etwa 15-20 cm lang sind. Kleinere Früchte sind zarter und haben weniger Kerne. Regelmäßiges Ernten ermutigt die Pflanze, weitere Früchte zu produzieren und verhindert, dass die Zucchini zu groß und holzig werden. Wenn Sie zu spät ernten, kann dies die Gesamtproduktion der Pflanze verringern, da sie ihre Energie in die Reifung zu großer Früchte steckt.
Fruchtbildung und Ernte-Optimierung
- Selbstfruchtbarkeit: Zucchini sind meist selbstfruchtbar, benötigen aber Bestäuber.
- Manuelle Bestäubung: Mit Pinsel/Wattestäbchen Pollen von männlichen auf weibliche Blüten übertragen.
- Erntezeitpunkt: Ideale Größe 15-20 cm für zarte Früchte.
- Regelmäßigkeit: Häufiges Ernten fördert weitere Fruchtbildung.
Die Unterstützung der Bestäubung und die regelmäßige Ernte sind essenziell für einen kontinuierlichen Ertrag.
Häufige Probleme und deren Lösungen
Obwohl das Gewächshaus Schutz bietet, können Zucchini auch hier mit spezifischen Problemen konfrontiert sein. Eines der häufigsten ist der Echte Mehltau, eine Pilzkrankheit, die sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern zeigt. Hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Belüftung begünstigen seine Ausbreitung. Vorbeugung durch gute Belüftung und das Vermeiden von nassem Laub ist der beste Schutz. Bei Befall können Sie befallene Blätter entfernen und auf Hausmittel wie eine Mischung aus Milch und Wasser (im Verhältnis 1:10) oder spezielle biologische Fungizide zurückgreifen. Wichtig ist, die Behandlung fortzusetzen, bis der Befall eingedämmt ist.
Ein weiteres Problem kann die Blütenfäule sein, die oft durch Calciummangel oder ungleichmäßige Wasserversorgung verursacht wird. Die Blüten an der Spitze der jungen Früchte werden braun und faulen weg. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt werden und der Boden mit Nährstoffen wie Kalzium angereichert ist. Manchmal hilft auch das Einarbeiten von etwas Gips in den Boden. Achten Sie darauf, dass die jungen Früchte nach der Bestäubung kontinuierlich mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt werden.
Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben können sich auch im geschützten Klima des Gewächshauses schnell vermehren. Blattläuse saugen den Pflanzensaft und können Krankheiten übertragen, während Spinnmilben feine Gespinste hinterlassen und die Blätter schädigen. Regelmäßige Inspektionen, besonders auf der Blattunterseite, sind entscheidend. Bei geringem Befall können Sie die Tiere oft abspülen. Ansonsten sind Nützlinge wie Marienkäferlarven gegen Blattläuse oder Raubmilben gegen Spinnmilben sehr effektiv. Auch biologische Insektizide auf Basis von Neemöl oder Rapsöl können helfen, sind aber oft nicht selektiv und können auch Nützlinge schädigen.
Häufige Probleme und ihre Lösungsansätze
- Mehltau: Vorbeugung durch Belüftung, Entfernen befallener Blätter, Milch-Wasser-Spray oder biologische Fungizide.
- Blütenfäule: Gleichmäßige Wasserversorgung, Kalziumzufuhr, Gips im Boden.
- Blattläuse/Spinnmilben: Regelmäßige Kontrollen, Abspülen, Nützlinge (Marienkäfer, Raubmilben) oder Neemöl.
Frühes Erkennen und gezieltes Handeln sind essenziell, um Ernteausfälle durch Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden.
Ernte und Lagerung von Gewächshaus-Zucchini
Die Ernte von Zucchini im Gewächshaus kann oft früher beginnen als im Freiland, manchmal schon im späten Frühjahr oder frühen Sommer, je nachdem, wann die Pflanzen gesetzt wurden und wie gut die Bedingungen sind. Der Schlüssel zu einer kontinuierlichen Ernte ist das regelmäßige Pflücken. Zucchini wachsen rasant, und wenn Sie sie einmal pro Woche oder sogar öfter nachsehen, stellen Sie sicher, dass Sie die Früchte im idealen Stadium ernten. Ein guter Richtwert ist, Zucchini zu pflücken, wenn sie etwa 15-20 cm lang sind. Sie sind dann am zartesten und haben die wenigsten Kerne. Wenn Sie sie weiter wachsen lassen, werden sie zwar größer, aber auch wässriger und die Kerne entwickeln sich stärker. Ein zu langes Warten kann die Pflanze dazu veranlassen, ihre Energie in die Reifung weniger, aber großer Früchte zu stecken, was die Gesamternte reduziert.
Beim Ernten ist es wichtig, die Zucchini richtig von der Pflanze zu trennen. Verwenden Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere, um den Fruchtstiel sauber abzuschneiden. Dies vermeidet Beschädigungen an der Pflanze und an der Frucht selbst. Wenn Sie die Zucchini nur abbrechen, riskieren Sie, die Pflanze zu verletzen oder die Frucht zu beschädigen, was zu Fäulnis führen kann. Drehen und ziehen Sie die Früchte nicht, da dies die Pflanze schädigen könnte. Eine saubere Schnittführung ist entscheidend.
Die Lagerung von frisch geernteten Zucchini ist relativ einfach, da sie nicht lange haltbar sind. Frische Zucchini können im Kühlschrank für etwa 10-14 Tage aufbewahrt werden. Wickeln Sie sie am besten in ein leicht feuchtes Küchentuch oder legen Sie sie in eine perforierte Plastiktüte, um die Austrocknung zu verhindern und gleichzeitig die Bildung von Kondenswasser zu minimieren. Zucchini sollten nicht neben ethylene-produzierenden Früchten wie Äpfeln oder Tomaten gelagert werden, da dies ihren Reifeprozess beschleunigen und ihre Haltbarkeit verkürzen kann. Für eine längere Lagerung können Zucchini auch eingefroren, eingelegt oder getrocknet werden, aber frische Zucchini aus dem Gewächshaus sind am besten, wenn sie schnell verbraucht werden.
Ernte- und Lagerungstipps
- Regelmäßigkeit: Ernten Sie Zucchini wöchentlich oder häufiger.
- Größe: Ideale Ernte bei 15-20 cm Länge.
- Methode: Mit Messer/Schere sauber abschneiden.
- Lagerung: Im Kühlschrank (10-14 Tage), leicht feucht eingewickelt.
- Vermeiden: Lagerung neben reifenden Früchten.
Regelmäßiges Ernten im richtigen Stadium und die richtige Lagerung sichern den Genuss Ihrer Gewächshaus-Zucchini.
Zusammenpflanzen mit anderen Gemüsesorten im Gewächshaus
Die Wahl der richtigen Nachbarn für Zucchini im Gewächshaus kann den Anbau erheblich verbessern, indem sie das Wachstum fördern, Schädlinge abwehren oder den Platz optimal nutzen. Zucchini, wie auch Gurken und Kürbisse, gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Aus diesem Grund sollten Sie Zucchini nicht direkt neben anderen starkwüchsigen Kürbisgewächsen pflanzen, da sie um Platz, Nährstoffe und Licht konkurrieren. Eine Ausnahme bilden Züchtungen, die speziell für die Mischkultur entwickelt wurden, aber im Allgemeinen ist es ratsam, sie zu trennen.
Gute Nachbarn für Zucchini im Gewächshaus sind Pflanzen, die von der beschattenden Wirkung der großen Zucchiniblätter profitieren oder ihrerseits Schädlinge abwehren. Dazu gehören verschiedene Kräuter wie Basilikum, Oregano, Thymian und Rosmarin. Diese aromatischen Pflanzen können helfen, Blattläuse und andere Schädlinge fernzuhalten. Auch bestimmte Gemüsesorten wie Radieschen, Spinat oder Salat, die schnell wachsen und vor der vollen Ausdehnung der Zucchini abgeerntet sind, eignen sich gut als Vor- oder Zwischenkultur. Sie nutzen den Platz effektiv, solange die Zucchini noch klein sind.
Pflanzen, die Sie eher meiden sollten, sind solche, die den Boden stark auslaugen oder ähnliche Bedürfnisse wie Zucchini haben und somit in direkte Konkurrenz treten würden. Dazu zählen beispielsweise starkzehrende Tomaten oder Paprika, es sei denn, Sie sorgen für eine sehr gute Nährstoffversorgung aller Pflanzen. Generell ist eine gute Fruchtfolge und das Vermeiden von Monokulturen auch im Gewächshaus wichtig. Wenn Sie Gurken und Zucchini im selben Gewächshaus anbauen, achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen, da beide ähnliche Anforderungen an Wärme und Feuchtigkeit haben.
Passende Nachbarn und Pflanzenstrategien
- Vermeiden: Andere starkwüchsige Kürbisgewächse (Kürbis, andere Zucchini-Sorten), da sie konkurrieren.
- Gute Nachbarn: Kräuter (Basilikum, Oregano), Radieschen, Spinat, Salat.
- Abstand: Ausreichend Platz zwischen Zucchini und Gurken oder Tomaten einhalten.
- Luftzirkulation: Achten Sie darauf, dass die Mischkultur die Belüftung nicht behindert.
Eine durchdachte Mischkultur fördert das Wachstum und schützt Ihre Zucchinipflanzen im Gewächshaus.
